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Eine wohl leicht überholte Studie

Started by"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
First post2020-09-15 16:41 +0200
Last post2020-09-16 09:51 +0200
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Contents

  Eine wohl leicht überholte Studie "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2020-09-15 16:41 +0200
    Re: Eine wohl leicht überholte Studie Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2020-09-15 17:09 +0200
      Re: Eine wohl leicht überholte Studie Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2020-09-15 19:18 +0200
        Re: Eine wohl leicht überholte Studie Bernd Ullrich <ullrich_bernd@hotmail.com> - 2020-09-15 22:34 +0200
    Re: Eine wohl leicht überholte Studie Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2020-09-15 18:03 +0200
    Re: Eine wohl leicht überholte Studie Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2020-09-15 18:05 +0200
      Re: Eine wohl leicht überholte Studie Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2020-09-15 18:13 +0200
        Re: Eine wohl leicht überholte Studie Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2020-09-15 18:18 +0200
          Re: Eine wohl leicht überholte Studie Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2020-09-15 18:29 +0200
            Re: Eine wohl leicht überholte Studie Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2020-09-15 18:38 +0200
              Re: Eine wohl leicht überholte Studie Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2020-09-15 18:50 +0200
            Re: Eine wohl leicht überholte Studie Ulf.Kutzner@web.de - 2020-09-15 09:49 -0700
        Re: Eine wohl leicht überholte Studie Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2020-09-15 19:21 +0200
          Re: Eine wohl leicht überholte Studie Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2020-09-15 20:24 +0200
            Re: Eine wohl leicht überholte Studie Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2020-09-16 20:17 +0200
      Re: Eine wohl leicht überholte Studie Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2020-09-15 19:38 +0200
        Re: Eine wohl leicht überholte Studie Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2020-09-15 19:47 +0200
          Re: Eine wohl leicht überholte Studie Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2020-09-15 20:08 +0200
          Re: Eine wohl leicht überholte Studie Ulf.Kutzner@web.de - 2020-09-15 11:11 -0700
          Re: Eine wohl leicht überholte Studie Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2020-09-15 20:24 +0200
            Re: Eine wohl leicht überholte Studie Ulf.Kutzner@web.de - 2020-09-15 11:40 -0700
            Re: Eine wohl leicht überholte Studie Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2020-09-15 20:41 +0200
              Re: Eine wohl leicht überholte Studie Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2020-09-15 22:59 +0200
                Re: Eine wohl leicht überholte Studie Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2020-09-15 23:08 +0200
                  Re: Eine wohl leicht überholte Studie Ulf.Kutzner@web.de - 2020-09-15 14:13 -0700
                Re: Eine wohl leicht überholte Studie Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2020-09-16 07:04 +0200
                Re: Eine wohl leicht überholte Studie Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2020-09-16 08:25 +0200
                  Re: Eine wohl leicht überholte Studie Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2020-09-18 14:18 +0200
              Re: Eine wohl leicht überholte Studie Wolfgang  Εnzinger <we_usenet@nurfuerspam.de> - 2020-09-15 23:19 +0200
                Re: Eine wohl leicht überholte Studie Ulf.Kutzner@web.de - 2020-09-15 15:17 -0700
                Re: Eine wohl leicht überholte Studie Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2020-09-16 07:09 +0200
                  Re: Eine wohl leicht überholte Studie Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2020-09-16 07:45 +0000
                Re: Eine wohl leicht überholte Studie Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2020-09-16 07:42 +0000
                  Re: Eine wohl leicht überholte Studie Ulf.Kutzner@web.de - 2020-09-16 00:53 -0700
                    Re: Eine wohl leicht überholte Studie Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2020-09-16 09:49 +0000
            Re: Eine wohl leicht überholte Studie Herwig Huener <herwig.huener@t-online.de> - 2020-09-15 23:46 -0700
            Re: Eine wohl leicht überholte Studie Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2020-09-15 23:52 -0700
      Re: Eine wohl leicht überholte Studie Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2020-09-15 18:48 +0000
        Re: Eine wohl leicht überholte Studie Ulf.Kutzner@web.de - 2020-09-15 11:56 -0700
      Re: Eine wohl leicht überholte Studie Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2020-09-15 22:15 +0200
        Re: Eine wohl leicht überholte Studie Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2020-09-15 22:23 +0200
        Re: Eine wohl leicht überholte Studie Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2020-09-18 14:18 +0200
          Re: Eine wohl leicht überholte Studie Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2020-09-18 12:26 +0000
            Re: Eine wohl leicht überholte Studie Ulf.Kutzner@web.de - 2020-09-18 08:09 -0700
            Re: Eine wohl leicht überholte Studie Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2020-09-18 18:09 +0200
            Re: Eine wohl leicht überholte Studie Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2020-09-18 19:05 +0200
            Re: Eine wohl leicht überholte Studie Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2020-09-20 11:46 +0200
              Re: Eine wohl leicht überholte Studie Ulf.Kutzner@web.de - 2020-09-20 03:57 -0700
              Re: Eine wohl leicht überholte Studie Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2020-09-23 21:18 +0200
                Re: Eine wohl leicht überholte Studie Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2020-09-23 21:46 +0200
                  Re: Eine wohl leicht überholte Studie Ulf.Kutzner@web.de - 2020-09-23 13:56 -0700
                  Re: Eine wohl leicht überholte Studie Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2020-09-24 08:59 +0200
                    Re: Eine wohl leicht überholte Studie Wolfgang  Εnzinger <we_usenet@nurfuerspam.de> - 2020-09-25 00:15 +0200
                      Re: Eine wohl leicht überholte Studie Ulf.Kutzner@web.de - 2020-09-24 22:26 -0700
                  Re: Eine wohl leicht überholte Studie Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2020-09-24 15:45 +0200
                    Re: Eine wohl leicht überholte Studie Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2020-09-24 17:11 +0200
                      Re: Eine wohl leicht überholte Studie Ulf.Kutzner@web.de - 2020-09-24 08:20 -0700
                    Re: Eine wohl leicht überholte Studie Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2020-09-24 19:51 +0200
                      Re: Eine wohl leicht überholte Studie Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2020-09-24 20:27 +0200
                        Re: Eine wohl leicht überholte Studie Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2020-09-24 22:30 +0200
                  Re: Eine wohl leicht überholte Studie Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2020-09-24 19:51 +0200
                    Re: Eine wohl leicht überholte Studie Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2020-09-25 00:14 +0200
                      Re: Eine wohl leicht überholte Studie Ulf.Kutzner@web.de - 2020-09-24 22:19 -0700
                Re: Eine wohl leicht überholte Studie Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2020-09-23 17:50 -0400
                Re: Eine wohl leicht überholte Studie Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2020-09-24 15:32 +0200
                  Re: Eine wohl leicht überholte Studie Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2020-09-24 15:52 +0200
                    Re: Eine wohl leicht überholte Studie Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2020-09-24 20:29 +0200
          Re: Eine wohl leicht überholte Studie Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2020-09-18 08:38 -0400
    Re: Eine wohl leicht überholte Studie Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2020-09-15 20:12 +0200
    Re: Eine wohl leicht überholte Studie Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2020-09-15 23:37 -0700
    Re: Eine wohl leicht überholte Studie Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2020-09-16 09:36 +0200
      Re: Eine wohl leicht überholte Studie Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2020-09-16 09:51 +0200

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#465056

FromGerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>
Date2020-09-15 22:23 +0200
Message-ID<rjr7sf$4m1$1@news.bawue.net>
In reply to#465055
On 9/15/20 10:15 PM, Martin Ebert wrote:
> Am 15.09.20 um 18:05 schrieb Gerrit Heitsch:
> 
> [autofreie Innenstadt]
>> Vor allem wenn alle gleich viel zahlen müssen. Das freut doch die
>> Leute mit genug Geld, die haben dann freiere Straßen. Die bei denen
>> es jetzt schon knapp ist haben hingegen ein Problem.
> 
> Das muss man als Regierung aber auch erstmal hinkriegen: Die
> Armen bedanken sich noch dafür, dass die Reichen bevorzugt
> werden.

Republikaner in USA...

  Gerrit

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#465464

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2020-09-18 14:18 +0200
Message-ID<tf17mf9rr7vv5mj63d42hmvjhnh2ii91mp@4ax.com>
In reply to#465055
Martin Ebert <mx300@gmx.net> schrieb:

>[autofreie Innenstadt]
>> Vor allem wenn alle gleich viel zahlen müssen. Das freut doch die
>> Leute mit genug Geld, die haben dann freiere Straßen. Die bei denen
>> es jetzt schon knapp ist haben hingegen ein Problem.

> Das muss man als Regierung aber auch erstmal hinkriegen: Die
> Armen bedanken sich noch dafür, dass die Reichen bevorzugt
> werden.

Was kommt jetzt? Einkommensabhängige Preise bei Lidl? Einkauf nur mit
Vorlage des Steuerbescheids? 

Autofahren ist insgesamt zu billig. Will man wirklich den
Individualverkehr in unseren zu engen und total überfüllten Städten
reduzieren, wird man über eine Preiserhöhung (wie auch immer) nicht
drumherumkommen. 

Das Zweckgeschrei der Betroffenen wird natürlich laut. Das ist klar.

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#465466

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2020-09-18 12:26 +0000
Message-ID<rk2928$7vl$1@solani.org>
In reply to#465464
Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> wrote:
> Martin Ebert <mx300@gmx.net> schrieb:
> 
>> [autofreie Innenstadt]
>>> Vor allem wenn alle gleich viel zahlen müssen. Das freut doch die
>>> Leute mit genug Geld, die haben dann freiere Straßen. Die bei denen
>>> es jetzt schon knapp ist haben hingegen ein Problem.
> 
>> Das muss man als Regierung aber auch erstmal hinkriegen: Die
>> Armen bedanken sich noch dafür, dass die Reichen bevorzugt
>> werden.
> 
> Was kommt jetzt? Einkommensabhängige Preise bei Lidl? Einkauf nur mit
> Vorlage des Steuerbescheids? 
> 
> Autofahren ist insgesamt zu billig. Will man wirklich den
> Individualverkehr in unseren zu engen und total überfüllten Städten
> reduzieren, wird man über eine Preiserhöhung (wie auch immer) nicht
> drumherumkommen. 
> 
> Das Zweckgeschrei der Betroffenen wird natürlich laut. Das ist klar.
> 
> 

Momentan ist doch eher das Problem der Städte, daß niemand mehr freiwillig
reinfährt , solange Corona existiert und Amazon zuverlässig liefert.

Deren Probleme gehen mir nun ganz behaglich am sonstwo vorbei. Been there,
done that. Not anymore.

Von den paar lauten autochthonen Hipstern in den Zonen der Begegnung können
die Städte offenbar nicht leben. Who would have known?


Schon die Süddeutsche Zeitung hat sehr treffend geschrieben: Zonen der
Begegnung. Aber wer sollen da wem begegnen,  und was machen die dann
zusammen?

Man kann sich mit einem Bierglas in der Hand begegnen oder auch mit einem
Messer begegnen ist noch kein Wert an sich.


Also, ich persönlich tue was ich nur kann um die autofreie Stadt und
Innenstadt zu fördern. 
-- 
please forgive my iPhone typos

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#465502

FromUlf.Kutzner@web.de
Date2020-09-18 08:09 -0700
Message-ID<57d60d3e-8800-4c20-a7d3-c2dfa2b0731do@googlegroups.com>
In reply to#465466
Am Freitag, 18. September 2020 14:26:49 UTC+2 schrieb Dr. Joachim Neudert:
 
> >> [autofreie Innenstadt]
> >>> Vor allem wenn alle gleich viel zahlen müssen. Das freut doch die
> >>> Leute mit genug Geld, die haben dann freiere Straßen. Die bei denen
> >>> es jetzt schon knapp ist haben hingegen ein Problem.
> > 
> >> Das muss man als Regierung aber auch erstmal hinkriegen: Die
> >> Armen bedanken sich noch dafür, dass die Reichen bevorzugt
> >> werden.
> > 
> > Was kommt jetzt? Einkommensabhängige Preise bei Lidl? Einkauf nur mit
> > Vorlage des Steuerbescheids? 
> > 
> > Autofahren ist insgesamt zu billig. Will man wirklich den
> > Individualverkehr in unseren zu engen und total überfüllten Städten
> > reduzieren, wird man über eine Preiserhöhung (wie auch immer) nicht
> > drumherumkommen. 
> > 
> > Das Zweckgeschrei der Betroffenen wird natürlich laut. Das ist klar.
> > 
> > 
> 
> Momentan ist doch eher das Problem der Städte, daß niemand mehr freiwillig
> reinfährt , solange Corona existiert und Amazon zuverlässig liefert.
> 
> Deren Probleme gehen mir nun ganz behaglich am sonstwo vorbei. Been there,
> done that.

Zu COVID-Zeiten?

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#465513

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2020-09-18 18:09 +0200
Message-ID<hsk4ejFb8csU1@mid.individual.net>
In reply to#465466
Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> writes:

> Begegnung. Aber wer sollen da wem begegnen,  und was machen die dann
> zusammen?
>
> Man kann sich mit einem Bierglas in der Hand begegnen oder auch mit einem
> Messer begegnen ist noch kein Wert an sich.

Offensichtlich schon, nach Meinung der Stadtplaner. Sollen sie ihren
Spaß haben.

> Also, ich persönlich tue was ich nur kann um die autofreie Stadt und
> Innenstadt zu fördern. 

Das sowieso. Wenn ich mal in "die Stadt" fahre, dann mit dem Bus. Der
mit weitem Abstand wichtigste Grund ist, mal was Essen und Trinken zu
gehen. Und das auch nicht mehr so oft wie früher und im Winter wird das
wohl weiter zurück gehen. Es sei denn die Gastronomie bringt ein
überzeugendes Außengastronomiekonzept für den Winter an den Start. In
Aachen kenne ich das an einigen Stellen. Hier bin ich mal gespannt.

Gestern in der hiesigen Fußgängerzone ist mir dann schon aufgefallen,
dass da wo früher Geschäfte waren (Handyladen, Klamottenlanden, WMF Shop
etc.) jetzt Imbisse sind: Döner, Sushi-to-Go,
Leberkäsebrötchen-to-Go,... scheint das einzige zu sein, was heute noch
zieht.

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#465520

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2020-09-18 19:05 +0200
Message-ID<06q9mfd0f5pvsijst50hjvncqnr9v81fie@4ax.com>
In reply to#465466
Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> schrieb:

>> Autofahren ist insgesamt zu billig. Will man wirklich den
>> Individualverkehr in unseren zu engen und total überfüllten Städten
>> reduzieren, wird man über eine Preiserhöhung (wie auch immer) nicht
>> drumherumkommen. 
 
>> Das Zweckgeschrei der Betroffenen wird natürlich laut. Das ist klar.

>Momentan ist doch eher das Problem der Städte, daß niemand mehr freiwillig
>reinfährt , solange Corona existiert und Amazon zuverlässig liefert.

Das verkennst Du. Insbesondere vergißt Du, daß in den Städten eine Menge
Menschen wohnen. Die fahren selbstverständlich dort rein und raus und
stellen nach wie vor mit ihrem Blech die Straßen zu. Der Verkehr hat
sich zwar etwas verringert, aber ist keineswegs zusammengebrochen, wie
Du es suggerierst.

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#465661

FromAndreas Bockelmann <xotzil@gmx.de>
Date2020-09-20 11:46 +0200
Message-ID<rk7fen.794.1@wxp-nb-pm.local>
In reply to#465466
Dr. Joachim Neudert schrieb:

> Also, ich persönlich tue was ich nur kann um die autofreie Stadt und
> Innenstadt zu fördern.
+1

Ich arbeite am Außenrand von Dortmund (für Kenner der Gegend "Stadtkrone 
Ost") Für mich ist es sogar wirtschaftlicher, mir Kleinkram von Conrad (dem 
blauen Klaus) per deren Boten zum Büro bringen zu lassen als meine 
Mittagspause zu opfern um mich in die Innenstadt zu begeben. Kommt extrem 
selten vor, dass ich überhaupt bei Conrad einkaufe, noch seltener, dass ich 
etwas dringend am gleichen Tag brauche, aber been there, done that.

Ansonsten liegen auf meinem täglichen Arbeitsweg je eine DHL PAckstation als 
auch ein Amazon Locker. Mit minimalem Umweg lässt sich die Zahl der 
Stationen verdreifachen. Ich bin doch nicht bekloppt und fahre noch mittags 
in die Innenstadt, außer ein Kunde bestellt mich unbedingt da hin (und zahlt 
dafür). Selbst in unserer kleinen Kreisstadt bin ich extrem seltenst in der 
Innenstadt, wozu auch? Saturn ist weg, Tjhalia ist weg, Woolworth ist weg, 
die Mayersche ist weg, einen Waffenladen für Munition gibt es nicht mehr, 
alles andere gibt es am Stadtrand oder im Gewerbegebiet. Die Städter werden 
schon sehen, dass ihre autofahrerbehindernden Begenungsstätten niemanden 
satt machen.

Im kleinen Stil mach die Gemeinde Möhnesee das gleiche in ihrem Hauptdorf 
(Körbecke) durch. Da gibt es auch keine nennenswerten Geschäfte mehr.

-- 
  Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Bockelmann

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#465670

FromUlf.Kutzner@web.de
Date2020-09-20 03:57 -0700
Message-ID<5043862f-1a92-4a4b-8ee5-390a5272be49o@googlegroups.com>
In reply to#465661
Am Sonntag, 20. September 2020 11:48:02 UTC+2 schrieb Andreas Bockelmann:
> Dr. Joachim Neudert schrieb:
> 
> > Also, ich persönlich tue was ich nur kann um die autofreie Stadt und
> > Innenstadt zu fördern.
> +1
> 
> Ich arbeite am Außenrand von Dortmund (für Kenner der Gegend "Stadtkrone 
> Ost") Für mich ist es sogar wirtschaftlicher, mir Kleinkram von Conrad (dem 
> blauen Klaus) per deren Boten zum Büro bringen zu lassen als meine 
> Mittagspause zu opfern um mich in die Innenstadt zu begeben. Kommt extrem 
> selten vor, dass ich überhaupt bei Conrad einkaufe, noch seltener, dass ich 
> etwas dringend am gleichen Tag brauche, aber been there, done that.
> 
> Ansonsten liegen auf meinem täglichen Arbeitsweg je eine DHL PAckstation als 
> auch ein Amazon Locker. Mit minimalem Umweg lässt sich die Zahl der 
> Stationen verdreifachen. Ich bin doch nicht bekloppt und fahre noch mittags 
> in die Innenstadt, außer ein Kunde bestellt mich unbedingt da hin (und zahlt 
> dafür). Selbst in unserer kleinen Kreisstadt bin ich extrem seltenst in der 
> Innenstadt, wozu auch? Saturn ist weg, Tjhalia ist weg, Woolworth ist weg, 
> die Mayersche ist weg, einen Waffenladen für Munition gibt es nicht mehr, 
> alles andere gibt es am Stadtrand oder im Gewerbegebiet. Die Städter werden 
> schon sehen, dass ihre autofahrerbehindernden Begenungsstätten niemanden 
> satt machen.

Saturn als Begegnungsstätte?

> Im kleinen Stil mach die Gemeinde Möhnesee das gleiche in ihrem Hauptdorf 
> (Körbecke) durch. Da gibt es auch keine nennenswerten Geschäfte mehr.

Und das soll alles daran liegen,
daß bei nach Errichtung der Geschäfte
gleichbleibendem Kfz-Verkehr nun
Kapazitätsreduzierungen für den
fließenden bzw. auch Verteuerungen
für den ruhenden Verkehr vorgenommen
wurden?

Wenn es etwa im Parkhaus teurer wurde,
will man das den bösen Verwaltungen anlasten?

Daß man an den letzten Adventssamstagen dort
vormittags nicht sofort einen freien Stellplatz
findet, auch?

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#465899

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2020-09-23 21:18 +0200
Message-ID<lp7nmflm3p897di3ou2qm6atos9iptkd9g@4ax.com>
In reply to#465661
Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> schrieb:

>> Also, ich persönlich tue was ich nur kann, um die autofreie Stadt und
>> Innenstadt zu fördern.

>+1

Das Menschenleben ist farbig und vielfältig.

Du solltest Dein Leben nicht mit dem des iDoc auf eine Stufe stellen.

> Ich arbeite am Außenrand von Dortmund (für Kenner der Gegend "Stadtkrone 
> Ost") 

... eine Autostunde von Deinem Wohnort, oder manchmal auch anderthalb
Stunden.

> Für mich ist es sogar wirtschaftlicher, mir Kleinkram von Conrad (dem 
> blauen Klaus) per deren Boten zum Büro bringen zu lassen als meine 
> Mittagspause zu opfern, um mich in die Innenstadt zu begeben. 

Sogar Deine (nähere) Kreisstadt, aber natürlich auch Dortmund sind von
Deinem Haus eine halbe Tagesreise entfernt. "Eben mal kurz" abends zu
einer Veranstaltung zu fahren, erfordert eine erhebliche Planung (und
einen erheblichen Zeitaufwand). Vermutlich entfällt das für Dich daher. 

Das mag in Dein Leben passen -- aber es paßt nicht in aller Leute Leben.

> Kommt extrem selten vor, dass ich überhaupt bei Conrad einkaufe

Logisch, bei dem Zeitaufwand!

Ich kaufe auch nicht gern bei Conrad im Laden ein, weil sie das
allermeiste ja nicht da haben. Wenn ich das aber tue, kann ich das meist
im Vorübergehen erledigen oder mit einem ohnehin notwendigen
(Innen-)Stadtgang verbinden. Heißt: Mein Zeitoverhead für einen Kauf bei
Conrad ist erheblich kleiner als Deiner. Logisch, daß Du seltener bei
Conrad einkaufst als ich.

> Ansonsten liegen auf meinem täglichen Arbeitsweg je eine DHL PAckstation als 
> auch ein Amazon Locker. 

Online-Handel hat gegenüber dem Präsenzhandel eine klare und auch
bedeutende Schwäche: Beim Online-Handel kannst Du nicht sicher sein, ob
behauptete Lagerware wirklich auf Lager ist. Neulich habe ich mal beim
Hochpreisversand Manufactum einen Artikel bestellt. Ich wollte wirklich
nur Lagerware haben, weil ich den Artikel auf Termin brauchte. 

Telefonisch war der Laden nicht erreichbar, die haben hierzustadt aber
immerhin einen Laden. Der hatte den Artikel zwar nicht, das konnte ich
online erfragen, aber immerhin konnte ich dort einen echten Menschen
treffen, der im hauseigenen Warenwirtschaftssystem nachschauen konnte,
ob der Artikel am Lager ist. Soll er angeblich gewesen sein, also
bestellte ich. Acht Wochen später -- ich war gerade im Urlaub --
erreichte mich eine Mail: "Ihre Ware wird zum Versand gebracht!" Ich
habe den Artikel dann aber nicht mehr gebraucht, habe also keine
Klimmzüge gemacht, das Paket, das in meiner mehrwöchigen Abwesenheit
unversehens doch noch geliefert wurde, passend abzufangen oder
umzuleiten. Dem Absender konnte ich das noch nicht einmal mitteilen, da
er immer noch nicht telefonisch erreichbar war. 

Gerade hat mich ein (deutscher) Ebay-Verkäufer mal wieder betrogen, er
hat Schrott ab Werk geliefert.

Kleines Geld, ärgerlich ist es doch. 

So schmerzfrei, wie Du suggerierst, ist Online-Handel also nicht. 

Aber das muß auch jeder selber wissen. Ich kaufe auch gern online, kenne
aber die Tücken den Online-Handels und kalkuliere sie ein.

> Mit minimalem Umweg lässt sich die Zahl der Stationen verdreifachen. 
> Ich bin doch nicht bekloppt und fahre noch mittags in die Innenstadt, 

Wenn Du schon so formulierst: Ich bin doch nicht bekloppt und nehme
einen Arbeitsweg von einer Stunde hin und einer Stunde zurück
arbeitstäglich in Kauf (Der iDoc ist übrigens auch nicht so bekloppt). 

Du wirst dafür andererseits Deine Gründe haben. Fast zwei Stunden
Abwesenheit mehr pro Arbeitstag als bei mir (oder dem iDoc) resultieren
daraus aber doch.

> Selbst in unserer kleinen Kreisstadt bin ich extrem seltenst in der 
> Innenstadt, wozu auch? 

Auch das kostet Dich erstmal eine Autofahrt von 20 Minuten oder 15 km. 

> Saturn ist weg, Tjhalia ist weg, Woolworth ist weg, 
> die Mayersche ist weg, einen Waffenladen für Munition gibt es nicht mehr, 
> alles andere gibt es am Stadtrand oder im Gewerbegebiet. Die Städter werden 
> schon sehen, dass ihre autofahrerbehindernden Begegnungsstätten niemanden 
> satt machen.

Die in ihren fahrbahren Untersatz verliebten Vielfahrer vom Dorf ziehen
viel wieder in die Stadt, wenn das Fahren im Alter beschwerlich wird.

> Im kleinen Stil macht die Gemeinde Möhnesee das gleiche in ihrem Hauptdorf 
> (Körbecke) durch. Da gibt es auch keine nennenswerten Geschäfte mehr.

Ohne Auto bist Du an Deinem aktuellen Wohnort aufgeschmissen. Wenn man
dann wirklich nicht mehr autofahren kann, wird das Leben in einem
solchen Umfeld ziemlich beschwerlich.

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#465903

FromHanno Foest <hurga-news2@tigress.com>
Date2020-09-23 21:46 +0200
Message-ID<ht1n08F6o9nU1@mid.individual.net>
In reply to#465899
On 23.09.20 21:18, Martin Gerdes wrote:

> Online-Handel hat gegenüber dem Präsenzhandel eine klare und auch
> bedeutende Schwäche: Beim Online-Handel kannst Du nicht sicher sein, ob
> behauptete Lagerware wirklich auf Lager ist.

Beim Präsenzhandel eher noch weniger. Online-Handel hat meist ein 
leidlich gut funktionierendes Warenwirtschaftssystem, ohne das ginge 
nämlich gar nichts. Präsenzhandel hat gar nicht mal so selten Idioten 
vor Ort, die ihren eigenen Krempel nicht kennen, und/oder nicht finden. 
Wenn er denn überhaupt da ist, oder nicht als Ausstellungsstück 
(kaputt)begrabbelt wurde. Und bei einer eventuellen Reklamation wird es 
richtig spaßig.

> Neulich habe ich mal beim
> Hochpreisversand Manufactum einen Artikel bestellt. Ich wollte wirklich
> nur Lagerware haben, weil ich den Artikel auf Termin brauchte.

Conrad hat den Warenbestand nicht nur für den Versand, sondern auch pro 
Filiale auf der Webseite gelistet. Bisher hats gestimmt.

Hanno

-- 
The modern conservative is engaged in one of man's oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith

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#465905

FromUlf.Kutzner@web.de
Date2020-09-23 13:56 -0700
Message-ID<e9950182-4d79-4298-9cc3-a6b6d8f801d3o@googlegroups.com>
In reply to#465903
Am Mittwoch, 23. September 2020 21:46:18 UTC+2 schrieb Hannenmöse:
 
> > Online-Handel hat gegenüber dem Präsenzhandel eine klare und auch
> > bedeutende Schwäche: Beim Online-Handel kannst Du nicht sicher sein, ob
> > behauptete Lagerware wirklich auf Lager ist.
> 
> Beim Präsenzhandel eher noch weniger. Online-Handel hat meist ein 
> leidlich gut funktionierendes Warenwirtschaftssystem, ohne das ginge 
> nämlich gar nichts. Präsenzhandel hat gar nicht mal so selten Idioten 
> vor Ort, die ihren eigenen Krempel nicht kennen

Artikelbeschreibungen gibt es online,
Artikelerklärer deutlich seltener.

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#465918

FromDietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de>
Date2020-09-24 08:59 +0200
Message-ID<20200924085945.0259b290.dietz-usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#465903
Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> wrote:

> On 23.09.20 21:18, Martin Gerdes wrote:
> > Neulich habe ich mal beim
> > Hochpreisversand Manufactum einen Artikel bestellt. Ich wollte
> > wirklich nur Lagerware haben, weil ich den Artikel auf Termin
> > brauchte.  
> 
> Conrad hat den Warenbestand nicht nur für den Versand, sondern auch
> pro Filiale auf der Webseite gelistet. Bisher hats gestimmt.

Conrad ist diesbezüglich recht gut aufgestellt. Die haben auch ein paar
Entwickler, die ihr Handwerk verstehen.

Und zumindest in der Nürnberger Filiale sind die meisten Mitarbeiter
leidlich bis recht kompetent in ihrem Bereich.

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#466139

FromWolfgang Εnzinger <we_usenet@nurfuerspam.de>
Date2020-09-25 00:15 +0200
Message-ID<giu37b3f7x59$.dlg@weu.my-fqdn.de>
In reply to#465918
Am Thu, 24 Sep 2020 08:59:45 +0200 schrieb Dietz Proepper:

> Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> wrote:
>> Conrad hat den Warenbestand nicht nur für den Versand, sondern auch
>> pro Filiale auf der Webseite gelistet. Bisher hats gestimmt.
> 
> Conrad ist diesbezüglich recht gut aufgestellt. Die haben auch ein paar
> Entwickler, die ihr Handwerk verstehen.
> 
> Und zumindest in der Nürnberger Filiale sind die meisten Mitarbeiter
> leidlich bis recht kompetent in ihrem Bereich.

Haha!

Das erinnert mich an meinen letzten Besuch bei Conrad im Tal (M).

Die BALAG hatte mich hingeschickt, alldieweil ihre Kaffeemaschine verreckt
war. Sie hatte auch bereits das entsprechende YT-Video rausgesucht, der
Symptomatik nach war da nur ein neuer Kondensator reinzulöten, im Video war
alles genau erklärt; und diese Aufgabe ward nun mir zugedacht.

Ich stelle mich also bei Conrad in die Schlange. Einerseits fange ich
zunehmend an, dieses Biotop zu geniessen, andererseits rutscht mir schon
auch ein bisserl das Herz in die Hosen: die Dame da vorne am Verkaufstresen
macht einen gestandenen Schrauber und Löter nach dem anderen zur Schnecke.
Entweder weil er nicht genau sagen kann, was wer will, oder aber weil er
das völlig falsche Teil zu kaufen begehrt. Irgendwie hat diese Dame einen
ziemlich guten Riecher dafür, was die Herrschaften mit ihren angedachten
Käufen eigentlich vorhaben.

Der vor mir, nach einigen Zurechtweisungen auch schon ziemlich kleinlaut,
meint auf die Frage, wie viele Exemplare von diesem Teil er nun haben will,
erst "eines", und auf ihren Hinweis "Zwei! Eins zum Kaputtmachen." brav
"zwei.".

Jetzt bin ich dran. Volle Konzentration, damit ich beim Aufsagen nichts
falsch mache. Sie: "Aha. Philips Senseo." *gruschtel* "Da, nimm den, der
passt. Einen?" Ich: "Zwei. Einen zum Kaputtmachen." Sie lächelt. Puh! ;-)


-- 
nobody's fault but mine

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#466151

FromUlf.Kutzner@web.de
Date2020-09-24 22:26 -0700
Message-ID<80cb7536-5e3d-4832-91ca-9f96683589e9o@googlegroups.com>
In reply to#466139
Am Freitag, 25. September 2020 00:15:26 UTC+2 schrieb Wolfgang  Εnzinger:
 
> > Conrad ist diesbezüglich recht gut aufgestellt. Die haben auch ein paar
> > Entwickler, die ihr Handwerk verstehen.
> > 
> > Und zumindest in der Nürnberger Filiale sind die meisten Mitarbeiter
> > leidlich bis recht kompetent in ihrem Bereich.
> 
> Haha!
> 
> Das erinnert mich an meinen letzten Besuch bei Conrad im Tal (M).
> 
> Die BALAG hatte mich hingeschickt, alldieweil ihre Kaffeemaschine verreckt
> war. Sie hatte auch bereits das entsprechende YT-Video rausgesucht, der
> Symptomatik nach war da nur ein neuer Kondensator reinzulöten, im Video war
> alles genau erklärt; und diese Aufgabe ward nun mir zugedacht.
> 
> Ich stelle mich also bei Conrad in die Schlange. Einerseits fange ich
> zunehmend an, dieses Biotop zu geniessen, andererseits rutscht mir schon
> auch ein bisserl das Herz in die Hosen: die Dame da vorne am Verkaufstresen
> macht einen gestandenen Schrauber und Löter nach dem anderen zur Schnecke.
> Entweder weil er nicht genau sagen kann, was wer will, oder aber weil er
> das völlig falsche Teil zu kaufen begehrt.

Das erinnert mich an einen der MA an der Ausleihtheke einer UB.
Dieser erklärt nicht unter der Länge eines georgischen Trinkspruchs,
daß Benutzer verabsäumt habe, sein Anliegen klarzumachen
[nicht-exklusiv-oder] er unmöglich die Umsetzung seines Anliegens
erwarten könne. Wer dann noch Information oder Nachfrage nachliefert,
dem wird heftigst über den Mund gefahren. Bei Kollegen jenes MA
wird zumindest ein Teil der unmöglichen Anliegen problemlos
umgesetzt.

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#466069

FromAndreas Bockelmann <xotzil@gmx.de>
Date2020-09-24 15:45 +0200
Message-ID<rkieuh.4po.1@wxp-nb-pm.local>
In reply to#465903
Hanno Foest schrieb:

> Conrad hat den Warenbestand nicht nur für den Versand, sondern auch pro 
> Filiale auf der Webseite gelistet. Bisher hats gestimmt.

Das haben viele Händler ab einer gewissen Größe. Und ja, es gibt 
Lagerfehlbestände. Ich habe selbst eine Vergangenheit im Großhandel und als 
EDV-Berater ausreichend viele Inventuren bei Kunden begleitet, geschult und 
ausgewertet.

Und auch aus Filialen des stationären Handels habe ich so manches Gerät mit 
"Dead on Arrival" erhalten. Kommt vor.

Noch kurz zu Martins Anmerkung mit dem Arbeitsweg:
Es mag stimmen, dass die IT-Branche einen Fachkräftemangel hat, aber die 
Anzahl der wirklich interessanten Arbeitgeber ist für alte Hasen 
"überschaubar" Ich kenne im Umkreis von 150km kein anderes Unternehmen, in 
dem ich mich so wohl fühlen würde wie bei meinem jetzigen Arbeitgeber.

Zweites Problem: Meine Frau ist Oberstudienrätin an einem Berufskolleg, von 
uns aus grob die andere Richtung zur Arbeit. Würde ich meinen Arbeitsweg 
durch Umzug verkürzen, verlängerte sich dadurch der Arbeitsweg meiner Frau.



-- 
  Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Bockelmann

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#466093

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2020-09-24 17:11 +0200
Message-ID<ht3r8oFl54sU1@mid.individual.net>
In reply to#466069
Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> writes:

> Hanno Foest schrieb:
>
>> Conrad hat den Warenbestand nicht nur für den Versand, sondern auch
>> pro Filiale auf der Webseite gelistet. Bisher hats gestimmt.
>
> Das haben viele Händler ab einer gewissen Größe. Und ja, es gibt
> Lagerfehlbestände. Ich habe selbst eine Vergangenheit im Großhandel
> und als EDV-Berater ausreichend viele Inventuren bei Kunden begleitet,
> geschult und ausgewertet.
>
> Und auch aus Filialen des stationären Handels habe ich so manches
> Gerät mit "Dead on Arrival" erhalten. Kommt vor.
>
> Noch kurz zu Martins Anmerkung mit dem Arbeitsweg:
> Es mag stimmen, dass die IT-Branche einen Fachkräftemangel hat, aber
> die Anzahl der wirklich interessanten Arbeitgeber ist für alte Hasen
> "überschaubar" Ich kenne im Umkreis von 150km kein anderes
> Unternehmen, in dem ich mich so wohl fühlen würde wie bei meinem
> jetzigen Arbeitgeber.
>
> Zweites Problem: Meine Frau ist Oberstudienrätin an einem
> Berufskolleg, von uns aus grob die andere Richtung zur Arbeit. Würde
> ich meinen Arbeitsweg durch Umzug verkürzen, verlängerte sich dadurch
> der Arbeitsweg meiner Frau.

Die ökologische Lösung wäre Scheidung. Das trauen sich die Ökos aber
bisher nicht zu sagen.

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#466098

FromUlf.Kutzner@web.de
Date2020-09-24 08:20 -0700
Message-ID<27c8fceb-991f-4d81-9db9-e3eea7e8a28do@googlegroups.com>
In reply to#466093
Am Donnerstag, 24. September 2020 17:11:21 UTC+2 schrieb Michael Bode:
 
> > Würde
> > ich meinen Arbeitsweg durch Umzug verkürzen, verlängerte sich dadurch
> > der Arbeitsweg meiner Frau.
> 
> Die ökologische Lösung wäre Scheidung. Das trauen sich die Ökos aber
> bisher nicht zu sagen.

Neudert ist virologischer als die Virologen,
Du gibst Dich pseudoökologischer als die
von Dir verhaßten Ökos, hast Du sonst noch
Probleme?

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#466115

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2020-09-24 19:51 +0200
Message-ID<gbapmfhffhndaqc11117gimm3g74umssro@4ax.com>
In reply to#466069
Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> schrieb:

> Noch kurz zu Martins Anmerkung mit dem Arbeitsweg:
> Es mag stimmen, dass die IT-Branche einen Fachkräftemangel hat, aber die 
> Anzahl der wirklich interessanten Arbeitgeber ist für alte Hasen 
> "überschaubar" Ich kenne im Umkreis von 150km kein anderes Unternehmen, in 
> dem ich mich so wohl fühlen würde wie bei meinem jetzigen Arbeitgeber.

Ich kritisiere Deine Wahl des Arbeitsplatzes nicht, das steht mir ja
auch nicht zu. Ich stelle aber fest, daß der iDoc (mit dem Du Dich
vergleichst) eine Arbeitszeit von "Praxisöffnungszeit + 2 x 5 Minuten"
hat (cum grano salis), Du aber eine Arbeitzeitszeit von "offizielle
Arbeitszeit + 2 x 1 Stunde".

Du bekommst Dein Geld also nicht für 8 h Arbeitszeit täglich, sondern
für 10 h.

> Zweites Problem: Meine Frau ist Oberstudienrätin an einem Berufskolleg, von 
> uns aus grob die andere Richtung zur Arbeit. Würde ich meinen Arbeitsweg 
> durch Umzug verkürzen, verlängerte sich dadurch der Arbeitsweg meiner Frau.

Ich kenne einen Werktätigen, der glücklich mit seiner Arbeitsstelle in
(tataaa!) Dortmund ist. Seine Frau wohnt in Eßlingen (und ja, sie sind
noch beieinander, er ist Wochenendpendler). Frage der persönlichen
Prioritäten.

Aber natürlich auch klar, daß Du absoluter Automensch sein mußt, weil Du
Dein Leben ohne Auto nicht führen könntest.

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#466116

FromAndreas Bockelmann <xotzil@gmx.de>
Date2020-09-24 20:27 +0200
Message-ID<rkivfc.92g.1@wxp-nb-pm.local>
In reply to#466115
Martin Gerdes schrieb:

> Ich kritisiere Deine Wahl des Arbeitsplatzes nicht, das steht mir ja
> auch nicht zu. Ich stelle aber fest, daß der iDoc (mit dem Du Dich
> vergleichst) eine Arbeitszeit von "Praxisöffnungszeit + 2 x 5 Minuten"
> hat (cum grano salis), Du aber eine Arbeitzeitszeit von "offizielle
> Arbeitszeit + 2 x 1 Stunde".
> 
> Du bekommst Dein Geld also nicht für 8 h Arbeitszeit täglich, sondern
> für 10 h.

Naja, es gab auch mal Jahre, zu denen ich 80-90% der Arbeitstage gar nicht 
im Büro war, sondern im Außendienst, bundesweit. Und da ist es auch im 
Mittel egal von wo aus man zum Kunden fährt. Der eine sitzt in Berlin, der 
nächste in Ahaus, dann einer in Ulm, der nächste in Wilhelmshaven, um die 
Woche drauf im Erzgebirge zu sein.

Das ist allerdings vorbei.



-- 
  Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Bockelmann

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#466125

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2020-09-24 22:30 +0200
Message-ID<a3tpmfd3fb45kj7r2db9v9bucj3adf8b74@4ax.com>
In reply to#466116
Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> schrieb:

>> Ich kritisiere Deine Wahl des Arbeitsplatzes nicht, das steht mir ja
>> auch nicht zu. Ich stelle aber fest, daß der iDoc (mit dem Du Dich
>> vergleichst) eine Arbeitszeit von "Praxisöffnungszeit + 2 x 5 Minuten"
>> hat (cum grano salis), Du aber eine Arbeitzeitszeit von "offizielle
>> Arbeitszeit + 2 x 1 Stunde".
 
>> Du bekommst Dein Geld also nicht für 8 h Arbeitszeit täglich, sondern
>> für 10 h.

>Naja, es gab auch mal Jahre, zu denen ich 80-90% der Arbeitstage gar nicht 
>im Büro war, sondern im Außendienst, bundesweit. 

Außendienst ist -- was Arbeitszeit anlangt -- oft auch nicht ganz das
Pralle.

>Und da ist es auch im Mittel egal, von wo aus man zum Kunden fährt. 

Ja. In jedem Fall bleibt dann viel Zeit auf der Strecke, die man
vermutlich nur zum Teil als Arbeitszeit vergütet bekommt (ganz abgesehen
davon, daß man selbst dann keine 10 oder 12 Stunden arbeiten möchte,
wenn man die bezahlt bekommt).

>Der eine sitzt in Berlin, der nächste in Ahaus, dann einer in Ulm, 
>der nächste in Wilhelmshaven, um die Woche drauf im Erzgebirge zu sein.

>Das ist allerdings vorbei.

Jetzt sind es nur 60 km morgens hin und abends 60 km zurück. 

Und wenn dann abends ein interessantes Konzert in Dortmund wäre (oder in
Bielefeld oder in Kassel -- das macht den Kohl ja auch nicht mehr fett),
dann sagst Du Dir: Geht nicht, die Anfahrt ist zu weit. Ich höre mein
Konzert online im Amazon-Locker.  

Und ich setz mich aufs Fahrrad und bin ich 10 Minuten da.

Unterschiedliche Lebensentwürfe, und keiner davon ist "richtig" oder
"falsch".

Aber es ist halt nicht so, daß das Haus im Grünen in jeder Hinsicht das
Gelbe vom Ei wäre. 

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