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Groups > ger.ct > #287180 > unrolled thread

27. August 1966 : Gudrun Böse

Started byHerwig AQSR <herwig.huener@t-online.de>
First post2016-12-07 12:22 -0800
Last post2016-12-08 11:01 +0100
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  27. August 1966 : Gudrun Böse Herwig AQSR <herwig.huener@t-online.de> - 2016-12-07 12:22 -0800
    Re: 27. August 1966 : Gudrun Böse "Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net> - 2016-12-08 06:04 +0000
      Re: 27. August 1966 : Gudrun Böse Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2016-12-08 09:06 +0100
        Re: 27. August 1966 : Gudrun Böse "Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net> - 2016-12-08 09:04 +0000
          Re: 27. August 1966 : Gudrun Böse Herwig AQSR <herwig.huener@t-online.de> - 2016-12-08 10:39 -0800
        Re: 27. August 1966 : Gudrun Böse Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2016-12-08 11:29 +0100
      Re: 27. August 1966 : Gudrun Böse Herwig AQSR <herwig.huener@t-online.de> - 2016-12-08 10:28 -0800
      Re: 27. August 1966 : Gudrun Böse g.kuehne <kuehne123@front.ru> - 2016-12-08 11:01 +0100

#287180 — 27. August 1966 : Gudrun Böse

FromHerwig AQSR <herwig.huener@t-online.de>
Date2016-12-07 12:22 -0800
Subject27. August 1966 : Gudrun Böse
Message-ID<01a9179c-c5d8-43fc-be90-aa34419705d1@googlegroups.com>
2016-12-07 21:23:00 +0100

Ein Rätsel gelöst? Oder ist da jemandem
die dramatische Phantasie durchgegangen?

Wenn man von Schloss NeuSchwanstein zur
MarienBrücke geht und über dieselbe hinweg,
so findet man alsbald ein gusseisernes Kreuz
mit einem Schild, das an eine Gudrun Böse
erinnert, die dort am 27. August 1966
abgestürzt ist.

Ich habe das Schild zum ersten Mal 1972
gesehen - auf einer "RüstFahrt" nach
Bayern abkommandiert zum Russisch-Lernen.
Damals war der Vorfall erst 6 Jahre her,
und wenn es mich interessiert hätte, hätte
man vielleicht etwas herausfinden können.

Als das Internet und damit Google endlich
das Licht der Welt erblickt hatten, habe ich
in Abständen immer mal wieder recherchiert
- und nichts herausgefunden - bis jetzt:

http://thatgirlinswitzerland.blogspot.de/2009/08/german-tale.html

Ich zitiere:

   AnonymousFebruary 16, 2015 at 6:57 AM

   Who was Gudrun Böse?

   In 1997 I was told that she was a beautiful
   young woman from the nearby town of
   Kaufbeuren. She and her boyfriend had walked
   up the mountain, when she fell about
   60 metres to her death at the bottom of the
   Pollät Gorge. Her body was recovered from
   the pool at the base of the waterfall
   below the bridge, the Marienbrücke. Her
   boyfriend told the police that he was going
   to take a photo of her, when her shoe
   caught on the root of a tree and she fell.
   The police believed him. However, seven
   years later he went to the police and told
   them he could no longer sleep. Her death
   wasn’t an accident. He had pushed her
   because she was pregnant with his baby.
   He was then arrested and jailed for a
   long time.

Das ist die *einzige* FundStelle, die etwas
konkretes über den Vorfall sagt. Ein
Mord - ein solcher war es dann wohl - muss
etwas mehr Echo in den Medien gefunden haben.

Wie zuverlässig würde man eine solche
Information einschätzen?

Natürlich - geschubst oder gefallen, auf
jeden Fall runtergefallen. Das ist das einzige,
was sicher ist. Und vielleicht, dass sie aus
Kaufbeuren war.

Kann irgendjemand von euch, besonders die mit
Wurzeln hier in Bayern, sich an einen solchen
Fall erinnern?

Wahrscheinlich würde es zielführend sein, beim
nächsten Aufenthalt in Füssen einfach Einwohner
zu befragen - mit der Methode habe ich schon
manche sehr alte SachVerhalte ausgegraben.

Herwig

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#287208

From"Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net>
Date2016-12-08 06:04 +0000
Message-ID<37624.30712.1481177069@news.jors.net>
In reply to#287180
Herwig AQSR <herwig.huener@t-online.de>:
> konkretes über den Vorfall sagt. Ein
> Mord - ein solcher war es dann wohl - muss
> etwas mehr Echo in den Medien gefunden haben.

Wieso? Weil die Medien sich heutzutage auf sowas stuerzen?

> Wie zuverlässig würde man eine solche
> Information einschätzen?

Frag doch bei dem Landgericht oder der Staatsanwaltschaft nach.
die duerften noch die Akten ueber so einen Fall haben.

> Wahrscheinlich würde es zielführend sein, beim
> nächsten Aufenthalt in Füssen einfach Einwohner
> zu befragen - mit der Methode habe ich schon
> manche sehr alte SachVerhalte ausgegraben.

Nach 30 Jahren?

Wirklich zielfuehrend duerfte es eher sein, diejenigen zu fragen,
die noch Akten ueber so einen Fall haben muessten.

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#287218

FromFrank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com>
Date2016-12-08 09:06 +0100
Message-ID<iw11sgi4rc0f.9j9dcszuf6iv.dlg@40tude.net>
In reply to#287208
Am Thu, 08 Dec 2016 06:04:29 +0000 (UTC) schrieb Juergen P. Meier:

> Herwig AQSR <herwig.huener@t-online.de>:
>> konkretes über den Vorfall sagt. Ein
>> Mord - ein solcher war es dann wohl - muss
>> etwas mehr Echo in den Medien gefunden haben.
> 
> Wieso? Weil die Medien sich heutzutage auf sowas stuerzen?
> 
>> Wie zuverlässig würde man eine solche
>> Information einschätzen?
> 
> Frag doch bei dem Landgericht oder der Staatsanwaltschaft nach.
> die duerften noch die Akten ueber so einen Fall haben.

Dürfen die denn solche Akten herausgeben bzw. Einsicht gewähren, wenn man
kein berechtigtes Interesse nachweisen kann? Oder überhaupt Auskunft geben?

Grüße,

Frank

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#287225

From"Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net>
Date2016-12-08 09:04 +0000
Message-ID<37629.31014.1481187851@news.jors.net>
In reply to#287218
Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com>:
> Am Thu, 08 Dec 2016 06:04:29 +0000 (UTC) schrieb Juergen P. Meier:
>
>> Herwig AQSR <herwig.huener@t-online.de>:
>>> konkretes über den Vorfall sagt. Ein
>>> Mord - ein solcher war es dann wohl - muss
>>> etwas mehr Echo in den Medien gefunden haben.
>> 
>> Wieso? Weil die Medien sich heutzutage auf sowas stuerzen?
>> 
>>> Wie zuverlässig würde man eine solche
>>> Information einschätzen?
>> 
>> Frag doch bei dem Landgericht oder der Staatsanwaltschaft nach.
>> die duerften noch die Akten ueber so einen Fall haben.
>
> Dürfen die denn solche Akten herausgeben bzw. Einsicht gewähren, wenn man
> kein berechtigtes Interesse nachweisen kann? Oder überhaupt Auskunft geben?

Akteneinsicht vermutlich nicht. Aber Auskunft schon.

Juergen
-- 
Juergen P. Meier - "This World is about to be Destroyed!"
end
If you think technology can solve your problems you don't understand
technology and you don't understand your problems.  (Bruce Schneier)

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#287274

FromHerwig AQSR <herwig.huener@t-online.de>
Date2016-12-08 10:39 -0800
Message-ID<15bfe119-7b20-4ed6-b34e-16fe097fbd6d@googlegroups.com>
In reply to#287225
2016-12-08 19:40:00 +0100

> ...

> Akteneinsicht vermutlich nicht. Aber Auskunft schon.

Auch den Namen des Mörders?

In Osterode ist in den 60-ger Jahren einmal ein ganz
anderer Mord passiert - ein Minderjähriger hatte das
Haus eines stadtbekannten Einsiedlers (der wegen seines
wilden Aussehens "Stalin" genannt wurde, aber das nur
nebenbei) nach Wertgegenständen durchsucht und ist dabei
überrascht worden. Unglücklicherweise hatte er eine
Waffe dabei, woher auch immer, und er schoss.

Dieser Junge war Schüler in einer der Klassen, die meine
Mutter an einer der VolksSchulen in Osterode unterrichtete.
Ich war also informationstechnisch an der Quelle. Aber ich
habe nie den Namen erfahren, von ihr nicht, und auch von
niemandem sonst. Dabei muss es in Osterode StadtGespräch
gewesen sein.

<zynisch>Wenn man in diesem Lande einen Mord begehen möchte,
sollte man sich zeitig dazu entschliessen, nämlich noch als
MinderJähriger.</zynisch>

Herwig

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#287237

FromWolfgang Kynast <wky@gmx.de>
Date2016-12-08 11:29 +0100
Message-ID<easr0nFhr45U1@mid.individual.net>
In reply to#287218
On Thu, 8 Dec 2016 09:06:16 +0100, "Frank Hucklenbroich" posted:

>Am Thu, 08 Dec 2016 06:04:29 +0000 (UTC) schrieb Juergen P. Meier:
>
>> Herwig AQSR <herwig.huener@t-online.de>:
>>> konkretes über den Vorfall sagt. Ein
>>> Mord - ein solcher war es dann wohl - muss
>>> etwas mehr Echo in den Medien gefunden haben.
>> 
>> Wieso? Weil die Medien sich heutzutage auf sowas stuerzen?
>> 
>>> Wie zuverlässig würde man eine solche
>>> Information einschätzen?
>> 
>> Frag doch bei dem Landgericht oder der Staatsanwaltschaft nach.
>> die duerften noch die Akten ueber so einen Fall haben.
>
>Dürfen die denn solche Akten herausgeben bzw. Einsicht gewähren, wenn man
>kein berechtigtes Interesse nachweisen kann? Oder überhaupt Auskunft geben?

Heimatforscher zu sein ist doch ein berechtigtes Interesse ;-)

-- 
Schöne Grüße,
Wolfgang

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#287273

FromHerwig AQSR <herwig.huener@t-online.de>
Date2016-12-08 10:28 -0800
Message-ID<1a4fafc9-56c1-4fb4-85eb-253511fde05d@googlegroups.com>
In reply to#287208
2016-12-08 19:30:00 +0100

> ...

> Nach 30 Jahren?

Oh ja, das funktioniert. In Osterode am Harz, zum Beispiel,
war es auf die Weise möglich, einiges über den TodesMarsch,
der 1944 oder 1945 von Osterode ausging (KZ-Häftlinge aus
Lager Dora in NordHausen), zu erfahren. Mein Vater hingegen,
der von 1954 bis 1983 in Osterode GeschichtsLehrer war, hat
während seiner aktiven Zeit *nichts* davon gewusst. Aber
das könnte daran gelegen haben, dass er nicht in der Lage
war, "dem Volk aufs Maul zu schauen". - Ausserdem sind das
Themen, die auf dem ElternSprechTag nicht unbedingt als
erste drankommen.

Bei dem TodesMarsch gab es allerdings den üblichen
SchweigeReflex, der bei der Gudrun Böse nicht zu erwarten
ist - ausser bei ihrem Mörder.

Herwig

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#287295

Fromg.kuehne <kuehne123@front.ru>
Date2016-12-08 11:01 +0100
Message-ID<almarsoft.3897860332321826031@news.eternal-september.org>
In reply to#287208
On Thu, 08 Dec 2016 06:04:29 +0000 (UTC), "Juergen P. Meier" 
<nospam-1984@jors.net> wrote:
> Wirklich zielfuehrend duerfte es eher sein, diejenigen zu fragen,
> die noch Akten ueber so einen Fall haben muessten.

In der Gegend befindliche Bibliothek aufsuchen und Zeitungen im 
entsprechenden Zeitraum durchsuchen.
Ja es vieles noch nicht Digitalisiert.
GK

-- 
ohne

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