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Endlich nachhaltig sparsam!

Started byDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
First post2026-02-13 10:40 +0000
Last post2026-02-16 11:19 +0000
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Contents

  Endlich nachhaltig sparsam! Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2026-02-13 10:40 +0000
    Re: Endlich nachhaltig sparsam! Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2026-02-13 14:19 +0100
      Re: Endlich nachhaltig sparsam! Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2026-02-13 13:31 +0000
        Re: Endlich nachhaltig sparsam! ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) - 2026-02-13 15:24 +0000
          Re: Endlich nachhaltig sparsam! Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2026-02-13 15:46 +0000
            Re: Endlich nachhaltig sparsam! ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) - 2026-02-13 16:12 +0000
              Re: Endlich nachhaltig sparsam! ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) - 2026-02-13 16:34 +0000
                Re: Endlich nachhaltig sparsam! Gerhard Hoffmann <dk4xp@arcor.de> - 2026-02-13 17:45 +0100
              Re: Endlich nachhaltig sparsam! Gerhard Hoffmann <dk4xp@arcor.de> - 2026-02-13 17:51 +0100
              Re: Endlich nachhaltig sparsam! Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2026-02-14 11:50 +0100
        Re: Endlich nachhaltig sparsam! Peter McD <peter.posts@gmx.net> - 2026-02-15 11:37 +0100
        Re: Endlich nachhaltig sparsam! Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> - 2026-02-19 18:04 +0100
      Re: Endlich nachhaltig sparsam! Alfred <Feb.2026@anon.invalid> - 2026-02-13 17:13 +0100
      Re: Endlich nachhaltig sparsam! Ulrich Weise <ulrich.weise@t-online.de> - 2026-02-16 15:42 +0100
        Re: Endlich nachhaltig sparsam! Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2026-02-16 16:10 +0100
        Re: Endlich nachhaltig sparsam! Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2026-02-16 18:11 +0100
      Re: Endlich nachhaltig sparsam! Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> - 2026-02-19 17:58 +0100
        Re: Endlich nachhaltig sparsam! Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2026-02-19 20:18 +0100
          Re: Endlich nachhaltig sparsam! Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2026-02-19 20:26 +0100
            Re: Endlich nachhaltig sparsam! Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> - 2026-02-20 21:02 +0100
              Re: Endlich nachhaltig sparsam! Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2026-02-20 21:07 +0100
    Re: Endlich nachhaltig sparsam! Stephan Elinghaus <seli@spamgourmet.com> - 2026-02-16 11:19 +0000

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#657342

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2026-02-20 21:07 +0100
Message-ID<mvrt78Fb6uU1@mid.individual.net>
In reply to#657341
Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> writes:

> Am 19.02.26 um 20:26 schrieb Michael Bode:
>> Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> writes:
>> 
>>> Dürfen sich Deutsche gegen Tropenkrankheiten impfen lassen?
>> Da wird der Absorptionskoeffizient der Haut zwischen 450 und 780nm
>> gemessen und wenn der zu gering ist, kriegst du keine Impfung.
> Du sollst den nicht verarschen. Er glaubt fest an das, was er
> sagt. Die Realität ist uninteressant.

Spaßbremse ;-)

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#657019

FromStephan Elinghaus <seli@spamgourmet.com>
Date2026-02-16 11:19 +0000
Message-ID<mvgcptFbt87U1@mid.individual.net>
In reply to#656881
Dr  Joachim Neudert <neudert@5sl.org> schrieb:
>
> Dabei könnten es sich Verbraucher in Bayern durchaus leisten, mehr Geld
> auszugeben. Denn sie legen einen vergleichsweise
> hohen Anteil ihres verfügbaren Einkommens zur Seite. Diese sogenannte
> Sparquote privater Haushalte bezifferte das Bayerische Landesamt für
> Statistik zuletzt auf 11,9 Prozent bzw. 3.858 Euro jährlich.
>
> Damit nimmt Bayern bundesweit den Spitzenplatz ein, noch vor
> Baden-Württemberg und in weitem Abstand zu den ärmsten Bundesländern. In
> Sachsen-Anhalt sparen die Menschen pro Jahr nur 1.576 Euro bzw. 6,2 Prozent
> ihres Nettoeinkommens. 

Das ist halt wie bei allen Durchschnittswerten - die Aussagekraft ist nur
sehr bedingt. Wer am Ende des Geldes noch Monat übrig hat, der wird wohl
kaum sparen. Umgekehrt kann jemand, der mehr als genug übrig hat, mit
seiner Sparquote locker Dutzende faktisch Mittellose statistisch
ausgleichen.


> Handelsverband beklagt fehlende Konsumlaune bei Wohlhabenden

Vielleicht haben die ja schon alles?
Vielleicht sieht auch nicht jeder ein, warum man ein funktionierendes
Stück Konsumgut einfach durch ein neues ersetzen sollte. Das wäre ja
eine Entwicklung in die richtige Richtung.



> Die Sparsamkeit der Konsumenten sei schon seit zwei Jahren ein Problem,
> beklagt der Handelsverband Bayern gegenüber BR24. "Die Leute, die Geld
> haben, legen es lieber auf die hohe Kante", beschreibt Sprecher Bernd
> Ohlmann die schwierige Lage. Gerade bei größeren Anschaffungen mache sich
> eine zunehmende Bereitschaft zum Verzicht bemerkbar.

Vielleicht ist mit eine Ursache auch die generelle Unsicherheit. Die
Welt unterliegt einem beständigen Wandel. Wenn ich sehe, wie dieser
Wandel bei uns in D vollzogen wird, vergeht mir auch die Konsumlaune.
Der Staat greift immer tiefer in meine Taschen, insbesondere bei den
Sozialabgaben. Die Leistungen dagegen gehen immer weiter Richtung eines
absoluten Minimums. Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt werden dunkler,
dazu die jahrzehntelang vernachlässigte Infrastruktur. Über Rente braucht
meine Generation sowieso nicht nachzudenken, das geht stark in Richtung
"Grundsicherungsniveau" trotz aller Einzahlungen.


Allerdings könnte man das auch genau umgekehrt betrachten. Es soll Leute
geben, die geben lieber alles aus, so lange das noch möglich ist. Sollte
es mal zum Ernstfall (z.B. Krankheit, Pflegefall, Arbeitslosiglkeit etc.)
kommen, erhält man exakt das gleiche wie jemand, der nie auch nur einen
Cent irgendwo eingezahlt oder gespart hat. Das wirft ggf. doch die ein
oder andere Frage auf. Dazu kommt die Inflation, welche dem Sparer
zusätzlich entgegentritt.
Wer selbst vorsorgt, wird sozusagen dafür noch bestraft.


> Ob neue Küchen, Wohnzimmereinrichtungen oder teure Fernseher, vieles sei
> nicht mehr so gefragt: "das merken wir schon ganz extrem". Bedenklich sei
> die Entwicklung auch deshalb, weil das Geld bei dieser Kundschaft
> eigentlich vorhanden wäre. Es handle sich um Konsumenten, die nicht jeden
> Euro umdrehen müssten und durchaus mehr ausgeben könnten.

Es braucht halt nicht jeder alle paar Jahre eine neue Küche. Warum auch?
Kocht ein neuer Herd besser als ein zehn Jahre altes Modell? Wohl kaum.

Rein theoretisch könnte ich mir jedes Jahr ein neues Telefon und/oder 
einen neuen Computer kaufen. Mache ich aber nicht. Mir fehlt schlicht
der Nutzen. Zu 286er-Zeiten war das noch anders (zugegebenermaßen auch bei
mir). Da hat jede neue CPU-Generation einen sehr spürbaren Leistungs-
schub mitgebracht. Heutige Hardware wartet halt etwas schneller auf den
Benutzer (gibt natürlich Ausnahmen, aber da gehöre ich nicht dazu).



> Inflation der vergangenen Jahre nach.  Die Verbraucher wollten ihre
> Kaufkraft durch Sparsamkeit nun wieder "auf das ursprüngliche Niveau"
> bringen. Mittlerweile sei das Bedürfnis, Geld zur Seite zu legen, so hoch
> wie zuletzt in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008.

Das dürfte ein Rennen gegen Windmühlen sein. Insbesondere sind davon
leider ausgerechnet die betroffen, die ohnehin schon zu den wirtschaftlich
eher Schwachen zählen und praktisch ihr gesamtes Einkommen für Konsum
ausgeben müssen. Gerade Lebensmittel sind die letzten Jahre geradezu
kostentechnisch explodiert. Deshalb sind solche Pauschalaussagen wie
"Die Verbraucher" und irgendwelche Durchschnittswerte immer nur sehr
bedingt aussagefähig.

Mal als Beispiel 100 Euro:
Was habe ich vor zehn Jahren für diesen Betrag bekommen?
Was bekomme ich heute dafür?
Wer weiß, was ich in zehn Jahren noch dafür bekomme?

Wie lange muss ich dafür arbeiten? Damals. Heute. Morgen.

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