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Groups > ger.ct > #334693 > unrolled thread
| Started by | Michael Zink <michael@swamp.franken.de> |
|---|---|
| First post | 2017-12-28 18:20 +0100 |
| Last post | 2017-12-29 16:35 +0100 |
| Articles | 5 — 5 participants |
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Telefonbetrug mit "Hören Sie mich?" Michael Zink <michael@swamp.franken.de> - 2017-12-28 18:20 +0100
Re: Telefonbetrug mit "Hören Sie mich?" Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> - 2017-12-28 18:07 +0000
Re: Telefonbetrug mit "Hören Sie mich?" Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2017-12-28 20:01 +0100
Re: Telefonbetrug mit "Hören Sie mich?" Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2017-12-29 09:34 +0100
Re: Telefonbetrug mit "Hören Sie mich?" Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2017-12-29 16:35 +0100
| From | Michael Zink <michael@swamp.franken.de> |
|---|---|
| Date | 2017-12-28 18:20 +0100 |
| Subject | Telefonbetrug mit "Hören Sie mich?" |
| Message-ID | <fakndtFaeauU1@mid.individual.net> |
Hallo, nachdem ich die Story schon öfters gehört habe, bin ich duch den Jahrsrückblick im Heise Newsticker über https://www.heise.de/newsticker/meldung/Jahresend-Replay-Die-meistgelesenen-Meldungen-des-Jahres-3925933.html gestolpert. (Betrüger rufen angeblich in USA, CAN und "jetzt" auch in DE Leute an, bringen die dazu zu irgendwas "ja" zu sagen, schneiden damit ein angebliches Telefonat zusammen in dem die Angerufenen einem Angebot zustimmen und wollen dann Geld von ihnen.) Kann da wirklich was dran sein? Mein Gedankengang: a) Da ist ja schon einiger Aufwand dabei. Damit sich das lohnt, muß es also oft durchgeführt werden. Das Risiko, daß einige Angerufene zur Polizei gehen, sollte also hoch sein. b) Das wäre ja kein Kavaliersdelikt, sondern mehrere Straftatbestände. (Betrug/Nötigung/Erpressung, unbefugte Aufzeichnung, Fälschung beweiserheblicher Daten, ... vomunerlaubten Cold Call ganz zu schweigen ;-) ) (IANAL) c) Die Zahlung und die angeblich beauftragten Inkassounternehmen sollten sich doch zurückverfolgen lassen. Oder sind die Rechungen per Bitcoin oder Amex zahlbar? Also ich habe das bisher immer für eine UL gehalten. Aber wenn es in der Zeitung äh im Newsticker steht ... (Damals muß es mir wohl entgangen sein.) Kann jemand dazu näheres sagen? TIA Auf Wiederlesen Michael -- Das Internet darf kein GRUNDrechtsfreier Raum werden!
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| From | Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> |
|---|---|
| Date | 2017-12-28 18:07 +0000 |
| Message-ID | <slrnp4aco0.b50.lars.gebauer@yenni.elke-albrecht.com> |
| In reply to | #334693 |
* Michael Zink: > nachdem ich die Story schon öfters gehört habe, bin ich duch den > Jahrsrückblick im Heise Newsticker über > https://www.heise.de/newsticker/meldung/Jahresend-Replay-Die-meistgelesenen-Meldungen-des-Jahres-3925933.html > gestolpert. (Betrüger rufen angeblich in USA, CAN und "jetzt" auch in > DE Leute an, bringen die dazu zu irgendwas "ja" zu sagen, schneiden > damit ein angebliches Telefonat zusammen in dem die Angerufenen einem > Angebot zustimmen und wollen dann Geld von ihnen.) Davon habe ich auch schon oft gelesen/gehört. > Kann da wirklich was dran sein? IMHO: Nein. > Mein Gedankengang: > > a) Da ist ja schon einiger Aufwand dabei. Damit sich das lohnt, muß es > also oft durchgeführt werden. Das Risiko, daß einige Angerufene zur > Polizei gehen, sollte also hoch sein. > > b) Das wäre ja kein Kavaliersdelikt, sondern mehrere Straftatbestände. > (Betrug/Nötigung/Erpressung, unbefugte Aufzeichnung, Fälschung > beweiserheblicher Daten, ... vomunerlaubten Cold Call ganz zu > schweigen ;-) ) (IANAL) Genau aus diesen Gründen: Wäre es wirklich ein Massenphänomen, dann gäbe es auch massenhaft Anzeigen, massenhaft Gerichtsverfahren etc. Ich will gerne glauben, daß einzelne Leute auf diese Tour abgezockt wurden. Aber ein Massenphänomen? - Nein, das hätte sich ganz anders niedergeschlagen. > c) Die Zahlung und die angeblich beauftragten Inkassounternehmen > sollten sich doch zurückverfolgen lassen. Oder sind die Rechungen per > Bitcoin oder Amex zahlbar? Auch so 'n Ding: Man bekommt eine zweifelhafte Rechnung und soll diese über ein windiges Zahlungssystem begleichen? Gibt es wirklich genug Leute, die das tun würden? > Also ich habe das bisher immer für eine UL gehalten. Aber wenn es in > der Zeitung äh im Newsticker steht ... Eine gute UL *muss* es in die Zeitung schaffen! Sonst wäre es nur eine lahme UL.
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| From | Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> |
|---|---|
| Date | 2017-12-28 20:01 +0100 |
| Message-ID | <llrfhe-70m.ln1@hergen.dyndns.org> |
| In reply to | #334693 |
Am 28.12.2017 um 18:20 schrieb Michael Zink: > gestolpert. (Betrüger rufen angeblich in USA, CAN und "jetzt" auch in > DE Leute an, bringen die dazu zu irgendwas "ja" zu sagen, schneiden > damit ein angebliches Telefonat zusammen in dem die Angerufenen einem > Angebot zustimmen und wollen dann Geld von ihnen.) > > Kann da wirklich was dran sein? Probieren kann man es. Und ein gewisser Prozentsatz der Kundschaft wird sich durch bitterböse Inkasso-Schreiben sogar so weit einschüchtern lassen, dass tatsächlich Geld fließt. Rechtlich ist da aber eigentlich nichts zu holen. In der EU gilt für Fernabsatzverträge (wozu auch telefonisch geschlossene Verträge gehören) 14 Tage Widerrufsrecht, wobei die Frist erst ab Zustellung der Widerrufsbelehrung in Textform(!) zu laufen beginnt. > a) Da ist ja schon einiger Aufwand dabei. Damit sich das lohnt, muß es > also oft durchgeführt werden. Das Risiko, daß einige Angerufene zur > Polizei gehen, sollte also hoch sein. So what? Die chinesische oder osteuropäische Callcenter-Agentin bekommt 50Cent die Stunde, der Aufwand ist also minimal. Und eine Anzeige wird regelmäßig im Sande verlaufen, weil im Einzelfall zu geringfügig, um die Spur bis ins Ausland zu verfolgen. Dennoch sollte man im Ernstfall natürlich zur Polizei gehen, damit die Angelegenheit aktenkundig wird und eine Häufung ggf. dann doch den Staatsanwalt auf den Plan ruft. Hergen
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| From | Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> |
|---|---|
| Date | 2017-12-29 09:34 +0100 |
| Message-ID | <p6vb4d58f5upeeenofjun394lrt0cq7g9q@4ax.com> |
| In reply to | #334710 |
Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> schrieb: >> Betrüger rufen angeblich in USA, CAN und "jetzt" auch in >> DE Leute an, bringen die dazu zu irgendwas "ja" zu sagen, schneiden >> damit ein angebliches Telefonat zusammen in dem die Angerufenen einem >> Angebot zustimmen und wollen dann Geld von ihnen. >> Kann da wirklich was dran sein? > Probieren kann man es. Und ein gewisser Prozentsatz der Kundschaft wird > sich durch bitterböse Inkasso-Schreiben sogar so weit einschüchtern > lassen, dass tatsächlich Geld fließt. Just darum geht es: Der Ertrag bei den wenigen, die sich einschüchtern lassen und zahlen, ist so groß, daß sich diese Masche lohnt. > Rechtlich ist da aber eigentlich nichts zu holen. In der EU gilt für > Fernabsatzverträge (wozu auch telefonisch geschlossene Verträge gehören) > 14 Tage Widerrufsrecht, wobei die Frist erst ab Zustellung der > Widerrufsbelehrung in Textform(!) zu laufen beginnt. Stimmt alles. Manche Leute wissen das aber nicht und lassen sich trotzdem einschüchtern. > Und eine Anzeige wird regelmäßig im Sande verlaufen, weil im > Einzelfall zu geringfügig, um die Spur bis ins Ausland zu verfolgen. > Dennoch sollte man im Ernstfall natürlich zur Polizei gehen, damit die > Angelegenheit aktenkundig wird und eine Häufung ggf. dann doch den > Staatsanwalt auf den Plan ruft. Hach ja! Ich würde mir diesen Aufwand sparen.
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| From | Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> |
|---|---|
| Date | 2017-12-29 16:35 +0100 |
| Message-ID | <fan5mdFrsb5U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #334693 |
Am 28.12.2017 um 18:20 schrieb Michael Zink:
> Hallo,
>
> nachdem ich die Story schon öfters gehört habe, bin ich duch den
> Jahrsrückblick im Heise Newsticker über
> https://www.heise.de/newsticker/meldung/Jahresend-Replay-Die-meistgelesenen-Meldungen-des-Jahres-3925933.html
> gestolpert. (Betrüger rufen angeblich in USA, CAN und "jetzt" auch in
> DE Leute an, bringen die dazu zu irgendwas "ja" zu sagen, schneiden
> damit ein angebliches Telefonat zusammen in dem die Angerufenen einem
> Angebot zustimmen und wollen dann Geld von ihnen.)
Vielleicht sollte man da ein "ja" von einer aus Radio oder
Fernsehen mitgeschnittenen Sendung verwenden.
Hermann
der in Gedanken da mit spielt.
--
http://www.hermann-riemann.de
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