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Groups > ger.ct > #554222 > unrolled thread
| Started by | Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> |
|---|---|
| First post | 2022-05-09 09:06 -0700 |
| Last post | 2022-05-29 19:34 +0200 |
| Articles | 10 — 6 participants |
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Grün war die Hoffnung Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2022-05-09 09:06 -0700
Re: Grün war die Hoffnung Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2022-05-09 12:36 -0400
Re: Grün war die Hoffnung Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2022-05-09 22:28 +0200
Re: Grün war die Hoffnung Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2022-05-09 15:47 -0400
Re: Grün war die Hoffnung Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2022-05-10 08:51 +0100
Re: Grün war die Hoffnung Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2022-05-10 07:56 -0400
Re: Grün war die Hoffnung Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2022-05-10 14:00 +0100
Re: Grün war die Hoffnung Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2022-05-09 19:46 +0200
Re: Grün war die Hoffnung Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2022-05-28 05:13 -0700
Re: Grün war die Hoffnung spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2022-05-29 19:34 +0200
| From | Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> |
|---|---|
| Date | 2022-05-09 09:06 -0700 |
| Subject | Grün war die Hoffnung |
| Message-ID | <9c024979-2623-473c-855e-0eaa2e39d022n@googlegroups.com> |
- Menschenrechte: weg. Wir brauchen Erdgas. - Keine Waffen in Krisengebiete: weg. Wir haben Ukraine - Umweltschutz: weg. Wir brauchen LNG-Terminals. Gründung der Grünen: 1980. Endgültiger Bankrott: 2022. 42 (!) Jahre von der Gründung zum Gründung. So lange haben sie gebraucht, um rauszufinden, dass es sowas wie die Realität gibt. Immerhin haben sie es geschafft, vor einem Vierteljahrhundert den Posten des Außenministers mit jemandem zu besetzen, der dem ich den Job des Karussellbremsers nicht zutrauen würde. Ist ja auch schon was. RIP
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2022-05-09 12:36 -0400 |
| Message-ID | <t5bfv6$aus$1@dont-email.me> |
| In reply to | #554222 |
Salve allerseits, Lothar Frings schrieb: > > - Menschenrechte: weg. Wir brauchen Erdgas. > - Keine Waffen in Krisengebiete: weg. Wir haben Ukraine > - Umweltschutz: weg. Wir brauchen LNG-Terminals. > > Gründung der Grünen: 1980. Endgültiger Bankrott: 2022. 42 (!) Jahre > von der Gründung zum Gründung. So lange haben sie gebraucht, um > rauszufinden, dass es sowas wie die Realität gibt. > Tjaha, es ist schon auffällig, dass jedes Mal, wenn das Auswärtige Amt von Bündnis 90/Die Grünen geführt wird, wir in ein Krieg involviert werden... (•_•) ( •_•)>⌐■-■ (⌐■_■) M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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| From | Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2022-05-09 22:28 +0200 |
| Message-ID | <4btksqd77kvx$.1tewpcdmlzs7n.dlg@40tude.net> |
| In reply to | #554226 |
Am Mon, 9 May 2022 12:36:53 -0400 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara: > Salve allerseits, > > Lothar Frings schrieb: >> >> - Menschenrechte: weg. Wir brauchen Erdgas. >> - Keine Waffen in Krisengebiete: weg. Wir haben Ukraine >> - Umweltschutz: weg. Wir brauchen LNG-Terminals. >> >> Gründung der Grünen: 1980. Endgültiger Bankrott: 2022. 42 (!) Jahre >> von der Gründung zum Gründung. So lange haben sie gebraucht, um >> rauszufinden, dass es sowas wie die Realität gibt. >> > Tjaha, es ist schon auffällig, dass jedes Mal, wenn das Auswärtige Amt > von Bündnis 90/Die Grünen geführt wird, wir in ein Krieg involviert > werden... (•_•) ( •_•)>⌐■-■ (⌐■_■) Die "Olivgrünen" sind nicht erst seit dem Spiegel-Titel ein stehender Begriff. Grüße, Frank
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2022-05-09 15:47 -0400 |
| Message-ID | <t5br3u$o0r$1@dont-email.me> |
| In reply to | #554250 |
Salve allerseits, Frank Hucklenbroich schrieb: > Am Mon, 9 May 2022 12:36:53 -0400 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara: >> Lothar Frings schrieb: >>> >>> - Menschenrechte: weg. Wir brauchen Erdgas. >>> - Keine Waffen in Krisengebiete: weg. Wir haben Ukraine >>> - Umweltschutz: weg. Wir brauchen LNG-Terminals. >>> >>> Gründung der Grünen: 1980. Endgültiger Bankrott: 2022. 42 (!) Jahre >>> von der Gründung zum Gründung. So lange haben sie gebraucht, um >>> rauszufinden, dass es sowas wie die Realität gibt. >>> >> Tjaha, es ist schon auffällig, dass jedes Mal, wenn das Auswärtige Amt >> von Bündnis 90/Die Grünen geführt wird, wir in ein Krieg involviert >> werden... (•_•) ( •_•)>⌐■-■ (⌐■_■) > > Die "Olivgrünen" sind nicht erst seit dem Spiegel-Titel ein stehender > Begriff. > +--- <hier abknabbern> --- | Obwohl die Kritik an ihrem offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz | groß war, bleibt Alice Schwarzer bei ihrem Appell, keine weiteren | schweren Waffen in die Ukraine zu liefern. In einem Streitgespräch mit | der FPD-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann im „Spiegel“ | erklärte Schwarzer: „Ich bin dafür, dass wir mit aller Kraft versuchen, | diesen Krieg nicht in eine unendliche Länge zu ziehen, sondern in | baldige Verhandlungen investieren, damit dieser Krieg gestoppt werden | kann.“ | | Strack-Zimmermann zeigte sich hingegen von der Haltung der Herausgeberin | der „Emma“ irritiert: „Ich habe damit gerechnet, dass Sie nun die | körperliche und seelische Gewalt an Frauen, dass Sie das Ermorden von | Soldaten, die Bombardierung einer Geburtsklinik anprangern.“ | | Schwarzer entgegnete der Politikerin, dass ihre Zeitschrift genau das | tue. In der aktuellen Ausgabe der „Emma“ erschien Ende des vergangenen | Monats ein Artikel der kroatischen Journalistin Slavenka Drakulić, der | Vergewaltigung nicht als „Kollateralschaden“ in Kriegszeiten, sondern | als bewusst eingesetzte Waffe begreift und im Kontext des Zweiten | Weltkriegs oder des Kriegs in Bosnien beleuchtet. | | *Strack-Zimmermann: Es geht um Verteidigung der Demokratie* | | Mit ihrem Aufruf für einen schnellen Abbruch des Ukraine-Konflikts wolle | Schwarzer genau diese „systematischen Kriegsvergewaltigungen in der | Ukraine“ beenden. „Sie fahren mit Ihrem Panzer gerade mit | Höchstgeschwindigkeit auf die Katastrophe zu. Können Sie bitte die | Bremse ziehen?“, appellierte Schwarzer an Strack-Zimmermann. Gerade im | Namen der Frauen werde sie das nicht tun, entgegnete jedoch | Strack-Zimmermann: „Ich werde die Panzer nicht bremsen, sondern sie | weiterfahren lassen, damit diese Schlächtereien ein Ende haben.“ Darüber | hinaus gehe es in der Ukraine auch um die Verteidigung der Demokratie | und der freien Welt. „Es darf nicht sein, dass Putin sich hier | durchsetzt“, sagte die FDP-Politikerin. | | Überraschend zögerlich zeigte sich Schwarzer beim Thema feministische | Außenpolitik. „Ich bin uneingeschränkt dafür – seit den Neunzigerjahren, | in denen das Konzept entwickelt wurde. Aber ich muss sagen: Dies ist | leider nicht der richtige Moment“, sagte die Feministin. Jetzt von | feministischer Außenpolitik zu reden sei ihr peinlich, da die Ukraine | gerade „zu stark von enthemmter Gewalt und Macht überrollt“ werde. +--- </hier abknabbern> --- ©<https://www.rnd.de/politik/alice-schwarzer-nicht-der-richtige-moment-fuer-feministische-aussenpolitik-RMYDSZ3C6NEEVCL2EY2E4S2OIU.html> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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| From | Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> |
|---|---|
| Date | 2022-05-10 08:51 +0100 |
| Message-ID | <t5d5hn$1q7$1@dont-email.me> |
| In reply to | #554253 |
On 09/05/2022 20:47, Fidel Sebastián Hunrichse-Lara wrote:
> Salve allerseits,
>
> Frank Hucklenbroich schrieb:
>> Am Mon, 9 May 2022 12:36:53 -0400 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
>>> Lothar Frings schrieb:
>>>>
>>>> - Menschenrechte: weg. Wir brauchen Erdgas.
>>>> - Keine Waffen in Krisengebiete: weg. Wir haben Ukraine
>>>> - Umweltschutz: weg. Wir brauchen LNG-Terminals.
>>>>
>>>> Gründung der Grünen: 1980. Endgültiger Bankrott: 2022. 42 (!) Jahre
>>>> von der Gründung zum Gründung. So lange haben sie gebraucht, um
>>>> rauszufinden, dass es sowas wie die Realität gibt.
>>>>
>>> Tjaha, es ist schon auffällig, dass jedes Mal, wenn das Auswärtige Amt
>>> von Bündnis 90/Die Grünen geführt wird, wir in ein Krieg involviert
>>> werden... (•_•) ( •_•)>⌐■-■ (⌐■_■)
>>
>> Die "Olivgrünen" sind nicht erst seit dem Spiegel-Titel ein stehender
>> Begriff.
>>
> +--- <hier abknabbern> ---
> | Obwohl die Kritik an ihrem offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz
> | groß war, bleibt Alice Schwarzer bei ihrem Appell, keine weiteren
> | schweren Waffen in die Ukraine zu liefern. In einem Streitgespräch mit
> | der FPD-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann im „Spiegel“
> | erklärte Schwarzer: „Ich bin dafür, dass wir mit aller Kraft versuchen,
> | diesen Krieg nicht in eine unendliche Länge zu ziehen, sondern in
> | baldige Verhandlungen investieren, damit dieser Krieg gestoppt werden
> | kann.“
> |
Kriege werden idR beendet wen es sich für eine der Parteien nicht mehr
lohnt weiter zu machen.Da zu braucht man evtl. schwere Waffen um die
Gegenseite zu überzeugen.
> | Strack-Zimmermann zeigte sich hingegen von der Haltung der Herausgeberin
> | der „Emma“ irritiert: „Ich habe damit gerechnet, dass Sie nun die
> | körperliche und seelische Gewalt an Frauen, dass Sie das Ermorden von
> | Soldaten, die Bombardierung einer Geburtsklinik anprangern.“
> |
> | Schwarzer entgegnete der Politikerin, dass ihre Zeitschrift genau das
> | tue. In der aktuellen Ausgabe der „Emma“ erschien Ende des vergangenen
> | Monats ein Artikel der kroatischen Journalistin Slavenka Drakulić, der
> | Vergewaltigung nicht als „Kollateralschaden“ in Kriegszeiten, sondern
> | als bewusst eingesetzte Waffe begreift und im Kontext des Zweiten
> | Weltkriegs oder des Kriegs in Bosnien beleuchtet.
> |
Da wird Putin aber jetzt zittern. Eine schlechte Kritik in der EMMA ....
> | *Strack-Zimmermann: Es geht um Verteidigung der Demokratie*
> |
> | Mit ihrem Aufruf für einen schnellen Abbruch des Ukraine-Konflikts wolle
> | Schwarzer genau diese „systematischen Kriegsvergewaltigungen in der
> | Ukraine“ beenden. „Sie fahren mit Ihrem Panzer gerade mit
> | Höchstgeschwindigkeit auf die Katastrophe zu. Können Sie bitte die
> | Bremse ziehen?“, appellierte Schwarzer an Strack-Zimmermann. Gerade im
> | Namen der Frauen werde sie das nicht tun, entgegnete jedoch
> | Strack-Zimmermann: „Ich werde die Panzer nicht bremsen, sondern sie
> | weiterfahren lassen, damit diese Schlächtereien ein Ende haben.“ Darüber
> | hinaus gehe es in der Ukraine auch um die Verteidigung der Demokratie
> | und der freien Welt. „Es darf nicht sein, dass Putin sich hier
> | durchsetzt“, sagte die FDP-Politikerin.
> |
Tja, da gehe ich mit S-Z.
> | Überraschend zögerlich zeigte sich Schwarzer beim Thema feministische
> | Außenpolitik. „Ich bin uneingeschränkt dafür – seit den Neunzigerjahren,
> | in denen das Konzept entwickelt wurde. Aber ich muss sagen: Dies ist
> | leider nicht der richtige Moment“, sagte die Feministin. Jetzt von
> | feministischer Außenpolitik zu reden sei ihr peinlich, da die Ukraine
> | gerade „zu stark von enthemmter Gewalt und Macht überrollt“ werde.
> +--- </hier abknabbern> ---
>
Oh Wunder. Ist es mal übel, KANN es gar keine feministische Stellung
sein. Man "Rosinen raus picken".
> ©<https://www.rnd.de/politik/alice-schwarzer-nicht-der-richtige-moment-fuer-feministische-aussenpolitik-RMYDSZ3C6NEEVCL2EY2E4S2OIU.html>
>
> M.f.G.
>
--
Cheers,
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2022-05-10 07:56 -0400 |
| Message-ID | <t5djt9$ghn$1@dont-email.me> |
| In reply to | #554271 |
Salve allerseits, Goetz Schultz schrieb: > On 09/05/2022 20:47, Fidel Sebastián Hunrichse-Lara wrote: > >> | Überraschend zögerlich zeigte sich Schwarzer beim Thema feministische >> | Außenpolitik. „Ich bin uneingeschränkt dafür – seit den Neunzigerjahren, >> | in denen das Konzept entwickelt wurde. Aber ich muss sagen: Dies ist >> | leider nicht der richtige Moment“, sagte die Feministin. Jetzt von >> | feministischer Außenpolitik zu reden sei ihr peinlich, da die Ukraine >> | gerade „zu stark von enthemmter Gewalt und Macht überrollt“ werde. > > Oh Wunder. Ist es mal übel, KANN es gar keine feministische Stellung > sein. Man "Rosinen raus picken". > +--- <hier abknabbern> --- | Seit Tagen demonstrieren Kurden und Kurdinnen weltweit gegen die | Angriffe der türkischen Armee auf kurdische Gebiete im Nordirak und die | Angriffe der irakischen Armee im jesidischen Siedlungsgebiet Şengal. | Ihre Proteste und der Aufruf zum Frieden werden von der Politik nicht | zur Kenntnis genommen. Am morgigen Samstag läuft ein Ultimatum der | irakischen Armee ab, mit dem die jesidischen | Selbstverteidigungseinheiten zum Abzug aufgefordert werden. | | *Bundesregierung stellt sich hinter Erdogans völkerrechtswidrige Politik* | | Im Schatten des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hatte die | türkische Armee nach tagelangen Luft- und Bodenangriffen in der Nacht | zum Ostermontag die völkerrechtswidrige Großoffensive "Claw-Lock" im | Nordirak begonnen. Während Russlands völkerrechtswidriger Krieg gegen | sein Nachbarland zu Recht sofort verurteilt und sanktioniert wurde, wird | der türkische Krieg gegen Kurden seit Jahrzehnten von der jeweiligen | Bundesregierung in Berlin toleriert. | | In einer mündlichen Anfrage am 27. April fragte die | Bundestagsabgeordnete der Gökay Akbulut (Die Linke) nach der Haltung der | Bundesregierung zu den völkerrechtswidrigen Angriffen der Türkei in | Nordsyrien und im Nordirak – und ob die Bundesregierung ähnliche | Konsequenzen ziehen wird, wie sie sie gegen Russland, aufgrund des | Angriffskrieges gegen die Ukraine, beschlossen hat. | | Die Sprecherin der Bundesregierung, Dr. Anna Lührmann, übernahm in ihrer | Antwort unhinterfragt die Sichtweise des türkischen | Verteidigungsministeriums: "Im Nordirak geht die Türkei laut | Medienberichten und nach Angaben des türkischen | Verteidigungsministeriums seit dem 18. April verstärkt gegen Stellungen | der PKK vor. Dabei beruft sich die Türkei, wie auch bei früheren | Militäreinsätzen gegen die PKK in Nordirak, auf das | Selbstverteidigungsrecht gemäß Artikel 51 der Charta der Vereinten | Nationen..." | | Diese Antwort steht im Widerspruch zu den Ausführungen der | Wissenschaftlichen Dienste (WD) des Bundestags, die schon 2020 | feststellten: "Gerade weil die Intensität der PKK-Angriffe auf die | Türkei in den letzten Jahren deutlich abgenommen hat, lässt sich von | einem gegenwärtigen bewaffneten Angriff im Sinne des Art. 51 der | UN-Charta nicht ohne weiteres sprechen." | | Wie schon 2020 moniert, hat die Türkei auch diesmal ihre Absicht, | "militärische Operationen" im Nordirak durchzuführen, nicht dem | Sicherheitsrat der Vereinten Nationen angezeigt, wie das die UN-Charta | (Art. 51 Satz 2) verlangt | | Die fehlende Begründung des Vorliegens eines bewaffneten Angriffes | seitens der PKK sei damit ein "gewichtiges Indiz" dafür, das | Selbstverteidigungsrecht der Türkei gegenwärtig nicht gegeben sei, | schrieb damals der Wissenschaftliche Dienst. Nach wie vor bleiben die | Menschenrechtsverbrechen der türkischen Autokratie unter Recep Tayyip | Erdogan weitgehend unbeachtet. | | "Vielmehr wird Erdogan wahlweise als Verbündeter der westlichen Staaten | oder als Friedensvermittler hofiert. Das zeigte sich noch Anfang März | bei einem Treffen der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock | (Grüne) mit ihrem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu, von dem | Baerbock demonstrativ Fotos auf Twitter veröffentlichte", kommentiert | der Politikwissenschaftler Ismail Küpeli die Haltung der Bundesregierung. | | Selbst ein Sprecher des irakischen Außenministeriums erklärte, die | türkischen Übergriffe entbehrten jeglicher rechtlichen Grundlage, auch | wenn Ankara sich auf Artikel 51 der UN-Charta zur Selbstverteidigung | berufe. | | Auch im ARD-Politmagazin "Monitor" wurden die Doppelmoral und das | Schweigen über den Völkerrechtsbruch der Türkei im Nordirak und | Nordsyrien kritisiert: | | Im Schatten des Krieges in der Ukraine hat die Türkei in den letzten | Wochen mit Kampfflugzeugen Angriffe auf kurdische Gebiete im Irak und | in Syrien geflogen. Und türkische Truppen marschierten in den Irak | ein. Ein internationaler Aufschrei blieb aus. (…) Damit bricht die | Türkei Völkerrecht, denn die UN-Charta untersagt "jede gegen die | territoriale Unversehrtheit eines Staates gerichtete Anwendung von | Gewalt". | | Neu ist dieses Vorgehen türkischer Regierungstruppen nicht. Seit Jahren | werden nicht nur in der Türkei, sondern auch in den Nachbarländern | kurdische Siedlungsgebiete bombardiert: 2011 Kortek im Nordirak und | Roboski an der türkisch-iranischen Grenze, 2015 Zergele im Nordirak und | 2016 in Cizre in der Türkei. | | Immer hieß es, man habe PKK-Stellungen bombardiert. Tatsächlich traf es | Zivilisten, vor allem jene, die sich gegen die repressive Politik der | Türkei stellten. Nachdem die kurdischen Selbstverteidigungseinheiten in | Nordsyrien die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) besiegt hatten, was | weltweit gelobt und beklatscht wurde, marschierte die Türkei 2018 in den | überwiegend von Kurdinnen und Kurden bewohnten Kanton Afrin in | Nordsyrien ein. | | Dieses Gebiet im Nordwesten Syriens war bis dato ein vom Syrien-Krieg | weitgehend verschontes und sicheres Gebiet. Heute ist es ein quasi | türkisches Protektorat, in dem Angst und Schrecken herrschen; täglich | werden dort Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. | | 2019 wurden die Gebiete um Serekaniye und Gire Spi in Nordsyrien von der | Türkei erobert – verbunden mit neuen Fluchtbewegungen, Enteignungen, | Vertreibungen und sexualisierter Gewalt an der Zivilbevölkerung. Zu all | dem schwieg die damalige Bundesregierung, wie heute die Ampel-Koalition | zu den Angriffen auf den Nordirak und Nordsyrien schweigt. | | [...] | | "*Feministische Außenpolitik*"? | | Wer erlöst die Bundesregierung und das Auswärtige Amt endlich von ihrem | Tunnelblick in Bezug auf die Türkei? Die vielen | Menschenrechtsverletzungen der Türkei im Inland und ihren Nachbarländern | sind mit viel Beweismaterial gut dokumentiert. | | Es stünde einem grünen Außenministerium gut zu Gesicht, mit seinem | postulierten feministischen und an Menschenrechten orientierten Blick | das Gebaren der Türkei zur Kenntnis zu nehmen und endlich auch | Konsequenzen zu ziehen. Sonst macht sich eine Außenministerin Baerbock | unglaubwürdig. | | Eine "feministische" Außenpolitik, die das Leid der Frauen und Kinder in | den Kriegen ihrer strategischen Partnerländer in Kauf nimmt, ist keine | "wertebasierte und feministische Außenpolitik", sondern Augenwischerei. +--- </hier abknabbern> --- ©<https://www.heise.de/tp/features/Kriegsschauplatz-Irak-Wo-wertebasierte-und-feministische-Aussenpolitik-aufhoert-7078022.html> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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| From | Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> |
|---|---|
| Date | 2022-05-10 14:00 +0100 |
| Message-ID | <t5dnkl$g21$1@dont-email.me> |
| In reply to | #554290 |
On 10/05/2022 12:56, Fidel Sebastián Hunrichse-Lara wrote:
> Salve allerseits,
>
> Goetz Schultz schrieb:
>> On 09/05/2022 20:47, Fidel Sebastián Hunrichse-Lara wrote:
>>
>>> | Überraschend zögerlich zeigte sich Schwarzer beim Thema feministische
>>> | Außenpolitik. „Ich bin uneingeschränkt dafür – seit den Neunzigerjahren,
>>> | in denen das Konzept entwickelt wurde. Aber ich muss sagen: Dies ist
>>> | leider nicht der richtige Moment“, sagte die Feministin. Jetzt von
>>> | feministischer Außenpolitik zu reden sei ihr peinlich, da die Ukraine
>>> | gerade „zu stark von enthemmter Gewalt und Macht überrollt“ werde.
>>
>> Oh Wunder. Ist es mal übel, KANN es gar keine feministische Stellung
>> sein. Man "Rosinen raus picken".
>>
[ ... ]
>
> ©<https://www.heise.de/tp/features/Kriegsschauplatz-Irak-Wo-wertebasierte-und-feministische-Aussenpolitik-aufhoert-7078022.html>
>
> M.f.G.
>
Zum einen ist hier kein Schwarzer Statement - würde gerne mal eins dazu
sehen, zum anderen ist das Verhältnis zur Türkei doch schon immer
schwierig gewesen - gerade und auch wegen der Kurden/PKK. Ich erinnere
mich da recht bewegte Demos in der Kölner Innenstadt und Ebertplatz.
--
Cheers,
G.
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| From | Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> |
|---|---|
| Date | 2022-05-09 19:46 +0200 |
| Message-ID | <jdt2b3Fe6s5U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #554222 |
Am 09.05.22 um 18:06 schrieb Lothar Frings:
> - Menschenrechte: weg. Wir brauchen Erdgas.
War das zuvor anders?
Wer hat die Herstellung von "grünen" Wasserstoff behindert?
Merkel und BASF und andere haben Anteile
von Erdgas aus Russland vermehrt.
> - Keine Waffen in Krisengebiete: weg. Wir haben Ukraine
Das war bereits in Jugoslawien so,
Und auch im Kampf gegen den IS.
Wobei in beiden Fällen deutsche Soldaten direkt beteiligt waren.
> - Umweltschutz: weg. Wir brauchen LNG-Terminals.
Weg von Kohle, Öl, Gas,
was ja durch C*U.. erheblich behindert wurde
ist wieder aktiv.
> Gründung der Grünen: 1980. Endgültiger Bankrott: 2022.
Eigentlich nicht.
> 42 (!) Jahre von der Gründung zum Gründung.
> So lange haben sie gebraucht, um rauszufinden,
> dass es sowas wie die Realität gibt.
Für gute Kooperation braucht es den guten Willen beider Seiten.
Für Konfrontation reicht die Absicht einer Seite.
Sei es militärisch oder wirtschaftlich ( Gewinnmaximierung )
Hermann
an Mitbestimmung durch Worte und Handlungen denkend.
--
http://www.hermann-riemann.de
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| From | Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> |
|---|---|
| Date | 2022-05-28 05:13 -0700 |
| Message-ID | <d4e9e52e-7960-4a03-8577-091fb4bb3f58n@googlegroups.com> |
| In reply to | #554222 |
Lothar Frings tat kund: > - Menschenrechte: weg. Wir brauchen Erdgas. > - Keine Waffen in Krisengebiete: weg. Wir haben Ukraine > - Umweltschutz: weg. Wir brauchen LNG-Terminals. > > Gründung der Grünen: 1980. Endgültiger Bankrott: 2022. > > 42 (!) Jahre von der Gründung zum Gründung. > So lange haben sie gebraucht, um rauszufinden, > dass es sowas wie die Realität gibt. > [...] > > RIP Und jetzt hat es auch die Heute-Show gemerkt. Bei Baerbock gilt wohl noch die Cancel Culture, aber Habeck dürfen sie schon.
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| From | spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) |
|---|---|
| Date | 2022-05-29 19:34 +0200 |
| Message-ID | <1psqec5.fovxx4dhpegnN@marc.my-fqdn.de> |
| In reply to | #556064 |
Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> wrote: > Lothar Frings tat kund: >> - Menschenrechte: weg. Wir brauchen Erdgas. >> - Keine Waffen in Krisengebiete: weg. Wir haben Ukraine >> - Umweltschutz: weg. Wir brauchen LNG-Terminals. >> Gründung der Grünen: 1980. Endgültiger Bankrott: 2022. >> 42 (!) Jahre von der Gründung zum Gründung. >> So lange haben sie gebraucht, um rauszufinden, >> dass es sowas wie die Realität gibt. > Und jetzt hat es auch die Heute-Show gemerkt. Bei Baerbock > gilt wohl noch die Cancel Culture, aber Habeck dürfen sie schon. Genau, "die Anstalt" hat ihn ziemlich auseinandergenommen... -- In a world without walls and fences, who needs windows and gates?
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