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Groups > ger.ct > #568661 > unrolled thread
| Started by | Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> |
|---|---|
| First post | 2022-09-28 14:01 +0200 |
| Last post | 2022-10-01 14:59 +0200 |
| Articles | 13 — 7 participants |
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Re: Wundzylinder Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2022-09-28 14:01 +0200
Re: Wundzylinder Heinz-Juergen Kronemeyer <meierdrei@protonmail.com> - 2022-09-28 17:57 +0200
Re: Wundzylinder Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-09-28 16:20 +0000
Re: Wundzylinder Mike Grantz <invalid@invalid.invalid> - 2022-09-28 18:32 +0200
Re: Wundzylinder Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-09-29 00:42 -0700
Re: Wundzylinder Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-09-29 10:31 +0000
Re: Wundzylinder Mike Grantz <invalid@invalid.invalid> - 2022-09-28 18:27 +0200
Re: Wundzylinder Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2022-09-29 14:49 +0200
Re: Wundzylinder Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2022-09-29 15:07 +0200
Re: Wundzylinder Goetz Schultz <news.expire1225@goetz.co.uk> - 2022-09-29 17:02 +0100
Re: Wundzylinder Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2022-09-30 14:25 +0200
Re: Wundzylinder Goetz Schultz <news.expire1225@goetz.co.uk> - 2022-09-30 16:18 +0100
Re: Wundzylinder Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2022-10-01 14:59 +0200
| From | Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2022-09-28 14:01 +0200 |
| Subject | Re: Wundzylinder |
| Message-ID | <dawgp37x9t3w$.ekiyhsgaz2l6.dlg@40tude.net> |
Am 28 Sep 2022 11:35:13 GMT schrieb Stefan Ram: > Supersedes: <Watte-20220928120147@ram.dialup.fu-berlin.de> > ["Kegel"->"Zylinder"] > > Es gibt solche lippenstiftgroßen Kreiszylinder aus Watte, die > Flüssigkeiten aufnehmen können, im folgenden "Zylinder" genannt. > > Da es in letzter Zeit Aussagen gab, denenzufolge sie in > Schußwunden eingeführt werden können, um Blutungen zu stoppen, > habe ich mich informiert: > > Die Zylinder wären in einer Wunde wahrscheinlich eher schädlich > und würden innere Blutungen wahrscheinlich /nicht/ stoppen. Natürlich nicht, dafür fängt man sich ein zusätzliches Infektionsrisiko ein. > Besser ist es, von außen Druck auf die Wunde oder zuführende > Arterien auszuüben. Richtig, der gute alte Druckverband. Dazu könnten die Dinger taugen, wenn man sie in der Mullbinde eingewickelt auf die Wundelegt, so daß sie dort gezielt Druck ausüben. Vermutlich wird das auch genau so gemacht. > Ich bin aber kein Mediziner. Im Zweifel > frage man einen Wundarzt! Ich war 7 Jahren lang ehrenamtlich Sanitäter im Katastrophenschutz, da haben wir sowas gelernt. Grüße, Frank
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| From | Heinz-Juergen Kronemeyer <meierdrei@protonmail.com> |
|---|---|
| Date | 2022-09-28 17:57 +0200 |
| Message-ID | <jpj96fFgr56U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #568661 |
Am 28.09.22 um 14:01 schrieb Frank Hucklenbroich: >> Die Zylinder wären in einer Wunde wahrscheinlich eher schädlich >> und würden innere Blutungen wahrscheinlich /nicht/ stoppen. > > Natürlich nicht, dafür fängt man sich ein zusätzliches Infektionsrisiko > ein. Erst mal nebensächlich. Die (lebensbedrohende) Blutung steht im Vordergrund. Um die Infektion kümmert man sich später. Allerdings sind Tampons nun wirklich nicht dafür geeignet. Das saugfähige Material ist mit allerlei Chemie getränkt und alles andere als Keimarm. >> Besser ist es, von außen Druck auf die Wunde oder zuführende >> Arterien auszuüben. > > Richtig, der gute alte Druckverband. Dazu könnten die Dinger taugen, wenn > man sie in der Mullbinde eingewickelt auf die Wundelegt, so daß sie dort > gezielt Druck ausüben. Vermutlich wird das auch genau so gemacht. > >> Ich bin aber kein Mediziner. Im Zweifel >> frage man einen Wundarzt! > > Ich war 7 Jahren lang ehrenamtlich Sanitäter im Katastrophenschutz, da > haben wir sowas gelernt. Nun, mittlerweile wird im Rettungsdienst eher die Israeli Bandage eingesetzt. Dazu Woundpacking, wenn möglich mit Gerinnungshemmenden Materialien. Für die Extremitäten kommt heute ein Tourniquet zum Einsatz. Allerdings wären das schon extremere Einsätze, bei denen das zum Einsatz kommt. Woundpacking kostet schon etwas an Überwindung und ist nichts für den Laien, dessen Erste Hilfe Ausbildung schon Jahrzehnte zurückliegt. Aber das Tourniquet und die Israeli Bandage sind relativ einfach zu handhaben und auch nicht allzu teuer. Auf jeden Fall einfacher zu handhaben als mit Verbandspäckchen und Dreieckstüchern herum zu fummeln. Und immer schön die korrekte Krawatte aus dem Dreieckstuch falten sonst gab es Punktabzug im Wettbewerb. Nicht wahr? Israeli Bandage und Tourniquet sind sinnvolle Ergänzungen zum überalterten Inhalt eines KFZ Verbandskasten. Sinnvoller als FFP2 Masken. Auch sinnvoll wäre es, wenn die Bevölkerung gelegentlich mal ihre EH-Kenntnisse auffrischen würde. Dazu noch drei kurze Videos über die Themen Woundpacking, Tourniquet und Israeli Bandage. https://www.youtube.com/watch?v=Xt3x74PTryY https://www.youtube.com/watch?v=YNwREtIC_-Y https://www.youtube.com/watch?v=ZVXk7kg4gMQ Heinz-Jürgen
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| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2022-09-28 16:20 +0000 |
| Message-ID | <7t6334738ci2698a8n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #568682 |
On Wed, 28 Sep 2022 17:57:03 Heinz-Juergen Kronemeyer wrote: > Israeli Bandage und Tourniquet sind sinnvolle Ergänzungen zum > überalterten Inhalt eines KFZ Verbandskasten. Sinnvoller als FFP2 > Masken. Eine FFP2-Maske im Verbandskasten scheint mir in der Tat ziemlich sinnlos zu sein, ja. > Auch sinnvoll wäre es, wenn die Bevölkerung gelegentlich mal ihre > EH-Kenntnisse auffrischen würde. Steht seit 20 Jahren am Plan... *seufz* Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike Kultiviert bleibt kultiviert: Doch Stefan hilft! (Sloganizer)
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| From | Mike Grantz <invalid@invalid.invalid> |
|---|---|
| Date | 2022-09-28 18:32 +0200 |
| Message-ID | <th1svb$d8lk$1@dont-email.me> |
| In reply to | #568697 |
On 28.09.2022 18:20, Stefan Froehlich wrote: > Eine FFP2-Maske im Verbandskasten scheint mir in der Tat ziemlich > sinnlos zu sein, ja. Kostet keine Zeit, sie aufzusetzen. Stört nicht bei der ersten Hilfe. Man rotzt dem Patienten nicht aus Versehen in die Wunde (https://www.aerzteblatt.de/archiv/1123/Infektionsgefaehrdung-durch-Bissverletzungen) und als i-Tüpfelchen erspart man dem Patienten womöglich noch eine Virusinfektion, während er seine anderen Wehwehchen auskuriert.
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2022-09-29 00:42 -0700 |
| Message-ID | <dbbf9b7c-1e07-4e58-811d-db74397c2334n@googlegroups.com> |
| In reply to | #568697 |
Stefan Froehlich schrieb am Mittwoch, 28. September 2022 um 18:20:56 UTC+2: > On Wed, 28 Sep 2022 17:57:03 Heinz-Juergen Kronemeyer wrote: > > Israeli Bandage und Tourniquet sind sinnvolle Ergänzungen zum > > überalterten Inhalt eines KFZ Verbandskasten. Sinnvoller als FFP2 > > Masken. > Eine FFP2-Maske im Verbandskasten scheint mir in der Tat ziemlich > sinnlos zu sein, ja. Warum eigentlich? Bist Du allein im Auto, wirst Du ohne fahren*. Hast Du einen Verletzten zu versorgen, wirst Du kaum empfohlene Abstände einhalten können. Gruß, ULF *) modulo optionales Mitführen im Gepäck.
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| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2022-09-29 10:31 +0000 |
| Message-ID | <1t633573d0i286ca2n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #568776 |
On Thu, 29 Sep 2022 09:42:11 Ulf Kutzner wrote: > Stefan Froehlich schrieb am Mittwoch, 28. September 2022 um 18:20:56 UTC+2: >> On Wed, 28 Sep 2022 17:57:03 Heinz-Juergen Kronemeyer wrote: >> > Israeli Bandage und Tourniquet sind sinnvolle Ergänzungen zum >> > überalterten Inhalt eines KFZ Verbandskasten. Sinnvoller als >> > FFP2 Masken. >> Eine FFP2-Maske im Verbandskasten scheint mir in der Tat ziemlich >> sinnlos zu sein, ja. > Warum eigentlich? Bist Du allein im Auto, wirst > Du ohne fahren*. Ich in der Praxis nicht (im ÖPNV zum Auto brauche ich die Maske ja), aber stimmt schon, da hatte ich etwas zu kurz und nur an die eigenen Mitreisenden gedacht. Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike Stefan konnte immer schon mehr als Spaß machen! (Sloganizer)
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| From | Mike Grantz <invalid@invalid.invalid> |
|---|---|
| Date | 2022-09-28 18:27 +0200 |
| Message-ID | <th1sko$d781$2@dont-email.me> |
| In reply to | #568682 |
On 28.09.2022 17:57, Heinz-Juergen Kronemeyer wrote: > Materialien. Für die Extremitäten kommt heute ein Tourniquet zum > Einsatz. Allerdings wären das schon extremere Einsätze, bei denen das > zum Einsatz kommt. Nunja,... Krieg. Aber den russen gehen auch die Tourniquets aus. Und diejenigen, die noch welche ergattern konnten, befestigen sie mit KABELBINDERN an ihrer Uniform.
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| From | Hartmut Ott <hottm@arcor.de> |
|---|---|
| Date | 2022-09-29 14:49 +0200 |
| Message-ID | <jpliuuFrm0hU2@mid.individual.net> |
| In reply to | #568661 |
Hej, Am 28.09.22 um 14:01 schrieb Frank Hucklenbroich: >> Besser ist es, von außen Druck auf die Wunde oder zuführende >> Arterien auszuüben. > > Richtig, der gute alte Druckverband. Dazu könnten die Dinger taugen, wenn > man sie in der Mullbinde eingewickelt auf die Wundelegt, so daß sie dort > gezielt Druck ausüben. Vermutlich wird das auch genau so gemacht. > >> Ich bin aber kein Mediziner. Im Zweifel >> frage man einen Wundarzt! > > Ich war 7 Jahren lang ehrenamtlich Sanitäter im Katastrophenschutz, da > haben wir sowas gelernt. Nur das es so was damals nicht gab, da hat man einfach ein anderes ungeöffnetes Verbandspäckchen dafür genommen. -- -- mfg Hartmut Ott
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| From | Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2022-09-29 15:07 +0200 |
| Message-ID | <1gk6x1berb74l.14za04wze9f57$.dlg@40tude.net> |
| In reply to | #568824 |
Am Thu, 29 Sep 2022 14:49:24 +0200 schrieb Hartmut Ott: > Hej, > > Am 28.09.22 um 14:01 schrieb Frank Hucklenbroich: > > >>> Besser ist es, von außen Druck auf die Wunde oder zuführende >>> Arterien auszuüben. >> >> Richtig, der gute alte Druckverband. Dazu könnten die Dinger taugen, wenn >> man sie in der Mullbinde eingewickelt auf die Wundelegt, so daß sie dort >> gezielt Druck ausüben. Vermutlich wird das auch genau so gemacht. >> >>> Ich bin aber kein Mediziner. Im Zweifel >>> frage man einen Wundarzt! >> >> Ich war 7 Jahren lang ehrenamtlich Sanitäter im Katastrophenschutz, da >> haben wir sowas gelernt. > > > Nur das es so was damals nicht gab, da hat man einfach ein anderes > ungeöffnetes Verbandspäckchen dafür genommen. Ja, ganz genau. Grüße, Frank
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| From | Goetz Schultz <news.expire1225@goetz.co.uk> |
|---|---|
| Date | 2022-09-29 17:02 +0100 |
| Message-ID | <th4fje$l686$2@dont-email.me> |
| In reply to | #568824 |
On 29/09/2022 13:49, Hartmut Ott wrote:
> Hej,
>
> Am 28.09.22 um 14:01 schrieb Frank Hucklenbroich:
>
>>
>> Ich war 7 Jahren lang ehrenamtlich Sanitäter im Katastrophenschutz, da
>> haben wir sowas gelernt.
>
>
> Nur das es so was damals nicht gab, da hat man einfach ein anderes
> ungeöffnetes Verbandspäckchen dafür genommen.
>
>
Das war damals. Heute (zumindest in meinem Bereich) gilt bei Blutung:
Kompresse - wenn die durchsuppt (nicht warten bis die komplett rot ist),
noch eine drauf.
Wenn die druchsuppt, alles runter (mit Toughcuts aufschneiden, nicht
einfach herunterreißen) und wieder von vorne anfangen.
Bei katastrophalen Blutungen sollte man schon wissen wie eine
Tournaquette funktioniert und auf welchen 4 Extremitäten die nur
einsetzbar ist.
--
Cheers,
G.
Quis custodiet ipsos custodes?
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X against HTML e-mail
/ \
---------------------------->8------------------------------
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| From | Hartmut Ott <hottm@arcor.de> |
|---|---|
| Date | 2022-09-30 14:25 +0200 |
| Message-ID | <jpo8g8F9peaU2@mid.individual.net> |
| In reply to | #568837 |
Hej, Am 29.09.22 um 18:02 schrieb Goetz Schultz: >> Nur das es so was damals nicht gab, da hat man einfach ein anderes >> ungeöffnetes Verbandspäckchen dafür genommen. > > Das war damals. Heute (zumindest in meinem Bereich) gilt bei Blutung: > Kompresse - wenn die durchsuppt (nicht warten bis die komplett rot ist), > noch eine drauf. > > Wenn die druchsuppt, alles runter (mit Toughcuts aufschneiden, nicht > einfach herunterreißen) und wieder von vorne anfangen. > > Bei katastrophalen Blutungen sollte man schon wissen wie eine > Tournaquette funktioniert und auf welchen 4 Extremitäten die nur > einsetzbar ist. "Der Artikel „Tournaquette“ existiert in der deutschsprachigen Wikipedia nicht. Du kannst den Artikel erstellen (Quelltext-Editor, Anleitung)." Davon ab, ich bin ja schon älter und als ich beim KatS war haben wir noch mit Binden mit roten Streifen geübt, die beim richtigen anlegen ein Muster ergaben, so das man sehen konnte, ob der Verband richtig angelegt war. Und bei Ausbildungen, wo der DRK-Arzt (ein Arzt im Ruhestand) dabei war, kam von dem immer die Frage "Und was machen wir, wenn wir ganz jwd (janz weit draußen) sind?" weil Handy & Co gab es damals noch nicht. -- -- mfg Hartmut Ott
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| From | Goetz Schultz <news.expire1225@goetz.co.uk> |
|---|---|
| Date | 2022-09-30 16:18 +0100 |
| Message-ID | <th71bf$vchg$3@dont-email.me> |
| In reply to | #568956 |
On 30/09/2022 13:25, Hartmut Ott wrote:
> Hej,
>
> Am 29.09.22 um 18:02 schrieb Goetz Schultz:
>
>
>>> Nur das es so was damals nicht gab, da hat man einfach ein anderes
>>> ungeöffnetes Verbandspäckchen dafür genommen.
>>
>> Das war damals. Heute (zumindest in meinem Bereich) gilt bei Blutung:
>> Kompresse - wenn die durchsuppt (nicht warten bis die komplett rot ist),
>> noch eine drauf.
>>
>> Wenn die druchsuppt, alles runter (mit Toughcuts aufschneiden, nicht
>> einfach herunterreißen) und wieder von vorne anfangen.
>>
>> Bei katastrophalen Blutungen sollte man schon wissen wie eine
>> Tournaquette funktioniert und auf welchen 4 Extremitäten die nur
>> einsetzbar ist.
>
>
> "Der Artikel „Tournaquette“ existiert in der deutschsprachigen Wikipedia
> nicht. Du kannst den Artikel erstellen (Quelltext-Editor, Anleitung)."
>
Hatte es nicht so mit dem Namen: Tourniquet
Dann geht's auch mit Wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Tourniquet
>
> Davon ab, ich bin ja schon älter und als ich beim KatS war haben wir
> noch mit Binden mit roten Streifen geübt, die beim richtigen anlegen ein
> Muster ergaben, so das man sehen konnte, ob der Verband richtig angelegt
> war. Und bei Ausbildungen, wo der DRK-Arzt (ein Arzt im Ruhestand) dabei
> war, kam von dem immer die Frage "Und was machen wir, wenn wir ganz jwd
> (janz weit draußen) sind?" weil Handy & Co gab es damals noch nicht.
>
Ah, das kannte ich noch nicht (Streifen im Verband). Hilft sicher. Bei
uns [versch. HiOrgs] wurde nur drauf geachtet, das der sterile Teil
vollkommen bedeckt ist, damit auch die Ränder geschlossen sind.
Und was ist dann aus dem JWD geworden? Wenn man nicht zu zweit ist,
stabilisieren so gut es geht und dann Hilfe holen. In der Pampa nutzt
das nichts da zu warten. Der Ausgang ist da im Zweifelsfall identisch.
--
Cheers,
G.
Quis custodiet ipsos custodes?
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\ / ASCII Ribbon Campaign
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| From | Hartmut Ott <hottm@arcor.de> |
|---|---|
| Date | 2022-10-01 14:59 +0200 |
| Message-ID | <jpqtqlFmanmU4@mid.individual.net> |
| In reply to | #568970 |
Hej, Am 30.09.22 um 17:18 schrieb Goetz Schultz: >>> Bei katastrophalen Blutungen sollte man schon wissen wie eine >>> Tournaquette funktioniert und auf welchen 4 Extremitäten die nur >>> einsetzbar ist. >> >> "Der Artikel „Tournaquette“ existiert in der deutschsprachigen Wikipedia >> nicht. Du kannst den Artikel erstellen (Quelltext-Editor, Anleitung)." > > Hatte es nicht so mit dem Namen: Tourniquet > > Dann geht's auch mit Wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Tourniquet Ahja, das was wir früher mit Dreieckstuch und Stock geübt haben. Ich hatte mal ein altes Dreieckstuch aus dem ersten Weltkrieg das bedruckt war "Erste Hilfe nach Prof Esmarch", da konnte man sehen wie man die benutzen konnte, zusammen mit Gewehren oder sonstwas. Hatte ich Jahrzehntelang dekorativ an der Wand hängen - nur als ich das wegen Verfärbungen mal waschen wollte hat das Tuch dies nicht überstanden. War leider nicht so stabil wie die geerbten Küchentücher von ca. 1920, die wir hier immer noch benutzen. >> Davon ab, ich bin ja schon älter und als ich beim KatS war haben wir >> noch mit Binden mit roten Streifen geübt, die beim richtigen anlegen ein >> Muster ergaben, so das man sehen konnte, ob der Verband richtig angelegt >> war. Und bei Ausbildungen, wo der DRK-Arzt (ein Arzt im Ruhestand) dabei >> war, kam von dem immer die Frage "Und was machen wir, wenn wir ganz jwd >> (janz weit draußen) sind?" weil Handy & Co gab es damals noch nicht. >> > > Ah, das kannte ich noch nicht (Streifen im Verband). Hilft sicher. Bei > uns [versch. HiOrgs] wurde nur drauf geachtet, das der sterile Teil > vollkommen bedeckt ist, damit auch die Ränder geschlossen sind. Die Binden wurden ja damals auch mehrmals verwendet, das war ein recht stabiler Stoff. > Und was ist dann aus dem JWD geworden? Wenn man nicht zu zweit ist, > stabilisieren so gut es geht und dann Hilfe holen. In der Pampa nutzt > das nichts da zu warten. Der Ausgang ist da im Zweifelsfall identisch. Genau darum ging es ja bei der Frage, was man machen muss, wenn man 20 oder 30 Minuten von der nächsten Kommunikationsmöglichkeit entfernt ist und einen Verletzten hat. -- -- mfg Hartmut Ott
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