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Süddeutsche Zeitung: Spam ist wieder da"- mit Antwort-Bot gegen Spam

Started by"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
First post2017-12-11 07:30 +0100
Last post2017-12-11 18:44 +0000
Articles 8 — 4 participants

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  Süddeutsche Zeitung: Spam ist wieder da"- mit Antwort-Bot gegen Spam "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-12-11 07:30 +0100
    Re: Süddeutsche Zeitung: Spam ist wieder da"- mit Antwort-Bot gegen Spam Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2017-12-11 09:47 +0100
      Re: Süddeutsche Zeitung: Spam ist wieder da"- mit Antwort-Bot gegen Spam "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-12-11 10:04 +0100
        Re: Süddeutsche Zeitung: Spam ist wieder da"- mit Antwort-Bot gegen Spam Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2017-12-11 10:11 +0100
          Re: Süddeutsche Zeitung: Spam ist wieder da"- mit Antwort-Bot gegen Spam Carlo XYZ <carloxyz@invalid.invalid> - 2017-12-11 11:56 +0100
            Re: Süddeutsche Zeitung: Spam ist wieder da"- mit Antwort-Bot gegen Spam Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2017-12-11 17:56 +0100
              Re: Süddeutsche Zeitung: Spam ist wieder da"- mit Antwort-Bot gegen Spam Carlo XYZ <carloxyz@invalid.invalid> - 2017-12-11 18:01 +0100
      Re: Süddeutsche Zeitung: Spam ist wieder da"- mit Antwort-Bot gegen Spam Goetz Schultz <ng-delete-mailer@goetz.co.uk> - 2017-12-11 18:44 +0000

#332511 — Süddeutsche Zeitung: Spam ist wieder da"- mit Antwort-Bot gegen Spam

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2017-12-11 07:30 +0100
SubjectSüddeutsche Zeitung: Spam ist wieder da"- mit Antwort-Bot gegen Spam
Message-ID<p0l8lv$jbq$1@news.albasani.net>
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/spam-mails-wieder-da-1.3785705

Ganz interessant, ein Bot soll den Spammern antworten und ihnen Zeit
kosten: Re:scam

wg. Paywall bzw. Werbeblocker-Blocker hier zusätzlich der Text:

-----------
Eine Initiative kämpft gegen Spam-Mails - indem sie die Verfasser über
Chatbots in unsinnige Gespräche verwickelt und ihnen so viel Zeit raubt.
Experten sind sich dennoch unsicher, ob der Kampf gegen Spam überhaupt
zu gewinnen ist.
Denn Spams werden leider nicht weniger, sondern mehr.
Von Christoph Gurk
Da wäre zum Beispiel Katrine. Sie sei aus Russland, schreibt sie,
alleinstehend und dazu auch noch schön. Und um das zu unterstreichen,
hat sie ein paar Fotos mitgeschickt, die, so Katrine, selbst die
kälteste Seele zum Schmelzen bringen. Trauen sollte man dieser Nachricht
natürlich nicht, schließlich schreibt hier nicht die schöne Katrine,
sondern es schreiben Betrüger, die einem nicht an die Wäsche, aber an
den Geldbeutel wollen.

Solche Mails werden immer mehr. Sie werden auch immer gefährlicher. Es
geht nicht mehr nur um Werbung, sondern um kriminelle Machenschaften.

Chatbots verwickeln die Kriminellen in immer absurdere Gespräche
Man kann solche Mails im Postfach einfach ignorieren, man kann sie
löschen, oder aber man schickt sie beispielsweise an "Re:Scam". Die
Initiative macht genau das, was die Absender wollen, sie antwortet auf
die Betrugsmasche, nur stammt die Antwort nicht von einer echten Person,
sondern von einem Chatbot. Die speziell programmierte Software stellt
per E-Mail naive Rückfragen, über Russischkenntnisse zum Beispiel, oder
Links- und Rechtsklicks mit der Maus. Am Ende werden die Betrüger in
immer absurdere Gespräche verwickelt, was zeitraubend ist - und genau
darum geht es der neuseeländischen Internet-Sicherheitsorganisation
Netsafe, die das Projekt "Re:scam" initiiert hat.
Seit dem Start Anfang November wurden knapp eine halbe Million
Antwort-Mails verschickt. Umgerechnet vier Jahre bräuchten die Absender
insgesamt, schätzt Netsafe, um auf die Rückfragen des Chatbots zu
antworten, Zeit, die die Spammer sonst damit verbracht hätten, neue
Opfer anzuschreiben und zu betrügen. Ein großer Erfolg also, lustig noch
dazu, nur: Den massenhaften Versand von ungewollten Nachrichten wird
auch Re:scam nicht stoppen können. Ohnehin sind Experten heute
pessimistisch, ob der Kampf gegen Spam jemals gewonnen werden kann,
werden die Müll-Mails doch jedes Jahr nicht weniger, sondern mehr.

Die Filter der E-Mail-Provider werden immer besser
Dabei sah es lange so aus, als habe man den Spam in den Griff bekommen.
2010 lag der Anteil von Spam-Nachrichten am weltweiten E-Mail-Aufkommen
noch bei 75 Prozent. Drei von vier Nachrichten waren damals Werbung oder
Betrugsversuche, doch dann setzten E-Mail-Provider immer bessere Filter
ein. Dazu schafften es Experten, Botnets unschädlich zu machen,
Netzwerke gekaperter Computer also, von denen aus jeden Tag Milliarden
Spam-Mails verschickt werden.

Und so schien endlich ein altes Versprechen von Bill Gates in Erfüllung
zu gehen: 2004 hatte der damalige Vorstandsvorsitzende von Microsoft
erklärt, in den nächsten zwei Jahren werde man das Problem mit den
Müll-Mails gelöst haben. Nun hatte es ein knappes Jahrzehnt länger
gedauert, aber egal, die Nachrichten wurden weniger.

"Tatsächlich sah es vor ein paar Jahren noch so aus, als ob der Spam
zurückgeht", sagt Candid Wüest, der bei der Softwarefirma Symantec zu
Sicherheitsrisiken forscht. "Wir stellen aber auch fest, dass heute
wieder mehr Spam verschickt wird." Seit 2015 steigt die Kurve von Jahr
zu Jahr an, allein dieses Jahr waren wieder mehr als die Hälfte der
weltweit verschickten Mails Spam-Nachrichten.

Wüest sagt, ein Grund für die Zunahme sei, dass Spammer heute nicht mehr
umständlich und nach dem Zufallsprinzip Mail-Adressen generieren müssen.
Bei Lecks und Hacks von Firmen würden immer wieder Millionen Kundendaten
gestohlen. Diese landen dann im Netz und werden von Spammern gekauft.
"Eine Liste mit mehreren Millionen privaten Mail-Adressen bekommt man
schon für ein paar Dollar", sagt Wüest.

Mit den echten Adressen können die Spammer die Filter der
E-Mail-Anbieter umgehen, wenn sie Glück haben, bekommen sie dazu noch
die Postfachzugänge und nutzen dann die verifizierten Adressen ihrer
Opfer, um ihre Betrugs- oder Werbebotschaften effektiver zu verschicken.

Spammer, sagt Wüest, würden immer kreativer beim Verfassen ihrer
Nachrichten, gleichzeitig hätten sie auch längst neue Kanäle für sich
entdeckt. "Rund um Spam hat sich eine Dienstleistungsbranche gebildet.
Facebook, Whatsapp, Twitter - für jeden Kanal gibt es heute Anbieter,
die Werbebotschaften von gefälschten Markenuhren oder Potenzmitteln
vertreiben." So wird heute in sozialen Netzwerken genauso gespamt wie in
Kurznachrichtendiensten, in Dating-Seiten, Apps und auch am Telefon.


Doch nicht nur die Kanäle, auch der Spam hat sich verändert. "Es hat
sich heute ein Übergang vom Werbe-Spam hin zu kriminellen Spam ergeben",
sagt Felix Freiling, Experte für IT-Sicherheitsstrukturen von der
Universität Erlangen. Freiling beobachtet, dass die klassischen Mails
für Potenzpillen und Dating-Seiten immer öfter abgelöst werden durch
Nachrichten, mit denen Betrüger versuchen, persönliche Daten
abzugreifen, Schadprogramme auf dem Rechner zu installieren oder diesen
zu kapern und dann Lösegeld zu erpressen.

Dabei wäre es eigentlich einfach, Spam zu vermeiden
Die Sicherheitssysteme würden zwar immer besser, sagt Freiling, durch
den direkten Kontakt bei sozialen Netzwerken kämen die Betrüger aber
eben auch immer leichter in direkten Kontakt mit den Nutzern - die oft
viel zu unvorsichtig seien. "Der menschliche Fehler ist eine
Sicherheitslücke, die man niemals schließen können wird."

Dabei wäre es eigentlich einfach, Spam zu vermeiden. Mit digitalen
Signaturen oder Sicherheitszertifikaten könnte man ganz einfach
nachvollziehen, ob eine Nachricht von einem vertrauenswürdigen Absender
kommt - oder von einem Betrüger, der sich als russische Schönheit
ausgibt. Die Technik dafür ist seit Langem vorhanden, nur benutzt sie
fast niemand.

Und so glaubt auch Sicherheitsexperte Candid Wüest, dass man den Kampf
gegen die unerwünschten Nachrichten nicht gewinnen wird. "Man wird Spam
minimieren können", sagt er, "ganz zurückdrängen wird man ihn aber nicht
mehr."
--------------------

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#332515

FromWolfgang Kynast <wky@gmx.de>
Date2017-12-11 09:47 +0100
Message-ID<f96v0tFpb6aU1@mid.individual.net>
In reply to#332511
On Mon, 11 Dec 2017 07:30:23 +0100, "Dr. Joachim Neudert" posted:

>http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/spam-mails-wieder-da-1.3785705
>
>Ganz interessant, ein Bot soll den Spammern antworten und ihnen Zeit
>kosten: Re:scam
>
>wg. Paywall bzw. Werbeblocker-Blocker hier zusätzlich der Text:

NoScript und/oder ein Werbeblocker - bei mir stört da nix.

-- 
Schöne Grüße,
Wolfgang

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#332516

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2017-12-11 10:04 +0100
Message-ID<p0lhn7$aa7$1@news.albasani.net>
In reply to#332515
Am 11.12.17 um 09:47 schrieb Wolfgang Kynast:
> On Mon, 11 Dec 2017 07:30:23 +0100, "Dr. Joachim Neudert" posted:

>> wg. Paywall bzw. Werbeblocker-Blocker hier zusätzlich der Text:
> 
> NoScript und/oder ein Werbeblocker - bei mir stört da nix.
> 
Gut, bei  mir auch nicht. Viele hier klagen aber, wenn ich zur SZ verlinke.

(ich bin als Abonnent angemeldet, das geht dann auch  mit Werbeblocker.
Ohne Anmeldung kriege ich den Nagscreen des Werbeblocker-Blockers aber
von der SZ zu sehen)

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#332517

FromWolfgang Kynast <wky@gmx.de>
Date2017-12-11 10:11 +0100
Message-ID<f970d5Fpl7jU1@mid.individual.net>
In reply to#332516
On Mon, 11 Dec 2017 10:04:39 +0100, "Dr. Joachim Neudert" posted:

>Am 11.12.17 um 09:47 schrieb Wolfgang Kynast:
>> On Mon, 11 Dec 2017 07:30:23 +0100, "Dr. Joachim Neudert" posted:
>
>>> wg. Paywall bzw. Werbeblocker-Blocker hier zusätzlich der Text:
>> 
>> NoScript und/oder ein Werbeblocker - bei mir stört da nix.
>> 
>Gut, bei  mir auch nicht. Viele hier klagen aber, wenn ich zur SZ verlinke.
>
>(ich bin als Abonnent angemeldet, das geht dann auch  mit Werbeblocker.
>Ohne Anmeldung kriege ich den Nagscreen des Werbeblocker-Blockers aber
>von der SZ zu sehen)

IIRC meckert der Blocker-Blocker erst ab dem 10. Artikel am Tag.

Oder liest Du etwa über Email? Die ist ja bekanntlich ...
;-)

-- 
Wolfgang

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#332522

FromCarlo XYZ <carloxyz@invalid.invalid>
Date2017-12-11 11:56 +0100
Message-ID<p0lo8k$dq5$2@dont-email.me>
In reply to#332517
Am 11.12.17 um 10:11 schrieb Wolfgang Kynast:

> IIRC meckert der Blocker-Blocker erst ab dem 10. Artikel am Tag.

Am Tag? Ich fürchte, in der Woche, leider.

Bei MSN kriegt man ein paar ausgewählte Artikel dazu.

Keine Paywall haben der Guardian und Russia Today.

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#332538

FromWolfgang Kynast <wky@gmx.de>
Date2017-12-11 17:56 +0100
Message-ID<f97rm3F1eflU1@mid.individual.net>
In reply to#332522
On Mon, 11 Dec 2017 11:56:20 +0100, "Carlo XYZ" posted:

>Am 11.12.17 um 10:11 schrieb Wolfgang Kynast:
>
>> IIRC meckert der Blocker-Blocker erst ab dem 10. Artikel am Tag.
>
>Am Tag? Ich fürchte, in der Woche, leider.

Dann mache ich wohl was falsch. 

Ich habe gerade 12 Artikel offen, im FF57 mit NoScript, Cookie
AutoDelete und dem "Avira Browserschutz" (Ublock Origin funktioniert
genauso).

>Bei MSN kriegt man ein paar ausgewählte Artikel dazu.
>
>Keine Paywall haben der Guardian und Russia Today.

Ach, GK ist wieder da :-)

-- 
Schöne Grüße,
Wolfgang

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#332540

FromCarlo XYZ <carloxyz@invalid.invalid>
Date2017-12-11 18:01 +0100
Message-ID<p0mdli$he2$1@dont-email.me>
In reply to#332538
Am 11.12.17 um 17:56 schrieb Wolfgang Kynast:

>>> IIRC meckert der Blocker-Blocker erst ab dem 10. Artikel am Tag.
>>
>> Am Tag? Ich fürchte, in der Woche, leider.
> 
> Dann mache ich wohl was falsch.

Bestimmt nicht. Anscheinend lese ich zu viel.

Ich halte das demnächst mal nach (ohne Gedöns,
nur mit der SZ-App auf meinem Android-Testhandy).

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#332547

FromGoetz Schultz <ng-delete-mailer@goetz.co.uk>
Date2017-12-11 18:44 +0000
Message-ID<p0mjm5$1rmr$1@gioia.aioe.org>
In reply to#332515
Yo,

On 11/12/17 08:47, Wolfgang Kynast wrote:
> On Mon, 11 Dec 2017 07:30:23 +0100, "Dr. Joachim Neudert" posted:
> 
>> http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/spam-mails-wieder-da-1.3785705
>>
>> Ganz interessant, ein Bot soll den Spammern antworten und ihnen Zeit
>> kosten: Re:scam
>>
>> wg. Paywall bzw. Werbeblocker-Blocker hier zusätzlich der Text:
> 
> NoScript und/oder ein Werbeblocker - bei mir stört da nix.
> 

genauso mit uMatrix und uBlock Original. Artikel ist komplett zu lesen.

Cheers
  G.

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