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Groups > ger.ct > #618933 > unrolled thread
| Started by | Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> |
|---|---|
| First post | 2024-04-12 20:48 +0200 |
| Last post | 2024-04-13 11:53 +0000 |
| Articles | 7 — 5 participants |
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Expedia-Phishing Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2024-04-12 20:48 +0200
Re: Expedia-Phishing "Wendelin Uez" <wuez@online.de> - 2024-04-13 11:41 +0200
Re: Expedia-Phishing Friedrich Karl Siebert <f.k.siebert@online.de> - 2024-04-13 11:52 +0200
Re: Expedia-Phishing Michael Pachta <mipani@gmx.de> - 2024-04-13 17:06 +0200
Re: Expedia-Phishing "Wendelin Uez" <wuez@online.de> - 2024-04-13 19:31 +0200
Re: Expedia-Phishing "Wendelin Uez" <wuez@online.de> - 2024-04-13 19:27 +0200
Re: Expedia-Phishing Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2024-04-13 11:53 +0000
| From | Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2024-04-12 20:48 +0200 |
| Subject | Expedia-Phishing |
| Message-ID | <avbqnsmt8296$.19spi75h935ga.dlg@40tude.net> |
Hallo zusammen! Heute hatten wir hier einen Phishing-Fall, den ich so noch nicht kannte. Und der ging so: Unser Sohn fliegt in zwei Wochen nach Kalifornien, und hat da unter anderem ein Kettenhotel in LA gebucht, und mit seiner Amex-Kreditkarte vorab bezahlt. Der Betrag wurde auch bereits abgebucht. Gebucht wurde über Expedia. Heute bekam er eine Nachricht über die Expedia-App auf seinem iPhone (keine E-Mail!), daß es ein Problem mit seiner Buchung geben würde, und er innerhalb von 6 Stunden seine Kreditkartendaten hinterlegen müsste (hier keine Amex, sonder nur Mastercard und Visa), sonst würde man die Buchung canceln. Man würde dann einen Cent abbuchen/blocken, umd die Karte zu bestätigen. Zum Glück ist mein Sohn nicht blöd, und zeigte mir die merkwürdige Nachricht (wohlgemerkt im Mitglieder-Bereich von Expedia). Spätestens die 6 Stunden ließen dann bei mir alle Alarmglocken schrillen, denn das ist typisch für Phishing-Versuche, daß man das Opfer zeitlich unter Druck setzt. Kein seriöser Anbieter würde eine derart kurze Frist setzen! Wir haben dann vereinbart, daß er im Hotel in LA anruft und nachfragt, was dank Call-by-Call auch für kleines Geld möglich ist. Dazu kam es dann gar nicht mehr, denn das Hotel hatte auf seiner Website einen Disclaimer, daß die Gäste im Moment von Scammern angeschrieben werden, und man denen auf keinen Fall antworten solle, die Buchung wäre in jedem Fall sicher. Insofern hat sich das Problem dann in Luft aufgelöst. Trotzdem bleibt die Frage: Wie machen die das, daß sie Fake-Nachrichten über die Expedia-App herausschicken, wo die Buchungsdaten und das gebuchte Hotel bekannt sind? Die müssen dann ja schon die IT vom Hotel so gehackt haben, daß sie an die Daten der Gäste herangekommen sind?! Wir haben uns dann nachher nochmal die Nachricht im Expedia-Portal in aller Ruhe angeschaut, und sind da auf ein paar weitere Ungereimtheiten gestoßen. Am besten war der Link, unter dem man die Kreditkartendaten eingeben sollte. Da hieß es dann "www.exdepia..." :-) Aber im Eifer des Gefechtes übersieht man sowas ja schonmal, wenn man Panik hat, daß einem das Hotelzimmer gecancelled wird. Trotzdem irgendwie ziemlich creepy, daß sowas mittlerweile nicht nur per E-Mail geht, sondern auch über vermeintlich sichere Apps von Reiseanbietern. Grüße, Frank
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| From | "Wendelin Uez" <wuez@online.de> |
|---|---|
| Date | 2024-04-13 11:41 +0200 |
| Message-ID | <uvdk01$2uhjv$1@dont-email.me> |
| In reply to | #618933 |
So seltsam ist das doch gar nicht. Die haben offensichtlich Zugang zum Hotel-System, d.h. sie können mehr oder weniger alles, was das Hotel auch kann, also insbesondere die Buchungen einsehen und ihre Mails über Expedia versenden. Der URL mit dem umgedrehten "exdepia"dient zum Empfang der Kundenantworten - diese sollen ja nicht bei expedia auflaufen und dort schlafende Hunde wecken, sondern die Kunden sollen wenn möglich sogar ihre Login-Daten bitteschön in einem hackereigenen Formular abliefern, das ist wesentlich einfacher als die Eingabe dieser Daten in einem hoteleigenen Formular zu provozieren und dann diese Daten abzugreifen. Füllt der Kunde dagegen ein hackereigenes Formular aus, bekommt der Hacker diese Daten frei Haus geliefert. Was die Sicherheit von Apps betrifft sollte man sich keiner Illusion hingeben. Hotels bzw. ihre Plattformen brauchen funktionierende und einfach zu wartende Formulare, keine Hochsicherheitszone. Hoteleigene Apps sind im Prinzip nichts anderes als herkömmliche, schwach bis gar nicht gesicherte Webseiten. Apps, die von einer Plattform bereit gestellt werden, sind da vielleicht etwas besser aufgestellt, weil zentral administriert, aber auch da würde selbst eine hohe Sicherheit nicht viel nützen, wenn das beteiligte Hotel seine Zugangsdaten versemmelt und damit seinen sicheren Zugang Dritten öffnet. Daß man auch großen Adressen nicht blind vertrauen darf erfahren derzeit ja weltweit alle industriellen MS-Kunden, nachdem sogar diesem Schwergewicht ein Schlüssel entwendet wurde, der überraschenderweise weit mehr Cloud-Datenbanken aufschließen kann als bisher verlautbart. Der gemeine Bürger kann daraus nur einen Schluß ziehen: Wenn selbst bei MS ein Hauptschlüssel entwendet werden kann, dann dürfte das bei weniger versierten Stellen wie z.B. einer staatlichen Verwaltung erst recht auch der Fall sein können.
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| From | Friedrich Karl Siebert <f.k.siebert@online.de> |
|---|---|
| Date | 2024-04-13 11:52 +0200 |
| Message-ID | <uvdkke$3q9j5$2@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #618942 |
Am 13.04.2024 um 11:41 schrieb Wendelin Uez: > So seltsam ist das doch gar nicht. Die haben offensichtlich Zugang zum > Hotel-System, d.h. ******************* Auch, wenn die Frage schon tausend mal gestellt wurde, mit wem redest du? -- mit freundlichem Gruß F.K.
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| From | Michael Pachta <mipani@gmx.de> |
|---|---|
| Date | 2024-04-13 17:06 +0200 |
| Message-ID | <l7vlc9F4u08U2@mid.individual.net> |
| In reply to | #618943 |
Am 13.04.2024 um 11:52 schrieb Friedrich Karl Siebert: > Am 13.04.2024 um 11:41 schrieb Wendelin Uez: >> So seltsam ist das doch gar nicht. Die haben offensichtlich Zugang zum >> Hotel-System, d.h. > > ******************* > > Auch, wenn die Frage schon tausend mal gestellt wurde, mit wem redest du? Mit den Stimmen in seinem Kopf?
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| From | "Wendelin Uez" <wuez@online.de> |
|---|---|
| Date | 2024-04-13 19:31 +0200 |
| Message-ID | <uvg8ha$3iqcs$3@dont-email.me> |
| In reply to | #618959 |
>> Auch, wenn die Frage schon tausend mal gestellt wurde, mit wem redest du? > > Mit den Stimmen in seinem Kopf? Man sollte nicht von sich auf andere schließen.
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| From | "Wendelin Uez" <wuez@online.de> |
|---|---|
| Date | 2024-04-13 19:27 +0200 |
| Message-ID | <uvg8h9$3iqcs$2@dont-email.me> |
| In reply to | #618943 |
>> So seltsam ist das doch gar nicht. Die haben offensichtlich Zugang zum >> Hotel-System, d.h. > > ******************* > > Auch, wenn die Frage schon tausend mal gestellt wurde, mit wem redest du? Mit dem TO, ist das für dich so schwer erkennbar?
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| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2024-04-13 11:53 +0000 |
| Message-ID | <7t661a71f8i1ef86dn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #618933 |
On Fri, 12 Apr 2024 20:48:36 Frank Hucklenbroich wrote: > [...] Dazu kam es dann gar nicht mehr, denn das Hotel hatte auf > seiner Website einen Disclaimer, daß die Gäste im Moment von > Scammern angeschrieben werden, und man denen auf keinen Fall > antworten solle, die Buchung wäre in jedem Fall sicher. [...] > Trotzdem bleibt die Frage: > Wie machen die das, daß sie Fake-Nachrichten über die Expedia-App > herausschicken, wo die Buchungsdaten und das gebuchte Hotel > bekannt sind? Die müssen dann ja schon die IT vom Hotel so > gehackt haben, daß sie an die Daten der Gäste herangekommen sind?! Ja, eh? Ich meine: *Dieses* Hotel hat einen Disclaimer auf seiner Webseite. Wie kommt's wohl? :-) Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike Merklich und doch übernatürlich?! Stefan - immer am Morgen. (Sloganizer)
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