Groups | Search | Server Info | Keyboard shortcuts | Login | Register [http] [https] [nntp] [nntps]


Groups > ger.ct > #652350 > unrolled thread

Schleswig-Holstein macht Open Source...

Started by"F. W." <me@home.invalid>
First post2025-12-09 11:04 +0100
Last post2025-12-17 09:10 +0100
Articles 20 on this page of 26 — 11 participants

Back to article view | Back to ger.ct


Contents

  Schleswig-Holstein macht Open Source... "F. W." <me@home.invalid> - 2025-12-09 11:04 +0100
    Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2025-12-09 10:43 +0000
      »Schluss mit idealistischem Utopismus« (was: Re: Schleswig-Holstein macht Open Source...) Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2025-12-09 12:19 +0100
        Re: »Schluss mit idealistischem Utopismus« "F. W." <me@home.invalid> - 2025-12-09 12:39 +0100
          Re: »Schluss mit idealistischem Utopismus« Wilhelm Ernst <newstrap@t-online.de> - 2025-12-09 17:28 +0100
      Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> - 2025-12-09 11:28 +0000
        Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2025-12-09 12:46 +0000
        Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... Ulrich D i e z <ud.usenetcorrespondence@web.de> - 2025-12-16 21:02 +0100
      Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... "F. W." <me@home.invalid> - 2025-12-09 12:37 +0100
        Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2025-12-09 12:40 +0000
          Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2025-12-09 13:42 +0100
          Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... "F. W." <me@home.invalid> - 2025-12-09 14:01 +0100
            Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2025-12-09 15:34 +0100
              Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... "F. W." <me@home.invalid> - 2025-12-10 07:55 +0100
                Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2025-12-10 09:35 +0000
                  Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2025-12-10 11:25 +0100
                  Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2025-12-10 23:12 +0100
                    Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2025-12-11 08:38 +0000
                      Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2025-12-11 10:09 +0100
                        Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2025-12-11 10:51 +0000
                  Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... "F. W." <me@home.invalid> - 2025-12-11 09:43 +0100
          Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... Ulrich D i e z <ud.usenetcorrespondence@web.de> - 2025-12-16 21:07 +0100
    Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... "Wendelin Uez" <wuez@online.de> - 2025-12-10 13:00 +0100
      Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... "F. W." <me@home.invalid> - 2025-12-16 11:37 +0100
    Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... Marte Schwarz <marte.schwarz@gmx.de> - 2025-12-16 19:33 +0100
      Re: Schleswig-Holstein macht Open Source... "F. W." <me@home.invalid> - 2025-12-17 09:10 +0100

Page 1 of 2  [1] 2  Next page →


#652350 — Schleswig-Holstein macht Open Source...

From"F. W." <me@home.invalid>
Date2025-12-09 11:04 +0100
SubjectSchleswig-Holstein macht Open Source...
Message-ID<mpqagrFa2jsU1@mid.individual.net>
...und setzt die Bombe gleich in das Konzept. Denn es soll nicht nur
umgerüstet werden. Das Riesenprojekt wird gleich noch mit
"Prozessoptimierung" belastet. So sind bisher alle gescheitert.

Also nicht nur Umstellung auf Open Source, also das komplette Programm
von automatisierten Installationen, Implementierungskonzepten,
Konvertierungen und Schulungen. Der Riesenberg kriegt noch eine fette
Krone, weil gleich noch die Prozesse optimiert werden sollen.

Das ging nie gut und wird nicht gut gehen.

Und bald wird SH 80 Millionen wieder an Microsoft überweisen. Zusätzlich
zu den 20 Millionen bereits investierten Umrüstungskosten. So wie
München oder Wien. Ruf doch mal an. Es kostet wirklich nicht die Welt.

Und ersten Ärger gibt es schon. Alles bekannt. Fehlende Schulungen,
andere Bedienkonzepte und schlechte Arbeitsbedingungen führen in der
norddeutschen Justiz schon zu Ärger und Arbeitsniederlegungen.

Und jedes gescheiterte Projekt holt drei neue zu Microsoft (zurück).

Wie könnte eine gewünschte Abhängigkeit von den USA beendet werden?
Zunächst mal durch Eigenleistungen aus Europa, solange das noch
politisch korrekt ist. Aber ist es das?

Programme aus dem orbanschen Ungarn oder dem die Migration streng
regulierenden Dänemark könnten als nächstes auf der Liste stehen. Nicht
aus Frankreich, wenn Le Pens Partei den Präsidenten stellt? Software aus
Sachsen-Anhalt, wenn die AfD den MP stellt?

Und wenn Trump durch einen Obama 2.0 abgelöst wird, wird dann alles
wieder rückgängig gemacht? Und 8 Jahre später mit einem Präsidenten JD
Vance wieder angeworfen?

Da ist noch viel Luft nach oben. Den Luxus muss man sich dann leisten.
Denn sachliche Entscheidungen nach politischen Motiven zu fällen ist ein
großer Luxus. Für Geld, das der Staat schon lange nicht mehr hat.

Am besten geht es, so meine Erfahrung nach 25 Jahren IT-Dienst beim
Staat, wenn die _Behörden wieder ihre eigenen Programme_ schreiben.
Damit aber die Standesbeamtin nicht wieder mit Basic hantieren muss,
müssen die kommunalen Rechenzentren mit Webanwendungen an den Start kommen.

Keine Leute? Kein KnowHow? KI nutzen! Die ist kostenlos und weitgehend
verfügbar. Auch aus deutschen Quellen. Aber man kann natürlich
*vorübergehend* auch die Klassiker nutzen: ChatGPT, Claude, Gemini,
Copilot, sogar bei Grok und DeepSeek hätte ich keine Bauchschmerzen.

Dann hätten wir Programme bei den Programmierern und Anwendungen bei den
Anwendern. So wie mit den alten 3270-Systemen in den 70er - 90er Jahren.

Also man hätte auch einfach alles behalten können. Und vermutlich
Millionen gespart.

Heute halt einfach PHP und MariaSQL nutzen. Streng genommen braucht man
nicht einmal eigene Server. Sehr gute Hostanbieter sind schon lange in
Deutschland verfügbar, datenschutzrechtlich geprüft und sehr zuverlässig.

FW

[toc] | [next] | [standalone]


#652356

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2025-12-09 10:43 +0000
Message-ID<bt6937fc9ei277f73n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#652350
On Tue, 09 Dec 2025 11:04:11 F. W. wrote:
> Und wenn Trump durch einen Obama 2.0 abgelöst wird, wird dann
> alles wieder rückgängig gemacht? Und 8 Jahre später mit einem
> Präsidenten JD Vance wieder angeworfen?

Ob in den USA ein Obama 2.0 kommt, ist mehr als fraglich, nicht nur
wegen des fehlenden Protagonisten als Nachfolger Obamas. Und ob dann
Europa alle Entscheidungen rückgängig macht, ist noch einmal eine
andere Geschichte.

> Am besten geht es, so meine Erfahrung nach 25 Jahren IT-Dienst
> beim Staat, wenn die _Behörden wieder ihre eigenen Programme_
> schreiben.

Ja, genau, endlich einmal eine Ansage mit Stil. Wer erwartet es
nicht, den in-house entwickelten SAP-Ersatz, am besten für jedes
Ministerium einen eigenen, denn nur dann kann man auf die
höchst spezifischen Anforderungen eingehen.

Also nicht, dass ich SAP eine sonderlich gute Idee finde, aber
immerhin funktioniert das Zeug, wenn auch mit viel Mühe.

> Keine Leute? Kein KnowHow? KI nutzen! Die ist kostenlos [...]

TANSTAAFL, aber auch sonst ist das natürlich eine ganz hervorragende
Idee. Dass da ausser Dir noch keiner draufgekommen ist.

Servus,
   Stefan


-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

So ein manierlicher Gedanke: Stefan!
(Sloganizer)

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#652359 — »Schluss mit idealistischem Utopismus« (was: Re: Schleswig-Holstein macht Open Source...)

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2025-12-09 12:19 +0100
Subject»Schluss mit idealistischem Utopismus« (was: Re: Schleswig-Holstein macht Open Source...)
Message-ID<10h90jj$p42a$1@dont-email.me>
In reply to#652356
Salve allerseits,

Stefan Froehlich schrieb:
> On Tue, 09 Dec 2025 11:04:11 F. W. wrote:
>
>> Und wenn Trump durch einen Obama 2.0 abgelöst wird, wird dann alles wieder
>> rückgängig gemacht? Und 8 Jahre später mit einem Präsidenten JD Vance
>> wieder angeworfen?
> 
> Ob in den USA ein Obama 2.0 kommt, ist mehr als fraglich, nicht nur wegen
> des fehlenden Protagonisten als Nachfolger Obamas.
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| Mitte November erhielten die US-amerikanischen Botschaften und Konsulate
| weltweit eine Depesche aus der Heimat. Die Diplomaten sollten mit den
| Vorbereitungen für den Jahresbericht zu weltweiten
| Menschenrechtsverletzungen beginnen. Also Ausschwärmen, Fälle von
| Diskriminierung von Minderheiten, Polizeigewalt, Menschenhandel oder
| Zensur zusammentragen, lautete die Anweisung des Außenministeriums. Seit
| Mitte der Siebzigerjahre gehört es zu den klassischen Aufgaben der
| US-Botschaften, diese Länderberichte anzufertigen. Sie sind Grundlage
| für politische Entscheidungen.
|
| Neu ist jetzt: Künftig sollen die Mitarbeiter auch dokumentieren, wenn
| in ihren Gastländern »Masseneinwanderung« gefördert wird oder sogenannte
| DEI-Programme existieren, also Maßnahmen, die Diversität,
| Chancengleichheit und Inklusion vorantreiben. Ebenfalls ein Fall für den
| nächsten Menschenrechtsreport: die staatliche Finanzierung von
| Medikamenten zum Schwangerschaftsabbruch. Und der Zustand der
| Meinungsfreiheit. Damit ist klar: Washington überwacht nicht mehr nur
| Diktaturen, sondern auch die traditionellen europäischen Verbündeten.
|
| Die nun veröffentlichte »Nationale Sicherheitsstrategie« war zu diesem
| Zeitpunkt wohl schon weitgehend ausgearbeitet. Und sie ist, wenn man so
| will, die logische Fortschreibung der Depesche – zumindest mit Blick auf
| Europa. Die US-Regierung glaubt, dass Europa durch Geburtenrückgang,
| Migration und Zensur seine »zivilisatorische Identität« verliert.
| Bestimmte Nato-Mitglieder würden künftig mehrheitlich »nichteuropäisch
| sein«. Washington kündigt also an, patriotische Bewegungen zu
| unterstützen, von denen sie glaubt, dass sie die nationale Identität
| verteidigen. Was steckt dahinter? Und wer sind die treibenden Kräfte in
| den USA, die diese Politik vorantreiben?
|
| *Fassungslosigkeit in Europa*
|
| Den Ton des Papiers setzte – wie üblich – der US-Präsident selbst: Im
| Vorwort machte Donald Trump deutlich, dass er sich von seiner ersten
| Sicherheitsstrategie verabschiedet hat. 2017 stand noch der Wettbewerb
| der Großmächte im Zentrum, die Bedrohung durch China und Russland war
| Kern des Papiers. Nun setzt der US-Präsident vollständig auf »America
| First«, statt um Demokratieförderung geht es um die eigenen nationalen
| und wirtschaftlichen Interessen.
|
| Auch wenn das Strategiepapier nicht bindend ist: Die Reaktionen in
| Europa waren deutlich. Der ehemalige französische Botschafter in den
| USA, Gérard Araud, schrieb auf X, das Papier lese sich wie »eine
| rechtsextreme Broschüre«. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul
| (CDU) sagte, Bezug nehmend auf die kritischen Äußerungen zur
| Meinungsfreiheit in dem Papier: »Ich glaube nicht, dass irgendjemand uns
| dazu Ratschläge geben muss.« CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen sieht in
| der neuen Sicherheitsstrategie eine große Bedrohung für die Demokratie
| in Europa.
|
| Die Empörung der Europäer ließ sich wohl am ehesten mit der
| Fassungslosigkeit nach der Rede von US-Vizepräsident JD Vance bei der
| Münchner Sicherheitskonferenz im Februar dieses Jahres vergleichen.
| Damals hatte Vance die europäischen Verbündeten scharf attackiert, vor
| einer Gefährdung der Demokratie gewarnt. Er nahm dabei indirekt Bezug
| auf die deutsche Debatte über den Umgang mit der AfD und warnte vor
| »Brandmauern« in Europa.
|
| In der neuen Sicherheitsstrategie finden sich inhaltlich dazu etliche
| Überschneidungen. »Vances Rede in München hätte im Februar noch als
| ideologische Ansichten des Vizepräsidenten und eines Teils der radikalen
| MAGA-Anhängerschaft interpretiert werden können«, schreibt
| Politikwissenschaftlerin Liana Fix, Fellow for Europe beim Council on
| Foreign Relations in Washington, D.C. »Nun sind diese Ansichten jedoch
| zur offiziellen Politik der Regierung geworden, was Europas Bemühungen,
| sich gegen die Vereinigten Staaten abzusichern und seine eigene
| Autonomie auszubauen, nur noch beschleunigen wird.«
|
| *Kleiner, einflussreicher Autorenkreis*
|
| Vance ist nicht der einzige Trump-Vertraute, dessen Handschrift sich in
| dem Strategiepapier eindeutig wiederfindet. Nur ein kleiner Kreis von
| Vertrauten berät den Präsidenten in Fragen der nationalen Sicherheit –
| und trifft die Entscheidungen: Neben Vance sind das vor allem
| Außenminister Marco Rubio sowie Trumps Stabschefin Susie Wiles und – je
| nach Thema oder Gebiet – zudem Vizestabschef Stephen Miller,
| Verteidigungsminister Pete Hegseth oder Trumps Freund und
| Sondergesandter Steve Witkoff.
|
| Rubio kommt dabei eine besondere Rolle zu: Als Trumps Nationaler
| Sicherheitsberater Michael Waltz im Frühjahr gehen musste, übertrug der
| Präsident diesen wichtigen Posten an Rubio. Diese Doppelfunktion hat
| vorher nur einer ausgeübt: Henry Kissinger. Rubio entließ Dutzende
| Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrats, legte Abteilungen zusammen.
| Und betreute auch das Strategiepapier.
|
| Auf Rubio dürfte vor allem der Fokus auf die »westliche Hemisphäre« in
| dem Papier zurückgehen. Der Sohn kubanischer Einwanderer hat in den
| vergangenen Jahren viele seiner außenpolitischen Überzeugungen angepasst
| oder gar ganz über Bord geworfen – im Umgang mit den Regimen in
| Venezuela und Kuba ist er seiner Haltung jedoch treu geblieben. Der
| Sturz des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ist auch ein
| persönliches Anliegen.
|
| Die Nationale Sicherheitsstrategie rückt dementsprechend auch Mittel-
| und Südamerika stärker in den Fokus der außenpolitischen Bemühungen.
| Einen ersten Vorgeschmack, wie das wohl aussehen wird, liefert der
| aggressive Umgang mit Venezuelas Machthaber: Militärischer Druck,
| Sanktionen und Isolation sollen Maduro aus dem Amt zwingen. Seit Anfang
| September haben die USA mehr als zwanzig mutmaßliche Drogenboote im Meer
| angegriffen, mehr als 80 Menschen starben. »In den letzten Jahren hatten
| wir wenig militärische Kampfkraft in unserer Nachbarschaft. Das wird
| sich ändern«, formulierte es General Dan Caine, der einflussreiche
| Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff der USA.
|
| *Vorgeschmack auf militärische Umsetzung*
|
| Kritik an dem neuen Strategiepapier kam nicht nur aus dem Ausland.
| »Donald Trumps nationale Sicherheitsstrategie stellt die geschäftlichen
| Interessen seiner Familie und Freunde mit unseren Gegnern – wie Russland
| und China – über die Zusagen gegenüber unseren Verbündeten«, schrieb der
| demokratische Senator Mark Kelly, der dem Streitkräfteausschuss des
| Senats angehört, auf der Plattform X. »Wenn dieser Plan umgesetzt würde,
| würde er den Einfluss der USA in der ganzen Welt schwächen und unsere
| nationale Sicherheit untergraben.«
|
| Und auch unter Republikanern ist das Papier umstritten. Rand Paul warnte
| vor überzogenen Interventionen und dem Zerfall der eigenen Bewegung,
| sollte Trump sich zu stark Konflikten im Ausland zuwenden. Dass sowohl
| Russland als auch China nicht länger als Bedrohung in dem Papier geführt
| werden, kommt vor allem unter traditionelleren Konservativen nicht gut
| an. Sie fürchten eine Aufweichung der US-Position. Hinter den Kulissen
| soll vor allem um die Haltung gegenüber China gerungen worden sein.
| Übereinstimmenden Berichten zufolge setzte sich Finanzminister Scott
| Bessent für einen zurückhaltenderen Umgang mit der Volksrepublik ein,
| wohl, um die Handelsgespräche und den für April 2026 geplanten Besuch
| von Trump bei Chinas Machthaber Xi Jinping nicht zu gefährden. Die
| Debatte soll gar die Veröffentlichung des Strategiepapiers verzögert
| haben.
|
| Unklar ist, wie viel Bedeutung die Trump-Regierung selbst ihrem Papier
| zuschreibt. Anders als 2017 noch wurde die neue Nationale
| Sicherheitsstrategie ohne Rede oder Auftritt des Präsidenten beinahe
| klammheimlich am Donnerstagabend veröffentlicht. Am Freitag stand Trump
| dann zwar auf großer Bühne im Kennedy Center in der US-Hauptstadt – dort
| drehte sich jedoch alles um die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA.
|
| Zumindest Verteidigungsminister Pete Hegseth äußerte sich am Wochenende
| noch vor Publikum – und unterstrich die neue Strategie: »Schluss mit
| idealistischem Utopismus«, sagte er beim Forum zur Verteidigungspolitik
| in der Ronald-Reagan-Präsidentenbibliothek im kalifornischen Simi Valley.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.spiegel.de/ausland/donald-trump-und-die-nationale-sicherheitsstrategie-der-usa-wer-steckt-dahinter-a-b501fbca-0c2f-40b2-82ce-b678d90c8d43>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#652368 — Re: »Schluss mit idealistischem Utopismus«

From"F. W." <me@home.invalid>
Date2025-12-09 12:39 +0100
SubjectRe: »Schluss mit idealistischem Utopismus«
Message-ID<mpqg46Fath2U6@mid.individual.net>
In reply to#652359
Am 09.12.2025 um 12:19 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:

>>> Und wenn Trump durch einen Obama 2.0 abgelöst wird, wird dann alles wieder
>>> rückgängig gemacht? Und 8 Jahre später mit einem Präsidenten JD Vance
>>> wieder angeworfen?
>>
>> Ob in den USA ein Obama 2.0 kommt, ist mehr als fraglich, nicht nur wegen
>> des fehlenden Protagonisten als Nachfolger Obamas.
>>
> +--- <hier abknabbern> ---
> | Mitte November erhielten die US-amerikanischen Botschaften und Konsulate
> | weltweit eine Depesche aus der Heimat. Die Diplomaten sollten mit den
> | Vorbereitungen für den Jahresbericht zu weltweiten
> | Menschenrechtsverletzungen beginnen.

[...]

> | Neu ist jetzt: Künftig sollen die Mitarbeiter auch dokumentieren, wenn
> | in ihren Gastländern »Masseneinwanderung« gefördert wird oder sogenannte
> | DEI-Programme existieren, also Maßnahmen, die Diversität,
> | Chancengleichheit und Inklusion vorantreiben. Ebenfalls ein Fall für den
> | nächsten Menschenrechtsreport: die staatliche Finanzierung von
> | Medikamenten zum Schwangerschaftsabbruch. Und der Zustand der
> | Meinungsfreiheit. Damit ist klar: Washington überwacht nicht mehr nur
> | Diktaturen, sondern auch die traditionellen europäischen Verbündeten.

Da spricht in ein paar Tagen niemand mehr von. Und was Trump anweist, 
kann ein Nachfolger rückgängig machen. Weil Trump das sonst nicht hätte 
anweisen können.

Also keine Panik!

FW

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#652400 — Re: »Schluss mit idealistischem Utopismus«

FromWilhelm Ernst <newstrap@t-online.de>
Date2025-12-09 17:28 +0100
SubjectRe: »Schluss mit idealistischem Utopismus«
Message-ID<mpr10jFdou4U1@mid.individual.net>
In reply to#652368
Am Tue, 9 Dec 2025 12:39:50 +0100hat "F. W." <me@home.invalid> geäußert:

 sip
>[...]
>
>> | Neu ist jetzt: Künftig sollen die Mitarbeiter auch dokumentieren, wenn
>> | in ihren Gastländern »Masseneinwanderung« gefördert wird oder sogenannte
>> | DEI-Programme existieren, also Maßnahmen, die Diversität,
>> | Chancengleichheit und Inklusion vorantreiben. Ebenfalls ein Fall für den
>> | nächsten Menschenrechtsreport: die staatliche Finanzierung von
>> | Medikamenten zum Schwangerschaftsabbruch. Und der Zustand der
>> | Meinungsfreiheit. Damit ist klar: Washington überwacht nicht mehr nur
>> | Diktaturen, sondern auch die traditionellen europäischen Verbündeten.
>
>Da spricht in ein paar Tagen niemand mehr von. Und was Trump anweist, 
>kann ein Nachfolger rückgängig machen. Weil Trump das sonst nicht hätte 
>anweisen können.
>
>Also keine Panik!
>
>FW
Oh, da hat doch die Friedrich-Ebert-Stiftung uns eine recht ähnliche
Empfehlung gegeben:
"Don`t try this at home!"
https://collections.fes.de/publikationen/download/pdf/1885838
Wahrscheinlich auch schon von den Yankees unterwandert...
Willi
-- 
Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten, 
sie fliehen vorbei,wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen.
Es bleibet dabei:Die Gedanken sind frei.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#652360

FromUlf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid>
Date2025-12-09 11:28 +0000
Message-ID<1765279731-2991@newsgrouper.org>
In reply to#652356
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) posted:

> On Tue, 09 Dec 2025 11:04:11 F. W. wrote:
> > Und wenn Trump durch einen Obama 2.0 abgelöst wird, wird dann
> > alles wieder rückgängig gemacht? Und 8 Jahre später mit einem
> > Präsidenten JD Vance wieder angeworfen?
> 
> Ob in den USA ein Obama 2.0 kommt, ist mehr als fraglich, nicht nur
> wegen des fehlenden Protagonisten als Nachfolger Obamas.

Inwieweit Obama außenpolitisch Erfolge und auch
rückblickend Anerkennung einheimste, wäre noch
zu hinterfragen. Vom Auftreten her war er meist
konzilianter.

Gruß, ULF

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#652377

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2025-12-09 12:46 +0000
Message-ID<3t69381957i2ac460n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#652360
On Tue, 09 Dec 2025 12:28:51 Ulf Kutzner wrote:
> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) posted:
>> On Tue, 09 Dec 2025 11:04:11 F. W. wrote:
>> > Und wenn Trump durch einen Obama 2.0 abgelöst wird, wird dann
>> > alles wieder rückgängig gemacht? Und 8 Jahre später mit einem
>> > Präsidenten JD Vance wieder angeworfen?

>> Ob in den USA ein Obama 2.0 kommt, ist mehr als fraglich, nicht
>> nur wegen des fehlenden Protagonisten als Nachfolger Obamas.

> Inwieweit Obama außenpolitisch Erfolge und auch rückblickend
> Anerkennung einheimste, wäre noch zu hinterfragen. Vom Auftreten
> her war er meist konzilianter.

Wunderwuzzis gibt es leider nur selten, und wie gut sich jemand im
Rahmen der jeweiligen Gegebenheiten schlägt, ist mangels Möglichkeit
für A/B-Tests auch bestenfalls zu schätzen. Immerhin hat Obama nicht
*alles* in den Sand gesetzt und nebenbei auch noch versucht, den
eigenen Staat in seiner bisherigen Verfassung zu zerstören. Tante
Jolesch lässt grüßen.

(*Möglicherweise* bessere Alternativkandidaten wie Bernie Sanders
sind in den USA ja schon sehr lange nicht mehrheitsfähig; nicht,
dass das bei uns viel besser wäre, aber trotzdem schade).

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Wild? Wilder als Stefan!? Ob's wahr ist?!
(Sloganizer)

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#652793

FromUlrich D i e z <ud.usenetcorrespondence@web.de>
Date2025-12-16 21:02 +0100
Message-ID<10hsds2$1ovaa$1@solani.org>
In reply to#652360
Ulf Kutzner schrieb:

> 
> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) posted:
> 
>> On Tue, 09 Dec 2025 11:04:11 F. W. wrote:
>> > Und wenn Trump durch einen Obama 2.0 abgelöst wird, wird dann
>> > alles wieder rückgängig gemacht? Und 8 Jahre später mit einem
>> > Präsidenten JD Vance wieder angeworfen?
>> 
>> Ob in den USA ein Obama 2.0 kommt, ist mehr als fraglich, nicht nur
>> wegen des fehlenden Protagonisten als Nachfolger Obamas.
> 
> Inwieweit Obama außenpolitisch Erfolge und auch
> rückblickend Anerkennung einheimste, wäre noch
> zu hinterfragen. Vom Auftreten her war er meist
> konzilianter.
Vom Auftreten her wirkte er auf den ersten Blick konzilianter. Es
versucht wohl jeder auf seine Weise, auf das Wahlvolk ansprechend zu wirken.

President Obama on Death of Osama bin Laden:
<https://www.youtube.com/watch?v=ZNYmK19-d0U>

In was für einem Duktus wohl Trump den Sachverhalt der Öffentlichkeit
angezeigt hätte?

Mit freundlichem Gruß

Ulrich

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#652367

From"F. W." <me@home.invalid>
Date2025-12-09 12:37 +0100
Message-ID<mpqg01Fath2U5@mid.individual.net>
In reply to#652356
Am 09.12.2025 um 11:43 schrieb Stefan Froehlich:

> On Tue, 09 Dec 2025 11:04:11 F. W. wrote:

>> Und wenn Trump durch einen Obama 2.0 abgelöst wird, wird dann 
>> alles wieder rückgängig gemacht? Und 8 Jahre später mit einem 
>> Präsidenten JD Vance wieder angeworfen?

> Ob in den USA ein Obama 2.0 kommt, ist mehr als fraglich, nicht nur 
> wegen des fehlenden Protagonisten als Nachfolger Obamas. Und ob dann 
> Europa alle Entscheidungen rückgängig macht, ist noch einmal eine 
> andere Geschichte.

Das hat man vor Obama 1.0 auch gedacht.

>> Am besten geht es, so meine Erfahrung nach 25 Jahren IT-Dienst 
>> beim Staat, wenn die _Behörden wieder ihre eigenen Programme_ 
>> schreiben.

> Ja, genau, endlich einmal eine Ansage mit Stil. Wer erwartet es 
> nicht, den in-house entwickelten SAP-Ersatz, am besten für jedes 
> Ministerium einen eigenen, denn nur dann kann man auf die höchst
> spezifischen Anforderungen eingehen.
> 
> Also nicht, dass ich SAP eine sonderlich gute Idee finde, aber 
> immerhin funktioniert das Zeug, wenn auch mit viel Mühe.
> 

Bitte den Artikel zu Ende lesen. Halbe Informationen bedingen nur halbe
Antworten.

>> Keine Leute? Kein KnowHow? KI nutzen! Die ist kostenlos [...]
> 
> TANSTAAFL, aber auch sonst ist das natürlich eine ganz hervorragende 
> Idee. Dass da ausser Dir noch keiner draufgekommen ist.
> 

Wenn ich mir die heutige IT-Landschaft so anschaue...na ja.

FW

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#652374

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2025-12-09 12:40 +0000
Message-ID<1t69381811i2ac460n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#652367
On Tue, 09 Dec 2025 12:37:37 F. W. wrote:
> Am 09.12.2025 um 11:43 schrieb Stefan Froehlich:
>> On Tue, 09 Dec 2025 11:04:11 F. W. wrote:
>>> Am besten geht es, so meine Erfahrung nach 25 Jahren IT-Dienst
>>> beim Staat, wenn die _Behörden wieder ihre eigenen Programme_
>>> schreiben.

>> Ja, genau, endlich einmal eine Ansage mit Stil. Wer erwartet es
>> nicht, den in-house entwickelten SAP-Ersatz, am besten für jedes
>> Ministerium einen eigenen, denn nur dann kann man auf die höchst
>> spezifischen Anforderungen eingehen.

>> Also nicht, dass ich SAP eine sonderlich gute Idee finde, aber
>> immerhin funktioniert das Zeug, wenn auch mit viel Mühe.

> Bitte den Artikel zu Ende lesen. Halbe Informationen bedingen nur
> halbe Antworten.

Ach Gottchen, ich hab' das doch nur weggelassen, weil es gar zu
peinlich war:

| Keine Leute? Kein KnowHow? KI nutzen! Die ist kostenlos und
| weitgehend verfügbar. Auch aus deutschen Quellen. Aber man kann
| natürlich *vorübergehend* auch die Klassiker nutzen: ChatGPT,
| Claude, Gemini, Copilot, sogar bei Grok und DeepSeek hätte ich
| keine Bauchschmerzen.

Es freut mich natürlich, wenn Du schmerzfrei bist, aber für die
Ministerien wäre das wohl der Todesstoß. Bitte abstrahiere nicht
Deine privaten Hobby-Progrämmchen auf Betriebe mit 4-stelliger
Mitarbeiterzahl.

>> TANSTAAFL, aber auch sonst ist das natürlich eine ganz
>> hervorragende Idee. Dass da ausser Dir noch keiner draufgekommen
>> ist.

> Wenn ich mir die heutige IT-Landschaft so anschaue...na ja.

Niemand sagt, dass das alles gut ist (ist es ganz bestimmt nicht!),
aber die Probleme mit AI-generierter Software kurieren zu wollen
zeugt von... naja. Man wundert sich immer wieder, aus welcher
fachlichen Ecke Du kommst.

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - Egal ob Richter oder Dichter: Plumpsen solange es grüsst!
(Sloganizer)

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#652375

FromDietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de>
Date2025-12-09 13:42 +0100
Message-ID<20251209134254.320a4e0d.dietz.usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#652374
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) wrote:

> On Tue, 09 Dec 2025 12:37:37 F. W. wrote:
> > Wenn ich mir die heutige IT-Landschaft so anschaue...na ja.  
> 
> Niemand sagt, dass das alles gut ist (ist es ganz bestimmt nicht!),
> aber die Probleme mit AI-generierter Software kurieren zu wollen
> zeugt von... naja. Man wundert sich immer wieder, aus welcher
> fachlichen Ecke Du kommst.

Und schon schließt sich der Kreis ...

-- 
WOKE: what offends Klansmen easily

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#652380

From"F. W." <me@home.invalid>
Date2025-12-09 14:01 +0100
Message-ID<mpqktsFbpdhU1@mid.individual.net>
In reply to#652374
Am 09.12.2025 um 13:40 schrieb Stefan Froehlich:

> 
>>> Also nicht, dass ich SAP eine sonderlich gute Idee finde, aber 
>>> immerhin funktioniert das Zeug, wenn auch mit viel Mühe.
> 
>> Bitte den Artikel zu Ende lesen. Halbe Informationen bedingen nur 
>> halbe Antworten.
> 
> Ach Gottchen, ich hab' das doch nur weggelassen, weil es gar zu 
> peinlich war:
> 
> | Keine Leute? Kein KnowHow? KI nutzen! Die ist kostenlos und | 
> weitgehend verfügbar. Auch aus deutschen Quellen. Aber man kann | 
> natürlich *vorübergehend* auch die Klassiker nutzen: ChatGPT, | 
> Claude, Gemini, Copilot, sogar bei Grok und DeepSeek hätte ich | 
> keine Bauchschmerzen.

Das war die falsche Stelle.

> Es freut mich natürlich, wenn Du schmerzfrei bist, aber für die 
> Ministerien wäre das wohl der Todesstoß. Bitte abstrahiere nicht 
> Deine privaten Hobby-Progrämmchen auf Betriebe mit 4-stelliger 
> Mitarbeiterzahl.

Mit solchen Programmen habe ich früher viel Geld verdient.

Aber gemeint war etwas ganz anderes: natürlich soll die Standebeamtin
nicht den Basic-Interpreter starten, um ihre Fälle zu verwalten. Das war
mal eine Idee von Bill Gates, weshalb es Office-Basic bzw. VBA gibt.

Die Kommunalen Rechenzentren müssen sich zusammenschließen und ein
Projekt starten. Es soll ein virtuelles RZ aufgebaut werden, das
kommunale Programme auf PHP- und MariaSQL-Basis neu schreibt. Und dabei
gerne deutsche Hoster nutzt.

Nur dann kann man die ganzen mit Office verbandelten oder mit Office
geschriebenen Anwendungen irgendwann mal ersetzen.

Und zur Skalierung: ja, Facebook läuft damit schon eine ganze Weile. Die
haben nur schlappe eine Milliarde Nutzer. Das sollte als Prüfpunkt reichen.

>>> TANSTAAFL, aber auch sonst ist das natürlich eine ganz 
>>> hervorragende Idee. Dass da ausser Dir noch keiner draufgekommen 
>>> ist.
> 
>> Wenn ich mir die heutige IT-Landschaft so anschaue...na ja.
> 
> Niemand sagt, dass das alles gut ist (ist es ganz bestimmt nicht!), 
> aber die Probleme mit AI-generierter Software kurieren zu wollen 
> zeugt von... naja. Man wundert sich immer wieder, aus welcher 
> fachlichen Ecke Du kommst.
> 

Nun ja, noch schlimmer kann es eigentlich nicht werden. Die Programme
kommunaler IT sind zu groß, zu teuer, zu umfangreich und vor allem zu
zahlreich.

Immer wieder wird versucht, ein großes Verfahren zu bauen, in das alle
Fachverfahren integriert werden können. Von SAP gibt es so etwas auch.
War leider nicht sehr erfolgreich.

Das Problem heißt weder Machbarkeit noch Skalierbarkeit noch Finanzen.
Das Problem ist politisch. Natürlich will kein RZ-Leiter sein Königreich
aufgeben.

Weil sie vor allem danach suchen, was nicht funktionieren könnte und das
in den Mittelpunkt stellen.

FW

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#652393

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2025-12-09 15:34 +0100
Message-ID<10h9c0u$p24n$1@dont-email.me>
In reply to#652380
Am 09.12.2025 um 14:01 schrieb F. W.:
> Die Kommunalen Rechenzentren müssen sich zusammenschließen und ein
> Projekt starten. Es soll ein virtuelles RZ aufgebaut werden,

Auf virtueller Hardware, betrieben mit virtuellem Strom?

> das
> kommunale Programme auf PHP- und MariaSQL-Basis neu schreibt. Und dabei
> gerne deutsche Hoster nutzt.

Virtuelle Hoster?

Wirrtualisierung rulez.

-- 
"Ja. Und wir werden uns im Frühling wieder verteidigen müssen gegen all 
die Wahnsinnigen, die da fragen WO WAR DENN EUER HÖLLENWINTER, während 
weite Teile des Onlinejournalismus mit der nie versiegenden kriminellen 
Energie gleichzeitig den nächsten HÖLLENSOMMER vorhersagen."
https://x.com/Kachelmann/status/1992216712494920163

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#652414

From"F. W." <me@home.invalid>
Date2025-12-10 07:55 +0100
Message-ID<mpsjqpFlp9mU1@mid.individual.net>
In reply to#652393
Am 09.12.2025 um 15:34 schrieb Lars Gebauer:

> Am 09.12.2025 um 14:01 schrieb F. W.:

>> Die Kommunalen Rechenzentren müssen sich zusammenschließen und ein 
>> Projekt starten. Es soll ein virtuelles RZ aufgebaut werden,
> 
> Auf virtueller Hardware, betrieben mit virtuellem Strom?
> 

Ich erkläre es gern nochmal: man nutzt einen oder mehrere Hostanbieter
anstatt eigene RZ zu bauen.

>> das kommunale Programme auf PHP- und MariaSQL-Basis neu schreibt.
>> Und dabei gerne deutsche Hoster nutzt.
> 
> Virtuelle Hoster?
> 
> Wirrtualisierung rulez.
> 

Buzzwords tragen die Diskussion nicht weiter.

FW

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#652417

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2025-12-10 09:35 +0000
Message-ID<1t69393e8ai5649dn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#652414
On Wed, 10 Dec 2025 07:55:21 F. W. wrote:
> Buzzwords tragen die Diskussion nicht weiter.

Stimmt, man sollte endlich ins tun kommen, andere schaffen das ja
auch:
<https://www.falter.at/zeitung/20251209/pfusch-mit-eigenbau-computersoftware-verschlingt-millionen>

(Sorry, der Artikel befindet sich hinter einer Paywall, aber die
Botschaft sollte durch den Teaser ankommen)

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan wird mehr als Happy machen!
(Sloganizer)

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#652418

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2025-12-10 11:25 +0100
Message-ID<10hbhrn$1ba6u$1@solani.org>
In reply to#652417
Am 10.12.25 um 10:35 schrieb Stefan Froehlich:
> On Wed, 10 Dec 2025 07:55:21 F. W. wrote:
>> Buzzwords tragen die Diskussion nicht weiter.
> 
> Stimmt, man sollte endlich ins tun kommen, andere schaffen das ja
> auch:
> <https://www.falter.at/zeitung/20251209/pfusch-mit-eigenbau-computersoftware-verschlingt-millionen>
> 
> (Sorry, der Artikel befindet sich hinter einer Paywall, aber die
> Botschaft sollte durch den Teaser ankommen)
> 
> Servus,
>     Stefan
> 


Wir haben in der Medizin ja ähnliche Laien-Probleme...


Buchtitel: The human body. Owner's manual".

Tatoo auf der Brust: "No user-servicable parts inside".

(nicht daß Stefan mich lesen würde)

-- 
Ammersee
Meer braucht's ned

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#652484

FromDietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de>
Date2025-12-10 23:12 +0100
Message-ID<20251210231242.593213f2.dietz.usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#652417
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) wrote:

> On Wed, 10 Dec 2025 07:55:21 F. W. wrote:
> > Buzzwords tragen die Diskussion nicht weiter.  
> 
> Stimmt, man sollte endlich ins tun kommen, andere schaffen das ja
> auch:
> <https://www.falter.at/zeitung/20251209/pfusch-mit-eigenbau-computersoftware-verschlingt-millionen>
> 
> (Sorry, der Artikel befindet sich hinter einer Paywall, aber die
> Botschaft sollte durch den Teaser ankommen)

https://thedailywtf.com/articles/classic-wtf-front-ahead-design

TL;DR: Don't worry, be happy!

-- 
WOKE: what offends Klansmen easily

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#652502

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2025-12-11 08:38 +0000
Message-ID<3t693a8227i21f2a4n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#652484
On Wed, 10 Dec 2025 23:12:42 Dietz Proepper wrote:
> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) wrote:
>> On Wed, 10 Dec 2025 07:55:21 F. W. wrote:
>> > Buzzwords tragen die Diskussion nicht weiter.  

>> Stimmt, man sollte endlich ins tun kommen, andere schaffen das ja
>> auch:
>> <https://www.falter.at/zeitung/20251209/pfusch-mit-eigenbau-computersoftware-verschlingt-millionen>

>> (Sorry, der Artikel befindet sich hinter einer Paywall, aber die
>> Botschaft sollte durch den Teaser ankommen)
 
> https://thedailywtf.com/articles/classic-wtf-front-ahead-design
> TL;DR: Don't worry, be happy!

Daraus, und ich musste gerade grinsen:

"The average software system has a life expectancy of seven years."

Im obigen Fall haben sie bereits seit *10* Jahren entwickelt. Ich
hätte da echt gern tiefere Einblicke.

(Der FSW ist im Übrigen eine Einrichtung, der sich um praktisch alle
sozialen Fragen und Zuwendungen kümmert, sei es Pflege,
Obdachlosigkeit, Barrierefreiheit, Dolmetscher für Gehörlose,
Grundversorgung, you name it. Seit Sommer massiv gekürzt, weil kein
Geld mehr da ist. Neben den tieferen Einblicken wüsste ich auch
gerne, wohin die 16 Millionen versickert sind)

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Die gelassene Phantasie zerrissener Binden. Stefan!
(Sloganizer)

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#652506

FromDietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de>
Date2025-12-11 10:09 +0100
Message-ID<20251211100912.0b11e242.dietz.usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#652502
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) wrote:

> On Wed, 10 Dec 2025 23:12:42 Dietz Proepper wrote:
> > Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) wrote:  
> >> On Wed, 10 Dec 2025 07:55:21 F. W. wrote:  
> >> > Buzzwords tragen die Diskussion nicht weiter.    
> 
> >> Stimmt, man sollte endlich ins tun kommen, andere schaffen das ja
> >> auch:
> >> <https://www.falter.at/zeitung/20251209/pfusch-mit-eigenbau-computersoftware-verschlingt-millionen>
> >>  
> 
> >> (Sorry, der Artikel befindet sich hinter einer Paywall, aber die
> >> Botschaft sollte durch den Teaser ankommen)  
>  
> > https://thedailywtf.com/articles/classic-wtf-front-ahead-design
> > TL;DR: Don't worry, be happy!  
> 
> Daraus, und ich musste gerade grinsen:
> 
> "The average software system has a life expectancy of seven years."

Da wir oben beim Namenlosen und seinen Softwareprodukten waren - sieben
Monate?

> Im obigen Fall haben sie bereits seit *10* Jahren entwickelt. Ich
> hätte da echt gern tiefere Einblicke.

Die Willst Du Nicht - glaube mir. Ich kenne jetzt zwar speziell die FSW
nicht, aber was hierzulande im öffentlichen Bereich so herumläuft ...
ähnlich gruselig.
Ursachen? Naja, IT-Leiter, denen sowohl die fachliche Kompetenz fehlt
(das ließe sich noch mitigieren), als auch sämtliche Fertigkeiten, die
nötig wären, sich kompetente Leute heran zu ziehen, auf die zu hören
und - last not least - sie auch zu halten sind schon mal ein wichtiger
Faktor.

> (Der FSW ist im Übrigen eine Einrichtung, der sich um praktisch alle
> sozialen Fragen und Zuwendungen kümmert, sei es Pflege,
> Obdachlosigkeit, Barrierefreiheit, Dolmetscher für Gehörlose,
> Grundversorgung, you name it. Seit Sommer massiv gekürzt, weil kein
> Geld mehr da ist. Neben den tieferen Einblicken wüsste ich auch
> gerne, wohin die 16 Millionen versickert sind)

<akzent farbe="Wien"> Ach wissn's da mal a Million, dort mal a Million,
dös is halt so</>

-- 
WOKE: what offends Klansmen easily

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#652515

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2025-12-11 10:51 +0000
Message-ID<1t693aa120i254514n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#652506
On Thu, 11 Dec 2025 10:09:12 Dietz Proepper wrote:
> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) wrote:
>> Im obigen Fall haben sie bereits seit *10* Jahren entwickelt. Ich
>> hätte da echt gern tiefere Einblicke.

> Die Willst Du Nicht - glaube mir. Ich kenne jetzt zwar speziell
> die FSW nicht, aber was hierzulande im öffentlichen Bereich so
> herumläuft ...  ähnlich gruselig.

Es ist "der" FSW (Fonds...), und ich bin fest überzeugt davon, dass
das gruselig ist. Für mich evt. ein bis zwei Nummern zu groß, aber
bei einer kleineren Institution im selben Eck habe ich einmal
unverbindlich nach Interesse an meinen Lösungen gefragt. Das ging
nicht, bedeutete man mir, weil zwar Bedarf danach bestünde, damit
aber die vernetzten Lieferanten beauftragt werden müssten, denen
aber wiederum die Expertise auf dem Gebiet fehlt.

> Ursachen? Naja, IT-Leiter, denen sowohl die fachliche Kompetenz
> fehlt (das ließe sich noch mitigieren), als auch sämtliche
> Fertigkeiten, die nötig wären, sich kompetente Leute heran zu
> ziehen, auf die zu hören und - last not least - sie auch zu halten
> sind schon mal ein wichtiger Faktor.

Mich wundern ehrlich gesagt vor allem die 10 Jahre. Dass man das
nicht nach der halben Zeit still und unauffällig einschlafen hat
lassen...

Unglücklich daran macht mich die parteipolitische Motivation des
Ganzen. Wenn Konservative so etwas bringen, dann geht es um mehr
Geld, und es gehört irgendwie zu deren DNA. In der Sozialdemokratie
tut es einfach nur weh - für vermutlich ein paar 100k pro Person den
Ruf der gesamten Insitution ruinieren zahlt sich echt nicht aus.

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - Von Aliens empfohlen: Jammern wenn es ballert!
(Sloganizer)

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


Page 1 of 2  [1] 2  Next page →

Back to top | Article view | ger.ct


csiph-web