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| Started by | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
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| First post | 2022-01-26 11:14 +0100 |
| Last post | 2022-01-27 17:57 +0100 |
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Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-01-26 11:14 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2022-01-26 13:14 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-01-26 13:37 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-26 19:40 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-01-26 10:51 -0800
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-26 20:41 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-01-26 12:12 -0800
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-26 21:39 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2022-01-27 09:10 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-01-27 00:42 -0800
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-01-27 16:13 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-01-26 20:27 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-26 20:50 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-26 20:39 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-01-26 12:04 -0800
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-26 21:42 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-01-26 21:42 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-26 22:00 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-26 22:22 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2022-01-26 13:48 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-01-26 14:46 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2022-01-26 15:50 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-27 11:12 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-01-27 02:25 -0800
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-27 11:48 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-29 18:56 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-01-27 15:06 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2022-01-27 15:11 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2022-01-28 14:35 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2022-01-28 15:10 +0000
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2022-01-27 20:15 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-01-27 11:43 -0800
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-01-27 21:04 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2022-01-27 17:57 +0100
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-26 14:46 +0100 |
| Message-ID | <ssrj5j$g3i$1@dont-email.me> |
| In reply to | #540646 |
Am 26.01.2022 um 13:48 schrieb Frank Hucklenbroich: > Was das Wissen um KZs und so weiter angeht - das kam wohl auch sehr auf die > Lebensumstände an, also auch wo man lebte. Auf alle Fälle, siehe meine Großeltern. Die können gar nichts groß gewußt haben. Gerüchte, Gerede - mag sein. Aber nichts, was sich konkret hätte fassen lassen. > Die Schwester meiner Großmutter > lebte in Berchtesgaden und war dort mit einem Einheimischen verheiratet > (der für die Reichsbahn arbeitete und deshalb auch nicht Soldat werden > musste). Berchtesgaden war damals Machtzentrum der Nazis, Hitler hielt sich > dort oft auf, und viele Leute standen hinter den Nazis. Und ich bezweifle, daß man gerade in Berchtesgarden etwas von konkreten Verbrechen hätte mitbekommen müssen. Das war doch eher eine "heile Welt". > Meine Großtante > erzähle von einem Nachbarn, der einen Witz über Hitler weitererzählt hatte > und dafür ins KZ kam. Der wurde nach ein paar Monaten wieder freigelassen, > hat von der Zeit nicht viel erzählt, außer, daß sie dort regelmäßig > geschlagen wurden. Also, daß es sowas gab wussten die Leute dort jedenfalls > schon. Das ist dann der nächste Punkt: Trotz allen Nichtwissens wußten viele daß es Dinge gab, in die man seine Nase besser nicht allzu tief hineinsteckte. Was sie dann auch folgsam unterließen, insofern gar nicht wissen wollten. Zumal auch dieses "Wissen" eher auf Gerüchten und Gerede und eher selten auf glaubhaften Erzählungen beruhte. Schon daß jemand über seine Zeit im KZ sprach, war eher die Ausnahme, als die Regel. Denen wurde nämlich bei ihrer Entlassung klar gemacht, daß sie über diese Zeit besser die Klappe hielten. > Von der industriellen Vernichtung und den Gaskammern aber eher > nicht. Das fand ja auch "im Osten" statt. Nicht irgendwo vor der Haustür. Was anderes war es mit den Deportationen: Die fanden praktisch "vor der Haustür" statt. Zumindest in den Städten, in denen eine gewisse Anzahl Juden lebten, was ja auch nicht überall der Fall war. Aber es wurde hingenommen, daß diese Leute "umgesiedelt" wurden. Ohne sich darüber Gedanken zu machen, was das eigentlich konkret bedeutete. -- هرگز گربه خود را مجبور به معاشرت با انسانها، سگها یا سایر گربهها نکنید
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| From | Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2022-01-26 15:50 +0100 |
| Message-ID | <1k4pssvwov0ea.naso7jhsz6qh.dlg@40tude.net> |
| In reply to | #540646 |
Am 26 Jan 2022 14:10:42 GMT schrieb Stefan Froehlich:
> On Wed, 26 Jan 2022 13:48:29 Frank Hucklenbroich wrote:
>> Was das Wissen um KZs und so weiter angeht - das kam wohl auch
>> sehr auf die Lebensumstände an, also auch wo man lebte.
>
> Nicht zuletzt aber auch darauf, was man eigentlich wissen wollte.
> Eine erhebliche Anzahl von Deutschen (im weiteren Sinn) hat durch
> Vertreibung, Zwangsarbeit und Vernichtung profitiert - die Elite in
> Bausch und Bogen durch arisierte Unternehmen, die breite Masse z.B.
> in Form von günstigen Wohnungen oder günstigen
> Einrichtungsgegenständen.
>
> Man konnte das dankbar annehmen (so toll waren die Zeiten ja nun
> nicht gerade) und lieber nicht weiter nachfragen, oder man konnte
> sich Gedanken machen und Schlussfolgerungen ziehen.
Letzteres war nicht ungefährlich, also hat man es wohl eher für sich
behalten.
>> [...] daß es sowas gab wussten die Leute dort jedenfalls schon.
>> Von der industriellen Vernichtung und den Gaskammern aber eher
>> nicht.
>
> Sicherlich nicht en detail, aber hat sich gar niemand den Kopf
> zerbrochen, wo die politischen Gegener, die jüdischen Nachbarn, die
> Zigeuner und die geistig Behinderten auf einmal abgeblieben waren?
Zumindest die geistig Behinderten hat man ja lange vorher schon in Heimen
untergebracht. Und als die getötet wurden ("Aktion T4"), erzählte man den
Angehörigen, die wären an Krankheiten gestorben. Das werden viele auch
erstmal geglaubt haben. Allerdings ist diese Aktion dann auch bald wieder
abgebrochen worden, weil die katholische Kirche sich öffentlich recht
deutlich dagegen ausgesprochen hat, und die Nazis Angst hatten, den
Rückhalt bei den Katholiken zu verlieren.
Eine der wenigen Aktionen, bei denen sich die Kirche gegen die Nazis
gestellt hat:
https://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_T4#Abbruch_der_Aktion
Und spätestens mit Ausbruch des Krieges hatten die Leute auch andere,
persönliche Sorgen, da ging das Verschwinden von Nachbarn vermutlich recht
geräuschlos über die Bühne, weil ja viele Menschen aus unterschiedlichsten
Gründen ihren Wohnort wechselten, spätestens mit Beginn der Alliierten
Bombenangriffe. Die Familie meines Großvaters hat, nachdem sie in Köln
ausgebombt wurden, auch eine Zeitland in Linde (Bergisches Land) in einer
Baracke im Wald gelebt, wo sie vor den Bomberströmen halbwegs sicher waren.
Spätestens da konnte zumindest n den Großstädten eh kaum noch jemand
nachvollziehen, ob Nachbarn jetzt deportiert wurden oder sich freiwillig
aufs Land abgesetzt hatten.
Und ja, so genau wollte das wohl auch keiner wissen.
Grüße,
Frank
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| From | Peter Veith <veith@snafu.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-27 11:12 +0100 |
| Message-ID | <sstr6u$nqc$1@dont-email.me> |
| In reply to | #540655 |
Am 27.01.2022 um 00:25 schrieb Martin Gerdes: > Sich in einer totalitären Diktatur (und das III. Reich war zweifelsohne > eine) gegen die herrschende Klasse zu stellen, War schon eine merkwürdige "Diktatur", eine "totalitäre" noch dazu: Alle Untersuchungen kamen letztlich zu dem Ergebnis, daß sich das faschistische Regime in Deutschland auf eine breite _Mehrheit_ der Bevölkerung stützen konnte. Auch wenn man die Juden, Kommunisten und deutschen KZ-Insassen in die Basis einbezieht. Die Zustimmung zum Regime dürfte vor dem Krieg bei mindestens 70% gelegen haben und bröckelte erst mit Zunahme der Verluste und der persönlichen Einschränkungen. Die Nazis hatten aus dem 1. Weltkrieg und der Novemberrevolution gelernt und solange die staatlichen Strukturen noch vorhanden waren, wurde die Versorgung der Deutschen mit Nahrung und Heizmaterial sichergestellt. Es wäre naiv und verharmlosend anzunehmen, Hitler & Co. hätten gegen eine (wenigstens schweigende) Mehrheit der Deutschen regiert, gefoltert, ermordet und Krieg geführt. > konnte ganz schnell erhebliche persönliche Folgen haben. Kritik _innerhalb_ des Systems (zu dessen Verbesserung) hat selten positive Folgen, bei Kritik _am_ System wird aber jeder Staat eklig. Das Maß der staatlichen Reaktion auf dieser Kritik ist "nur" abhängig von dessen gefühlter und tatsächlicher Bedrohungslage. Veith -- Richtig ist das, was offiziell beschlossen wurde. http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-27 02:25 -0800 |
| Message-ID | <90033fa1-10b8-41cf-ae0c-8a7c70773c24n@googlegroups.com> |
| In reply to | #540738 |
Peter Veith schrieb am Donnerstag, 27. Januar 2022 um 11:12:48 UTC+1: > Am 27.01.2022 um 00:25 schrieb [...] Gerdes: > > > Sich in einer totalitären Diktatur (und das III. Reich war zweifelsohne > > eine) gegen die herrschende Klasse zu stellen, > > War schon eine merkwürdige "Diktatur", Paßt schon. Zweifel an der politischen Richtung und an der Herrschaftskontinuität nach Belieben der Spitze wurden, sofern geäußert, unterdrückt. > eine "totalitäre" noch dazu: Alle > Untersuchungen kamen letztlich zu dem Ergebnis, daß sich das > faschistische Regime in Deutschland auf eine breite _Mehrheit_ der > Bevölkerung stützen konnte. Auch wenn man die Juden, Kommunisten und > deutschen KZ-Insassen in die Basis einbezieht. So mittelbreite Mehrheit, sonst hätte man ja der Ausschaltung der anderen politischen Parteien nicht bedurft. Und war da nicht noch eine Abstimmung mit unterschiedlich groß gestalteten Feldern für Ja/Nein? > Die Zustimmung zum Regime dürfte vor dem Krieg bei mindestens 70% > gelegen haben und bröckelte erst mit Zunahme der Verluste und der > persönlichen Einschränkungen. > > Die Nazis hatten aus dem 1. Weltkrieg und der Novemberrevolution gelernt > und solange die staatlichen Strukturen noch vorhanden waren, wurde die > Versorgung der Deutschen mit Nahrung und Heizmaterial sichergestellt. > > Es wäre naiv und verharmlosend anzunehmen, Hitler & Co. hätten gegen > eine (wenigstens schweigende) Mehrheit der Deutschen regiert, gefoltert, > ermordet und Krieg geführt. Immerhin gelangten anfangs Mißhandlungen in frühen KZ bzw. deren Vorläufern sehr, sehr gelegentlich zur Anklage. Gruß, ULF
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| From | Peter Veith <veith@snafu.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-27 11:48 +0100 |
| Message-ID | <sstt9l$77i$1@dont-email.me> |
| In reply to | #540740 |
Am 27.01.2022 um 11:25 schrieb Ulf Kutzner: > Peter Veith schrieb am Donnerstag, 27. Januar 2022 um 11:12:48 UTC+1: >> Am 27.01.2022 um 00:25 schrieb [...] Gerdes: >>> Sich in einer totalitären Diktatur (und das III. Reich war zweifelsohne >>> eine) gegen die herrschende Klasse zu stellen, >> >> War schon eine merkwürdige "Diktatur", > > Paßt schon. Zweifel an der politischen Richtung und an der Herrschaftskontinuität > nach Belieben der Spitze wurden, sofern geäußert, unterdrückt. Paßt schon. Im Zweifel wird die Definition einer Diktatur dem jeweiligen Bedarf angepaßt. >> eine "totalitäre" noch dazu: Alle >> Untersuchungen kamen letztlich zu dem Ergebnis, daß sich das >> faschistische Regime in Deutschland auf eine breite _Mehrheit_ der >> Bevölkerung stützen konnte. Auch wenn man die Juden, Kommunisten und >> deutschen KZ-Insassen in die Basis einbezieht. > > So mittelbreite Mehrheit, sonst hätte man ja der Ausschaltung der anderen > politischen Parteien nicht bedurft. Es ging um Ausschaltung / Gleichschaltung der _Organisationen_ mittels derer ggf. Widerstand und Aufruf zum selbigen möglich und sinnvoll gewesen wäre. So hockte jeder für sich allein zu Hause ... mmmhhh. > Und war da nicht noch eine Abstimmung mit unterschiedlich groß gestalteten > Feldern für Ja/Nein? Ach was, getrickst wird immer. Die Zustimmungen allein bei den Volksabstimmungen waren überwältigend, da kam mMn noch nicht einmal die Nationale Front auch nur in die Nähe. Auch bei nachträglicher, akademischer Herausrechnung von ertricksten Stimmen und nicht zugelassenen Personengruppen. >> Es wäre naiv und verharmlosend anzunehmen, Hitler & Co. hätten gegen >> eine (wenigstens schweigende) Mehrheit der Deutschen regiert, gefoltert, >> ermordet und Krieg geführt. > > Immerhin gelangten anfangs Mißhandlungen in frühen KZ bzw. deren > Vorläufern sehr, sehr gelegentlich zur Anklage. Das weiß ich jetzt nicht. Aber ich hatte mal eine Geschichte lesen: Da wurde so 1935 ein Antifaschist vor seine (preußischen) Richter gezerrt. Auf die Frage, warum er so verletzt sei und alles voll blute, gab er den GESTAPO-Folterkeller als Grund an. Die Richter waren entsetzt: Folter?! Daraufhin wurde die Verhandlung um ein paar Tage ausgesetzt, damit der Angeklagte sich erholen konnte, dann wurde er nach (Nazi-) Recht und Gesetz verurteilt. Veith -- Die Vergangenheit ist ein Prolog http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
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| From | Peter Veith <veith@snafu.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-29 18:56 +0100 |
| Message-ID | <st3v4t$bk4$1@dont-email.me> |
| In reply to | #540744 |
Am 29.01.2022 um 18:17 schrieb Martin Gerdes: >> Daraufhin wurde die Verhandlung um ein paar Tage >> ausgesetzt, damit der Angeklagte sich erholen konnte, dann wurde er nach >> (Nazi-) Recht und Gesetz verurteilt. > > Na das war dann aber nach Recht und Gesetz. Exakt, das ist der "Punkt". Veith -- Die Vergangenheit ist ein Prolog http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
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| From | Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-27 15:06 +0100 |
| Message-ID | <20220127150636.7b235a65.dietz-usenet@rotfl.franken.de> |
| In reply to | #540738 |
Peter Veith <veith@snafu.de> wrote: > Am 27.01.2022 um 00:25 schrieb Martin Gerdes: > > > Sich in einer totalitären Diktatur (und das III. Reich war > > zweifelsohne eine) gegen die herrschende Klasse zu stellen, > > War schon eine merkwürdige "Diktatur", eine "totalitäre" noch dazu: > Alle Untersuchungen kamen letztlich zu dem Ergebnis, daß sich das > faschistische Regime in Deutschland auf eine breite _Mehrheit_ der > Bevölkerung stützen konnte. Auch wenn man die Juden, Kommunisten und > deutschen KZ-Insassen in die Basis einbezieht. "Damals, als der Adolf noch Unser Führer war konnte man die Türen unverschlossen lassen und die Jungfrauen zum Dorftanz." (So als kurze Zusammenfassung. Ersetze "Adolf" und "Führer" passend, dann geht das für jedes entsprechende Regime.)
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2022-01-27 15:11 +0100 |
| Message-ID | <ssu95r$8l7c$2@solani.org> |
| In reply to | #540777 |
Am 27.01.22 um 15:06 schrieb Dietz Proepper: > passend, > dann geht das für jedes entsprechende Regime.) > "Und unsere Frauen können abends rausgehen, seit die Römer aufgeräumt haben!" -- Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...
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| From | Hartmut Ott <hottm@arcor.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-28 14:35 +0100 |
| Message-ID | <j5ic6iFuad0U5@mid.individual.net> |
| In reply to | #540780 |
Hej, Am 27.01.22 um 15:11 schrieb Dr. Joachim Neudert: > Am 27.01.22 um 15:06 schrieb Dietz Proepper: >> passend, >> dann geht das für jedes entsprechende Regime.) >> > > "Und unsere Frauen können abends rausgehen, seit die Römer aufgeräumt > haben!" Wenn das auf die alten Römer gemünzt ist - die hatten bei ihren Haustüren dicke Riegel die in die Wände eingesetzt wurden sowie ein Loch im Boden um zusätzlich ein dickes Stück Balken noch schräg gegen das innere der Haustür zu stellen, damit keiner rein kam. -- -- mfg Hartmut Ott
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| From | Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2022-01-28 15:10 +0000 |
| Message-ID | <st110n$aj35$1@solani.org> |
| In reply to | #540935 |
Hartmut Ott <hottm@arcor.de> wrote: > Hej, > > Am 27.01.22 um 15:11 schrieb Dr. Joachim Neudert: >> Am 27.01.22 um 15:06 schrieb Dietz Proepper: >>> passend, >>> dann geht das für jedes entsprechende Regime.) >>> >> >> "Und unsere Frauen können abends rausgehen, seit die Römer aufgeräumt >> haben!" > > > Wenn das auf die alten Römer gemünzt ist - die hatten bei ihren > Haustüren dicke Riegel die in die Wände eingesetzt wurden sowie ein Loch > im Boden um zusätzlich ein dickes Stück Balken noch schräg gegen das > innere der Haustür zu stellen, damit keiner rein kam. > > Das ist aus Monthy Python: Was haben die Römer je für uns getan? https://youtu.be/FrMFE_RZJ2s -- please forgive my iPhone typos
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| From | Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2022-01-27 20:15 +0100 |
| Message-ID | <1pu1tf3rgvx1l$.1phek2ou3ypfi.dlg@40tude.net> |
| In reply to | #540777 |
Am Thu, 27 Jan 2022 15:06:36 +0100 schrieb Dietz Proepper: > Peter Veith <veith@snafu.de> wrote: > >> Am 27.01.2022 um 00:25 schrieb Martin Gerdes: >> >>> Sich in einer totalitären Diktatur (und das III. Reich war >>> zweifelsohne eine) gegen die herrschende Klasse zu stellen, >> >> War schon eine merkwürdige "Diktatur", eine "totalitäre" noch dazu: >> Alle Untersuchungen kamen letztlich zu dem Ergebnis, daß sich das >> faschistische Regime in Deutschland auf eine breite _Mehrheit_ der >> Bevölkerung stützen konnte. Auch wenn man die Juden, Kommunisten und >> deutschen KZ-Insassen in die Basis einbezieht. > > "Damals, als der Adolf noch Unser Führer war konnte man die Türen > unverschlossen lassen und die Jungfrauen zum Dorftanz." > > (So als kurze Zusammenfassung. Ersetze "Adolf" und "Führer" passend, > dann geht das für jedes entsprechende Regime.) Selbiges hörte ich von meinem Tennislehrer, der in seiner aktiven Zeit als Westdeutscher Turniere in Moskau gespielt hatte. Also, über Moskau in den 70ern. Der hatte übrigens auch die Nazi-Zeit noch als Jugendlicher miterlebt, und stand dieser als katholischer Pfadfinder sehr kritisch gegenüber (der sollte irgendwann in die HJ überlaufen, das hat er strikt abgelehnt). Grüße, Frank
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-27 11:43 -0800 |
| Message-ID | <a16677c5-fd24-4412-943c-5932f32abc0fn@googlegroups.com> |
| In reply to | #540822 |
Frank Hucklenbroich schrieb am Donnerstag, 27. Januar 2022 um 20:14:27 UTC+1: > Am Thu, 27 Jan 2022 15:06:36 +0100 schrieb Dietz Proepper: > > "Damals, als der Adolf noch Unser Führer war konnte man die Türen > > unverschlossen lassen und die Jungfrauen zum Dorftanz." > > > > (So als kurze Zusammenfassung. Ersetze "Adolf" und "Führer" passend, > > dann geht das für jedes entsprechende Regime.) > Selbiges hörte ich von meinem Tennislehrer, der in seiner aktiven Zeit als > Westdeutscher Turniere in Moskau gespielt hatte. Also, über Moskau in den > 70ern. Nun, es gab zum einen recht strenge Regeln, wer in Moskau leben durfte, was gelegentlich sogar zu Scheinehen führte, zum anderen mußten Diebe, die Westler bestohlen hatten, nicht nur mit Scherereien mit dem KGB, sondern auch mit Verfolgung wegen Devisenvergehen rechnen. Das wollte man nicht, noch nicht einmal als Halunke.
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| From | Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-27 21:04 +0100 |
| Message-ID | <20220127210415.6baa751e.dietz-usenet@rotfl.franken.de> |
| In reply to | #540822 |
Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> wrote: > Am Thu, 27 Jan 2022 15:06:36 +0100 schrieb Dietz Proepper: > > > Peter Veith <veith@snafu.de> wrote: > > > >> Am 27.01.2022 um 00:25 schrieb Martin Gerdes: > >> > >>> Sich in einer totalitären Diktatur (und das III. Reich war > >>> zweifelsohne eine) gegen die herrschende Klasse zu stellen, > >> > >> War schon eine merkwürdige "Diktatur", eine "totalitäre" noch dazu: > >> Alle Untersuchungen kamen letztlich zu dem Ergebnis, daß sich das > >> faschistische Regime in Deutschland auf eine breite _Mehrheit_ der > >> Bevölkerung stützen konnte. Auch wenn man die Juden, Kommunisten > >> und deutschen KZ-Insassen in die Basis einbezieht. > > > > "Damals, als der Adolf noch Unser Führer war konnte man die Türen > > unverschlossen lassen und die Jungfrauen zum Dorftanz." > > > > (So als kurze Zusammenfassung. Ersetze "Adolf" und "Führer" passend, > > dann geht das für jedes entsprechende Regime.) > > Selbiges hörte ich von meinem Tennislehrer, der in seiner aktiven > Zeit als Westdeutscher Turniere in Moskau gespielt hatte. Naja, und für 95%+ der Bevölkerung ist das ja auch kein Problem. Zumindest solange nicht der Schnaps, der Schweinehals für 2,99/kg oder die Kartoffeln ausgehen oder der GRÖFAZ einen Rumps-Bumps-Krieg vom Zaun bricht und man dann Waldhörner (Modell Meier) aufstellen muss ...
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| From | Hartmut Ott <hottm@arcor.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-27 17:57 +0100 |
| Message-ID | <j5g39aFh1ceU5@mid.individual.net> |
| In reply to | #540738 |
Hej, Am 27.01.22 um 11:12 schrieb Peter Veith: > Die Nazis hatten aus dem 1. Weltkrieg und der Novemberrevolution gelernt > und solange die staatlichen Strukturen noch vorhanden waren, wurde die > Versorgung der Deutschen mit Nahrung und Heizmaterial sichergestellt. Arte Doku: Die Nazis, die Arbeit und das Geld. -- -- mfg Hartmut Ott
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