Groups | Search | Server Info | Keyboard shortcuts | Login | Register [http] [https] [nntp] [nntps]


Groups > ger.ct > #598956 > unrolled thread

Wie geht es weiter in der Ukraine?

Started by"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
First post2023-07-14 12:29 +0200
Last post2023-07-25 12:49 +0200
Articles 20 on this page of 130 — 23 participants

Back to article view | Back to ger.ct


Contents

  Wie geht es weiter in der Ukraine? "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2023-07-14 12:29 +0200
    Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-07-14 03:47 -0700
    Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Lothar Kimmeringer <news201705@kimmeringer.de> - 2023-07-14 12:50 +0200
      Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-22 13:29 +0200
    Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2023-07-14 15:43 +0200
      Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2023-07-16 12:28 +0000
        Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-07-16 15:26 +0200
        Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-18 10:34 +0200
      Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-22 13:16 +0200
    Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Michael Strauss <usenet-st@mail.mszet.de> - 2023-07-14 17:04 +0200
    Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-14 19:37 +0200
      Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-07-14 20:27 +0200
        Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-14 23:38 +0200
          Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Wilhelm Ernst <newstrap@t-online.de> - 2023-07-17 19:01 +0200
            Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2023-07-17 21:51 +0200
              Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-18 10:50 +0200
                Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-07-18 02:09 -0700
                  Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-18 11:24 +0200
                Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> - 2023-07-18 12:40 +0200
            Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-07-18 07:34 +0200
              Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Wilhelm Ernst <newstrap@t-online.de> - 2023-07-18 16:28 +0200
                Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-07-18 20:28 +0200
                  Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-19 14:48 +0200
                    Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-07-19 15:36 +0200
                      Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-19 16:09 +0200
                        Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-07-19 17:38 +0200
                          Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-19 18:07 +0200
                Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-07-18 23:25 -0700
                  Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Wilhelm Ernst <newstrap@t-online.de> - 2023-07-19 21:41 +0200
                    Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-07-24 07:18 +0200
                      Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-24 09:29 +0200
                      Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Wilhelm Ernst <newstrap@t-online.de> - 2023-07-24 21:21 +0200
                        Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2023-07-24 22:17 +0200
                          Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-25 00:34 +0200
                            Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Wilhelm Ernst <newstrap@t-online.de> - 2023-07-25 16:41 +0200
                          Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-25 00:38 +0200
                            Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-07-25 06:49 +0200
                              Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-25 11:07 +0200
                              Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-25 13:06 +0200
                              Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-25 16:16 +0200
                                Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-07-25 18:22 +0200
                                  Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-25 18:35 +0200
                          Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-25 11:45 +0200
                          Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-25 11:48 +0200
                            Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2023-07-25 21:58 +0200
                          Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hartmut Ott <hartmut@arcor.de> - 2023-07-25 12:54 +0200
                            Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Carlo XYZ <carloxyz@invalid.invalid> - 2023-07-25 13:59 +0200
                              Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-07-25 15:37 +0200
                                Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-25 16:06 +0200
                                  Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-07-25 18:27 +0200
                            Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2023-07-25 22:05 +0200
                              Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-26 13:13 +0200
        Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Gerhard Hoffmann <dk4xp@arcor.de> - 2023-07-15 00:11 +0200
          Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-15 00:30 +0200
          Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2023-07-15 02:07 +0200
            Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Gerhard Hoffmann <dk4xp@arcor.de> - 2023-07-15 08:22 +0200
            Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-07-15 09:30 +0200
              Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2023-07-17 00:02 +0200
                Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-07-17 00:48 +0200
                  Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2023-07-17 21:58 +0200
                    Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-07-17 13:10 -0700
                    Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-07-18 00:14 +0200
                      Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2023-07-18 22:26 +0200
    Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-14 19:47 +0200
      Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-07-14 20:38 +0200
        Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-14 23:54 +0200
    Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-07-14 20:23 +0200
      Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-14 23:57 +0200
    Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2023-07-14 23:48 +0200
      Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-15 00:25 +0200
        Schützengräben (was: Wie geht es weiter in der Ukraine?) Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2023-07-15 05:23 +0000
          Re: Schützengräben (was: Wie geht es weiter in der Ukraine?) Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-15 13:09 +0200
      Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2023-07-15 05:07 +0000
        Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-15 13:14 +0200
          Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2023-07-15 13:07 +0000
            Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2023-07-15 13:25 +0000
            Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-15 16:26 +0200
              Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Michael Strauss <usenet-st@mail.mszet.de> - 2023-07-16 09:05 +0200
                Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-07-16 10:06 +0200
                  Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-16 13:15 +0200
                Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-16 13:09 +0200
                  Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-07-17 07:12 +0200
                    Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-17 12:08 +0200
                      Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-07-17 03:15 -0700
            Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-07-15 18:13 +0200
      Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-07-14 23:40 -0700
      Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-16 08:54 +0200
        Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Michael Strauss <usenet-st@mail.mszet.de> - 2023-07-17 08:37 +0200
          Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Frank Nitzschner <nospam@nitzschner.de> - 2023-07-17 19:07 +0200
          Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-18 10:54 +0200
          Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-18 11:16 +0200
            Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2023-07-18 22:28 +0200
              Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-07-19 02:46 +0200
              Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-19 13:28 +0200
                Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-07-19 16:29 +0200
                  Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-19 16:36 +0200
                  Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Matthias Eißing <meissing@gmx.de> - 2023-07-19 16:41 +0200
                    Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-19 16:44 +0200
                      Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-07-19 18:43 +0200
                        Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-19 19:09 +0200
                          Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-19 22:49 +0200
                        Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-19 22:48 +0200
                    Handy-OS (was:Re: Wie geht es weiter in der Ukraine?) Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2023-07-20 12:39 +0200
              Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-19 15:00 +0200
                Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-19 16:33 +0200
            Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-07-19 07:50 +0200
              Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-07-18 23:27 -0700
              Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2023-07-20 19:41 +0200
                Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-07-21 07:37 +0200
            Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-21 16:03 +0200
              Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-07-21 07:43 -0700
                Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-22 11:54 +0200
    Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-23 18:03 +0200
    Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? "F. W." <me@home.invalid> - 2023-07-24 09:36 +0200
      Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-24 11:15 +0200
        Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Heinz Brückner <Ha-He-Brueck@t-online.de> - 2023-07-24 13:07 +0200
          Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-24 13:22 +0200
          Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Carlo XYZ <carloxyz@invalid.invalid> - 2023-07-24 14:07 +0200
        Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2023-07-24 19:56 +0200
          Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-07-24 20:47 +0200
            Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-25 11:05 +0200
          Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> - 2023-07-25 05:09 +0200
            Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-25 10:59 +0200
              Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-07-25 18:31 +0200
    Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-07-24 12:10 +0200
      Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-07-25 10:54 +0200
        Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-25 11:53 +0200
          Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-07-25 12:32 +0200
            Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-07-25 12:38 +0200
              Re: Wie geht es weiter in der Ukraine? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-07-25 12:49 +0200

Page 2 of 7 — ← Prev page 1 [2] 3 4 5 6 7  Next page →


#599383

FromWilhelm Ernst <newstrap@t-online.de>
Date2023-07-18 16:28 +0200
Message-ID<u967i3$13vv$1@solani.org>
In reply to#599328
Am Tue, 18 Jul 2023 07:34:12 +0200hat Hermann Riemann
<nospam.ng@hermann-riemann.de> geäußert:

>Am 17.07.23 um 19:01 schrieb Wilhelm Ernst:
>
>> Weshalb habe ich das Gefühl, dass hier einige auf einem anderen Stern
>> leben?
>
>Deinem Stil nach zähle ich Dich wie Veith + Breuer
>  zur Putins Propagandaabteilung.
>Nicht so primitiv wie Fred* nicht so geschickt wie Veith.
>
>> Was macht denn RU seit einem Jahr anderes, als der NATO zu
>> zeigen, dass es konventionell mithält und noch mehr? Inzwischen sind
>> alle Lager der NATO-Staaten leer und sie fragen sich, ob sie sich noch
>> weiter entblößen können...
>Warum hat sich dann Putin dauern gegen westliche Waffenlieferungen
>beschwert?
>
>Noch etwas:
>Hitler hat nach Machtergreifung 1933 6 Jahre bis zu einer
>effektiven Armee gebraucht.
>Zwischen Putins Machtergreifung 2000
>  und 2022 waren es ein paar Jahre mehr.
>Und der Westen hat erst 2022 im größeren Stil
>langsam damit angefangen Putins Barbarossa II
>  militärisch durch Waffenlieferungen zu begegnen.
>
>> Die vor einem Vierteljahr gemachte RAND-Empfehlung, sich langsam aus
>> diesem Abenteuer zurück zu ziehen und sich dem Chinesen zuzuwenden, wird
>> ganz allmählich Realität.
>
>China ist nicht vergessen.
>Hitler wollte Krieg wegen Lebensraum im Osten.
>Xi denkt an Gewalt ( siehe Hongkong)
>  um Taiwan zu erobern.
>Die Ukraine ist da ein Muster.
>
>> Der NATO-Beitritt für UA ist vorbei,
>
>Nur vorerst, um direkte militärische Konfrontation zu vermeiden.
>Damit ein Waffenstillstand seitens Russland auch eingehalten wird
>( z. B. keine Raketenangriffe mehr auf Krankenhäuser
>   in der Ukraine )
>halte einen Beitritt der Ukraine zur Nato als
>Waffenstillstand Bedingung für erforderlich.
>
>> UA wird zum Verantwortlichen für die Pipeline-Sprengung gemacht.
>
>Falls es stimmt, was ich mittlerweile für wahrscheinlich halte,
>war das eine Dummheit. Die Pipeline war außer Betrieb.
>
>> und bald werden die Opfer in der UA sie dazu motivieren,
>> nach einer Verhandlungslösung zu suchen.
>
>Das Ausmaß krimineller Handlungen von Putins Untertanen
>motiviert nicht zum Frieden.
>
>> Ein paar ganz Unentwegte planen zwar noch F-16 über der UA einzusetzen,
>> aber wenn sie mit denen nicht auch so einen Flop erleben wollen, wie mit
>> ihren Panzern, werden sie sich das noch berlegen. Bisher ist F-16 noch
>> nie gegen ein integriertes Luftverteidigungssystem geflogen.
>
>Danke für die Genehmigung zur Lieferung  der F-16.
>
>Ich vermute, sie werden als Abschussrampen
>von Luft-Luft Raketen gegen Putins Luftwaffe ihren Dienst tun.
>
>> Also - nur weiter mit euren Träumen.
>> Irgendwann holt euch die Realität ein.
>
>Realität ist entgegen Putins Propaganda Klimawandel.
><https://www.tagesschau.de/ausland/asien/china-hitzerekord-100.html>
>
>> P.S. Bin schon gespannt, wie eure Träume zur US-Präsidentewahl ausgehen
>> werden.
>
>Damit Putins ( und  Xi Jinpings ) Traum:
>  "Möge Terror die Welt regieren" wahr wird?
><https://www.tagesschau.de/investigativ/report-muenchen/china-lebensmittelpreise-100.html>

Hermännchen, ich bitte um Entschuldigung. Mir war nicht klar, dass Du
von meinen paar Worten so getriggert wirst, dass Du die Tagesschau
zitieren musst. Neutrale Fakten und Sichtweisen sind offensichtlich
nicht zugänglich aber dafür hast Du ganz viel Überzeugung. 
Wowereit!
Willi
-- 
Der größte Lump im Land, das ist und bleibt der Denunziant.
August Hoffmann von Fallersleben

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#599399

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2023-07-18 20:28 +0200
Message-ID<kho3v1Fjd9pU3@mid.individual.net>
In reply to#599383
Am 18.07.23 um 16:28 schrieb Wilhelm Ernst:
> Hermännchen, ich bitte um Entschuldigung. Mir war nicht klar, dass Du
> von meinen paar Worten so getriggert wirst, dass Du die Tagesschau
> zitieren musst. Neutrale Fakten und Sichtweisen sind offensichtlich
> nicht zugänglich aber dafür hast Du ganz viel Überzeugung.

Wilhelmchen. Neben Tagesschau gibt es auch andere Sender wie nano, arte,
oder Zeitschriften.

Vermutlich bist Du der Überzeugung,
das trotz Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine
Putin so etwas wie ein Messias ist.

Hermann
    eher vermutend, das Putin lediglich
    mit gestohlenen und geraubten Eigentum
    gut bezahlt

-- 
http://www.hermann-riemann.de

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#599462

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2023-07-19 14:48 +0200
Message-ID<u98m36$255iq$1@dont-email.me>
In reply to#599399
Salve allerseits,

Hermann Riemann schrieb:
>
> Vermutlich bist Du der Überzeugung, das trotz Millionen Flüchtlinge
> aus der Ukraine Putin so etwas wie ein Messias ist.
>
+--- <hier abknabbern> ---
| *Herr Subow, was denken Sie, was wollte Söldner-Chef Jewgeni Prigoschin*
| *bei seiner Meuterei erreichen*?
|
| Prigoschin hat die Militärführung – und eigentlich damit auch Putin –
| immer wieder dafür kritisiert, Russland in einen unnötigen Krieg
| verwickelt zu haben. Gleichzeitig, und das ist eine weitverbreitete
| Ansicht in Russland, war für ihn klar: Jetzt, nachdem man sich
| eingemischt hat, muss der Krieg auch gewonnen werden.
|
| Grundsätzlich ist Prigoschin aber ein Gegner dieses Kriegs. Zugleich
| wollte er seine kostbare Armee vor den Klauen des
| Verteidigungsministeriums schützen. Das ist wohl das naheliegendste Motiv.
|
| Übergeordnet denke ich aber, dass Prigoschin tatsächlich die Macht
| übernehmen wollte, anders lässt sich die exzellente Vorbereitung des
| Aufstands kaum erklären. Auch dass die USA im Vorfeld darüber Bescheid
| wussten, deutet auf eine langgeplante Aktion hin. Wie ihn Putin noch
| überreden konnte, seinen Plan aufzugeben, bleibt das große Geheimnis.
|
| *Hätte Prigoschin nicht gestoppt, wäre es womöglich eng für Putin*
| *geworden*.
|
| Besonders interessant ist dabei die Rolle des nun vermissten General
| Sergej Surowikin. Das ist nicht irgendwer, sondern ein dekorierter
| ranghoher Militär, der in der Vergangenheit so manchen Befehl Putins mit
| aller Grausamkeit ausgeführt hat. Wenn er davon wusste, dann ergibt sich
| ein ganz anderes Bild. Aus einem abenteuerlichen Alleingang wird so eine
| breit angelegte Verschwörung. Denn es wäre naiv zu glauben, Surowikin
| hätte in diesem Fall allein gehandelt.
|
| Das Ganze erinnert an den Stauffenberg-Putsch gegen Hitler vom 20. Juli
| 1944. Damals putschten ja auch keine überzeugten Nazi-Gegner, sondern
| Militärs, die Hitler zuvor über Jahre treu gedient hatten. Damals war
| das Schicksal von Nazi-Deutschland bereits besiegelt. Die einst loyalen
| Generäle verschworen sich also, um noch halbwegs „ehrenvoll“ aus dem
| Krieg herauszukommen und so eine komplette Besetzung Deutschlands zu
| verhindern. Die Situation von damals erinnert mich stark an den
| Putschversuch heute. Und wie es für Hitler am Ende ausging, wissen wir.
|
| *Prigoschins Äußerungen zielten aber nicht darauf ab, sich der Ukraine*
| *zu ergeben. Im Gegenteil. Er rief dazu auf, noch entschlossener zu*
| *kämpfen*.
|
| Aber auch Stauffenberg kritisierte, wie amateurhaft Hitler den Krieg
| führte. Abgesehen davon, liegt es mir fern, die moralischen Qualitäten
| Prigoschins mit denen Stauffenbergs vergleichen zu wollen. Prigoschin
| ist bloß ein blutiger Schläger und Schlächter. Aber der Grund für die
| Revolte bleibt ähnlich.
|
| Die Generäle und Feldkommandeure haben verstanden, dass es keine Chance
| mehr gibt, diesen Krieg zu gewinnen, weil die russische Armee im
| Gegensatz zur ukrainischen immer schwächer wird. Putin versteht das
| allerdings nicht – sei es wegen seiner eigenen Sturheit oder den
| Falschinformationen, die er aus seinem Umfeld eingetrichtert bekommt.
| Aus meiner Sicht ist Prigoschins Aufstand nur die sichtbare Spitze einer
| breiteren Unzufriedenheit im russischen Militär.
|
| *Wenn wir bei Ihrer Stauffenberg-Analogie bleiben, hätte Putin alle*
| „*Verschwörer“ sofort hinrichten müssen. Stattdessen gingen Prigoschin*
| *und seine Söldner nach Belarus. Der Söldner-Chef soll sich*
| *zwischenzeitlich sogar wieder in Russland aufgehalten haben. Was sagt*
| *das über Putin aus*?
|
| Dass er entweder unglaublich nett ist oder extrem schwach. Ich glaube an
| letzteres. Er hat offensichtlich nicht die Möglichkeiten, die
| Verantwortlichen zu bestrafen. Womöglich träumt er davon, das zu einem
| späteren Zeitpunkt nachzuholen. Aus meiner Sicht sind die Tage eines
| derart schwachen Diktators allerdings gezählt. Die neun Monate, die
| Hitler nach dem Stauffenberg-Attentat hatte, wird Putin nicht bekommen,
| schätze ich.
|
| *Russland ist Atommacht, wie gefährlich wäre ein Zusammenbruch des*
| *Regimes*?
|
| Die Atomwaffen, die über das gesamte Land verteilt sind, stellen
| tatsächlich ein großes Risiko dar. In den falschen Händen kann die Lage
| schnell eskalieren und zu einer Katastrophe führen. Ich halte es auch
| für möglich, dass sich bestimmte Militärs erst spät von Prigoschin
| abgewandt haben, als ihnen klar wurde, welche unberechenbare Gefahr
| Atomwaffen in den Händen eines solchen Mannes darstellen.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.tagesspiegel.de/internationales/russland-nach-prigoschins-putsch-die-neun-monate-die-hitler-hatte-wird-putin-nicht-bekommen-10166161.html>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#599475

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2023-07-19 15:36 +0200
Message-ID<khq775Ftgb0U2@mid.individual.net>
In reply to#599462
Am 19.07.23 um 14:48 kopierte Fidel Sebastián Hunrichse-Lara viel.

Da fehlt nur noch die Variante,
das Prigoschin in Minsk einmarschiert
und dank russischer Atomwaffen in Weißrussland
zur Atommacht wird.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#599485

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2023-07-19 16:09 +0200
Message-ID<u98qqg$25qp7$3@dont-email.me>
In reply to#599475
Salve allerseits,

Hermann Riemann schrieb:
> Am 19.07.23 um 14:48 kopierte Fidel Sebastián Hunrichse-Lara viel.
> 
>> | *Russland ist Atommacht, wie gefährlich wäre ein Zusammenbruch des*
>> | *Regimes*?
>> |
>> | Die Atomwaffen, die über das gesamte Land verteilt sind, stellen
>> | tatsächlich ein großes Risiko dar. In den falschen Händen kann die Lage
>> | schnell eskalieren und zu einer Katastrophe führen. Ich halte es auch
>> | für möglich, dass sich bestimmte Militärs erst spät von Prigoschin
>> | abgewandt haben, als ihnen klar wurde, welche unberechenbare Gefahr
>> | Atomwaffen in den Händen eines solchen Mannes darstellen.
>
> Da fehlt nur noch die Variante, das Prigoschin in Minsk einmarschiert
> und dank russischer Atomwaffen in Weißrussland zur Atommacht wird.
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| Mit diesem Foto wollte Jewgeni Prigoschin wohl seine Nähe zu den
| Wagner-Söldnern demonstrieren: In einfachem T-Shirt und Unterhose sitzt
| der 62-Jährige auf einem kargen Feldbett. Veröffentlicht wurde das Bild
| vor wenigen Tagen in einer der zahlreichen Telegram-Gruppen mit
| Verbindungen zur Wagner-Armee. Auf dem Bild ist auch das Innere eines
| spartanischen, weißen Zeltes zu erkennen. Es gleicht jenen Zelten, die
| noch vor Wochen in einem Feldlager in Belarus unweit der Stadt
| Ossipowitschi aufgebaut wurden. Die Aufnahme scheint zu belegen, dass
| die Söldner der Privatarmee – wie seit Wochen spekuliert – tatsächlich
| ein neues Quartier in Belarus beziehen.
|
| Seit dem Aufstand Ende Juni war die Zukunft der Wagner-Truppe lange
| unklar. Wladimir Putin hatte dem Söldnerchef Prigoschin und seiner Armee
| öffentlich mehrere Varianten der weiteren Zusammenarbeit angeboten. Noch
| am Tag nach der Meuterei erklärte der russische Präsident, dass
| Wagner-Söldner einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium
| unterschreiben, ihre Waffen ganz niederlegen oder aber nach Belarus
| abziehen sollen. Und knapp eine Woche nach dem Aufstand waren Prigoschin
| und mehr als 30 Befehlshaber der Privatarmee zu einem Gespräch im Kreml
| geladen, wie vor wenigen Tagen bekannt wurde.
|
| Was genau hinter den Kremlmauern besprochen wurde, ist weiterhin unklar.
| Gleichwohl hat sich seit dem Treffen der angekündigte Umzug von
| Wagner-Söldnern nach Belarus deutlich beschleunigt. Seit Tagen kursieren
| im Netz Aufnahmen von Wagner-Kolonnen, die unter Polizeischutz Richtung
| Belarus fahren. Das unabhängige Projekt Belaruski Hajun aus Belarus, das
| Open-Source-Daten auswertet, hat mittlerweile mindestens fünf größere
| Kolonnen von Wagner-Söldnern gesichtet, die sich bereits auf
| belarussischem Territorium befinden.
|
| *Wird die gesamte Truppe von Russland nach Belarus verlegt*?
|
| Auf Satellitenbildern, die die New York Times Anfang der Woche
| ausgewertet hat, sind zahlreiche frisch angekommene Fahrzeuge zu sehen.
| Sie befinden sich bereits auf dem neuen Wagner-Gelände in Ossipowitschi,
| im Zentrum von Belarus, rund 100 Kilometer von Minsk entfernt. Laut
| Daten der Monitoringwebsite Flightradar ist Prigoschins Privatjet seit
| dem 27. Juni mindestens viermal auf dem benachbarten Militärflughafen in
| Matschulischtschi gelandet und nach kurzem Aufenthalt wieder gestartet.
|
| "Den Bildern der Kolonnen nach zu urteilen müsste es sich um mindestens
| mehrere Tausend Angehörige der Truppe handeln, die nun nach Belarus
| verlegt werden", sagt der unabhängige russische Militäranalyst Jan
| Matwejew, der das Land noch vor dem Krieg verlassen hat. "Offenbar ist
| bei dem Treffen im Kreml die Entscheidung gefallen, die Truppe in der
| ursprünglichen Form zu erhalten, ohne dass die Privatarmee weiter in
| Russland aktiv sein darf", erklärt Matwejew. Dazu passe etwa, dass das
| Moskauer Verteidigungsministerium zuletzt Bilder von einer mutmaßlichen
| Übergabe von Wagner-Technik an offizielle Stellen zeigte. Die Aufnahmen
| wirken nach Einschätzung von Matwejew "durchaus authentisch" und zeigen
| Panzer, Truppentransporter und jede Menge Artillerie.
|
| Außerdem berichteten Wagner-Kanäle am Montag auf Telegram von der
| Schließung ihres Übungsplatzes im südrussischen Molkino. Dort hatte die
| Armee seit neun Jahren ihr eigentliches Hauptquartier. Auf Videos ist zu
| sehen, wie vermummte Söldner die Fahnen der Söldner-Truppe und Russlands
| von den Fahnenstangen holen.
|
| *Prigoschins Autorität größer als die von Putin*
|
| Aus Sicht von Wladimir Putin ist die Belarus-Lösung zwar akzeptabel:
| Ohne schweres Gerät und unter den Augen der belarussischen Armee scheint
| die Gefahr einer Wiederholung des Aufstandes vorerst gebannt. Gleichwohl
| hatte der russische Präsident ursprünglich wohl eine andere Zukunft für
| die Wagner-Truppe angestrebt. In einem Gespräch mit dem Moskauer Zeitung
| Kommersant berichtete Putin, er habe den Wagner-Söldnern den Dienst
| unter der Führung von Andrej Troschew angeboten.
|
| Der 61-Jährige hatte einst die Petersburger Einheit der Sonderpolizei
| SOBR geleitet, bevor er zur Wagner-Truppe wechselte. Er gilt als loyal
| Putin gegenüber und war eine Art Mittelsmann zwischen den Söldnern, dem
| Militär und Geheimdiensten. Eine Beförderung Troschews zum tatsächlichen
| Befehlshaber hätte Prigoschin und andere Wagner-Kommandeure wie den
| berüchtigten Dmitri Utkin, nach dessen Kampfnamen "Wagner" die Einheit
| benannt ist, endgültig entmachtet. Gleichzeitig hätte das russische
| Militär eine kampfbereite Truppe unter Führung eines Vertrauten
| erhalten. Laut Putin hat Prigoschin diesen Vorschlag abgelehnt.
|
| Allein dass Putin solche Details des Treffens preisgibt, macht eine
| Sache deutlich: Er hat nicht das bekommen, was er wollte. Die
| Wagner-Truppe kommt vorerst nicht in die Befehlsgewalt des russischen
| Militärs oder anderer Teile des Machtapparats.
|
| *Keine Bedrohung für die Ukraine*
|
| Unklar bleibt zudem, wie Putin die Wagner-Truppe für seinen Krieg in der
| Ukraine weiter nutzen kann. Ukrainische Offizielle sehen bislang noch
| keine akute Bedrohung an der Grenze zwischen Belarus und der Ukraine.
| Die Zahl der Söldner und ihre Ausrüstung seien ungenügend, um einen
| neuen Angriff von belarussischer Seite zu organisieren, teilte der
| ukrainische Grenzschutz vor wenigen Tagen mit. Diese Sichtweise
| bekräftigte auch der Sprecher des Kiewer Militärgeheimdienstes HUR,
| Andrij Jusow.
|
| Dies bestätigt auch Militäranalyst Jan Matwejew. "Es ist
| unwahrscheinlich, dass die zusätzlichen Wagner-Söldner in Belarus etwas
| an der Konstellation der ukrainischen Streitkräfte ändern und größere
| Verlagerungen von Truppen, von denen Russland profitieren könnte, nach
| sich ziehen wird", sagt der Experte. Denkbar sei höchstens, dass die
| Söldner für kleinere Aktionen und Sabotageakte eingesetzt werden oder zu
| einem späteren Zeitpunkt in die Ukraine zurückkehren, "wenn sich der
| Staub gelegt hat". Das belarussische Staatsfernsehen sendete derweil
| Bilder, die Wagner-Söldner bei der Ausbildung der belarussischen Armee
| zeigen sollen.
|
| Jewgeni Prigoschin scheint in einer deutlich bequemeren Position zu sein
| als noch unmittelbar nach dem Putsch. Zwar hat ihm das Militär den
| Großteil der milliardenschweren Aufträge zur Bewirtung der Armee
| entzogen. Das Catering-Geschäft mit Moskauer Schulen und Krankenhäusern
| läuft aber weiter, wohl auch, um den Rest der Truppe zu finanzieren.
| Auch seine persönliche Sicherheit scheint garantiert, schließlich bewegt
| sich der 62-Jährige frei zwischen Russland und Belarus hin und her,
| bekommt sogar eine Audienz im Kreml. Und was noch wichtiger ist: Sollte
| Putins Regime in Moskau noch einmal ins Wanken geraten, wäre Prigoschin
| einer der wenigen, die mit einer loyalen und schlagkräftigen Truppe
| schnell zur Stelle wären, um sich möglicherweise ins Rennen um die Macht
| zu bringen.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.zeit.de/politik/ausland/2023-07/wagner-soeldner-belarus-wladimir-putin/komplettansicht>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#599499

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2023-07-19 17:38 +0200
Message-ID<khqebtFtgb0U8@mid.individual.net>
In reply to#599485
Am 19.07.23 um 16:09 kopierte Fidel Sebastián Hunrichse-Lara einiges.

Also wenn Putin Gorbatschow spielt
und Prigoschin Jelzin nach einem (Mafia)Putsch..

Bei Putins Bande scheint ein Wettkampf um den
drastischsten Faschismus ausgebrochen zu sein:

<https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_92112568/putins-chefpropagandist-droht-grossbritannien-mit-atomtsunami-zu-zerstoeren.html>

<https://www.merkur.de/politik/medwedew-putin-ukraine-news-vertrauter-atomwaffen-nuklear-drohung-telegram-westen-nachricht-91814962.html>

<https://www.focus.de/politik/ausland/ekelhafte-aussagen-in-russen-tv-putin-propagandist-will-ukrainische-kinder-ertraenken-lassen_id_169069298.html>


[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#599505

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2023-07-19 18:07 +0200
Message-ID<u991ot$2g1v$1@solani.org>
In reply to#599499
Salve allerseits,

Hermann Riemann schrieb:
> Am 19.07.23 um 16:09 kopierte Fidel Sebastián Hunrichse-Lara einiges.
> 
>> | Mit diesem Foto wollte Jewgeni Prigoschin wohl seine Nähe zu den
>> | Wagner-Söldnern demonstrieren: In einfachem T-Shirt und Unterhose sitzt
>> | der 62-Jährige auf einem kargen Feldbett. Veröffentlicht wurde das Bild
>> | vor wenigen Tagen in einer der zahlreichen Telegram-Gruppen mit
>> | Verbindungen zur Wagner-Armee. Auf dem Bild ist auch das Innere eines
>> | spartanischen, weißen Zeltes zu erkennen. Es gleicht jenen Zelten, die
>> | noch vor Wochen in einem Feldlager in Belarus unweit der Stadt
>> | Ossipowitschi aufgebaut wurden. Die Aufnahme scheint zu belegen, dass
>> | die Söldner der Privatarmee – wie seit Wochen spekuliert – tatsächlich
>> | ein neues Quartier in Belarus beziehen.
>> |
>> | Seit dem Aufstand Ende Juni war die Zukunft der Wagner-Truppe lange
>> | unklar. Wladimir Putin hatte dem Söldnerchef Prigoschin und seiner Armee
>> | öffentlich mehrere Varianten der weiteren Zusammenarbeit angeboten. Noch
>> | am Tag nach der Meuterei erklärte der russische Präsident, dass
>> | Wagner-Söldner einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium
>> | unterschreiben, ihre Waffen ganz niederlegen oder aber nach Belarus
>> | abziehen sollen. Und knapp eine Woche nach dem Aufstand waren Prigoschin
>> | und mehr als 30 Befehlshaber der Privatarmee zu einem Gespräch im Kreml
>> | geladen, wie vor wenigen Tagen bekannt wurde.
>> |
>> | Was genau hinter den Kremlmauern besprochen wurde, ist weiterhin unklar.
>> | Gleichwohl hat sich seit dem Treffen der angekündigte Umzug von
>> | Wagner-Söldnern nach Belarus deutlich beschleunigt. Seit Tagen kursieren
>> | im Netz Aufnahmen von Wagner-Kolonnen, die unter Polizeischutz Richtung
>> | Belarus fahren. Das unabhängige Projekt Belaruski Hajun aus Belarus, das
>> | Open-Source-Daten auswertet, hat mittlerweile mindestens fünf größere
>> | Kolonnen von Wagner-Söldnern gesichtet, die sich bereits auf
>> | belarussischem Territorium befinden.
>> |
>> | *Wird die gesamte Truppe von Russland nach Belarus verlegt*?
>> |
>> | Auf Satellitenbildern, die die New York Times Anfang der Woche
>> | ausgewertet hat, sind zahlreiche frisch angekommene Fahrzeuge zu sehen.
>> | Sie befinden sich bereits auf dem neuen Wagner-Gelände in Ossipowitschi,
>> | im Zentrum von Belarus, rund 100 Kilometer von Minsk entfernt. Laut
>> | Daten der Monitoringwebsite Flightradar ist Prigoschins Privatjet seit
>> | dem 27. Juni mindestens viermal auf dem benachbarten Militärflughafen in
>> | Matschulischtschi gelandet und nach kurzem Aufenthalt wieder gestartet.
>> |
>> | "Den Bildern der Kolonnen nach zu urteilen müsste es sich um mindestens
>> | mehrere Tausend Angehörige der Truppe handeln, die nun nach Belarus
>> | verlegt werden", sagt der unabhängige russische Militäranalyst Jan
>> | Matwejew, der das Land noch vor dem Krieg verlassen hat. "Offenbar ist
>> | bei dem Treffen im Kreml die Entscheidung gefallen, die Truppe in der
>> | ursprünglichen Form zu erhalten, ohne dass die Privatarmee weiter in
>> | Russland aktiv sein darf", erklärt Matwejew. Dazu passe etwa, dass das
>> | Moskauer Verteidigungsministerium zuletzt Bilder von einer mutmaßlichen
>> | Übergabe von Wagner-Technik an offizielle Stellen zeigte. Die Aufnahmen
>> | wirken nach Einschätzung von Matwejew "durchaus authentisch" und zeigen
>> | Panzer, Truppentransporter und jede Menge Artillerie.
>> |
>> | Außerdem berichteten Wagner-Kanäle am Montag auf Telegram von der
>> | Schließung ihres Übungsplatzes im südrussischen Molkino. Dort hatte die
>> | Armee seit neun Jahren ihr eigentliches Hauptquartier. Auf Videos ist zu
>> | sehen, wie vermummte Söldner die Fahnen der Söldner-Truppe und Russlands
>> | von den Fahnenstangen holen.
>> |
>> | *Prigoschins Autorität größer als die von Putin*
>> |
>> | Aus Sicht von Wladimir Putin ist die Belarus-Lösung zwar akzeptabel:
>> | Ohne schweres Gerät und unter den Augen der belarussischen Armee scheint
>> | die Gefahr einer Wiederholung des Aufstandes vorerst gebannt. Gleichwohl
>> | hatte der russische Präsident ursprünglich wohl eine andere Zukunft für
>> | die Wagner-Truppe angestrebt. In einem Gespräch mit dem Moskauer Zeitung
>> | Kommersant berichtete Putin, er habe den Wagner-Söldnern den Dienst
>> | unter der Führung von Andrej Troschew angeboten.
>> |
>> | Der 61-Jährige hatte einst die Petersburger Einheit der Sonderpolizei
>> | SOBR geleitet, bevor er zur Wagner-Truppe wechselte. Er gilt als loyal
>> | Putin gegenüber und war eine Art Mittelsmann zwischen den Söldnern, dem
>> | Militär und Geheimdiensten. Eine Beförderung Troschews zum tatsächlichen
>> | Befehlshaber hätte Prigoschin und andere Wagner-Kommandeure wie den
>> | berüchtigten Dmitri Utkin, nach dessen Kampfnamen "Wagner" die Einheit
>> | benannt ist, endgültig entmachtet. Gleichzeitig hätte das russische
>> | Militär eine kampfbereite Truppe unter Führung eines Vertrauten
>> | erhalten. Laut Putin hat Prigoschin diesen Vorschlag abgelehnt.
>> |
>> | Allein dass Putin solche Details des Treffens preisgibt, macht eine
>> | Sache deutlich: Er hat nicht das bekommen, was er wollte. Die
>> | Wagner-Truppe kommt vorerst nicht in die Befehlsgewalt des russischen
>> | Militärs oder anderer Teile des Machtapparats.
>> |
>> | *Keine Bedrohung für die Ukraine*
>> |
>> | Unklar bleibt zudem, wie Putin die Wagner-Truppe für seinen Krieg in der
>> | Ukraine weiter nutzen kann. Ukrainische Offizielle sehen bislang noch
>> | keine akute Bedrohung an der Grenze zwischen Belarus und der Ukraine.
>> | Die Zahl der Söldner und ihre Ausrüstung seien ungenügend, um einen
>> | neuen Angriff von belarussischer Seite zu organisieren, teilte der
>> | ukrainische Grenzschutz vor wenigen Tagen mit. Diese Sichtweise
>> | bekräftigte auch der Sprecher des Kiewer Militärgeheimdienstes HUR,
>> | Andrij Jusow.
>> |
>> | Dies bestätigt auch Militäranalyst Jan Matwejew. "Es ist
>> | unwahrscheinlich, dass die zusätzlichen Wagner-Söldner in Belarus etwas
>> | an der Konstellation der ukrainischen Streitkräfte ändern und größere
>> | Verlagerungen von Truppen, von denen Russland profitieren könnte, nach
>> | sich ziehen wird", sagt der Experte. Denkbar sei höchstens, dass die
>> | Söldner für kleinere Aktionen und Sabotageakte eingesetzt werden oder zu
>> | einem späteren Zeitpunkt in die Ukraine zurückkehren, "wenn sich der
>> | Staub gelegt hat". Das belarussische Staatsfernsehen sendete derweil
>> | Bilder, die Wagner-Söldner bei der Ausbildung der belarussischen Armee
>> | zeigen sollen.
>> |
>> | Jewgeni Prigoschin scheint in einer deutlich bequemeren Position zu sein
>> | als noch unmittelbar nach dem Putsch. Zwar hat ihm das Militär den
>> | Großteil der milliardenschweren Aufträge zur Bewirtung der Armee
>> | entzogen. Das Catering-Geschäft mit Moskauer Schulen und Krankenhäusern
>> | läuft aber weiter, wohl auch, um den Rest der Truppe zu finanzieren.
>> | Auch seine persönliche Sicherheit scheint garantiert, schließlich bewegt
>> | sich der 62-Jährige frei zwischen Russland und Belarus hin und her,
>> | bekommt sogar eine Audienz im Kreml. Und was noch wichtiger ist: Sollte
>> | Putins Regime in Moskau noch einmal ins Wanken geraten, wäre Prigoschin
>> | einer der wenigen, die mit einer loyalen und schlagkräftigen Truppe
>> | schnell zur Stelle wären, um sich möglicherweise ins Rennen um die Macht
>> | zu bringen.
>
> Also wenn Putin Gorbatschow spielt und Prigoschin Jelzin nach einem
> (Mafia)Putsch..
> 
Wenn man von Geschichte keine Ahnung hat, sollte man sich nicht so aus
dem Fenster lehnen! Michail Gorbačёv wurde von Boris El'cin entmachtet,
indem er die Tätigkeit der KPdSU auf russischem Boden verboten hatte!
Boris El'cin hingegen erklärte seinen Rücktritt und übergab um 12h00
Moskauer Zeit die Regierungsgeschäfte an Ministerpräsident Vladimir
Putin... /ᐠo㉨<ᐟ \

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#599425

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2023-07-18 23:25 -0700
Message-ID<447cd9be-68fa-44d1-aad1-a856da269172n@googlegroups.com>
In reply to#599383
Ernstilein schrieb am Dienstag, 18. Juli 2023 um 16:28:21 UTC+2:
> Am Tue, 18 Jul 2023 07:34:12 +0200hat Hermann Riemann 
> <nosp...@hermann-riemann.de> geäußert:

> ><https://www.tagesschau.de/investigativ/report-muenchen/china-lebensmittelpreise-100.html>
> Hermännchen, ich bitte um Entschuldigung.

So. Indem Du ihm ins Gesicht spuckst.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#599527

FromWilhelm Ernst <newstrap@t-online.de>
Date2023-07-19 21:41 +0200
Message-ID<u99ea3$2n28$1@solani.org>
In reply to#599425
Am Tue, 18 Jul 2023 23:25:05 -0700 (PDT)hat Ulf Kutzner
<Ulf.Kutzner@web.de> geäußert:

>Ernstilein schrieb am Dienstag, 18. Juli 2023 um 16:28:21 UTC+2:
>> Am Tue, 18 Jul 2023 07:34:12 +0200hat Hermann Riemann 
>> <nosp...@hermann-riemann.de> geäußert:
>
>> ><https://www.tagesschau.de/investigativ/report-muenchen/china-lebensmittelpreise-100.html>
>> Hermännchen, ich bitte um Entschuldigung.
>
>So. Indem Du ihm ins Gesicht spuckst.

Auf einen groben Klotz (der Tagesschau-Zitate als Beweise anführt),
gehört ein grober Keil.
"Unsere" Republik befindet sich zusammen mit einigen EU-Regierungen im
Krieg gegen Russland (fast wörtlich von unserer Außenministerin).
Das ist doch Frechheit, dann "unsere" staatlich durch Zwangsabgabe
finanzierten Medien als unparteiische Quellen zu zitieren? 
Sie machen Heimatfront, das ist ihr Auftrag.
Schau mal internationale Analysten an:
https://www.youtube.com/watch?v=tReTqfyOKRk
und hier die nachfolgenden Antworten auf Publikumsfragen
https://www.youtube.com/watch?v=lFK-YTRDwlA
Ist zwar recht lang aber interessant...
Willi
-- 
Charakteristisch für Propaganda ist, dass sie verschiedene Seiten einer Thematik nicht darlegt
und Meinung und Information vermischt...Propaganda nimmt dem Menschen das Denken ab und gibt 
ihm stattdessen das Gefühl, mit der übernommenen Meinung richtig zu liegen....Journalisten 
betreiben Aufklärung, indem sie alle verfügbaren Fakten und Hintergründe darlegen und die
Menschen selbst entscheiden lassen, was richtig und was falsch ist. 
bundeszentrale für politische bildung, 01.10.2011

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#599783

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2023-07-24 07:18 +0200
Message-ID<ki6ft9FsqmbU1@mid.individual.net>
In reply to#599527
Am 19.07.23 um 21:41 schrieb Wilhelm Ernst:
> Am Tue, 18 Jul 2023 23:25:05 -0700 (PDT)hat Ulf Kutzner
> <Ulf.Kutzner@web.de> geäußert:
> 
>> Ernstilein schrieb am Dienstag, 18. Juli 2023 um 16:28:21 UTC+2:
>>> Am Tue, 18 Jul 2023 07:34:12 +0200hat Hermann Riemann
>>> <nosp...@hermann-riemann.de> geäußert:
>>
>>>> <https://www.tagesschau.de/investigativ/report-muenchen/china-lebensmittelpreise-100.html>
>>> Hermännchen, ich bitte um Entschuldigung.
>>
>> So. Indem Du ihm ins Gesicht spuckst.
> 
> Auf einen groben Klotz (der Tagesschau-Zitate als Beweise anführt),

Es gibt auch noch ZDF, Phoenix, arte.
<https://www.arte.tv/de/search/?q=Putin&genre=all>
Oder auch Bücher wie z.B. "Putins Netz",
was etwas Aufwand zum kaufen braucht.

> gehört ein grober Keil.

Da steht die Frage offen,
mit welchen Keil man Putin Propagandisten behandeln soll,
wenn Putin Kritiker nicht nach westlichen Maßstäben behandeln lässt.

> "Unsere" Republik befindet sich zusammen mit einigen EU-Regierungen im
> Krieg gegen Russland (fast wörtlich von unserer Außenministerin).

Es entspricht dem "kalten Krieg"

> Das ist doch Frechheit, dann "unsere" staatlich durch Zwangsabgabe
> finanzierten Medien als unparteiische Quellen zu zitieren?

Mit "unser" meinst Du Putin & Co fernsehen in Russland?

Unparteiisch?
Es gibt im öffentlich rechtlichen Fernsehen Kritik an
allen Parteien. z.B. über Habeks Beziehungen.
Welche Partei gehört eine Sendung (Monitor) an,
welche über Geschäfte mit Krebsmedikamente berichtet?

> Sie machen Heimatfront, das ist ihr Auftrag.

Sie versuchen weitgehend sachlich korrekt zu informieren.
Verbrechen, wie sie durch Putins Bande geschehen,
sprechen für sich.

Perfekt geht nicht.

> Schau mal internationale Analysten an:
> https://www.youtube.com/watch?v=tReTqfyOKRk

Hier meine Kommentare zu einzelnen Punkten:

- Erst eine Beschwerde über Benachteiligungen:
Die Putins Seite ist selber national faschistisch
und kooperiert mit national  Faschisten in D,
welche Demokratie bekämpft.

- Telefonumfrage über Verluste 29.6.2023
Über personelle Verluste schweigen beide Seiten.
Hinweis liefern Gräber.
Die Person mit den langen Kopien in ger.ct
und (zu?) viel Geld, erwähnte hohe Verlustzahlen.

- Wolfowitz Doktrin
Im internet findet sich dazu dazu
<https://de.wikipedia.org/wiki/National_Security_Strategy_vom_September_2002>
Teilweise, was demokratischer Grundprinzipien betrifft,
stimme ich dem zu. Statt Staaten würde ich asoziale Regierungsmethode
angemessen bekämpfen, wozu auch "America first" gehört.

- NATO Erweiterung.
  Die NATO war nach dem Zerfall der Sowjetion am sterben,
sie wurde durch den radikalen Islam ( ist das WK III ? )
wiederbelebt. So wie etliche Teile in Europa WK I
  Angst vor Deutschland hatten, haben eine Nachbarn Angst vor Russland
und sind daher der NATO beigetreten.
Zumal  Putin schwerpunktmäßig das Militär wiederbelebt.

- Raketen
   Türkei + Kuba ok.
   Dann gab es ( nicht im Vortrag erwähnt ) SS20 und Pershing II
   Dann gab es neu Probleme aufgrund der Entwicklung
   in Nordkorea und Iran.
   Wer welchen Vertrag warum verlassen hat,
   habe ich nicht genau analysiert. Geht auch nicht.

- Vorherrschaft in NATO.
   Die USA sind nach meiner Beobachtung einiges bestimmend.
   Einen drastischen Missbrauch habe ich bisher nicht bemerkt.

Das die Ukraine aus Angst  vor Russland in die NATO möchte,
halte ich für verständlich.

Das führend Köpfe Russland zerstören wollen, eher für geringfügig.
Das führende Köpfe in Putins Bande die USA zerstören wollen,
für mehr verbreitet.
Das beide Seiten fundamentalen Regierungswechsel auf jeweils
  anderer Seite wünschen für fast sicher.
Spanien hat Katalonien behalten, Russland Tschetschenien,
warum nicht Ukraine ihr Staatsgebiet?

- Amtssprache im Donbass.
   Das war auch im öffentlich rechtlichen Fernsehen.
   Das ist von Land zu Land verschieden.

- 56 Russen in Donbass? Vielleicht offiziell.
   Das abgeschossene Zivilflugzeug
   <https://de.wikipedia.org/wiki/Malaysia-Airlines-Flug_17>
   wurde nach meinem Eindruck von Separatisten
   durch eine russische Rakete abgeschossen.

- Separatisten aus Donbass gründeten Wagner Gruppe.
   Kann sein, interessant,
   aber warum kämpfte sie dann in Afrika?

- Krim  1991 unabhängig? Nach
   <https://de.wikipedia.org/wiki/Autonome_Republik_Krim>
   war sie innerhalb der Ukraine autonom,
   so wie es IMHO auch in anderen Staaten der Fall ist.
   Das die  grünen Männchen 20 000 "Deserteure" aus der
   ukrainischen Armee  sein sollen könnte teilweise stimmen.
   Das hat Ähnlichkeiten mit einem Militärputsch.
   ( Die folgende war IMHO nicht unter demokratischer Aufsicht.)

- Münchner Abkommen?

<https://www.merkur.de/politik/ukraine-news-wolodymyr-selenskyj-dmytro-kuleba-verhandlungen-russland-usa-winter-zr-91921062.html>

- Jarosch ukrainischer Wagner?
   <https://de.wikipedia.org/wiki/Dmytro_Jarosch>
   Danach ist Jarosch kein Anführer
   ukrainischer Freiwilligen Verbände mehr.
   Mögliche Kriegsverbrechen könnte wie My Lai
   <https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Mỹ_Lai>
   strafrechtlich nachgegangen werden.

- Benachteiligung von Russen
   Eine Abneigung gegen Russen besteht (nicht nur) in der Ukraine
   aus historischer Erfahrung.
   Zu einem demokratischen Rechtsstaat gehört die staatliche
   individuelle Gleichberechtigung von Minderheiten.
   Das gilt nicht für Nazi & Co Anhänger.
   Daher halte ich analog zur Entnazifizierung
   eine entPutinisierung für notwendig.

- Beschuss in der Ukraine vor dem Überfall.
   Es war meiner Erinnerung da ein Bürgerkrieg.

- Artikel 51
   <https://de.wikipedia.org/wiki/Recht_zur_Selbstverteidigung>
   Formell: Die Landesteile in der Ukraine waren keine Staaten.
   Es bleibt also die Frage der Notwehr.
   Und der Frage eines Rechtsweges.

---------------------

Eines der Hauptprobleme sehe ich in dem Umgang
von Putins Bande mit diversen Nachrichten.
Dadurch verliert einiges an Glaubwürdigkeit,
wenn Unrecht geschehen ist.

Eine Lösung könnte folgender Versuch sein:
Teilautonomie für gewisse Gebiete.
In diesen Gebieten darf nur die UNO Schusswaffen
(außer Pistolen bei Polizei ) haben.
Zur Besatzung gehören nicht: USA, Russland,
Ukraine und Staaten die Bevölkerungsteile unterdrücken,
wie China und Türkei.
Währung wie Ukraine, € darf verwendet werden.
2 Amtssprachen ukrainisch und russisch
mit Übersetzungsmöglichkeit durch computer.
Demokratie: persönliche Kultur Entscheidung ist indviduell.
..

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#599784

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2023-07-24 09:29 +0200
Message-ID<u9l991$j3np$1@dont-email.me>
In reply to#599783
Salve allerseits,

Hermann Riemann schrieb:
> Am 19.07.23 um 21:41 schrieb Wilhelm Ernst:
>> Am Tue, 18 Jul 2023 23:25:05 -0700 (PDT)hat Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> geäußert:
>>> Ernstilein schrieb am Dienstag, 18. Juli 2023 um 16:28:21 UTC+2:
>>>> Am Tue, 18 Jul 2023 07:34:12 +0200hat Hermann Riemann <nosp...@hermann-riemann.de> geäußert:
>>>>
>>>>> <https://www.tagesschau.de/investigativ/report-muenchen/china-lebensmittelpreise-100.html>
>>>>
>>>> Hermännchen, ich bitte um Entschuldigung.
>>>
>>> So. Indem Du ihm ins Gesicht spuckst.
>> 
>> Auf einen groben Klotz (der Tagesschau-Zitate als Beweise anführt),
> 
> Es gibt auch noch ZDF, Phoenix, arte.
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| Im vergangenen März erklärte Verteidigungsminister Lloyd Austin, dass
| die Frühjahrsoffensive des ukrainischen Militärs dank der bedeutenden
| Unterstützung des Westens "eine sehr gute Chance auf Erfolg" habe. Der
| ehemalige Chef des britischen Generalstabs, General Richard Dannatt,
| ging sogar so weit zu behaupten, dass die ukrainische Offensive so
| erfolgreich sein würde, dass Putin dadurch "aus dem Kreml gefegt werden
| könnte".
|
| Die Realität des Kampfes hat diese optimistischen Behauptungen jedoch
| hinweggefegt und die harte Wahrheit ans Licht gebracht: Es ist
| unwahrscheinlich, dass die Ukraine Russland militärisch aus ihrem
| Territorium vertreiben kann, ganz gleich, wie viele Männer sie in die
| Schlacht schickt.
|
| So unangenehm es für alle Unterstützer der Ukraine auch sein mag, der
| klügste Entscheidung für Selenskyj könnte nun darin bestehen, eine
| Verhandlungslösung anzustreben, die Kiew möglichst viel Unabhängigkeit
| und Territorium sichert. Eine Beendigung des Krieges würde Zehntausenden
| von tapferen und heldenhaften ukrainischen Kämpfern den Tod und die
| Verwundung ersparen – Männern und Frauen, die Kiew nach Beendigung des
| Krieges für den Wiederaufbau des Landes brauchen wird.
|
| Im selben Monat, in dem Austin behauptete, die Ukraine habe "eine sehr
| gute Chance", Russland in der Kiewer Frühjahrsoffensive zu besiegen,
| schrieb ich, dass der "Westen kalt erwischt werden könne, wenn man davon
| ausgehe, dass Russland den Krieg verlieren wird, aber es der
| ukrainischen Offensive nicht gelingt, die russischen Stellungen
| entscheidend zu schwächen".
|
| Einen Monat vor Beginn der Offensive erläuterte ich die sehr praktischen
| Gründe, warum der ukrainische Angriff mit ziemlicher Sicherheit nicht
| einmal bescheidene Erfolge erzielen würde.
|
| Ich argumentierte, dass die ukrainischen Truppen, um die russische
| Landbrücke zur Krim erfolgreich zu kappen, durch mehrere Zonen
| ausgeklügelter russischer Verteidigungsanlagen hindurch angreifen
| müssten, "mit begrenzter offensiver Luftmacht, begrenzter Luftabwehr,
| unzureichenden Mengen an Artilleriegranaten und einer Truppe, die mit
| einem Mischmasch aus moderner und veralteter Panzerung ausgestattet ist
| – ausgestattet mit einem Mix aus Wehrpflichtigen ohne Kampferfahrung
| sowie einigen Offizieren und Männern mit Grundausbildung durch
| Nato-Trainern".
|
| All diese Faktoren haben nun vorhersehbar dazu beigetragen, die Kiewer
| Offensive abzuschwächen, da es nach sechswöchigen Bemühungen nicht
| einmal gelungen ist, den ersten Gürtel der russischen
| Hauptverteidigungslinien zu durchbrechen.
|
| Ukrainische und westliche Offizielle haben versucht, das Ganze
| schönzureden, indem sie behaupteten, dass die Fortschritte nur "langsam"
| seien, dass alle Geduld haben müssten und dass die ukrainischen
| Streitkräfte (UAF) mit der Zeit doch noch die Oberhand gewinnen würden.
|
| Einige Analysten haben argumentiert, dass die Ukraine die kombinierten
| Waffeneinsätze, die die Nato-Armeen einsetzen und den ukrainischen
| Truppen Anfang des Jahres beigebracht haben, nur unzureichend eingesetzt
| hat. Die harte Realität sieht jedoch so aus, dass Fortschritte aus
| absehbaren Gründen weiter nicht erreicht werden können.
|
| Rund um den 5. Juni begann die ukrainische Armee einen Großangriff in
| der Region Saporischschja mit dem Ziel, die russische Sicherheitszone
| unmittelbar an der Kontaktlinie zu durchbrechen, dann in den ersten
| Gürtel der russischen Hauptverteidigungslinie einzudringen, die Stadt
| Tokmak etwa 25 Kilometer hinter den Linien einzunehmen und auf dem Weg,
| die Stadt Melitopol an der Küste des Asowschen Meeres zu besetzen, die
| russischen Streitkräfte in zwei Hälften zu teilen.
|
| Das ukrainische Kommando führte den Angriff mit zwei Brigaden in
| gepanzerten Fahrzeugen an – der 47. und der 33. mechanisierten Brigade
| –, die die beste Nato-Ausbildung und -Ausrüstung erhalten hatten,
| darunter deutsche Leopard-2-Panzer und amerikanische Bradley-
| Kampffahrzeuge.
|
| Diese beiden Brigaden erlitten von Anfang an vernichtende Niederlagen,
| da sie nicht mehr als ein paar Kilometer vorrücken konnten und in den
| ersten vier Tagen einen Großteil ihrer modernen gepanzerten Fahrzeuge
| verloren. In den ersten zwei Wochen verlor die Ukraine insgesamt 20
| Prozent der westlichen Panzer, die sie für die Offensive zusammengezogen
| hatte, und über 30 Prozent ihrer Schlagkraft.
|
| Die Gründe für diese Verluste waren angesichts der bekannten Bedingungen
| durchaus verständlich: Russland hatte mehr als sechs Monate damit
| verbracht, ausgeklügelte und leistungsfähige Verteidigungsgürtel zu
| errichten, verfügte über einen erheblichen Vorteil bei der Luftmacht,
| der Luftabwehr und der Artillerie sowie über beträchtliche Kapazitäten
| bei Minenfeldern, Panzerabwehrlenkraketen, Raketenartillerie,
| elektronischer Kriegsführung (zur Abwehr ukrainischer Drohnen und
| Präzisionslenkraketen) und Angriffsdrohnen.
|
| *Nicht Zermürbung, sondern verzweifelter Strategiewechsel*
|
| In dem Versuch, die Situation schönzureden, erklärten westliche Beamte
| und Analysten am Dienstag gegenüber der Washington Post, dass "das
| ukrainische Militär bisher einen auf Zermürbung basierenden Ansatz
| verfolgt, der hauptsächlich darauf abzielt, Schwachstellen in den
| russischen Linien zu schaffen". Das ist nicht korrekt.
|
| Die ukrainischen Streitkräfte haben nicht auf Zermürbung gesetzt,
| sondern ihre Taktik dahin gehend geändert, dass sie mit kleinen
| Infanterie-Gruppen versuchen, die russischen Schützengräben zu
| durchdringen, und zwar aus purer Notwendigkeit. Die Führung mit Panzern
| funktioniert einfach nicht, und wenn die Ukraine weiterhin versucht
| hätte, große gepanzerte Angriffe zu unternehmen, wären weiterhin viele
| Soldaten gestorben.
|
| Das Problem für Kiew ist, dass dieser "Ansatz" mit ziemlicher Sicherheit
| zum Scheitern verurteilt ist. Die militärische Geografie der Ukraine
| insgesamt ist durch offenes, flaches Gelände gekennzeichnet, das von
| dünnen Waldstreifen durchsetzt ist.
|
| Da Russland den Luftraum beherrscht und über beträchtliche
| Drohnenkapazitäten verfügt, werden die ukrainischen Soldaten, sobald sie
| sich im offenen Gelände bewegen, sofort unter Artillerie- oder
| Mörserbeschuss gesetzt. Bewegen sich gepanzerte Fahrzeuge im offenen
| Gelände, werden sie ebenfalls schnell zerstört. Das Beste, was die
| ukrainische Armee tun kann, ist, eine kleine Anzahl von Infanteristen in
| Gräben einzuschleusen, in denen sich russische Truppen befinden.
|
| Es geht nicht darum, dass Selenskyjs Truppen "langsam" vorankommen,
| sondern darum, dass sie auf dem Weg zur Asowschen Küste keines ihrer
| anfänglichen taktischen Ziele erreichen, und zwar genau deshalb, weil
| die für einen Sieg erforderlichen Kampfgrundlagen weitgehend (und in
| einigen Fällen ganz) fehlen. Sie verfügen einfach nicht über die
| personellen Ressourcen oder die physische Infrastruktur, die für einen
| Erfolg erforderlich sind.
|
| Nun ist es immer möglich, dass Russland einen plötzlichen politischen
| Zusammenbruch erleidet, wie es 1917 geschah, und die Ukraine dennoch
| erfolgreich aus den Kämpfen hervorgeht. Das ist jedoch äußerst
| unwahrscheinlich, und Kiew wäre schlecht beraten, seine
| Zukunftshoffnungen auf ein solches Ereignis zu gründen.
|
| Ein weiterer Versuch würde tragischerweise dazu führen, dass noch mehr
| UAF-Truppen getötet und ukrainische Städte zerstört werden und die
| Aussichten auf Frieden immer weiter in die Ferne rücken.
|
| Am Montag erklärte die stellvertretende Pressesprecherin des Pentagons,
| Sabrina Singh, dass die Ukraine "die Kampfkraft hat, um auf dem
| Schlachtfeld erfolgreich zu sein. Sie hat das, was sie braucht, um in
| der Gegenoffensive erfolgreich zu sein".
|
| Ein derartiger Optimismus steht in keinem Verhältnis zu den Realitäten
| des Kampfes. Die Vereinigten Staaten sollten aufhören, schwammige
| Erklärungen abzugeben, und stattdessen damit beginnen, echte
| diplomatische Anstrengungen zu unternehmen, um diesen Krieg zu beenden.
|
| Ich verstehe, dass alle wollen, dass die Ukraine gewinnt und Russland
| verliert. Aber wenn wir weiterhin auf diesem Wunsch beharren, wird sich
| an den tatsächlichen Gegebenheiten nichts ändern. Die größte Hoffnung
| für Selenskyj, dass die Ukraine aus diesem Krieg als politisch
| lebensfähig hervorgeht, besteht darin, einem Waffenstillstand
| zuzustimmen, damit Verhandlungen beginnen können.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.telepolis.de/features/Warum-die-Gegenoffensive-der-Ukraine-scheitert-9223148.html?seite=all>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#599815

FromWilhelm Ernst <newstrap@t-online.de>
Date2023-07-24 21:21 +0200
Message-ID<u9mivc$9bou$1@solani.org>
In reply to#599783
Am Mon, 24 Jul 2023 07:18:33 +0200hat Hermann Riemann
<nospam.ng@hermann-riemann.de> versucht zu antworten:

 snip
>Es gibt auch noch ZDF, Phoenix, arte.
><https://www.arte.tv/de/search/?q=Putin&genre=all>
>Oder auch Bücher wie z.B. "Putins Netz",
>was etwas Aufwand zum kaufen braucht.
>
>> gehört ein grober Keil.
>
>Da steht die Frage offen,
>mit welchen Keil man Putin Propagandisten behandeln soll,
>wenn Putin Kritiker nicht nach westlichen Maßstäben behandeln lässt.

Weshalb sollte man russische Putin-Kritiker nach "westlichen Maßstäben"
behandeln müssen? Sind "westliche Maßstäbe" jetzt exterritoriales Recht?
Ist den Russen keine nationale Rechtssprechung erlaubt? So, wie auch
nicht den Iranern und den Kubanern und allen anderen, die keine
"westlichen Maßstäbe" in ihrem Recht kennen? 
>> "Unsere" Republik befindet sich zusammen mit einigen EU-Regierungen im
>> Krieg gegen Russland (fast wörtlich von unserer Außenministerin).
>
>Es entspricht dem "kalten Krieg"
>
Fundamentaler Irrtum!
Der kalte Krieg war ein Kampf unterschiedlicher Gesellschaftsmodelle und
Wirtschaftssysteme. Er blieb deshalb kalt, weil beide Seiten ihr System
erhalten wollten. Der neue "kalte Krieg" verläuft zwischen
kapitalistischen Großmächten, die um ihre Dominanz ringen. Eine
militärische Niederlage ist kein Tod des Systems und nach Lesart
aktueller Politiker auch begrenzt nuklear denkbar.

>> Das ist doch Frechheit, dann "unsere" staatlich durch Zwangsabgabe
>> finanzierten Medien als unparteiische Quellen zu zitieren?
>
>Mit "unser" meinst Du Putin & Co fernsehen in Russland?
>
Hermännchen, lern lesen.
>Unparteiisch?
>Es gibt im öffentlich rechtlichen Fernsehen Kritik an
>allen Parteien. z.B. über Habeks Beziehungen.
>Welche Partei gehört eine Sendung (Monitor) an,
>welche über Geschäfte mit Krebsmedikamente berichtet?
>
>> Sie machen Heimatfront, das ist ihr Auftrag.
>
>Sie versuchen weitgehend sachlich korrekt zu informieren.
>Verbrechen, wie sie durch Putins Bande geschehen,
>sprechen für sich.
>
>Perfekt geht nicht.
Nein, sie blenden völlig die Entstehung des Krieges aus und das ist eine
Verdummung des Publikums zugunsten einer Seite - der der USA, die zehn
Jahre auf diesen Krieg hingearbeitet haben. Jeder Krieg hat eine
Vorgeschichte und die beginnt hier bei Brzezinski.
Wer das verschweigt, macht einfach nur Propaganda für die Heimatfront.
Das Gesabbel über die innenpolitischen Querelen ist doch nur Nebelkerze,
um zu verdecken, dass keine Partei im Bundestag die Bindung an NATO und
an die USA auflösen will. Wir werden also - wie die Ukrainer - den Krieg
der Yankees gegen Russland bezahlen. Vorerst nur mit Geld und
Lebensstandard. Die Ukrainer zahlen mit Menschenleben...
Den Rest erspare ich mir. 
Du bist vorbildlich "eingenordet" - chapeau!
Willi

>> Schau mal internationale Analysten an:
>> https://www.youtube.com/watch?v=tReTqfyOKRk
>

-- 
Die Anwendung einer Wasserstoffbombe ist vom christlichen Standpunkt aus 
nicht einmal eine so schreckliche Sache, da wir alle dem ewigen Leben zustreben. 
Und wenn zum Beispiel eine einzelne Wasserstoffbombe eine Millionen Menschen töte, 
so erreichen die Betroffenen umso schneller das ewige Leben.
Otto Dibelius, 1949-1961 Ratsvorsitzender der EKD 

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#599819

FromMartin Ebert <mx300@gmx.net>
Date2023-07-24 22:17 +0200
Message-ID<u9mm8d$pcvr$1@dont-email.me>
In reply to#599815
Am 24.07.23 um 21:21 schrieb Wilhelm Ernst:

> der USA, die zehn Jahre auf diesen Krieg hingearbeitet haben.

Und ich Dummerchen dachte, Russland hätte die Ukraine angegriffen.
Übrigens ein klassischer Eroberungskrieg, noch klarer geht selten.

Aber mal angenommen Du hättest recht: Warum war denn Russland
so blöd, sich da reinziehen zu lassen? Von den USA? Und sich
militärisch derart zu blamieren?

> Jeder Krieg hat eine Vorgeschichte und die beginnt hier bei 
> Brzezinski.

Das wusste ich auch nicht: Der schreibt ein Buch und alle hören
auf ihn? Oder könnte es sein, dass Du nur russische Propaganda
nachplapperst?

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#599822

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2023-07-25 00:34 +0200
Message-ID<u9mu9p$qd4t$1@dont-email.me>
In reply to#599819
Salve allerseits,

Martin Ebert schrieb:
> Am 24.07.23 um 21:21 schrieb Wilhelm Ernst:
> 
>> der USA, die zehn Jahre auf diesen Krieg hingearbeitet haben.
> 
> Und ich Dummerchen dachte, Russland hätte die Ukraine angegriffen.
> Übrigens ein klassischer Eroberungskrieg, noch klarer geht selten.
> Aber mal angenommen Du hättest recht: Warum war denn Russland
> so blöd, sich da reinziehen zu lassen? Von den USA? Und sich
> militärisch derart zu blamieren?
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| Es ist laut an der Front in Saporischschja: Das Fauchen von Raketen
| durchschneidet die schwüle Sommerluft, alle paar Sekunden detoniert eine
| Mörsergranate. Unterlegt wird all das vom dunklen Wummern der
| Artillerie. »Molfar« hat sich in der Nacht wieder an dieser Kakophonie
| der Zerstörung beteiligt. Molfar, ein Zauberer, so nennen seine Leute
| den 27-jährigen Kanonier, der vor dem Krieg half, Baumärkte
| hochzuziehen, und nun mit fünf Kameraden eine amerikanische
| M777-Haubitze bedient. Sie steht versteckt unter Eschen und Eichen. Das
| Geschützrohr – Kaliber 155 Millimeter – zeigt Richtung Süden über
| Weizenfelder. Irgendwo dahinter haben sich die russischen Truppen
| eingegraben. Molfar reibt sich den Schlaf aus den Augen und setzt Kaffee
| auf einem kleinen Feuer auf, das er mit den Chemikalien einer
| Treibladung entfacht hat. »Wir haben bis zum Morgengrauen gearbeitet«,
| murmelt er entschuldigend.
|
| Kommt ein Feuerbefehl, muss Molfar sofort raus aus dem Unterstand, egal
| ob Tag oder Nacht. Wenn es darum geht, russische Panzer oder Infanterie
| zu treffen, können Sekunden über den Erfolg entscheiden. Molfars Einheit
| habe schon früh eine amerikanische Haubitze erhalten, erzählt er. Zu
| Beginn des Krieges hätten sie noch mit einem alten sowjetischen
| 152-Millimeter-Geschütz die Hauptstadt Kiew verteidigt. Aber bald seien
| ihnen die Granaten ausgegangen, von denen sie manchmal 100 pro Tag
| abgefeuert hätten.
|
| *Stellungskrieg wie vor über hundert Jahren*
|
| Der Mangel an Sowjetmunition war der Grund, warum die USA inzwischen
| mehr als 150 moderne Geschütze geliefert haben. Molfar ist voll des
| Lobes für die M777. Sie sei vergleichsweise leicht, lasse sich einfach
| bedienen und schieße genau. Aber nun stehen die ukrainischen Truppen vor
| einem Problem, das sie schon zu Anfang des Krieges hatten: Ihnen gehen
| die Granaten aus.
|
| Für Molfar ist das Problem noch nicht so drängend, weil er an einem
| entscheidenden Punkt der Front im Süden der Ukraine steht, wo stets für
| ausreichend Munition gesorgt wird. Aber dem jungen Kanonier ist
| aufgefallen, dass die Granaten des Nato-Standardkalibers 155 Millimeter
| mittlerweile aus vielen verschiedenen Ländern kommen: den USA, der
| Türkei, Deutschland und Polen. Kürzlich habe man ihnen sogar norwegische
| Geschosse geliefert, die in den Sechzigerjahren hergestellt worden
| seien, sagt er. »Als müsse die Nato ihre alten Vorräte zusammenkratzen.«
|
| Im Süden und Osten der Ukraine spielt sich ein Drama ab, das Europa in
| dieser Dimension seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat. Die russischen
| Truppen haben sich eingegraben und ihre Stellungen mit Minen,
| Stacheldraht und Panzersperren gesichert. Das macht es den Ukrainern
| praktisch unmöglich, ohne schwere Verluste vorzurücken. Sie müssen den
| Feind mit Artillerie unter Feuer nehmen, um ihm überhaupt größeren
| Schaden zuzufügen.
|
| Es ist ein Szenario, das typisch für den Ersten Weltkrieg war. Millionen
| Soldaten lieferten sich damals einen blutigen Stellungskrieg, bei dem
| der Feind durch die schiere Masse der abgefeuerten Geschosse zerstört
| werden sollte. Die Ukrainer verbrauchen je nach Schätzung 4000 bis 8000
| Granaten des Kalibers 155 Millimeter pro Tag – weit mehr, als die USA
| und ihre Verbündeten herstellen können.
|
| In den vergangenen Jahren ist unter Verteidigungsexperten viel über die
| »Neuen Kriege« philosophiert worden, in denen angeblich unbemannte
| Drohnen und Computerviren über Sieg und Niederlage entscheiden. Das
| Schicksal der Ukraine aber hängt vor allem an einer Waffe, die simpler
| kaum sein könnte: Eine gewöhnliche Artilleriegranate ist eine mit
| Sprengstoff gefüllte Stahlhülle, die tödliche Splitter freisetzt, wenn
| sie detoniert. Der Nachschub stockt, weil es der Westen versäumt hat,
| rechtzeitig die Produktion hochzufahren. Noch zur Jahreswende fertigten
| die USA ganze 14.000 155-Millimeter-Granaten pro Monat – so viel, wie
| die Ukraine in zwei bis vier Tagen verbraucht. Die westliche Welt war
| auf eine Neuauflage der Kriegsführung wie im Ersten Weltkrieg nicht
| eingestellt.
|
| Lange dachten die Amerikaner, sie könnten den Bedarf der Ukrainer aus
| ihren Lagern decken. Aber inzwischen haben sie über zwei Millionen
| Granaten geliefert, und die Nachfrage wird immer größer. Der Krieg ist
| deshalb auch zu einem Rüstungswettlauf geworden. Wer schafft es, die
| Produktion so schnell anzukurbeln, damit er den Gegner mit Trommelfeuer
| zermürben kann? Die Russen hatten zwar weit mehr Granaten als der Westen
| in Reserve – Schätzungen gehen von bis zu 17 Millionen Stück aus.
|
| Aber Wladimir Putins Armee braucht auch mehr Geschosse, weil ihre
| Doktrin voll auf Artillerie setzt und die alten Sowjethaubitzen
| ungenauer sind als etwa die amerikanische M777. Nur: Was nutzt das
| Kanonier Molfar, der bald in ein leeres Geschützrohr blickt? Wenn es gut
| läuft, werden die USA Ende des Jahres 24.000 Granaten pro Monat
| herstellen – was nicht einmal ein Fünftel des derzeitigen Bedarfs decken
| würde.
|
| Der Mangel an Munition ist Symptom eines tiefer liegenden Problems. Mit
| der Gegenoffensive der Ukraine war die Hoffnung verbunden, dem Krieg
| eine entscheidende Wende zu geben. In Kiew und den Hauptstädten des
| Westens träumte man davon, dass die Ukraine bis zum Asowschen Meer
| vorrücken könnte, um so den Russen den Landweg zur Krim abzuschneiden.
| Die Möglichkeit, die illegal annektierte Halbinsel im Schwarzen Meer
| zurückzuerobern, sollte die Bedingungen für belastbare
| Friedensverhandlungen schaffen.
|
| *Verzweiflung im Weißen Haus*
|
| Nun aber sind die Ukrainer gefangen im Schrecken des Stellungskrieges.
| »Wir sind alle frustriert, wie langsam es vorangeht«, heißt es in der
| Bundesregierung. Jake Sullivan, Joe Bidens Sicherheitsberater, warnte
| vor zwei Wochen sogar davor, dass die Russen zu einem Gegenschlag
| ausholen könnten, sollten die Ukrainer nicht schnell mit neuer Munition
| versorgt werden. Gerade die Zivilbevölkerung werde leiden, »wenn
| russische Panzer ukrainische Stellungen überrollen«, so Sullivan.
|
| Der dramatische Satz sollte erklären, warum es Biden erlaubt hatte, Kiew
| umstrittene Streumunition zu liefern. Aber aus ihm sprach auch die
| Verzweiflung des Weißen Hauses über die prekäre Lage der ukrainischen
| Armee. Es bestehe immer noch die Chance, dass die Ukrainer substanzielle
| Geländegewinne erzielten, sagt Mark Cancian, ein ehemaliger Oberst der
| US-Marines, der heute am Center for Strategic and International Studies
| (CSIS) in Washington forscht. Aber er halte es für unmöglich, dass sie
| in dieser Offensive bis zum Asowschen Meer vorstießen.
|
| Als die Offensive Anfang Juni begann, fuhren die Ukrainer mit ihrem
| modernen westlichen Gerät auf Minen, die die Russen über Monate verlegt
| hatten. Und sie wurden von Hubschraubern und Kampfflugzeugen unter Feuer
| genommen, gegen die sie sich kaum wehren konnten, weil moderne
| Flugabwehr fehlt. Westliche Berater hatten den Ukrainern empfohlen,
| massiv und schnell vorzustoßen und dabei die Waffengattungen
| gleichzeitig zu nutzen: Infanterie, Panzer, Artillerie.
|
| Aber weil dies zu hohen Verlusten bei Mensch und Material führte, legte
| die ukrainische Armee eine Pause ein und verfolgt nun eine andere
| Taktik: Sie verfeuert große Mengen Granaten und rückt zu Fuß in kleinen
| Infanteriegruppen vor. Die Verluste sind nun nicht mehr so massiv wie zu
| Beginn, doch größere Geländegewinne gibt es auch nicht. Das frustriert
| nicht nur das Weiße Haus, sondern auch viele Militärexperten.
|
| Der österreichische Analytiker Franz-Stefan Gady vom International
| Institut for Strategic Studies (IISS) in London hat vor Kurzem die
| Frontgebiete besucht. Die Ukrainer würden die verschiedenen
| Waffensysteme »nicht gleichzeitig, sondern aufeinanderfolgend«
| einsetzen, klagt er. So könne es nicht gelingen, das russische
| Verteidigungssystem »auseinanderzuziehen«. Die Ukrainer dagegen scheinen
| darauf zu hoffen, dass sie durch massiven Artillerieeinsatz eine Lücke
| in die russischen Verteidigungslinien schießen, durch die sie stoßen
| können.
|
| Das allerdings erfordert große Mengen Munition, die es bald nicht mehr
| gibt. Die Lager im Westen leeren sich – vor allem Deutschland ist so gut
| wie blank. Kürzlich schrieb das Finanzministerium in einer vertraulichen
| Vorlage für das Parlament, dass die Bundeswehr nur noch über rund 20.000
| 155-Millimeter-Geschosse verfüge.
|
| Der Mangel ist das Ergebnis von politischem Versagen, weil die Lager in
| Deutschland – im Gegensatz zu den USA – schon vor dem Ukrainekrieg leer
| waren. In der Bundesrepublik gibt es vor allem zwei Firmen, die Granaten
| herstellen: Rheinmetall in Düsseldorf und Diehl in Nürnberg. Mit beiden
| Firmen hat die Bundesregierung Rahmenverträge für die Lieferung von
| Munition abgeschlossen – nur wurden sie in den vergangenen Jahren kaum
| abgerufen.
|
| Selbst nach Putins Invasion in die Ukraine im Februar 2022 kam die
| Produktion nicht in Gang. Es gab zwar ein Treffen mit den Chefs von
| Diehl und Rheinmetall im Berliner Verteidigungsministerium. Aber die
| damalige Ministerin Christine Lambrecht machte keine klare Ansage über
| die Zahl der zu produzierenden Granaten und überließ alle Details der
| trägen Ministerialbürokratie.
|
| Mittlerweile gibt es zumindest einen Lichtblick für die Ukraine. Im Juli
| genehmigte der Bundestag mehrere milliardenschwere Verträge für
| Artillerie- und Panzermunition, mit der sowohl die Bundeswehr als auch
| die ukrainischen Streitkräfte versorgt werden sollen. Erste Pakete von
| jeweils 20.000 Geschossen sind für dieses und kommendes Jahr avisiert.
| Rheinmetall-Chef Armin Papperger sieht freilich, dass dies viel zu wenig
| ist. »Die Ukrainer brauchen rund eine Million Stück«, glaubt er.
|
| Pappergers Problem ist unter anderem der leer gefegte Rohstoffmarkt. Der
| Freiheitskampf der Ukrainer hängt auch an Spezialbaumwolle, die dem
| Treibmittel beigegeben wird, das eine Granate aus dem Geschützrohr
| herauskatapultiert. Diese Baumwolle ist derzeit schwer aufzutreiben.
| Papperger will einen neuen Vertrag mit einem Lieferanten in Australien
| abschließen. Aber noch ist nichts spruchreif.
|
| Solange der Westen nicht liefern kann, müssen die Ukrainer Munition
| sparen – oder auf Streumunition ausweichen, von der die USA noch
| Hunderttausende Granaten im Depot haben. In diesen Tagen beginnen Kiews
| Truppen, von Washington gelieferte Streubomben zu verfeuern. Bidens
| Sicherheitsberater Sullivan hat sie als »Brücke« bezeichnet, bis die
| Produktion herkömmlicher Geschosse hochgefahren sein wird. Militärisch
| ergibt der Einsatz von Streumunition Sinn: Die Granaten vom Typ M864
| öffnen sich in der Luft und geben 72 kleine »Bomblets« frei, also
| kleinere Bomben, die auf einer mehrere Fußballfelder großen Fläche
| explodieren. Der Vorteil liegt auf der Hand: Soldaten in einem ungleich
| größeren Gebiet werden ebenso getroffen wie Fahrzeuge oder
| Artilleriestellungen. Die Amerikaner setzten schon im Vietnamkrieg
| Streumunition ein. Damals haben sie ausgerechnet, dass – statistisch
| betrachtet – 13,6 Standardgranaten nötig sind, um einen Feind zu töten;
| bei Streugranaten reichten 1,7.
|
| Entsprechend groß ist die Freude bei den Ukrainern über die Lieferung
| der neuen Munition. Auch wenn diese in vielen Ländern geächtet ist, weil
| nicht explodierte »Bomblets« noch Jahre später Zivilisten verstümmeln
| können. Die USA, Russland und auch die Ukraine haben den Ächtungsvertrag
| nie unterschrieben. Er verstehe die Debatte über solche ethischen
| Grundsätze im Krieg nicht, sagt Molfar, der Kanonier. Sie komme ihm
| schon deshalb schräg vor, weil die Russen bereits seit Beginn des
| Krieges Streubomben einsetzen.
|
| Es müsse doch den Ukrainern überlassen bleiben, mit welchen Waffen sie
| ihr Land verteidigten, sagt er. Streumunition bedeute für ihn mehr
| Sicherheit, weil er mit einer solchen Granate ein viel größeres Gebiet
| beschießen könne. Das wiederum erlaube es ihm, sein Geschütz zu schonen,
| wodurch er selbst weniger zur Zielscheibe werde. »Am Ende sind wir
| seltener in Lebensgefahr.«
|
| *Wird die Ukraine langsam ausbluten*?
|
| Durch den Einsatz der Streumunition werde sich die Lage an der Front
| erst einmal nicht entscheidend ändern, da sind sich die meisten Experten
| einig. Sie sei leider keine »Wunderwaffe«, sagte der amerikanische
| Verteidigungsstaatssekretär Colin Kahl Anfang des Monats in Washington.
| Den Ukrainern fehlen neben Artilleriemunition auch eine wirksame
| Flugabwehr und Raketen mit größerer Reichweite.
|
| Und in amerikanischen Medien gibt es anonyme Stimmen aus der
| US-Regierung, die beklagen, dass die Ukrainer zum Teil immer noch einer
| alten und starren Militärtaktik aus Sowjetzeiten folgten. »Streugranaten
| geben den Ukrainern Zeit, ihre Offensive fortzusetzen«, glaubt der
| Militärexperte Michael Kofman. »Sie werden aber wahrscheinlich nicht
| deren Ausgang beeinflussen.«
|
| Washington und den Regierungen in Europa stehen bald schwierige Debatten
| ins Haus. Noch versichert US-Präsident Biden, dass er die Ukraine
| unterstützen werde, solange es nötig sei. Aber wie lange gilt dieses
| Versprechen noch, wenn es bedeutet, eine jahrelange Abnutzungsschlacht
| zu finanzieren? Wenn der Krieg jeden Monat Tausende Tote fordert, ohne
| dass sich die Front merklich verschiebt? Wenn es Tag für Tag heißt: im
| Osten nichts Neues?
|
| In der Bundesregierung heißt es, jedwede Friedensverhandlung mit Putin
| sei derzeit schon deshalb utopisch, weil der Kremlchef nicht einmal
| bereit sei, sich bei der Verlängerung eines Abkommens für den Export
| ukrainischen Getreides zu bewegen. Andererseits werde immer klarer, dass
| man die Ukrainer in einem Kampf unterstütze, in dem das Land langsam
| ausbluten könnte. »Es ist unerträglich, aber es ist so«, heißt es in
| Berlin.
|
| Putin hat keine Skrupel, das weiß auch Soldat Molfar.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-krieg-warum-die-ukrainer-nun-fuer-die-versaeumnisse-des-westens-buessen-muessen-a-a421db48-1b8b-4005-b80a-6d26a8753b74>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#599901

FromWilhelm Ernst <newstrap@t-online.de>
Date2023-07-25 16:41 +0200
Message-ID<u9omva$afh1$1@solani.org>
In reply to#599822
Am Tue, 25 Jul 2023 00:34:33 +0200hat Fidel Sebastián Hunrichse-Lara
<Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> mal wieder zitiert:
:

>Salve allerseits,
>
snip
 
>+--- <hier abknabbern> ---
>| Es ist laut an der Front in Saporischschja: Das Fauchen von Raketen
>| durchschneidet die schwüle Sommerluft, alle paar Sekunden detoniert eine
>| Mörsergranate. Unterlegt wird all das vom dunklen Wummern der
>| Artillerie. »Molfar« hat sich in der Nacht wieder an dieser Kakophonie
>| der Zerstörung beteiligt. Molfar, ein Zauberer, so nennen seine Leute
>| den 27-jährigen Kanonier, der vor dem Krieg half, Baumärkte
>| hochzuziehen, und nun mit fünf Kameraden eine amerikanische
>| M777-Haubitze bedient. Sie steht versteckt unter Eschen und Eichen. Das
>| Geschützrohr – Kaliber 155 Millimeter – zeigt Richtung Süden über
>| Weizenfelder. Irgendwo dahinter haben sich die russischen Truppen
>| eingegraben. Molfar reibt sich den Schlaf aus den Augen und setzt Kaffee
>| auf einem kleinen Feuer auf, das er mit den Chemikalien einer
>| Treibladung entfacht hat. »Wir haben bis zum Morgengrauen gearbeitet«,
>| murmelt er entschuldigend.
>|
>| Kommt ein Feuerbefehl, muss Molfar sofort raus aus dem Unterstand, egal
>| ob Tag oder Nacht. Wenn es darum geht, russische Panzer oder Infanterie
>| zu treffen, können Sekunden über den Erfolg entscheiden. Molfars Einheit
>| habe schon früh eine amerikanische Haubitze erhalten, erzählt er. Zu
>| Beginn des Krieges hätten sie noch mit einem alten sowjetischen
>| 152-Millimeter-Geschütz die Hauptstadt Kiew verteidigt. Aber bald seien
>| ihnen die Granaten ausgegangen, von denen sie manchmal 100 pro Tag
>| abgefeuert hätten.
>|
>| *Stellungskrieg wie vor über hundert Jahren*
>|
Allen diesen Journalisten, die den Kampf in der Ukraine mit dem
Stellungskrieg des 1. Weltkriegs vergleichen, kann man nur
1. Fehlende Geschichtskenntnis
und
2.  Fehlende Rechenfähigkeiten
bestätigen.
>|
>| Es ist ein Szenario, das typisch für den Ersten Weltkrieg war. Millionen
>| Soldaten lieferten sich damals einen blutigen Stellungskrieg, bei dem
>| der Feind durch die schiere Masse der abgefeuerten Geschosse zerstört
>| werden sollte. 

Wie sind aktuell die Zahlen von Kämpfern pro Kilometer?
> Die Amerikaner setzten schon im Vietnamkrieg
>| Streumunition ein. Damals haben sie ausgerechnet, dass – statistisch
>| betrachtet – 13,6 Standardgranaten nötig sind, um einen Feind zu töten;
>| bei Streugranaten reichten 1,7.
>
Bei Kämpfern, die in zu Fuß oder in offenen Fahrezeugen unterwegs sind.
Bei modernen SPZ ist das Bomblet weitgehend wirkungslos. Umso mehr
trifft es die Zivilisten...aber das sind ja nur "Orks". 
Man kann also davon ausgehen, dass weder die USA noch die UA an die
Rückeroberung glauben.
>|
>| Durch den Einsatz der Streumunition werde sich die Lage an der Front
>| erst einmal nicht entscheidend ändern, da sind sich die meisten Experten
>| einig. Sie sei leider keine »Wunderwaffe«, sagte der amerikanische
>| Verteidigungsstaatssekretär Colin Kahl Anfang des Monats in Washington.
>| Den Ukrainern fehlen neben Artilleriemunition auch eine wirksame
>| Flugabwehr und Raketen mit größerer Reichweite.
>|
Willi
 --
Die liberale Demokratie ist die Regierungsform der Bourgeoisie, 
wenn sie keine Angst hat, der Faschismus, wenn sie Angst hat.
Che Guevara

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#599823

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2023-07-25 00:38 +0200
Message-ID<u9mugh$qd4t$2@dont-email.me>
In reply to#599819
Salve allerseits,

Martin Ebert schrieb:
> Am 24.07.23 um 21:21 schrieb Wilhelm Ernst:
> 
>> Jeder Krieg hat eine Vorgeschichte und die beginnt hier bei 
>> Brzezinski.
> 
> Das wusste ich auch nicht: Der schreibt ein Buch und alle hören
> auf ihn? Oder könnte es sein, dass Du nur russische Propaganda
> nachplapperst?
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| Täglich werden auf unzähligen Telegram-Kanälen Videos der wohl
| erfolgreichsten russischen Drohne, der Zala Lancet, gezeigt. Sie
| bekämpft Haubitzen, Mehrfachraketenwerfer und Panzer – sogar Panzer aus
| westlicher Produktion, darunter die deutschen "Leopard". Jetzt meldet
| ein Telegram-Kanal den vierhundertsten visuell bestätigten Abschuss von
| ukrainischem Militärgerät durch die russische Super-Drohne.
|
| Unabhängig zu bestätigen ist das nicht, aber auch westliche Beobachter
| und Medien haben auf die Schlagkraft dieses Waffensystems mehrfach
| hingewiesen. Oft zitierte westliche Quellen wie da US-amerikanische
| Institute fort the Study of War (ISW) haben dieses spezifische
| Waffensystem kaum einmal erwähnt, obwohl es derzeit mit
| kriegsentscheidend ist.
|
| Sah es anfangs noch so aus, als könne die Ukraine den Drohnenkrieg für
| sich entscheiden, so hat Russland derzeit in vielen Gebieten die
| Oberhand gewonnen. Offenbar hat die russische Armee zu Beginn des
| Krieges die technische Entwicklung im Bereich der Drohnen zunächst
| verschlafen.
|
| Inzwischen hat sie aber nicht nur technisch aufgeholt und die westliche
| Technik überholt, sondern es ist ihr auch gelungen, westliche Drohnen
| und Präzisionsartilleriemunition weitgehend auszuschalten. Laut einer
| kürzlich veröffentlichten Studie des britischen Royal United Services
| Institute for Defence and Security Studies (Rusi) werden jeden Monat
| 10.000 ukrainische Drohnen durch russische Luftabwehr und elektronische
| Kampfführung zerstört.
|
| In der Sendung Vesti Nedeli des Fernsehsenders Rossija 1 konnte die
| Öffentlichkeit einen ersten Blick auf die Drohne "Produkt 53" werfen,
| bei der es sich vermutlich um eine verbesserte Version der Lancet-Drohne
| der nächsten Generation handelt. Doch in der deutschen Berichterstattung
| über russische Drohnen steht die iranische Shahed-Drohnenfamilie – oft
| als "Billig-Drohnen" bezeichnet – im Vordergrund, während über die
| erfolgreiche Lancet kaum berichtet wird.
|
| Dabei kann man ganz sachlich konstatieren, dass die Lancet-Drohne
| bereits jetzt ein großer militärischer Erfolg ist. Es handelt sich um
| eine Kamikaze-Drohne, die vom Benutzer gestartet wird, ohne auf ein
| konkretes Ziel gerichtet zu sein, und die viele Kilometer über
| feindlichem Gebiet bleiben kann, bis sie schließlich von einem
| Drohnen-Bediener in ein gegnerisches militärisches Objekt gesteuert wird.
|
| Das Design der Lancet basiert auf einem zylindrischen Rumpf mit zwei
| Paaren von X-förmigen Flügeln, die an der Vorder- und Rückseite des
| Rumpfes angebracht sind. Die Schubpropeller sind nach hinten gerichtet,
| im Gegensatz zu den herkömmlichen Zugpropellern, die nach vorn gerichtet
| sind. Derzeit gibt es drei Versionen:
|
| Die Lancet-1 ist in der Lage, Ziele in einem Radius von bis zu 40
| Kilometer zu treffen. Das maximale Startgewicht der Drohne beträgt fünf
| Kilogramm bei einer Nutzlast von einem Kilogramm, die Flugzeit bis zu 30
| Minuten, die Geschwindigkeit 80 bis 110 Kilometer pro Stunde.
|
| Die zweite Version, die Lancet-3, hat bereits ein Startgewicht von zwölf
| Kilogramm. Sie kann eine Nutzlast von drei Kilogramm transportieren. Die
| Höchstgeschwindigkeit der Lancet-3 beträgt 110 Kilometer pro Stunde im
| Horizontalflug und 300 Kilometer pro Stunde beim Angriff auf ein Ziel.
| Die Reichweite beträgt bis zu 50 Kilometer. Das Fluggerät kann etwa eine
| Stunde in der Luft bleiben.
|
| Eine dritte Version, die Lancet-5, hat eine nochmals gesteigerte
| Reichweite und einen Sprengkopf von mehr als fünf Kilogramm. Der
| Hersteller Zala gehört zum Kalaschnikow-Konzern.
|
| *Faktor für sich abzeichnende Niederlage der Ukraine-Offensive*
|
| Die Lancet-Drohne ist neben anderen Faktoren für das anhaltende
| Scheitern der ukrainischen Frühjahrsoffensive verantwortlich. Mehr als
| 400 Abschüsse werden der Drohne inzwischen zugeschrieben, so der
| Telegram-Kanal Military Summary.
|
| Die neueste Version, die jetzt als Konzept vorgestellt wird, hat ein
| radikal anderes Design: Sie hat nicht mehr das kreuzförmige
| Flügelprofil, sondern ein kreisförmiges Profil mit einer Neigung von 45
| Grad mit Klappflügeln.
|
| Das neue Modell mit der Bezeichnung "Produkt 53" agiert im Schwarm:
| Sobald eine Drohne ein Ziel identifiziert hat, teilt sie dies dem Rest
| des Schwarms mit und ermöglicht so einen koordinierten Angriff. Werden
| mehrere Ziele identifiziert, werden alle markierten Ziele angegriffen
| und so potenziell eine ganze Fahrzeugkolonne zerstört.
|
| Der Drohnenoperator gibt dazu lediglich den Zielquadranten und die zu
| bekämpfenden Fahrzeugtypen vor. Die Bekämpfung erfolgt dann autonom und
| vollautomatisch, wobei sich die Drohnen untereinander koordinieren. Das
| Waffensystem soll intelligent genug sein, um zu erkennen, dass z.B.
| Flugabwehr- und Radarsysteme eine höhere Priorität haben als z.B.
| gepanzerte Mannschaftstransporter.
|
| Wenn eine Drohne ein Ziel entdecke, würden alle Drohnen davon erfahren,
| erklärt Alexander Sacharow, Chefkonstrukteur der Zala Aero Group, in
| diesem Video von Rossija 1. Sacharow erläutert weiter, dass die neue
| Lancet mit dem Konzept der netzwerkzentrierten Kriegsführung kompatibel
| sein soll, bei der ein Netzwerk einen Schwarm von Kamikaze-Drohnen zu
| einer einzigen Einheit zusammenfasst.
|
| Anders als die Lancets der aktuellen Version wird das Produkt 53 nicht
| mehr mit einem Katapult gestartet, sondern aus einem kleinen
| Startcontainer, der bis zu vier Kamikaze-Drohnen gleichzeitig in die
| Luft bringen kann. Der Container dient auch als Transportbehälter.
|
| Russische Drohnen operieren bereits im Schwarm. Es gibt Videos, in denen
| zwei Lancets gemeinsam eine Cesar-Haubitze bekämpfen. Einen Schwarm von
| mehreren Drohnen kennt man bisher vor allem von kleinen
| Kamikaze-Drohnen, sogenannten FPV-Drohnen (First Person View), die von
| Operatoren oft über VR-Brillen gesteuert werden und ebenfalls ganze
| Fahrzeugkolonnen bekämpfen – allerdings nicht autonom und vernetzt,
| sondern manuell.
|
| Bemerkenswert an dem Video zur Produktvorstellung 53 ist, dass es die
| Produktion der Lancet-Drohnen in einem ehemaligen Einkaufszentrum zeigt.
| Die neue Produktionsstätte wurde in nur acht Wochen aufgebaut.
|
| Das Video des Staatsfernsehens zeigt Hunderte von Drohnen in
| verschiedenen Produktionsstadien. Zu sehen sind blitzsaubere Räume mit
| hochmodernen CNC-Maschinen, Drehbänken und Schweißrobotern. Nach Angaben
| des Herstellers kostet eine Lancet-Drohne derzeit umgerechnet rund
| 35.000 US-Dollar.
|
| Sollte es Russland tatsächlich gelingen, eine nennenswerte Produktion
| dieser neuartigen, vernetzten und autonomen Drohnen "Produkt 53" zu
| organisieren, könnte dies einen echten Gamechanger im Kriegsverlauf
| darstellen.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.telepolis.de/features/Russischer-Panzerkiller-Bringt-diese-Drohne-die-Niederlage-der-Ukraine-9223628.html?seite=all>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#599827

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2023-07-25 06:49 +0200
Message-ID<ki92ikFar1lU1@mid.individual.net>
In reply to#599823
Am 25.07.23 um 00:38 kopierte Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:

> | Inzwischen hat sie aber nicht nur technisch aufgeholt und die westliche
> | Technik überholt, sondern es ist ihr auch gelungen, westliche Drohnen
> | und Präzisionsartilleriemunition weitgehend auszuschalten.

Bei militärische Auseinandersetzung spielen 2 Seiten.
Waffe, Gegenwaffe.

Eigentlich müsste der Westen beim Kampf der Drohnen vorne liegen,
zumal sie bessere Elektronik haben.

Die Drohnen erinnern an Flugzeuge in WK I.
Erst Aufklärer und Bomben, dann Kampfflugzeuge.
Für relativ entscheidend halte ich den Luftkampf Drohne gegen Drohne.

Ein anderer Punkt ist wie bei Munition die Menge.
Russlands Produktion entspricht einem Staat wie D, oder Frankreich
oder ..
Europa müsste daher auch mehr Waffen und Munition produzieren
können als Russland, ohne sich derart einschränken zu müssen.

Fehlt es an Treibstoff für die Produktion?

Anscheinend war Russland bei der Produktion von fehlender Munition
schneller.
Der Ukraine bleibt daher nur die Verzögerung
eines russischen Vormarsches durch diverse Hindernisse
( Sprengfallen, Attrappen .. ) übrig,
bis der Westen aufgeholt hat.

Zum Waffenstillstand gehören 2 Seiten oder die Kapitulation
bzw. Vernichtung einer Seite.
Vermutlich will Putin folgendes erreichen,
den Ostteil sofort bekommen und mit dem Westteil wie mit Hongkong 
umgehen. Die Wahrscheinlichkeit des Erreichen
dieses Zieles hat einige Aussicht.

Nach der Ukraine dürfte dann Moldau und Georgien dran sein.
Mit dem Traum Westeuropa wartet er, bis die USA militärisch
mit China beschäftigt ist, oder sich isoliert hat.

Waffenstillstand wird wie beim Gefangenen Austausch
zwischen Ukraine und Russland verhandelt.
Über westliche Embargos ist die Ukraine letztlich nicht entscheidend.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#599841

FromPeter Veith <veith@snafu.de>
Date2023-07-25 11:07 +0200
Message-ID<u9o3bu$12nnb$3@dont-email.me>
In reply to#599827
Am 25.07.2023 um 06:49 schrieb Hermann Riemann:

> Nach der Ukraine dürfte dann Moldau und Georgien dran sein.
> Mit dem Traum Westeuropa wartet er, bis die USA militärisch
> mit China beschäftigt ist, oder sich isoliert hat.

Hach, das klingt wenigstens nach einem Plan.

Aber leider, ist der Russe bekanntlich in 3 Tagen fertig und Putin schon
lange tot :-D

Veith
-- 
"Das wird jetzt brutal klingen, was ich sage. Aber Hoffnung für den
Frieden heißt Donald Trump." Viktor Orbán, 11.10.2022.
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#599874

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2023-07-25 13:06 +0200
Message-ID<u9oabr$13i3r$3@dont-email.me>
In reply to#599827
Salve allerseits,

Hermann Riemann schrieb:
> Am 25.07.23 um 00:38 kopierte Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
> 
>> | Inzwischen hat sie aber nicht nur technisch aufgeholt und die westliche
>> | Technik überholt, sondern es ist ihr auch gelungen, westliche Drohnen
>> | und Präzisionsartilleriemunition weitgehend auszuschalten.
> 
> Bei militärische Auseinandersetzung spielen 2 Seiten. Waffe, Gegenwaffe.
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| Bei all dem Gerede auf dem letzten Nato-Gipfel über die Einheit des
| Bündnisses und die Unterstützung für die Ukraine wurde ein größeres
| Problem ignoriert: Die Strategie der Vereinigten Staaten von Amerika für
| das Bündnis ist gescheitert.
|
| Die seit Langem erwartete Gegenoffensive der Ukraine – ihr Versuch, den
| Kreml zur Kapitulation zu zwingen, indem sie die russischen Streitkräfte
| aus dem Donbass und der Krim vertreibt – scheitert an den massiven
| Verteidigungsanlagen Russlands, der großen Zahl aufgestockter Truppen
| und der zunehmenden Beherrschung des Luftraums in der Nähe der
| Frontlinien des Krieges.
|
| Der Ukraine gehen Soldaten, Artilleriegeschosse und Luftabwehrraketen
| schnell aus, und der Westen kann nicht genügend Truppen ausbilden oder
| Waffen herstellen, um dieses düstere Bild in absehbarer Zeit zu ändern.
|
| Auch die USA können ihre militärischen Bestände nicht weiter abbauen,
| ohne ihre Fähigkeit zur Bewältigung einer möglichen Krise mit China zu
| gefährden. Infolgedessen erscheint die Strategie der Nato zur Beendigung
| des Krieges, die vom Erfolg der Gegenoffensive abhängt, zunehmend
| weltfremd.
|
| Auch umfassendere Strategie der Vereinigten Staaten in Europa ist zum
| Scheitern verurteilt. Der ursprüngliche Zweck der Nato bestand darin,
| den Aufstieg eines europäischen Hegemons zu verhindern, der die
| Sicherheit und den wirtschaftlichen Wohlstand Amerikas gefährden könnte.
|
| Sie sollte den US-Partnern die Gewissheit geben, dass Washington sie
| angesichts der sowjetischen Aggression nicht im Stich lassen und
| Deutschland nicht die Freiheit lassen würde, ein unabhängiges Militär
| aufzubauen und alte Bestrebungen zur Beherrschung des Kontinents wieder
| aufleben zu lassen.
|
| Im Gegenzug für den Schutz unter militärischem Schirm der USA konnte
| sich Westeuropa auf ein Wirtschaftswachstum konzentrieren, das es immer
| weniger anfällig für kommunistische Umstürze machte, während es dem
| sowjetischen System Zeit verschaffte, zu verwelken und zu verrotten.
| Diese alte Strategie war ein durchschlagender Erfolg.
|
| Mit dem Fall der Berliner Mauer verlagerte sich jedoch der Schwerpunkt
| der amerikanischen Außenpolitik: Anstatt den Aufstieg eines
| rivalisierenden Hegemons, der Europa beherrschen könnte, zu verhindern,
| streben die Vereinigten Staaten nun danach, die Supermacht des
| Kontinents zu werden.
|
| Sie wollen ganz Osteuropa in ein amerikanisches Protektorat verwandeln.
| Die doppelte Erweiterung der Nato und der Europäischen Union hat den
| Wohlstand auf dem gesamten Kontinent verbreitet, aber sie hat Europa so
| gut wie unfähig gemacht, eine selbstständige militärische Kapazität
| aufzubauen oder eine von Washington unabhängige Außenpolitik zu
| verfolgen. Zudem wurde Russland außerhalb der wichtigsten europäischen
| Institutionen stehen lassen, sodass es zunehmend motiviert wurde, diese
| zu untergraben, anstatt sie zu unterstützen.
|
| Der verfolgte US-Ansatz könnte nur dann erfolgreich sein, wenn die
| Russen einwilligen würden. Aber jeder Kremlchef seit Gorbatschow hat die
| Vorstellung eines auf die Nato ausgerichteten Europas abgelehnt, in dem
| Moskau bei wichtigen Entscheidungen, die seine Sicherheit betreffen,
| wenig oder gar kein Mitspracherecht hat.
|
| Die Chance, ein solches Europa Putin oder einem möglichen Nachfolger
| aufzudrängen, schwinden mit jedem Tag, an dem die Gegenoffensive der
| Ukraine ins Stocken gerät.
|
| Unterdessen ist Europa selbst zunehmend gespalten über die Prämissen von
| Washingtons Strategie. Der deutsche Wohlstand – der Motor des
| europäischen Wachstums – basiert seit Jahren auf niedrigen
| Verteidigungsausgaben und dem Zugang zu billiger russischer Energie, die
| die exportorientierte Wirtschaft des Landes antreibt.
|
| Putins Einmarsch in die Ukraine hat diesen Zugang beendet und
| Deutschlands Abhängigkeit von teurer amerikanischer Energie erhöht.
|
| *Es braucht eine neue Strategie*
|
| Um der doppelten Gefahr, die von Russland und China ausgeht, zu
| begegnen, übt Washington zunehmend Druck auf Deutschland und andere
| Teile des "alten Europas" aus, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen und
| Handel mit und Investitionen in China einzuschränken.
|
| Das langsame Tempo der deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine und
| der viel beachtete Handelsbesuch von Bundeskanzler Scholz in China im
| vergangenen Herbst sind Anzeichen dafür, dass "mehr ausgeben und weniger
| verdienen" für Berlin wahrscheinlich kein attraktives Geschäft ist.
|
| Unterdessen üben viele der neueren Mitglieder des Bündnisses, allen
| voran Polen und die baltischen Staaten, Druck auf die Vereinigten
| Staaten aus, damit diese ihre Sicherheitsgarantien, die sie zwar gegeben
| haben, aber nie durchsetzen wollten, aufstocken. Sie sehen in Russlands
| Einmarsch in der Ukraine sowohl eine unmittelbare Bedrohung ihrer
| eigenen Sicherheit als auch einen Test der vertraglichen Verpflichtung
| Washingtons, zu ihrer Verteidigung beizutragen.
|
| Sie fordern eine massive qualitative und quantitative Aufstockung der
| westlichen Militärhilfe für die Ukraine und argumentieren, dass es
| höchst unwahrscheinlich ist, dass Russland als Reaktion darauf einen
| direkten Zusammenstoß mit der Nato riskieren würde, selbst wenn
| russische Streitkräfte eine Niederlage erleiden müssten.
|
| Und sie bestehen darauf, der Ukraine so bald wie möglich die
| Nato-Mitgliedschaft zu gewähren, da eine solche Sicherheitsverpflichtung
| weitere russische Aggressionen eher verhindern als provozieren würde.
|
| Washington versucht, die harten Entscheidungen zu vermeiden, die diese
| widersprüchlichen Zwänge erfordern. Die US-Regierung hat alle
| Kompromisse zurückgewiesen, die die Chancen auf einen
| Verhandlungsfrieden mit Russland erhöhen könnten, weil man glaubt, dass
| wir eine russische Kapitulation in der Ukraine auf günstigere Weise
| erzwingen können, ohne eine wesentlich stärkere Einbindung der Nato in
| den Krieg und alle damit verbundenen Gefahren zu riskieren.
|
| Die USA insistieren auf einer stärkeren europäischen Lastenteilung und
| einer Verringerung des Handels mit Russland und China, erwarten aber
| immer noch, dass Europa seine Unabhängigkeit in wichtigen
| außenpolitischen Fragen aufgibt.
|
| Die große Gruppe der Hardliner in Washington hat die US-amerikanischen
| Sicherheitsgarantien wie einen magischen Talisman angesehen, der
| Russland oder jeden anderen Rivalen daran hindern wird, diese Garantien
| herauszufordern, was die Notwendigkeit ihrer Durchsetzung erleichtert.
|
| Eine neue US-amerikanische Strategie ist seit Langem überfällig. Unser
| unmittelbares Ziel sollte darin bestehen, Russlands Fähigkeit zur
| Rückeroberung der Ukraine zu vereiteln, was ohne eine stärkere
| Beteiligung der Nato an dem Krieg möglich ist. Die Strategie kann aber
| nicht darauf abzielen, die russischen Streitkräfte aus dem Donbass und
| der Krim zu vertreiben, was nicht möglich ist.
|
| Wir sollten die defensive Unterstützung mit einer diplomatischen
| Offensive verbinden, die Moskau dazu veranlasst, die Kämpfe zu beenden
| und diese nicht zu verlängern, um den Wiederaufbau der Ukraine zu
| blockieren und eine Mitgliedschaft in der Nato zu verhindern.
|
| Anstatt die Gruppe der Nato-Mitglieder weiter auszuweiten und neue
| Missionen außerhalb des Nato-Gebiets zu starten, sollten wir die Nato
| auf ihren ursprünglichen Verteidigungszweck zurückführen, die Rolle
| Europas bei der Bewaffnung und Führung des Bündnisses stärken und eine
| größere Autonomie Europas in der Welt unterstützen. Das würde die
| Risiken und Belastungen für die USA im Umgang mit Russland und China
| verringern.
|
| Ein solcher Wandel war auf dem letzten Nato-Gipfel in Vilnius nicht zu
| erkennen.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.telepolis.de/features/US-Strategie-fuer-das-Nato-Buendnis-ist-gescheitert-9224295.html?seite=all>

	M.f.G.


-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#599896

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2023-07-25 16:16 +0200
Message-ID<u9olg6$14ngo$2@dont-email.me>
In reply to#599827
Salve allerseits,

Hermann Riemann schrieb:
>
> Der Ukraine bleibt daher nur die Verzögerung eines russischen
> Vormarsches durch diverse Hindernisse ( Sprengfallen, Attrappen .. )
> übrig, bis der Westen aufgeholt hat.
>
+--- <hier abknabbern> ---
| Nach wochenlangen harten Kämpfen nähern sich Kiews Truppen an mehreren
| Frontabschnitten langsam aber sicher der ersten - und an manchen Stellen
| einzigen - russischen Verteidigungslinie. Dabei kommt der Vormarsch in
| Schüben, ein Dorf nach dem anderen wird in harten Kämpfen erobert.
|
| Rund vier Wochen dauert Kiews Offensive nun schon und geht sie in der
| aktuellen Geschwindigkeit ohne größere Durchbrüche weiter, hätten die
| Truppen zum Beispiel an der Grenze der Regionen Saporischschja und
| Donezk die Verteidigungslinie wohl Ende Juli erreicht.
|
| Weiter westlich, im Dorf Robotyne, kämpfen die ukrainischen Soldaten
| schon direkt am russischen Bollwerk. Allerdings liegen in dieser Region
| hinter der ersten Verteidigungslinie zwei weitere.
|
| Was aber sind die Gründe dafür, dass die Gegenoffensive bisher langsam
| und verlustreich vorankommt? Franz-Stefan Gady ist Consulting Senior
| Fellow am Londoner Institute for International Strategic Studies und
| Adjunct Senior Fellow am Center For New American Security in Washington
| DC. Er gilt als einer der renommiertesten Kriegsanalysten.
|
| Als er vor drei Wochen dem Tagesspiegel ein Interview zum Stand der
| Gegenoffensive gab, äußerte er sich bewusst zurückhaltend, zu diffus und
| unvollständig war die Informationslage.
|
| Aktuell befindet sich Gady selbst in der Ukraine. Und in Gesprächen mit
| Unteroffizieren, Offizieren und einer Reihe von Brigadekommandeuren
| sowie hochrangigen Geheimdienst- und Verteidigungsbeamten in Kiew
| erhielt er klare Antworten und ein umfangreiches Bild über die aktuelle
| Lage an der Front. Gegenüber dem Tagesspiegel äußert er sich schriftlich
| über seine Informationen aus erster Hand.
|
| Die Gegenoffensive sei vor allem ein Kampf der Infanteristen auf
| Truppen- und Kompanieebene, an den meisten Frontabschnitten unterstützt
| von Artilleriefeuer. Der Fortschritt werde deswegen nicht in Kilometern,
| sondern in Metern gemessen.
|
| Oft hieß es im Vorfeld der Offensive, die vom Westen ausgebildeten
| Streitkräfte hätten durch ihren Nato-Kampfcrashkurs im Duell mit dem
| veralteten Sowjet-Doktrin der Russen einen großen Vorteil. In der
| Theorie mag das stimmen, doch Gady zeichnet gegenüber dem Tagesspiegel
| ein anderes Bild.
|
| „Die ukrainischen Streitkräfte beherrschen noch immer keine kombinierten
| Waffeneinsätze in großem Umfang“, berichtet er. Die Operationen liefen
| eher sequentiell als synchronisiert ab. Für den Experten ist das „der
| Hauptgrund für die langsamen Fortschritte“. Die mangelnden Fähigkeiten
| würden die Ukrainer anfällig für russischen Beschuss mit
| Panzerabwehrlenkwaffen und Artillerie machen. „Das russische
| Verteidigungssystem wird nicht systematisch auseinandergerissen“,
| beschreibt Gady die Situation.
|
| *Ohne taktische Anpassungen werden westliche Waffen nicht entscheidend*
| *sein*
|
| Weil dem so ist, vollzog die Ukraine schon nach kurzer Zeit einen
| Taktikwechsel und ging in einen Abnutzungskampf über. Der Charakter der
| Offensive werde sich laut Gady aber nur dann ändern, sollten Kiews
| Soldaten systematisiertere Angriffe durchführen können. „Andernfalls
| wird es ein blutiger Zermürbungskampf bleiben, bei dem nach und nach
| Reserveeinheiten nachgeschoben werden“, meint der Experte.
|
| Zusätzliche westliche Waffenlieferungen, wie ATACMS (ballistische
| Kurzstreckenrakete), Luftabwehrsysteme, Kampfpanzer oder Schützenpanzer,
| sind aus seiner Sicht zwar enorm wichtig, ohne taktische Anpassungen der
| Ukraine würden sie sich jedoch auf dem Schlachtfeld kaum als
| entscheidend erweisen. Gleiches gelte für Minenräumfahrzeuge. „Einige
| ukrainische Angriffe wurden von der russischen Infanterie mit
| Panzerabwehrraketen gestoppt, noch bevor sie das erste russische
| Minenfeld erreicht hatten“, beschreibt Gady den Mangel an systematischem
| Vorgehen.
|
| Trotz allem bleibt der Experte vorsichtig optimistisch. „Die wichtigste
| Frage im Hinblick auf einen weiteren militärischen Erfolg der Ukraine im
| Jahr 2023 ist, ob sich das ukrainische Militär an größere kombinierte
| Waffeneinsätze anpassen und die Mobilität auf dem Schlachtfeld
| wiedererlangen kann, nachdem es die russischen Streitkräfte mit seiner
| Feuerkraft ausreichend geschwächt hat“, erklärt er gegenüber dem
| Tagesspiegel. Hier sei das Urteil noch nicht gesprochen. Aus seiner
| Sicht werde die Gegenoffensive wohl noch bis in den Herbst hineinreichen.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.tagesspiegel.de/internationales/die-gegenoffensive-und-ihr-grosstes-problem-das-russische-verteidigungssystem-wird-nicht-systematisch-auseinandergerissen-10164661.html>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


Page 2 of 7 — ← Prev page 1 [2] 3 4 5 6 7  Next page →

Back to top | Article view | ger.ct


csiph-web