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Strompreis sinkt?

Started byMaik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de>
First post2022-09-21 07:02 +0200
Last post2022-09-22 10:26 +0200
Articles 6 — 3 participants

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Contents

  Strompreis sinkt? Maik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de> - 2022-09-21 07:02 +0200
    Re: Strompreis sinkt? "Wendelin Uez" <wuez@online.de> - 2022-09-21 10:52 +0200
      Re: Strompreis sinkt? Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2022-09-21 12:06 +0200
        Re: Strompreis sinkt? "Wendelin Uez" <wuez@online.de> - 2022-09-21 13:42 +0200
          Re: Strompreis sinkt? Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2022-09-21 15:09 +0200
            Re: Strompreis sinkt? "Wendelin Uez" <wuez@online.de> - 2022-09-22 10:26 +0200

#567685 — Strompreis sinkt?

FromMaik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de>
Date2022-09-21 07:02 +0200
SubjectStrompreis sinkt?
Message-ID<tgectm.9ag.1@mid.maikkoenig.de>
Servus.

Ich bin etwas irritiert. Mein Stromanbieter (Eon) hat mir meine
Jahresabrechnung geschickt und bei der Gelegenheit meinen Preis pro kWh
angepasst. Vorher etwas über 28Ct/kWh, jetzt etwas über 24Ct/kWh incl
Steuern. Das ist schlicht die EEG-Umlage die ja weggefallen ist.

Aber ich dachte bis eben noch, mein Strompreis würde steigen und nicht
sinken. Habe ich irgendwas nicht mitbekommen? Aus der ursprünglichen
vertraglichen Preisbindung bin ich jedenfalls schon raus und ich hatte
fest mit um die 40Ct/kWh gerechnet. Nicht das ich mich beschweren will,
aber seltsam finde ich das schon.

Greetz,
MK
-- 
Kopp-Verlag-Gläubige, Religionsdeppen, rechte Vollidioten
 und ähnlicher Bio-Abfall werden ohne Hinweis ignoriert!
Ich lese die Gruppen in denen ich schreibe: KEINE Mailkopie.

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#567718

From"Wendelin Uez" <wuez@online.de>
Date2022-09-21 10:52 +0200
Message-ID<tgek1d$1pk6p$2@dont-email.me>
In reply to#567685
> Aber ich dachte bis eben noch, mein Strompreis würde steigen und nicht
> sinken. Habe ich irgendwas nicht mitbekommen? Aus der ursprünglichen
> vertraglichen Preisbindung bin ich jedenfalls schon raus und ich hatte
> fest mit um die 40Ct/kWh gerechnet. Nicht das ich mich beschweren will,
> aber seltsam finde ich das schon.

Ein Versorger, der quasi nur Atom- oder regenerativen Strom bezieht und 
entsprechend langfristige Abnahmeverträge hat, für den gibt es keine 
Erhöhung der Einkaufspreise, da sind dann auch die früher teuren 
Grundversorgungstarife heute billiger als die jetzt die bisherigen billigen 
Jacobe.

Man sollte staatlicherseits eigentlich eher solche Firmen bezuschussen als 
jene, die ihr Betriebsrisiko nicht einzuschätzen in der Lage waren.

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#567727

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2022-09-21 12:06 +0200
Message-ID<jp061lFghulU1@mid.individual.net>
In reply to#567718
"Wendelin Uez" <wuez@online.de> writes:

> Ein Versorger, der quasi nur Atom- oder regenerativen Strom bezieht
> und entsprechend langfristige Abnahmeverträge hat, für den gibt es
> keine Erhöhung der Einkaufspreise, da sind dann auch die früher teuren
> Grundversorgungstarife heute billiger als die jetzt die bisherigen
> billigen Jacobe.
>
> Man sollte staatlicherseits eigentlich eher solche Firmen bezuschussen
> als jene, die ihr Betriebsrisiko nicht einzuschätzen in der Lage
> waren.

Warum sollten die Zuschüsse bekommen, wenn sie überhaupt kein Problem
haben? Weil der Staat gerade Geld zuviel hat?

-- 
"Die Abwesenheit von Evidenz zur Wirksamkeit ist keine Evidenz 
für die Abwesenheit von Wirksamkeit."
 - Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen.

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#567756

From"Wendelin Uez" <wuez@online.de>
Date2022-09-21 13:42 +0200
Message-ID<tgetta$1qem8$1@dont-email.me>
In reply to#567727
>> Ein Versorger, der quasi nur Atom- oder regenerativen Strom bezieht
>> und entsprechend langfristige Abnahmeverträge hat, für den gibt es
>> keine Erhöhung der Einkaufspreise, da sind dann auch die früher teuren
>> Grundversorgungstarife heute billiger als die jetzt die bisherigen
>> billigen Jacobe.
>>
>> Man sollte staatlicherseits eigentlich eher solche Firmen bezuschussen
>> als jene, die ihr Betriebsrisiko nicht einzuschätzen in der Lage
>> waren.
>
> Warum sollten die Zuschüsse bekommen, wenn sie überhaupt kein Problem
> haben? Weil der Staat gerade Geld zuviel hat?

Ja, ich gebe zu, das ist vielleicht etwas polemisch angehaucht gewesen ist.

Andererseits ist es doch so, daß nach den Regeln der Marktwirtschaft eine 
Firma, die aufs falsche Pferd gesetzt hat, auch weg ist, wenn das Pferd 
zusammenbricht. Wieso sollten die vorausschauenderen Konkurrenten sie 
stützen?

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#567772

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2022-09-21 15:09 +0200
Message-ID<jp0gomFi3dnU2@mid.individual.net>
In reply to#567756
"Wendelin Uez" <wuez@online.de> writes:

> Ja, ich gebe zu, das ist vielleicht etwas polemisch angehaucht gewesen ist.
>
> Andererseits ist es doch so, daß nach den Regeln der Marktwirtschaft
> eine Firma, die aufs falsche Pferd gesetzt hat, auch weg ist, wenn das
> Pferd zusammenbricht. Wieso sollten die vorausschauenderen
> Konkurrenten sie stützen?

Uniper hat z.B. vorrausschauend langfristige Lieferverträge
abgeschlossen. Die können nichts dafür, dass ihr Lieferant seine
Verträge nicht einhält. Viele Stadtwerke haben vorausschauend
langfristige Lieferverträge mit Uniper. Die können dann auch nichts
dafür, wenn Uniper pleite geht. Viele Stadtwerkekunden haben
vorausschauend langfristige Lieferverträge mit ihren Stadtwerken. Die
können auch nichts dafür, wenn ihr Stadtwerk pleite geht.

Natürlich kann man denen allen vorwerfen, nicht noch in anderen Ländern
Flüssiggas eingekauft zu haben oder zusätzlich zur Gasheizung keine
Ölheizung eingebaut zu haben. Und daher haben die dann auch verdient zu
frieren.

Man kann übrigens den deutschen Regierungen auch vorwerfen, die
Förderung von deutschem Schiefergas verboten zu haben. Ist ja nicht so,
dass wir hier keine Gasvorkommen hätten. Wir leisten uns nur den Luxus,
sie nicht zu verwenden.

-- 
"Die Abwesenheit von Evidenz zur Wirksamkeit ist keine Evidenz 
für die Abwesenheit von Wirksamkeit."
 - Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen.

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#567916

From"Wendelin Uez" <wuez@online.de>
Date2022-09-22 10:26 +0200
Message-ID<tghjvn$24hes$1@dont-email.me>
In reply to#567772
Es ist nie vorausschauend, nur auf ein Pferd zu setzen, bloß weil das 
momentan etwas schneller zu laufen scheint.
Stadtwerke sind nicht gewinnorientierte öffentliche Versorger, Uniper nicht.
Und es ist ja nicht so, daß man die Risiken der Abhängigkeit nicht gesehen 
hätte, man hat sie 'nur' falsch bewertet. 

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