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Die Bergwälder wachsen immer schneller

Started byDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
First post2023-01-31 06:17 +0000
Last post2023-01-31 11:07 +0100
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  Die Bergwälder wachsen immer schneller Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2023-01-31 06:17 +0000
    Re: Die Bergwälder wachsen immer schneller Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-01-31 00:27 -0800
      Re: Die Bergwälder wachsen immer schneller Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2023-01-31 14:36 +0100
        Re: Die Bergwälder wachsen immer schneller Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-01-31 07:02 -0800
          Re: Die Bergwälder wachsen immer schneller Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2023-02-02 08:51 +0100
        Re: Die Bergwälder wachsen immer schneller Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2023-02-01 14:09 +0100
    Re: Die Bergwälder wachsen immer schneller Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> - 2023-01-31 11:06 +0100
    Re: Die Bergwälder wachsen immer schneller Wolf gang P u f f e <remail@gmx.com> - 2023-01-31 11:07 +0100

#583162 — Die Bergwälder wachsen immer schneller

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2023-01-31 06:17 +0000
SubjectDie Bergwälder wachsen immer schneller
Message-ID<trabp4$9mjm$1@solani.org>
https://www.sueddeutsche.de/bayern/nationalpark-berchtesgaden-bergwaelder-klimawandel-bayern-baeume-1.5741918

"Vor allem wachsen sie schneller als früher. Das hat jetzt Rupert Seidl,
Professor für Ökosystemdynamik und Waldmanagement an der TU München und
Chef der Forschungsabteilung im Nationalpark Berchtesgaden, erstmals anhand
langjähriger Datensätze aus dem Schutzgebiet nachgewiesen. Die Ergebnisse
haben Seidl und ein Mitarbeiter in einer Fachzeitschrift veröffentlicht.
Mit dem schnelleren Wachstum ist es nicht getan. "Die Bäume werden außerdem
dicker, die Wälder dichter und die Waldgrenze verschiebt sich - wenn auch
nur langsam - nach oben", sagt der Professor, der zu den hundert weltweit
einflussreichsten Klimaforschern gezählt wird und Co-Autor des aktuellen
Sachstandsberichts des Weltklimarates IPCC ist."

"Die Dynamik beschleunigt sich weiter

Das ändert sich seit den Achtzigerjahren. "Die Bergwalddynamik hat sich
deutlich beschleunigt", sagt Seidl. Er macht das unter anderem an der
Anzahl der Bäume mit einem Stammdurchmesser ab sechs Zentimeter fest. Im
Nationalpark Berchtesgaden hat sie binnen 40 Jahren um durchschnittlich 140
Stück je Hektar zugenommen. Und die Zahl dürfte weiter steigen. Denn die
Dynamik beschleunigt sich laut Seidl mit dem fortschreitenden Klimawandel -
auch wenn alte Wälder wie im Nationalpark den Effekt etwas dämpfen. Auch
die Zusammensetzung der Bergwälder wird sich ändern. Bis Mitte des
Jahrhunderts, so Seidl, wird der Anteil der Fichten und anderen Nadelbäume
sinken und der der Laubbäume entsprechend ansteigen.

Danach ergeben sich zwei Möglichkeiten. Sollte die Klimaerwärmung in den
Alpen auf ein Plus von zwei bis drei Grad begrenzt werden können, wird sich
in den Bergwäldern ein neues Gleichgewicht zwischen Nadel- und Laubbäumen
einstellen. Sollte der Klimawandel aus dem Ruder laufen, wie es so mancher
Forscher befürchtet, werden die Fichtenwälder auch in den Bergen immer
öfter zusammenbrechen und an ihre Stelle immer mehr Laubwälder treten."

Oh weh, oh weh. Oder gut? 








-- 
please forgive my iPhone typos

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#583188

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2023-01-31 00:27 -0800
Message-ID<af903cd0-65f4-4b64-8369-931f99bcef3dn@googlegroups.com>
In reply to#583162
Ländischwätzi schrieb am Dienstag, 31. Januar 2023 um 07:17:09 UTC+1:

> https://www.sueddeutsche.de/bayern/nationalpark-berchtesgaden-bergwaelder-klimawandel-bayern-baeume-1.5741918 
> 
> "Vor allem wachsen sie schneller als früher. Das hat jetzt Rupert Seidl, 
> Professor für Ökosystemdynamik und Waldmanagement an der TU München und 
> Chef der Forschungsabteilung im Nationalpark Berchtesgaden, erstmals anhand 
> langjähriger Datensätze aus dem Schutzgebiet nachgewiesen. Die Ergebnisse 
> haben Seidl und ein Mitarbeiter in einer Fachzeitschrift veröffentlicht. 
> Mit dem schnelleren Wachstum ist es nicht getan. "Die Bäume werden außerdem 
> dicker, die Wälder dichter und die Waldgrenze verschiebt sich - wenn auch 
> nur langsam - nach oben",

Ach was, bei Erwärmung.

Wobei es dann und wann eben doch zu viel oder zu wenig
Niederschlag geben könnte.

> sagt der Professor, der zu den hundert weltweit 
> einflussreichsten Klimaforschern gezählt wird und Co-Autor des aktuellen 
> Sachstandsberichts des Weltklimarates IPCC ist." 
> 
> "Die Dynamik beschleunigt sich weiter 
> 
> Das ändert sich seit den Achtzigerjahren. "Die Bergwalddynamik hat sich 
> deutlich beschleunigt", sagt Seidl. Er macht das unter anderem an der 
> Anzahl der Bäume mit einem Stammdurchmesser ab sechs Zentimeter fest. Im 
> Nationalpark Berchtesgaden hat sie binnen 40 Jahren um durchschnittlich 140 
> Stück je Hektar zugenommen. Und die Zahl dürfte weiter steigen. Denn die 
> Dynamik beschleunigt sich laut Seidl mit dem fortschreitenden Klimawandel - 
> auch wenn alte Wälder wie im Nationalpark den Effekt etwas dämpfen. Auch 
> die Zusammensetzung der Bergwälder wird sich ändern. Bis Mitte des 
> Jahrhunderts, so Seidl, wird der Anteil der Fichten und anderen Nadelbäume 
> sinken und der der Laubbäume entsprechend ansteigen. 
> 
> Danach ergeben sich zwei Möglichkeiten. Sollte die Klimaerwärmung in den 
> Alpen auf ein Plus von zwei bis drei Grad begrenzt werden können, wird sich 
> in den Bergwäldern ein neues Gleichgewicht zwischen Nadel- und Laubbäumen 
> einstellen. Sollte der Klimawandel aus dem Ruder laufen, wie es so mancher 
> Forscher befürchtet, werden die Fichtenwälder auch in den Bergen immer 
> öfter zusammenbrechen und an ihre Stelle immer mehr Laubwälder treten." 
> 
> Oh weh, oh weh. Oder gut? 


Ah ja.

70-jähriger Fichtenreinbestand.

https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/service/dateien/a84-bergwaldwirtschaft.pdf

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#583277

FromFrank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net>
Date2023-01-31 14:36 +0100
Message-ID<joan10n950eu$.1i3jgxv2a94p2.dlg@40tude.net>
In reply to#583188
Am Tue, 31 Jan 2023 00:27:55 -0800 (PST) schrieb Ulf Kutzner:

> Ländischwätzi schrieb am Dienstag, 31. Januar 2023 um 07:17:09 UTC+1:
> 
>> https://www.sueddeutsche.de/bayern/nationalpark-berchtesgaden-bergwaelder-klimawandel-bayern-baeume-1.5741918 
>> 
>> "Vor allem wachsen sie schneller als früher. Das hat jetzt Rupert Seidl, 
>> Professor für Ökosystemdynamik und Waldmanagement an der TU München und 
>> Chef der Forschungsabteilung im Nationalpark Berchtesgaden, erstmals anhand 
>> langjähriger Datensätze aus dem Schutzgebiet nachgewiesen. Die Ergebnisse 
>> haben Seidl und ein Mitarbeiter in einer Fachzeitschrift veröffentlicht. 
>> Mit dem schnelleren Wachstum ist es nicht getan. "Die Bäume werden außerdem 
>> dicker, die Wälder dichter und die Waldgrenze verschiebt sich - wenn auch 
>> nur langsam - nach oben",
> 
> Ach was, bei Erwärmung.
> 
> Wobei es dann und wann eben doch zu viel oder zu wenig
> Niederschlag geben könnte.

Das ist im Hochgebirge nicht wirklich das Problem, die Wolken bleiben an
den Bergen "hängen" und regnen sich aus. Und im Frühling kommt noch das
Schmelzwasser dazu. Wasser gibt es da eigentlich genug. 

Grüße,

Frank

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#583288

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2023-01-31 07:02 -0800
Message-ID<0ab52cc9-3f96-4084-8422-8e734735cf74n@googlegroups.com>
In reply to#583277
Frank Hucklenbroich schrieb am Dienstag, 31. Januar 2023 um 14:36:41 UTC+1:
> Am Tue, 31 Jan 2023 00:27:55 -0800 (PST) schrieb Ulf Kutzner: 

> > Wobei es dann und wann eben doch zu viel oder zu wenig 
> > Niederschlag geben könnte.

> Das ist im Hochgebirge nicht wirklich das Problem, die Wolken bleiben an 
> den Bergen "hängen" und regnen sich aus. Und im Frühling kommt noch das 
> Schmelzwasser dazu. Wasser gibt es da eigentlich genug. 

Was da an Fichten am Alpenhang über Kalkstein steht, ist
gefährdet. Einige Wochen ohne Regen reichen da für Baumstress
oder Schlimmeres.

Vgl. Föhntäler etc.

https://www.stmelf.bayern.de/wald/waldfunktionen/schutzwald/004476/index.php

Was bisher über der Wald- bzw. Baumgrenze lag, bietet nun für Bäume
erst einmal bessere Bedingungen. Und da, wo die Kälte grenzwertig ist,
sind Fichten richtig.

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#583441

FromFrank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net>
Date2023-02-02 08:51 +0100
Message-ID<pqousoqqww4x$.16xl279knxb3e.dlg@40tude.net>
In reply to#583288
Am Tue, 31 Jan 2023 07:02:51 -0800 (PST) schrieb Ulf Kutzner:

> Frank Hucklenbroich schrieb am Dienstag, 31. Januar 2023 um 14:36:41 UTC+1:
>> Am Tue, 31 Jan 2023 00:27:55 -0800 (PST) schrieb Ulf Kutzner: 
> 
>>> Wobei es dann und wann eben doch zu viel oder zu wenig 
>>> Niederschlag geben könnte.
> 
>> Das ist im Hochgebirge nicht wirklich das Problem, die Wolken bleiben an 
>> den Bergen "hängen" und regnen sich aus. Und im Frühling kommt noch das 
>> Schmelzwasser dazu. Wasser gibt es da eigentlich genug. 
> 
> Was da an Fichten am Alpenhang über Kalkstein steht, ist
> gefährdet. Einige Wochen ohne Regen reichen da für Baumstress
> oder Schlimmeres.
> 
> Vgl. Föhntäler etc.
> 
> https://www.stmelf.bayern.de/wald/waldfunktionen/schutzwald/004476/index.php

"Willst Du einen Wald vernichten, pflanze Fichten".

Die sind da vermutlich irgendwann mal angepflanzt worden, weil man Nutzholz
brauchte.

Grüße,

Frank

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#583396

FromHartmut Ott <hottm@arcor.de>
Date2023-02-01 14:09 +0100
Message-ID<k3v6koFo332U4@mid.individual.net>
In reply to#583277
Hej,

Am 31.01.23 um 14:36 schrieb Frank Hucklenbroich:


>> Wobei es dann und wann eben doch zu viel oder zu wenig
>> Niederschlag geben könnte.
> 
> Das ist im Hochgebirge nicht wirklich das Problem, die Wolken bleiben an
> den Bergen "hängen" und regnen sich aus. Und im Frühling kommt noch das
> Schmelzwasser dazu. Wasser gibt es da eigentlich genug. 


Eher nicht, es gibt nur noch noch wenige Gletscher, gerade mal 4 Stück
und die sind alle, gegenüber früher schon recht klein. Die
Wasserversorgung durch die Gletscher ist, da sie weiter abschmelzen
nicht gesichert.

https://www.ardalpha.de/wissen/umwelt/klima/klimawandel/gletscher-bayern-alpen-schmelzen-klimawandel-100.html


-- 
--
mfg
Hartmut Ott

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#583218

FromGunter Kühne <kuehne-g@freenet.de>
Date2023-01-31 11:06 +0100
Message-ID<trap81$3opt6$1@dont-email.me>
In reply to#583162
Am 31.01.23 um 07:17 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> https://www.sueddeutsche.de/bayern/nationalpark-berchtesgaden-bergwaelder-klimawandel-bayern-baeume-1.5741918
> 
> "Vor allem wachsen sie schneller als früher. Das hat jetzt Rupert Seidl,
> Professor für Ökosystemdynamik und Waldmanagement an der TU München und
> Chef der Forschungsabteilung im Nationalpark Berchtesgaden, erstmals anhand
> langjähriger Datensätze aus dem Schutzgebiet nachgewiesen. Die Ergebnisse
> haben Seidl und ein Mitarbeiter in einer Fachzeitschrift veröffentlicht.
> Mit dem schnelleren Wachstum ist es nicht getan. "Die Bäume werden außerdem
> dicker, die Wälder dichter und die Waldgrenze verschiebt sich - wenn auch
> nur langsam - nach oben", sagt der Professor, der zu den hundert weltweit
> einflussreichsten Klimaforschern gezählt wird und Co-Autor des aktuellen
> Sachstandsberichts des Weltklimarates IPCC ist."
> 
> "Die Dynamik beschleunigt sich weiter
> 
> Das ändert sich seit den Achtzigerjahren. "Die Bergwalddynamik hat sich
> deutlich beschleunigt", sagt Seidl. Er macht das unter anderem an der
> Anzahl der Bäume mit einem Stammdurchmesser ab sechs Zentimeter fest. Im
> Nationalpark Berchtesgaden hat sie binnen 40 Jahren um durchschnittlich 140
> Stück je Hektar zugenommen. Und die Zahl dürfte weiter steigen. Denn die
> Dynamik beschleunigt sich laut Seidl mit dem fortschreitenden Klimawandel -
> auch wenn alte Wälder wie im Nationalpark den Effekt etwas dämpfen. Auch
> die Zusammensetzung der Bergwälder wird sich ändern. Bis Mitte des
> Jahrhunderts, so Seidl, wird der Anteil der Fichten und anderen Nadelbäume
> sinken und der der Laubbäume entsprechend ansteigen.
> 
> Danach ergeben sich zwei Möglichkeiten. Sollte die Klimaerwärmung in den
> Alpen auf ein Plus von zwei bis drei Grad begrenzt werden können, wird sich
> in den Bergwäldern ein neues Gleichgewicht zwischen Nadel- und Laubbäumen
> einstellen. Sollte der Klimawandel aus dem Ruder laufen, wie es so mancher
> Forscher befürchtet, werden die Fichtenwälder auch in den Bergen immer
> öfter zusammenbrechen und an ihre Stelle immer mehr Laubwälder treten."
> 
> Oh weh, oh weh. Oder gut?
> 
> 
> 
> 
> 
> 
> 
> 
Das würde bedeuten, die Natur steuert allein dagegen. Das, dass eben 
alles eine Weile dauert (nach unseren Begriffen) ist ihr anscheinend 
egal. 1000 Jahre sind für die Natur sowas wie für uns ein Jahr.



-- 
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.

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#583219

FromWolf gang P u f f e <remail@gmx.com>
Date2023-01-31 11:07 +0100
Message-ID<trap93$3ojt7$1@dont-email.me>
In reply to#583162
Am 31.01.2023 um 07:17 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> https://www.sueddeutsche.de/bayern/nationalpark-berchtesgaden-bergwaelder-klimawandel-bayern-baeume-1.5741918
> 
> "Vor allem wachsen sie schneller als früher. Das hat jetzt Rupert Seidl,
> Professor für Ökosystemdynamik und Waldmanagement an der TU München und
> Chef der Forschungsabteilung im Nationalpark Berchtesgaden, erstmals anhand
> langjähriger Datensätze aus dem Schutzgebiet nachgewiesen. Die Ergebnisse
> haben Seidl und ein Mitarbeiter in einer Fachzeitschrift veröffentlicht.
> Mit dem schnelleren Wachstum ist es nicht getan. "Die Bäume werden außerdem
> dicker, die Wälder dichter und die Waldgrenze verschiebt sich - wenn auch
> nur langsam - nach oben", sagt der Professor, der zu den hundert weltweit
> einflussreichsten Klimaforschern gezählt wird und Co-Autor des aktuellen
> Sachstandsberichts des Weltklimarates IPCC ist."
> 
> "Die Dynamik beschleunigt sich weiter
> 
> Das ändert sich seit den Achtzigerjahren. "Die Bergwalddynamik hat sich
> deutlich beschleunigt", sagt Seidl. Er macht das unter anderem an der
> Anzahl der Bäume mit einem Stammdurchmesser ab sechs Zentimeter fest. Im
> Nationalpark Berchtesgaden hat sie binnen 40 Jahren um durchschnittlich 140
> Stück je Hektar zugenommen. Und die Zahl dürfte weiter steigen. Denn die
> Dynamik beschleunigt sich laut Seidl mit dem fortschreitenden Klimawandel -
> auch wenn alte Wälder wie im Nationalpark den Effekt etwas dämpfen. Auch
> die Zusammensetzung der Bergwälder wird sich ändern. Bis Mitte des
> Jahrhunderts, so Seidl, wird der Anteil der Fichten und anderen Nadelbäume
> sinken und der der Laubbäume entsprechend ansteigen.
> 
> Danach ergeben sich zwei Möglichkeiten. Sollte die Klimaerwärmung in den
> Alpen auf ein Plus von zwei bis drei Grad begrenzt werden können, wird sich
> in den Bergwäldern ein neues Gleichgewicht zwischen Nadel- und Laubbäumen
> einstellen. Sollte der Klimawandel aus dem Ruder laufen, wie es so mancher
> Forscher befürchtet, werden die Fichtenwälder auch in den Bergen immer
> öfter zusammenbrechen und an ihre Stelle immer mehr Laubwälder treten."
> 
> Oh weh, oh weh. Oder gut?
> 

Die Selbstreglung der Natur funktioniert.
Wenn mehr und dickere Bäume wachsen, wird mehr CO2 aus der Atmosphäre
gebunden.
Das Angebot an CO2 ist gestiegen, nun steigt die natürlich Nachfrage.
Es läuft perfekt.
Aber wehe der Mensch reduziert dann plötzlich seinen CO2-Ausstoß.
Dann beginnt wieder das große Waldsterben.
...es wird immer einen Grund geben, den Teufel an die Wand zu malen.


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