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Groups > ger.ct > #581248 > unrolled thread
| Started by | Fred <harakiri.sanktionen@mail1a.de> |
|---|---|
| First post | 2023-01-14 12:00 +0100 |
| Last post | 2023-01-15 16:14 +0100 |
| Articles | 13 — 10 participants |
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Deutsche Grüne - eine mega Blamage Fred <harakiri.sanktionen@mail1a.de> - 2023-01-14 12:00 +0100
Re: Deutsche Grüne - eine mega Blamage Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2023-01-14 05:07 -0800
Re: Deutsche Grüne - eine mega Blamage Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-01-14 14:12 +0100
Re: Deutsche Grüne - eine mega Blamage Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2023-01-14 15:40 +0100
Re: Deutsche Grüne - eine mega Blamage Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-01-14 16:15 +0100
Re: Deutsche Grüne - eine mega Blamage Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2023-01-14 16:33 +0100
Re: Deutsche Grüne - eine mega Blamage Wolf gang P u f f e <remail@gmx.com> - 2023-01-14 17:40 +0100
Re: Deutsche Grüne - eine mega Blamage Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2023-01-14 21:43 +0100
Re: Deutsche Grüne - eine mega Blamage Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-01-15 08:00 +0100
Re: Deutsche Grüne - eine mega Blamage Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-01-14 12:18 -0500
Re: Deutsche Grüne - eine mega Blamage Frank Nitzschner <nospam@nitzschner.de> - 2023-01-15 09:53 +0100
Re: Deutsche Grüne - eine mega Blamage Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> - 2023-01-15 12:57 +0100
Re: Deutsche Grüne - eine mega Blamage Ulrich Weise <ulrich.weise@t-online.de> - 2023-01-15 16:14 +0100
| From | Fred <harakiri.sanktionen@mail1a.de> |
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| Date | 2023-01-14 12:00 +0100 |
| Subject | Deutsche Grüne - eine mega Blamage |
| Message-ID | <tpu20t$1uvn7$1@dont-email.me> |
Lützerath: Wie sich eine Grünen–Abgeordnete im GEZ-TV um Kopf und Kragen redet – phänomenal TV-Vid. https://www.youtube.com/watch?v=zCkAtaf8Sjo Armes keines Mädchen, wie verzweifelt sie schaut, als sie zu erklären versucht, dass sie viel grüner ist, als ihre pseudo-grüne kriegsgeile Nato-Partei (im Dienst der USA) die in Deutschland moderne Kernkraftwerke verbietet, um mit unbezahlbaren Strompreis die Deutsche Industrie und Deutsche Arbeitsplätze nachhaltig in die USA zu treiben. BTW. Dass ein Reporter im öffentlich rechtlichen Deutschen grün-sozialistischen Fernsehen überhaupt solche Fragen stellen darf? Der ist bestimmt bald arbeitslos.
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| From | Herwig <herwig.huener@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2023-01-14 05:07 -0800 |
| Message-ID | <becc8ae2-264d-47e6-a338-ea27174c0231n@googlegroups.com> |
| In reply to | #581248 |
2023-01-14 14:09:00 +0100 > Lützerath: Wie sich eine Grünen–Abgeordnete im GEZ-TV um > Kopf und Kragen redet – phänomenal > TV-Vid. https://www.youtube.com/watch?v=zCkAtaf8Sjo Pacta sunt servanda - oder lieber doch nicht, und statt dessen ThemenWechsel - Thema verfehlt, hies das in der Schule, und "Setzen. Fünf". In der Tat wird es allmählich auffällig, wie weit die Grünen inzwischen immer wieder grüne Positionen verlassen haben - auch wenn es manchmal der ach so bösen Realität geschuldet war/ist. Übrigens kann hier nicht von "KriegsGeilheit" geredet werden - auch wenn ein einfaches WeltBild leichter zu managen ist. Herwig
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
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| Date | 2023-01-14 14:12 +0100 |
| Message-ID | <tpu9or$1svqi$2@dont-email.me> |
| In reply to | #581262 |
Am 14.01.2023 um 14:07 schrieb Herwig: > In der Tat wird es allmählich auffällig, wie weit die Grünen > inzwischen immer wieder grüne Positionen verlassen haben > - auch wenn es manchmal der ach so bösen Realität geschuldet > war/ist. Und wirklich niemand kann dabei so schön zerknirscht in die Kamera gucken, wie der Robert. Was ihn in den Augen mancher Nutzerchen hier "kompetent" macht. -- Neue Woche, neues Kondom.
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| From | Michael Bode <m.g.bode@web.de> |
|---|---|
| Date | 2023-01-14 15:40 +0100 |
| Message-ID | <k2ft69F2ccjU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #581262 |
Herwig <herwig.huener@t-online.de> writes: > 2023-01-14 14:09:00 +0100 > >> Lützerath: Wie sich eine Grünen–Abgeordnete im GEZ-TV um >> Kopf und Kragen redet – phänomenal >> TV-Vid. https://www.youtube.com/watch?v=zCkAtaf8Sjo > > Pacta sunt servanda - oder lieber doch nicht, und statt dessen > ThemenWechsel - Thema verfehlt, hies das in der Schule, und > "Setzen. Fünf". > > In der Tat wird es allmählich auffällig, wie weit die Grünen > inzwischen immer wieder grüne Positionen verlassen haben > - auch wenn es manchmal der ach so bösen Realität geschuldet > war/ist. Wenn Wunschdenken auf Realität trifft, muss einer nachgeben. Die Realität ist es nicht.
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
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| Date | 2023-01-14 16:15 +0100 |
| Message-ID | <tpugu6$1svqi$4@dont-email.me> |
| In reply to | #581270 |
Am 14.01.2023 um 15:40 schrieb Michael Bode: > Wenn Wunschdenken auf Realität trifft, muss einer nachgeben. Die Realität > ist es nicht. Ach, das war einmal. In der postfaktischen Welt schafft der moderne, emanzipierte Mensch einfach eigene Realitäten. Exemplarisch in D Frau ACAB und in den USA George Santos. Dein Geschlecht gefällt Dir nicht? - Null problemo. Fühle Dich doch einfach als Frau, Besenstiel oder Eichhörnchen. Was Du willst, es liegt alleine in Deiner Hand. Der Staat unterstützt Dich: Laß Dein Geschlecht als "divers" eintragen, dann bist Du es auch. Amtlich beglaubigt. Der neuseste Trend ist Sologamie: Du heiratest Dich einfach selbst. Alter ist auch so eine Sache. Fühle Dich einfach als 30-jähriger. Niemand wird lachen. Du bestimmst, wer Du bist und woher Du kommst. Dein Wunsch ist die Wirklichkeit, die Realität. Die Medien wirken fröhlich mit. Der Spiegel hat aus Relotius gelernt? - Ach was. Letztes Jahr hat er mit einer toten Flüchtlings-Maria brilliert. Klingbeil fuchtelt rechte Silvester-Randale in Borna und Hildburghausen herbei und die Tagesschau (das Bollwerk gegen Fake-News) hat erst gestern wieder versucht, die 18.500 Fukushima-Toten aufzuwärmen. -- Neue Woche, neues Kondom.
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| From | Michael Bode <m.g.bode@web.de> |
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| Date | 2023-01-14 16:33 +0100 |
| Message-ID | <k2g0a3F2ccjU3@mid.individual.net> |
| In reply to | #581273 |
Lars Gebauer <lgebauer@live.de> writes: > Am 14.01.2023 um 15:40 schrieb Michael Bode: >> Wenn Wunschdenken auf Realität trifft, muss einer nachgeben. Die Realität >> ist es nicht. > > Ach, das war einmal. In der postfaktischen Welt schafft der moderne, > emanzipierte Mensch einfach eigene Realitäten. Exemplarisch in D Frau > ACAB und in den USA George Santos. > > Dein Geschlecht gefällt Dir nicht? - Null problemo. Fühle Dich doch > einfach als Frau, Besenstiel oder Eichhörnchen. Was Du willst, es > liegt alleine in Deiner Hand. Der Staat unterstützt Dich: Laß Dein > Geschlecht als "divers" eintragen, dann bist Du es auch. Amtlich > beglaubigt. > > Der neuseste Trend ist Sologamie: Du heiratest Dich einfach selbst. Ändert alles nichts an der Realität. Wer Republikaner wählt, will von verkommenen Subjekten regiert werden und er bekommt sie. Die Grünen haben jahrzehntelang für die Abschaffung der KKW gekämpft, jetzt lässt die Realität sie halt nach Braunkohle baggern. Der Scholzomat hat gedacht, die Hauptqualifikation für einen Kabinettsposten ist ein paar Titten und ein Parteibuch, jetzt hat er so Flachzangen wie Faeser und Lambrecht. > Alter ist auch so eine Sache. Fühle Dich einfach als > 30-jähriger. Niemand wird lachen. Und wenn der siebzigjährige 30er wartet, bis er sich 'im besten Alter' fühlt, guckt er sich die Radieschen von unten an. Das ist dann diese 'Realität', von der man gelegentlich hört.
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| From | Wolf gang P u f f e <remail@gmx.com> |
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| Date | 2023-01-14 17:40 +0100 |
| Message-ID | <tpulu2$21f4n$1@dont-email.me> |
| In reply to | #581273 |
Am 14.01.2023 um 16:15 schrieb Lars Gebauer: > Am 14.01.2023 um 15:40 schrieb Michael Bode: > > Der neuseste Trend ist Sologamie: Du heiratest Dich einfach selbst. Bringt das steuerliche Vorteile für die sologame Person? Ich hoffe doch, da ja die Rentenkasse später bei der Hinterbliebenenrente spart. ;-)
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| From | Martin Ebert <mx300@gmx.net> |
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| Date | 2023-01-14 21:43 +0100 |
| Message-ID | <tpv44u$230hs$7@dont-email.me> |
| In reply to | #581273 |
Am 14.01.23 um 16:15 schrieb Lars Gebauer: > In der postfaktischen Welt schafft der moderne, emanzipierte Mensch > einfach eigene Realitäten. Ich weiß gar nicht, warum Du das so negativ siehst: > Dein Geschlecht gefällt Dir nicht? - Null problemo. Wenn bei der Damentoilette eine Schlange ist, erklärt sich die Teuerste zum Mann und besucht die Herrenseite. Also das hat nur Vorteile. > Alter ist auch so eine Sache. Fühle Dich einfach als 30-jähriger. > Niemand wird lachen. Jetzt reden wir über mich.
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
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| Date | 2023-01-15 08:00 +0100 |
| Message-ID | <tq08at$293sr$4@dont-email.me> |
| In reply to | #581285 |
Am 14.01.2023 um 21:43 schrieb Martin Ebert: > Am 14.01.23 um 16:15 schrieb Lars Gebauer: >> In der postfaktischen Welt schafft der moderne, emanzipierte Mensch >> einfach eigene Realitäten. > > Ich weiß gar nicht, warum Du das so negativ siehst: Sehe ich es denn so negativ? - Vor 100 Jahren hat Karl May überzeugende eigene Welten geschaffen. Und den mag ich wirklich sehr. Auch finde ich Borderline-Journalismus sehr faszinierend. Wenngleich es für viele meiner lieben Mitmenschen nichts weiter als Teufelszeug ist. Vielleicht finde ich es genau deswegen so faszinierend. -- Neue Woche, neues Kondom.
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
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| Date | 2023-01-14 12:18 -0500 |
| Message-ID | <tpuo63$21m7f$1@dont-email.me> |
| In reply to | #581270 |
Salve allerseits, Michael Bode schrieb: > Herwig <herwig.huener@t-online.de> writes: > >>> Lützerath: Wie sich eine Grünen–Abgeordnete im GEZ-TV um Kopf und >>> Kragen redet – phänomenal TV-Vid. https://www.youtube.com/watch?v=zCkAtaf8Sjo >> >> Pacta sunt servanda - oder lieber doch nicht, und statt dessen >> ThemenWechsel - Thema verfehlt, hies das in der Schule, und "Setzen. >> Fünf". In der Tat wird es allmählich auffällig, wie weit die Grünen >> inzwischen immer wieder grüne Positionen verlassen haben - auch >> wenn es manchmal der ach so bösen Realität geschuldet war/ist. > > Wenn Wunschdenken auf Realität trifft, muss einer nachgeben. Die Realität > ist es nicht. > +--- <hier abknabbern> --- | Eigentlich ist George Santos der moderne Mensch schlechthin. Der | amerikanische Politiker hat seine eigene Lebensgeschichte erfunden. | Enkel von Holocaust-Überlebenden, die Mutter stirbt infolge der | Terroranschläge von 9/11, Karriere an der Wall Street, Gründer einer | Tierschutzorganisation, die 2400 Hunden das Leben gerettet hat. Die | Geschichte ist so bewegend, dass sie selbst George Santos zu rühren | schien. Dazu, dass sein Grossvater vor Hitler geflüchtet und zum | Katholizismus konvertiert war, sagte er: «Ich bin so stolz. Ich | wünschte, ich hätte ihn kennengelernt.» | | Das Problem von George Santos waren lediglich die Medien, die irgendwann | darauf hinwiesen, dass sein Lebenslauf frei erfunden war. | | Santos wurde als Fabulant entlarvt, wenn man es nett ausdrücken möchte. | Man könnte auch von Hochstapler und Lügner sprechen. Zu seiner | Verteidigung hatte der Abgeordnete des Repräsentantenhauses wenig zu | berichten. Es tue ihm leid, dass er seinen Lebenslauf «geschönt» habe. | Abgesehen davon denkt der Politiker nicht daran, seine Karriere | aufzugeben. | | *Die radikale Selbstermächtigung* | | In mancherlei Hinsicht ist die Entschuldigung von George Santos das | enttäuschende Kapitel dieser Geschichte. Schliesslich könnte man in dem | konservativen Politiker auch eine Emanzipationsfigur sehen, einen | Menschen, der sich von seiner Biografie befreite, um Herr seiner | Geschichte zu werden. Santos’ Fiktionen wären dann Ausdruck einer | radikalen Selbstermächtigung: Wer ich bin und woher ich komme, bestimme | ich selbst. Mein Wunsch ist die Wirklichkeit. | | Santos ist nur eine Figur in der langen Reihe von Schwindlern und | Fabulanten. Der Schriftsteller Karl May wurde Teil seiner eigenen | Phantasiewelt, machte irgendwann keinen Unterschied mehr, was ihm selbst | und was seinem Helden Old Shatterhand widerfahren war. Er war Old | Shatterhand, Freund des Winnetou. Abgesehen davon erklärte er, 1200 | Sprachen und Dialekte zu beherrschen. | | *Schirrmacher bei den Menschenfressern* | | Frank Schirrmacher, Herausgeber der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», | soll im Privaten eine Geschichte verbreitet haben, wonach er | Entführungsopfer unter Menschenfressern in Äthiopien gewesen ist. Und | auch er dichtete sich eine jüdische Mutter an, so erzählt es Michael | Angele in seiner Schirrmacher-Biografie. Die Motive für solche | Schwindeleien sind unterschiedlich. Bei Schirrmacher war es wohl die | Sucht zu unterhalten; durfte er doch kaum annehmen, dass ihm seine | Geschichten geglaubt wurden. Das Fabulieren kann aber auch pathologisch | oder kühl-berechnend sein – oder eine Kombination. Immer sind es mehr | oder weniger kühne Erkundungen des Möglichkeitsraums. | | *Majestät des eigenen Lebens* | | Neu jedoch ist, dass diese Selbstermächtigungen mit einem Zeitgeist | korrespondieren, der das eigene Gefühl zum Massstab macht. Koordinaten | des Lebens, die bisher als unabänderlich galten, stehen plötzlich zur | Disposition, sind wählbar. Allen voran das Geschlecht. Der französische | Philosoph Alain Finkielkraut hat die Situation an amerikanischen | Universitäten in dieser Zeitung einmal so beschrieben: «Man kann | entscheiden, ob man männlich, weiblich oder nonbinär ist. Man kann mit | einem langen Bart zur Tür hereinkommen und als Frau den Raum verlassen. | Ein Typ hat sich über den Fragebogen lustig gemacht und als Name | ‹Majestät| angegeben. Und gewissermassen ist dies genau, was passiert: | Der Mensch wird zur Majestät seiner Existenz. Alles ist möglich. Alles | ist wählbar.» | | Der Wunsch gestaltet die Wirklichkeit. Aber nicht nur im Privaten. Das | Gefühl wird veramtlicht und offizialisiert. In der Schweiz kann man seit | Anfang Jahr frei wählen, ob man als Mann oder Frau gelten möchte. Wenn | man es sich nach einer Weile anders überlegt hat, kann man das | Geschlecht wieder wechseln. Während die Schweizer Regierung die Zeit für | die Einführung des dritten Geschlechts noch nicht gekommen sieht, kann | man sich in Deutschland und Österreich schon jetzt als «divers» | eintragen lassen. | | *Die Scheinwahl* | | Was ist das Problem daran?, könnte man fragen. Finkielkraut sagt: «Es | ist eine Scheinwahl. Das Geschlecht ist gerade das, was wir nicht wählen | können. Es ist durch die Biologie vorgegeben. (. . .) In dem | individualistischen und technologischen Wahnsinn, in dem wir leben, | müsste es uns eigentlich ein Anliegen sein, den Menschen mit seiner | Endlichkeit zu versöhnen.» | | Die Zeichen der Zeit stehen allerdings ganz anders: Am Geschlecht zeigt | sich die Entgrenzung am deutlichsten. Doch die Vorstellungen bewegen | sich auch bei anderen biografischen Fixpunkten. | | *Herkunftstabu und die Alterslüge* | | Die Frage nach der Herkunft, eine der natürlichsten Fragen der Welt, ist | in linken Milieus in Verruf geraten: Allein die Frage sei Ausdruck von | Vorurteilen und diskriminiere Menschen, liest man in den Medien immer | wieder. Die Herkunftsfrage hat ihre Unschuld verloren, in manchen | Kreisen entwickelt sie sich zum Tabu. | | Bei der Kategorie «Alter» zeugen Begriffe wie «metabolisches Alter» oder | «biologisches Alter» davon, dass manche Leute nicht mehr bereit sind, | ihr Alter von der Geburt an zu zählen. Sie etablieren ein alternatives | Alter. Sie seien zwar 60, sagen diese Leute, aber eigentlich fühlten sie | sich wie 50 oder gar 40. Auch die Ärztin habe ihnen bestätigt, dass sie | ein Herz wie das eines jungen Menschen hätten, das sei unglaublich. – | Auch hier konkurrieren objektive Tatsachen mit einem subjektiven | Empfinden. Eine amtliche Beglaubigung des metabolischen Alters gibt es | noch nicht, aber immerhin findet man Ärzte, auf deren Einschätzung man | sich berufen kann. | | *Geburtsdatum*: 2666 | | Objektive Wahrheit verliert an Relevanz, stattdessen werden Wünsche oder | eine subjektive Wahrheit verkündet. Der Schweizer Schriftsteller Dominik | Holzer, 1992 in Ostermundigen geboren, nennt sich Kim de l’Horizon, eine | nichtbinäre Person. Als solche hat er 2022 den Deutschen Buchpreis | gewonnen. Die biografischen Eckdaten von Kim de l’Horizon lauten wie | folgt. Geboren? Im Jahr 2666 (in der Zukunft). Geburtsort: Gethen (ein | fiktionaler Planet). Studium: Hexerei. So steht es auf der Website | seines Verlags. | | Wer auf der deutschsprachigen Wikipedia-Seite den ursprünglichen Namen | von Kim de l’Horizon sucht, wird nicht fündig. Die Figur Kim de | l’Horizon radiert die Grundkoordinaten der alten Biografie aus und | überschreibt sie neu. Die Vorstellung eines bürgerlichen Lebenslaufs | wird radikal dekonstruiert. Denn was war und ist, wird als nachrangig | gesehen. Das Entscheidende ist die freie Selbstschöpfung. | | Natürlich ist Kim de l’Horizon eine Kunstfigur, und diese Biografie ist | auch ein existenzielles Spiel, Provokation. In der Figur, die | begeisterten Zuspruch und gehässige Ablehnung auslöst, spiegelt sich | aber der Zeitgeist. | | *Lügen oder zahlen* | | Deutschland will punkto Selbstermächtigung noch deutlich weiter gehen. | So plant die Regierung im Transsexuellengesetz ein sanktionsbewehrtes | Offenbarungsverbot. Dieses soll laut dem Familienministerium verhindern, | «dass transgeschlechtliche, aber auch intergeschlechtliche und | nichtbinäre Menschen gegen ihren Willen zwangsgeoutet werden». Zur | freien Geschlechtswahl, unabhängig von Hormonen oder | Geschlechtsmerkmalen, kommt also eine amtliche Geschichtsklitterung hinzu. | | Das sogenannte Selbstbestimmungsgesetz sieht ausserdem vor, dass | staatliche und nichtstaatliche Stellen früher geführte Namen und die | frühere Geschlechterzuordnung löschen müssen. Dokumente und Zeugnisse | sollen mit dem ursprünglichen Ausstellungsdatum neu ausgestellt werden. | Ihr altes Leben wird umgeschrieben, so als habe es nie eine Metamorphose | gegeben. | | Zu Recht schrieb der Philosoph Christoph Türcke in der «FAZ»: «Behörden | sollen per Gesetz zur nachträglichen Urkundenfälschung angehalten, | Zuwiderhandlungen mit erheblichen Bussgeldern geahndet werden. Das ist | ungeheuerlich.» | | *Postfaktisches Zeitalter im Gesetz* | | Der deutsche Justizminister verteidigt das Gesetzesvorhaben mit den | Worten: «Freiheit heisst auch die Freiheit, man selbst sein zu können.» | Dem würde niemand widersprechen. Fragwürdig wird es aber, wenn sich der | Staat zum Assistenten, ja zum Beglaubiger fiktionaler Biografien macht. | Was Deutschland plant, ist die Umsetzung des postfaktischen Zeitalters | auf Gesetzesebene. | | Jeder hat die Freiheit, sein Leben so zu erzählen, wie er will. Ebenso | sollen aber alle anderen weiterhin das Recht haben, auf Unstimmigkeiten | hinzuweisen, ohne dafür gebüsst zu werden. Dass die Toleranz gegenüber | Menschen, die ihren Geschlechtseintrag ändern, wächst, wenn ihre | Geschichte tabuisiert wird, darf bezweifelt werden. Und ist man näher | bei sich selbst, wenn man die eigene Vergangenheit leugnet? | | *Das Verwandlungs-Paradox* | | Wir leben in merkwürdigen Zeiten. Einerseits wird der Mensch zur | Majestät seiner Existenz, andererseits zum Sklaven seiner Identität. | Denn neben der freien Geschlechtswahl etablieren sich zahlreiche | Verwandlungstabus, die vor allem für die Mehrheitsgesellschaft gelten. | Wenn Weisse temporär einmal Schwarze oder Indianer sein möchten, wird | das nicht mehr gern gesehen. Als unlängst ein Mitglied eines Appenzeller | Jodlerchors bei einer «Stobete» die Bühne mit schwarz angemaltem | Gesicht, Bastrock und Trommel betrat, eröffnete die zuständige | Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen Rassendiskriminierung. Die Aktion | mag unsensibel gewesen sein, aber ist sie strafrechtlich relevant? Ein | rassistisches Motiv war jedenfalls nicht zu erkennen. | | Transgender-Personen sollen sich verwandeln können, für weisse und | heterosexuelle Personen werden die Regeln in einem progressiven | öffentlichen Klima hingegen rigider. Nirgends akzentuiert sich dies so | deutlich wie in Hollywood: 2018 gab die Schauspielerin Scarlett | Johansson ihre Rolle als Transmann in dem Film «Rub and Tug» zurück – | Aktivisten hatten ihre Verpflichtung skandalisiert. Weisse Schauspieler | dürfen keine nichtweissen Figuren spielen. Und keine Frauen. | Heterosexuelle Schauspieler erklären, keine homosexuellen Figuren mehr | spielen zu können. Die Selbstermächtigungsangebote, die gewachsen sind, | richten sich vor allem an Minderheiten. Die Allgemeinheit hingegen soll | diverse Ausdrucksformen unterlassen. | | Denn überall lauert der Vorwurf von Diskriminierung, kultureller | Aneignung, fehlender Sensibilisierung und Einfühlung. +--- </hier abknabbern> --- ©<https://www.nzz.ch/feuilleton/offenbarungsverbot-wie-der-mensch-zur-majestaet-seiner-existenz-wird-und-der-staat-beim-fabulieren-hilft-ld.1719528> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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| From | Frank Nitzschner <nospam@nitzschner.de> |
|---|---|
| Date | 2023-01-15 09:53 +0100 |
| Message-ID | <k2ht7pFblbeU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #581262 |
Herwig schrieb : > Übrigens kann hier nicht von "KriegsGeilheit" geredet werden > - auch wenn ein einfaches WeltBild leichter zu managen ist. Ansprechen kann man es schon, ist ja auch nicht das erste Mal. Und nicht nur bei den Grünen.. https://epaper.eulenspiegel-zeitschrift.de/de/profiles/d0171f2aa197/editions/4c0651e0cf4c834e7db0/preview_pages Grüsse Frank
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| From | Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> |
|---|---|
| Date | 2023-01-15 12:57 +0100 |
| Message-ID | <tq0pmm$2bdi3$1@dont-email.me> |
| In reply to | #581302 |
Am 15.01.23 um 09:53 schrieb Frank Nitzschner: > Herwig schrieb : > >> Übrigens kann hier nicht von "KriegsGeilheit" geredet werden >> - auch wenn ein einfaches WeltBild leichter zu managen ist. > > Ansprechen kann man es schon, ist ja auch nicht das erste Mal. > Und nicht nur bei den Grünen.. > https://epaper.eulenspiegel-zeitschrift.de/de/profiles/d0171f2aa197/editions/4c0651e0cf4c834e7db0/preview_pages > > Grüsse > Frank Der Eulenspiegel, wird doch nicht etwas an seine alte Form anknüpfen wollen? -- Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
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| From | Ulrich Weise <ulrich.weise@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2023-01-15 16:14 +0100 |
| Message-ID | <tq158n$14bvh$1@solani.org> |
| In reply to | #581262 |
Am Sat, 14 Jan 2023 05:07:31 -0800 (PST) schrieb Herwig zum
Thema: Re: Deutsche Grüne - eine mega Blamage
>2023-01-14 14:09:00 +0100
>
>> Lützerath: Wie sich eine Grünen–Abgeordnete im GEZ-TV um
>> Kopf und Kragen redet – phänomenal
>> TV-Vid. https://www.youtube.com/watch?v=zCkAtaf8Sjo
>
>Pacta sunt servanda - oder lieber doch nicht, und statt dessen
>ThemenWechsel - Thema verfehlt, hies das in der Schule, und
>"Setzen. Fünf".
>
>In der Tat wird es allmählich auffällig, wie weit die Grünen
>inzwischen immer wieder grüne Positionen verlassen haben
>- auch wenn es manchmal der ach so bösen Realität geschuldet
>war/ist.
War ich auch der Meinung. Allerdings konnte mich die Grüne
Wirtschafts- und Klimaministerin NRW, Mona Neubaur, mit ihrer
Argumentation überzeugen (ab 12:45):
https://www.ardmediathek.de/video/aktuelle-stunde/aktuelle-stunde-oder-13-01-2023/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTBlZmM2NGIxLTExZWItNGIwMi1hZmQxLTA0MzQwNjMxZGI5Mw
Gued gohn,
Ulrich
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