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Groups > ger.ct > #591464 > unrolled thread

Wasserstoff als Hausspeicher-Technologie

Started byMartin Τrautmann <t-usenet@gmx.net>
First post2023-04-22 10:48 +0200
Last post2023-04-24 00:13 +0200
Articles 5 — 4 participants

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Contents

  Wasserstoff als Hausspeicher-Technologie Martin Τrautmann <t-usenet@gmx.net> - 2023-04-22 10:48 +0200
    Re: Wasserstoff als Hausspeicher-Technologie Frank Möller <butterspiegeleiauftoast42@protonmail.com> - 2023-04-22 13:09 +0200
    Re: Wasserstoff als Hausspeicher-Technologie Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-04-22 16:04 +0200
      Re: Wasserstoff als Hausspeicher-Technologie Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-04-22 19:52 +0200
      Re: Wasserstoff als Hausspeicher-Technologie Frank Möller <butterspiegeleiauftoast42@protonmail.com> - 2023-04-24 00:13 +0200

#591464 — Wasserstoff als Hausspeicher-Technologie

FromMartin Τrautmann <t-usenet@gmx.net>
Date2023-04-22 10:48 +0200
SubjectWasserstoff als Hausspeicher-Technologie
Message-ID<slrnu477q0.34b.t-usenet@ID-685.user.individual.de>
Hallo,

wie teuer ist Wasserstoff aus der häuslichen Eigenproduktion?

Was kostet die kWh aus dem häuslichen Balkon- oder Dachkraftwerk? Ca.
0,25 €/kWh?

Wirkungskrad Elektrolyse ca. 30 % - also 0,75 €/kWh für H2-Gas?
Reichen weitere 0,25 €/kWh für die Handhabung und Speicherung?

Dann müsste Erdgas noch massiv teurer werden, dass sich selbst
produzierter Wasserstoff als Heiz-Energie-Träger lohnen würde. Oder
gleich mit dem Wasserstoff in eine Brennstoffzelle?

Batteriespeicher gibt es vermutlich ab 0,15 €/kWh, bis ca. 0,60 €/kWh.
Da ist das Heizen mit Strom wohl vermutlich noch auf lange Zeit billiger
- umso mehr, sollte man eine günstige Batterietechnologie mit Natrium
entwickeln können.

Den grünen Wasserstoff besorgt man sich wohl besser per Tanker aus der
Wüste?

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#591487

FromFrank Möller <butterspiegeleiauftoast42@protonmail.com>
Date2023-04-22 13:09 +0200
Message-ID<20230422.130956.383.98@m-id.net.gr.vu>
In reply to#591464
Martin Τrautmann:

> wie teuer ist Wasserstoff aus der häuslichen Eigenproduktion?

Frag' doch z. B. mal die Hörmanns aus Zusmarshausen:

<https://www.youtube.com/watch?v=qNqkoCSTJ7k&t=28m39s>

Übrigens: Nicht wundern, daß der gute Mann bei den Fragen nach dem
Wirkungsgrad usw. nur verhalten dreckig grinst. Er hat allen Grund dazu...

-- 

Es ist wie es ist;
und so, wie es ist, so ist es.

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#591496

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2023-04-22 16:04 +0200
Message-ID<kai7s7Fhoi0U4@mid.individual.net>
In reply to#591464
Am 22.04.23 um 10:48 schrieb Martin Τrautmann:

> wie teuer ist Wasserstoff aus der häuslichen Eigenproduktion?

Das hängt vom Strompreis ab.
Wenn man allerdings den Wasserstoff nicht gleich mit Luft mischen will,
sind erhebliche Anschaffungskosten notwendig.
Und da Wasserstoff bei Raumtemperatur schlecht isoliert werden kann,
gibt es weiter Probleme.
https://de.wikipedia.org/wiki/Knallgas

> Dann müsste Erdgas noch massiv teurer werden, dass sich selbst
> produzierter Wasserstoff als Heiz-Energie-Träger lohnen würde.

Der mit Wind und Solarenergie erzeugte Wasserstoff
dürfte billiger als Gas sein,
wenn die Umweltschäden durch CO2 auch bezahlt werden müssten.

> Oder gleich mit dem Wasserstoff in eine Brennstoffzelle?

Wasserstoff in Brennstoffzelle rechnet sich nur bei Transportwegen,
die so lang sind, dass dafür zu viel Batterie notwendig wären.
> Da ist das Heizen mit Strom wohl vermutlich noch auf lange Zeit billiger
> - umso mehr, sollte man eine günstige Batterietechnologie mit Natrium
> entwickeln können.

Daran forschen ja.
Die Ergebnisse von Entdeckungen sind schlecht vorhersehbar.
So wie die Illusion, man könne Stauprobleme im Straßenverkehr
mit fliegenden Autos lösen.

> Den grünen Wasserstoff besorgt man sich wohl besser per Tanker aus der
> Wüste?

Oder aus Wind in Feuerland.
Porsche soll da investieren.
https://newsroom.porsche.com/de/2021/unternehmen/porsche-baubeginn-kommerzielle-anlage-herstellung-co2-neutrale-kraftstoffe-chile-25681.html

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#591514

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2023-04-22 19:52 +0200
Message-ID<u216tk$3cale$1@dont-email.me>
In reply to#591496
Salve allerseits,

Hermann Riemann schrieb:
> Am 22.04.23 um 10:48 schrieb Martin Τrautmann:
> 
>> wie teuer ist Wasserstoff aus der häuslichen Eigenproduktion?
> 
> Das hängt vom Strompreis ab.
>
Was kostet mein eigenproduzierter Strom im Eigenverbrauch? ╭∩╮(︶_︶)╭∩╮

> Wenn man allerdings den Wasserstoff nicht gleich mit Luft mischen
> will, sind erhebliche Anschaffungskosten notwendig. Und da Wasserstoff
> bei Raumtemperatur schlecht isoliert werden kann, gibt es weiter
> Probleme.
> 
Kein Problem! Wird hier bei 700 bar gelagert! Inzwischen gibt es auch
Wasserstoffdruckbehälter die 1.000 bar aushalten, aber als wir das Haus
konzipiert haben, gab es sie schlicht noch nicht – also werden wir
erst mal damit auskommen müssen...

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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#591572

FromFrank Möller <butterspiegeleiauftoast42@protonmail.com>
Date2023-04-24 00:13 +0200
Message-ID<20230424.001348.712.93@m-id.net.gr.vu>
In reply to#591496
Hermann Riemann:
> Am 22.04.23 um 10:48 schrieb Martin Τrautmann:

> Und da Wasserstoff bei Raumtemperatur schlecht isoliert werden kann,
> gibt es weiter Probleme.

Das war mal und ist nunmehr seit Jahrzehnten gelöst. Z. B. in KFZen werden
schon lange Druckbehälter aus Karbon mit innenliegender dicker
Polymerbeschichtung verwendet und mit 350 bar (in großen Nutzfahrzeugen)
oder mit 700 bar (in PKWen) betrieben. Der Schwund von H2 aus diesen
Behältern heraus ist geringer als (umgerechnet) die Selbstentladung
moderner Li-Ion-Akkus.

Die hier <https://www.youtube.com/watch?v=qNqkoCSTJ7k&t=28m39s>
wortwörtlich für den Hausgebrauch verwendeten Gasflaschen werden mit 30 bar
betrieben. Ob bzw. wie die innen beschichtet sind, weiß ich nicht, aber
nennenswerten Schwund gibt es da wohl auch nicht.

> https://de.wikipedia.org/wiki/Knallgas

Wasserstofflaschen bzw. -tanks werden entweder im Freien oder in Gebäuden
mit nach oben offenen Abzügen gelagert. Null Prolemo, nix Knallgas.

>> Dann müsste Erdgas noch massiv teurer werden, dass sich selbst
>> produzierter Wasserstoff als Heiz-Energie-Träger lohnen würde.

> Der mit Wind und Solarenergie erzeugte Wasserstoff
> dürfte billiger als Gas sein,
> wenn die Umweltschäden durch CO2 auch bezahlt werden müssten.

Selbstverständlich ist das so - nur wollen selbst diese "Grünen" das nicht
wahrhaben.

-- 

Es ist wie es ist;
und so, wie es ist, so ist es.

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