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Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis

Started byUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
First post2024-01-11 03:22 -0800
Last post2024-01-15 10:11 +0000
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Contents

  Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2024-01-11 03:22 -0800
    Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2024-01-11 11:43 +0000
      Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2024-01-13 19:03 +0100
        Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2024-01-13 20:17 +0000
          Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Carlo XYZ <carloxyz@invalid.invalid> - 2024-01-14 11:46 +0100
            Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-01-14 13:22 +0100
              Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2024-01-14 15:04 +0100
              Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2024-01-14 14:19 +0000
              Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2024-01-14 18:30 +0000
                Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-01-14 20:05 +0100
                  Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2024-01-14 23:01 +0000
                    Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-01-15 08:41 +0100
                      Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2024-01-15 09:33 +0000
                        Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-01-15 10:43 +0100
                        Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-01-15 15:24 +0100
                          Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-01-15 15:33 +0100
                            Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-01-15 15:58 +0100
                      Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Hartmut Ott <hartmut@arcor.de> - 2024-01-15 16:21 +0100
                        Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-01-16 14:17 +0100
                          Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-01-16 15:00 +0100
                            Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-01-16 15:27 +0100
                              Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-01-16 15:52 +0100
                            Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2024-01-17 01:10 +0100
                              Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-01-17 08:54 +0100
                                Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-01-17 09:16 +0100
                                  Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-01-17 09:43 +0100
                          Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Peter McD <peter.posts@gmx.net> - 2024-01-16 16:15 +0100
                            Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2024-01-16 17:17 +0100
                              Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2024-01-16 19:06 +0100
                                Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2024-01-17 16:23 +0100
                                  Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2024-01-17 17:59 +0100
                                    Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2024-01-17 18:39 +0100
                                  Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2024-01-19 12:46 +0100
                                    Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2024-01-19 14:59 +0100
                              Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Peter McD <peter.posts@gmx.net> - 2024-01-16 20:23 +0100
                            Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-01-16 23:10 +0100
                              Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Peter McD <peter.posts@gmx.net> - 2024-01-17 12:24 +0100
                                Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-01-17 14:21 +0100
                                  Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Peter McD <peter.posts@gmx.net> - 2024-01-17 15:20 +0100
                    Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-01-15 10:32 +0100
                      Re: Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2024-01-15 10:11 +0000

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#613878 — Anwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2024-01-11 03:22 -0800
SubjectAnwender gehen fuer fehlerhafte Software ins Gefaengnis
Message-ID<6ce36383-b21b-4792-b012-a6d66e86251dn@googlegroups.com>
Moin,

es ging um Horizon von Fujitsu.

Siehe
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/post-skandal-grossbritannien-100.html

Gruß, ULF

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#613879

FromGoetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk>
Date2024-01-11 11:43 +0000
Message-ID<unok90$2vj73$1@dont-email.me>
In reply to#613878
On 11/01/2024 11:22, Ulf Kutzner wrote:
> Moin,
> 
> es ging um Horizon von Fujitsu.
> 
> Siehe
> https://www.tagesschau.de/ausland/europa/post-skandal-grossbritannien-100.html
> 
> Gruß, ULF

Tja, das muss man erstmal verdauen:

Nicht nur das die in den Knast gingen, die mussten auch $PHANTASIESUMMEN 
an das PostOffice (PO) bezahlen.

Nun kommt es: Es werden bei weitem nicht alle rehabilitiert, es wird in 
Batches gearbeitet, Einzelfallprüfung. Aber das ist noch nicht alles: 
Man redet von Entschädigung - dabei ist aber noch nicht klar _was_ die 
bekommen. Also man sollte erwarten, das es Geld an PO (plus Zinsen) + 
Kostenerstattung + wirkliche Wiedergutmachung sein sollte. Aber das wird 
wohl nichts. Während die PO-Tussi sich einen Bonus von 4Mio£ 2012 
genehmigt hat, habe da Leute ihre komplette Existenz verloren. Aber kann 
kann sich entschuldigen und gut ist? Ach ja, hier hat man allen Ernstes 
gesagt , das man erst mal den Untersuchungsausschuss abwarten solle.
Eine andere Frage die nicht geklärt ist: Wo ist das Geld das "fehlte" 
(und dann doch nicht). Evtl in den Boni die es für die C-Riege gab?

Man hat versucht das unter den Teppich zu kehren, aber im Moment nimmt 
das fahrt auf.

Cheers,
    G.

Quis custodiet ipsos custodes?
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#613973

FromWalter Brill <WalterBrill@t-online.de>
Date2024-01-13 19:03 +0100
Message-ID<l0g1ikFpevaU1@mid.individual.net>
In reply to#613879
Hallo,

Am 11.01.24 um 12:43 schrieb Goetz Schultz:
> On 11/01/2024 11:22, Ulf Kutzner wrote:
>> Moin,
>>
>> es ging um Horizon von Fujitsu.
>>
>> Siehe
>> https://www.tagesschau.de/ausland/europa/post-skandal-grossbritannien-100.html
>>
>> Gruß, ULF
> 
> Tja, das muss man erstmal verdauen:
> 
> Nicht nur das die in den Knast gingen, die mussten auch $PHANTASIESUMMEN 
> an das PostOffice (PO) bezahlen.
> 
> Nun kommt es: Es werden bei weitem nicht alle rehabilitiert, es wird in 
> Batches gearbeitet, Einzelfallprüfung. Aber das ist noch nicht alles: 
> Man redet von Entschädigung - dabei ist aber noch nicht klar _was_ die 
> bekommen. Also man sollte erwarten, das es Geld an PO (plus Zinsen) + 
> Kostenerstattung + wirkliche Wiedergutmachung sein sollte. Aber das wird 
> wohl nichts. Während die PO-Tussi sich einen Bonus von 4Mio£ 2012 
> genehmigt hat, habe da Leute ihre komplette Existenz verloren. Aber kann 
> kann sich entschuldigen und gut ist? Ach ja, hier hat man allen Ernstes 
> gesagt , das man erst mal den Untersuchungsausschuss abwarten solle.
> Eine andere Frage die nicht geklärt ist: Wo ist das Geld das "fehlte" 
> (und dann doch nicht). Evtl in den Boni die es für die C-Riege gab?

Das Geld hat wohl nie existiert und wurde von der Software "erzeugt".
<https://www.bbc.co.uk/news/uk-67884743>

Ciao
Walter

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#613980

FromGoetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk>
Date2024-01-13 20:17 +0000
Message-ID<unur45$2pnj$1@dont-email.me>
In reply to#613973
On 13/01/2024 18:03, Walter Brill wrote:
> Hallo,
> 
> Am 11.01.24 um 12:43 schrieb Goetz Schultz:
>> On 11/01/2024 11:22, Ulf Kutzner wrote:
>>> Moin,
>>>
>>> es ging um Horizon von Fujitsu.
>>>
>>> Siehe
>>> https://www.tagesschau.de/ausland/europa/post-skandal-grossbritannien-100.html
>>>
>>> Gruß, ULF
>>
>> Tja, das muss man erstmal verdauen:
>>
>> Nicht nur das die in den Knast gingen, die mussten auch 
>> $PHANTASIESUMMEN an das PostOffice (PO) bezahlen.
>>
>> Nun kommt es: Es werden bei weitem nicht alle rehabilitiert, es wird 
>> in Batches gearbeitet, Einzelfallprüfung. Aber das ist noch nicht 
>> alles: Man redet von Entschädigung - dabei ist aber noch nicht klar 
>> _was_ die bekommen. Also man sollte erwarten, das es Geld an PO (plus 
>> Zinsen) + Kostenerstattung + wirkliche Wiedergutmachung sein sollte. 
>> Aber das wird wohl nichts. Während die PO-Tussi sich einen Bonus von 
>> 4Mio£ 2012 genehmigt hat, habe da Leute ihre komplette Existenz 
>> verloren. Aber kann kann sich entschuldigen und gut ist? Ach ja, hier 
>> hat man allen Ernstes gesagt , das man erst mal den 
>> Untersuchungsausschuss abwarten solle.
>> Eine andere Frage die nicht geklärt ist: Wo ist das Geld das "fehlte" 
>> (und dann doch nicht). Evtl in den Boni die es für die C-Riege gab?
> 
> Das Geld hat wohl nie existiert und wurde von der Software "erzeugt".
> <https://www.bbc.co.uk/news/uk-67884743>
> 
> Ciao
> Walter

Ja, das ist schon klar. Aber die Sub-Postmaster haben das bezahlt - und 
das Geld ist "verdunstet". Das hat real existiert.

-- 

Cheers,
    G.

Quis custodiet ipsos custodes?
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#613995

FromCarlo XYZ <carloxyz@invalid.invalid>
Date2024-01-14 11:46 +0100
Message-ID<uo0e1d$dg3s$1@dont-email.me>
In reply to#613980
Goetz Schultz schrieb am 13.01.24 um 21:17:
> On 13/01/2024 18:03, Walter Brill wrote:

>> Das Geld hat wohl nie existiert und wurde von der Software "erzeugt".
>> <https://www.bbc.co.uk/news/uk-67884743>

Nein, so wie ich das verstehe, wurde Negativgeld von
Horizon erzeugt, das die Franchisenehmer/innen dann
an die Post nachzahlen mussten; mit anderen Worten,
ihnen wurde das Geld aus dem Portmonnaie geklaut,
ohne dass sie sich irgend etwas haben zuschulden
kommen lassen und immer korrekt abgerechnet haben.

> Ja, das ist schon klar. Aber die Sub-Postmaster haben das bezahlt - und 
> das Geld ist "verdunstet". Das hat real existiert.

Ja. Und man weiß auch, wohin. Eine kriminelle
Abzockerei sondergleichen. 700 ehrliche Menschen
ruiniert, vier davon in den Selbstmord getrieben.
Hätte nicht ITV diese Serie herausgebracht, wäre
das alles wahrscheinlich unter dem Teppich geblieben.
Einer der wenigen Momente, in denen ich froh bin,
dass es private Fernsehsender gibt. (Die in UK aber
auch generell besser - und weniger - sind als hier.)

Jetzt will's natürlich keiner gewesen sein, und von
Entschädigung spricht man nur im Kleingeldbereich:

<https://www.theguardian.com/politics/2024/jan/11/the-post-office-is-now-box-office-as-inquiry-resumes-with-righteous-fury>

(Auch die Kommentare sind - interesting.)

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#613998

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2024-01-14 13:22 +0100
Message-ID<uo0jlb$crb7$4@dont-email.me>
In reply to#613995
Am 14.01.2024 um 11:46 schrieb Carlo XYZ:
> Goetz Schultz schrieb am 13.01.24 um 21:17:
>> On 13/01/2024 18:03, Walter Brill wrote:
>>> Das Geld hat wohl nie existiert und wurde von der Software "erzeugt".
>>> <https://www.bbc.co.uk/news/uk-67884743>
> 
> Nein, so wie ich das verstehe, wurde Negativgeld von
> Horizon erzeugt, das die Franchisenehmer/innen dann
> an die Post nachzahlen mussten; mit anderen Worten,
> ihnen wurde das Geld aus dem Portmonnaie geklaut,
> ohne dass sie sich irgend etwas haben zuschulden
> kommen lassen und immer korrekt abgerechnet haben.

Durch fehlerhafte Software erzeugte systematische Fehlbuchungen, die zu 
einer Negativdifferenz führen.

Ist die Differenz nicht so arg groß, fällt das so schnell gar nicht auf. 
Geht einfach in der Masse der Buchungen unter. Wer kontrolliert schon 
jede Buchung über zwofuffzich. Zumal die Buchung regelmäßig wiederkehrt 
und damit so normal scheint, wie der tägliche Sonnenaufgang.

Ich stelle es mir gerade bildlich vor: Eine neuer Buchhalter erhält die 
Aufgabe, die Buchungen durchzusehen. Dabei stößt er auf eine kleine aber 
regelmäßig wiederkehrende Buchung, auf die er sich im Moment keinen Reim 
machen kann.

Er legt die Buchung seinem Vorgestzen vor, dieser schaut und sagt "Geht 
in Ordnung, ist immer so, guck' hier und hier." Ab diesem Tag schenkt 
der Buchhalter der Buchung auch keine Beachtung mehr.

Fällt es aber irgendwann dann doch auf, ist die Überraschung groß, 
welche Beträge da über die Jahre aufgelaufen sind. Wenn dann niemand da 
ist der das Gesamtsystem durchschaut, ist der Ärger programmiert.

"Dieses Buchungssystem benutzen wir seit Jahren. Arbeitet absolut 
zuverlässig. Es gab noch nie einen Fehler." Stinke dagegen mal an.

>> Ja, das ist schon klar. Aber die Sub-Postmaster haben das bezahlt - 
>> und das Geld ist "verdunstet". Das hat real existiert.

Nö. Existiert haben Zahlen auf Kontoauszügen und in Buchungsjournalen. 
Das wird gerne vergessen.

-- 
„Wenn Sie für Ihr Experiment Statistiken brauchen, dann sollten Sie 
lieber ein besseres Experiment machen.“
                             --Ernest Rutherford

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#614002

FromWalter Brill <WalterBrill@t-online.de>
Date2024-01-14 15:04 +0100
Message-ID<l0i7vuF7io2U2@mid.individual.net>
In reply to#613998
Hallo,

Am 14.01.24 um 13:22 schrieb Lars Gebauer:
> Am 14.01.2024 um 11:46 schrieb Carlo XYZ:
>> Goetz Schultz schrieb am 13.01.24 um 21:17:
..
..
> Ich stelle es mir gerade bildlich vor: Eine neuer Buchhalter erhält die 
> Aufgabe, die Buchungen durchzusehen. Dabei stößt er auf eine kleine aber 
> regelmäßig wiederkehrende Buchung, auf die er sich im Moment keinen Reim 
> machen kann.
> 
> Er legt die Buchung seinem Vorgestzen vor, dieser schaut und sagt "Geht 
> in Ordnung, ist immer so, guck' hier und hier." Ab diesem Tag schenkt 
> der Buchhalter der Buchung auch keine Beachtung mehr.
> 
> Fällt es aber irgendwann dann doch auf, ist die Überraschung groß, 
> welche Beträge da über die Jahre aufgelaufen sind. Wenn dann niemand da 
> ist der das Gesamtsystem durchschaut, ist der Ärger programmiert.

So ähnlich hierzulande passiert:

"Sie sollen über einen Zeitraum von 16 Jahren insgesamt rund 1,1 
Millionen Euro aus den Bargeldbeständen der Bank entnommen haben. Erst 
als ein neuer Kollege eingearbeitet wurde, war der Betrug aufgeflogen...."
<https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/kaiserslautern/landgericht-zweibruecken-spricht-urteil-vr-bank-prozess-pirmasens-100.html>

Ciao
Walter

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#614004

FromGoetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk>
Date2024-01-14 14:19 +0000
Message-ID<uo0qgr$f4vs$1@dont-email.me>
In reply to#613998
On 14/01/2024 12:22, Lars Gebauer wrote:
[...]
>>> Ja, das ist schon klar. Aber die Sub-Postmaster haben das bezahlt - 
>>> und das Geld ist "verdunstet". Das hat real existiert.
> 
> Nö. Existiert haben Zahlen auf Kontoauszügen und in Buchungsjournalen. 
> Das wird gerne vergessen.
> 

Die Fehlbeträge haben niemals real existiert und sind aller 
Wahrscheinlichkeit auch korrigiert worden. Das Geld was aber durch 
Kredit, Hausverkäufe u.a. aufgebracht wurde, ist aber irgendwohin 
versickert oder man will es nicht mehr finden.

Untersuchungsausschüsse sind nur für eins gut: irgendwelche Sauereien 
unter den Teppich zu kehren. Um Journale oder Auszüge kümmert sich kein 
Mensch.

Ist schon klasse wie man Leuten das Leben ruinieren kann und sich auf 
die Schulter klopft und sagt: Nix passiert, nix zu sehen, weitergehen.

-- 

Cheers,
    G.

Quis custodiet ipsos custodes?
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#614008

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2024-01-14 18:30 +0000
Message-ID<7t65a4273ci1b9322n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#613998
On Sun, 14 Jan 2024 13:22:02 Lars Gebauer wrote:
> Durch fehlerhafte Software erzeugte systematische Fehlbuchungen,
> die zu einer Negativdifferenz führen.

> Ist die Differenz nicht so arg groß, fällt das so schnell gar
> nicht auf.  Geht einfach in der Masse der Buchungen unter. Wer
> kontrolliert schon jede Buchung über zwofuffzich.

Ich frage mich bei solchen Fällen eigentlich immer: Wer *nicht*?

Meine eigenen Buchungslisten gehe ich Position für Position durch,
und wenn da etwas nicht zuordenbar ist, fällt das unweigerlich auf
(man erinnere sich an die etwas obskure Amazon-Geschichte im
Vorjahr). Und diejenigen meiner Bekannten, die Buchhalter,
Lohnverrechner, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer sind, halten
das in ihrem beruflichen Umfeld ganz genauso. Alles andere wäre
unprofessionell, auch wenn man damit - etwas Glück vorausgesetzt -
natürlich lange durchkommen kann.

> Ich stelle es mir gerade bildlich vor: Eine neuer Buchhalter
> erhält die Aufgabe, die Buchungen durchzusehen. Dabei stößt er auf
> eine kleine aber regelmäßig wiederkehrende Buchung, auf die er
> sich im Moment keinen Reim machen kann.

> Er legt die Buchung seinem Vorgestzen vor, dieser schaut und sagt
> "Geht in Ordnung, ist immer so, guck' hier und hier."

Wie? Du meinst tatsächlich, der Vorgesetzte würde die Buchung für ok
befinden, weil sie in identer Form bereits öfter vorgekommen wäre?
Vermutlich wird es solche Vorgesetzte geben, aber auch deren
Verhalten ist dann hochgradig unprofessionell, siehe oben.

Wenn ich etwas gelernt habe, dann: Eine Differenz von z.B. 12 Cent
weist nicht auf ein vernachlässigbar kleines Problem hin, sondern
idR auf mehrere Probleme. Es lohnt sich immer, dem sofort
nachzugehen.

> Fällt es aber irgendwann dann doch auf, ist die Überraschung groß,
> welche Beträge da über die Jahre aufgelaufen sind.

Eben. Und ein überraschter Buchhalter ist ein unprofessioneller
Buchhalter. Dieser Beruf bietet keinen Raum für Überraschungen,
ansonsten ist man fehl am Platz.

Servus,
   Stefan

-- 
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Stefan soll mehr als Laune machen!
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#614010

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2024-01-14 20:05 +0100
Message-ID<uo1ba4$f1jn$4@dont-email.me>
In reply to#614008
Am 14.01.2024 um 19:30 schrieb Stefan Froehlich:
> On Sun, 14 Jan 2024 13:22:02 Lars Gebauer wrote:
>> Ist die Differenz nicht so arg groß, fällt das so schnell gar
>> nicht auf.  Geht einfach in der Masse der Buchungen unter. Wer
>> kontrolliert schon jede Buchung über zwofuffzich.
> 
> Ich frage mich bei solchen Fällen eigentlich immer: Wer *nicht*?

Na Du wahrscheinlich. Mit Deiner überschaubaren Anzahl an Buchungen, die 
Du wahrscheinlich ohne nachzuschlagen im Kopf nachvollziehen kannst.

Nicht aber irgendwo, wo hunderte und tausende Buchungen durchlaufen. Die 
sich womöglich auch noch unregelmäßig wiederholen. Da wird auf 
Auffälligkeiten geachtet. Nicht auf Kleinigkeiten, die scheinbar normal 
wirken.

>> Ich stelle es mir gerade bildlich vor: Eine neuer Buchhalter
>> erhält die Aufgabe, die Buchungen durchzusehen. Dabei stößt er auf
>> eine kleine aber regelmäßig wiederkehrende Buchung, auf die er
>> sich im Moment keinen Reim machen kann.
> 
>> Er legt die Buchung seinem Vorgestzen vor, dieser schaut und sagt
>> "Geht in Ordnung, ist immer so, guck' hier und hier."
> 
> Wie? Du meinst tatsächlich, der Vorgesetzte würde die Buchung für ok
> befinden, weil sie in identer Form bereits öfter vorgekommen wäre?

Na klar. Läuft seit Jahren beschwerdefrei, ist also ok. Andernfalls 
hätte sich ja schonmal jemand beschwert.

>> Fällt es aber irgendwann dann doch auf, ist die Überraschung groß,
>> welche Beträge da über die Jahre aufgelaufen sind.
> 
> Eben. Und ein überraschter Buchhalter ist ein unprofessioneller
> Buchhalter. Dieser Beruf bietet keinen Raum für Überraschungen,
> ansonsten ist man fehl am Platz.

Witzig. Du versuchst mal wieder, hinterher schon vorher schlau zu sein.
-- 
„Wenn Sie für Ihr Experiment Statistiken brauchen, dann sollten Sie 
lieber ein besseres Experiment machen.“
                             --Ernest Rutherford

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#614013

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2024-01-14 23:01 +0000
Message-ID<3t65a46751i1c2fa4n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#614010
On Sun, 14 Jan 2024 20:05:40 Lars Gebauer wrote:
> Am 14.01.2024 um 19:30 schrieb Stefan Froehlich:
>> On Sun, 14 Jan 2024 13:22:02 Lars Gebauer wrote:
>>> Ist die Differenz nicht so arg groß, fällt das so schnell gar
>>> nicht auf.  Geht einfach in der Masse der Buchungen unter. Wer
>>> kontrolliert schon jede Buchung über zwofuffzich.

>> Ich frage mich bei solchen Fällen eigentlich immer: Wer *nicht*?

> Na Du wahrscheinlich. Mit Deiner überschaubaren Anzahl an
> Buchungen, die Du wahrscheinlich ohne nachzuschlagen im Kopf
> nachvollziehen kannst.

> Nicht aber irgendwo, wo hunderte und tausende Buchungen
> durchlaufen. Die sich womöglich auch noch unregelmäßig
> wiederholen. Da wird auf Auffälligkeiten geachtet. Nicht auf
> Kleinigkeiten, die scheinbar normal wirken.

Es ist nicht die Aufgabe eines Buchhalters, jede einzelne Buchung
auf ihre inhaltliche Bedeutung und Zulässigkeit zu prüfen - dafür
sind schon vorher andere Menschen zuständig. Ein Buchhalter, der
aber eine Auffälligkeit, sprich: einen Fehler ignoriert, weil es nur
eine "Kleinigkeit" ist, hat seinen Job verfehlt (und riskiert
selbigen). Derjenige, der eine Zahlung freigibt, die nicht
freizugeben gewesen wäre, riskiert den seinigen.

Ja, selbstverständlich gilt das für jede einzelne Zahlung.

> Witzig. Du versuchst mal wieder, hinterher schon vorher schlau zu sein.

Nein, ganz im Gegenteil. Aber Du merkst es mal wieder nicht.

Servus,
   Stefan

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#614016

FromDietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de>
Date2024-01-15 08:41 +0100
Message-ID<20240115084146.78562392.dietz.usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#614013
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) wrote:

> On Sun, 14 Jan 2024 20:05:40 Lars Gebauer wrote:
> > Nicht aber irgendwo, wo hunderte und tausende Buchungen
> > durchlaufen. Die sich womöglich auch noch unregelmäßig
> > wiederholen. Da wird auf Auffälligkeiten geachtet. Nicht auf
> > Kleinigkeiten, die scheinbar normal wirken.  
> 
> Es ist nicht die Aufgabe eines Buchhalters, jede einzelne Buchung
> auf ihre inhaltliche Bedeutung und Zulässigkeit zu prüfen - dafür
> sind schon vorher andere Menschen zuständig. Ein Buchhalter, der
> aber eine Auffälligkeit, sprich: einen Fehler ignoriert, weil es nur
> eine "Kleinigkeit" ist, hat seinen Job verfehlt (und riskiert
> selbigen). Derjenige, der eine Zahlung freigibt, die nicht
> freizugeben gewesen wäre, riskiert den seinigen.

Das Konzept der ordentlichen Buchführung. Und wie Du schreibst - es
/gibt/ Gründe, auch Fehlbeträgen im 0,1-Ct-Bereich nachzugehen. Und
wenn wer aus der IT dann "buähhhh, Rundungsfehler" ruft (traue ich Lars
jederzeit zu) dann hat die IT ein Riesenproblem. BTST.

> Ja, selbstverständlich gilt das für jede einzelne Zahlung.
> 
> > Witzig. Du versuchst mal wieder, hinterher schon vorher schlau zu
> > sein.  
> 
> Nein, ganz im Gegenteil. Aber Du merkst es mal wieder nicht.

Dass Konzepte wie Prinzipien ordentlicher Buchaltung bei Lars nicht auf
viel Gegenliebe stoßen kann doch kaum verwundern - immerhin wird damit
ein Faktum fest-*geschrieben*. So, dass man es im Nachgang nicht einfach
umdeuten, neu definieren oder einfach vergessen kann.

Zudem - Rechte schätzen das Kassabuch generell wenig. Sie  verstehen's
nicht und wenn fünf Jahre später die Revision daher kommt dann kann man
da auch nix auf der Amigoschiene machen.

-- 
+++ATH

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#614019

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2024-01-15 09:33 +0000
Message-ID<3t65a4fb7di1d75b9n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#614016
On Mon, 15 Jan 2024 08:41:46 Dietz Proepper wrote:
> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) wrote:
>> Ein Buchhalter, der aber eine Auffälligkeit, sprich: einen Fehler
>> ignoriert, weil es nur eine "Kleinigkeit" ist, hat seinen Job
>> verfehlt (und riskiert selbigen). Derjenige, der eine Zahlung
>> freigibt, die nicht freizugeben gewesen wäre, riskiert den
>> seinigen.

> Das Konzept der ordentlichen Buchführung. Und wie Du schreibst -
> es /gibt/ Gründe, auch Fehlbeträgen im 0,1-Ct-Bereich nachzugehen.
> Und wenn wer aus der IT dann "buähhhh, Rundungsfehler" ruft (traue
> ich Lars jederzeit zu) dann hat die IT ein Riesenproblem. BTST.

Für Lars ist korrekte Buchhaltung vermutlich auch nur eine
Geschichte von vielen möglichen.

> Dass Konzepte wie Prinzipien ordentlicher Buchaltung bei Lars
> nicht auf viel Gegenliebe stoßen kann doch kaum verwundern -
> immerhin wird damit ein Faktum fest-*geschrieben*. So, dass man es
> im Nachgang nicht einfach umdeuten, neu definieren oder einfach
> vergessen kann.

Das kommt noch dazu. Aus dieser Vielfalt an Erzählungen eine
beliebige herauspicken und zur alleinseligmachenden Wahrheit zu
erklären - wie anmaßend!

Servus,
   Stefan

-- 
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#614020

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2024-01-15 10:43 +0100
Message-ID<uo2unn$se3p$3@dont-email.me>
In reply to#614019
Am 15.01.2024 um 10:33 schrieb Stefan Froehlich:
> On Mon, 15 Jan 2024 08:41:46 Dietz Proepper wrote:
>> Das Konzept der ordentlichen Buchführung. Und wie Du schreibst -
>> es /gibt/ Gründe, auch Fehlbeträgen im 0,1-Ct-Bereich nachzugehen.
>> Und wenn wer aus der IT dann "buähhhh, Rundungsfehler" ruft (traue
>> ich Lars jederzeit zu) dann hat die IT ein Riesenproblem. BTST.
> 
> Für Lars ist korrekte Buchhaltung vermutlich auch nur eine
> Geschichte von vielen möglichen.

Es ist Montagmorgen und die Helden in der Unterhose klopfen sich 
gegenseitig auf die Schultern. Süß.

Ihr seid schon die zwei richtigen Chuck Norisse der IT. Ihr beseitigt 
auch die Fehler, die noch gar nicht gefunden wurden.
-- 
„Wenn Sie für Ihr Experiment Statistiken brauchen, dann sollten Sie 
lieber ein besseres Experiment machen.“
                             --Ernest Rutherford

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#614031

FromDietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de>
Date2024-01-15 15:24 +0100
Message-ID<20240115152401.57825d2b.dietz.usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#614019
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) wrote:

> On Mon, 15 Jan 2024 08:41:46 Dietz Proepper wrote:
> > Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) wrote:  
> >> Ein Buchhalter, der aber eine Auffälligkeit, sprich: einen Fehler
> >> ignoriert, weil es nur eine "Kleinigkeit" ist, hat seinen Job
> >> verfehlt (und riskiert selbigen). Derjenige, der eine Zahlung
> >> freigibt, die nicht freizugeben gewesen wäre, riskiert den
> >> seinigen.  
> 
> > Das Konzept der ordentlichen Buchführung. Und wie Du schreibst -
> > es /gibt/ Gründe, auch Fehlbeträgen im 0,1-Ct-Bereich nachzugehen.
> > Und wenn wer aus der IT dann "buähhhh, Rundungsfehler" ruft (traue
> > ich Lars jederzeit zu) dann hat die IT ein Riesenproblem. BTST.  
> 
> Für Lars ist korrekte Buchhaltung vermutlich auch nur eine
> Geschichte von vielen möglichen.

Sagen wir es so - vieles an Finanzbuchhaltung ist im engeren Sinn nicht
"logisch". Genausowenig wie die Peanoaxiomatik in dem Sinn "logisch"
ist. Es ist halt eine Festlegung (wie der Name schon sagt).

Daher /könnte/ er vorbringen, dass man das alles auch ganz anders
machen könne. Nur wird er kaum ein brauchbares (Fibu-)System benennen
können in dem Fehler ohne Konsequenzen einfach weg definiert werden.

> > Dass Konzepte wie Prinzipien ordentlicher Buchaltung bei Lars
> > nicht auf viel Gegenliebe stoßen kann doch kaum verwundern -
> > immerhin wird damit ein Faktum fest-*geschrieben*. So, dass man es
> > im Nachgang nicht einfach umdeuten, neu definieren oder einfach
> > vergessen kann.  
> 
> Das kommt noch dazu. Aus dieser Vielfalt an Erzählungen eine
> beliebige herauspicken und zur alleinseligmachenden Wahrheit zu
> erklären - wie anmaßend!

Ich finde das bei ihm und ähnlichen Gestalten immer wieder lustig. Er
fordert ja - nebst anderem - dass man sich seine (bzw. die seiner
Kohorte) Wahrnehmung der Realität anzuhören habe. Was wir ja, nur
nebenbei angemerkt, auch häufig genug betreiben.

Was dieser Traubenschäler und seine Kumpanen aber noch nicht bemerkt zu
haben scheinen - die Forderung, sich die (Lebens-/Leidens-/
Erfahrungs-)Geschichten Dritter anhören zu müssen ist eigentlich eine
Forderung aus der critical race theory ...

-- 
+++ATH

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#614032

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2024-01-15 15:33 +0100
Message-ID<uo3fnu$upqc$3@dont-email.me>
In reply to#614031
Am 15.01.2024 um 15:24 schrieb Dietz Proepper:
> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) wrote:
>> Für Lars ist korrekte Buchhaltung vermutlich auch nur eine
>> Geschichte von vielen möglichen.
> 
> Sagen wir es so - vieles an Finanzbuchhaltung ist im engeren Sinn nicht
> "logisch". Genausowenig wie die Peanoaxiomatik in dem Sinn "logisch"
> ist. Es ist halt eine Festlegung (wie der Name schon sagt).

logisch == folgerichtig

> Daher /könnte/ er vorbringen, dass man das alles auch ganz anders
> machen könne.

Warum sollte ich? Weißt Du *überhaupt*, worum es geht?

>> Das kommt noch dazu. Aus dieser Vielfalt an Erzählungen eine
>> beliebige herauspicken und zur alleinseligmachenden Wahrheit zu
>> erklären - wie anmaßend!
> 
> Ich finde das bei ihm und ähnlichen Gestalten immer wieder lustig. Er
> fordert ja - nebst anderem - dass man sich seine (bzw. die seiner
> Kohorte) Wahrnehmung der Realität anzuhören habe.

Wo hast Du den Blödsinn jetzt wieder her?

-- 
„Wenn Sie für Ihr Experiment Statistiken brauchen, dann sollten Sie 
lieber ein besseres Experiment machen.“
                             --Ernest Rutherford

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#614033

FromDietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de>
Date2024-01-15 15:58 +0100
Message-ID<20240115155819.579a189f.dietz.usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#614032
Lars Gebauer <lgebauer@live.de> wrote:

> Am 15.01.2024 um 15:24 schrieb Dietz Proepper:
> > Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) wrote:  
> >> Das kommt noch dazu. Aus dieser Vielfalt an Erzählungen eine
> >> beliebige herauspicken und zur alleinseligmachenden Wahrheit zu
> >> erklären - wie anmaßend!  
> > 
> > Ich finde das bei ihm und ähnlichen Gestalten immer wieder lustig.
> > Er fordert ja - nebst anderem - dass man sich seine (bzw. die seiner
> > Kohorte) Wahrnehmung der Realität anzuhören habe.  
> 
> Wo hast Du den Blödsinn jetzt wieder her?

Von dir?



-- 
+++ATH

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#614034

FromHartmut Ott <hartmut@arcor.de>
Date2024-01-15 16:21 +0100
Message-ID<l0l0r1Fmo2iU3@mid.individual.net>
In reply to#614016
Hej,

Am 15.01.24 um 08:41 schrieb Dietz Proepper:


> Das Konzept der ordentlichen Buchführung. Und wie Du schreibst - es
> /gibt/ Gründe, auch Fehlbeträgen im 0,1-Ct-Bereich nachzugehen. Und
> wenn wer aus der IT dann "buähhhh, Rundungsfehler" ruft (traue ich Lars
> jederzeit zu) dann hat die IT ein Riesenproblem. BTST.


Grundsätzlich ja - nur wenn man mit Fremdwährungen hantiert, kann es 
wegen der Umrechnung zu kleinen Abweichungen kommen.


-- 
--
mfg
Hartmut Ott
--

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#614066

FromDietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de>
Date2024-01-16 14:17 +0100
Message-ID<20240116141757.029d610a.dietz.usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#614034
Hartmut Ott <hartmut@arcor.de> wrote:

> Hej,
> 
> Am 15.01.24 um 08:41 schrieb Dietz Proepper:
> 
> 
> > Das Konzept der ordentlichen Buchführung. Und wie Du schreibst - es
> > /gibt/ Gründe, auch Fehlbeträgen im 0,1-Ct-Bereich nachzugehen. Und
> > wenn wer aus der IT dann "buähhhh, Rundungsfehler" ruft (traue ich
> > Lars jederzeit zu) dann hat die IT ein Riesenproblem. BTST.  
> 
> Grundsätzlich ja - nur wenn man mit Fremdwährungen hantiert, kann es 
> wegen der Umrechnung zu kleinen Abweichungen kommen.

Eigentlich nicht - es gibt wohldefinierte Regeln, wann und wie zu
runden ist. Kaufmänner machen das iirc ein wenig anders als
Mathematiker.

Aber klar - wenn bei einem typischen Kassenstand von mehreren Millionen
im Jahr 0,27514ct Differenz auftreten wird man da nur endlich viel
Aufwand in die Forschung stecken.

-- 
+++ATH

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#614068

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2024-01-16 15:00 +0100
Message-ID<uo6260$1e79g$2@dont-email.me>
In reply to#614066
Am 16.01.2024 um 14:17 schrieb Dietz Proepper:
> Hartmut Ott <hartmut@arcor.de> wrote:
>> Grundsätzlich ja - nur wenn man mit Fremdwährungen hantiert, kann es
>> wegen der Umrechnung zu kleinen Abweichungen kommen.
> 
> Eigentlich nicht - es gibt wohldefinierte Regeln, wann und wie zu
> runden ist.

Richtig: Eigentlich nicht.

Ein solches Konto wird man sinnigerwise als Fremdwährungskonto führen 
und damit Rundungen, sowie die damit verbundenen Fehler, weitgehend 
vermeiden.

> Aber klar - wenn bei einem typischen Kassenstand von mehreren Millionen
> im Jahr 0,27514ct Differenz auftreten wird man da nur endlich viel
> Aufwand in die Forschung stecken.

Na aber! Laut dem Wiener Komiker deuten kleine Differenzen nicht auf ein 
vernachlässigbar kleines Problem sondern idR gleich auf mehrere Probleme 
hin. Und ein Buchhalter, der aber eine Auffälligkeit, sprich: einen 
Fehler ignoriert, weil es nur eine "Kleinigkeit" ist, hat seinen Job 
verfehlt (und riskiert selbigen).

Ich darf doch wohl bitten.
-- 
„Wenn Sie für Ihr Experiment Statistiken brauchen, dann sollten Sie 
lieber ein besseres Experiment machen.“
                             --Ernest Rutherford

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