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Groups > ger.ct > #523116 > unrolled thread

Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh

Started by"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
First post2021-10-14 15:27 +0200
Last post2021-10-14 23:46 +0200
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Contents

  Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-10-14 15:27 +0200
    Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Marco Moock <invalid@invalid.invalid> - 2021-10-14 16:16 +0200
    Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2021-10-14 18:29 +0200
      Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2021-10-14 16:59 +0000
      Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2021-10-15 00:47 +0200
        Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2021-10-15 02:54 +0200
          Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2021-10-15 07:05 +0000
            Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2021-10-15 14:29 +0200
              Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2021-10-16 00:46 +0200
                Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-10-16 00:24 -0700
              Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2021-10-16 04:17 +0200
                Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-10-16 00:27 -0700
                Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2021-10-18 00:00 +0200
                  Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2021-10-18 04:38 +0200
        Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2021-10-15 13:56 +0200
        Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-10-15 16:40 +0200
          Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2021-10-15 20:49 +0200
            Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-10-15 21:25 +0200
              Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-10-16 00:24 -0700
        Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2021-10-15 21:26 +0200
    Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Maik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de> - 2021-10-14 19:03 +0200
    Re: Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh Wolfgang  Εnzinger <we_usenet@nurfuerspam.de> - 2021-10-14 23:46 +0200

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#523116 — Ökostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2021-10-14 15:27 +0200
SubjectÖkostromumlage sinkt von 6,5 auf 3,7 Cent/kWh
Message-ID<sk9b87$kmb$2@solani.org>
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/oekostrom-umlage-sinkt-auf-3-7-cent-pro-kilowattstunde-17584632.html

"Der Aufschlag auf den Strompreis zur Förderung des Ökostroms wird sich 
für die Verbraucher im nächsten Jahr deutlich reduzieren. Die Umlage 
werde 2022 auf gut 3,7 Cent pro Kilowattstunde von derzeit 6,5 Cent 
sinken, sagten Regierungs- und Branchen-Vertreter am Donnerstag 
Agenturberichten zufolge. Möglich mache die Senkung auch ein 
Bundes-Zuschuss von gut drei Milliarden Euro. Ohne den 
Milliardenzuschuss läge die Umlage 2022 bei rund 4,66 Cent. 2021 beträgt 
die Umlage 6,5 Cent – aber auch dies nur aufgrund von Bundeszuschüssen. 
Ansonsten wäre sie stark gestiegen."

Mal sehen ob die "Versorger" das wirklich weitergeben.

Und ob es nicht klüger gewesen wäre, das Geld weiter zu fordern und 
gleich wieder in die Entwicklung der nachhaltigen Energieversorgung zu 
stecken?

Joachim,
kein Grüner.
-- 
Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...

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#523125

FromMarco Moock <invalid@invalid.invalid>
Date2021-10-14 16:16 +0200
Message-ID<20211014161638.41f448a9@ryz>
In reply to#523116
Am Thu, 14 Oct 2021 15:27:34 +0200
schrieb "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>:

> Mal sehen ob die "Versorger" das wirklich weitergeben.
Bestimmt nicht alle, die Stammkundenverträge werdensich so bleiben wie
sie sind. 
> Und ob es nicht klüger gewesen wäre, das Geld weiter zu fordern und 
> gleich wieder in die Entwicklung der nachhaltigen Energieversorgung
> zu stecken?
Die Energiepreise steigen weiter und gerade der arme Teil der 
Bevölkerung kann so erstmal beruhigt werden, denn es wird ja
"günstiger".

--
Marco

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#523140

FromAndreas Bockelmann <xotzil@gmx.de>
Date2021-10-14 18:29 +0200
Message-ID<sk9suu.8s4.1@wxp-nb-pm.local>
In reply to#523116
Dr. Joachim Neudert schrieb:
> https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/oekostrom-umlage-sinkt-auf-3-7-cent-pro-kilowattstunde-17584632.html 
> 
> 
> "Der Aufschlag auf den Strompreis zur Förderung des Ökostroms wird sich für 
> die Verbraucher im nächsten Jahr deutlich reduzieren. Die Umlage werde 2022 
> auf gut 3,7 Cent pro Kilowattstunde von derzeit 6,5 Cent sinken, sagten 
> Regierungs- und Branchen-Vertreter am Donnerstag Agenturberichten zufolge. 
> Möglich mache die Senkung auch ein Bundes-Zuschuss von gut drei Milliarden 
> Euro. Ohne den Milliardenzuschuss läge die Umlage 2022 bei rund 4,66 Cent. 
> 2021 beträgt die Umlage 6,5 Cent – aber auch dies nur aufgrund von 
> Bundeszuschüssen. Ansonsten wäre sie stark gestiegen."
> 
> Mal sehen ob die "Versorger" das wirklich weitergeben.
> 
> Und ob es nicht klüger gewesen wäre, das Geld weiter zu fordern und gleich 
> wieder in die Entwicklung der nachhaltigen Energieversorgung zu stecken?

Wir werden es noch erleben, dass Energie wieder wertgeschätzt wird.
Das erste Eigenheim meiner Eltern hatte 1 Wechselstromphase mit 35 Ampere 
als Hausabsicherung. Meine erste eigene Wohnung 1x 10A für die Wohnung und 
2x16A für einen Herdanschluss. Es war auch nicht immer selbstverständlich, 
dass ein "normaler Arbeiter" einen PKW besaß. Zurück zu den Wurzeln der 
Republik.

Ich frage mich nur mal wieder wie Omma Kasulke bei rapide steigenden 
Energiekosten noch ihre Heizung und den Strom bezahlen soll. Das wird 
kuschelig in Wolldecken bei Kerzenschein, kennt Omma Kasulke noch aus ihrer 
Kindheit.

Aber macht mal weiter so, 90% meiner Kraftstoffkosten zahlen die Kunden, der 
Rest ist Hobby.

-- 
  Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Bockelmann

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#523147

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2021-10-14 16:59 +0000
Message-ID<1t61686168i4725n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#523140
On Thu, 14 Oct 2021 18:29:49 Andreas Bockelmann wrote:
> Das erste Eigenheim meiner Eltern hatte 1 Wechselstromphase mit 35
> Ampere als Hausabsicherung. Meine erste eigene Wohnung 1x 10A für
> die Wohnung und 2x16A für einen Herdanschluss. Es war auch nicht
> immer selbstverständlich, dass ein "normaler Arbeiter" einen PKW
> besaß. Zurück zu den Wurzeln der Republik.

> Ich frage mich nur mal wieder wie Omma Kasulke bei rapide
> steigenden Energiekosten noch ihre Heizung und den Strom bezahlen
> soll.

Eine berechtigte Frage, die dann direkt zu mehr
Verteilungsgerechtigkeit führt. Wenn derzeit mehr Energie
"verbraucht" wird, als uns, dem Klima und dem Planeten gut tut,
dann werden uns im Verbrauch wohl einschränken müssen. Besteht die
Gefahr, dass Oma Kasulke ihre Wohnung nicht mehr heizen kann, wird
man die Einschränkungen wohl bevorzugt nicht bei ihr durchführen
müssen. Alle anderen Alternativen sind unerfreulich.

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Der ferklige Politiker verschenkt Stefan. Und Sie?
(Sloganizer)

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#523210

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2021-10-15 00:47 +0200
Message-ID<958hmgdo6n3k1b7ile9ma40pb6cir71s3b@4ax.com>
In reply to#523140
Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> schrieb:

>> https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/oekostrom-umlage-sinkt-auf-3-7-cent-pro-kilowattstunde-17584632.html 
 
>> "Der Aufschlag auf den Strompreis zur Förderung des Ökostroms wird sich für 
>> die Verbraucher im nächsten Jahr deutlich reduzieren. 

Dafür kommt die CO2-Steuer dazu. Das wird sich vermutlich nicht
ausgleichen. 

>> Mal sehen ob die "Versorger" das wirklich weitergeben.

Die erhöhte CO2-Steuer werden sie weitergeben, also sollten sie die
Senkung der EEG-Umlage auch weitergeben. Es dürfte sich nicht rentieren,
das nicht zu tun, weil die Kunden dagegen klagen werden (und das kostet
die Versorger vermutlich mehr als die Senkung des Durchlaufpostens).
 
> Wir werden es noch erleben, dass Energie wieder wertgeschätzt wird.

Das kann sein. 

> Das erste Eigenheim meiner Eltern hatte 1 Wechselstromphase mit 35 Ampere 
> als Hausabsicherung. Meine erste eigene Wohnung 1x 10A für die Wohnung und 
> 2x16A für einen Herdanschluss. Es war auch nicht immer selbstverständlich, 
> dass ein "normaler Arbeiter" einen PKW besaß. Zurück zu den Wurzeln der 
> Republik.

> Ich frage mich nur mal wieder wie Omma Kasulke bei rapide steigenden 
> Energiekosten noch ihre Heizung und den Strom bezahlen soll. 

Wie früher: Indem sie sinnvoll Strom verbraucht und sinnvoll heizt. 

> Das wird kuschelig in Wolldecken bei Kerzenschein, kennt Omma Kasulke noch 
> aus ihrer Kindheit.

In der DDR mit ihren heruntersubventionierten Heizkosten hat man die
Raumtemperatur mit dem Fenster reguliert: Wenn es zu warm war in der
Wohnung im Dezember, hat man einfach das Fenster aufgerissen. Dann ist
es schon kühler geworden. 

> Aber macht mal weiter so, 90% meiner Kraftstoffkosten zahlen die Kunden, der 
> Rest ist Hobby.

:-)

Der Autoliebhaber spricht. 

Dich wird es aushalten. Du wirst Dein Verhalten nicht ändern müssen.
Die folgende Generation wird nicht locker flockig jeden Tag 60 km zur
Arbeit hin- und wieder zurückpendeln. Dieses Verfahren klappt nur
zusammen mit der Massenmotorisierung. 

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#523221

FromMartin Ebert <mx300@gmx.net>
Date2021-10-15 02:54 +0200
Message-ID<skajfi$7vb$1@dont-email.me>
In reply to#523210
Am 15.10.21 um 00:47 schrieb Martin Gerdes:

> In der DDR mit ihren heruntersubventionierten Heizkosten hat man die 
> Raumtemperatur mit dem Fenster reguliert: Wenn es zu warm war in der 
> Wohnung im Dezember, hat man einfach das Fenster aufgerissen. Dann
> ist es schon kühler geworden.

Ich kann den Sheiß nicht mehr hören: Alter Mann, erzähle
mir *nie* etwas von der DDR.

In Neubauten hatten die Heizkörper einfache Ventile, wie
man das noch so kennt: Von 0 bis 5. Keine Thermostaten.

Die angeblichen Heizkörper ohne Ventil gab es nicht. Es mag
sein, dass aus der Not vor der Übergabe der Wohnungen eines
Blocks mal so verfahren wurde - aber das war nicht die Regel.

Und man hat auch nicht die Temperatur über das Fenster geregelt,
weil es so billig war. Das sind so Überheblichkeitsträume:
Wir gut, die doof - diese Richtung.

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#523231

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2021-10-15 07:05 +0000
Message-ID<5t6169275ci7064n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#523221
On Fri, 15 Oct 2021 02:54:09 Martin Ebert wrote:
> Am 15.10.21 um 00:47 schrieb Martin Gerdes:
> > In der DDR mit ihren heruntersubventionierten Heizkosten hat man
> > die Raumtemperatur mit dem Fenster reguliert: Wenn es zu warm
> > war in der Wohnung im Dezember, hat man einfach das Fenster
> > aufgerissen. Dann ist es schon kühler geworden.

> Ich kann den Sheiß nicht mehr hören: Alter Mann, erzähle mir *nie*
> etwas von der DDR.
> 
> In Neubauten hatten die Heizkörper einfache Ventile, wie man das
> noch so kennt: Von 0 bis 5. Keine Thermostaten.

In der Wohnung meiner Eltern (BJ 1976) war es deutlich weniger
modern: Da gab es ein Ventil, aber ohne Stufen. Im Grund genommen
konnte man die Heizkörper an- oder abstellen, und mit viel
Fingerspitzengefühl auch noch irgendetwas dazwischen erraten.

> Und man hat auch nicht die Temperatur über das Fenster geregelt,
> weil es so billig war.

Im elterlichen Wohnhaus taten das einige sehr wohl. Heizkosten waren
dort nämlich nicht nur niedrig, sondern wurden (und werden mangels
besserer Infrastruktur immer noch) pauschal abgerechnet und nach
Wohnfläche auf die einzelnen Eigentümer aufgeteilt. Voll aufgedrehte
Heizkörper bei gekipptem Fenster garantieren für warme Frischluft,
die zu 74/75-tel von den anderen Miteigentümern bezahlt wird.

"Anreizsystem" nennt man so etwas wohl.

> Das sind so Überheblichkeitsträume: Wir gut, die doof - diese
> Richtung.

Alle doof, ausser Mutti.

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan. Für anarchistische Murmeln, stündlich ist manchmal schon sündlich!
(Sloganizer)

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#523280

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2021-10-15 14:29 +0200
Message-ID<mrgimg5qc4lffus8d96qu7rhffljg6n1gd@4ax.com>
In reply to#523231
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) schrieb:

>>> In der DDR mit ihren heruntersubventionierten Heizkosten hat man
>>> die Raumtemperatur mit dem Fenster reguliert: Wenn es zu warm
>>> war in der Wohnung im Dezember, hat man einfach das Fenster
>>> aufgerissen. Dann ist es schon kühler geworden.

>> In Neubauten hatten die Heizkörper einfache Ventile, wie man das
>> noch so kennt: Von 0 bis 5. Keine Thermostaten.

Ventile, auf denen "0-5" steht, SIND Thermostaten. 

> In der Wohnung meiner Eltern (BJ 1976) war es deutlich weniger
> modern: Da gab es ein Ventil, aber ohne Stufen. Im Grund genommen
> konnte man die Heizkörper an- oder abstellen, und mit viel
> Fingerspitzengefühl auch noch irgendetwas dazwischen erraten.

ACK. So war das allgemein üblich, bevor eine Pflicht kam,
Thermostatventile nachzurüsten. 

Man hat aufgedreht, man hat abgedreht, und der Heizkörper wurde siedend
heiß, wenn man die Heizung aufgedreht hat. Der Geruch von
verschmurgeltem Staub ist mir noch heute in der Nase.

| Seit dem Stichtag 1.10.1987 müssen auch sämtliche Heizkörper, 
| die vor Oktober 1978 installiert worden sind, nachträglich mit 
| Thermostatventilen versehen werden. Auf diese Umrüstungsmaßnahmen 
| hat der Mieter einen einklagbaren Anspruch.

Diese Umrüstung ist nicht so trivial, weil man dafür auch das komplette
Ventil wechseln muß, also auch das Unterteil, das mit dem Rohr fest
verbunden ist. Heißt: Der durchschnittliche Heimwerker bekommt das nicht
hin, das muß der GWS-Monteur machen.  

>> Und man hat auch nicht die Temperatur über das Fenster geregelt,
>> weil es so billig war.

> Im elterlichen Wohnhaus taten das einige sehr wohl. Heizkosten waren
> dort nämlich nicht nur niedrig, sondern wurden (und werden mangels
> besserer Infrastruktur immer noch) pauschal abgerechnet und nach
> Wohnfläche auf die einzelnen Eigentümer aufgeteilt. Voll aufgedrehte
> Heizkörper bei gekipptem Fenster garantieren für warme Frischluft,
> die zu 74/75-tel von den anderen Miteigentümern bezahlt wird.

Dazu kommt: Energie, die heute billig ist, war damals spottbillig. In
meiner Kinderzeit hat der Liter Heizöl 9 Pf gekostet, das ist auch
inflationsadjustiert erheblich billiger als heute. Mein Vater hat beim
Bau meines Elternhauses auf isolierung geachtet und wurde deshalb damals
von allen Leuten verlacht. Hätte er außen aufs Haus 20 cm Styropor
gepackt (mal abgesehen davon, daß er das damals vermutlich überhaupt
nicht hätte kaufen können), hätte man ihn möglicherweise eingewiesen. 

Wir haben damals um die 5000 l Heizöl gebraucht, aktuell brauchen wir
bei nicht groß veränderten Bedingungen nur noch 2000 l. Das heißt: Auch
wir haben ganz offensichtlich unser Heizverhalten geändert, hin zu
sparsamerem Heizen.

>"Anreizsystem" nennt man so etwas wohl.

Ja. 

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#523424

FromJörg Tewes <jogi1964@gmx.net>
Date2021-10-16 00:46 +0200
Message-ID<c5aa361d-ad33-1378-49b1-94b59eca56c9@jtewes.my-fqdn.de>
In reply to#523280
Martin Gerdes schrieb:

> Wir haben damals um die 5000 l Heizöl gebraucht, aktuell brauchen wir
> bei nicht groß veränderten Bedingungen nur noch 2000 l. Das heißt: Auch
> wir haben ganz offensichtlich unser Heizverhalten geändert, hin zu
> sparsamerem Heizen.

Und/oder die Heizung ist effizienter geworden.
-- 

        Bye Jörg


Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei
denen es darum geht, wer den cooleren, imaginären Freund hat. Wenn
Jesus gevierteilt worden wäre, hätten wir heute dann Mobiles über der
Tür hängen?

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#523470

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2021-10-16 00:24 -0700
Message-ID<c26b5a7c-9dde-4381-a9bb-4f46fa2e665dn@googlegroups.com>
In reply to#523424
Jörg Tewes schrieb am Samstag, 16. Oktober 2021 um 00:46:04 UTC+2:
> Martin Gerdes schrieb: 
> 
> > Wir haben damals um die 5000 l Heizöl gebraucht, aktuell brauchen wir 
> > bei nicht groß veränderten Bedingungen nur noch 2000 l. Das heißt: Auch 
> > wir haben ganz offensichtlich unser Heizverhalten geändert, hin zu 
> > sparsamerem Heizen. 
> 
> Und/oder die Heizung ist effizienter geworden. 

Gerüchteweise wurde oftmals Wärmedämmung verbaut.

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#523439

FromMartin Ebert <mx300@gmx.net>
Date2021-10-16 04:17 +0200
Message-ID<skdcnm$ph1$3@dont-email.me>
In reply to#523280
Am 15.10.21 um 14:29 schrieb Martin Gerdes:

>>>> In der DDR mit ihren heruntersubventionierten Heizkosten hat man
>>>> die Raumtemperatur mit dem Fenster reguliert: Wenn es zu warm
>>>> war in der Wohnung im Dezember, hat man einfach das Fenster
>>>> aufgerissen. Dann ist es schon kühler geworden.

[ich]
>>> In Neubauten hatten die Heizkörper einfache Ventile, wie man das
>>> noch so kennt: Von 0 bis 5. Keine Thermostaten.

> Ventile, auf denen "0-5" steht, SIND Thermostaten. 

Boah - jetzt erklärt der mir auch noch meine Neubauwohnung
im Jahr 1990.

Unglaublich.

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#523471

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2021-10-16 00:27 -0700
Message-ID<686e5114-1012-4aee-9c9b-61487abfb20dn@googlegroups.com>
In reply to#523439
Fresse-Ebert schrieb am Samstag, 16. Oktober 2021 um 04:17:27 UTC+2:

> Boah

Gut geprollt haste, wie üblich.

Du hattest Dich mal aufgeregt wg. deutschem Michel.
Tja, für den ist Gleichsetzung mit Dir in der Tat eine
Beleidigung.

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#523853

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2021-10-18 00:00 +0200
Message-ID<pi3pmg9aep0f450hae7okbs8clqmbkvi5e@4ax.com>
In reply to#523439
Martin Ebert <mx300@gmx.net> schrieb:

>>>>> In der DDR mit ihren heruntersubventionierten Heizkosten hat man
>>>>> die Raumtemperatur mit dem Fenster reguliert: Wenn es zu warm
>>>>> war in der Wohnung im Dezember, hat man einfach das Fenster
>>>>> aufgerissen. Dann ist es schon kühler geworden.

>[ich]
>>>> In Neubauten hatten die Heizkörper einfache Ventile, wie man das
>>>> noch so kennt: Von 0 bis 5. Keine Thermostaten.

>> Ventile, auf denen "0-5" steht, SIND Thermostaten. 

> Boah - jetzt erklärt der mir auch noch meine Neubauwohnung
> im Jahr 1990.

... und sogar noch richtig! Zu dumm aber auch!

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#523873

FromMartin Ebert <mx300@gmx.net>
Date2021-10-18 04:38 +0200
Message-ID<skimnp$1ml$1@dont-email.me>
In reply to#523853
Am 18.10.21 um 00:00 schrieb Martin Gerdes:
> Martin Ebert schrieb:

[Gerdes]
>>>>>> In der DDR mit ihren heruntersubventionierten Heizkosten hat man
>>>>>> die Raumtemperatur mit dem Fenster reguliert: Wenn es zu warm
>>>>>> war in der Wohnung im Dezember, hat man einfach das Fenster
>>>>>> aufgerissen. Dann ist es schon kühler geworden.

>> [ich]
>>>>> In Neubauten hatten die Heizkörper einfache Ventile, wie man das
>>>>> noch so kennt: Von 0 bis 5. Keine Thermostaten.

>>> Ventile, auf denen "0-5" steht, SIND Thermostaten. 

>> Boah - jetzt erklärt der mir auch noch meine Neubauwohnung
>> im Jahr 1990.

> ... und sogar noch richtig! Zu dumm aber auch!

Mit Sicherheit nicht. Dafür musst Du deutlich früher aufstehen.

Aber damit selbst Du das verstehst, ich erkläre es Dir:
Das waren Regulierventile, da stand 1-5 drauf. Aber das waren
keine Thermostaten.

Ok, hast Du nun?

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#523285

FromHartmut Ott <hottm@arcor.de>
Date2021-10-15 13:56 +0200
Message-ID<istbujFr4utU2@mid.individual.net>
In reply to#523210
Hej,

Am 15.10.21 um 00:47 schrieb Martin Gerdes:


> In der DDR mit ihren heruntersubventionierten Heizkosten hat man die
> Raumtemperatur mit dem Fenster reguliert: Wenn es zu warm war in der
> Wohnung im Dezember, hat man einfach das Fenster aufgerissen. Dann ist
> es schon kühler geworden. 


Ach, das war nicht nur in der DDR so, so was gab es auch hier in der BRD.

-- 
--
mfg
Hartmut Ott

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#523315

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2021-10-15 16:40 +0200
Message-ID<skc3s6$ubd$1@dont-email.me>
In reply to#523210
Am 15.10.2021 um 00:47 schrieb Martin Gerdes:
> Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> schrieb:
>> Das wird kuschelig in Wolldecken bei Kerzenschein, kennt Omma Kasulke noch
>> aus ihrer Kindheit.
> 
> In der DDR mit ihren heruntersubventionierten Heizkosten hat man die
> Raumtemperatur mit dem Fenster reguliert: Wenn es zu warm war in der
> Wohnung im Dezember, hat man einfach das Fenster aufgerissen. Dann ist
> es schon kühler geworden.

"Man" hat das schonmal gleich gar nicht getan. Denn so etwas gab es nur 
in ganz bestimmten Wohngebieten. Und dort hatte das nichts mit 
Verschwendung o.ä. zu tun, sondern war Teil des Plans und exakt so 
vorgesehen.


-- 
هرگز گربه خود را مجبور به معاشرت با انسان‌ها، سگ‌ها یا سایر گربه‌ها نکنید

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#523371

FromMartin Ebert <mx300@gmx.net>
Date2021-10-15 20:49 +0200
Message-ID<skcign$12k$1@dont-email.me>
In reply to#523315
Am 15.10.21 um 16:40 schrieb Lars Gebauer:
> Am 15.10.2021 um 00:47 schrieb Martin Gerdes:
>> Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> schrieb:
>>> Das wird kuschelig in Wolldecken bei Kerzenschein, kennt Omma
>>> Kasulke noch aus ihrer Kindheit.

>> In der DDR mit ihren heruntersubventionierten Heizkosten hat man
>> die Raumtemperatur mit dem Fenster reguliert: Wenn es zu warm war
>> in der Wohnung im Dezember, hat man einfach das Fenster
>> aufgerissen. Dann ist es schon kühler geworden.

> "Man" hat das schonmal gleich gar nicht getan. Denn so etwas gab es
> nur in ganz bestimmten Wohngebieten. Und dort hatte das nichts mit
> Verschwendung o.ä. zu tun, sondern war Teil des Plans und exakt so
> vorgesehen.

Wegen der anfallenden Wärme des BHKW?

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#523384

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2021-10-15 21:25 +0200
Message-ID<skckis$bir$1@dont-email.me>
In reply to#523371
Am 15.10.2021 um 20:49 schrieb Martin Ebert:
> Am 15.10.21 um 16:40 schrieb Lars Gebauer:
>> Am 15.10.2021 um 00:47 schrieb Martin Gerdes:
>>> In der DDR mit ihren heruntersubventionierten Heizkosten hat man
>>> die Raumtemperatur mit dem Fenster reguliert: Wenn es zu warm war
>>> in der Wohnung im Dezember, hat man einfach das Fenster
>>> aufgerissen. Dann ist es schon kühler geworden.
> 
>> "Man" hat das schonmal gleich gar nicht getan. Denn so etwas gab es
>> nur in ganz bestimmten Wohngebieten. Und dort hatte das nichts mit
>> Verschwendung o.ä. zu tun, sondern war Teil des Plans und exakt so
>> vorgesehen.
> 
> Wegen der anfallenden Wärme des BHKW?

Prozeß-Abwärme aus allen möglichen Quellen, die abgebaut werden mußte.

-- 
هرگز گربه خود را مجبور به معاشرت با انسان‌ها، سگ‌ها یا سایر گربه‌ها نکنید

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#523469

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2021-10-16 00:24 -0700
Message-ID<07798441-01d6-474c-8ad7-423c1fd96ab5n@googlegroups.com>
In reply to#523384
Lars Gebauer schrieb am Freitag, 15. Oktober 2021 um 21:25:18 UTC+2:
> Am 15.10.2021 um 20:49 schrieb Martin Ebert: 
> > Am 15.10.21 um 16:40 schrieb Lars Gebauer: 
> >> Am 15.10.2021 um 00:47 schrieb Martin Gerdes: 
> >>> In der DDR mit ihren heruntersubventionierten Heizkosten hat man 
> >>> die Raumtemperatur mit dem Fenster reguliert: Wenn es zu warm war 
> >>> in der Wohnung im Dezember, hat man einfach das Fenster 
> >>> aufgerissen. Dann ist es schon kühler geworden. 
> > 
> >> "Man" hat das schonmal gleich gar nicht getan. Denn so etwas gab es 
> >> nur in ganz bestimmten Wohngebieten. Und dort hatte das nichts mit 
> >> Verschwendung o.ä. zu tun, sondern war Teil des Plans und exakt so 
> >> vorgesehen. 
> > 
> > Wegen der anfallenden Wärme des BHKW?
> Prozeß-Abwärme aus allen möglichen Quellen, die abgebaut werden mußte.

Was haben die im Hochsommer gemacht? Das mit der Abwärme schafft
heutzutage auch eine Serverfarm.

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#523386

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2021-10-15 21:26 +0200
Message-ID<isu303F115lU1@mid.individual.net>
In reply to#523210
Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> writes:


> In der DDR mit ihren heruntersubventionierten Heizkosten hat man die
> Raumtemperatur mit dem Fenster reguliert: Wenn es zu warm war in der
> Wohnung im Dezember, hat man einfach das Fenster aufgerissen. Dann ist
> es schon kühler geworden. 

Nicht nur in der DDR. Hab ich 8 Jahre lang in meiner Studentenbude in
Aachen auch so gemacht. War einfach zu heiß mit geschlossenem Fenster.

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