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Groups > ger.ct > #334752 > unrolled thread
| Started by | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
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| First post | 2017-12-29 10:20 +0100 |
| Last post | 2018-01-02 02:36 -0800 |
| Articles | 11 — 8 participants |
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Plastikmüll zum Selbermachen! "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-12-29 10:20 +0100
Re: Plastikmüll zum Selbermachen! Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2017-12-29 10:50 +0100
Re: Plastikmüll zum Selbermachen! "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-12-29 11:09 +0100
Re: Plastikmüll zum Selbermachen! Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2017-12-29 12:21 +0100
Re: Plastikmüll zum Selbermachen! Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2018-01-26 10:12 +0100
Re: Plastikmüll zum Selbermachen! Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2018-01-26 10:22 +0100
Re: Plastikmüll zum Selbermachen! Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2018-01-26 01:42 -0800
Re: Plastikmüll zum Selbermachen! Stefan Krister <stefan.krister@creative.chaos.de> - 2018-01-02 14:54 +0100
Re: Plastikmüll zum Selbermachen! Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2017-12-29 11:36 +0100
Re: Plastikmüll zum Selbermachen! Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2018-01-01 15:41 +0100
Re: Plastikmüll zum Selbermachen! Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2018-01-02 02:36 -0800
| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
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| Date | 2017-12-29 10:20 +0100 |
| Subject | Plastikmüll zum Selbermachen! |
| Message-ID | <p251dd$fek$1@news.albasani.net> |
https://www.heise.de/make/meldung/Power-Flower-Nachtbeleuchtung-aus-dem-3D-Drucker-3917854.html Mein Thread dazu: Groß ist das Wehklagen über all den Müll den die Wegwerfgesellschaft produziert Aber seitdem es möglich ist, den ganzen China-Crap selber zu drucken und zu assemblieren, ist das alles plötzlich wichtig und creativ (mit c geschrieben) und irgendwie ganz toll? Sorry, wenn ich so eine Power-Flower Nachtbeleuchtungsblume irgendwo im Laden sehen würde, wäre mein einziger Gedanke: Plastikmüll. Ich will jetzt niemandem die Laune verderben oder seinen 3D-Drucker, aber ich habe noch nicht viel gesehen was ich von den Printouts haben möchte. Eine tolle technische Lösung, die noch nicht ihr Problem gefunden hat. (ja, ich weiß, wenn nach 34 Jahren ein Kreuzmuffennippel defekt wird, kann man den nach einer einfachen 70 kB AutoCAD-Konstruktion selber wiederherstellen und die antike Waschmaschine damit reparieren. Happens every day.) Schönes WE Joachim Neudert
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| From | Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> |
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| Date | 2017-12-29 10:50 +0100 |
| Message-ID | <2ofhhe-sdh.ln1@hergen.dyndns.org> |
| In reply to | #334752 |
Am 29.12.2017 um 10:20 schrieb Dr. Joachim Neudert: > (ja, ich weiß, wenn nach 34 Jahren ein Kreuzmuffennippel defekt wird, > kann man den nach einer einfachen 70 kB AutoCAD-Konstruktion selber > wiederherstellen und die antike Waschmaschine damit reparieren. Happens > every day.) Und falls doch - genau das (mechanisch belastbare Ersatzteile) geht mit den billigen Heim-3D-Druckern nach dem "fused deposition"-Verfahren nicht, da muss man sich dann eh an einen professionellen Dienstleister wenden. Hergen
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
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| Date | 2017-12-29 11:09 +0100 |
| Message-ID | <p2549j$7fh$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #334755 |
Am 29.12.17 um 10:50 schrieb Hergen Lehmann: > Und falls doch - genau das (mechanisch belastbare Ersatzteile) geht mit > den billigen Heim-3D-Druckern nach dem "fused deposition"-Verfahren > nicht, da muss man sich dann eh an einen professionellen Dienstleister > wenden. > > Hergen Das denke ich aber auch. Was ausser unnützem Ü-Eier-Klasse Plastikmüll kann/soll man mit so einem Drucker selbst produzieren? Gibt es sinnvolle Ideen? Gruß Joachim
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| From | Andreas Fecht <forum@aftec.de> |
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| Date | 2017-12-29 12:21 +0100 |
| Message-ID | <p258fo$r9t$1@solani.org> |
| In reply to | #334756 |
Am 29.12.2017 um 11:09 schrieb Dr. Joachim Neudert: > > Was ausser unnützem Ü-Eier-Klasse Plastikmüll kann/soll man mit so einem > Drucker selbst produzieren? Gibt es sinnvolle Ideen? > War da in der c't nicht mal ein Wettbewerb, wer es als erster schafft, was Sinnvolles mit 'nem 3D-Drucker herzustellen? Gruß Andreas
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| From | Michael Bode <m.g.bode@web.de> |
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| Date | 2018-01-26 10:12 +0100 |
| Message-ID | <fd09o7Fjin7U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #334759 |
Am 29.12.2017 um 12:21 schrieb Andreas Fecht: > Am 29.12.2017 um 11:09 schrieb Dr. Joachim Neudert: > >> >> Was ausser unnützem Ü-Eier-Klasse Plastikmüll kann/soll man mit so einem >> Drucker selbst produzieren? Gibt es sinnvolle Ideen? >> > > War da in der c't nicht mal ein Wettbewerb, wer es als erster schafft, > was Sinnvolles mit 'nem 3D-Drucker herzustellen? Mit 'nem 3D-Drucker' oder mit 'nem Spielzeug 3D-Drucker'?
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| From | Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> |
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| Date | 2018-01-26 10:22 +0100 |
| Message-ID | <fd0ab7Fjnp7U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #334759 |
Am 29.12.2017 um 12:21 schrieb Andreas Fecht:
> War da in der c't nicht mal ein Wettbewerb, wer es als erster schafft,
> was Sinnvolles mit 'nem 3D-Drucker herzustellen?
Wie wäre es mit einem wiederverwendbaren Zahnstocher (oder Essstäbchen)?
( Nach Gebrauch neu einschmelzen)
Hermann
der noch keinen 3D-Drucker hat, um spezielle Gehäuse herzustellen.
--
http://www.hermann-riemann.de
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| From | Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> |
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| Date | 2018-01-26 01:42 -0800 |
| Message-ID | <db11f381-2375-48f5-8eaa-56bc01e1b791@googlegroups.com> |
| In reply to | #334759 |
Andreas Fecht tat kund: > Am 29.12.2017 um 11:09 schrieb Dr. Joachim Neudert: > > > > > Was ausser unnützem Ü-Eier-Klasse Plastikmüll kann/soll man mit so einem > > Drucker selbst produzieren? Gibt es sinnvolle Ideen? > > > > War da in der c't nicht mal ein Wettbewerb, wer es als erster schafft, > was Sinnvolles mit 'nem 3D-Drucker herzustellen? Das dürfte der Erste sein, der die c't-Redaktion davon überzeugt, seine Kriterien für "sinnvoll" zu übernehmen.
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| From | Stefan Krister <stefan.krister@creative.chaos.de> |
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| Date | 2018-01-02 14:54 +0100 |
| Message-ID | <fb1h8dF8vn2U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #334756 |
Hi Joachim, Am 29.12.2017 um 11:09 schrieb Dr. Joachim Neudert: > > Was ausser unnützem Ü-Eier-Klasse Plastikmüll kann/soll man mit so einem > Drucker selbst produzieren? Gibt es sinnvolle Ideen? immer dann, wenn der Hersteller eines $Dings es nicht mehr für nötig hält, Ersatzteile zu liefern kommen sinnvolle Sachen raus. Ein Bekannter kennt einen Fenstermonteur. Der brauchte mal von einem bestimmten Rahmen mehrere hundert "Kipp-Dingsies", die der Hersteller nicht mehr liefern konnte. Dieses Teil hab ich nachkonstruiert und nach 2 Iterationen war er zufrieden. Da machte mein Drucker dann täglich eine 4h Schicht der Kipp-Dingsies - jeweils 8 für rechts und 8 für links. Am ende hatte ich sämtliches Restfilament verbraucht und der Fenstermonteur kann diesen Fenstern nun wieder zur Kippfunktion verhelfen. Für Makroaufnahmen konstruierte ich mal ein Ringlicht mit Farb- und Intensitätswahl, viele meiner Elektronikbasteleien sind inzwischen in geeigneten Behausungen verbaut, die halbe Verwandschaft hat mal aufschraubbare Ostereier bekommen, Geldgeschenke werden schon seit längerem nur noch in einer gedruckten Labyrinth-Dose gereicht ... Weitere Anregungen findet man in meinem Blog. MfG Stefan -- Blog: http://bastard-fdb.blogspot.de/ Gallery: http://gallery.port23.de/v/bastard/ Wiki: http://wiki.port23.de/wiki/Benutzer:Bastard
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| From | Michael Bode <m.g.bode@web.de> |
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| Date | 2017-12-29 11:36 +0100 |
| Message-ID | <famk65Fnpi6U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #334755 |
Am 29.12.2017 um 10:50 schrieb Hergen Lehmann: > Am 29.12.2017 um 10:20 schrieb Dr. Joachim Neudert: > >> (ja, ich weiß, wenn nach 34 Jahren ein Kreuzmuffennippel defekt wird, >> kann man den nach einer einfachen 70 kB AutoCAD-Konstruktion selber >> wiederherstellen und die antike Waschmaschine damit reparieren. Happens >> every day.) > > Und falls doch - genau das (mechanisch belastbare Ersatzteile) geht mit > den billigen Heim-3D-Druckern nach dem "fused deposition"-Verfahren > nicht, da muss man sich dann eh an einen professionellen Dienstleister > wenden. Die Heimdinger sind doch nur Spielzeug. Was erwartet ihr davon? Das hier ist was Gescheites: https://www.dmgmori.co.jp/en/products/machine/id=1542
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| From | Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> |
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| Date | 2018-01-01 15:41 +0100 |
| Message-ID | <p2dha0$pqo$1@dont-email.me> |
| In reply to | #334752 |
Salve allerseits, Dr. Joachim Neudert schrieb: > https://www.heise.de/make/meldung/Power-Flower-Nachtbeleuchtung-aus-dem-3D-Drucker-3917854.html > > Mein Thread dazu: > > Groß ist das Wehklagen über all den Müll den die Wegwerfgesellschaft > produziert > > Aber seitdem es möglich ist, den ganzen China-Crap selber zu drucken und > zu assemblieren, ist das alles plötzlich wichtig und creativ (mit c > geschrieben) und irgendwie ganz toll? > > Sorry, wenn ich so eine Power-Flower Nachtbeleuchtungsblume irgendwo im > Laden sehen würde, wäre mein einziger Gedanke: Plastikmüll. > --- <hier abknabbern> --- Die Szenerie wirkt wie Science-Fiction. Ein Laserstrahl rast über eine dünne Schicht Metallpulver. Es blitzt und funkt, ein Schieber trägt eine weitere Schicht Metallpulver auf, wieder blitzt und funkt es. Nach mehrfacher Wiederholung des Vorgangs ist dem Staub ein kompliziertes Werkzeug entwachsen, das helfen soll, Metall besser zu verformen. Mit der herkömmlichen Bauweise wäre das nicht gelungen. Der Phönix aus dem Pulver verdankt seine Existenz dem sogenannten 3D-Metalldruck. Das ist eine neuartige Methode zur Herstellung dreidimensionaler Werkstücke und Teile aus Metall. Dabei schmilzt ein Laser vom Computer vorgezeichnete Stellen in einer feinen Schicht aus pulverisiertem Metall. Diese Stellen härten nach dem Kontakt mit dem Laser aus, darauf kommt eine weitere Schicht Metallpulver, die wieder mit dem Laser geschmolzen wird und danach aushärtet. Dieser Vorgang wiederholt sich so oft, bis die gehärteten Stellen die gewünschte Form angenommen haben. Weil sich das so entstandene Gebilde aus unzähligen Schichten zusammensetzt, heißt das Verfahren auch Additive Fertigung (englisch: Additive Manufacturing). Die Technologie markiert eine Zeitenwende in der industriellen Fertigung. Anfangs waren es vor allem Kunststoffteile, die dreidimensional gedruckt wurden, dann folgten Prototypen aus Metall. Inzwischen ist der 3D-Druck aus Metallpulver jedoch auf bestem Wege, das Versuchsstadium zu verlassen, und es gibt keine Zweifel mehr: Die Additive Fertigung hat das Potential, einen der zentralen Bereiche der deutschen Industrie, die Metallverarbeitung, zu revolutionieren. Statt aus Metallblöcken mühselig Werkstücke herauszufräsen, zu drehen, zu schneiden und zu bohren, werden immer mehr Teile aus Pulver und per Laser hergestellt. Experten prognostizieren ein jährliches Umsatzwachstum von 35 Prozent bis 2025. Damit überschreitet die Technologie in den kommenden Jahren die Schwelle zur Industrialisierung. Das heißt, mit dem massenhaften Einsatz der Technologie werden die Kosten sowohl pro Drucker als auch pro Teil sinken. Die Vorzüge des 3D-Metall-Drucks sind unübersehbar: Das Verfahren erlaubt die Herstellung ganz neuer, komplizierter Teile, zu der die herkömmliche Metallverarbeitung technisch oder wirtschaftlich nicht in der Lage ist. Hinzu kommt, dass Additive Manufacturing gegenüber der traditionellen Metallverarbeitung viel Aufwand und Material erspart. Auch die Fehlerquellen werden reduziert. Was dies für die Kunden bedeutet und welche neuen Geschäftsmodelle sich daraus für Unternehmen ergeben, zeigen die erfolgreichen Beispiele aus der Praxis. *Billigere Lego-Klötzchen* 3D-Metalldruck ermöglicht, bionisch zu konstruieren, also die teilweise extrem komplizierten aber sehr effektiven Strukturen im Pflanzen- und Tierreich zu kopieren. So hat der Pelikan zum Beispiel Knochen, die fast hohl sind, dank hauchdünner Streben im Innern aber eine extreme Festigkeit besitzen. Gelingt es, diese Struktur mit dem Computer nachzubilden und per 3D-Druck herzustellen, sind völlig neuartige, leichte aber trotzdem robuste Konstruktionen denkbar. Ihre wirtschaftliche Wirkung entfalten solche Teile nicht selten indirekt. So hat sich der Spielzeughersteller Lego die menschlichen Blutgefäße zum Vorbild genommen. In Anlehnung an die feinen Äderchen unter der Haut bauten Techniker mit Hilfe der Additiven Fertigung Metallwerkzeuge mit vielen dünnen Kühlkanälen direkt unter der Oberfläche. Diese kühlen viel besser als die bisherigen tiefer liegenden grobschlächtigeren Röhren. Dadurch spucken die Spritzgussmaschinen nun dreimal so viel Kunststoffklötzchen und -figuren aus wie früher. Und obwohl die Werkzeuge wegen des 3D-Drucks viel mehr kosten, sind die Herstellungskosten unterm Strich nur noch halb so hoch. *Günstigere Kraftwerke* Normalerweise benötigte Siemens 44 Wochen, um einen verschlissenen Brenner in einem Kraftwerk zu reparieren. Heute sind es nur noch vier Wochen. Statt Ersatzteile herzustellen, werden von den verschlissenen Brennerköpfen elf Millimeter abgetragen und per 3D-Metalldruck die verlorenen Formen wieder aufgetragen. Die neue Technologie ermöglicht sogar, die alten Brenner auf die neueste Generation umzurüsten. Der Vorteil liegt auf beiden Seiten. Die Kraftwerksbetreiber können die Anlage schneller wieder in Betrieb nehmen und mehr Strom verkaufen. Siemens verschafft sich einen Vorteil gegenüber Wettbewerbern, die dazu nicht in der Lage sind. *Leichtere Flugzeuge* Schweres zu transportieren ist teuer, vor allem durch die Lüfte. Mit 3D-Metalldruck lassen sich ungeahnte Einsparungen erzielen. Dem amerikanischen Konzern General Electric gelang es, mit Hilfe der Additiven Fertigung 18 Einzelteile eines Düsenantriebs zu einer einzigen komplexen Komponente zusammenzufassen. Das spart 25 Prozent Gewicht, gleichzeitig hält das Teil fünfmal so lang. Das Prinzip funktioniert im Großen wie im Kleinen. So wiegt das Gurtschloss im Super-Airbus A 380 nur noch 45 Prozent eines herkömmlichen Modells. Ein A380 spart dadurch über seine gesamte Lebenszeit Kerosin im Wert von zwei Millionen Euro. Für die Hersteller von Teilen aus 3D-Metalldruck sind die Einsparungen auf Kundenseite vielfach die einzige Möglichkeit, die hohen Kosten der neuen Technologie und die entsprechenden Preise der Produkte zu rechtfertigen. So taxiert der englische Hersteller Domin Fluid Power den Wert eines Kilogramms Gewichtsersparnis im Formel-1-Autorennsport auf 120.000 Dollar, in der Raumfahrt auf mehr als 25.000 Dollar, in Flugzeugen auf 1.200 bis 13.000 Dollar und selbst im Autobau noch auf 20 bis 600 Dollar. *Cloud Producing* Die amerikanischen Land- und Baumaschinenhersteller Caterpillar und John Deere planen „Cloud Producing“. Das heißt, sie speichern die Daten der Ersatzteile für ihre Traktoren oder Bagger in einer Datenbank, auf die jeder Befugte überall auf der Welt zugreifen kann. „Cloud“ oder auch Datenwolke nennen IT-Experten solche Systeme. Die damit verbundenen Möglichkeiten sind enorm: Benötigt eine Werkstatt irgendwo auf dem Globus ein Ersatzteil, kann sie die Daten herunterladen und die Komponente theoretisch am Ort drucken. Hohe Lager- und Transportkosten sowie Zölle, die heute den Kundendienst im Fahrzeug- und Maschinenbau so teuer machen, lassen sich auf diese Weise deutlich reduzieren. Gleichzeitig sind die Ersatzteile schneller verfügbar. Weil nicht jede Werkstatt die neue Technologie wird nützen können, ergeben sich neue Geschäftsmodelle für Dritte. Die notwendige Infrastruktur für 3D-Metalldruck zum Beispiel wird von Industriekonzernen aufgebaut. Volkswirtschaftlich wird der 3-D-Metall-Druck eine Verschiebung der Wertschöpfung bringen – dorthin, wo die Erzeugnisse gebraucht werden. Heute geben meist die unterschiedlichen Lohn- und Kapitalkosten in Verbindung mit den Transport- und Logistikkosten für die Unternehmen den Ausschlag, wo produziert wird. Durch Additive Manufacturing werden die Karten neu gemischt. Die Wertschöpfung rückt näher an den Ort, an dem die Teile eingebaut werden. Beim 3D-Metalldruck kommt es nicht mehr so sehr auf die großen Mengen an, da sich mit einem Drucker fast beliebig viele unterschiedliche Teile in noch so kleiner Stückzahl herstellen lassen. Industrien, die sich seit Jahrzehnten auf Massenproduktion kapriziert haben, sind somit in Gefahr. Profitieren werden von der Additiven Fertigung Länder mit gut ausgebildeter Bevölkerung und hoher Binnennachfrage. --- </hier abknabbern> --- ©<http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/3d-metalldruck-eine-revolution-in-der-fabrik-15356892.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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| From | Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> |
|---|---|
| Date | 2018-01-02 02:36 -0800 |
| Message-ID | <a95bb1c8-c6d9-4dc9-b763-ab85bbc0c096@googlegroups.com> |
| In reply to | #334752 |
Dr. Joachim Neudert tat kund: > https://www.heise.de/make/meldung/Power-Flower-Nachtbeleuchtung-aus-dem-3D-Drucker-3917854.html "Beste Voraussetzung, die pflegeleichte Power Flower aus der neuen Make zu drucken." Mußte ich etliche Male lesen, bis ich schnallte, daß "Make" eine Zeitschrift ist. Gänsefüßchen können auch ein Dienst am Leser sein.
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