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Groups > ger.ct > #551671 > unrolled thread

41.000.000.000 US$ für Twitter

Started byStephan Bumberger <bumberger@gmail.com>
First post2022-04-14 12:48 +0200
Last post2022-04-17 16:16 +0200
Articles 20 — 6 participants

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Contents

  41.000.000.000 US$ für Twitter Stephan Bumberger <bumberger@gmail.com> - 2022-04-14 12:48 +0200
    Re: 41.000.000.000 US$ für Twitter Stephan Bumberger <bumberger@gmail.com> - 2022-04-14 13:22 +0200
      Re: 41.000.000.000 US$ für Twitter Stephan Bumberger <bumberger@gmail.com> - 2022-04-25 15:15 +0200
        Re: 41.000.000.000 US$ für Twitter spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2022-04-27 14:52 +0200
          Re: 41.000.000.000 US$ für Twitter Stephan Bumberger <bumberger@gmail.com> - 2022-04-29 12:09 +0200
    Re: 41.000.000.000 US$ für Twitter Stephan Bumberger <bumberger@gmail.com> - 2022-04-15 18:20 +0200
      Re: 41.000.000.000 US$ für Twitter Stephan Bumberger <bumberger@gmail.com> - 2022-04-15 21:55 +0200
        Re: 41.000.000.000 US$ für Twitter Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-04-16 07:35 +0000
          Re: 41.000.000.000 US$ für Twitter Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2022-04-16 09:53 +0200
            Re: 41.000.000.000 US$ für Twitter Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-04-16 08:30 +0000
              Re: 41.000.000.000 US$ für Twitter Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2022-04-16 13:45 +0200
                Re: 41.000.000.000 US$ für Twitter Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-04-16 14:49 +0000
                  Re: 41.000.000.000 US$ für Twitter Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2022-04-16 16:58 +0200
                    Re: 41.000.000.000 US$ für Twitter Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-04-16 19:43 +0000
          Re: 41.000.000.000 US$ für Twitter Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-04-16 11:13 +0200
          Re: 41.000.000.000 US$ für Twitter Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-04-16 15:46 +0200
            Re: 41.000.000.000 US$ für Twitter Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2022-04-16 16:08 +0200
              Re: 41.000.000.000 US$ für Twitter Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-04-16 16:20 +0200
                Re: 41.000.000.000 US$ für Twitter Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2022-04-16 16:37 +0200
          Re: 41.000.000.000 US$ für Twitter Stephan Bumberger <bumberger@gmail.com> - 2022-04-17 16:16 +0200

#551671 — 41.000.000.000 US$ für Twitter

FromStephan Bumberger <bumberger@gmail.com>
Date2022-04-14 12:48 +0200
Subject41.000.000.000 US$ für Twitter
Message-ID<t38u6m$si5n$3@tota-refugium.de>
@elonmusk

Wow.
-- 
Stephan
🗽

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#551674

FromStephan Bumberger <bumberger@gmail.com>
Date2022-04-14 13:22 +0200
Message-ID<t3905j$si5n$4@tota-refugium.de>
In reply to#551671
Am 14.04.2022 um 12:48 schrieb Stephan Bumberger:
> @elonmusk
> 
> Wow.

Es sind sogar 41,4 Mrd. US$
https://www.welt.de/wirtschaft/article238181209/Elon-Musk-Tesla-Chef-will-Twitter-komplett-uebernehmen.html?cid=socialmedia.twitter.shared.web

Der oberste Vertreter der Redefreiheit langt jetzt richtig zu. Wenn der 
Deal gelingen sollte (!), dann ist die Zeit der Accountsperrungen 
vorbei. Es wird nur Stunden dauern, bis Trumps Account auch wieder frei ist.

Fraglich, ob Linkstwitter dann da bleibt, zu GETTR oder Telegram können 
sie ja schlecht gehen. Der Erzfeind und schlimme Querschwurbler 
übernimmt die Lieblingsplattform komplett. ;)

-- 
Stephan
🗽

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#552664

FromStephan Bumberger <bumberger@gmail.com>
Date2022-04-25 15:15 +0200
Message-ID<t466uf$1db12$1@tota-refugium.de>
In reply to#551674
Am 14.04.2022 um 13:22 schrieb Stephan Bumberger:
> Am 14.04.2022 um 12:48 schrieb Stephan Bumberger:
>> @elonmusk
>>
>> Wow.
> 
> Es sind sogar 41,4 Mrd. US$
> https://www.welt.de/wirtschaft/article238181209/Elon-Musk-Tesla-Chef-will-Twitter-komplett-uebernehmen.html?cid=socialmedia.twitter.shared.web
> 
> Der oberste Vertreter der Redefreiheit langt jetzt richtig zu. Wenn der
> Deal gelingen sollte (!), 

Er ist gelungen. Ab Freitag gehört Twitter Elon Musk.

-- 
Stephan
🗽

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#552993

Fromspamfalle2@arcor.de (Marc Stibane)
Date2022-04-27 14:52 +0200
Message-ID<1pr2rx9.c4zko81klu0wzN@marc.my-fqdn.de>
In reply to#552664
Stephan Bumberger <bumberger@gmail.com> wrote:

> Er ist gelungen. Ab Freitag gehört Twitter Elon Musk.

War da nicht irgendsoein arabischer Großaktionär dagegen?

-- 
In a world without walls and fences,
   who needs windows and gates?

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#553299

FromStephan Bumberger <bumberger@gmail.com>
Date2022-04-29 12:09 +0200
Message-ID<t4gdh3$1in74$1@tota-refugium.de>
In reply to#552993
Am 29.04.2022 um 11:37 schrieb Lothar Kimmeringer:
> Marc Stibane wrote:
> 
>> Stephan Bumberger <bumberger@gmail.com> wrote:
>>
>>> Er ist gelungen. Ab Freitag gehört Twitter Elon Musk.
>>
>> War da nicht irgendsoein arabischer Großaktionär dagegen?

Ja, Kingdom KHC war dagegen.
https://twitter.com/Alwaleed_Talal/status/1514615956986757127

Die hatten im Jahr 2015 mal 5,2 % der Anteile gekauft. Nur haben sie die 
halt nicht mehr. Also die Aktien schon noch, aber das sind keine 5,2 % mehr.

https://de.marketscreener.com/kurs/aktie/TWITTER-14772790/unternehmen/

> Deswegen steht in den meissten Berichten zu dem Thema auch
> im Artikel selbst, dass es nur noch die Zustimmung der
> Aktionaere bedarf, damit der Deal auch wirklich abgeschlossen
> werden kann.

Klar. Die großen Aktionäre haben aber alle zugestimmt.

> Ich schaetze aber, dass die Ablehnung bei dem Grossaktionaer
> eher preislicher und weniger ideologischer Natur ist und man
> sich da schon einigen wird.

Unwahrscheinlich. Wenn er 90 % hat, dann kann er den Rest über squeeze 
out rauswerfen. Die 90 % bekommt er ziemlich sicher.

-- 
Stephan
🗽

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#551842

FromStephan Bumberger <bumberger@gmail.com>
Date2022-04-15 18:20 +0200
Message-ID<t3c604$u1a5$2@tota-refugium.de>
In reply to#551671
Am 15.04.2022 um 16:48 schrieb Lothar Kimmeringer:
> Stephan Bumberger wrote:
> 
>> @elonmusk
>>
>> Wow.
> 
> Er hat ein Angebot gemacht, um 100% aller Anteil zu erhalten
> und behaelt sich vor, das ganze bleiben zu lassen, wenn das
> Ziel nicht erreicht wird (Quelle: SEC-Filing)

Korrekt.

> Mich wuerde es nicht ueberraschen, wenn sich das ganze am Ende
> als ein weiterer Hoax entpuppt, wie es das angebliche Angebot,
> Tesla vom Aktienmarkt zu nehmen, auch war.

Ist es nicht. Es gibt aber so einige Merkwürdigkeiten in dem Fall. 
Goldmann Sachs empfahl am 12.2.22 den Anlegern, die Aktie zu verkaufen, 
Kursziel 30 US$.
https://twitter.com/elonmusk/status/1514726980909948928

Die gleichen Banker von Goldman Sachs raten den Großaktionären, den Deal 
abzulehnen, weil 54,20 US$ zu niedrig wären.

Und zwei Saudis wollen blockieren.
https://twitter.com/elonmusk/status/1514683079968931841

Dabei erzählt Musk schon seit Wochen, dass er Twitter kaufen will und 
auch, was er damit vor hat.

Unsere linkslastige Presse heult schon.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/twitter-elon-musk-kaufangebot-donald-trump-tesla-1.5567259?utm_source=Twitter&utm_medium=twitterbot&utm_campaign=1.5567259

Dabei hat die SZ augenscheinlich das Prinzip Twitter nicht ansatzweise 
verstanden. Andernfalls könnte so ein Unsinn da nicht stehen.

"Tesla-Chef Elon Musk will in den sozialen Medien mehr freie 
Meinungsäußerung ermöglichen. Er will Nutzern mehr Kontrolle darüber 
geben, was sie lesen und posten. Wäre es also gut, wenn Musk den 
Kurznachrichtendienst Twitter kauft? Nein, nein und nochmals nein.

Ob man es mag oder nicht, Twitter ist zu einer wichtigen Plattform 
geworden, über die sich Menschen weltweit informieren. Regierungschefs, 
Manager und 200 Millionen weitere Nutzer tauschen sich darüber aus. Es 
ist schlecht, wenn jemand ein einflussreiches Medium kauft, der 
wirtschaftliche Interessen außerhalb der Branche verfolgt.

In der klassischen Medienwelt vor Social Media gibt es dafür viele 
Beispiele. Wenn jemand wie Jeff Bezos Amazon mit brachialen Methoden zum 
weltgrößten Onlinehändler hochboxt, sollte er dabei nicht über das 
angesehene US-Blatt Washington Post verfügen können. Das Gleiche gilt 
für Rüstungsindustrielle, die französische Zeitungen kauften."

-- 
Stephan
🗽

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#551852

FromStephan Bumberger <bumberger@gmail.com>
Date2022-04-15 21:55 +0200
Message-ID<t3cik5$u1a5$4@tota-refugium.de>
In reply to#551842
Am 15.04.2022 um 20:04 schrieb Stefan Froehlich:
> On Fri, 15 Apr 2022 18:20:20 Stephan Bumberger wrote:
>> Es gibt aber so einige Merkwürdigkeiten in dem Fall [Twitter].
>> Goldmann Sachs empfahl am 12.2.22 den Anlegern, die Aktie zu
>> verkaufen, Kursziel 30 US$.
>> https://twitter.com/elonmusk/status/1514726980909948928
>>
>> Die gleichen Banker von Goldman Sachs raten den Großaktionären,
>> den Deal abzulehnen, weil 54,20 US$ zu niedrig wären.
> 
> Ich rate generell dazu, Finanzberatern nicht allzuweit zu trauen,
> die gehen mit ihren Tips ja kein Risiko ein.

Das ist ein sehr kluger Rat, ja.

>> Unsere linkslastige Presse heult schon.
>> Dabei hat die SZ [...]
> 
> Die SZ ist *was* bitte? Diese zutiefst bürgerliche Blatt
> "linkslastig" zu nennen ist eher putzig. 

Es ist die SPD Hauspostille mit grünem Anstrich, die SPD gilt bei mir 
dem linken Spektrum zugehörig. Da sortieren sie sich selber auch hin.

> Hat aber darauf keinen
> Einfluss:
> 
>> augenscheinlich das Prinzip Twitter nicht ansatzweise verstanden.
>> Andernfalls könnte so ein Unsinn da nicht stehen.
> 
>> "Tesla-Chef Elon Musk will in den sozialen Medien mehr freie
>> Meinungsäußerung ermöglichen. Er will Nutzern mehr Kontrolle
>> darüber geben, was sie lesen und posten. Wäre es also gut, wenn
>> Musk den Kurznachrichtendienst Twitter kauft? Nein, nein und
>> nochmals nein.
> 
> Wo ist Dein Problem? Stimmt doch. Und auch an der Begründung:

Es stimmt der erste Teil. Der zweite ist Käse.

>> Es ist schlecht, wenn jemand ein einflussreiches Medium kauft, der
>> wirtschaftliche Interessen außerhalb der Branche verfolgt.
> 
> ...sehe ich nicht das geringste auszusetzen.

Anders als z.B. Bezos, der die Washington Post gekauft hat, ist Twitter 
doch kein Medium, was ein fertiges Produkt seinen Lesern vorsetzt. Mit 
Presseartikeln kann man Meinungen manipulieren.

Twitter lebt von den Nutzern, die füttern es mit Inhalten. Inhalte aus 
allen Spektren von ganz links bis ganz rechts, Katzenfotos, einfach 
alles. Jede Bubble kann fein unter sich bleiben oder sich austauschen, 
ganz wie es beliebt.

Was derzeit der Fall ist, dass Twitter meint, selber den Faktenchecker 
geben zu müssen und das ist höchst bedenklich.

Hier spricht der Chef:
https://twitter.com/disclosetv/status/1514667935599628301
Elon Musk says free speech is when "someone you don't like is allowed to 
say something you don't like."

Davon ist Twitter im Moment meilenweit entfernt.

> Klar, die Eigentümerstruktur von Twitter ist auch jetzt nicht ideal
> und mit der von Usenet nicht annähernd zu vergleichen. 

Twitter und Usenet sind in gar nichts zu vergleichen. Außer bald in 
einem: Es wird keine inhaltlichen cancels mehr geben. Das klappt jetzt 
im Usenet seit 30 Jahren ganz gut, das wird auch bei Titter klappen. 
Ohne "w".

> Aber ein
> Einzeleigentümer wäre noch um vieles schlechter, ganz egal ob es nun
> Musk, ein saudiarabischer Scheich oder Vladimir Putin ist.

Warum? Im Gegensatz zu Zuckerberg meint Musk es sehr ernst mit free speech.

Twitter wird kostenlos bleiben, man kann aber einen Premium-Account für 
irgendwas zwischen 2-3 US$ pro Monat kaufen. Es wird einen edit-Button 
geben und sonst ändert sich erstmal nicht viel.

Account melden wird zukünftig vergebens werden, er wird nichts mehr 
sperren, zumindest nicht so wie jetzt.

Kurzum, es wird nur Vorteile geben. Die Befürchtung der jetzt so 
Besorgten, sie könnten keinen mehr blockieren ist Unsinn. Das wird alles 
bleiben, T(w)itter blockiert halt nichts mehr.

-- 
Stephan
🗽

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#551859

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-04-16 07:35 +0000
Message-ID<3t625a7003i1294a5n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#551852
On Fri, 15 Apr 2022 21:55:49 Stephan Bumberger wrote:
> Am 15.04.2022 um 20:04 schrieb Stefan Froehlich:
>> On Fri, 15 Apr 2022 18:20:20 Stephan Bumberger wrote:
>>> Unsere linkslastige Presse heult schon.
>>> Dabei hat die SZ [...]

>> Die SZ ist *was* bitte? Diese zutiefst bürgerliche Blatt
>> "linkslastig" zu nennen ist eher putzig. 

> Es ist die SPD Hauspostille mit grünem Anstrich, die SPD gilt bei
> mir dem linken Spektrum zugehörig. Da sortieren sie sich selber
> auch hin.

Ich bin ja in der deutschen Innenpolitik nur mäßig firm, aber als
sonderlich links ist die SPD bei mir schon seit Anfang der 2000er
nicht mehr angekommen, Maßstäbe der Zeit davor vorausgesetzt.

>>> Es ist schlecht, wenn jemand ein einflussreiches Medium kauft,
>>> der wirtschaftliche Interessen außerhalb der Branche verfolgt.

>> ...sehe ich nicht das geringste auszusetzen.

> Anders als z.B. Bezos, der die Washington Post gekauft hat, ist
> Twitter doch kein Medium, was ein fertiges Produkt seinen Lesern
> vorsetzt. Mit Presseartikeln kann man Meinungen manipulieren.

> Twitter lebt von den Nutzern, die füttern es mit Inhalten. Inhalte
> aus allen Spektren von ganz links bis ganz rechts, Katzenfotos,
> einfach alles. Jede Bubble kann fein unter sich bleiben oder sich
> austauschen, ganz wie es beliebt.

Und ein Alleineigentümer legt die Regeln fest, unter denen sie das
tun können. Da gibt es - ganz bestimmt - gar keine Möglichkeit,
Politisierung zu fördern, zu verhindern oder ggf. auch zu lenken,
gell?

> Was derzeit der Fall ist, dass Twitter meint, selber den
> Faktenchecker geben zu müssen und das ist höchst bedenklich.

Es ist ein Problem, ja, bis dato allerdings noch ein recht
überschaubares.

>> Klar, die Eigentümerstruktur von Twitter ist auch jetzt nicht
>> ideal und mit der von Usenet nicht annähernd zu vergleichen. 

> Twitter und Usenet sind in gar nichts zu vergleichen. Außer bald
> in einem: Es wird keine inhaltlichen cancels mehr geben. Das
> klappt jetzt im Usenet seit 30 Jahren ganz gut, das wird auch bei
> Titter klappen.  Ohne "w".

Du beliebst zu träumen. Ohne inhaltliche Cancels wäre Twitter (so
wie jedes andere Medium) binnen kürzester Zeit mausetot - ausser
natürlich, man kann die medienrechtlichen Bestimmungen wirksam auf
die eigentlichen Autoren (d.h. die Poster) anwenden. Das erscheint
mir aber noch um einiges unwahrscheinlicher.

Halten wir also fest: Es *wird* auch in Zukunft inhaltliche
Einschränkungen geben, völlig unabhängig vom Eigentümer. Die Frage
ist lediglich, wo die Grenze gezogen wird:

> Im Gegensatz zu Zuckerberg meint Musk es sehr ernst mit free speech.

Das glaubst Du ihm aus welchem Grund?

Ich meine, höre doch einfach einmal Putin zu, der tritt ja auch für
einen Siegeszug der freien Welt über den Nationalsozialismus ein.
Was genau soll daran schlecht sein?

Das hat gar nichts konkret mit Elon Musk zu tun. Jeder
Alleineigentümer wäre ein Problem - wenn nicht sofort, dann halt ein
wenig später. Wie kommst Du auf die Idee, dass das anders laufen
sollte, als bei Alleinherrschern?

> Account melden wird zukünftig vergebens werden, er wird nichts
> mehr sperren, zumindest nicht so wie jetzt.
> 
> Kurzum, es wird nur Vorteile geben.

So alt und doch so naiv, es ist eigentlich faszinierend.

Servus,
   Stefan

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Stefan. Für wurmstichige Monitore in aparten Schauern!
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#551862

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2022-04-16 09:53 +0200
Message-ID<jbvb0hFifomU1@mid.individual.net>
In reply to#551859
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes:

> Und ein Alleineigentümer legt die Regeln fest, unter denen sie das
> tun können. Da gibt es - ganz bestimmt - gar keine Möglichkeit,
> Politisierung zu fördern, zu verhindern oder ggf. auch zu lenken,
> gell?

Und bei einem börsennotierten Unternehmen werden die Regeln auf der
Hauptversammlung festgelegt? Ich hab da meine Zweifel.

>> Was derzeit der Fall ist, dass Twitter meint, selber den
>> Faktenchecker geben zu müssen und das ist höchst bedenklich.
>
> Es ist ein Problem, ja, bis dato allerdings noch ein recht
> überschaubares.

Außerdem verlangen die Staaten durch immer neue Gesetze mit immer
kürzeren Zeitvorgaben, dass die Konzerne unliebsame Posts entfernen.

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#551865

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-04-16 08:30 +0000
Message-ID<1t625a7e10ie1dn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#551862
On Sat, 16 Apr 2022 09:53:52 Michael Bode wrote:
> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes:
>> Und ein Alleineigentümer legt die Regeln fest, unter denen sie
>> das tun können. Da gibt es - ganz bestimmt - gar keine
>> Möglichkeit, Politisierung zu fördern, zu verhindern oder ggf.
>> auch zu lenken, gell?

> Und bei einem börsennotierten Unternehmen werden die Regeln auf der
> Hauptversammlung festgelegt?

Natürlich nicht. Es gibt auch keinerlei Garantie, dass ein
Unternehmen sich irgendwie besser verhält, nur weil es börsennotiert
ist. Nur der Umkehrschluss gilt: Ein Alleineigentümer ist spätestens
mittelfristig ein Problem.

>>> Was derzeit der Fall ist, dass Twitter meint, selber den
>>> Faktenchecker geben zu müssen und das ist höchst bedenklich.

>> Es ist ein Problem, ja, bis dato allerdings noch ein recht
>> überschaubares.

> Außerdem verlangen die Staaten durch immer neue Gesetze mit immer
> kürzeren Zeitvorgaben, dass die Konzerne unliebsame Posts
> entfernen.

Das wird uns vermutlich ohnehin alles noch irgendwann auf irgendeine
Art und Weise um die Ohren fliegen - wobei ich weder eine Prognose
über den Zeitraum wage, noch über die Richtung, in die es kippt.

Nur: Das ist ein zweites, vollkommen unabhängiges Problem.

Servus,
   Stefan

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#551871

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2022-04-16 13:45 +0200
Message-ID<jbvojcFlbunU1@mid.individual.net>
In reply to#551865
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes:

> On Sat, 16 Apr 2022 09:53:52 Michael Bode wrote:
>> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes:
>>> Und ein Alleineigentümer legt die Regeln fest, unter denen sie
>>> das tun können. Da gibt es - ganz bestimmt - gar keine
>>> Möglichkeit, Politisierung zu fördern, zu verhindern oder ggf.
>>> auch zu lenken, gell?
>
>> Und bei einem börsennotierten Unternehmen werden die Regeln auf der
>> Hauptversammlung festgelegt?
>
> Natürlich nicht. Es gibt auch keinerlei Garantie, dass ein
> Unternehmen sich irgendwie besser verhält, nur weil es börsennotiert
> ist. Nur der Umkehrschluss gilt: Ein Alleineigentümer ist spätestens
> mittelfristig ein Problem.

Für geeignete Werte von 'mittel'.

>
>>>> Was derzeit der Fall ist, dass Twitter meint, selber den
>>>> Faktenchecker geben zu müssen und das ist höchst bedenklich.
>
>>> Es ist ein Problem, ja, bis dato allerdings noch ein recht
>>> überschaubares.
>
>> Außerdem verlangen die Staaten durch immer neue Gesetze mit immer
>> kürzeren Zeitvorgaben, dass die Konzerne unliebsame Posts
>> entfernen.
>
> Das wird uns vermutlich ohnehin alles noch irgendwann auf irgendeine
> Art und Weise um die Ohren fliegen - wobei ich weder eine Prognose
> über den Zeitraum wage, noch über die Richtung, in die es kippt.
>
> Nur: Das ist ein zweites, vollkommen unabhängiges Problem.

Das ist absolut nicht unabhängig. Ob da ein Herr Trump oder Erdogan oder
Orban oder ein Herr Musk oder Zuckerberg die
Vorgaben macht, macht im Prinzip keinen Unterschied.

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#551889

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-04-16 14:49 +0000
Message-ID<1t625ad6e9ib614n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#551871
On Sat, 16 Apr 2022 13:45:47 Michael Bode wrote:
> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes:
>> Es gibt auch keinerlei Garantie, dass ein Unternehmen sich
>> irgendwie besser verhält, nur weil es börsennotiert ist. Nur der
>> Umkehrschluss gilt: Ein Alleineigentümer ist spätestens
>> mittelfristig ein Problem.

> Für geeignete Werte von 'mittel'.

Einige (< 10) Jahre.

>>> Außerdem verlangen die Staaten durch immer neue Gesetze mit
>>> immer kürzeren Zeitvorgaben, dass die Konzerne unliebsame Posts
>>> entfernen.

>> Das wird uns vermutlich ohnehin alles noch irgendwann auf
>> irgendeine Art und Weise um die Ohren fliegen - wobei ich weder
>> eine Prognose über den Zeitraum wage, noch über die Richtung, in
>> die es kippt.
>>
>> Nur: Das ist ein zweites, vollkommen unabhängiges Problem.

> Das ist absolut nicht unabhängig. Ob da ein Herr Trump oder
> Erdogan oder Orban oder ein Herr Musk oder Zuckerberg die Vorgaben
> macht, macht im Prinzip keinen Unterschied.

Doch, das macht sogar einen sehr großen Unterschied, auch hier
wieder vor allem durch die personelle Trennung. Gerade bei Trump war
das ja sehr schön zu beobachten - als Alleineigentümer von Twitter
hätte (wohl nicht nur) ich ihn nur sehr ungern gesehen.

Servus,
   Stefan

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#551891

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2022-04-16 16:58 +0200
Message-ID<jc03t6FlbunU6@mid.individual.net>
In reply to#551889
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes:

> On Sat, 16 Apr 2022 13:45:47 Michael Bode wrote:
>> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes:
>>> Es gibt auch keinerlei Garantie, dass ein Unternehmen sich
>>> irgendwie besser verhält, nur weil es börsennotiert ist. Nur der
>>> Umkehrschluss gilt: Ein Alleineigentümer ist spätestens
>>> mittelfristig ein Problem.
>
>> Für geeignete Werte von 'mittel'.
>
> Einige (< 10) Jahre.
>
>>>> Außerdem verlangen die Staaten durch immer neue Gesetze mit
>>>> immer kürzeren Zeitvorgaben, dass die Konzerne unliebsame Posts
>>>> entfernen.
>
>>> Das wird uns vermutlich ohnehin alles noch irgendwann auf
>>> irgendeine Art und Weise um die Ohren fliegen - wobei ich weder
>>> eine Prognose über den Zeitraum wage, noch über die Richtung, in
>>> die es kippt.
>>>
>>> Nur: Das ist ein zweites, vollkommen unabhängiges Problem.
>
>> Das ist absolut nicht unabhängig. Ob da ein Herr Trump oder
>> Erdogan oder Orban oder ein Herr Musk oder Zuckerberg die Vorgaben
>> macht, macht im Prinzip keinen Unterschied.
>
> Doch, das macht sogar einen sehr großen Unterschied, auch hier
> wieder vor allem durch die personelle Trennung. Gerade bei Trump war
> das ja sehr schön zu beobachten - als Alleineigentümer von Twitter
> hätte (wohl nicht nur) ich ihn nur sehr ungern gesehen.

Du wirst in seiner nächsten Amtszeit sehen, was er da machen kann, ohne
41e9 US$ dafür zu zahlen.

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#551921

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-04-16 19:43 +0000
Message-ID<1t625b1be7i137a9n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#551891
On Sat, 16 Apr 2022 16:58:46 Michael Bode wrote:
> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes:
>> On Sat, 16 Apr 2022 13:45:47 Michael Bode wrote:
>>> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes:
>>>> Das wird uns vermutlich ohnehin alles noch irgendwann auf
>>>> irgendeine Art und Weise um die Ohren fliegen - wobei ich weder
>>>> eine Prognose über den Zeitraum wage, noch über die Richtung,
>>>> in die es kippt.

>>>> Nur: Das ist ein zweites, vollkommen unabhängiges Problem.

>>> Das ist absolut nicht unabhängig. Ob da ein Herr Trump oder
>>> Erdogan oder Orban oder ein Herr Musk oder Zuckerberg die
>>> Vorgaben macht, macht im Prinzip keinen Unterschied.

>> Doch, das macht sogar einen sehr großen Unterschied, auch hier
>> wieder vor allem durch die personelle Trennung. Gerade bei Trump
>> war das ja sehr schön zu beobachten - als Alleineigentümer von
>> Twitter hätte (wohl nicht nur) ich ihn nur sehr ungern gesehen.

> Du wirst in seiner nächsten Amtszeit sehen, was er da machen kann,
> ohne 41e9 US$ dafür zu zahlen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass das zutrifft ist leider deutlich größer
als Null, ja. Wobei ich mir gerade nicht ganz sicher bin, ob Trump
oder sein allfälliger, derzeit noch nicht bekannter,
republikanischer Nachfolger das größere Problem wäre.

Ist aber schon wieder ein anderes, unabhängiges Problem, wiewohl ein
ziemlich großes.

Servus,
   Stefan

-- 
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Stefan - Für kleine Genießer: Schmusen damit es haust!
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#551867

FromDietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de>
Date2022-04-16 11:13 +0200
Message-ID<20220416111314.124b24e5.dietz-usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#551859
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) wrote:

> On Fri, 15 Apr 2022 21:55:49 Stephan Bumberger wrote:
> > Am 15.04.2022 um 20:04 schrieb Stefan Froehlich:  
> >> On Fri, 15 Apr 2022 18:20:20 Stephan Bumberger wrote:  
> >>> Unsere linkslastige Presse heult schon.
> >>> Dabei hat die SZ [...]  
> 
> >> Die SZ ist *was* bitte? Diese zutiefst bürgerliche Blatt
> >> "linkslastig" zu nennen ist eher putzig.   
> 
> > Es ist die SPD Hauspostille mit grünem Anstrich, die SPD gilt bei
> > mir dem linken Spektrum zugehörig. Da sortieren sie sich selber
> > auch hin.  
> 
> Ich bin ja in der deutschen Innenpolitik nur mäßig firm,

Es gibt den Narrativ der selber ernannten Mittelschicht, dass es seit
2000 einen "Linksruck" in .de gegeben habe.

Vorgebliche Belege dafür: Homosexuellenehe udgl.

> aber als
> sonderlich links ist die SPD bei mir schon seit Anfang der 2000er
> nicht mehr angekommen, Maßstäbe der Zeit davor vorausgesetzt.

Und wenn man jetzt die Höhe des Spitzensteuersatzes unter Kohl
anbringen würde. Und erwähnt, wer die GKVen und den Sozialstaat final
geschliffen hat ...

Aber klar, alles Linke.

-- 
Wenn im Mai die Sonne lacht, hat's die CDU gemacht,
gibt's im Winter Eis und Schnee, war's die böse SPD!

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#551877

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2022-04-16 15:46 +0200
Message-ID<t3ehb3$fd0$1@dont-email.me>
In reply to#551859
Am 16.04.2022 um 09:35 schrieb Stefan Froehlich:
> On Fri, 15 Apr 2022 21:55:49 Stephan Bumberger wrote:
>> Twitter lebt von den Nutzern, die füttern es mit Inhalten. Inhalte
>> aus allen Spektren von ganz links bis ganz rechts, Katzenfotos,
>> einfach alles. Jede Bubble kann fein unter sich bleiben oder sich
>> austauschen, ganz wie es beliebt.
> 
> Und ein Alleineigentümer legt die Regeln fest, unter denen sie das
> tun können. Da gibt es - ganz bestimmt - gar keine Möglichkeit,
> Politisierung zu fördern, zu verhindern oder ggf. auch zu lenken,
> gell?

Schwer. Denn letztlich versucht jede Partei eine Politisierung in eine 
ihr genehme Richtung zu lenken. Seit Jahrzehnten; allerdings mit immer 
mehr abnehmendem Erfolg.

Natürlich könnte auch Musk versuchen, bestimmte Themen zu unterdrücken 
oder gleich ganz einzuschränken. Die Frage ist allerdings, ob das der 
Plattform gut tun und nicht zu einer Nutzerabwanderung führen würde. 
Diese Nutzerabwanderung wiederum würde zu einem Relevanzverlust führen. 
Ob Musk das in Kauf nimmt? - Twitter zu besitzen wäre für ihn auch eine 
Trophy. Würde er die Trophy mit einem Relevanzverlust entwerten wollen?

>> Twitter und Usenet sind in gar nichts zu vergleichen. Außer bald
>> in einem: Es wird keine inhaltlichen cancels mehr geben. Das
>> klappt jetzt im Usenet seit 30 Jahren ganz gut, das wird auch bei
>> Titter klappen.  Ohne "w".
> 
> Du beliebst zu träumen. Ohne inhaltliche Cancels wäre Twitter (so
> wie jedes andere Medium) binnen kürzester Zeit mausetot - ausser
> natürlich, man kann die medienrechtlichen Bestimmungen wirksam auf
> die eigentlichen Autoren (d.h. die Poster) anwenden. Das erscheint
> mir aber noch um einiges unwahrscheinlicher.

US-Recht. Da sind die Grenzen vergleichsweise sehr weit.

-- 
"Denn spricht nicht der Geist des Herrn oft auch im Gestammel der Irren?"
                                          --Stephan Heym

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#551882

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2022-04-16 16:08 +0200
Message-ID<jc00v3FlbunU3@mid.individual.net>
In reply to#551877
Lars Gebauer <lgebauer@live.de> writes:


>> Du beliebst zu träumen. Ohne inhaltliche Cancels wäre Twitter (so wie
>> jedes andere Medium) binnen kürzester Zeit mausetot - ausser
>> natürlich, man kann die medienrechtlichen Bestimmungen wirksam auf
>> die eigentlichen Autoren (d.h. die Poster) anwenden. Das erscheint
>> mir aber noch um einiges unwahrscheinlicher.
>
> US-Recht. Da sind die Grenzen vergleichsweise sehr weit.

Ich hätte ja jetzt gesagt: wenn er Twitter nur noch in USA betreiben
will. Ansonsten gilt das Recht jedes Landes, in dem er Umsatz generieren
will. Aber hat Twitter mittlerweile ein Geschäftsmodell? Und Umsatz?

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#551885

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2022-04-16 16:20 +0200
Message-ID<t3ejas$s7m$1@dont-email.me>
In reply to#551882
Am 16.04.2022 um 16:08 schrieb Michael Bode:
> Lars Gebauer <lgebauer@live.de> writes:
>>> Du beliebst zu träumen. Ohne inhaltliche Cancels wäre Twitter (so wie
>>> jedes andere Medium) binnen kürzester Zeit mausetot - ausser
>>> natürlich, man kann die medienrechtlichen Bestimmungen wirksam auf
>>> die eigentlichen Autoren (d.h. die Poster) anwenden. Das erscheint
>>> mir aber noch um einiges unwahrscheinlicher.
>>
>> US-Recht. Da sind die Grenzen vergleichsweise sehr weit.
> 
> Ich hätte ja jetzt gesagt: wenn er Twitter nur noch in USA betreiben
> will. Ansonsten gilt das Recht jedes Landes,

Dieses Recht gilt immer nur dann, wenn es auch durchgesetzt werden kann.

> in dem er Umsatz generieren
> will. Aber hat Twitter mittlerweile ein Geschäftsmodell? Und Umsatz?

https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/quartalszahlen-twitter-steigert-umsatz-deutlich-nutzerzuwachs-hinter-erwartungen/27741300.html
-- 
"Denn spricht nicht der Geist des Herrn oft auch im Gestammel der Irren?"
                                          --Stephan Heym

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#551887

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2022-04-16 16:37 +0200
Message-ID<jc02lkFlbunU4@mid.individual.net>
In reply to#551885
Lars Gebauer <lgebauer@live.de> writes:

> Am 16.04.2022 um 16:08 schrieb Michael Bode:
>> Lars Gebauer <lgebauer@live.de> writes:
>>>> Du beliebst zu träumen. Ohne inhaltliche Cancels wäre Twitter (so wie
>>>> jedes andere Medium) binnen kürzester Zeit mausetot - ausser
>>>> natürlich, man kann die medienrechtlichen Bestimmungen wirksam auf
>>>> die eigentlichen Autoren (d.h. die Poster) anwenden. Das erscheint
>>>> mir aber noch um einiges unwahrscheinlicher.
>>>
>>> US-Recht. Da sind die Grenzen vergleichsweise sehr weit.
>>
>> Ich hätte ja jetzt gesagt: wenn er Twitter nur noch in USA betreiben
>> will. Ansonsten gilt das Recht jedes Landes,
>
> Dieses Recht gilt immer nur dann, wenn es auch durchgesetzt werden
> kann.

Das kann es immer dann, wenn man den Anbieter wirtschaftlich an den
Eiern packen kann. 

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#552012

FromStephan Bumberger <bumberger@gmail.com>
Date2022-04-17 16:16 +0200
Message-ID<t3h7fh$119cu$2@tota-refugium.de>
In reply to#551859
Am 16.04.2022 um 09:35 schrieb Stefan Froehlich:
> On Fri, 15 Apr 2022 21:55:49 Stephan Bumberger wrote:
>> Am 15.04.2022 um 20:04 schrieb Stefan Froehlich:
>>> On Fri, 15 Apr 2022 18:20:20 Stephan Bumberger wrote:
>>>> Unsere linkslastige Presse heult schon.
>>>> Dabei hat die SZ [...]
> 
>>> Die SZ ist *was* bitte? Diese zutiefst bürgerliche Blatt
>>> "linkslastig" zu nennen ist eher putzig.
> 
>> Es ist die SPD Hauspostille mit grünem Anstrich, die SPD gilt bei
>> mir dem linken Spektrum zugehörig. Da sortieren sie sich selber
>> auch hin.
> 
> Ich bin ja in der deutschen Innenpolitik nur mäßig firm, aber als
> sonderlich links ist die SPD bei mir schon seit Anfang der 2000er
> nicht mehr angekommen, Maßstäbe der Zeit davor vorausgesetzt.

Es geht nicht um die wohlfeile Frage, welche Partei ist noch linker als 
die andere. Es geht nicht darum, dass die Linke der SPD das Recht 
abspricht, sich noch links nennen zu dürfen und es geht auch nicht 
darum, ob eigentlich die Linkspartei noch wirklich links ist. Das 
interessiert mich alles nicht. Auch nicht, ob nun die Grünen echte linke 
sind oder nicht.

https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/17796/linksparteien/

"Linksparteien
Aus der französischen Interner Link:Nationalversammlung (1789) 
übernommene Sitzanordnung, wonach (aus der Sicht des 
Parlamentspräsidenten) rechts die Regierungsparteien und links die 
Oppositionsparteien platziert wurden. Unterschieden werden: a) extrem 
linke kommunistische und sozialistische Interner Link:Parteien, b) 
reformerisch-sozialdemokratische Parteien, c) linksliberale und 
sozialliberale Strömungen. In DEU werden allgemein folgende Parteien als 
links bezeichnet: Interner Link:Sozialdemokratische Partei Deutschlands 
(SPD), Interner Link:Bündnis 90/Die Grünen, Interner Link:DIE LINKE, 
Interner Link:Deutsche Kommunistische Partei (DKP).

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. 
u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für 
politische Bildung."

Case closed.

Und jetzt gehe ich wirklich in die Sonne.

-- 
Stephan
🗽

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