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Groups > ger.ct > #641094 > unrolled thread

Webmite

Started by"F. W." <me@home.invalid>
First post2025-06-30 10:12 +0200
Last post2025-07-01 13:19 +0200
Articles 5 — 3 participants

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Contents

  Webmite "F. W." <me@home.invalid> - 2025-06-30 10:12 +0200
    Re: Webmite Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2025-07-01 06:13 +0200
      Re: Webmite "F. W." <me@home.invalid> - 2025-07-01 07:10 +0200
      Re: Webmite "Wendelin Uez" <wuez@online.de> - 2025-07-01 11:21 +0200
        Re: Webmite "F. W." <me@home.invalid> - 2025-07-01 13:19 +0200

#641094 — Webmite

From"F. W." <me@home.invalid>
Date2025-06-30 10:12 +0200
SubjectWebmite
Message-ID<mcev70Ffci1U1@mid.individual.net>
Ein Computer, der direkt in den BASIC-Interpreter startet, aber WLAN und
Bluetooth bietet und als Webserver agieren kann? So eine Mischung aus
sehr alten und neuen Techniken gibt es einfach nicht. Man könnte ja
einen kleinen Homeserver aufsetzen und alles, was eine Website können
soll, einfach in BASIC programmieren.

Doch. Das gibt es. Und zwar schon seit 2015. Der Webmite. Eigentlich
sind alle "-mites" Computer. Gekrönt wird die Reihe durch einen
Homecomputer-ähnlichen PC, der startet wie ein Homecomputer. Auch der
kann eine ganze Menge aktueller Techniken verarbeiten und einfach an
einen Monitor angeschlossen werden.

Webmite gibt es aber auch als reine Software-Lösung. Ich habe noch einen
Raspberry Pico 2WH im Bestand gehabt, der keinen rechten Job hatte. Da
habe ich Webmite draufgepackt und qua USB eine serielle Verbindung zu
meinem Rechner hergestellt.

Darüber habe ich ihn ins WLAN gebracht und einen kleinen Webserver
schreiben lassen (ChatGPT). Das Ergebnis ist einfach.

' Webmite Beispielprogramm: Einfache Webseite mit Tasterstatus

' Setze den digitalen Eingang
SETPIN 1, DIN  ' PIN 1 als digitaler Eingang (für Taster)

' Starte den Webserver (Port 80 ist Standard für HTTP)
WEB OPEN 80

PRINT "Webserver gestartet auf Port 80"

DO
     ' Warte auf eine HTTP-Anfrage
     WEB WAIT request$

     ' Prüfe den Tasterstatus
     status$ = "Nicht gedrückt"
     IF PIN(1) = 0 THEN status$ = "Gedrückt"

     ' Erzeuge eine einfache HTML-Antwort
     html$ = "<html><head><title>Status</title></head>"
     html$ = html$ + "<body><h1>Tasterstatus:</h1><p>" + status$ + "</
p></body></html>"

     ' Sende HTTP-Header und HTML
     WEB SEND "HTTP/1.0 200 OK" + CHR$(13) + CHR$(10)
     WEB SEND "Content-Type: text/html" + CHR$(13) + CHR$(10)
     WEB SEND CHR$(13) + CHR$(10)
     WEB SEND html$

LOOP

Sinn des Programms ist es, den Status des bordeigenen Buttons auf einer
Website anzuzeigen. Der Pico ist dabei selbst der Webserver.

Faszinierend. Mal schauen, was noch so geht.

FW

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#641152

FromAndreas Bockelmann <xotzil@gmx.de>
Date2025-07-01 06:13 +0200
Message-ID<7c7acd4f8f1a82724011706a1833a10d@wxp-nb-01.mouse.local>
In reply to#641094
F. W. schrieb:
> Ein Computer, der direkt in den BASIC-Interpreter startet, aber WLAN und
> Bluetooth bietet und als Webserver agieren kann? So eine Mischung aus
> sehr alten und neuen Techniken gibt es einfach nicht. Man könnte ja
> einen kleinen Homeserver aufsetzen und alles, was eine Website können
> soll, einfach in BASIC programmieren.
> 
> Doch. Das gibt es. Und zwar schon seit 2015. Der Webmite. Eigentlich
> sind alle "-mites" Computer. Gekrönt wird die Reihe durch einen
> Homecomputer-ähnlichen PC, der startet wie ein Homecomputer. Auch der
> kann eine ganze Menge aktueller Techniken verarbeiten und einfach an
> einen Monitor angeschlossen werden.
> 
> Webmite gibt es aber auch als reine Software-Lösung. Ich habe noch einen
> Raspberry Pico 2WH im Bestand gehabt, der keinen rechten Job hatte. Da
> habe ich Webmite draufgepackt und qua USB eine serielle Verbindung zu
> meinem Rechner hergestellt.
> 
> Darüber habe ich ihn ins WLAN gebracht und einen kleinen Webserver
> schreiben lassen (ChatGPT). Das Ergebnis ist einfach.
> 
> ' Webmite Beispielprogramm: Einfache Webseite mit Tasterstatus
> 
> ' Setze den digitalen Eingang
> SETPIN 1, DIN  ' PIN 1 als digitaler Eingang (für Taster)
> 
> ' Starte den Webserver (Port 80 ist Standard für HTTP)
> WEB OPEN 80
> 
> PRINT "Webserver gestartet auf Port 80"
> 
> DO
>      ' Warte auf eine HTTP-Anfrage
>      WEB WAIT request$
> 
>      ' Prüfe den Tasterstatus
>      status$ = "Nicht gedrückt"
>      IF PIN(1) = 0 THEN status$ = "Gedrückt"
> 
>      ' Erzeuge eine einfache HTML-Antwort
>      html$ = "<html><head><title>Status</title></head>"
>      html$ = html$ + "<body><h1>Tasterstatus:</h1><p>" + status$ + "</
> p></body></html>"
> 
>      ' Sende HTTP-Header und HTML
>      WEB SEND "HTTP/1.0 200 OK" + CHR$(13) + CHR$(10)
>      WEB SEND "Content-Type: text/html" + CHR$(13) + CHR$(10)
>      WEB SEND CHR$(13) + CHR$(10)
>      WEB SEND html$
> 
> LOOP
> 
> Sinn des Programms ist es, den Status des bordeigenen Buttons auf einer
> Website anzuzeigen. Der Pico ist dabei selbst der Webserver.
> 
> Faszinierend. Mal schauen, was noch so geht.
> 
> FW
> 

Fullquote zur Originalerhaltung...

Muss es ein RaspI Pico sein oder kann man das auch auf einem alten 2B laufen 
lassen? Den hätte ich noch herumliegen.
Halte uns mal bitte auf dem Laufenden, das klingt interessant.


-- 
  Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Bockelmann

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#641153

From"F. W." <me@home.invalid>
Date2025-07-01 07:10 +0200
Message-ID<mch8umFsuijU1@mid.individual.net>
In reply to#641152
Am 01.07.2025 um 06:13 schrieb Andreas Bockelmann:

> Muss es ein RaspI Pico sein oder kann man das auch auf einem alten 
> 2B laufen lassen? Den hätte ich noch herumliegen. Halte uns mal 
> bitte auf dem Laufenden, das klingt interessant.

Ich fürchte, es geht nur ein Pico:

https://geoffg.net/webmite.html

Der ColorMaximite (der "Homecomputer") besitzt übrigens eine grafische
Oberfläche, die von einem Benutzer geschrieben wurde. Sie ist so schnell
wie aktuelle GUI. Nur eben in interpretiertem BASIC geschrieben.

https://geoffg.net/maximite.html

Und natürlich ist der Quellcode frei und offen. Link habe ich leider
verloren. Den finde ich noch.

Und wer keine Hardware hat, der nutze einfach mal die Windows-Version
von MMBASIC, dem "Betriebssystem" der -mites.

https://geoffg.net/WindowsMMBasic.html

FW

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#641182

From"Wendelin Uez" <wuez@online.de>
Date2025-07-01 11:21 +0200
Message-ID<1040dd1$1hsri$2@solani.org>
In reply to#641152
Wer schon mit Basic hantieren möchte, dem empfehle ich die Suche nach einem 
MS VB5 oder VB6 - da hat man eine sehr bequeme Editierumgebung, kann den 
Code wie in einem Interpreter sofort testen (je nach Fehler ggfs. sogar 
sofort korrigieren und fortfahren) , ein echtes EXE erzeugen, wenn man will, 
dieses lizenzfrei weitergeben, und auch recht einfach WIN32-API-Funktionen 
nutzen wie die Kollegen von den Profisprachen auch.

Der zusätzliche Lernaufwand ist minimal (man muss nur einmal die 
ereignisgetriebene Aufruftechnik anhand eines Minibeispiels begriffen haben) 
und das Ergebnis, siehe oben, maximal.

VB hat sich seinerzeit nicht ohne Grund explosionsartig durchgesetzt und ist 
heute noch als VBA in vielen kommerziellen Produkten enthalten.

Das einzige Problem ist an eine VB5/6-Lizenz zu kommen. Muss keine Exe 
erzeugt werden, dann tut's übrigens auch ein VB3 oder VB4. 

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#641189

From"F. W." <me@home.invalid>
Date2025-07-01 13:19 +0200
Message-ID<mchuifFsuikU3@mid.individual.net>
In reply to#641182
Am 01.07.2025 um 11:21 schrieb Wendelin Uez:

> Wer schon mit Basic hantieren möchte, dem empfehle ich die Suche 
> nach einem MS VB5 oder VB6 - da hat man eine sehr bequeme 
> Editierumgebung, kann den Code wie in einem Interpreter sofort 
> testen (je nach Fehler ggfs. sogar sofort korrigieren und 
> fortfahren) , ein echtes EXE erzeugen, wenn man will, dieses 
> lizenzfrei weitergeben, und auch recht einfach WIN32-API-Funktionen 
> nutzen wie die Kollegen von den Profisprachen auch.

Ja, das ist aber ein vollständig anderes Anwendungsmodell. Außerdem habe
ich, als alter VB6-Programmierer, immer große Probleme gehabt, die
Programme heute lauffähig zu kriegen. Und ich habe viel geschrieben.

Der Reiz an diesem Computer ist, zu programmieren wie zu alten Zeiten.
Man kann auch, wenn man ein System programmiert, ein neues Gadget bauen.
Und man kann viele Anwendungen, die man damals nur mit Hilfe einer
zweiten Sprache (Assembler) bauen konnte, heute aus einem Guss bauen.

Ferner braucht man weder Updates noch Security-Patches. Simply BASIC.

> Der zusätzliche Lernaufwand ist minimal (man muss nur einmal die 
> ereignisgetriebene Aufruftechnik anhand eines Minibeispiels 
> begriffen haben) und das Ergebnis, siehe oben, maximal.

Das Objektmodell muss man kennen.

> VB hat sich seinerzeit nicht ohne Grund explosionsartig
> durchgesetzt und ist heute noch als VBA in vielen kommerziellen
> Produkten enthalten.

VBA ist das alte VB6. VBA ist heute etwas anders.

> Das einzige Problem ist an eine VB5/6-Lizenz zu kommen. Muss keine 
> Exe erzeugt werden, dann tut's übrigens auch ein VB3 oder VB4.

Auch die sind - wieder mal - oft zu sich selbst nicht kompatibel.

FW

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