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Groups > ger.ct > #628568 > unrolled thread
| Started by | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
|---|---|
| First post | 2024-10-17 12:08 +0200 |
| Last post | 2024-10-22 21:46 +0200 |
| Articles | 20 on this page of 56 — 17 participants |
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Wie wird Wohlstand gemessen? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-10-17 12:08 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2024-10-17 12:24 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-10-17 12:48 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2024-10-17 12:49 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Georg Gruber <g.gruber_hauwech@gmx.net> - 2024-10-19 15:03 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2024-10-17 12:53 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2024-10-17 18:10 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2024-10-20 15:26 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-10-20 19:31 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2024-10-20 21:27 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2024-10-20 21:37 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Ulf_Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2024-10-21 06:35 +0000
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2024-10-21 19:51 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-10-20 23:23 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2024-10-22 21:32 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-10-22 23:11 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Ulf_Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2024-10-23 06:37 +0000
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2024-10-23 06:23 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-10-25 13:24 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Hergen Lehmann <hlehmann-usenet24@snafu.de> - 2024-10-25 13:56 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2024-10-25 16:46 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Hergen Lehmann <hlehmann-usenet24@snafu.de> - 2024-10-25 17:56 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2024-10-25 22:56 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2024-10-26 05:47 +0000
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-10-26 08:28 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> - 2024-10-26 18:09 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Ulf_Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2024-10-26 06:52 +0000
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2024-10-26 09:00 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Ulf_Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2024-10-26 07:10 +0000
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-10-26 12:16 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2024-10-26 13:07 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-10-26 13:57 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2024-10-26 13:48 +0100
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-10-26 15:23 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2024-10-26 19:54 +0100
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-10-27 10:40 +0100
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2024-10-27 12:01 +0000
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Hergen Lehmann <hlehmann-usenet24@snafu.de> - 2024-10-26 11:18 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2024-10-26 13:01 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Hergen Lehmann <hlehmann-usenet24@snafu.de> - 2024-10-26 14:07 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2024-10-26 14:38 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-10-26 15:34 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Ulf_Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2024-10-26 13:52 +0000
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-10-25 14:28 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2024-10-23 07:21 +0000
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Ulf_Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2024-10-23 07:54 +0000
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2024-10-23 10:30 +0000
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-10-23 15:24 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2024-10-23 14:12 +0000
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Ulf_Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2024-10-23 14:30 +0000
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-10-23 22:36 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-10-25 12:30 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-10-27 12:11 +0100
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Ulf_Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2024-10-21 06:33 +0000
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2024-10-22 21:34 +0200
Re: Wie wird Wohlstand gemessen? Carlo XYZ <carloxyz@invalid.invalid> - 2024-10-22 21:46 +0200
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
|---|---|
| Date | 2024-10-17 12:08 +0200 |
| Subject | Wie wird Wohlstand gemessen? |
| Message-ID | <veqnng$2llj0$1@dont-email.me> |
| Berlin. Welchen Mehrwert hätte eine Pyramide in Deutschland? Abgesehen
| von Touristen, die sich ein für dieses Land so außergewöhnliches
| Bauwerk sicherlich ansehen und dafür nach Deutschland reisen würden,
| vermutlich keinen allzu großen.
|
| Als Steigerung des Wohlstands würde die Pyramide gleichwohl in die
| Statistik eingehen. Schließlich braucht es für den Bau Steine und
| Arbeiter, die bezahlt werden wollen – beides Wertschöpfung, die sich
| im Bruttoinlandsprodukt (BIP) widerspiegeln würde.
So ist es. Und nicht nur der Bau sondern auch der zukünftige Betrieb der
Pyramide würde ins BIP einfließen.
Der Bau der Pyramide wäre ein klassisches Investment. Ob sich dieses
Investment auch langfristig wirtschaftlich trägt, sprich früher oder
später auch Gewinne abwirft kann, allen Business-Plänen zum Trotz, nur
die Zukunft zeigen.
Das ist etwas, was die Pyramide mit jedem anderen Investment gemeinsam hat.
Insofern gibt es objektiv weder "gute" noch "schlechte" Investments. Was
es gibt, das sind Investments, die manche Investoren subjektiv für
gewinnträchtig (nachhaltig, wirtschaftlich) halten und andere
Investoren, genauso subjektiv, eben nicht.
| Und so konstatierte
| Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) bei der Vorstellung
| des Jahreswirtschaftsberichts: „Am Ende wächst die Wirtschaft auch,
| wenn wir Pyramiden bauen.“
So ist es. (Hat ihm das jemand gesagt oder ist er da von selber drauf
gekommen?)
Übrigens nicht nur Pyramiden: Das BIP wächst auch durch den Bau neuer
Flüchtlingsunterkünfte. Oder durch den Aufwuchs des Bamtenapparates des
Bundes.
Selbst Gewaltkriminalität ist positiv fürs BIP: Denn die dadurch
erzeugte Nachfrage nach medizinischen Leistungen fließt unmittelbar ins
BIP ein. Ebenso wie Verkehrsunfälle.
Schon ziemlich verrückt, nicht wahr?
| Worauf er hinaus wollte: Wohlstand ist für ihn nicht mehr bloß
| Wirtschaftswachstum, auch wenn viele Politiker und Ökonomen seit
| Jahren das BIP als das Maß für Wohlstand ansehen.
Tun Ökonomen das?
Eher nicht. Denn gerade unter Ökonomen ist die Kritik am BIP mit allen
seinen Seltsamkeiten und Absurditäten weit verbreitet. Es gibt auch alle
möglichen anderen Berechnungsmodelle.
Allerdings konnte sich bislang noch keines dieser alternativen Modelle
durchsetzen. Weil sie alle nur Teilbereiche abbilden, das Spiel der
Kräfte am Markt (zu sehr) behindern und so mittelfristig zu nur noch
größeren Verzerrungen führ(t)en.
So kehren Ökonomen, trotz aller Kritik, immer wieder zum BIP zurück. Es
hat sich langfristig als das Modell erwiesen, welches die Wirtschaft
eines Landes am besten und am robustesten abbildet.
| Warum, das erklärte Habeck am Mittwoch so: Alle Wertschöpfung würde
| erst einmal neutral ins BIP eingehen, egal, ob sie gut oder schlecht
| für den Wohlstand sei.
Ja und nein. Ja weil es so ist und nein, weil gut oder schlecht eine
Frage der individuellen, subjektiven Bewertung ist. (Siehe oben.)
Ein Verkehrsunfall ist erstmal schlecht, weil er das Vermögen des
Eigentümers vernichtet. Ein Vekehrsunfall ist aber auch gut, weil er
Abschleppunternehmen und Reparaturwerkstätten die Möglichkeit zur
Leistungserbringung ermöglicht.
| Sprich: Ein höheres BIP kann nach dieser Auffassung auch aus
| schlechteren Projekten resultieren, so sein Verständnis.
Aus Projekten, die er subjektiv für schlecht hält. Das sei ihm
unbenommen, es ist aber nicht objektiv.
| Und deshalb hat der Minister dem Jahreswirtschaftsbericht, sozusagen
| der jährlichen Festschrift zur Wirtschaftspolitik einer jeden
| Bundesregierung, einen komplett neuen Anstrich verpasst – mit einem
| Kapitel, das es in der mehr als 50-jährigen Geschichte des Berichts
| noch nie gegeben hat.
|
| Darin führen Habecks Beamte 31 alternative Indikatoren zur Messung des
| Wohlstands auf. Das reicht vom Anteil von Frauen in Führungspositionen
| über den Nitratgehalt im Grundwasser und die Durchlässigkeit im
| Bildungssystem bis zur Überlastung durch Wohnkosten.
Nett gemeint vom netten Herrn Habeck - aber genau hierinnen liegt der
Schwachpunkt: Altenative Betrachtungsmodelle, mit alternativen
Indikatoren, gibt es im Dutzend billiger (siehe oben). Keines dieser
Modelle hat bilang seine Tragfähigkeit erwiesen. Ob dem netten
Kinderbuchautoren dieses Wunder gelingt? Was macht sein Modell nicht nur
anders sondern tatsächlich besser?
| Denn das BIP will Habeck nicht ignorieren. Einer Wachstumskritik à la
| Club of Rome aus der Zeit in der Opposition im Bund, wie sie aus den
| Reihen führender Grüner und manchmal auch von Habeck angeklungen war,
| ist Pragmatismus gewichen.
Sehr gut.
| „Zu sagen, wir verzichten auf die Idee von Wachstum, würde bedeuten,
| wir verzichten auf die Idee von Fortschritt“, sagte Habeck.
Ausgezeichnet.
Denn nur über jenes Wachstum lassen sich die Mittel für Investitionen
erwirtschaften, die zwar rein ökonomisch nur begrenzten Sinn ergeben
aber dennoch zum gesellschaftlichen Fortschritt (und Wohlstand) beitragen.
https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/jahreswirtschaftsbericht-kein-akademisches-trockenschwimmen-wie-habeck-wohlstand-neu-definiert/28011264.html
--
"Journalisten informieren, worüber die Bevölkerung informiert werden soll."
--re:publica24
Niemand hat gelacht.
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2024-10-17 12:24 +0200 |
| Message-ID | <veqokr$hiao$2@solani.org> |
| In reply to | #628568 |
Am 17.10.24 um 12:08 schrieb Lars Gebauer: > Selbst Gewaltkriminalität ist positiv fürs BIP: Denn die dadurch > erzeugte Nachfrage nach medizinischen Leistungen fließt unmittelbar ins > BIP ein. Ebenso wie Verkehrsunfälle. Medizin wird aber dem konsumptiven Teil zugerechnet. Wir schaffen damit wohl doch keine Werte, sondern verbrauchen sie? Stichwort "Sozialbeiträge". Volkswirtschaftlich ist die Medizin, hmmmm... schwer zu sagen. Ich weiß es nicht. Eben hat Lauterbach wieder geklagt, die Medizin sei teuer bei uns, aber nur Mittelmaß, weil es andere Länder mit höherer Lebenserwartung gibt. Ein blinder lahmer Schafwirt im Ida-Gebirge auf Kreta mag auch so 99 Jahre alt werden auf der Bank vor seiner Hütte. Aber in D könnte er wieder sehen (Linsen-OPs) und wieder laufen (Endoprothetik). Ohne dass dies die Lebenserwartung erhöht. Sollen wir also damit wieder aufhören?
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
|---|---|
| Date | 2024-10-17 12:48 +0200 |
| Message-ID | <veqq2d$2ndcc$1@dont-email.me> |
| In reply to | #628570 |
Am 17.10.2024 um 12:24 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> Am 17.10.24 um 12:08 schrieb Lars Gebauer:
>> Selbst Gewaltkriminalität ist positiv fürs BIP: Denn die dadurch
>> erzeugte Nachfrage nach medizinischen Leistungen fließt unmittelbar
>> ins BIP ein. Ebenso wie Verkehrsunfälle.
>
> Medizin wird aber dem konsumptiven Teil zugerechnet. Wir schaffen damit
> wohl doch keine Werte, sondern verbrauchen sie? Stichwort "Sozialbeiträge".
Natürlich. Das ist ja eine der Absurditäten des BIP. Aber dennoch ist es
besser, auch die Medizin positiv ins BIP einzubeziehen.
Denn umgekehrt gilt, daß sich eine Volkswirtschaft ein hoch entwickeltes
Gesundheitswesen /überhaupt/ erstmal leisten können muß, daß die hierfür
benötigten Ressourcen erwirtschftet werden konnten. Das macht sie zu
einem positiven Wert, der als Maßstab gelten kann.
> Volkswirtschaftlich ist die Medizin, hmmmm... schwer zu sagen. Ich weiß
> es nicht.
In der Ökonomie der DDR wurde das Gesundheitswesen grundsätzlich als
Kostenfaktor begriffen. Deswegen stand Prävention in relativ hohem
Ansehen, weil sich davon eine Senkung dieser Kosten versprochen wurde.
Aber das sind rein politische Ansichten und folgend Entscheidungen.
> Eben hat Lauterbach wieder geklagt, die Medizin sei teuer bei uns, aber
> nur Mittelmaß, weil es andere Länder mit höherer Lebenserwartung gibt.
> Ein blinder lahmer Schafwirt im Ida-Gebirge auf Kreta mag auch so 99
> Jahre alt werden auf der Bank vor seiner Hütte.
>
> Aber in D könnte er wieder sehen (Linsen-OPs) und wieder laufen
> (Endoprothetik). Ohne dass dies die Lebenserwartung erhöht.
Natürlich. Denn "wir" können "uns" das leisten. Die Wirtschaft ist
leistungsfähig genug, die dafür benötigten Ressourcen zu erwirtschaften.
--
"Journalisten informieren, worüber die Bevölkerung informiert werden soll."
--re:publica24
Niemand hat gelacht.
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| From | Michael Bode <m.g.bode@web.de> |
|---|---|
| Date | 2024-10-17 12:49 +0200 |
| Message-ID | <lnc8ehF84cdU2@mid.individual.net> |
| In reply to | #628570 |
"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> writes: > Eben hat Lauterbach wieder geklagt, die Medizin sei teuer bei uns, > aber nur Mittelmaß, weil es andere Länder mit höherer Lebenserwartung > gibt. > Ein blinder lahmer Schafwirt im Ida-Gebirge auf Kreta mag auch so 99 > Jahre alt werden auf der Bank vor seiner Hütte. > > Aber in D könnte er wieder sehen (Linsen-OPs) und wieder laufen > (Endoprothetik). Ohne dass dies die Lebenserwartung erhöht. Für die Sozialkasssen wäre es besser, wenn er auf seiner Bank vor der Hütte verhungert. Für die Sozialpolitiker wäre es besser, wenn er seit Erreichen des Wahlberechtigungsalters Transferleistungen bezieht.
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| From | Georg Gruber <g.gruber_hauwech@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2024-10-19 15:03 +0200 |
| Message-ID | <7421BAE63CB77313@ggruber793.news.solani.org> |
| In reply to | #628570 |
Am 17.10.2024 um 12:24 schrieb Dr. Joachim Neudert: > Am 17.10.24 um 12:08 schrieb Lars Gebauer: >> Selbst Gewaltkriminalität ist positiv fürs BIP: Denn die dadurch >> erzeugte Nachfrage nach medizinischen Leistungen fließt unmittelbar >> ins BIP ein. Ebenso wie Verkehrsunfälle. > > > Medizin wird aber dem konsumptiven Teil zugerechnet. Wir schaffen damit > wohl doch keine Werte, sondern verbrauchen sie? Stichwort "Sozialbeiträge". > > Volkswirtschaftlich ist die Medizin, hmmmm... schwer zu sagen. Ich weiß > es nicht. > > > Eben hat Lauterbach wieder geklagt, die Medizin sei teuer bei uns, aber > nur Mittelmaß, weil es andere Länder mit höherer Lebenserwartung gibt. > Ein blinder lahmer Schafwirt im Ida-Gebirge auf Kreta mag auch so 99 > Jahre alt werden auf der Bank vor seiner Hütte. > > Aber in D könnte er wieder sehen (Linsen-OPs) und wieder laufen > (Endoprothetik). Ohne dass dies die Lebenserwartung erhöht. > > Sollen wir also damit wieder aufhören? Ja nur nicht! Wenn der alte Opa wieder gucken und laufen kann, ist er wieder aktiver Konsument und bringt seine Rente unters Volk. LG Georg -- Wenn die Kinder beginnen, einander von der "Guten alten Zeit" zu erzählen, dann fühlt man sich erstmals so richtig alt.
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| From | Michael Bode <m.g.bode@web.de> |
|---|---|
| Date | 2024-10-17 12:53 +0200 |
| Message-ID | <lnc8keF84cdU3@mid.individual.net> |
| In reply to | #628568 |
Lars Gebauer <lgebauer@live.de> writes: > | Und deshalb hat der Minister dem Jahreswirtschaftsbericht, sozusagen > | der jährlichen Festschrift zur Wirtschaftspolitik einer jeden > | Bundesregierung, einen komplett neuen Anstrich verpasst – mit einem > | Kapitel, das es in der mehr als 50-jährigen Geschichte des Berichts > | noch nie gegeben hat. > | > | Darin führen Habecks Beamte 31 alternative Indikatoren zur Messung des > | Wohlstands auf. Das reicht vom Anteil von Frauen in Führungspositionen > | über den Nitratgehalt im Grundwasser und die Durchlässigkeit im > | Bildungssystem bis zur Überlastung durch Wohnkosten. > > Nett gemeint vom netten Herrn Habeck - aber genau hierinnen liegt der > Schwachpunkt: Altenative Betrachtungsmodelle, mit alternativen > Indikatoren, gibt es im Dutzend billiger (siehe oben). Keines dieser > Modelle hat bilang seine Tragfähigkeit erwiesen. Ob dem netten > Kinderbuchautoren dieses Wunder gelingt? Was macht sein Modell nicht > nur anders sondern tatsächlich besser? Wenn die Zahlen schlecht sind, müssen eben alternative Zahlen her. > | Denn das BIP will Habeck nicht ignorieren. Einer Wachstumskritik à la > | Club of Rome aus der Zeit in der Opposition im Bund, wie sie aus den > | Reihen führender Grüner und manchmal auch von Habeck angeklungen war, > | ist Pragmatismus gewichen. > > Sehr gut. > > | „Zu sagen, wir verzichten auf die Idee von Wachstum, würde bedeuten, > | wir verzichten auf die Idee von Fortschritt“, sagte Habeck. Offenbar glaubt er selber nicht an seine alternativen Zahlen.
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| From | Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2024-10-17 18:10 +0200 |
| Message-ID | <hgp7ukxnhd.ln2@diedrich.ddnssec.de> |
| In reply to | #628568 |
Lars Gebauer meinte: > | Als Steigerung des Wohlstands würde die Pyramide gleichwohl in die > | Statistik eingehen. Schließlich braucht es für den Bau Steine und > | Arbeiter, die bezahlt werden wollen – beides Wertschöpfung, die sich > | im Bruttoinlandsprodukt (BIP) widerspiegeln würde. > > So ist es. Und nicht nur der Bau sondern auch der zukünftige Betrieb > der Pyramide würde ins BIP einfließen. Alte Weisheit der Volkswirte und Statistiker: die katholische Kirche tut mehr fürs Bruttosozialprodukt als die evangelische. Denn die Pfarrersköchin bzw. ihr Gehalt geht ins Sozialprodukt ein, aber die Ehefrau des Evangelen nicht ... -- gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4 fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4 HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
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| From | Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> |
|---|---|
| Date | 2024-10-20 15:26 +0200 |
| Message-ID | <lnkeotFfns9U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #628568 |
Am 17.10.24 um 12:08 schrieb Lars Gebauer: > | Worauf er hinaus wollte: Wohlstand ist für ihn nicht mehr bloß > | Wirtschaftswachstum, auch wenn viele Politiker und Ökonomen seit > | Jahren das BIP als das Maß für Wohlstand ansehen. BIP, als Wirtschaftsleistung, und Wohlstand hängen teilweise zusammen. Wobei Wirtschaftsleistung z.B. durch Umweltzerstörung auch Wohlstand reduzieren kann. > Tun Ökonomen das? > > Eher nicht. Denn gerade unter Ökonomen ist die Kritik am BIP mit allen > seinen Seltsamkeiten und Absurditäten weit verbreitet. Es gibt auch alle > möglichen anderen Berechnungsmodelle. Inflationsmessung Warenkorb und Nettoeinkommen sind eher materielle Wohlstandsmessungen. Insbesondere im unteren Einkommensbereich. > | „Zu sagen, wir verzichten auf die Idee von Wachstum, würde bedeuten, > | wir verzichten auf die Idee von Fortschritt“, sagte Habeck. Bei Fortschritt ist die Frage der Richtung offen, z.B.: mehr Luxus wie die Inflation der Produktsorten oder mehr Qualität?
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
|---|---|
| Date | 2024-10-20 19:31 +0200 |
| Message-ID | <vf3eov$gr0l$1@dont-email.me> |
| In reply to | #628759 |
Am 20.10.24 um 15:26 schrieb Hermann Riemann: > Am 17.10.24 um 12:08 schrieb Lars Gebauer: >> | Worauf er hinaus wollte: Wohlstand ist für ihn nicht mehr bloß >> | Wirtschaftswachstum, auch wenn viele Politiker und Ökonomen seit >> | Jahren das BIP als das Maß für Wohlstand ansehen. > > BIP, als Wirtschaftsleistung, und Wohlstand hängen teilweise zusammen. Was Du nicht sagst. >> Eher nicht. Denn gerade unter Ökonomen ist die Kritik am BIP mit allen >> seinen Seltsamkeiten und Absurditäten weit verbreitet. Es gibt auch >> alle möglichen anderen Berechnungsmodelle. > > Inflationsmessung Warenkorb und Nettoeinkommen > sind eher materielle Wohlstandsmessungen. > Insbesondere im unteren Einkommensbereich. Es gibt auch Modelle die versuchen, immateriellen Wohlstand abzubilden. Ich las vor rund 15 Jahren mal von einem, welches ich sehr interessant fand. Iirc zwei britische Ökonomen versuchten, immaterielle Güter in Geld auszudrücken, um sie vergleichbar zu machen. Hatte aber ein paar entscheidende Schwächen und verschwand alsbald wieder in der Versenkung.
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| From | Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2024-10-20 21:27 +0200 |
| Message-ID | <q0ghu83rdatz.1x0yl7vp0o6hw$.dlg@40tude.net> |
| In reply to | #628568 |
Am Thu, 17 Oct 2024 12:08:49 +0200 schrieb Lars Gebauer: >| Berlin. Welchen Mehrwert hätte eine Pyramide in Deutschland? Abgesehen >| von Touristen, die sich ein für dieses Land so außergewöhnliches >| Bauwerk sicherlich ansehen und dafür nach Deutschland reisen würden, >| vermutlich keinen allzu großen. >| >| Als Steigerung des Wohlstands würde die Pyramide gleichwohl in die >| Statistik eingehen. Schließlich braucht es für den Bau Steine und >| Arbeiter, die bezahlt werden wollen – beides Wertschöpfung, die sich >| im Bruttoinlandsprodukt (BIP) widerspiegeln würde. > > So ist es. Und nicht nur der Bau sondern auch der zukünftige Betrieb der > Pyramide würde ins BIP einfließen. > > Der Bau der Pyramide wäre ein klassisches Investment. Ob sich dieses > Investment auch langfristig wirtschaftlich trägt, sprich früher oder > später auch Gewinne abwirft kann, allen Business-Plänen zum Trotz, nur > die Zukunft zeigen. > > Das ist etwas, was die Pyramide mit jedem anderen Investment gemeinsam hat. > > Insofern gibt es objektiv weder "gute" noch "schlechte" Investments. Was > es gibt, das sind Investments, die manche Investoren subjektiv für > gewinnträchtig (nachhaltig, wirtschaftlich) halten und andere > Investoren, genauso subjektiv, eben nicht. Deswegen hat man bei uns in Köln, vor knapp 1000 Jahren, einen Dom gebaut, mit den Gebeinen der heiligen drei Könige drin. Reginald von Dassel hat die aus dem Heiligen Land geholt, so geht die Legende (die "Dasselstraße" ist eher ein trauriger Ort, da sind die Dealer unterwegs, das nur um Rande). >| Und so konstatierte >| Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) bei der Vorstellung >| des Jahreswirtschaftsberichts: „Am Ende wächst die Wirtschaft auch, >| wenn wir Pyramiden bauen.“ > > So ist es. (Hat ihm das jemand gesagt oder ist er da von selber drauf > gekommen?) Das hat ihm jemand geflüstert. Die sind ja nicht dumm, ich lernte vor Jahren mal Ferdos Forudastan kennen, mit iranischen Wurzeln, Beraterin vom Bundespräsidenten Gauck. Das war eine Kundin von mir. Verheiratet mit Dr. Michael Vesper, Minister a.D.: https://www.michaelvesper.de/aktuelles/ Mit dem hatte ich später auch öfters beruflich zu tun. > Übrigens nicht nur Pyramiden: Das BIP wächst auch durch den Bau neuer > Flüchtlingsunterkünfte. Oder durch den Aufwuchs des Bamtenapparates des > Bundes. So ist das. > Selbst Gewaltkriminalität ist positiv fürs BIP: Denn die dadurch > erzeugte Nachfrage nach medizinischen Leistungen fließt unmittelbar ins > BIP ein. Ebenso wie Verkehrsunfälle. Das nun weniger, da fällt Arbeitskraft weg, wer krank geschrieben ist,erzeugt keine Leistung. > Schon ziemlich verrückt, nicht wahr? > >| Worauf er hinaus wollte: Wohlstand ist für ihn nicht mehr bloß >| Wirtschaftswachstum, auch wenn viele Politiker und Ökonomen seit >| Jahren das BIP als das Maß für Wohlstand ansehen. > > Tun Ökonomen das? Darüber könnte man nun 20 - 50 Doktorarbeiten schreiben. > Eher nicht. Denn gerade unter Ökonomen ist die Kritik am BIP mit allen > seinen Seltsamkeiten und Absurditäten weit verbreitet. Es gibt auch alle > möglichen anderen Berechnungsmodelle. Keynes, Smith, you name it. Ich hab das mal studiert. Die unsichtbare Hand, der Staat, der eingreift, um zu helfen (eine Folge aus der Weltwirtschaftskrise). Und 2008 hat das alles auch nicht wirklich geholfen. > Allerdings konnte sich bislang noch keines dieser alternativen Modelle > durchsetzen. Weil sie alle nur Teilbereiche abbilden, das Spiel der > Kräfte am Markt (zu sehr) behindern und so mittelfristig zu nur noch > größeren Verzerrungen führ(t)en. Eingriffe in den Markt sind immer kritisch zu sehen. Denn sie haben immer Nebeneffekte. Da bin ich Radikalliberaler, Finger weg vom Markt! > So kehren Ökonomen, trotz aller Kritik, immer wieder zum BIP zurück. Es > hat sich langfristig als das Modell erwiesen, welches die Wirtschaft > eines Landes am besten und am robustesten abbildet. Wer Zahlen mag, der mag das so sehen. Es ist am Ende nur eine Kennzahl, ohne sehr viel Aussagekraft, für den Einzelnen. >| Warum, das erklärte Habeck am Mittwoch so: Alle Wertschöpfung würde >| erst einmal neutral ins BIP eingehen, egal, ob sie gut oder schlecht >| für den Wohlstand sei. > > Ja und nein. Ja weil es so ist und nein, weil gut oder schlecht eine > Frage der individuellen, subjektiven Bewertung ist. (Siehe oben.) > > Ein Verkehrsunfall ist erstmal schlecht, weil er das Vermögen des > Eigentümers vernichtet. Ein Vekehrsunfall ist aber auch gut, weil er > Abschleppunternehmen und Reparaturwerkstätten die Möglichkeit zur > Leistungserbringung ermöglicht. Das ist jetzt aber wirklich böse. Aber ja, Du hast recht, da wechselt Geld den Besitzer. >| Sprich: Ein höheres BIP kann nach dieser Auffassung auch aus >| schlechteren Projekten resultieren, so sein Verständnis. > > Aus Projekten, die er subjektiv für schlecht hält. Das sei ihm > unbenommen, es ist aber nicht objektiv. Was sollen schlechte Projekte sein? Welche, die nicht umweltfreundlich sind? > >| Und deshalb hat der Minister dem Jahreswirtschaftsbericht, sozusagen >| der jährlichen Festschrift zur Wirtschaftspolitik einer jeden >| Bundesregierung, einen komplett neuen Anstrich verpasst – mit einem >| Kapitel, das es in der mehr als 50-jährigen Geschichte des Berichts >| noch nie gegeben hat. >| >| Darin führen Habecks Beamte 31 alternative Indikatoren zur Messung des >| Wohlstands auf. Das reicht vom Anteil von Frauen in Führungspositionen >| über den Nitratgehalt im Grundwasser und die Durchlässigkeit im >| Bildungssystem bis zur Überlastung durch Wohnkosten. Nun denn, da setzt er sich ein eigenes Denkmal. Interessiert das wen? > Nett gemeint vom netten Herrn Habeck - aber genau hierinnen liegt der > Schwachpunkt: Altenative Betrachtungsmodelle, mit alternativen > Indikatoren, gibt es im Dutzend billiger (siehe oben). Keines dieser > Modelle hat bilang seine Tragfähigkeit erwiesen. Ob dem netten > Kinderbuchautoren dieses Wunder gelingt? Was macht sein Modell nicht nur > anders sondern tatsächlich besser? Das ist PR, nicht mehr. >| Denn das BIP will Habeck nicht ignorieren. Einer Wachstumskritik à la >| Club of Rome aus der Zeit in der Opposition im Bund, wie sie aus den >| Reihen führender Grüner und manchmal auch von Habeck angeklungen war, >| ist Pragmatismus gewichen. > > Sehr gut. Ja, das ist zum Glück vorbei. >| „Zu sagen, wir verzichten auf die Idee von Wachstum, würde bedeuten, >| wir verzichten auf die Idee von Fortschritt“, sagte Habeck. > > Ausgezeichnet. > > Denn nur über jenes Wachstum lassen sich die Mittel für Investitionen > erwirtschaften, die zwar rein ökonomisch nur begrenzten Sinn ergeben > aber dennoch zum gesellschaftlichen Fortschritt (und Wohlstand) beitragen. > > https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/jahreswirtschaftsbericht-kein-akademisches-trockenschwimmen-wie-habeck-wohlstand-neu-definiert/28011264.html So ist es. Grüße, Frank
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| From | Peter Veith <veith@snafu.de> |
|---|---|
| Date | 2024-10-20 21:37 +0200 |
| Message-ID | <vf3m6a$ht30$1@dont-email.me> |
| In reply to | #628785 |
Frank Hucklenbroich schrieb am 20.10.2024 um 21:27: > Am Thu, 17 Oct 2024 12:08:49 +0200 schrieb Lars Gebauer: >> Der Bau der Pyramide wäre ein klassisches Investment. Ob sich dieses >> Investment auch langfristig wirtschaftlich trägt, sprich früher oder >> später auch Gewinne abwirft kann, allen Business-Plänen zum Trotz, nur >> die Zukunft zeigen. >> >> Das ist etwas, was die Pyramide mit jedem anderen Investment gemeinsam hat. > > Deswegen hat man bei uns in Köln, vor knapp 1000 Jahren, einen Dom gebaut, > mit den Gebeinen der heiligen drei Könige drin. Danke für die Erinnerung. Rolf Hochhuth gab mal den Hinweis: "Jede Zeit baut Pyramiden". Meine Interpretation kurz zusammengefaßt: Die Produktivität der Sklavenhaltergesellschaft war im alten Ägypten bereits so hoch, dass die Herrscher nicht mehr hin wußten mit dem Mehrwert (heute in Geld oder Finanzspekulationen ausgedrückt). Eigentlich hätten sie schon den "8-Stundentag" und 25-Tagewoche" einführen und jedem Sklaven ein Einfamilienhaus mit Pool hinsetzen können – nur "leicht" übertrieben. Allerdings widersprach das nicht nur ihren Anschauungen und Traditionen, sondern auch die Sklaven wären eben keine Sklaven mehr gewesen und ohne andere Produktionsverhältnisse (keine Peitsche und Hunger mehr als Antrieb) hätte die alte Gesellschaft nicht mehr funktioniert. Was haben Herrscher statt dessen gemacht? Sinnlos Pyramiden bauen lassen und die Produktivität und Möglichkeiten "verschwendet". Hochhut verwies auf die vernichtende Funktion von Kriegen, aber auch den "Wettlauf zum Mond" in den 1960ern als "Vernichtungsmaschine" der USA, um aus dem Pharaonen-Dilemma ohne Atomkrieg und neuer Gesellschaftsordnung herauszukommen. Die Corona-Maßnahmen seit 2020 waren auch ein "guter" Anlauf in diese Richtung oder das Gegen-die-Wand-fahren der Wirtschaft durch scheinbar irrationale Klima-Maßnahmen und die Sanktionen gegen China und Rußland. Diese haben offenbar zur ausreichenden "Vernichtung" nicht gereicht, nun eben durch Wettrüstung und vernichtenden Krieg. Veith -- "Die Zukunft geschieht nicht einfach so. Die Zukunft wird von uns gestaltet." Klaus Schwab, Weltwirtschaftsforums (WEF), 23.05.2022 https://ddr-luftwaffe.blogspot.com/
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| From | Ulf_Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2024-10-21 06:35 +0000 |
| Message-ID | <2bfc2eb60452a43208d61b61da5d0bf4@pi-dach.dorfdsl.de> |
| In reply to | #628786 |
On Sun, 20 Oct 2024 19:37:47 +0000, Peter Veith wrote: > Frank Hucklenbroich schrieb am 20.10.2024 um 21:27: > >> Am Thu, 17 Oct 2024 12:08:49 +0200 schrieb Lars Gebauer: >>> Der Bau der Pyramide wäre ein klassisches Investment. Ob sich dieses >>> Investment auch langfristig wirtschaftlich trägt, sprich früher oder >>> später auch Gewinne abwirft kann, allen Business-Plänen zum Trotz, nur >>> die Zukunft zeigen. >>> >>> Das ist etwas, was die Pyramide mit jedem anderen Investment gemeinsam >>> hat. >> >> Deswegen hat man bei uns in Köln, vor knapp 1000 Jahren, einen Dom >> gebaut, >> mit den Gebeinen der heiligen drei Könige drin. > > Danke für die Erinnerung. Rolf Hochhuth gab mal den Hinweis: > "Jede Zeit baut Pyramiden". > > Meine Interpretation kurz zusammengefaßt: Die Produktivität der > Sklavenhaltergesellschaft war im alten Ägypten bereits so hoch, dass die > Herrscher nicht mehr hin wußten mit dem Mehrwert (heute in Geld oder > Finanzspekulationen ausgedrückt). Eigentlich hätten sie schon den > "8-Stundentag" und 25-Tagewoche" einführen und jedem Sklaven ein > Einfamilienhaus mit Pool hinsetzen können – nur "leicht" übertrieben. > > Allerdings widersprach das nicht nur ihren Anschauungen und Traditionen, > sondern auch die Sklaven wären eben keine Sklaven mehr gewesen und ohne > andere Produktionsverhältnisse (keine Peitsche und Hunger mehr als > Antrieb) hätte die alte Gesellschaft nicht mehr funktioniert. > > Was haben Herrscher statt dessen gemacht? Sinnlos Pyramiden bauen lassen > und die Produktivität und Möglichkeiten "verschwendet". Hochhut verwies > auf die vernichtende Funktion von Kriegen, aber auch den "Wettlauf zum > Mond" in den 1960ern als "Vernichtungsmaschine" der USA, um aus dem > Pharaonen-Dilemma ohne Atomkrieg und neuer Gesellschaftsordnung > herauszukommen. > > Die Corona-Maßnahmen seit 2020 waren auch ein "guter" Anlauf in diese > Richtung Die einen sagen so, die anderen so. Sagtest Du nicht früher, es ginge darum, das Volk mit Produktionstätigkeit zu beschäftigen?
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| From | Peter Veith <veith@snafu.de> |
|---|---|
| Date | 2024-10-21 19:51 +0200 |
| Message-ID | <vf64a5$11d2n$1@dont-email.me> |
| In reply to | #628795 |
Ulf_Kutzner schrieb am 21.10.2024 um 08:35: > On Sun, 20 Oct 2024 19:37:47 +0000, Peter Veith wrote: >> Die Corona-Maßnahmen seit 2020 waren auch ein "guter" Anlauf in diese >> Richtung > > Die einen sagen so, die anderen so. > > Sagtest Du nicht früher, es ginge darum, das > Volk mit Produktionstätigkeit zu beschäftigen? Mir nicht erinnerlich, jedoch ist Beschäftigung von "Kindern" immer eine gute Idee. Aber Massenarbeitslosigkeit mit Vereinzelung und gegenseitiger Bespitzelung mittels Corona-Maßnahmen ist schon fast perfekt. Veith -- Schafe tun alles, was sie können, um die Wahrheit nicht zu sehen. http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
|---|---|
| Date | 2024-10-20 23:23 +0200 |
| Message-ID | <vf3sbs$h9na$1@dont-email.me> |
| In reply to | #628785 |
Am 20.10.2024 um 21:27 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Thu, 17 Oct 2024 12:08:49 +0200 schrieb Lars Gebauer:
>> | Berlin. Welchen Mehrwert hätte eine Pyramide in Deutschland? Abgesehen
>> | von Touristen, die sich ein für dieses Land so außergewöhnliches
>> | Bauwerk sicherlich ansehen und dafür nach Deutschland reisen würden,
>> | vermutlich keinen allzu großen.
>> |
>> | Als Steigerung des Wohlstands würde die Pyramide gleichwohl in die
>> | Statistik eingehen. Schließlich braucht es für den Bau Steine und
>> | Arbeiter, die bezahlt werden wollen – beides Wertschöpfung, die sich
>> | im Bruttoinlandsprodukt (BIP) widerspiegeln würde.
>>
>> So ist es. Und nicht nur der Bau sondern auch der zukünftige Betrieb der
>> Pyramide würde ins BIP einfließen.
>>
>> Der Bau der Pyramide wäre ein klassisches Investment. Ob sich dieses
>> Investment auch langfristig wirtschaftlich trägt, sprich früher oder
>> später auch Gewinne abwirft kann, allen Business-Plänen zum Trotz, nur
>> die Zukunft zeigen.
>>
>> Das ist etwas, was die Pyramide mit jedem anderen Investment gemeinsam hat.
>>
>> Insofern gibt es objektiv weder "gute" noch "schlechte" Investments. Was
>> es gibt, das sind Investments, die manche Investoren subjektiv für
>> gewinnträchtig (nachhaltig, wirtschaftlich) halten und andere
>> Investoren, genauso subjektiv, eben nicht.
>
> Deswegen hat man bei uns in Köln, vor knapp 1000 Jahren, einen Dom gebaut,
> mit den Gebeinen der heiligen drei Könige drin.
Zum Beispiel.
Bei einem Dom wie auch einer (klassischen, ägyptischen) Pyramide spielen
noch einige weitere Aspekte eine Rolle aber ob solche Objekte sinnlos
sind - oder nicht - liegt einzig im Auge des Betrachters. Bzw. des
(potentiellen) Investoren.
Hier[tm] ist ja Thüringen. Über Jahrhunderte hinweg eine Flickschusterei
vieler kleinster und kleiner Fürsten- und Herzogtümer. Und jeder dieser
kleinen Operetten-Fürsten mußte natürlich mindestens ein (1) Schloß,
mindestens einen (1) Park und mindestens noch allen möglichen anderen
Krempel haben. Auch wenn das die Leistungsfähigkeit der Staatskassen
(gespeist durch Steuern und andere Abgaben) bis zum Anschlag und darüber
hinaus strapazierte.
Sinnlos? Oder nicht sinnlos?
Fakt ist einfach, daß durch solche Projekte der wirtschaftliche
Kreislauf in Schwung gehalten wurde, daß eine große Anzahl Leute hiervon
direkt oder indirekt lebten. Leute, bei denen es fraglich gewesen wäre,
ob sie eine anderweitige Alternative gehabt hätten.
>> | Worauf er hinaus wollte: Wohlstand ist für ihn nicht mehr bloß
>> | Wirtschaftswachstum, auch wenn viele Politiker und Ökonomen seit
>> | Jahren das BIP als das Maß für Wohlstand ansehen.
>>
>> Tun Ökonomen das?
>
> Darüber könnte man nun 20 - 50 Doktorarbeiten schreiben.
Wenn es reicht.
>> Eher nicht. Denn gerade unter Ökonomen ist die Kritik am BIP mit allen
>> seinen Seltsamkeiten und Absurditäten weit verbreitet. Es gibt auch alle
>> möglichen anderen Berechnungsmodelle.
>
> Keynes, Smith, you name it. Ich hab das mal studiert.
>
> Die unsichtbare Hand, der Staat, der eingreift, um zu helfen (eine Folge
> aus der Weltwirtschaftskrise). Und 2008 hat das alles auch nicht wirklich
> geholfen.
Die Nachbeben sind bis heute deutlich spürbar. Jeden Tag an der
Supermarkt-Kasse, da sind sie mittlerweile angekommen.
Einfach nur billiges Geld zu verteilen (Niedrig-Zins-Politik der EZB)
bringt es nicht. Das führt nur zu steigenden Preisen ohne daß sich an
der Gesamtsituation irgendwas ändert.
>> Allerdings konnte sich bislang noch keines dieser alternativen Modelle
>> durchsetzen. Weil sie alle nur Teilbereiche abbilden, das Spiel der
>> Kräfte am Markt (zu sehr) behindern und so mittelfristig zu nur noch
>> größeren Verzerrungen führ(t)en.
>
> Eingriffe in den Markt sind immer kritisch zu sehen. Denn sie haben immer
> Nebeneffekte. Da bin ich Radikalliberaler, Finger weg vom Markt!
Vorsicht. Gleich kommt jemand aus der Wiener Schule und baut den
Regelloser-Markt-Strohmann auf.
Einen Markt ohne Eingriffe gibt es nicht. Jeder Markt unterliegt
gewissen Spielregeln. Die Frage ist, wie diese Spielregeln gestaltet
sind bzw. werden, ob sie das freie Spiel eher behindern oder eher beförden.
Das Problem beginnt fast immer dann, wenn es zu ideologisch motivierten
Eingriffen kommt.
>> So kehren Ökonomen, trotz aller Kritik, immer wieder zum BIP zurück. Es
>> hat sich langfristig als das Modell erwiesen, welches die Wirtschaft
>> eines Landes am besten und am robustesten abbildet.
>
> Wer Zahlen mag, der mag das so sehen. Es ist am Ende nur eine Kennzahl,
> ohne sehr viel Aussagekraft, für den Einzelnen.
Das BIP sagt nichts /über/ den Einzelnen aus. Aber es sagt dem
Einzelnen, in welchem Umfeld er sich bewegt.
>> | Sprich: Ein höheres BIP kann nach dieser Auffassung auch aus
>> | schlechteren Projekten resultieren, so sein Verständnis.
>>
>> Aus Projekten, die er subjektiv für schlecht hält. Das sei ihm
>> unbenommen, es ist aber nicht objektiv.
>
> Was sollen schlechte Projekte sein? Welche, die nicht umweltfreundlich
> sind?
Zum Beispiel. Ganz allgemein dürften für ihn Projekte dann schlecht
sein, wenn sie nicht mit seiner Ideologie in Übereinstimmung zu bringen
sind. Was dann zu ideologisch motiviereten Eingriffen führt, die
wiederum alle möglichen Unintended Consequences (Reinhard Sprenger) nach
sich ziehen.
>> | Darin führen Habecks Beamte 31 alternative Indikatoren zur Messung des
>> | Wohlstands auf. Das reicht vom Anteil von Frauen in Führungspositionen
>> | über den Nitratgehalt im Grundwasser und die Durchlässigkeit im
>> | Bildungssystem bis zur Überlastung durch Wohnkosten.
>
> Nun denn, da setzt er sich ein eigenes Denkmal. Interessiert das wen?
Wahrscheinlich schon. Denn was zum Beispiel ist das für ein Quatsch?
https://zeitung.faz.net/fas/wirtschaft/2024-10-20/4005907e4c9b05755b237676e489caec/?popup=user.lf-ns
Im Grunde genommen verteilt er da Geld - was natürlich gerne genommen
wird - für nichts und wieder nichts. Vermutlich nur für seine Fans,
denen er damit zeigt "Guck' der Robert. Der quatscht nicht nur, der tut
auch was." Seine Fans sind sehr unkritisch; sehr leicht zu beeindrucken.
Wahrscheinlich ist hinterher das Geld einfach weg - ohne daß es zu
Verändrungen kam, die ohne das Geld nicht passiert wären.
Wie auf dem Abenteuer-Spielplatz Energiewende: Milliarden über
Milliarden - und Deutschland steht genau da, wo Deutschland auch vorher
schon stand.
Nichts gegen Abenteuer. Aber wäre mit dem Geld eine Pyramide gebaut
worden, hätte Deutschland jetzt wenigstens eine Pyramide.
--
"Journalisten informieren, worüber die Bevölkerung informiert werden soll."
--re:publica24
Niemand hat gelacht.
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| From | Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2024-10-22 21:32 +0200 |
| Message-ID | <9i1h95mzjxr5$.6of2a2dhh2qx.dlg@40tude.net> |
| In reply to | #628790 |
Am Sun, 20 Oct 2024 23:23:07 +0200 schrieb Lars Gebauer: > Am 20.10.2024 um 21:27 schrieb Frank Hucklenbroich: >> Am Thu, 17 Oct 2024 12:08:49 +0200 schrieb Lars Gebauer: >>> | Berlin. Welchen Mehrwert hätte eine Pyramide in Deutschland? Abgesehen >>> | von Touristen, die sich ein für dieses Land so außergewöhnliches >>> | Bauwerk sicherlich ansehen und dafür nach Deutschland reisen würden, >>> | vermutlich keinen allzu großen. >>> | >>> | Als Steigerung des Wohlstands würde die Pyramide gleichwohl in die >>> | Statistik eingehen. Schließlich braucht es für den Bau Steine und >>> | Arbeiter, die bezahlt werden wollen – beides Wertschöpfung, die sich >>> | im Bruttoinlandsprodukt (BIP) widerspiegeln würde. >>> >>> So ist es. Und nicht nur der Bau sondern auch der zukünftige Betrieb der >>> Pyramide würde ins BIP einfließen. >>> >>> Der Bau der Pyramide wäre ein klassisches Investment. Ob sich dieses >>> Investment auch langfristig wirtschaftlich trägt, sprich früher oder >>> später auch Gewinne abwirft kann, allen Business-Plänen zum Trotz, nur >>> die Zukunft zeigen. >>> >>> Das ist etwas, was die Pyramide mit jedem anderen Investment gemeinsam hat. >>> >>> Insofern gibt es objektiv weder "gute" noch "schlechte" Investments. Was >>> es gibt, das sind Investments, die manche Investoren subjektiv für >>> gewinnträchtig (nachhaltig, wirtschaftlich) halten und andere >>> Investoren, genauso subjektiv, eben nicht. >> >> Deswegen hat man bei uns in Köln, vor knapp 1000 Jahren, einen Dom gebaut, >> mit den Gebeinen der heiligen drei Könige drin. > > Zum Beispiel. > > Bei einem Dom wie auch einer (klassischen, ägyptischen) Pyramide spielen > noch einige weitere Aspekte eine Rolle aber ob solche Objekte sinnlos > sind - oder nicht - liegt einzig im Auge des Betrachters. Bzw. des > (potentiellen) Investoren. > > Hier[tm] ist ja Thüringen. Über Jahrhunderte hinweg eine Flickschusterei > vieler kleinster und kleiner Fürsten- und Herzogtümer. Und jeder dieser > kleinen Operetten-Fürsten mußte natürlich mindestens ein (1) Schloß, > mindestens einen (1) Park und mindestens noch allen möglichen anderen > Krempel haben. Auch wenn das die Leistungsfähigkeit der Staatskassen > (gespeist durch Steuern und andere Abgaben) bis zum Anschlag und darüber > hinaus strapazierte. > > Sinnlos? Oder nicht sinnlos? > > Fakt ist einfach, daß durch solche Projekte der wirtschaftliche > Kreislauf in Schwung gehalten wurde, daß eine große Anzahl Leute hiervon > direkt oder indirekt lebten. Leute, bei denen es fraglich gewesen wäre, > ob sie eine anderweitige Alternative gehabt hätten. Ich lernte mal einen Restaurator kennen, der in Schloss Falkenlust in Brühl bei Köln (da, wo das Phantasialand ist) Fliesen von Hand restauriert. Auf meine Frage, wann er damit denn fertig wäre, hieß es, daß er noch 30 Jahre bis zur Rente hätte und bis dahin lange nicht fertig würde. Ähnlich die Aussage einer Restauratorin bei Dir in Thüringen in der Anna-Amalia-Bibliothek, wo nach dem Brand die Bücher restauriert werden (ich war dort mit meiner Innung vor einigen Jahren und hatte eine exklusive Führung): "Ja, so so 30 - 40 Jahre mindestens". Die haben beruflich ausgesorgt. >>> | Worauf er hinaus wollte: Wohlstand ist für ihn nicht mehr bloß >>> | Wirtschaftswachstum, auch wenn viele Politiker und Ökonomen seit >>> | Jahren das BIP als das Maß für Wohlstand ansehen. >>> >>> Tun Ökonomen das? >> >> Darüber könnte man nun 20 - 50 Doktorarbeiten schreiben. > > Wenn es reicht. Yup. >>> Eher nicht. Denn gerade unter Ökonomen ist die Kritik am BIP mit allen >>> seinen Seltsamkeiten und Absurditäten weit verbreitet. Es gibt auch alle >>> möglichen anderen Berechnungsmodelle. >> >> Keynes, Smith, you name it. Ich hab das mal studiert. >> >> Die unsichtbare Hand, der Staat, der eingreift, um zu helfen (eine Folge >> aus der Weltwirtschaftskrise). Und 2008 hat das alles auch nicht wirklich >> geholfen. > > Die Nachbeben sind bis heute deutlich spürbar. Jeden Tag an der > Supermarkt-Kasse, da sind sie mittlerweile angekommen. > > Einfach nur billiges Geld zu verteilen (Niedrig-Zins-Politik der EZB) > bringt es nicht. Das führt nur zu steigenden Preisen ohne daß sich an > der Gesamtsituation irgendwas ändert. ...und Russland versucht gerade per Brics gegenzusteuern. Was durchaus spannend ist. Konkurrenz schadet bekanntlich nicht. >>> Allerdings konnte sich bislang noch keines dieser alternativen Modelle >>> durchsetzen. Weil sie alle nur Teilbereiche abbilden, das Spiel der >>> Kräfte am Markt (zu sehr) behindern und so mittelfristig zu nur noch >>> größeren Verzerrungen führ(t)en. >> >> Eingriffe in den Markt sind immer kritisch zu sehen. Denn sie haben immer >> Nebeneffekte. Da bin ich Radikalliberaler, Finger weg vom Markt! > > Vorsicht. Gleich kommt jemand aus der Wiener Schule und baut den > Regelloser-Markt-Strohmann auf. Ich bin da ein Freund vom Nachtwächter-Staat. Hat in Singapur sehr gut funktioniert, und in Hongkong bis 1997. Laß die Leute soweit in Ruhe, daß sie sich nicht die Köpfe einschlagen. Ja, das ist blöd, wenn man massenhaft Leute zu versorgen hat, die nicht für sich selbst sorgen können (oder wollen). > Einen Markt ohne Eingriffe gibt es nicht. Jeder Markt unterliegt > gewissen Spielregeln. Die Frage ist, wie diese Spielregeln gestaltet > sind bzw. werden, ob sie das freie Spiel eher behindern oder eher beförden. Eben. Der Nachtwächter passt auf, daß keiner den anderen beklaut oder betrügt. Aber davon ab hält er sich raus. > Das Problem beginnt fast immer dann, wenn es zu ideologisch motivierten > Eingriffen kommt. Das haben wir ja auch bei Keynes. Wem gibst Du Geld, welche Branche ist es wert, gefördert zu werden, und wen lässt man "sterben"? Da ist die Treuhand in der Ex-DDR ein ziemlich abschreckendes Beispiel, und das sage ich als Wessi. >>> So kehren Ökonomen, trotz aller Kritik, immer wieder zum BIP zurück. Es >>> hat sich langfristig als das Modell erwiesen, welches die Wirtschaft >>> eines Landes am besten und am robustesten abbildet. >> >> Wer Zahlen mag, der mag das so sehen. Es ist am Ende nur eine Kennzahl, >> ohne sehr viel Aussagekraft, für den Einzelnen. > > Das BIP sagt nichts /über/ den Einzelnen aus. Aber es sagt dem > Einzelnen, in welchem Umfeld er sich bewegt. > >>> | Sprich: Ein höheres BIP kann nach dieser Auffassung auch aus >>> | schlechteren Projekten resultieren, so sein Verständnis. >>> >>> Aus Projekten, die er subjektiv für schlecht hält. Das sei ihm >>> unbenommen, es ist aber nicht objektiv. >> >> Was sollen schlechte Projekte sein? Welche, die nicht umweltfreundlich >> sind? > > Zum Beispiel. Ganz allgemein dürften für ihn Projekte dann schlecht > sein, wenn sie nicht mit seiner Ideologie in Übereinstimmung zu bringen > sind. Was dann zu ideologisch motiviereten Eingriffen führt, die > wiederum alle möglichen Unintended Consequences (Reinhard Sprenger) nach > sich ziehen. > >>> | Darin führen Habecks Beamte 31 alternative Indikatoren zur Messung des >>> | Wohlstands auf. Das reicht vom Anteil von Frauen in Führungspositionen >>> | über den Nitratgehalt im Grundwasser und die Durchlässigkeit im >>> | Bildungssystem bis zur Überlastung durch Wohnkosten. >> >> Nun denn, da setzt er sich ein eigenes Denkmal. Interessiert das wen? > > Wahrscheinlich schon. Denn was zum Beispiel ist das für ein Quatsch? > > https://zeitung.faz.net/fas/wirtschaft/2024-10-20/4005907e4c9b05755b237676e489caec/?popup=user.lf-ns Ach Gottchen, eine Papierfabrik. Vor den Toren Kölns, in Bergisch Gladbach, gab es Zanders. Eine der größten Papierfabriken Deutschlands. Seit 2021 pleite. https://de.wikipedia.org/wiki/Zanders_Papierfabrik > Im Grunde genommen verteilt er da Geld - was natürlich gerne genommen > wird - für nichts und wieder nichts. Vermutlich nur für seine Fans, > denen er damit zeigt "Guck' der Robert. Der quatscht nicht nur, der tut > auch was." Seine Fans sind sehr unkritisch; sehr leicht zu beeindrucken. > > Wahrscheinlich ist hinterher das Geld einfach weg - ohne daß es zu > Verändrungen kam, die ohne das Geld nicht passiert wären. > > Wie auf dem Abenteuer-Spielplatz Energiewende: Milliarden über > Milliarden - und Deutschland steht genau da, wo Deutschland auch vorher > schon stand. Oh, es wurde heute irgendwas über Wasserstoff-Pipelines beschlossen. Daß der Wasserstoff teuerst aus dem Ausland importiert werden muss, weil wir den gar nicht selbst produzieren können - geschenkt. > Nichts gegen Abenteuer. Aber wäre mit dem Geld eine Pyramide gebaut > worden, hätte Deutschland jetzt wenigstens eine Pyramide. Wir haben einen Dom, der Chinesen und Inder anzieht. Und die entsprechenden Läden drumherum. Grüße, Frank
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
|---|---|
| Date | 2024-10-22 23:11 +0200 |
| Message-ID | <vf94eq$1kn8o$1@dont-email.me> |
| In reply to | #628838 |
Am 22.10.24 um 21:32 schrieb Frank Hucklenbroich: > Am Sun, 20 Oct 2024 23:23:07 +0200 schrieb Lars Gebauer: >> Am 20.10.2024 um 21:27 schrieb Frank Hucklenbroich: >>> Am Thu, 17 Oct 2024 12:08:49 +0200 schrieb Lars Gebauer: >>>> Allerdings konnte sich bislang noch keines dieser alternativen Modelle >>>> durchsetzen. Weil sie alle nur Teilbereiche abbilden, das Spiel der >>>> Kräfte am Markt (zu sehr) behindern und so mittelfristig zu nur noch >>>> größeren Verzerrungen führ(t)en. >>> >>> Eingriffe in den Markt sind immer kritisch zu sehen. Denn sie haben immer >>> Nebeneffekte. Da bin ich Radikalliberaler, Finger weg vom Markt! >> >> Vorsicht. Gleich kommt jemand aus der Wiener Schule und baut den >> Regelloser-Markt-Strohmann auf. > > Ich bin da ein Freund vom Nachtwächter-Staat. Hat in Singapur sehr gut > funktioniert, und in Hongkong bis 1997. > Laß die Leute soweit in Ruhe, daß sie sich nicht die Köpfe einschlagen. Ja, > das ist blöd, wenn man massenhaft Leute zu versorgen hat, die nicht für > sich selbst sorgen können (oder wollen). Das ist sehr vernünftig. Die allermeisten Leute kommen auch ohne Staat ganz gut klar; vielleicht sogar besser. Aber sie brauchen auch die Gelegenheit zum Klarkommen und dürfen in ihren Aktivitäten nicht behindert werden. Freilich wird es auch immer ein paar geben, die ohne Hilfen nicht klar kommen. Alt, krank, behindert, ... Aber die sind dann das geringste Problem; für die reicht es allemal auch noch. >> Einen Markt ohne Eingriffe gibt es nicht. Jeder Markt unterliegt >> gewissen Spielregeln. Die Frage ist, wie diese Spielregeln gestaltet >> sind bzw. werden, ob sie das freie Spiel eher behindern oder eher beförden. > > Eben. Der Nachtwächter passt auf, daß keiner den anderen beklaut oder > betrügt. Aber davon ab hält er sich raus. Wie ein Schiedsrichter beim Fußball: Der hat darauf zu achten, daß die Regeln eingehalten werden. Ansonsten hat er sich rauszuhalten und das Spiel einfach laufen zu lassen. Und wehe, er bevorzugt oder behindert die eine oder die andere Mannschaft! Dann gehört er vom Platz gestellt; dann taugt er nichts. >> Das Problem beginnt fast immer dann, wenn es zu ideologisch motivierten >> Eingriffen kommt. > > Das haben wir ja auch bei Keynes. Wem gibst Du Geld, welche Branche ist es > wert, gefördert zu werden, und wen lässt man "sterben"? Da ist die Treuhand > in der Ex-DDR ein ziemlich abschreckendes Beispiel, und das sage ich als > Wessi. Manchmal glaube ich, daß die Treuhand einiges der heutigen Entwicklung vorweg genommen hat. Da gab es diesen sog. Lenkungsausschuß, der letztlich über Wohl und Wehe der einzelen Betriebe entschieden hat. Dieser Ausschuß umfaßte rund 300 Mitarbeiter. Der allergrößte Teil von denen waren blutjunge Leute, frisch von der Uni, ohne jede Erfahrung. Andere Leute waren einfach nicht verfügbar; die Treuhand wurde ja quasi über Nacht aus dem Boden gestampft. Die stellt ein, wen sie kriegen konnte. Hauptsache, er hatte einen passenden Abschluß einer West-Uni. Diese Mitarbeiter entschieden ausschließlich auf der Grundlage der (meist miesen) Bilanzen. Rein nur nach den Zahlen auf dem Papier. Inwieweit diese Zahlen die tatsächliche Situation abbildeten, wußten die nicht. Woher auch. Ob ein Betrieb trotz schlechter Bilanzen dennoch Perspektiven hatte bzw. wie hoch (oder niedrig) der reale Wert war, konnten die mangels jeder Erfahrung überhaupt nicht einschätzen. Da wurde mehr als ein Betrieb verkauft und der Kaufpreis dann ganz lässig aus der Kasse dieses Betriebes bestritten. Denn die Käufer waren ja nicht blöd. Die hatten sich vorher genau angeguckt, was sie da kauften. Die Treuhand-Leute wußten aber nicht, was sie verkauften. Ein Unding. (Wie die häufig miesen Bilanzen zustande kamen, ist nochmal ein ganz eigenes Thema.) >> Wie auf dem Abenteuer-Spielplatz Energiewende: Milliarden über >> Milliarden - und Deutschland steht genau da, wo Deutschland auch vorher >> schon stand. > > Oh, es wurde heute irgendwas über Wasserstoff-Pipelines beschlossen. Daß > der Wasserstoff teuerst aus dem Ausland importiert werden muss, weil wir > den gar nicht selbst produzieren können - geschenkt. Ach, der wird doch ganz lässig mit dem Überschußstrom aus Solar und Wind produziert. So oder so ähnlich geht doch die feuchte Träumerei.
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| From | Ulf_Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2024-10-23 06:37 +0000 |
| Message-ID | <6650643a5009fd7e00d18bccb622127f@pi-dach.dorfdsl.de> |
| In reply to | #628841 |
On Tue, 22 Oct 2024 21:11:53 +0000, Lars Gebauer wrote: > Die allermeisten Leute kommen auch ohne Staat > ganz gut klar; Jaja. > vielleicht sogar besser. Aber sie brauchen auch die > Gelegenheit zum Klarkommen und dürfen in ihren Aktivitäten nicht > behindert werden. > > Freilich wird es auch immer ein paar geben, die ohne Hilfen nicht klar > kommen. Alt, krank, behindert, ... Aber die sind dann das geringste > Problem; für die reicht es allemal auch noch. Jaja.
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| From | Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> |
|---|---|
| Date | 2024-10-23 06:23 +0200 |
| Message-ID | <vfa4oh.a8c.1@privat.lahls.de> |
| In reply to | #628838 |
*Frank Hucklenbroich* schrieb: > Am Sun, 20 Oct 2024 23:23:07 +0200 schrieb Lars Gebauer: >> Wie auf dem Abenteuer-Spielplatz Energiewende: Milliarden über >> Milliarden - und Deutschland steht genau da, wo Deutschland auch vorher >> schon stand. Definiere "vorher". Momentan machen wir unseren Strom zu 57% aus erneuerbaren Energien. > Oh, es wurde heute irgendwas über Wasserstoff-Pipelines beschlossen. Daß > der Wasserstoff teuerst aus dem Ausland importiert werden muss, weil wir > den gar nicht selbst produzieren können - geschenkt. Nun, er soll das Erdgas ersetzen, das teuerst aus dem Ausland importiert werden muss, weil wir das gar nicht selbst produzieren können - geschenkt. -- bis denne
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
|---|---|
| Date | 2024-10-25 13:24 +0200 |
| Message-ID | <vffv5h$32at8$7@dont-email.me> |
| In reply to | #628842 |
Am 23.10.2024 um 06:23 schrieb Ruediger Lahl:
> *Frank Hucklenbroich* schrieb:
>> Am Sun, 20 Oct 2024 23:23:07 +0200 schrieb Lars Gebauer:
>>> Wie auf dem Abenteuer-Spielplatz Energiewende: Milliarden über
>>> Milliarden - und Deutschland steht genau da, wo Deutschland auch vorher
>>> schon stand.
>
> Definiere "vorher". Momentan machen wir unseren Strom zu 57% aus
> erneuerbaren Energien.
Auch wenn Du sowieso nicht an einer Diskussion interessiert bist und
viel lieber nur die Märchen Deiner geliebten Regierung nachplapperst:
| Nach Angaben der Netzbetreiber wurden allein im Monat September rund
| 2,6 Mrd.€ Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz an die
| Ökostrom-Produzenten ausgezahlt.
| Einen nennenswerten Gegenwert hatte der Grünstrom nicht: An der Börse
| erzielten die Kilowattstunden lediglich einen Verkaufserlös von knapp
| 145 Mio.€. Auch „negative Preise“ traten an der Strombörse zuletzt
| immer häufiger auf: Nur mit der Zahlung einer Art Entsorgungsgebühr
| konnten noch Abnehmer für den deutschen Grünstrom-Überschuss gefunden
| werden. Erzielen die Netzbetreiber jedoch keine Vermarktungserlöse,
| muss der Bundeshaushalt die gesetzlichen Subventionsansprüche der
| Ökostromer mit entsprechend mehr Steuergeld befriedigen.
Bestimmt nur Fake News und Desinformation.
https://www.welt.de/wirtschaft/plus254169464/Teure-EEG-Verguetung-Deutschland-verloren-in-der-Solar-Sackgasse.html
--
"Journalisten informieren, worüber die Bevölkerung informiert werden soll."
--re:publica24
Niemand hat gelacht.
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| From | Hergen Lehmann <hlehmann-usenet24@snafu.de> |
|---|---|
| Date | 2024-10-25 13:56 +0200 |
| Message-ID | <pjdsuk-ai4b.ln1@hergen.spdns.de> |
| In reply to | #628967 |
Am 25.10.24 um 13:24 schrieb Lars Gebauer: > | Nach Angaben der Netzbetreiber wurden allein im Monat September rund > | 2,6 Mrd.€ Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz an die > | Ökostrom-Produzenten ausgezahlt. > | Einen nennenswerten Gegenwert hatte der Grünstrom nicht: An der Börse > | erzielten die Kilowattstunden lediglich einen Verkaufserlös von knapp > | 145 Mio.€. Auch „negative Preise“ traten an der Strombörse zuletzt Es wäre zweifellos besser für Deutschland, wenn die 2.6Mrd nicht als Subvention, sondern direkt an der Börse für möglichst teuren Ökostrom gezahlt würden. Nur so ließe sich sicher stellen, das Strom aus amerikanischem Fracking-LNG oder aus grau importierten russischen Gas auch in Zukunft konkurrenzfähig bleibt, das ein möglichst hoher Anteil des Strompreises ins Ausland fließt, und das wir bei der Stromproduktion weiterhin von ausländischen Rohstoffen abhängig bleiben. Von welchem amerikanischen oder russischen Konzern hast du Aktien? ;-)
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