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Fernsehhinweis Amazon

Started byHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
First post2022-05-25 08:34 +0200
Last post2022-05-29 21:18 +0200
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Contents

  Fernsehhinweis Amazon Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2022-05-25 08:34 +0200
    Re: Fernsehhinweis Amazon Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-05-25 09:25 +0200
      Re: Fernsehhinweis Amazon Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-05-25 11:14 +0000
        Re: Fernsehhinweis Amazon Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-05-25 23:38 +0200
          Re: Fernsehhinweis Amazon Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-05-26 08:38 +0000
            Re: Fernsehhinweis Amazon Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-05-26 11:07 +0200
              Re: Fernsehhinweis Amazon Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-05-26 20:52 +0000
                Re: Fernsehhinweis Amazon Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-05-26 23:17 +0200
                  Re: Fernsehhinweis Amazon Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-05-27 07:05 +0000
    Re: Fernsehhinweis Amazon Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2022-05-25 10:26 +0200
      Re: Fernsehhinweis Amazon Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2022-05-25 19:34 +0200
        Re: Fernsehhinweis Amazon Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2022-05-25 20:18 +0200
          Re: Fernsehhinweis Amazon Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2022-05-25 18:37 +0000
            Re: Fernsehhinweis Amazon Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-05-25 21:08 +0200
            Re: Fernsehhinweis Amazon Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2022-05-25 21:18 +0200
              Re: Fernsehhinweis Amazon Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2022-05-25 22:43 +0200
              Re: Fernsehhinweis Amazon Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-05-25 23:25 +0200
            Re: Fernsehhinweis Amazon Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2022-05-27 21:48 +0200
              Re: Fernsehhinweis Amazon Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2022-05-27 23:24 +0200
                Re: Fernsehhinweis Amazon Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2022-05-27 23:53 +0200
                  Re: Fernsehhinweis Amazon Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2022-05-28 00:07 +0200
                  Re: Fernsehhinweis Amazon Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2022-05-28 12:42 +0200
                    Re: Fernsehhinweis Amazon Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2022-05-28 20:53 +0200
                      Re: Fernsehhinweis Amazon Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-05-29 04:18 -0700
              Re: Fernsehhinweis Amazon Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2022-05-28 14:22 +0200
                Re: Fernsehhinweis Amazon Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2022-05-28 20:57 +0200
                  Re: Fernsehhinweis Amazon Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-05-28 22:58 +0200
                    Re: Fernsehhinweis Amazon Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-05-30 10:00 -0700
                  Re: Fernsehhinweis Amazon Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2022-05-29 15:38 +0200
                    Re: Fernsehhinweis Amazon Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2022-05-29 18:00 +0200
                    Re: Fernsehhinweis Amazon Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2022-05-29 21:18 +0200

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#555856 — Fernsehhinweis Amazon

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2022-05-25 08:34 +0200
SubjectFernsehhinweis Amazon
Message-ID<jf60v4F8pb8U1@mid.individual.net>
Heute Abend 21:45 in ARD Plusminus
Thema: Amazon

Inhalt nach https://www.daserste.de/programm/index.html :

Amazon – Markt. Macht! Monopol?

Amazon ist der Gewinner der Coronakrise. 2021 stieg der Marktanteil des 
Unternehmens im deutschen Online-Handel laut einer Studie des 
Marktforschungsinstituts IFH Köln auf 55 Prozent. Welche Folgen hat die 
wachsende Marktmacht des Internet-Riesen?

Doppelrolle als Plattform-Betreiber und Händler

Schon lange äußern Händler die Sorge, dass Amazon Daten missbrauche und 
sie zum eigenen Vorteil nutzen könnte. Nutzt Amazon seine Doppelrolle 
als Plattform-Betreiber und Händler aus? Eine Preisanalyse im Auftrag 
von „Plusminus“ zeigt: Bei mehreren Produkten wurde das Angebot von 
Amazon für die Kund:innen hervorgehoben, obwohl es günstigere 
Drittanbieter gab, die ebenso schnell liefern konnten. Auf Anfrage 
bestreitet Amazon die Bevorzugung seiner Angebote. Es würden für alle 
Anbieter:innen, auch für Angebote von Amazon, dieselben kundenrelevanten 
Kriterien gelten, neben Preis- und Liefergeschwindigkeit beispielsweise 
auch ein guter Kundenservice und Zuverlässigkeit bei der Lieferung.

EU-Kommission verabschiedet Wettbewerbsregeln

Auch die EU-Kommission prüft seit Jahren, ob der Online-Gigant Amazon 
andere Händler auf seiner Plattform benachteiligt. Sie hat zudem Ende 
März ein Gesetz verabschiedet, dass die Marktmacht des 
Online-Unternehmens regulieren soll. Doch Kartellrechtsexperten wie 
Thomas Höppner befürchten, es könnte zu lange dauern, bis die Konzerne 
die Konsequenzen tatsächlich spüren: „Irgendwann ist ein Punkt erreicht, 
wo auch Gesetze zu spät kommen, weil die Unternehmen solche Strukturen 
geschaffen haben, dass man die schon als gegeben annimmt und einfach 
nicht mehr daran rüttelt.“

Amazon dominiert Online-Handel in USA

Welche Auswirkungen das haben kann, zeigt sich in den USA. Dort 
dominiert Amazon den Online-Handel inzwischen. Kunden und Händler kommen 
kaum noch an Amazon vorbei. Die Abhängigkeit bekommen Händler wie Mike 
Molson hart zu spüren. In den vergangenen Jahren hat Amazon die 
Dienstleistungsangebote immer wieder ausgeweitet, die Gebühren dafür 
steigen. „Wir glauben, dass wir all diese Dienste nutzen müssen, damit 
wir die beste Chance haben, um so viele Produkte wie möglich bei Amazon 
verkaufen zu können.“

US-Verbraucher:innen zahlen online höhere Preise

Die Gebühren von Amazon wirken sich auf die Preise aus – nicht nur auf 
dem Amazon-Marketplace, sondern auch auf anderen Plattformen. Die 
Analystin Stacy Mitchell beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit 
Amazon. Sie warnt: „US-Verbraucher zahlen online höhere Preise, weil 
Amazon den Markt dominiert.“ Was droht in Europa? „Plusminus“ hat 
Händler:innen besucht, die immer mehr Zweifel am fairen Wettbewerb im 
Internet haben.

Der Beitrag ist nach Ausstrahlung ein Jahr lang in der ARD Mediathek 
sowie unter plusminus.de zu sehen.

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#555859

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2022-05-25 09:25 +0200
Message-ID<t6klgt$1la$1@dont-email.me>
In reply to#555856
Am 25.05.2022 um 08:34 schrieb Hermann Riemann:
> Schon lange äußern Händler die Sorge, dass Amazon Daten missbrauche und 
> sie zum eigenen Vorteil nutzen könnte.

"Händler" scheint auch eine äußerst doofe Volksgruppe zu sein. Oder 
vielleicht auch eine äußerst clevere Volksgruppe, die ihre Kunden für 
äußerst doof hält.

Zeige mir 1 Händler, der seine Daten nicht zum eigenen Vorteil nutzt.

> Nutzt Amazon seine Doppelrolle 
> als Plattform-Betreiber und Händler aus?

Was für eine Frage. Selbstverständlich tut Amazon das.

> Eine Preisanalyse im Auftrag 
> von „Plusminus“ zeigt: Bei mehreren Produkten wurde das Angebot von 
> Amazon für die Kund:innen hervorgehoben, obwohl es günstigere 
> Drittanbieter gab, die ebenso schnell liefern konnten.

Was völlig richtig ist. Wer sich von "Kund:innen" angesprochen fühlt, 
will und verdient es, nach Strich und Faden veralbert zu werden, schreit 
geradezu danach.

> Welche Auswirkungen das haben kann, zeigt sich in den USA. Dort 
> dominiert Amazon den Online-Handel inzwischen.

Verdientermaßen.

> Kunden und Händler kommen kaum noch an Amazon vorbei.

Blödsinn. Auch in den USA ist niemand gezwungen, bei Amazon zu kaufen 
oder zu verkaufen.

> Die Abhängigkeit bekommen Händler wie Mike 
> Molson hart zu spüren. In den vergangenen Jahren hat Amazon die 
> Dienstleistungsangebote immer wieder ausgeweitet, die Gebühren dafür 
> steigen.

Auch "Mike Molson" steht es völlig frei, sich eine andere Plattform zu 
suchen. Oder sich selbst eine aufzubauen.

> „Wir glauben, dass wir all diese Dienste nutzen müssen, damit 
> wir die beste Chance haben, um so viele Produkte wie möglich bei Amazon 
> verkaufen zu können.“

Ach. "Ich verdiene zwar mein Geld mit Amazon aber Amazon ist böse."

> Die Gebühren von Amazon wirken sich auf die Preise aus – nicht nur auf 
> dem Amazon-Marketplace, sondern auch auf anderen Plattformen. Die 
> Analystin Stacy Mitchell beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit 
> Amazon. Sie warnt: „US-Verbraucher zahlen online höhere Preise, weil 
> Amazon den Markt dominiert.“ Was droht in Europa? „Plusminus“ hat 
> Händler:innen besucht, die immer mehr Zweifel am fairen Wettbewerb im 
> Internet haben.

Dann sollen sie aufhören, Amazon zu nutzen. Ganz einfach.

> Der Beitrag ist nach Ausstrahlung ein Jahr lang in der ARD Mediathek 
> sowie unter plusminus.de zu sehen.

"Ihre Gebühren bei der Arbeit."
-- 
"Für läppische 10 Milliarden Euro im Jahr könnte der ÖPNV für immer 
kostenfrei sein."
Maurice Höfgen, "Ökonom" 
https://twitter.com/MauriceHoefgen/status/1529051457089150977

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#555878

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-05-25 11:14 +0000
Message-ID<bt628e0ebbi22f20dn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#555859
On Wed, 25 May 2022 09:25:13 Lars Gebauer wrote:
>> [Bis hierher halbwegs Zustimmung] 
>> Die Abhängigkeit bekommen Händler wie Mike Molson hart zu spüren.
>> In den vergangenen Jahren hat Amazon die Dienstleistungsangebote
>> immer wieder ausgeweitet, die Gebühren dafür steigen.

> Auch "Mike Molson" steht es völlig frei, sich eine andere
> Plattform zu suchen. Oder sich selbst eine aufzubauen.

Eher nicht. Ein Mensch kann, mit entsprechendem Background,
entsprechender Persönlichkeit und sehr viel Glück ausgestattet, so
etwas aufziehen (wie man ja sieht); ein zweiter könnte das schon
nicht mehr, ohne den ersten zu verdrängen - was ungleich schwieriger
ist. *Definitiv* kann das aber nicht jeder einzelne Händler tun,
ganz im Gegenteil.

Und weil das so ist, wird es mit Amazon auch nicht ewig so
weitergehen. Derartige Dinge dauern zwar meist ein wenig, aber über
kurz oder lang, halte ich eine (zwangsweise) Aufsplittung in
Teilgesellschaften für durchaus wahrscheinlich. Ist ja nicht so,
dass die Welt das erste Mal mit Monopolisierung konfrontiert wäre.

>> „Plusminus“ hat Händler:innen besucht, die immer mehr Zweifel am
>> fairen Wettbewerb im Internet haben.

> Dann sollen sie aufhören, Amazon zu nutzen. Ganz einfach.

Ich glaube, das ist für Kunden inzwischen deutlich einfacher als für
Händler bestimmter Branchen.

Servus,
   Stefan

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Stefan - die höchste Akzeptanz der Nacht!
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#555905

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2022-05-25 23:38 +0200
Message-ID<t6m7ku$fsg$1@dont-email.me>
In reply to#555878
Am 25.05.2022 um 13:14 schrieb Stefan Froehlich:
> On Wed, 25 May 2022 09:25:13 Lars Gebauer wrote:
>>> [Bis hierher halbwegs Zustimmung]
>>> Die Abhängigkeit bekommen Händler wie Mike Molson hart zu spüren.
>>> In den vergangenen Jahren hat Amazon die Dienstleistungsangebote
>>> immer wieder ausgeweitet, die Gebühren dafür steigen.
> 
>> Auch "Mike Molson" steht es völlig frei, sich eine andere
>> Plattform zu suchen. Oder sich selbst eine aufzubauen.
> 
> Eher nicht. Ein Mensch kann, mit entsprechendem Background,
> entsprechender Persönlichkeit und sehr viel Glück ausgestattet, so
> etwas aufziehen (wie man ja sieht); ein zweiter könnte das schon
> nicht mehr, ohne den ersten zu verdrängen - was ungleich schwieriger
> ist.

Richtig. Versucht man 1:1 Amazon zu kopieren, so endet das imho absehbar 
in einem Debakel.

> *Definitiv* kann das aber nicht jeder einzelne Händler tun,
> ganz im Gegenteil.

Ein paar Tausend existierende Shops belegen eigentlich recht 
offensichtlich das Gegenteil.

>> Dann sollen sie aufhören, Amazon zu nutzen. Ganz einfach.
> 
> Ich glaube, das ist für Kunden inzwischen deutlich einfacher als für
> Händler bestimmter Branchen.

Logo. Amazon zu nutzen ist bequem und bietet, trotz allem Gejammere, 
immer noch hinreichende Verdienstmöglichkeiten. Da fällt es dem Händler 
schwer, damit zu brechen, ack.

-- 
"Für läppische 10 Milliarden Euro im Jahr könnte der ÖPNV für immer 
kostenfrei sein."
Maurice Höfgen, "Ökonom" 
https://twitter.com/MauriceHoefgen/status/1529051457089150977

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#555913

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-05-26 08:38 +0000
Message-ID<5t628f3b00i2548c7n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#555905
On Wed, 25 May 2022 23:38:35 Lars Gebauer wrote:
> Am 25.05.2022 um 13:14 schrieb Stefan Froehlich:
>> On Wed, 25 May 2022 09:25:13 Lars Gebauer wrote:
>>>> [Bis hierher halbwegs Zustimmung]
>>>> Die Abhängigkeit bekommen Händler wie Mike Molson hart zu
>>>> spüren.  In den vergangenen Jahren hat Amazon die
>>>> Dienstleistungsangebote immer wieder ausgeweitet, die Gebühren
>>>> dafür steigen.

>>> Auch "Mike Molson" steht es völlig frei, sich eine andere
>>> Plattform zu suchen. Oder sich selbst eine aufzubauen.

>> Eher nicht. Ein Mensch kann, mit entsprechendem Background,
>> entsprechender Persönlichkeit und sehr viel Glück ausgestattet,
>> so etwas aufziehen (wie man ja sieht); ein zweiter könnte das
>> schon nicht mehr, ohne den ersten zu verdrängen - was ungleich
>> schwieriger ist.
 
> Richtig. Versucht man 1:1 Amazon zu kopieren, so endet das imho
> absehbar in einem Debakel.

Egal ob 1:1 oder nicht, und egal ob erfolgreich oder nicht: Mehr als
*ein* Anbieter wird zu einem gegebenen Zeitpunkt nicht auf 55%
Marktanteil innerhalb Deutschlands kommen.

>> *Definitiv* kann das aber nicht jeder einzelne Händler tun, ganz
>> im Gegenteil.

> Ein paar Tausend existierende Shops belegen eigentlich recht
> offensichtlich das Gegenteil.

Oha, da muss ich etwas verpasst haben. Wer belegt denn die Plätze
zwei bis fünf in der Liste der marktbeherrschenden Shops?

Das hiesige Kartellrecht greift übrigens spätestens bei
Marktanteilen von 30%, häufig aber bereits ab 5%, dazu kommen dann
noch weitere, nicht-quantitative, Regelungen bei relativer
Marktmacht. Es mag für Dich wie knapp vor dem Ausbruch des
kommunismus anmuten, aber tatsächlich ist es auch nach unserer,
überaus wirtschaftsfreundlichen Rechtslage nur noch eine Frage der
Zeit, bis sich da etwas tun wird; im Präsenzhandel passiert das
regelmäßig.

Servus,
   Stefan

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Stefan - das verblüffendste Verklapsen, welches es gibt.
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#555916

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2022-05-26 11:07 +0200
Message-ID<t6nft0$er2$1@dont-email.me>
In reply to#555913
Am 26.05.2022 um 10:38 schrieb Stefan Froehlich:
> On Wed, 25 May 2022 23:38:35 Lars Gebauer wrote:
>> Am 25.05.2022 um 13:14 schrieb Stefan Froehlich:
>>> *Definitiv* kann das aber nicht jeder einzelne Händler tun, ganz
>>> im Gegenteil.
> 
>> Ein paar Tausend existierende Shops belegen eigentlich recht
>> offensichtlich das Gegenteil.
> 
> Oha, da muss ich etwas verpasst haben.

Kann schon sein. Für wahrscheinlicher halte ich es, daß Du (mal wieder) 
irgendwas gelesen hast, was nirgendwo geschrieben stand.

> Wer belegt denn die Plätze
> zwei bis fünf in der Liste der marktbeherrschenden Shops?

Mir doch egal da ich nirgendwo was von "marktbeherrschenden Shops" 
geschrieben hatte. Die sind einzig Deiner blühenden Phantasie entsprungen.

Ganz abgesehen davon, daß manche dieser Shops ihre Nischenmärkte 
durchaus beherrschen.

-- 
"Für läppische 10 Milliarden Euro im Jahr könnte der ÖPNV für immer 
kostenfrei sein."
Maurice Höfgen, "Ökonom" 
https://twitter.com/MauriceHoefgen/status/1529051457089150977

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#555943

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-05-26 20:52 +0000
Message-ID<3t628fe7f0i26983cn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#555916
On Thu, 26 May 2022 11:07:43 Lars Gebauer wrote:
> Am 26.05.2022 um 10:38 schrieb Stefan Froehlich:
>> On Wed, 25 May 2022 23:38:35 Lars Gebauer wrote:
>>> Am 25.05.2022 um 13:14 schrieb Stefan Froehlich:
>>>> *Definitiv* kann das aber nicht jeder einzelne Händler tun, ganz
>>>> im Gegenteil.

>>> Ein paar Tausend existierende Shops belegen eigentlich recht
>>> offensichtlich das Gegenteil.
 
>> Oha, da muss ich etwas verpasst haben.

> Kann schon sein. Für wahrscheinlicher halte ich es, daß Du (mal
> wieder) irgendwas gelesen hast, was nirgendwo geschrieben stand.

Das "das" in der ersten, hier noch zitierten Zeile bezog sich
darauf, dass jeder einzelne Händler "Amazon kopieren" könne. Ich
weiss ja nicht, wass *Du* Dir unter einer Kopie vorstellst, aber
gemeinhin meint man damit etwas, das sich vom Original allenfalls in
kleinsten Details unterscheidet.

>> Wer belegt denn die Plätze zwei bis fünf in der Liste der
>> marktbeherrschenden Shops?
> 
> Mir doch egal da ich nirgendwo was von "marktbeherrschenden Shops"
> geschrieben hatte.

Doch, das hast Du. Mag sein, dass Du es nicht *gemeint* hattest,
aber dann solltest Du lernen sorgfältiger zu formulieren.

Servus,
   Stefan

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#555945

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2022-05-26 23:17 +0200
Message-ID<t6oqpt$9qr$1@dont-email.me>
In reply to#555943
Am 26.05.2022 um 22:52 schrieb Stefan Froehlich:
> On Thu, 26 May 2022 11:07:43 Lars Gebauer wrote:
>> Am 26.05.2022 um 10:38 schrieb Stefan Froehlich:
>>> On Wed, 25 May 2022 23:38:35 Lars Gebauer wrote:
>>>> Am 25.05.2022 um 13:14 schrieb Stefan Froehlich:
>>>>> *Definitiv* kann das aber nicht jeder einzelne Händler tun, ganz
>>>>> im Gegenteil.
> 
>>>> Ein paar Tausend existierende Shops belegen eigentlich recht
>>>> offensichtlich das Gegenteil.
>   
>>> Oha, da muss ich etwas verpasst haben.
> 
>> Kann schon sein. Für wahrscheinlicher halte ich es, daß Du (mal
>> wieder) irgendwas gelesen hast, was nirgendwo geschrieben stand.
> 
> Das "das" in der ersten, hier noch zitierten Zeile bezog sich
> darauf, dass jeder einzelne Händler "Amazon kopieren" könne.

Ja. Da hast Du was gelesen, was nirgendwo geschrieben stand.

>>> Wer belegt denn die Plätze zwei bis fünf in der Liste der
>>> marktbeherrschenden Shops?
>>
>> Mir doch egal da ich nirgendwo was von "marktbeherrschenden Shops"
>> geschrieben hatte.
> 
> Doch, das hast Du.

Nö.

> Mag sein, dass Du es nicht *gemeint* hattest,
> aber dann solltest Du lernen sorgfältiger zu formulieren.

Ach. Es ist doch völlig egal, was ich schreibe. Du liest und verstehst 
ja eh nur das, was Du lesen und verstehen willst.
-- 
"Für läppische 10 Milliarden Euro im Jahr könnte der ÖPNV für immer 
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#555952

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-05-27 07:05 +0000
Message-ID<1t629077edi27b38an3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#555945
On Thu, 26 May 2022 23:17:47 Lars Gebauer wrote:
> Am 26.05.2022 um 22:52 schrieb Stefan Froehlich:
>> On Thu, 26 May 2022 11:07:43 Lars Gebauer wrote:
>>> Mir doch egal da ich nirgendwo was von "marktbeherrschenden Shops"
>>> geschrieben hatte.
>> 
>> Doch, das hast Du.
> 
> Nö.

Doch. Oh.

> Es ist doch völlig egal, was ich schreibe.

Solange Du "schreiben" als eher beliebige Aneinanderstellung von
halbwegs zum Thema passenden Wörtern betrachtest, läuft es darauf
hinaus, ja.

Servus,
   Stefan

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Stefan - keiner mästet genialer und auch nicht kultivierter.
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#555865

FromHergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de>
Date2022-05-25 10:26 +0200
Message-ID<9r51mi-vihd1.ln1@hergen.spdns.de>
In reply to#555856
Am 25.05.22 um 08:34 schrieb Hermann Riemann:

> Schon lange äußern Händler die Sorge, dass Amazon Daten missbrauche und 
> sie zum eigenen Vorteil nutzen könnte. Nutzt Amazon seine Doppelrolle 
> als Plattform-Betreiber und Händler aus? 

Natürlich tun sie das! Jeder Betreiber einer Handelsplattform tut dies, 
warum sollte er sonst überhaupt seine Plattform öffnen?

Wen das als Händler stört, der muss halt seinen eigenen Shop hochziehen 
(bieten diverse Webhoster schlüsselfertig incl. Wartung an, so das man 
dafür kein Experte sein muss) und diesen an geeigneter Stelle bewerben.

Offenbar siegt am Ende dann aber doch die Bequemlichkeit. Die Ware 
gleich vom Großhändler ins Amazon-Lager schicken lassen und nur noch auf 
den Geldeingang warten müssen, ist doch toll!


> Eine Preisanalyse im Auftrag 
> von „Plusminus“ zeigt: Bei mehreren Produkten wurde das Angebot von 
> Amazon für die Kund:innen hervorgehoben, obwohl es günstigere 
> Drittanbieter gab, die ebenso schnell liefern konnten. 

Ich ärgere mich als Kunde viel öfter über den umgekehrten Fall: Ich 
bestelle ausnahmsweise bei Amazon, weil ich die Ware schnell brauche 
oder ich mir unsicher bin, ob sie passt (und daher die unkomplizierte 
Rücknahme hohe Priorität hat). Und dann steht im Checkout plötzlich 
irgend ein dubioser Händler, von dem ich noch nie gehört habe, mit 
wochenlanger Lieferzeit und möglichst sogar noch Sitz im Ausland. Oft 
sehe ich es noch rechtzeitig, manchmal auch nicht. Ein Ärgernis ist es 
so oder so.


> Auf Anfrage 
> bestreitet Amazon die Bevorzugung seiner Angebote. Es würden für alle 
> Anbieter:innen, auch für Angebote von Amazon, dieselben kundenrelevanten 
> Kriterien gelten, neben Preis- und Liefergeschwindigkeit beispielsweise 
> auch ein guter Kundenservice und Zuverlässigkeit bei der Lieferung.

Mein Eindruck ist eher, das allein der Preis zählt, und sich damit immer 
wieder dubiose Anbieter nach vorne drängeln. Das Amazon seine Macht an 
dieser Stelle *NICHT* ausnutzt, wird ja ebenfalls oft bemängelt.


> die Konsequenzen tatsächlich spüren: „Irgendwann ist ein Punkt erreicht, 
> wo auch Gesetze zu spät kommen, weil die Unternehmen solche Strukturen 
> geschaffen haben, dass man die schon als gegeben annimmt und einfach 
> nicht mehr daran rüttelt.“

Das ist nun aber nicht die Schuld der Unternehmen, sondern die des 
Gesetzgebers. Die Tendenz zu einer Marktkonzentration im Handel ist seit 
mindestens 20 Jahren zu spüren und spätestens seit der Quelle-Pleite 
(vor nunmehr 13 Jahren!) selbst für den dümmsten deutschen Hinterwäldler 
nicht zu übersehen.

Hätte man damals gegengesteuert...


> Amazon dominiert Online-Handel in USA
> 
> Welche Auswirkungen das haben kann, zeigt sich in den USA. Dort 
> dominiert Amazon den Online-Handel inzwischen. Kunden und Händler kommen 
> kaum noch an Amazon vorbei. 

Tja, Bequemlichkeit über alles.


> Die Abhängigkeit bekommen Händler wie Mike 
> Molson hart zu spüren. In den vergangenen Jahren hat Amazon die 
> Dienstleistungsangebote immer wieder ausgeweitet, die Gebühren dafür 
> steigen. „Wir glauben, dass wir all diese Dienste nutzen müssen, damit 
> wir die beste Chance haben, um so viele Produkte wie möglich bei Amazon 
> verkaufen zu können.“

Offenbar selbst dann noch, wenn es bereits schmerzt. "Amazon ist zu 
teuer, deshalb müssen wir möglichst viel über Amazon verkaufen".


> Analystin Stacy Mitchell beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit 
> Amazon. Sie warnt: „US-Verbraucher zahlen online höhere Preise, weil 
> Amazon den Markt dominiert.“ Was droht in Europa?

Die Inflation galoppiert fleißig, allerdings aus anderen Gründen.

Und die Preise werden noch viel weiter steigen müssen, denn wenn die 
aktuelle Krise eines gezeigt hat, dann, das wir dringend weg müssen von 
der Religion des allerbilligsten Angebots und der daraus resultierenden 
Abhängigkeit von fragwürdigen Regimes. Wir müssen wieder mehr Dinge vor 
Ort herstellen!

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#555894

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2022-05-25 19:34 +0200
Message-ID<jf77lgFg1sjU1@mid.individual.net>
In reply to#555865
Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> writes:


> Die Inflation galoppiert fleißig, allerdings aus anderen Gründen.
>
> Und die Preise werden noch viel weiter steigen müssen, denn wenn die
> aktuelle Krise eines gezeigt hat, dann, das wir dringend weg müssen
> von der Religion des allerbilligsten Angebots und der daraus
> resultierenden Abhängigkeit von fragwürdigen Regimes. Wir müssen
> wieder mehr Dinge vor Ort herstellen!

Das hat auch gleich noch den Vorteil, dass weniger Dinge produziert
werden müssen, weil weniger Leute sie sich leisten können. Win-Win.

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#555896

FromHergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de>
Date2022-05-25 20:18 +0200
Message-ID<sf82mi-9dmd1.ln1@hergen.spdns.de>
In reply to#555894
Am 25.05.22 um 19:34 schrieb Michael Bode:

> Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> writes:
>> Und die Preise werden noch viel weiter steigen müssen, denn wenn die
>> aktuelle Krise eines gezeigt hat, dann, das wir dringend weg müssen
>> von der Religion des allerbilligsten Angebots und der daraus
>> resultierenden Abhängigkeit von fragwürdigen Regimes. Wir müssen
>> wieder mehr Dinge vor Ort herstellen!
> 
> Das hat auch gleich noch den Vorteil, dass weniger Dinge produziert
> werden müssen, weil weniger Leute sie sich leisten können. Win-Win.

Es hat vor allem den Vorteil, das wieder einfache Jobs für die weniger 
gebildeten Schichten entstehen. Sie werdem sich die von ihnen 
produzierten Waren nicht immer selbst leisten können, aber das war schon 
immer so. Sie sind aber zumindest aus dem Leben am Existenzminimum und 
dem zermürbenden Zustand des nicht-gebraucht-werdens heraus.
Win-Win-Win.

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#555898

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2022-05-25 18:37 +0000
Message-ID<t6lt21$13e20$1@solani.org>
In reply to#555896
Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> wrote:
> Am 25.05.22 um 19:34 schrieb Michael Bode:
> 
>> Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> writes:
>>> Und die Preise werden noch viel weiter steigen müssen, denn wenn die
>>> aktuelle Krise eines gezeigt hat, dann, das wir dringend weg müssen
>>> von der Religion des allerbilligsten Angebots und der daraus
>>> resultierenden Abhängigkeit von fragwürdigen Regimes. Wir müssen
>>> wieder mehr Dinge vor Ort herstellen!
>> 
>> Das hat auch gleich noch den Vorteil, dass weniger Dinge produziert
>> werden müssen, weil weniger Leute sie sich leisten können. Win-Win.
> 
> Es hat vor allem den Vorteil, das wieder einfache Jobs für die weniger 
> gebildeten Schichten entstehen. Sie werdem sich die von ihnen 
> produzierten Waren nicht immer selbst leisten können, aber das war schon 
> immer so. Sie sind aber zumindest aus dem Leben am Existenzminimum und 
> dem zermürbenden Zustand des nicht-gebraucht-werdens heraus.
> Win-Win-Win.
> 

Das hat mit Bildung nur am Rande zu tun. Manche hochkomplexe Studiengänge
der Geisteswissenschaften führen direkt, bzw. nach zahlreichen unbezahlten
Praktika, in Hartz 4.

Aber versuch mal einen Elektriker zu kriegen der eine PV-Anlage oder
Wallbox montiert, oder einen Sanitär-Installateur, Schreiner, Glaser,
Küchenbauer… dann weißt Du warum Handwerk einen goldenen Boden hat.

Die Handwerker die ich kenne, die etwas können, wissen nicht wo sie die
Arbeitszeit hernehmen sollen.

Ja, sie brauchen Mut, etwas Risikobereitschaft, und Eigeninitiative. Dann
läuft es. Das unterscheidet sie von manchen Akademikern aber auch manchen
Berufsarbeitslosen natürlich sehr. 

-- 
please forgive my iPhone typos

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#555899

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2022-05-25 21:08 +0200
Message-ID<t6lunb$fk4$1@dont-email.me>
In reply to#555898
Am 25.05.2022 um 20:37 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> wrote:
>> Es hat vor allem den Vorteil, das wieder einfache Jobs für die weniger
>> gebildeten Schichten entstehen. Sie werdem sich die von ihnen
>> produzierten Waren nicht immer selbst leisten können, aber das war schon
>> immer so. Sie sind aber zumindest aus dem Leben am Existenzminimum und
>> dem zermürbenden Zustand des nicht-gebraucht-werdens heraus.
>> Win-Win-Win.
> 
> Das hat mit Bildung nur am Rande zu tun. Manche hochkomplexe Studiengänge
> der Geisteswissenschaften führen direkt, bzw. nach zahlreichen unbezahlten
> Praktika, in Hartz 4.

Ja. Das wurde vor 1 oder 2 Jahren unter dem Hashtag #IchbinHannah (iirc) 
sehr ausführlich thematisiert.

> Aber versuch mal einen Elektriker zu kriegen der eine PV-Anlage oder
> Wallbox montiert, oder einen Sanitär-Installateur, Schreiner, Glaser,
> Küchenbauer… dann weißt Du warum Handwerk einen goldenen Boden hat.

So ist es. Diese Leute werden vielleicht keine Millionäre - aber das 
werden die anderen schließlich auch nicht.

Aber sie können von ihrer Arbeit alles in allem sehr gut leben. Woran es 
bei den anderen mitunter ganz enorm klemmt.

-- 
"Für läppische 10 Milliarden Euro im Jahr könnte der ÖPNV für immer 
kostenfrei sein."
Maurice Höfgen, "Ökonom" 
https://twitter.com/MauriceHoefgen/status/1529051457089150977

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#555900

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2022-05-25 21:18 +0200
Message-ID<jf7dn9Fg1sjU3@mid.individual.net>
In reply to#555898
Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> writes:

> Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> wrote:
>> Am 25.05.22 um 19:34 schrieb Michael Bode:
>> 
>>> Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> writes:
>>>> Und die Preise werden noch viel weiter steigen müssen, denn wenn die
>>>> aktuelle Krise eines gezeigt hat, dann, das wir dringend weg müssen
>>>> von der Religion des allerbilligsten Angebots und der daraus
>>>> resultierenden Abhängigkeit von fragwürdigen Regimes. Wir müssen
>>>> wieder mehr Dinge vor Ort herstellen!
>>> 
>>> Das hat auch gleich noch den Vorteil, dass weniger Dinge produziert
>>> werden müssen, weil weniger Leute sie sich leisten können. Win-Win.
>> 
>> Es hat vor allem den Vorteil, das wieder einfache Jobs für die weniger 
>> gebildeten Schichten entstehen. Sie werdem sich die von ihnen 
>> produzierten Waren nicht immer selbst leisten können, aber das war schon 
>> immer so. Sie sind aber zumindest aus dem Leben am Existenzminimum und 
>> dem zermürbenden Zustand des nicht-gebraucht-werdens heraus.
>> Win-Win-Win.
>> 
>
> Das hat mit Bildung nur am Rande zu tun. Manche hochkomplexe Studiengänge
> der Geisteswissenschaften führen direkt, bzw. nach zahlreichen unbezahlten
> Praktika, in Hartz 4.

Die wären sicher hocherfreut, wenn sie stattdessen im Akkord T-Shirts
nähen dürften.

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#555903

FromHergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de>
Date2022-05-25 22:43 +0200
Message-ID<lvg2mi-bond1.ln1@hergen.spdns.de>
In reply to#555900
Am 25.05.22 um 21:18 schrieb Michael Bode:

> Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> writes:
> 
>> Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> wrote:
>>> Es hat vor allem den Vorteil, das wieder einfache Jobs für die weniger
>>> gebildeten Schichten entstehen. Sie werdem sich die von ihnen
>>> produzierten Waren nicht immer selbst leisten können, aber das war schon
>>> immer so. Sie sind aber zumindest aus dem Leben am Existenzminimum und
>>> dem zermürbenden Zustand des nicht-gebraucht-werdens heraus.
>>> Win-Win-Win.
>>>
>>
>> Das hat mit Bildung nur am Rande zu tun. Manche hochkomplexe Studiengänge
>> der Geisteswissenschaften führen direkt, bzw. nach zahlreichen unbezahlten
>> Praktika, in Hartz 4.
> 
> Die wären sicher hocherfreut, wenn sie stattdessen im Akkord T-Shirts
> nähen dürften.

Wahrscheinlich nicht. Deshalb schrieb ich auch bewusst von "Jobs für die 
weniger gebildeten Schichten", die durchaus gerne ein paar Euro dazu 
verdienen würden, wenn es denn in Deutschland Job-Angebote auf ihrem 
Niveau gäbe.

Wer wissentlich eine brotlose Kunst studiert, ist raus.

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#555904

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2022-05-25 23:25 +0200
Message-ID<t6m6rt$agv$1@dont-email.me>
In reply to#555900
Am 25.05.2022 um 21:18 schrieb Michael Bode:
> Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> writes: 
>> Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> wrote:
>>> Am 25.05.22 um 19:34 schrieb Michael Bode:
>>>> Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> writes:
>>>>> Und die Preise werden noch viel weiter steigen müssen, denn wenn die
>>>>> aktuelle Krise eines gezeigt hat, dann, das wir dringend weg müssen
>>>>> von der Religion des allerbilligsten Angebots und der daraus
>>>>> resultierenden Abhängigkeit von fragwürdigen Regimes. Wir müssen
>>>>> wieder mehr Dinge vor Ort herstellen!
>>>>
>>>> Das hat auch gleich noch den Vorteil, dass weniger Dinge produziert
>>>> werden müssen, weil weniger Leute sie sich leisten können. Win-Win.
>>>
>>> Es hat vor allem den Vorteil, das wieder einfache Jobs für die weniger
>>> gebildeten Schichten entstehen. Sie werdem sich die von ihnen
>>> produzierten Waren nicht immer selbst leisten können, aber das war schon
>>> immer so. Sie sind aber zumindest aus dem Leben am Existenzminimum und
>>> dem zermürbenden Zustand des nicht-gebraucht-werdens heraus.
>>> Win-Win-Win.
>>
>> Das hat mit Bildung nur am Rande zu tun. Manche hochkomplexe Studiengänge
>> der Geisteswissenschaften führen direkt, bzw. nach zahlreichen unbezahlten
>> Praktika, in Hartz 4.
> 
> Die wären sicher hocherfreut, wenn sie stattdessen im Akkord T-Shirts
> nähen dürften.

Wahrscheinlich nicht.

Die fahren stattdessen viel lieber Taxi. Oder verkaufen Pommes. An die 
Taxi-Fahrer.
-- 
"Für läppische 10 Milliarden Euro im Jahr könnte der ÖPNV für immer 
kostenfrei sein."
Maurice Höfgen, "Ökonom" 
https://twitter.com/MauriceHoefgen/status/1529051457089150977

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#556017

FromJörg Tewes <jogi1964@gmx.net>
Date2022-05-27 21:48 +0200
Message-ID<1b2901e4-e06e-27d3-d8a6-0748d53388b2@jtewes.my-fqdn.de>
In reply to#555898
Dr. Joachim Neudert schrieb:

> Aber versuch mal einen Elektriker zu kriegen der eine PV-Anlage oder
> Wallbox montiert, oder einen Sanitär-Installateur, Schreiner, Glaser,
> Küchenbauer… dann weißt Du warum Handwerk einen goldenen Boden hat.

> Die Handwerker die ich kenne, die etwas können, wissen nicht wo sie die
> Arbeitszeit hernehmen sollen.

Ja weil sie so billig sind, das sie sich keine Mitarbeiter leisten können.

Ich habe hier einen Schaden am Flachdach meiner Mietwohnung. Es
scheint keinen Dachdecker zu geben der das so fachmännisch reparieren
kann das es deutlich länger als 3 Jahre hält. Und im Moment bekommen
sie es seit einem Jahr überhaupt nicht mehr dicht. Hier ist
Tropfsteinhöhle. :-))

Und auch ansonsten gibt's im Handwerk wie auch in anderen eher
schlecht bezahlten Arbeitsplätzen große Nachwuchsprobleme. Im
Restaurantbetrieb sogar generell Probleme überhaupt Arbeitskräfte zu
finden. Ist ja auch kein Wunder, alle hatten sich damit abgefunden
Minijobber zu sein, die mehr Geld bekommen als wenn sie mit Lohnsteuer
arbeiten. Nur als jetzt alle Geschäfte zugeschlossen wurden, hatten
sie plötzlich keinen Job mehr kein Geld mehr und haben sich was
anderes gesucht bei dem sie Steuern zahlen müssen, und vermutlich auch
noch mehr verdienen. Die kommen nicht wieder zurück.
-- 


        Bye Jörg


Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei
denen es darum geht, wer den cooleren, imaginären Freund hat. Wenn
Jesus gevierteilt worden wäre, hätten wir heute dann Mobiles über der
Tür hängen?

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#556023

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2022-05-27 23:24 +0200
Message-ID<jfctsuFin3tU1@mid.individual.net>
In reply to#556017
Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> writes:

> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>
>> Aber versuch mal einen Elektriker zu kriegen der eine PV-Anlage oder
>> Wallbox montiert, oder einen Sanitär-Installateur, Schreiner, Glaser,
>> Küchenbauer… dann weißt Du warum Handwerk einen goldenen Boden hat.
>
>> Die Handwerker die ich kenne, die etwas können, wissen nicht wo sie die
>> Arbeitszeit hernehmen sollen.
>
> Ja weil sie so billig sind, das sie sich keine Mitarbeiter leisten können.
>
> Ich habe hier einen Schaden am Flachdach meiner Mietwohnung. Es
> scheint keinen Dachdecker zu geben der das so fachmännisch reparieren
> kann das es deutlich länger als 3 Jahre hält. Und im Moment bekommen
> sie es seit einem Jahr überhaupt nicht mehr dicht. Hier ist
> Tropfsteinhöhle. :-))

Zahl doch einfach mehr, dann kann der Dachdecker noch einen Gesellen
einstellen. Und vielleicht kriegt der das dann dicht.

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#556026

FromJörg Tewes <jogi1964@gmx.net>
Date2022-05-27 23:53 +0200
Message-ID<84bd8e0b-de8f-0cd8-46b9-d06cc415bcf5@jtewes.my-fqdn.de>
In reply to#556023
Michael Bode schrieb:
> Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> writes:
> 
>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>
>>> Aber versuch mal einen Elektriker zu kriegen der eine PV-Anlage oder
>>> Wallbox montiert, oder einen Sanitär-Installateur, Schreiner, Glaser,
>>> Küchenbauer… dann weißt Du warum Handwerk einen goldenen Boden hat.
>>
>>> Die Handwerker die ich kenne, die etwas können, wissen nicht wo sie die
>>> Arbeitszeit hernehmen sollen.
>>
>> Ja weil sie so billig sind, das sie sich keine Mitarbeiter leisten können.
>>
>> Ich habe hier einen Schaden am Flachdach meiner Mietwohnung. Es
>> scheint keinen Dachdecker zu geben der das so fachmännisch reparieren
>> kann das es deutlich länger als 3 Jahre hält. Und im Moment bekommen
>> sie es seit einem Jahr überhaupt nicht mehr dicht. Hier ist
>> Tropfsteinhöhle. :-))
> 
> Zahl doch einfach mehr, dann kann der Dachdecker noch einen Gesellen
> einstellen. Und vielleicht kriegt der das dann dicht.

Ich zahle als Mieter gar nichts außer weniger Miete. Und vielleicht
ziehe ich demnächst ins Hotel.
-- 


        Bye Jörg


Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei
denen es darum geht, wer den cooleren, imaginären Freund hat. Wenn
Jesus gevierteilt worden wäre, hätten wir heute dann Mobiles über der
Tür hängen?

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