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Groups > ger.ct > #611350 > unrolled thread

"Kannst du nicht einmal etwas anderes spielen?"

Started byHerwig <herwig.huener@t-online.de>
First post2023-11-28 09:55 -0800
Last post2023-12-05 07:46 +0100
Articles 15 — 10 participants

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Contents

  "Kannst du nicht einmal etwas anderes spielen?" Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2023-11-28 09:55 -0800
    Re: "Kannst du nicht einmal etwas anderes spielen?" Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-11-28 10:15 -0800
      Re: "Kannst du nicht einmal etwas anderes spielen?" nobody@nowhere.invalid (Marc Olschok) - 2023-11-28 21:12 +0000
    Re: "Kannst du nicht einmal etwas anderes spielen?" Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-11-30 16:46 +0100
    Re: "Kannst du nicht einmal etwas anderes spielen?" Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2023-11-30 21:43 +0100
      Re: "Kannst du nicht einmal etwas anderes spielen?" Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2023-12-01 09:21 +0100
        Re: "Kannst du nicht einmal etwas anderes spielen?" Joerg Walther <joerg.walther@gmail.com> - 2023-12-01 16:24 +0100
          Re: "Kannst du nicht einmal etwas anderes spielen?" Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2023-12-02 14:47 +0100
            Re: "Kannst du nicht einmal etwas anderes spielen?" Joerg Walther <joerg.walther@gmail.com> - 2023-12-02 16:12 +0100
              Re: "Kannst du nicht einmal etwas anderes spielen?" Bernd Ohm <invalid@invalid.invalid> - 2023-12-02 16:41 +0100
                Re: "Kannst du nicht einmal etwas anderes spielen?" Joerg Walther <joerg.walther@gmail.com> - 2023-12-02 17:23 +0100
                  Re: "Kannst du nicht einmal etwas anderes spielen?" Bernd Ohm <invalid@invalid.invalid> - 2023-12-02 18:20 +0100
      Re: "Kannst du nicht einmal etwas anderes spielen?" Joerg Walther <joerg.walther@gmail.com> - 2023-12-01 16:20 +0100
    Re: "Kannst du nicht einmal etwas anderes spielen?" Hartmut Ott <hartmut@arcor.de> - 2023-12-01 00:13 +0100
    Re: "Kannst du nicht einmal etwas anderes spielen?" "F. W." <me@home.invalid> - 2023-12-05 07:46 +0100

#611350 — "Kannst du nicht einmal etwas anderes spielen?"

FromHerwig <herwig.huener@t-online.de>
Date2023-11-28 09:55 -0800
Subject"Kannst du nicht einmal etwas anderes spielen?"
Message-ID<8e94a2d6-44db-4ab1-9581-dd6ba0252f33n@googlegroups.com>
2023-11-28 18:57:00 +0100

Die 60-ger Jahre waren es - und meine Mutter
beschäftigte sich noch mehr als zu noch früheren
Zeiten mit Orgel und Klavier. Erleichternt kam
hinzu, dass sie von ihrem Bruder eine elektronische
Orgel geschenkt bekommen hatte (MusikHaus
PahlMann, PorscheStrasse in WolfsBurg,
existiert nicht mehr).

Wenn man ein MusikStück einübt, dann muss
man sich um die schwierigen Stellen kümmern
- immer wieder und immer wieder - und wenn jemand
dabei sitzt, der das Geschäft des Musizierens
weniger gut kennt, dann hagelt es alsbald Kritik.
Mir war es in jenen Jahren nie klar, warum man nicht
als Zeuge des Übens eines Instruments nicht bemerkt,
dass das keine Aufführung für Publikum ist, sondern
harte KärnerArbeit.

Später nahm ich selbst Abstand vom Musizieren, weil
mir klar war, dass man in den meisten Situationen
unerwünschte Zeugen hat. Das konnte und durfte nicht
mein Hobby werden. Und inzwischen ist es über 45 Jahre
her, dass ich Klavier- oder OrgelTasten berührt habe,
und für meine Geige gilt das gleiche. Und in KindheitsZeiten
hätte es immer wieder Streitigkeiten im familiären Umfeld
gegeben: entweder, Kind übt nicht, oder Kind nervt.

Ähnlich war es übrigens in der akademisch-musischen
Verbindung Ascania in Clausthal, wo sich die BundesBrüder
nicht dagegen wehren konnten, wenn sich jemand um das
Klavier im Kneipsaal kümmerte - wenn man "musisch" im
Namen hat, dann muss man halt Opfer bringen. Ausserdem
war der Zweck der Verbindung laut Satzung inzwischen
schwerpunktmässig "Pflege der Freundschaft" - also
Alkohol.

In dieser NG sollten doch Leute sein, denen die
selbstgemachte HausMusik nicht fremd ist? Wie
geht man mit diesem InteressenKonflikt um? Und
bitte nicht die Antwort "Elektronische Orgel mit
KopfHörerAnschluss" - dass es die mal geben würde,
war mir klar, aber das finanzielle Umfeld war damals
prohibitiv.

Ausserdem - an der eben erwähnten Orgel fehlte der
KopfhörerAnschluss, den nachzurüsten doch eine der
einfachsten Übungen gewesen wäre - und selber die
Orgel anbohren und mit LötKolben traktieren, das durfte
ich natürlich nicht.

Nachdem ich in den 70-gern final Abschied von der Musik
genommen hatte, hat meine Mutter diese Orgel irgendwann
der KirchenGemeinde in Riefensbeek-Kamschlacken im
OberHarz gestiftet, wo sie noch eine ganze Zeit in der
FriedHofsKapelle zu sehen und hören war. Ich konnte das
nie nachprüfen, weil die Kapelle meistens verschlossen ist.
BTW: die Aktiven Elemente dieser Orgel waren VerstärkerRöhren,
was beim Hochfahren einen geheimnisvollen Eindruck machte.

Mein Bruder neigte dazu, die PedalStimme von "Sweet Child
in time" während des Hochfahrens zu spielen - mehr konnte
er nicht. Aber Röhren sind ja elektrisch robust und wahrscheinlich
EMP-gehärtet.

So manche Dinge wären mit dieser Orgel nicht möglich
gewesen - etwa die ReihenFolge der Tasten zu vertauschen.
Das wäre sehr viel LötArbeit gewesen - heute programmiert
man das. Meine Mutter hätte einen Sinn für solch grobe
Scherze gehabt - war sie es doch, die sich in ihrer Jugend
in einem Konzert in die erste Reihe gesetzt hatte und, sowie
die Sängerin sie im Blickfeld hatte, eine Zitrone ausgepackt
und gegessen hatte. Der Effekt ist dramatisch, und mein
Bruder und ich wurden angehalten, das ja nie nachzumachen.

Wahrscheinlich hätten wir uns das nicht getraut, aber eine
ethische Verpflichtung gegen solchen Unfug sehe ich bis
heute nicht.

Herwig

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#611353

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2023-11-28 10:15 -0800
Message-ID<c64d1eee-b2a6-4101-a8c0-0e2d082b9090n@googlegroups.com>
In reply to#611350
Herwig schrieb am Dienstag, 28. November 2023 um 18:55:46 UTC+1:
> 2023-11-28 18:57:00 +0100 
> 
> Die 60-ger Jahre waren es - und meine Mutter 
> beschäftigte sich noch mehr als zu noch früheren 
> Zeiten mit Orgel und Klavier. Erleichternt kam 
> hinzu, dass sie von ihrem Bruder eine elektronische 
> Orgel geschenkt bekommen hatte (MusikHaus 
> PahlMann, PorscheStrasse in WolfsBurg, 
> existiert nicht mehr). 
> 
> Wenn man ein MusikStück einübt, dann muss 
> man sich um die schwierigen Stellen kümmern 
> - immer wieder und immer wieder - und wenn jemand 
> dabei sitzt, der das Geschäft des Musizierens 
> weniger gut kennt, dann hagelt es alsbald Kritik. 
> Mir war es in jenen Jahren nie klar, warum man nicht 
> als Zeuge des Übens eines Instruments nicht bemerkt, 
> dass das keine Aufführung für Publikum ist, sondern 
> harte KärnerArbeit. 

Und doch kann dabei prinzipiell auch Wohlklang
entstehen, insbesondere nach Uebergang zu groesseren
Notentextzusammenhaengen.

Gruss, ULF

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#611358

Fromnobody@nowhere.invalid (Marc Olschok)
Date2023-11-28 21:12 +0000
Message-ID<uk5l38$23ptk$1@solani.org>
In reply to#611353
On Tue, 28 Nov 2023 19:15:43 Ulf Kutzner wrote:
> Herwig schrieb am Dienstag, 28. November 2023 um 18:55:46 UTC+1:
>> 2023-11-28 18:57:00 +0100 
>> 
>> Die 60-ger Jahre waren es - und meine Mutter 
>> beschäftigte sich noch mehr als zu noch früheren 
>> Zeiten mit Orgel und Klavier. Erleichternt kam 
>> hinzu, dass sie von ihrem Bruder eine elektronische 
>> Orgel geschenkt bekommen hatte (MusikHaus 
>> PahlMann, PorscheStrasse in WolfsBurg, 
>> existiert nicht mehr). 
>> 
>> Wenn man ein MusikStück einübt, dann muss 
>> man sich um die schwierigen Stellen kümmern 
>> - immer wieder und immer wieder - und wenn jemand 
>> dabei sitzt, der das Geschäft des Musizierens 
>> weniger gut kennt, dann hagelt es alsbald Kritik. 
>> Mir war es in jenen Jahren nie klar, warum man nicht 
>> als Zeuge des Übens eines Instruments nicht bemerkt, 
>> dass das keine Aufführung für Publikum ist, sondern 
>> harte KärnerArbeit. 
> 
> Und doch kann dabei prinzipiell auch Wohlklang
> entstehen, insbesondere nach Uebergang zu groesseren
> Notentextzusammenhaengen.

Bei Stücken, die hinreichend langsam gespielt werden,
entfällt auch das mehrfache üben:
https://de.wikipedia.org/wiki/ORGAN%C2%B2/ASLSP

v.G.
-- 
M.O.

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#611442

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2023-11-30 16:46 +0100
Message-ID<ksrp2vFdv97U1@mid.individual.net>
In reply to#611350
Am 28.11.23 um 18:55 schrieb Herwig:

> Die 60-ger Jahre waren es - und meine Mutter
> beschäftigte sich noch mehr als zu noch früheren
> Zeiten mit Orgel und Klavier.

In meiner Kindheit hatten wir ein gebrauchtes Klavier
mit 2 falschen Tönen.
Für Kinderlieder mit einem Finger ohne Notenkenntnisse
hat es gereicht.
Wegen Platzbedarf würde ich es mir heutzutage nicht zulegen.
Da reicht mein Synthesizer ( Yamaha WT7870 ),
Statt MIDI hat der  USB welches ich nicht
software mäßig mit Linux verbinden konnte.

-- 
<http://www.hermann-riemann.de>

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#611469

FromFrank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net>
Date2023-11-30 21:43 +0100
Message-ID<11ewf7ypbm08l.d0wbo3ymwcri.dlg@40tude.net>
In reply to#611350
Am Tue, 28 Nov 2023 09:55:44 -0800 (PST) schrieb Herwig:

> In dieser NG sollten doch Leute sein, denen die
> selbstgemachte HausMusik nicht fremd ist?

*Handheb*

Allerdings keine Hausmusik, sondern semiprofessionelle Musik auf Bühnen vor
bis zu 3.000 Zuschauern, live im Radio und sogar einmal im Fernsehen, in
einer Live-Sendung gemeinsam mit Heino, Margot Eskens und Erik Silvester.
Open Air in der Kölner Altstadt, das lief unter "Kölsche Weihnacht" draußen
am Rheinufer und wurde live im dritten Programm des WDR übertragen. Das
muss 2001 gewesen sein. 

Ich bekam da die erste und hoffentlich letzte "Maske" meines Lebens
verpasst. Man schickte mich dazu die Treppe hinauf in ein Hotelzimmer eines
kleinen Hotels, in dessen Kneipe wir uns mit Glühwein aufgewärmt hatten
(der Auftritt war Vollplayback, also durfte man sich das erlauben). Oben im
Zimmer warteten dann zwei Visagistinnen auf mich, vor einem großen Spiegel
mit großen Glühbirnen rundherum, wie ich sie bisher nur von Miss Piggy aus
der Muppet-Show kannte. Die war aber nicht anwesend. "Das ist wohl Ihre
erste Maske?!" hieß es dann auch, und das "Wo ist Miss Piggy" habe ich mir
verkniffen. In den folgenden 45 Minuten wurde mir eine Mallorca-Bräune ins
Gesicht gespachtelt, die Dieter Bohlen vor Neid hätte erblassen[sic!]
lassen. Vor dem Gang auf die Bühne bekam ich dann von einer jungen Dame mit
einem Pudertopf am Gürtel-Köcher nochmal eine Ladung Bräune ins Gesicht
gepudert. Und dann ging es los, die Kameraleute waren als Nikoläuse
verkleidet und standen auf der viel zu kleinen Bühne immer irgendwie im Weg
herum.
Immerhin gab es 1000 € Gage dafür, für die ganze Band, 5 Leute, und gefühlt
einen ganzen Tag Aufwand.

> Wie
> geht man mit diesem InteressenKonflikt um? Und
> bitte nicht die Antwort "Elektronische Orgel mit
> KopfHörerAnschluss" - dass es die mal geben würde,
> war mir klar, aber das finanzielle Umfeld war damals
> prohibitiv.

Mit Kopfhörer ist doof, sowas muss laut sein. Ich besitze auch ein
Gerätchen, mit dem ich meine E-Gitarre über Kopfhörer betreiben kann. Das
macht keinen Spaß! Da regelt dann doch der Marshall-Amp. Außerdem bekommt
man über Kopfhörer keine Feedback-Effekte hin. Wo man sich dann mit der
Gitarre vor den Verstärker stellt, und der Sound aus dem Lautsprecher
bringt die Saiten ins Schwingen, die dann wiederum durch den Lautsprecher
verstärkt werden... Das setzt natürlich eine gewisse Grundlautstärke
voraus, und macht keine Freunde in der Nachbarschaft.

> Ausserdem - an der eben erwähnten Orgel fehlte der
> KopfhörerAnschluss, den nachzurüsten doch eine der
> einfachsten Übungen gewesen wäre - und selber die
> Orgel anbohren und mit LötKolben traktieren, das durfte
> ich natürlich nicht.

Eine Orgel kling erst an einem Leslie-Kabinett richtig gut. Du bist ja
Physiker: Das ist eine große Lautsprecher-Box, die durch Rotation den
Doppler-Effekt nutzt. Bei dem großen Leslie-Kabinett rotieren tatsächlich
zwei Lautsprecher mechanisch um eine Achse, bei dem kleinen gibt es nur
einen Lautsprecher, um den eine Papprolle rotiert, die einen schmalen
vertikalen Ausschnitt hat. In beiden Fällen kann man die Geschwindigkeit
der Rotation variieren.

Ich besaß einmal die kleine Version, und unser Drummer, der Ingenieur für
Aufzugstechnik war, hat mir die kryptische Steckdose von dem Teil (9-Stifte
zum Anschluss an eine Hammond-Orgel) so umgelötet, daß da ein Klinkenkabel
für den Ton und ein weiteres für einen Fußtaster dranpasste, mit dem man
die Rotation variieren konnte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Leslie-Lautsprecher
 
> Nachdem ich in den 70-gern final Abschied von der Musik
> genommen hatte, hat meine Mutter diese Orgel irgendwann
> der KirchenGemeinde in Riefensbeek-Kamschlacken im
> OberHarz gestiftet, wo sie noch eine ganze Zeit in der
> FriedHofsKapelle zu sehen und hören war. 

Brr, Krematoriumsmusik.

> Ich konnte das
> nie nachprüfen, weil die Kapelle meistens verschlossen ist.
> BTW: die Aktiven Elemente dieser Orgel waren VerstärkerRöhren,
> was beim Hochfahren einen geheimnisvollen Eindruck machte.
> 
> Mein Bruder neigte dazu, die PedalStimme von "Sweet Child
> in time" während des Hochfahrens zu spielen - mehr konnte
> er nicht. 

Das Stück durfte ich ca. 1986 mal live erleben, in der Kölner Sporthalle,
mit dem großartigen Jon Lord an der Hammond zusammen mit Deep Purple.

> Aber Röhren sind ja elektrisch robust und wahrscheinlich
> EMP-gehärtet.

Ich habe mit meinem Sohn mal ein Röhren-Radio zusammengelötet, das war ein
FRANZIS-Bausatz mit einer Röhre, die angeblich vom chinesischen Militär
stammt. Die wurde von einer 9-Volt-Blockbatterie befeuert, der Rest des
Radios mit zwei 1,5 Volt-Zellen.

> So manche Dinge wären mit dieser Orgel nicht möglich
> gewesen - etwa die ReihenFolge der Tasten zu vertauschen.
> Das wäre sehr viel LötArbeit gewesen - heute programmiert
> man das. Meine Mutter hätte einen Sinn für solch grobe
> Scherze gehabt - war sie es doch, die sich in ihrer Jugend
> in einem Konzert in die erste Reihe gesetzt hatte und, sowie
> die Sängerin sie im Blickfeld hatte, eine Zitrone ausgepackt
> und gegessen hatte. Der Effekt ist dramatisch, und mein
> Bruder und ich wurden angehalten, das ja nie nachzumachen.

Sicher, daß das eine Sängerin war? Die Nummer mit der Zitrone macht man
eigentlich mit Bläsern! Die speicheln dann ihre Instrumente voll. Bei einer
Sängerin sehe ich da nicht den Effekt, Du kannst auch mit ordentlich Spucke
im Mund noch singen.

Grüße,

Frank (der vor vielen Jahren mal Gesangsunterricht hatte von einer Dame,
die im Brotberuf Goldschmiedemeisterin war und die als Kammersängerin am
Bodensee auftrat, die hat mir viel beigebracht, bis hin zur Atemtechnik
nach Feldenkrais)

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#611488

FromRuediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de>
Date2023-12-01 09:21 +0100
Message-ID<ukc8j4.b98.1@privat.lahls.de>
In reply to#611469
*Frank Hucklenbroich* schrieb:

> Am Tue, 28 Nov 2023 09:55:44 -0800 (PST) schrieb Herwig:
>
>> In dieser NG sollten doch Leute sein, denen die
>> selbstgemachte HausMusik nicht fremd ist?
>
> Ich bekam da die erste und hoffentlich letzte "Maske" meines Lebens
> verpasst. Man schickte mich dazu die Treppe hinauf in ein Hotelzimmer eines
> kleinen Hotels, in dessen Kneipe wir uns mit Glühwein aufgewärmt hatten
> (der Auftritt war Vollplayback, also durfte man sich das erlauben). Oben im
> Zimmer warteten dann zwei Visagistinnen auf mich, vor einem großen Spiegel
> mit großen Glühbirnen rundherum, wie ich sie bisher nur von Miss Piggy aus
> der Muppet-Show kannte. Die war aber nicht anwesend. "Das ist wohl Ihre
> erste Maske?!" hieß es dann auch, und das "Wo ist Miss Piggy" habe ich mir
> verkniffen. In den folgenden 45 Minuten wurde mir eine Mallorca-Bräune ins
> Gesicht gespachtelt, die Dieter Bohlen vor Neid hätte erblassen[sic!]
> lassen. Vor dem Gang auf die Bühne bekam ich dann von einer jungen Dame mit
> einem Pudertopf am Gürtel-Köcher nochmal eine Ladung Bräune ins Gesicht
> gepudert. Und dann ging es los, die Kameraleute waren als Nikoläuse
> verkleidet und standen auf der viel zu kleinen Bühne immer irgendwie im Weg
> herum.

Mir insgesamt dreimal "passiert". In meiner Studienzeit Kabelhilfe beim
WDR gejobt und da wurde man auch gerne mal als lebende Requisite aka
Komparse missbraucht und je nachdem, wie nahe man der Kamera dabei kam,
wurde mehr oder weniger Spachtelmasse aufgetragen. Für uns Jungs eben
als unbequem empfunden, für die Mädels wars ein Highlight, von den
Profis aufgebrezelt zu werden. ;-)

> Immerhin gab es 1000 € Gage dafür, für die ganze Band, 5 Leute, und gefühlt
> einen ganzen Tag Aufwand.

Wir durften das neben unserem eigentlichen Job noch als kostenlose
Zugabe einbringen.

Immerhin habe ich es damit mal auf die Titelseite von Express und KStA
geschafft. :-)
-- 
bis denne

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#611536

FromJoerg Walther <joerg.walther@gmail.com>
Date2023-12-01 16:24 +0100
Message-ID<3iujmid0ssupiqhgm52lqraojmk0khgbi9@joergwalther.my-fqdn.de>
In reply to#611488
Ruediger Lahl wrote:

>Immerhin habe ich es damit mal auf die Titelseite von Express und KStA
>geschafft. :-)

Und ich mit meiner Bigband in den Spiegel Online:
https://www.spiegel.de/fotostrecke/jazzinstitut-darmstadt-joachim-ernst-berendt-jazzbuch-fotostrecke-105934.html
Drittes Foto, der ganz rechts mit Ringelshirt bin ich. :)

-jw-

-- 

And now for something completely different...

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#611569

FromRuediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de>
Date2023-12-02 14:47 +0100
Message-ID<ukfg1s.bsg.1@privat.lahls.de>
In reply to#611536
*Joerg Walther* schrieb:

> Ruediger Lahl wrote:
>>Immerhin habe ich es damit mal auf die Titelseite von Express und KStA
>>geschafft. :-)
>
> Und ich mit meiner Bigband in den Spiegel Online:
> https://www.spiegel.de/fotostrecke/jazzinstitut-darmstadt-joachim-ernst-berendt-jazzbuch-fotostrecke-105934.html
> Drittes Foto, der ganz rechts mit Ringelshirt bin ich. :)

Die Posaune also. Sehr schön.
-- 
bis denne

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#611572

FromJoerg Walther <joerg.walther@gmail.com>
Date2023-12-02 16:12 +0100
Message-ID<p7immihf88n25u2ruqqpus56bofgfprjqt@joergwalther.my-fqdn.de>
In reply to#611569
Ruediger Lahl wrote:

>> Und ich mit meiner Bigband in den Spiegel Online:
>> https://www.spiegel.de/fotostrecke/jazzinstitut-darmstadt-joachim-ernst-berendt-jazzbuch-fotostrecke-105934.html
>> Drittes Foto, der ganz rechts mit Ringelshirt bin ich. :)
>
>Die Posaune also. Sehr schön.

Steht leider seit Jahren auf dem Speicher. Die Band hat sich vor
längerer Zeit schon aufgelöst, viele hatten andere Projekte, die ihnen
wichtiger waren, eine schöne Zeit war's.

-jw-

-- 

And now for something completely different...

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#611575

FromBernd Ohm <invalid@invalid.invalid>
Date2023-12-02 16:41 +0100
Message-ID<kt11hhFmkrjU1@mid.individual.net>
In reply to#611572
Am 02.12.2023 um 16:12 schrieb Joerg Walther:

> Steht leider seit Jahren auf dem Speicher. 

Und der heilige Albert ist auch schon länger tot. :-(

-- 
bis denn, BEN

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#611581

FromJoerg Walther <joerg.walther@gmail.com>
Date2023-12-02 17:23 +0100
Message-ID<s8mmmi15vdom6tpshaig4k127lkitp28aq@joergwalther.my-fqdn.de>
In reply to#611575
Bernd Ohm wrote:

>> Steht leider seit Jahren auf dem Speicher. 
>
>Und der heilige Albert ist auch schon länger tot. :-(

2005 ist er gestorben. Ich kann mich heute noch in den Arsch beißen,
dass ich nicht auf die Beerdigung gegangen bin, ne Stunde Anfahrt hätte
ich gehabt.
Wenigstens habe ich ihn xmal live gesehen in Darmstadt und Frankfurt.
Und auf dem Memorialkonzert war ich:
https://www.alteoper.de/de/programm/veranstaltung.php?id=194001319, mit
Lee Konitz, Emil, Martial Solal. Zwei davon sind auch schon tot.

-jw-

-- 

And now for something completely different...

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#611586

FromBernd Ohm <invalid@invalid.invalid>
Date2023-12-02 18:20 +0100
Message-ID<kt17bmFmkriU1@mid.individual.net>
In reply to#611581
Am 02.12.2023 um 17:23 schrieb Joerg Walther:

> Wenigstens habe ich ihn xmal live gesehen in Darmstadt und Frankfurt.

Me2. In der Jahrhunderthalle.
Und natürlich öfter mit dem United Jazz + Rock Ensemble
in diversen anderen Hallen.


-- 
bis denn, BEN

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#611535

FromJoerg Walther <joerg.walther@gmail.com>
Date2023-12-01 16:20 +0100
Message-ID<fbujmitr562bqmjo4ume7nvvnu354uibbg@joergwalther.my-fqdn.de>
In reply to#611469
Frank Hucklenbroich wrote:

>Eine Orgel kling erst an einem Leslie-Kabinett richtig gut.

Das ist aber doch ein Effektgerät, das nicht dauerhaft läuft, wenn du
das immer an hast, kannst du den speziellen Kick, den der Leslie-Sound
ausmacht, gar nicht mehr verursachen.

-jw-

-- 

And now for something completely different...

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#611475

FromHartmut Ott <hartmut@arcor.de>
Date2023-12-01 00:13 +0100
Message-ID<kssj9bFjqi0U1@mid.individual.net>
In reply to#611350
Hej,

Am 28.11.23 um 18:55 schrieb Herwig:


> In dieser NG sollten doch Leute sein, denen die
> selbstgemachte HausMusik nicht fremd ist? Wie
> geht man mit diesem InteressenKonflikt um? Und
> bitte nicht die Antwort "Elektronische Orgel mit
> KopfHörerAnschluss" - dass es die mal geben würde,
> war mir klar, aber das finanzielle Umfeld war damals
> prohibitiv.


Nun, ein eigenes Haus ist da hilfreich. Hier steht eine kleine Johannus 
(elektronische Sakralorgel mit 3 Manualen) im ersten Stock im Flur, hier 
unten im Keller, wo der Computer steht, kaum zu hören, bei Pedalarbeit, 
da hört man leises pochen, weil die Tür zum Flur immer offen ist. Der 
alte Blüthner Flügel stand früher nebenan im Arbeitszimmer meiner Frau, 
inzwischen im Wohnzimmer im Erdgeschoss, denn kann man recht leise 
hören, stört mich nicht. O.K., wenn Flöte gespielt wird und der Hund 
jault dann an einigen Stellen mit, das hört man dann gut. ;)


-- 
--
mfg
Hartmut Ott
--

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#611706

From"F. W." <me@home.invalid>
Date2023-12-05 07:46 +0100
Message-ID<ukmgvd$2cdbp$2@solani.org>
In reply to#611350
Am 28.11.2023 um 18:55 schrieb Herwig:

> Wenn man ein MusikStück einübt, dann muss man sich um die
> schwierigen Stellen kümmern - immer wieder und immer wieder - und
> wenn jemand dabei sitzt, der das Geschäft des Musizierens weniger gut
> kennt, dann hagelt es alsbald Kritik.

Kenne ich: Schlagzeug und Orgel.

> Mir war es in jenen Jahren nie klar, warum man nicht als Zeuge des 
> Übens eines Instruments nicht bemerkt, dass das keine Aufführung für 
> Publikum ist, sondern harte KärnerArbeit.

Vor allem hat man als gestörter Zuhörer den Raum zu verlassen, da viele
Instrumente nicht mal so eben wegtransportiert werden können.

Ich bin mit einem ersten Auto ("Warum brauchst Du denn jetzt schon einen
Kombi????") in den Wald gefahren und habe dort Schlagzeug gespielt.
Interessierte Spaziergänger blieben bis zu einer Stunde.

FW

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