Groups | Search | Server Info | Keyboard shortcuts | Login | Register [http] [https] [nntp] [nntps]
Groups > ger.ct > #653114 > unrolled thread
| Started by | Peter Veith <veith@snafu.de> |
|---|---|
| First post | 2025-12-19 14:42 +0100 |
| Last post | 2025-12-20 23:24 +0100 |
| Articles | 6 — 5 participants |
Back to article view | Back to ger.ct
This discussion starts older than the indexed window; earlier articles aren't shown. The article labeled Started by
below is the oldest one visible, not the original post.
Re: Internet und Social Media Peter Veith <veith@snafu.de> - 2025-12-19 14:42 +0100
Re: Internet und Social Media Wilhelm Ernst <newstrap@t-online.de> - 2025-12-19 21:51 +0100
Re: Internet und Social Media Peter Veith <veith@snafu.de> - 2025-12-20 07:42 +0100
Re: Internet und Social Media Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> - 2025-12-20 08:57 +0000
Re: Internet und Social Media Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2025-12-20 15:53 +0100
Re: Internet und Social Media Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2025-12-20 23:24 +0100
| From | Peter Veith <veith@snafu.de> |
|---|---|
| Date | 2025-12-19 14:42 +0100 |
| Subject | Re: Internet und Social Media |
| Message-ID | <10i3koo$16cui$3@dont-email.me> |
Wilhelm Ernst schrieb am 02.04.2025 um 19:06: > Und inzwischen hat man mit zunehmendem Alter begriffen, dass mit > Geschick alle denkbaren Emotionen herbeigeführt werden können, um die > Massen zu steuern. Man muss nur dafür Sorge tragen, sie auch jederzeit > erreichen zu können. Ich wollte die weisen Worte vor den Feiertagen noch einmal wiedergeben. So isses. Veith -- "Jeder wird spüren, dass wir sparen. Also, man kann nicht im Jahr 2028 60 Milliarden einsparen, und keiner kriegt es mit." Finanzminister Lars Klingbeil, bei "Lanz", 17.12.2025 http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
[toc] | [next] | [standalone]
| From | Wilhelm Ernst <newstrap@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2025-12-19 21:51 +0100 |
| Message-ID | <mqls6uFsr0sU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #653114 |
Am Fri, 19 Dec 2025 14:42:49 +0100hat Peter Veith <veith@snafu.de> geäußert: >Wilhelm Ernst schrieb am 02.04.2025 um 19:06: > >> Und inzwischen hat man mit zunehmendem Alter begriffen, dass mit >> Geschick alle denkbaren Emotionen herbeigeführt werden können, um die >> Massen zu steuern. Man muss nur dafür Sorge tragen, sie auch jederzeit >> erreichen zu können. > >Ich wollte die weisen Worte vor den Feiertagen noch einmal wiedergeben. >So isses. > >Veith Ja Peter, deshalb schauen wir _alle_ zum 77ten mal Aschenbrödel und...wehe ihr lasst euch mit RTde erwischen! Welche Wirkung die EU mit ihren Sanktionen gegenüber Einzelpersonen entfaltet, kann man sich bei Lipp oder hier bei Baud ansehen https://www.youtube.com/watch?v=XLcqwrabN68 Da gab es doch mal so ein Lied über die Solidarität..."Drum links zwei drei..." Alternativprogramm: https://www.youtube.com/watch?v=DIn7niWkL2E Willi -- Sich mit dem Staat abfinden, ist so notwendig wie: sich mit dem Scheißen abfinden. Aber den Staat lieben ist nicht so notwendig. B.Brecht
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Peter Veith <veith@snafu.de> |
|---|---|
| Date | 2025-12-20 07:42 +0100 |
| Message-ID | <10i5ghj$1nsi1$1@dont-email.me> |
| In reply to | #653141 |
Wilhelm Ernst schrieb am 19.12.2025 um 21:51: > Am Fri, 19 Dec 2025 14:42:49 +0100 hat Peter Veith geäußert: >> Wilhelm Ernst schrieb am 02.04.2025 um 19:06: >> >>> Und inzwischen hat man mit zunehmendem Alter begriffen, dass mit >>> Geschick alle denkbaren Emotionen herbeigeführt werden können, um die >>> Massen zu steuern. Man muss nur dafür Sorge tragen, sie auch jederzeit >>> erreichen zu können. >> >> Ich wollte die weisen Worte vor den Feiertagen noch einmal wiedergeben. >> So isses. >> > Ja Peter, deshalb schauen wir _alle_ zum 77ten mal Aschenbrödel Erwischt :-D > und...wehe ihr lasst euch mit RTde erwischen! Das neue "Westfernsehen" guggen? Geht gar nicht! > Welche Wirkung die EU mit ihren Sanktionen gegenüber Einzelpersonen > entfaltet, kann man sich bei Lipp oder hier bei Baud ansehen Nun ich fragte mich bereits, ob das die Rehabilitierung der DDR in Sachen Wolf Biermann werden soll. Ach, was unmöglich: "Der Begriff der „Ausbürgerung“ wird im deutschen Recht nicht verwendet." <https://www.bundestag.de/resource/blob/691444/eb7d5e4c4955417c9df764f0c897ddc8/WD-3-290-19-pdf.pdf> > Da gab es doch mal so ein Lied über die Solidarität..."Drum links zwei > drei..." Das Wort "Solidarität" (Beistand im Kampf) wurde schon früh mißbraucht. Ich erinnere an die alte Forderung: Begriffe besetzen! Diese wird nebenbei Kurt Biedenkopf (CDU) aus dem Jahr 1973 zugeschrieben. Erfolge feierte das Begriffebesetzen nicht nur mit der "Solidarność" sondern erst unlängst mit dem Einfordern von solidarischen Verhalten während der Corona-Mörder-Jahre. Auch wenn ein gewisser Herr Spahn erst am 15.12.2025 vor dem Corona-Untersuchungsausschuß meinte: "... dass eine Impfung keine Dritten schützt – und dass dies auch niemals behauptet worden sei." Wie würde sein Nachfolger im Amt, Herr Lauterbach, wohl dazu sagen: Untersuchungsausschüsse sind halt mehr oder weniger nebenwirkungsfrei, das muß immer wieder gesagt werden. Veith -- "Wenn es eine Impfpflicht gibt, dann können die sich viel leichter entscheiden." Katrin Göring-Eckardt, Januar 2022 http://www.DDR-Luftwaffe.de
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> |
|---|---|
| Date | 2025-12-20 08:57 +0000 |
| Message-ID | <1766221033-2991@newsgrouper.org> |
| In reply to | #653154 |
Peter Veith <veith@snafu.de> posted: > Wilhelm Ernst schrieb am 19.12.2025 um 21:51: > > > Am Fri, 19 Dec 2025 14:42:49 +0100 hat Peter Veith geäußert: > >> Wilhelm Ernst schrieb am 02.04.2025 um 19:06: > >> > >>> Und inzwischen hat man mit zunehmendem Alter begriffen, dass mit > >>> Geschick alle denkbaren Emotionen herbeigeführt werden können, um die > >>> Massen zu steuern. Man muss nur dafür Sorge tragen, sie auch jederzeit > >>> erreichen zu können. > >> > >> Ich wollte die weisen Worte vor den Feiertagen noch einmal wiedergeben. > >> So isses. > >> > > Ja Peter, deshalb schauen wir _alle_ zum 77ten mal Aschenbrödel > > Erwischt :-D > > > und...wehe ihr lasst euch mit RTde erwischen! > > Das neue "Westfernsehen" guggen? Geht gar nicht! > > > Welche Wirkung die EU mit ihren Sanktionen gegenüber Einzelpersonen > > entfaltet, kann man sich bei Lipp oder hier bei Baud ansehen > > Nun ich fragte mich bereits, ob das die Rehabilitierung der DDR in > Sachen Wolf Biermann werden soll. Ach, was unmöglich: "Der Begriff der > „Ausbürgerung“ wird im deutschen Recht nicht verwendet." > <https://www.bundestag.de/resource/blob/691444/eb7d5e4c4955417c9df764f0c897ddc8/WD-3-290-19-pdf.pdf> Die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages schreiben viel Käse, wenn der Tag lang ist.
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2025-12-20 15:53 +0100 |
| Message-ID | <mqnrj8F82anU4@mid.individual.net> |
| In reply to | #653114 |
Hallo, Am 19.12.25 um 14:42 schrieb Peter Veith: > Wilhelm Ernst schrieb am 02.04.2025 um 19:06: > >> Und inzwischen hat man mit zunehmendem Alter begriffen, dass mit >> Geschick alle denkbaren Emotionen herbeigeführt werden können, um die >> Massen zu steuern. Man muss nur dafür Sorge tragen, sie auch jederzeit >> erreichen zu können. > > Ich wollte die weisen Worte vor den Feiertagen noch einmal wiedergeben. > So isses. Nekrophilie? Ciao Walter
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2025-12-20 23:24 +0100 |
| Message-ID | <10i77ma$2afk2$1@dont-email.me> |
| In reply to | #653179 |
Salve allerseits, Walter Brill schrieb: > Am 19.12.25 um 14:42 schrieb Peter Veith: >> Wilhelm Ernst schrieb am 02.04.2025 um 19:06: >> >>> Und inzwischen hat man mit zunehmendem Alter begriffen, dass mit >>> Geschick alle denkbaren Emotionen herbeigeführt werden können, um die >>> Massen zu steuern. Man muss nur dafür Sorge tragen, sie auch jederzeit >>> erreichen zu können. >> >> Ich wollte die weisen Worte vor den Feiertagen noch einmal wiedergeben. >> So isses. > > Nekrophilie? > +--- <hier abknabbern> --- | Am vergangenen Wochenende hat der deutsche Kanzler die Pax Americana, | also die von Amerika geprägte Friedensordnung, für beendet erklärt. «Die | Jahrzehnte der Pax Americana sind für uns in Deutschland und auch für | uns in Europa weitestgehend vorbei», sagte Friedrich Merz beim | CSU-Parteitag. | | Hat der Kanzler damit recht? Haben die USA unter Trump ihre führende | Position aufgegeben? Ist Amerika womöglich isolationistisch geworden? | | Das Statement des Kanzlers ist offensichtlich politischer Natur. Er will | aufrütteln, warnt im gleichen Atemzug vor «Nostalgie». Es geht darum, | den Deutschen klarzumachen, dass sie grössere Verantwortung übernehmen | müssen. | | Seine Botschaft ist: Die Deutschen können sich nicht mehr umfassend | darauf verlassen, dass Amerika den Ordnungsrahmen absichert, innerhalb | dessen sie sich vorwiegend um das eigene wirtschaftliche Wohlergehen | kümmern können. Deutschland muss diesen Rahmen mitgestalten. | | Dabei geht der Kanzler selbst voran. Der Europa-Chef der Politikberatung | Eurasia Group Mujtaba Rahman hat auf X lobend geschrieben, Merz zeige in | dieser Woche, wie eine deutsche Führung in Europa aussehe. Rahman | erwähnte den Einsatz des Kanzlers bei den Verhandlungen über einen | Frieden in der Ukraine und seine Bemühungen, die eingefrorenen | russischen Vermögen für die Ukraine zu nutzen. Hinzufügen darf man das | Engagement, das Mercosur-Freihandelsabkommen durchzuboxen. | | *Amerika zieht sich nicht zurück* | | Doch ist die Analyse von Merz zutreffend? Ist die Pax Americana wirklich | am Ende? Jene amerikanisch geführte Ordnung, die nach 1945 den Westen, | nach 1989 dann die ganze Welt prägte. | | Ein Abgesang auf diese Ordnung wäre zumindest voreilig. Auch wenn Trump | unberechenbar bleibt, hin und her schwankt und keine klare Linie zu | verfolgen scheint, so ist seine Regierung zumindest eines nicht: | isolationistisch. Im Gegenteil: Amerika ist global so aktiv und präsent | wie schon lange nicht mehr. Trump ist rastlos und traut sich, wie seine | Stabschefin gerade sagte, alles zu. Er glaube, dass «es nichts gibt, was | er nicht tun kann». | | Dazu zählt in seinem Selbstverständnis vor allem auch das Schaffen von | Frieden. Kaum ein Statement, in dem Trump nicht aufzählt, wie viele | Friedensabkommen er zustande gebracht habe. In seiner Sicht ist Frieden | der Naturzustand der Welt, Krieg nur eine irrationale Störung. Sobald | Frieden herrscht, können sich die Menschen um ihren eigentlichen | Daseinszweck kümmern: die Mehrung des materiellen Wohlstands. | | *Frieden durch Stärke* | | Die kürzlich erschienene amerikanische Strategie für die nationale | Sicherheit ist alles andere als eine Absage an die Pax Americana. Auch | wenn insbesondere das Kapitel über Europa von den kulturkämpferischen | Provokationen des Vizepräsidenten J. D. Vance geprägt ist, im Zentrum | der Strategie steht das Motto «Frieden durch Stärke». Das Dokument ist | über weite Strecken geprägt von der klassischen Weltsicht der | Republikaner: Amerika müsse dominieren und brauche dazu fähige Alliierte. | | Amerika benötige «ein starkes Europa», um erfolgreich im Wettbewerb zu | sein, heisst es. Europa müsse «im Konzert» mit den USA arbeiten, um zu | verhindern, dass eine feindliche Macht den Kontinent dominiere. Amerika | könne es sich keineswegs leisten, Europa abzuschreiben. Dies zu tun, | «wäre kontraproduktiv» für die Ziele der Strategie. | | Es ist zwar zutreffend, dass die neue Sicherheitsstrategie nicht klar | beschreibt, dass Russland und China die zentralen Gegenspieler sind. | Indem die Autoren hier eine Leerstelle lassen, reagieren sie wohl auf | die Ungewissheit, wie Trump die Beziehung zu den beiden Konkurrenten | künftig gestalten wird. | | Zugleich aber wird in der Strategie deutlich, dass die Alliierten in | Europa und Asien zentral für die Machtbalance und damit für den Frieden | sind. Zu den «amerikanischen Vorteilen» gehöre «ein breites Netzwerk von | Allianzen. . . in den strategisch wichtigsten Regionen». | | Strategisch wichtig sind diese Regionen, auch wenn es in der Strategie | nicht so explizit steht, weil hier ein Kampf um die Vormacht | stattfindet. Eine Auseinandersetzung zwischen den USA und ihren | Verbündeten einerseits und Russland und China andererseits. | | In Bezug auf die Ukraine erklärt die Strategie, es sei ein | «Kerninteresse» Amerikas, ein Ende der Kampfhandlungen zu verhandeln. | Ziel sei, den Wiederaufbau der Ukraine zu ermöglichen, damit sie als | «lebensfähiger Staat überleben kann». Und es sei eine Priorität für | Amerika, einen Konflikt über Taiwan zu verhindern, möglichst durch die | Aufrechterhaltung militärischer Überlegenheit. | | *Auf republikanischem Kurs* | | Nicht nur im Strategiedokument, auch in der Praxis orientieren sich die | USA weiterhin am Leitbild der Pax Americana. Bei aller Unsicherheit über | Trump bleiben die USA im ersten Jahr der zweiten Präsidentschaft | weitgehend auf Kurs. | | Trump hat keinen Deal mit Putin und Xi abgeschlossen, bei dem er ihnen | eine weitreichende Einflusszone einräumt. Amerika hat sich nicht aus | Europa, Asien und dem Nahen Osten zurückgezogen. | | US-Aussenminister Marco Rubio setzt auf die traditionelle Aussenpolitik | der Republikaner im Sinne Reagans. Und Verteidigungsminister Pete | Hegseth reist in Asien herum und versichert den Verbündeten, dass sie | auf Amerika zählen könnten. | | Auch weiterhin dämmen die USA ihre drei autokratischen, | imperialistischen Gegenmächte Russland, China und Iran in deren | Expansionsgelüsten ein. Amerika bleibt bis auf weiteres die führende | Weltmacht. | | *Die Eindämmung Russlands* | | In Bezug auf Russland und die Ukraine setzt Trump seit vielen Monaten | trotz allen Misserfolgen darauf, dass es zu einer Einigung kommt. Er | tendiert zwar zur russischen Seite, lobt aber immer wieder die Ukraine | und gibt sie nicht auf. | | Für die Nato bleibt das Versprechen des amerikanischen Beistands | entscheidend. Gäbe es dieses nicht, hätte Russland die | Verteidigungsbereitschaft der Europäer wohl längst massiv getestet, etwa | im Baltikum oder gegenüber Rumänien. | | Moskau nimmt die Europäer nicht ernst, es fürchtet sich aber vor der | amerikanischen Macht. Diese bleibt auf lange Sicht unersetzlich, um | Russland abzuschrecken. | | Und im Südkaukasus und in Zentralasien, die Russland als ureigenste | Einflusszonen sieht, gewinnen die USA sogar noch an Einfluss. Trump hat | im August einen Friedensdeal zwischen Armenien und Aserbaidschan | vermittelt, im November hat er die zentralasiatischen Staatschefs ins | Weisse Haus zu einem Gipfeltreffen eingeladen. | | *Irans Vormacht ist gebrochen* | | Auch im Nahen Osten ist der amerikanische Einfluss erheblich gestiegen. | Russland ist weitgehend aus Syrien vertrieben, das es über Jahre | gemeinsam mit dem Partner Iran dominiert hat. Gemeinsam mit den | Verbündeten Türkei und Saudiarabien bemüht sich die Trump-Regierung | jetzt um die Stabilisierung Syriens. | | Zugleich hat Israel mit militärischen Mitteln die sich ausbreitende | Macht der Iraner in der Region gebrochen. Amerika hat Israel dabei | Rückhalt geboten. Und es hat Israel in einem entscheidenden Moment | militärisch unterstützt: mit bunkerbrechenden Bomben gegen iranische | Nuklearanlagen. | | *Sicherheit im Indopazifik* | | Die neue Strategie für die nationale Sicherheit beschäftigt sich | ausführlich mit Taiwan und dem Südchinesischen Meer. Der Indopazifik ist | der Schwerpunkt des Dokuments. | | Kein Wunder: Hier trifft chinesisches Expansionsstreben auf die | amerikanische Garantie des Status quo. Ohne die Präsenz amerikanischer | Truppen in der Region hätte China längst weitere Schritte in Richtung | einer Hegemonie unternommen. Eingedämmt wird der neue chinesische | Imperialismus nur von den USA. | | Auch unter Trump unterstützt Amerika seine Verbündeten und Partner in | der Region deutlich, insbesondere Taiwan, die Philippinen und Japan, das | kürzlich von China mit einer Einschüchterungskampagne überzogen wurde. | | *Allianzen verändern sich* | | Mit seinem Abgesang auf die Pax Americana ist Merz einen Schritt zu weit | gegangen. Die USA bleiben die entscheidende Garantiemacht für Frieden in | Europa, Nahost und dem Indopazifik. | | Was sich allerdings verändert, ist die Beziehung der USA zu Partnern und | Verbündeten. | | Die neue Sicherheitsstrategie formuliert das klar: Amerika fordert seine | Alliierten auf, «die Hauptverantwortung für ihre Region zu übernehmen», | während die USA ein «Netzwerk zur Lastenteilung» organisieren und | unterstützen. Das entspricht dem, was Obama einst als «leading from | behind» bezeichnete, also das Führen aus dem Hintergrund. | | Die Europäer werden im Vorwort von Trump ausdrücklich für den Aufwuchs | ihrer Verteidigungsbemühungen gelobt. Die wichtigsten asiatischen | Partner und Verbündeten – Japan, Taiwan, Südkorea und Australien – | werden hingegen ermahnt, mehr zu tun. | | *Die Konkurrenz der Grossmächte* | | Der Veränderungsdruck im amerikanischen System der Allianzen kommt im | Kern nicht von den USA. Er ist vielmehr eine Folge der neuen | strategischen Gesamtlage. China und Russland haben sich zu mächtigen, | immer aggressiver auftretenden Gegenspielern entwickelt. | | Die Kosten für die Aufrechterhaltung der Pax Americana sind damit | erheblich gestiegen. Nach 1989 ging es darum, die früheren Gegenmächte | in die neue Weltordnung zu integrieren. Das verbliebene Chaos in manchen | Weltregionen werde man gemeinsam aufräumen, dachte man. Jetzt aber zeigt | sich: Aus den früheren Gegenspielern werden neue Gegenmächte. An die | Stelle wirtschaftlicher Integration tritt militärische Konkurrenz. | | Amerika ist jedoch nicht bereit, Verantwortung und Kosten für die | Eindämmung Russlands und Chinas weitgehend alleine zu übernehmen. Die | Partner und Verbündeten müssen jetzt in erheblichem Masse für sich | selbst sorgen. Weitaus mehr als im Kalten Krieg, als Amerikas relative | Dominanz noch grösser war. | | Anders gesagt: Der Charakter der Partnerschaft mit Amerika muss sich | ändern. +--- </hier abknabbern> --- ©<https://www.nzz.ch/pro/amerikas-neue-sicherheitsstrategie-warum-friedrich-merz-unrecht-hat-ld.1917098> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
[toc] | [prev] | [standalone]
Back to top | Article view | ger.ct
csiph-web