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| Started by | Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> |
|---|---|
| First post | 2022-01-25 21:27 +0000 |
| Last post | 2022-01-26 18:18 +0000 |
| Articles | 20 on this page of 83 — 18 participants |
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Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2022-01-25 21:27 +0000
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2022-01-25 18:51 -0800
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2022-01-26 08:45 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2022-01-26 20:12 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-01-28 12:04 +0000
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2022-01-28 13:43 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-01-29 11:12 +0000
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-01-29 16:22 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2022-01-29 19:10 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2022-01-27 17:16 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-27 17:39 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-01-27 09:21 -0800
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2022-01-29 07:33 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-29 07:43 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2022-01-29 09:17 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-01-29 16:22 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-29 17:24 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2022-01-27 15:00 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-27 18:56 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2022-01-28 14:29 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-29 07:38 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-01-29 08:03 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-29 08:22 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-01-29 08:17 +0000
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Gerald Gruner <gerald314@yahoo.de> - 2022-01-29 16:09 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-29 17:40 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-01-29 16:22 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-01-29 19:00 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-29 19:27 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-01-29 19:39 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-01-30 15:47 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-01-30 07:22 -0800
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2022-01-31 13:54 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-01-31 15:48 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-02-01 14:42 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-02-02 17:56 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2022-02-03 15:18 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2022-01-25 18:54 -0800
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-01-25 22:48 -0800
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2022-01-26 08:50 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-01-26 09:15 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2022-01-26 09:27 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-01-26 00:59 -0800
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2022-01-26 15:03 +0000
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2022-01-26 12:56 -0500
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-01-28 12:14 +0000
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Johannes Leckebusch <jlnospam@johannes-leckebusch.de> - 2022-01-28 13:37 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-01-28 15:41 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Johannes Leckebusch <jlnospam@johannes-leckebusch.de> - 2022-01-28 17:20 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-01-28 18:37 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-01-28 17:42 +0000
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-01-28 19:30 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-01-28 19:57 +0000
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-01-28 22:52 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Johannes Leckebusch <jlnospam@johannes-leckebusch.de> - 2022-01-28 21:09 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-01-28 22:52 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2022-01-29 07:29 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-01-29 16:22 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2022-01-27 10:56 -0800
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2022-01-28 06:40 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-28 01:49 -0800
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-01-28 11:58 +0000
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-28 04:20 -0800
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-01-28 13:34 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-01-28 15:41 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-01-29 07:56 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-01-29 10:02 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-01-29 16:22 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-01-29 08:08 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Gerald Gruner <gerald314@yahoo.de> - 2022-01-29 16:57 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2022-01-28 13:56 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-01-29 08:47 +0000
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2022-01-28 05:04 -0800
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2022-01-28 14:52 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2022-01-28 15:26 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-01-28 15:41 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Gerald Gruner <gerald314@yahoo.de> - 2022-01-29 16:57 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-01-26 09:09 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2022-02-02 00:44 -0800
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-01-26 09:29 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2022-01-26 08:59 +0000
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Christian Schumacher <cs.spam@nurfuerspam.de> - 2022-01-26 13:31 +0100
Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein Christian Schumacher <cs.spam@nurfuerspam.de> - 2022-01-26 18:18 +0000
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| From | Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> |
|---|---|
| Date | 2022-01-25 21:27 +0000 |
| Subject | Re: Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein |
| Message-ID | <ssppul$ot$1@dont-email.me> |
On 25/01/2022 20:48, Johannes Leckebusch wrote:
> Als Kind wusste ich nichts von der deutschen Geschichte (geboren 1953).
> Irgendwann hörte ich im Radio - wann, weiß ich nicht, vielleicht als ich
> zwischen 6 oder 8 Jahren alt war - etwas darüber, dass die Deutschen so
> schlimme Dinge gemacht hätten. Das brachte mich zum Weinen. Ich verstand
> es nicht und wusste auch nicht, worum es ging.
>
Ich bin die Generation eins weiter (1965) und wusste erst mal nur: da
war Krieg (Ein Onkel KIA, einer schwer verwundet, Opa hatte noch an
Verletzungsfolgen zu leiden). Anfang der 80er habe ich dann auch Bücher
über die SS und deren Machenschaften gelesen und selber informiert (IIRC
hatte die Bundeszentrale für politische Bildung da Material).
> In der Schule hörte der Geschichtsunterricht immer vor dem 2. Weltkrieg
> auf, fing dann in der nächsten Stufe wieder mit der Antike an ...
>
Weimarer Republik - Pause - Römische Verträge ...
> Als ich um 1980 herum beim Fernsehen als Filmvorführer arbeitete (und
> natürlich schon ein gewisses Grundwissen über die Geschehnisse hatte,
> auch einmal in einem Urlaub eine Gedenkstätte mit einer Freundin
> besuchte, ich glaube, in Frankreich), bekam ich eines Tages ohne
> "Vorwarnung" einige Filmrollen zur Vorführung für Redakteure (nehme ich
> an). Es handelte sich um solche Dokumentationsaufnahmen (denke, der
> Amerikaner) aus den Konzentrationslagern, die von den Siegermächten
> damals gemacht wurden. War sehr schockiert ...
>
> Später habe ich mich oft gefragt: Was hätte ich getan, wie hätte ich
> gehandelt, wenn ich damals gelebt hätte.
>
Die Frage habe ich gezielt an meine Grosseltern gerichtet. Irgendwie kam
da nie eine klare Antwort. Meist war es "wir haben ein Gut in Pommern
gehabt, da hat man wenig mitbekommen". Irgendwann kam raus, das es bei
mir in der Linie Zigeunerblut (ich sage jetzt nicht Roma und Sinti)
gibt und man selber "den Ball flach halten" wollte.
> Heute oder gestern war ein Beitrag über den Gerichtsprozess gegen die
> heute 96jährige ehemalige Sekretärin im KZ Stutthof. Sie war damals,
> wimre, 17 Jahre alt. Hat sie sich dazu geäußert, was sie damals wußte
> und gedacht hat? Warum sie sich nicht verweigert oder aus ihrer
> Tätigkeit entfernt hat?
> > Mich beschäftigt immer wieder der fehlende Widerstand der Bevölkerung
> gegen das Geschehen - und die Ermordnung derjenigen, die damals
> Widerstand leisteten, aber in einer machtlosen Minderheit waren.
>
Ich vermute das wird immer so sein, wenn man nicht genug Aggression
mitbringt. Ist heute auch nicht viel anders.
> Und die Kirchen? Was haben die damals getan? Ihre Priester geschützt,
> die was anderes zu tun hatten ...
>
Das der Vatikan dem offen war, ist doch bekannt.
> Ja, oft schäme ich mich, ein Deutscher zu sein. Und finde es um so
> tragischer, wie viele kulturell wichtige und bedeutsame "Deutsche"
> Dichter, Filmregisseure, Schauspieler, Musiker ... damals ausgewandert
> sind. Und was an moderner Kultur von den Nazis verpönt wurde. Nicht als
> Vorwurf gegen diese, sondern gegen das Land, das Volk, die Diktatur, die
> sie dazu nötigten, um überleben zu können. Auch wenn es welche gab, die
> hierblieben und sich mehr oder weniger einfügten und scheinbar anpassten
> (Heinz Rühmann).
>
> Warum hat ein kulturell so wichtiges und bedeutendes "Volk" das
> zugelassen, zulassen können?
>
Weil der Mob keine Ahnung von Kultur hat.
> Eine schockierende Erfahrung war es auch, als ich irgendwann erfuhr,
> dass das "Haus der Kunst" in München in der Prinzregentenstraße am
> Südende des Englischen Gartens ein "Nazibau" ist. Ich kannte es seit
> meiner frühen Jungend, weil wir als Künstlerfamilie dort oft
> Ausstellungen besuchten. (Mittlerweile gibt es dort ja im
> Eingangsbereich eine Dokumentation über diese Vergangenheit und bauliche
> Herkunft.) Wissen über die "Ausstellung der entarteten Kunst" und dass
> meine Eltern erst nach dem Krieg in ihren jungen Jahren Bekanntschaft
> mit den Formen von Expressionismus, Impressionismus usw. machen konnten,
> die im Nazideutschland ja verpönt waren ...
>
Willst Du alles abreißen was die Nazis an Gebäuden hingestellt haben?
Man kann drauf hinweisen was es war, aber sonst ist einfach nur
verdrängen. Aus den Augen, aus dem Sinn.
> Und heute ... wieder neuer Rechtsradikalismus, Verachtung und
> Veralberung von Juden und unglaubliche Bezüge auf die
> Judendiskriminierung (Judensterne von Impfgegnern und ähnliche
> Unglaublichkeiten).
>
Ack. Wobei das wieder andere Kontroversen mit sich bringt. Warum man dem
3ten Reich so hinterher hängt, erschließt sich mir auch nicht.
> Mir ist vieles an meinem Land und meiner Heimat, unserer Kultur wichtig
> und wertvoll.
>
Ack.
> Aber nein - niemals werde ich stolz darauf sein können, ein Deutscher zu
> sein.
>
Nun ja, das mit dem Stolz ist so ein Ding. Deutschland ist mehr als die
12 Jahre 33-45. Ich kenne "meine" Geschichte und weiß es einzuordnen.
Ohne Whataboutism, es gibt genug Franzosen, Engländer oder Belgier die
"Stolz auf ihr Land" sind.
*Ich* habe keine Schuld an dem was 20 Jahre vor meiner Geburt passiert
sind. Die "Deutschen" heute, sind mit Sicherheit nicht dass was sie mal
waren - obwohl Tendenzen bei einigen dahingehen.
Ich stehe dazu Deutscher (oder wie ich sage Kölner) zu sein, ich stehe
zu meiner Geschichte, die ich nicht ändern kann. Ob das "Stolz" ist,
überlasse ich der Interpretation meines Gegenübers. Mit Sicherheit
schäme ich mich nicht. Dafür müsste ich etwas getan haben.
--
Cheers,
G.
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| From | Herwig <herwig.huener@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-25 18:51 -0800 |
| Message-ID | <884a7126-1b48-4230-92c2-e4c7e88395cfn@googlegroups.com> |
| In reply to | #540538 |
2022-01-26 03:52:00 +0100
> ...
> Ich wollte, ich hätte darüber auch früher Fragen gestellt.
Wem? Wenn niemand antworten mag?
Mein Vater erzählte immer wieder dieselben wenigen
KriegsErlebnisse - im Laufe der Jahre immer seltener, weil
wir als Familie ja selber "Geschichte" produzierten. Als
ich auf die Idee kam, diese wenigen Erzählungen
aufzuschreiben, war es zu spät. Apoplexie. Die
Erinnerungen waren weg.
Und ich kam auf die Idee, die ZeitDauer dieser erzählten
Ereignisse mal kurz abzuschätzen - und siehe da, es
waren Geschehnisse im ProzentBereich zwischen
1939 und 1945. Was hat mein Vater denn die ganze
Zeit gemacht? LebensAlter zwischen 19 und 25 - alles,
was da passiert, prägt sich doch besonders gut
ein? Die ganze Zeit GammelDienst?
Einmal sagte mein Vater, er habe das Glück gehabt,
nie jemanden selber totschiessen zu müssen. Meine
Mutter erwähnte hingegen einmal, dass es da etwas
gäbe, worüber er nicht sprechen kann und will.
Weiterhin sagte mein Vater, dass sein SelbstBewusstsein
nie besser war als während des Krieges - er hatte den
DienstGrad FeldWebel erreicht. Später, im ZivilLeben,
als ordinärer OberStudienRat, waren SelbstZweifel
deutlich mehr an der TagesOrdnung. Vielleicht, weil die
BefehltKette im Gymnasium weniger übersichtlich ist
als bei der Wehrmacht?
Im BekanntenKreis - etwa bei meinen QuasiSchwiegerEltern -
habe ich in der letzten Zeit immer wieder dahingehend
missioniert, die wesentlichen Dinge in der eigenen
AutoBioGrafie aufzuschreiben. Die Reaktion war bislang,
sage ich einmal, "verhalten". Ein weiterer Onkel meiner
BaLAG hat auf das Ansinnen, etwas aus dieser Zeit
zu erzählen, ärgerlich zurückgewiesen - er will nie mehr
daran denken. Was immer es war.
Dabei mache ich selbst es nicht besser. Mengenmässig ist
von meiner AutoBiographie in dieser NG ein bischen
was zusammengekommen ("Opa erzählt schon wieder
vom Krieg!"), vielleicht noch einige ErzählSplitter
in YT-Kommentaren - das war's. NGs sind für
AutoBiografien nicht das richtige Medium. Ausserdem
artet SchriftStellerei in Arbeit aus, das will ich mir
auch nicht antun.
Und das ganze Thema - die fehlenden oder schwachen
Erinnerungen aus grossdeutscher Zeit - gehen inzwischen
über in die Unfähigkeit, sich an manche Dinge der
eigenen Biographie nicht mehr erinnern zu können.
Das könnte aber ein medizinisches Problem sein.
Als Beispiel von jemanden, der sich mehr erinnert hat
und der es auch aufgeschrieben hat: "InnenAnsichten eines
ArtGenossen" von Hoimar von Ditfurth.
Herwig
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| From | Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2022-01-26 08:45 +0100 |
| Message-ID | <qdajbvvjkvca$.1tjqg87nu7l9x$.dlg@40tude.net> |
| In reply to | #540543 |
Am Tue, 25 Jan 2022 18:51:03 -0800 (PST) schrieb Herwig: > 2022-01-26 03:52:00 +0100 > >> ... > >> Ich wollte, ich hätte darüber auch früher Fragen gestellt. > > Wem? Wenn niemand antworten mag? > > Mein Vater erzählte immer wieder dieselben wenigen > KriegsErlebnisse - im Laufe der Jahre immer seltener, weil > wir als Familie ja selber "Geschichte" produzierten. Als > ich auf die Idee kam, diese wenigen Erzählungen > aufzuschreiben, war es zu spät. Apoplexie. Die > Erinnerungen waren weg. Eine Cousine meines Vaters hat über ihre Erlebnisse in dieser Zeit ein Buch geschrieben, in kleiner Auflage, das wurde im Familienkreis verschenkt. Da schildert sie u.a. in recht drastischen Worten die Bombardierung Düsseldorfs, die brennenden Menschen, die dort in den Rhein gesprungen sind, aber eben auch Alltagserlebnisse aus ihrer Familie. Ich habe das mit großem Interesse gelesen, vielleicht auch, weil ich viele der Leute noch kennengelernt habe, die in dem Buch vorkommen. Grüße, Frank
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| From | Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2022-01-26 20:12 +0100 |
| Message-ID | <k2fj2dgme4kv.j2w7j23b6r3k$.dlg@40tude.net> |
| In reply to | #540543 |
Am 26 Jan 2022 16:19:17 GMT schrieb Stefan Froehlich:
> On Wed, 26 Jan 2022 15:35:09 Hartmut Ott wrote:
>> Am 26.01.22 um 03:51 schrieb Herwig:
>>> Mein Vater erzählte immer wieder dieselben wenigen
>>> KriegsErlebnisse - im Laufe der Jahre immer seltener, weil
>
>> So war es damals eben - und als Kind fragt man dann auch nicht
>> unbedingt nach, wenn man merkt, das nicht mehr erzählt werden soll.
>
> Bei den Löchern im Familien-Lebenslauf kommt einem als Kind ja noch
> nicht einmal in den Sinn, dass es da etwas zu fragen gäbe.
Ein Kind kennt den genauen Lebenslauf der Eltern doch oft gar nicht, und
hat auch gar nicht das Zeitgefühl, um das einordnen zu können.
>> Das bisschen, das ich mitbekam, war von meinem Vater: Freiwilliger
>> bei der Waffen SS, weil "Es gab da mehr Geld" und Die Uniform sah
>> besser aus" [...] Er war auf dem Hochzeitbid SS-Rottenführer, also
>> Obergefreiter mit weniger als 6 Dienstjahren, Fernmelder mit dem
>> üblichen Kram, "Gefierfleischorden" Infrantie Sturmabzeichen,
>> Verwundetenabzeichen und EKII.
>
> Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder ging die Motivation über "mehr
> Geld" deutlich hinaus, oder es war genau die Art von Motivation, die
> den Wahnsinn erst ermöglicht hat. Zur Mitgliedschaft in der Partei
> wurde niemand gezwungen, zur Mitgliedschaft in der Waffen-SS schon
> gar niemand.
ACK, ich weiß zum Glück von niemandem in meiner Familie, der sowas gemacht
hat. Außer meinem Opa in Norwegen hat keine eine Uniform getragen, und der
saß im Beiwagen eines Motorrades als Kradschütze und war ein eher kleines
Licht ohne große Ambitionen.
> Meine Begeisterung für diese Menschen hält sich in sehr
> engen Grenzen.
>
> Aber immerhin, Du kanntest wenigstens die Familiengeschichte, und
> sie ist mäßig spektakulär. Wirklich übel ist es z.B. im Fall von
> Jennifer Teege ("Mein Großvater hätte mich erschossen"), die erst
> als Erwachsene entdeckt hat, dass ihr Opa *der* Amon Göth vom KZ
> Krakau war.
Ja, sowas ist schlimm. Aber sie kann ja auch genau gar nichts dafür.
Grüße,
Frank
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| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2022-01-28 12:04 +0000 |
| Message-ID | <5t61f3da61i5cdf5n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #540685 |
On Wed, 26 Jan 2022 20:12:26 Frank Hucklenbroich wrote:
> Am 26 Jan 2022 16:19:17 GMT schrieb Stefan Froehlich:
>> On Wed, 26 Jan 2022 15:35:09 Hartmut Ott wrote:
>>> Am 26.01.22 um 03:51 schrieb Herwig:
>>>> Mein Vater erzählte immer wieder dieselben wenigen
>>>> KriegsErlebnisse - im Laufe der Jahre immer seltener, weil
>>> So war es damals eben - und als Kind fragt man dann auch nicht
>>> unbedingt nach, wenn man merkt, das nicht mehr erzählt werden
>>> soll.
>> Bei den Löchern im Familien-Lebenslauf kommt einem als Kind ja
>> noch nicht einmal in den Sinn, dass es da etwas zu fragen gäbe.
> Ein Kind kennt den genauen Lebenslauf der Eltern doch oft gar
> nicht, und hat auch gar nicht das Zeitgefühl, um das einordnen zu
> können.
Das in Kombination mit dem von mir gesagten. Und offenbar erwacht
bei vielen Menschen (jedenfalls bei mir, aber auch bei gar nicht so
wenigen Bekannten) ein echtes Interesse am Vorleben der Eltern erst,
wenn sie selbst in das vergleichbare Alter kommen, also irgendwo ab
Mitte 20. Davor sind die Eltern vor allem einmal alt und eh da.
>> Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder ging die Motivation über
>> "mehr Geld" deutlich hinaus, oder es war genau die Art von
>> Motivation, die den Wahnsinn erst ermöglicht hat. Zur
>> Mitgliedschaft in der Partei wurde niemand gezwungen, zur
>> Mitgliedschaft in der Waffen-SS schon gar niemand.
> ACK, ich weiß zum Glück von niemandem in meiner Familie, der sowas
> gemacht hat. Außer meinem Opa in Norwegen hat keine eine Uniform
> getragen, und der saß im Beiwagen eines Motorrades als Kradschütze
> und war ein eher kleines Licht ohne große Ambitionen.
Einer meiner Großväter war als Feldkoch in Frankreich und Russland,
so viel ist gesichert. Allen Berichten zufolge ging er dort nicht
freiwillig hin, aber alle, die noch leben, waren damals noch nicht
geboren. Die Geschichte würde zu dem passen, wie ich ihn erlebt
habe. Der andere Großvater konnte gerade noch entkommen.
Rein von der Logik her wäre ich auch niemand anderer, wäre Hitler
persönlich mein Großvater gewesen, aber in der Praxis funktioniert
das halt so nicht:
>> Wirklich übel ist es z.B. im Fall von Jennifer Teege ("Mein
>> Großvater hätte mich erschossen"), die erst als Erwachsene
>> entdeckt hat, dass ihr Opa *der* Amon Göth vom KZ Krakau war.
> Ja, sowas ist schlimm. Aber sie kann ja auch genau gar nichts dafür.
Korrekt, aber trotzdem hat sie eine ziemliche Menge Energie
aufwenden müssen, um darüber hinweg zu kommen - nur für sich selbst,
ganz ohne Vorwürfe von aussen.
Servus,
Stefan
--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
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Stefan. Verschart und dezent!
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| From | Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2022-01-28 13:43 +0100 |
| Message-ID | <2ixilazfxkd2$.z2bjkv0zyco8.dlg@40tude.net> |
| In reply to | #540914 |
Am 28 Jan 2022 12:04:10 GMT schrieb Stefan Froehlich:
> Einer meiner Großväter war als Feldkoch in Frankreich und Russland,
> so viel ist gesichert.
Dann war er der wichtigste Mann in der Kompanie! Wie sagt man so schön:
"Ohne Mampf kein Kampf!". Mit den Feldköchen mussten sich alle gut stehen,
auch die höheren Offiziere, denn mit deren Können sank oder fiel die Moral
der Truppe.
> Allen Berichten zufolge ging er dort nicht
> freiwillig hin, aber alle, die noch leben, waren damals noch nicht
> geboren.
Die wenigsten sind freiwillig in den Krieg gezogen - jedenfalls nicht in
den 2.Weltkrieg. Im 1.Weltkrieg sah das noch ganz anders aus. Aber als der
2.Weltkrieg ausbrach, war der 1.Weltkrieg ja noch nicht so lange her, die
Leute erinnerten sich an das Grauen der Schützengräben und die
Kriegsversehrten waren im Alltag allgegenwärtig. Die Leute wussten also
recht genau, was sie erwartete.
> Die Geschichte würde zu dem passen, wie ich ihn erlebt
> habe. Der andere Großvater konnte gerade noch entkommen.
>
> Rein von der Logik her wäre ich auch niemand anderer, wäre Hitler
> persönlich mein Großvater gewesen, aber in der Praxis funktioniert
> das halt so nicht:
>
>>> Wirklich übel ist es z.B. im Fall von Jennifer Teege ("Mein
>>> Großvater hätte mich erschossen"), die erst als Erwachsene
>>> entdeckt hat, dass ihr Opa *der* Amon Göth vom KZ Krakau war.
>
>> Ja, sowas ist schlimm. Aber sie kann ja auch genau gar nichts dafür.
>
> Korrekt, aber trotzdem hat sie eine ziemliche Menge Energie
> aufwenden müssen, um darüber hinweg zu kommen - nur für sich selbst,
> ganz ohne Vorwürfe von aussen.
Das ist ja auch eine ziemlich krasse Geschichte, wenn man sich das mal
überlegt. Immerhin hat sie ihn nicht persönlich gekannt, das hat es ja auch
oft gegeben, daß der geliebte Großvater sich hinterher als Kriegsverbrecher
entpuppte.
Grüße,
Frank
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| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2022-01-29 11:12 +0000 |
| Message-ID | <1t61f51f9ai84b04n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #540922 |
On Fri, 28 Jan 2022 13:43:56 Frank Hucklenbroich wrote:
> Am 28 Jan 2022 12:04:10 GMT schrieb Stefan Froehlich:
>> Einer meiner Großväter war als Feldkoch in Frankreich und
>> Russland, so viel ist gesichert.
> Dann war er der wichtigste Mann in der Kompanie!
Zumindestens hatte der Posten wohl immanente Vorteile, ja. Er war
gelernter Kellner, das wird ein Grund gewesen sein.
>> Allen Berichten zufolge ging er dort nicht freiwillig hin, aber
>> alle, die noch leben, waren damals noch nicht geboren.
> Die wenigsten sind freiwillig in den Krieg gezogen - jedenfalls
> nicht in den 2.Weltkrieg.
Lustigerweise unter den jungen, aufstrebenden Militärs wohl mehr;
die waren jung genug, um vom WK-I nur noch die Heldenberichte zu
kennen und größenwahnsinnig genug, um sich für unverwundbar oder
Deutschland für unbesiegbar zu halten
>>>> Wirklich übel ist es z.B. im Fall von Jennifer Teege ("Mein
>>>> Großvater hätte mich erschossen"), die erst als Erwachsene
>>>> entdeckt hat, dass ihr Opa *der* Amon Göth vom KZ Krakau war.
>>
>>> Ja, sowas ist schlimm. Aber sie kann ja auch genau gar nichts dafür.
>>
>> Korrekt, aber trotzdem hat sie eine ziemliche Menge Energie
>> aufwenden müssen, um darüber hinweg zu kommen - nur für sich selbst,
>> ganz ohne Vorwürfe von aussen.
>
> Das ist ja auch eine ziemlich krasse Geschichte, wenn man sich das
> mal überlegt. Immerhin hat sie ihn nicht persönlich gekannt, das
> hat es ja auch oft gegeben, daß der geliebte Großvater sich
> hinterher als Kriegsverbrecher entpuppte.
Das war dann in der Tat noch eine Größenordnung übler und ist
sicherlich häufig vorgekommen, aber dazu habe ich ad hoc keine
konkrete Lebensgeschichte im Hinterkopf.
Servus,
Stefan
--
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| From | "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-29 16:22 +0100 |
| Message-ID | <FmlxBSDUnYB@tipota.de> |
| In reply to | #541068 |
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at) schrieb: > die waren jung genug, um vom WK-I nur noch die Heldenberichte zu > kennen und größenwahnsinnig genug, um sich für unverwundbar oder > Deutschland für unbesiegbar zu halten Von der Sorte findeste heute bei den Amis noch jede Menge! -- > Dat habich zu spaet gepeilt... [Ottmar Ohlemacher in <152z7jzv1ksjv.6cxcim3lylao$.dlg@40tude.net>] -> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <- und immer nur ARD+ZDF gucken: <https://www.youtube.com/watch?v=W2l2kNQhtlQ>
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2022-01-29 19:10 +0100 |
| Message-ID | <st3vu6$c90v$2@solani.org> |
| In reply to | #541068 |
Am 29.01.22 um 12:12 schrieb Stefan Froehlich: >> Die wenigsten sind freiwillig in den Krieg gezogen - jedenfalls >> nicht in den 2.Weltkrieg. > Lustigerweise unter den jungen, aufstrebenden Militärs wohl mehr; > die waren jung genug, um vom WK-I nur noch die Heldenberichte zu > kennen und größenwahnsinnig genug, um sich für unverwundbar oder > Deutschland für unbesiegbar zu halten > Ich glaube vor dem Krieg hatten die erst richtig Muffensausen. Erst als es zunächst so "toll" lief- Eroberung Polens, Niederlande, als Besatzer durch Paris spazieren- da wurden sie zuversichtlicher und da sprangen einige auf den Wagon auf...
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| From | Martin Ebert <mx300@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2022-01-27 17:16 +0100 |
| Message-ID | <ssughh$q87$1@dont-email.me> |
| In reply to | #540543 |
Am 26.01.22 um 17:19 schrieb Stefan Froehlich: > Zur Mitgliedschaft in der Partei wurde niemand gezwungen, zur > Mitgliedschaft in der Waffen-SS schon gar niemand. Bezogen auf die Waffen-SS ist das so nicht richtig.
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| From | Peter Veith <veith@snafu.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-27 17:39 +0100 |
| Message-ID | <ssuhsu$7nt$1@dont-email.me> |
| In reply to | #540787 |
Am 27.01.2022 um 17:16 schrieb Martin Ebert: > Am 26.01.22 um 17:19 schrieb Stefan Froehlich: >> Zur Mitgliedschaft in der Partei wurde niemand gezwungen, zur >> Mitgliedschaft in der Waffen-SS schon gar niemand. > > Bezogen auf die Waffen-SS ist das so nicht richtig. Im Generalgouvernement zumindest, wurde in zwei Kategorien zum Wehrdienst gemustert: Die "Liste A" umfaßte die "SS-tauglichen" Volksdeutschen. Diese "Hürde" schafften nach unterschiedlichen Aussagen so etwa ein Drittel der Wehrtauglichen. Jemand auf "Liste A" hätte explizit "nein" zur Waffen-SS sagen müssen. Wieviel werden das wohl gemacht haben, bei der "Ehre". BTW Waffen-SS bitte nicht mit den Totenkopf-Verbänden der KL gleichsetzen! Veith -- "Wenn es eine Impfpflicht gibt, dann können die sich viel leichter entscheiden." Katrin Göring-Eckardt, Januar 2022 http://www.DDR-Luftwaffe.de
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-27 09:21 -0800 |
| Message-ID | <2f31f006-8486-4ec7-b1fa-5ceabeaee35an@googlegroups.com> |
| In reply to | #540789 |
Peter Veith schrieb am Donnerstag, 27. Januar 2022 um 17:40:00 UTC+1: > Am 27.01.2022 um 17:16 schrieb Martin Ebert: > > > Am 26.01.22 um 17:19 schrieb Stefan Froehlich: > >> Zur Mitgliedschaft in der Partei wurde niemand gezwungen, zur > >> Mitgliedschaft in der Waffen-SS schon gar niemand. > > > > Bezogen auf die Waffen-SS ist das so nicht richtig. > Im Generalgouvernement zumindest, wurde in zwei Kategorien zum > Wehrdienst gemustert: > > Die "Liste A" umfaßte die "SS-tauglichen" Volksdeutschen. Diese "Hürde" > schafften nach unterschiedlichen Aussagen so etwa ein Drittel der > Wehrtauglichen. > > Jemand auf "Liste A" hätte explizit "nein" zur Waffen-SS sagen müssen. > Wieviel werden das wohl gemacht haben, bei der "Ehre". Anderengegend soll derlei durch frühzeitige und höchst freiwillige Meldung zu anderen Verbänden gelungen sein. Gruß, ULF
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| From | Martin Ebert <mx300@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2022-01-29 07:33 +0100 |
| Message-ID | <st2n4f$p8u$1@dont-email.me> |
| In reply to | #540789 |
Am 27.01.22 um 17:39 schrieb Peter Veith: > Am 27.01.2022 um 17:16 schrieb Martin Ebert: >> Am 26.01.22 um 17:19 schrieb Stefan Froehlich: >>> Zur Mitgliedschaft in der Partei wurde niemand gezwungen, zur >>> Mitgliedschaft in der Waffen-SS schon gar niemand. >> Bezogen auf die Waffen-SS ist das so nicht richtig. > Im Generalgouvernement zumindest, wurde in zwei Kategorien zum > Wehrdienst gemustert: Das betraf auch "rein deutsche" Städte wie Danzig. Da konnte es sein, dass man an Stelle der Wehrmacht zur Waffen-SS kam. Und ab 1944 konnte das im gesamten "Reich" passieren. Beispiele sind ein Schriftsteller und ein Publizist, wenn mir recht ist.
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| From | Peter Veith <veith@snafu.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-29 07:43 +0100 |
| Message-ID | <st2nmt$s2t$1@dont-email.me> |
| In reply to | #541009 |
Am 29.01.2022 um 07:33 schrieb Martin Ebert: > Am 27.01.22 um 17:39 schrieb Peter Veith: >> Am 27.01.2022 um 17:16 schrieb Martin Ebert: >>> Am 26.01.22 um 17:19 schrieb Stefan Froehlich: >>>> Zur Mitgliedschaft in der Partei wurde niemand gezwungen, zur >>>> Mitgliedschaft in der Waffen-SS schon gar niemand. > >>> Bezogen auf die Waffen-SS ist das so nicht richtig. > >> Im Generalgouvernement zumindest, wurde in zwei Kategorien zum >> Wehrdienst gemustert: > > Das betraf auch "rein deutsche" Städte wie Danzig. Da konnte > es sein, dass man an Stelle der Wehrmacht zur Waffen-SS kam. > > Und ab 1944 konnte das im gesamten "Reich" passieren. Ja, so habe ich es auch gehört, obiges weiß ich. > Beispiele sind ein Schriftsteller und ein Publizist, wenn > mir recht ist. Allerdings hätten die Betreffenden immer aktiv "nein" sagen können. Veith -- "Wenn es eine Impfpflicht gibt, dann können die sich viel leichter entscheiden." Katrin Göring-Eckardt, Januar 2022 http://www.DDR-Luftwaffe.de
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| From | Martin Ebert <mx300@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2022-01-29 09:17 +0100 |
| Message-ID | <st2t64$oc5$1@dont-email.me> |
| In reply to | #541011 |
Am 29.01.22 um 07:43 schrieb Peter Veith: > Allerdings hätten die Betreffenden immer aktiv "nein" sagen können. In einer Diktatur. Schon klaa ...
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| From | "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-29 16:22 +0100 |
| Message-ID | <FmlxBtiUnYB@tipota.de> |
| In reply to | #541032 |
mx300@gmx.net (Martin Ebert) schrieb: >> Allerdings hätten die Betreffenden immer aktiv "nein" sagen können. > > In einer Diktatur. Schon klaa ... Oder bei uns, wenn der Impfzwang durchgepruegelt ist! ...ach, is ja dasselbe. -- > Wenn man bloed im Kopf ist, dann ist alles egal. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ [weissagt Ottmar Ohlemacher 2008 das Motto der Mehrheit der Buerger in <http://al.howardknight.net/?&MSGI=%3C1aoyopdvid5p3$.f0d0xr5u941l$.dlg@40tude.net%3E>] -> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <- und immer nur ARD+ZDF gucken: <https://www.youtube.com/watch?v=W2l2kNQhtlQ>
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| From | Peter Veith <veith@snafu.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-29 17:24 +0100 |
| Message-ID | <st3pos$ej$1@dont-email.me> |
| In reply to | #541032 |
Am 29.01.2022 um 09:17 schrieb Martin Ebert: > Am 29.01.22 um 07:43 schrieb Peter Veith: >> Allerdings hätten die Betreffenden immer aktiv "nein" sagen können. > > In einer Diktatur. Schon klaa ... .. die von der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung begrüßt und gestützt wurde. Kurz: "Nein" zur Einberufung zur Waffen-SS wäre kein Problem gewesen, wäre er alternativ zur Wehrmacht gekommen. Veith -- "Wenn es eine Impfpflicht gibt, dann können die sich viel leichter entscheiden." Katrin Göring-Eckardt, Januar 2022 http://www.DDR-Luftwaffe.de
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| From | Hartmut Ott <hottm@arcor.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-27 15:00 +0100 |
| Message-ID | <j5g399Fh1ceU4@mid.individual.net> |
| In reply to | #540543 |
Hej,
Am 26.01.22 um 17:19 schrieb Stefan Froehlich:
>> Das bisschen, das ich mitbekam, war von meinem Vater: Freiwilliger
>> bei der Waffen SS, weil "Es gab da mehr Geld" und Die Uniform sah
>> besser aus" [...] Er war auf dem Hochzeitbid SS-Rottenführer, also
>> Obergefreiter mit weniger als 6 Dienstjahren, Fernmelder mit dem
>> üblichen Kram, "Gefierfleischorden" Infrantie Sturmabzeichen,
>> Verwundetenabzeichen und EKII.
>
> Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder ging die Motivation über "mehr
> Geld" deutlich hinaus, oder es war genau die Art von Motivation, die
> den Wahnsinn erst ermöglicht hat. Zur Mitgliedschaft in der Partei
> wurde niemand gezwungen, zur Mitgliedschaft in der Waffen-SS schon
> gar niemand. Meine Begeisterung für diese Menschen hält sich in sehr
> engen Grenzen.
In der Partei war er nicht, ich glaube durchaus, das ihn die besser
aussehende Uniform und das mehr an Geld lockten. Er war da ja erst 19
Jahre alt und damals wohl auch kaum politisch interessiert.
> Aber immerhin, Du kanntest wenigstens die Familiengeschichte, und
> sie ist mäßig spektakulär. Wirklich übel ist es z.B. im Fall von
> Jennifer Teege ("Mein Großvater hätte mich erschossen"), die erst
> als Erwachsene entdeckt hat, dass ihr Opa *der* Amon Göth vom KZ
> Krakau war.
Ich kenne aber auch nur das bisschen, was ich so als Kind aufgeschnappt
habe.
--
--
mfg
Hartmut Ott
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| From | Peter Veith <veith@snafu.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-27 18:56 +0100 |
| Message-ID | <ssumd8$cl3$1@dont-email.me> |
| In reply to | #540803 |
Am 27.01.2022 um 15:00 schrieb Hartmut Ott: > Am 26.01.22 um 17:19 schrieb Stefan Froehlich: >>> Das bisschen, das ich mitbekam, war von meinem Vater: Freiwilliger >>> bei der Waffen SS, weil "Es gab da mehr Geld" und Die Uniform sah >>> besser aus" [...] > > In der Partei war er nicht, ich glaube durchaus, das ihn die besser > aussehende Uniform und das mehr an Geld lockten.(...) Das mit dem "mehr Geld" scheint Legende zu sein. Zumindest bestreiten das die Fachleute und verweisen beispielhaft auf einen OTL / Ostubaf: https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Soldat/Besoldung.htm https://www.forum-der-wehrmacht.de/wcf/index.php?attachment/37194-besoldung-jpg/ Spätere Ausrede, i.S. von "Ich war jung und brauchte das Geld? Veith -- "Wenn es eine Impfpflicht gibt, dann können die sich viel leichter entscheiden." Katrin Göring-Eckardt, Januar 2022 http://www.DDR-Luftwaffe.de
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| From | Hartmut Ott <hottm@arcor.de> |
|---|---|
| Date | 2022-01-28 14:29 +0100 |
| Message-ID | <j5ic6hFuad0U4@mid.individual.net> |
| In reply to | #540811 |
Hej, Am 27.01.22 um 18:56 schrieb Peter Veith: >> In der Partei war er nicht, ich glaube durchaus, das ihn die besser >> aussehende Uniform und das mehr an Geld lockten.(...) > > Das mit dem "mehr Geld" scheint Legende zu sein. > > Zumindest bestreiten das die Fachleute und verweisen beispielhaft auf > einen OTL / Ostubaf: > https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Soldat/Besoldung.htm Das ist Wehrmacht, nicht SS. > https://www.forum-der-wehrmacht.de/wcf/index.php?attachment/37194-besoldung-jpg/ Zugriff verweigert. > Spätere Ausrede, i.S. von "Ich war jung und brauchte das Geld? Kaum, so viel mehr wird es nicht gewesen sein, aber auch das kann locken und zusammen mit der "schicken" Uniform ... -- -- mfg Hartmut Ott
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