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Laptop & Lederhose

Started byLars Gebauer <lgebauer@live.de>
First post2020-09-04 14:36 +0200
Last post2020-09-04 10:56 -0700
Articles 3 — 3 participants

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Contents

  Laptop & Lederhose Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2020-09-04 14:36 +0200
    Re: Laptop & Lederhose Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2020-09-04 19:28 +0200
      Re: Laptop & Lederhose Ulf.Kutzner@web.de - 2020-09-04 10:56 -0700

#464026 — Laptop & Lederhose

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2020-09-04 14:36 +0200
SubjectLaptop & Lederhose
Message-ID<ritcb8$ieo$2@dont-email.me>
| Von der jüngsten Panne bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen
| in Bayern sind rund 10 000 Menschen betroffen.
|
| Diese waren zwischen Samstag und Dienstag an bayerischen Flughäfen auf
| das Coronavirus getestet worden und bekamen nicht innerhalb der
| versprochenen Frist von 48 Stunden ein Ergebnis, wie ein Sprecher des
| bayerischen Gesundheitsministeriums am Freitag in München mitteilte.
| Grund sei ein EDV-Problem beim privaten Dienstleister Ecolog gewesen,
| der im Auftrag des Freistaats an den Flughäfen München, Nürnberg und
| Memmingen die Tests durchführt.
|
| Der Sprecher ging davon aus, dass im Laufe des Freitags alle in dem
| Zeitraum getesteten Menschen ihre Ergebnis-Benachrichtigungen erhalten
| werden.
|
| Gleichzeitig wächst der Unmut über die erneuten Verzögerungen.
| Betroffene berichten über Chaos bei den bayerischen Teststationen und
| zeigen sich verärgert über tagelange Wartezeiten.
|
| Auch die Opposition kritisierte fehlendes Management.
| „Ministerpräsident Söders Corona-Test-Debakel geht in die zweite
| Runde“, erklärte die Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen,
| Katharina Schulze.
-- 
"Wenn du etwas riskierst, erlebst du auch schlimme Dinge, aber du lebst 
und verstehst immer mehr. Vor allem wirst du nicht langweilig. Das ist 
das Allerschlimmste: langweilig werden."
                        Françoise Gilot

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#464058

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2020-09-04 19:28 +0200
Message-ID<hrfbqbFj3smU2@mid.individual.net>
In reply to#464026
Lars Gebauer <lgebauer@live.de> writes:

> | Auch die Opposition kritisierte fehlendes Management.
> | „Ministerpräsident Söders Corona-Test-Debakel geht in die zweite
> | Runde“, erklärte die Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen,
> | Katharina Schulze.

https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-soeder-corona-teststrategie-kritik-1.5021606

Ärzte werfen der bayerischen Staatsregierung die Verschwendung von
Ressourcen vor und fordern eine Fokussierung auf bestimmte
Gruppen. Unterdessen werden neue Pannen und Verzögerungen bekannt.

[...]


"Alle Menschen abzustreichen, die das wollen, das ist keine Strategie,
das ist Populismus", sagt Blankenfeld, der sich bereits zwei Mal mit
zahlreichen Kollegen per offenem Brief bei der Staatsregierung über
deren Anti-Corona-Politik beschwert hat. Die wichtigsten Punkte seiner
Kritik: "Wir haben nicht die Zeit für solche ungezielten Massentests,
wir schmeißen sehr viel Geld dafür raus, das wir anderswo sehr viel
sinnvoller verwenden können, und wir bringen das Gesundheitssystem an
die Leistungsgrenze, den Laboren gehen die Röhrchen aus, die Reagenzien
werden knapp." Für Blankenfeld ist es "kein Wunder", dass die Testpannen
nicht abreißen.

[...]

Blankenfeld hat prominente Unterstützung. In einem Kommentar im
Bayerischen Ärzteblatt greift der Präsident der bayerischen Ärztekammer,
Gerald Quitterer, die Massentests scharf an. Die Testungen seien
Momentaufnahmen und sagten nichts über eine schon morgen mögliche
Ansteckung eines Menschen aus. Statt der ungezielten, kostenlosen
Testung Gesunder sollten Tests für Lehrer und Erzieherinnen, Pfleger und
Ärzte Priorität haben.

Die Laborärzte sind ebenfalls unzufrieden. Zwar hätten sie noch genügend
Reagenzien für die Tests, sagt der Allgäuer Labormediziner Matthias
Lapatschek. Aber natürlich seien die Tests eine große
Herausforderung. Das Problem sei, dass der Aufbau der Laborkapazitäten
so schnell gehen musste. Für gewöhnlich brauche man dafür ein paar
Monate Zeit. Nun aber sollte es gleichsam von jetzt auf gleich
gehen. Dabei hätte die Staatsregierung schon im März oder April
festlegen können, wer getestet werden solle, sagt Lapatschek. "Das ist
lange verschleppt worden." Andere Laborärzte sehen die Lage deutlich
kritischer. "Wir sind wirklich am Ende. Wir leben von Tag zu Tag", sagt
einer, der aus Furcht vor Schaden für sein Unternehmen anonym bleiben
will. Für dreieinhalb Tage reiche das Kontingent noch, dann sei
Schluss. Er rede auch mit anderen Kollegen und höre die gleichen Sorgen:
"Das sind nicht nur wir."

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#464060

FromUlf.Kutzner@web.de
Date2020-09-04 10:56 -0700
Message-ID<885239dc-3bff-4989-85a4-ff8adc841d4bo@googlegroups.com>
In reply to#464058
Am Freitag, 4. September 2020 19:28:45 UTC+2 schrieb Michael Bode:
 
> > | Auch die Opposition kritisierte fehlendes Management.
> > | „Ministerpräsident Söders Corona-Test-Debakel geht in die zweite
> > | Runde“, erklärte die Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen,
> > | Katharina Schulze.
> 
> https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-soeder-corona-teststrategie-kritik-1.5021606
> 
> Ärzte werfen der bayerischen Staatsregierung die Verschwendung von
> Ressourcen vor und fordern eine Fokussierung auf bestimmte
> Gruppen. Unterdessen werden neue Pannen und Verzögerungen bekannt.
> 
> [...]
> 
> 
> "Alle Menschen abzustreichen, die das wollen, das ist keine Strategie,
> das ist Populismus", sagt Blankenfeld, der sich bereits zwei Mal mit
> zahlreichen Kollegen per offenem Brief bei der Staatsregierung über
> deren Anti-Corona-Politik beschwert hat. Die wichtigsten Punkte seiner
> Kritik: "Wir haben nicht die Zeit für solche ungezielten Massentests,

Berechtigt nicht eine Einreise zu zwei kostenlosen Tests?

> wir schmeißen sehr viel Geld dafür raus, das wir anderswo sehr viel
> sinnvoller verwenden können, und wir bringen das Gesundheitssystem an
> die Leistungsgrenze, den Laboren gehen die Röhrchen aus, die Reagenzien
> werden knapp." Für Blankenfeld ist es "kein Wunder", dass die Testpannen
> nicht abreißen.
> 
> [...]
> 
> Blankenfeld hat prominente Unterstützung. In einem Kommentar im
> Bayerischen Ärzteblatt greift der Präsident der bayerischen Ärztekammer,
> Gerald Quitterer, die Massentests scharf an. Die Testungen seien
> Momentaufnahmen und sagten nichts über eine schon morgen mögliche
> Ansteckung eines Menschen aus.

Liegt das jetzt an der Freiwilligkeit bei
Einreise aus nicht als riskant eingestuften
Gebieten?

> Statt der ungezielten, kostenlosen
> Testung Gesunder sollten Tests für Lehrer und Erzieherinnen, Pfleger und
> Ärzte

Weil die jetzt alle krank wären?

> Priorität haben.
> 
> Die Laborärzte sind ebenfalls unzufrieden. Zwar hätten sie noch genügend
> Reagenzien für die Tests, sagt der Allgäuer Labormediziner Matthias
> Lapatschek. Aber natürlich seien die Tests eine große
> Herausforderung. Das Problem sei, dass der Aufbau der Laborkapazitäten
> so schnell gehen musste. Für gewöhnlich brauche man dafür ein paar
> Monate Zeit. Nun aber sollte es gleichsam von jetzt auf gleich
> gehen. Dabei hätte die Staatsregierung schon im März oder April
> festlegen können, wer getestet werden solle, sagt Lapatschek. "Das ist
> lange verschleppt worden." Andere Laborärzte sehen die Lage deutlich
> kritischer. "Wir sind wirklich am Ende. Wir leben von Tag zu Tag", sagt
> einer, der aus Furcht vor Schaden für sein Unternehmen anonym bleiben
> will. Für dreieinhalb Tage reiche das Kontingent noch, dann sei
> Schluss. Er rede auch mit anderen Kollegen und höre die gleichen Sorgen:
> "Das sind nicht nur wir."

Dann eben die nächsten paar Wochen nur die Pflichttestungen.
Bedeutet aber, daß sich nur die Einreisenden aus anerkannten
Risikogebieten quarantänieren...

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