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Groups > ger.ct > #261058 > unrolled thread

Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab

Started byspamfalle2@arcor.de (Marc Stibane)
First post2016-06-29 21:15 +0200
Last post2016-07-06 23:14 +0200
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  Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2016-06-29 21:15 +0200
    Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2016-06-29 21:41 +0200
      Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2016-07-03 20:01 +0200
        Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2016-07-03 21:47 +0200
          Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-07-04 06:40 +0000
            Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-07-04 15:36 +0000
              Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> - 2016-07-04 17:43 +0000
                Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-07-04 19:13 +0000
                  Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> - 2016-07-05 08:13 +0000
                    Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> - 2016-07-06 07:57 +0000
            Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2016-07-04 18:09 +0200
              Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-07-04 16:47 +0000
            Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> - 2016-07-04 12:01 +0000
        Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Dieter.Sp@gmx.de - 2016-07-03 13:34 -0700
          Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2016-07-04 03:06 +0200
          Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> - 2016-07-04 12:29 +0000
            Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Dieter.Sp@gmx.de - 2016-07-04 13:51 -0700
              Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2016-07-05 00:19 +0200
              Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> - 2016-07-05 08:15 +0000
                Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab dietersp51@gmail.com - 2016-07-05 02:40 -0700
                  Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> - 2016-07-05 09:50 +0000
        Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2016-07-03 23:32 +0200
          Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2016-07-03 23:48 +0200
          Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2016-07-05 00:19 +0200
            Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> - 2016-07-05 23:23 +0200
              Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2016-07-06 00:13 +0200
              Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> - 2016-07-06 08:00 +0000
                Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2016-07-06 12:45 +0200
                  Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> - 2016-07-06 12:26 +0000
              Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2016-07-06 12:00 +0200
                Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> - 2016-07-06 10:14 +0000
                Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-07-06 14:21 +0000
                  Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-07-06 16:36 +0200
              Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-07-06 03:24 -0700
                Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> - 2016-07-06 20:23 +0200
                  Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-07-06 13:10 -0700
                    Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2016-07-07 18:40 +0200
                      Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-07-07 23:38 -0700
                        Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2016-07-08 17:28 +0200
                          Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-07-08 08:53 -0700
                            Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-07-08 18:00 +0200
                              Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> - 2016-07-08 22:16 +0200
                                Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-07-09 13:31 +0200
                                  Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-07-09 13:56 +0200
                                  Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> - 2016-07-10 02:07 +0200
                            Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2016-07-09 11:59 +0200
              Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> - 2016-07-06 20:25 +0200
                Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2016-07-06 21:53 +0200
                Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-07-06 13:13 -0700
                Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> - 2016-07-07 21:43 +0200
              Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> - 2016-07-07 21:43 +0200
                Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-07-08 07:53 -0700
                  Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> - 2016-07-08 22:16 +0200
                Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> - 2016-07-08 22:16 +0200
                  Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-07-08 22:24 +0200
                    Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2016-07-09 00:08 +0200
                    Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> - 2016-07-09 11:01 +0200
                    Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-07-09 13:40 +0000
                      Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2016-07-10 00:16 +0200
                      Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> - 2016-07-10 02:07 +0200
            Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-07-06 01:13 -0700
            Re: Bedingungsloses Grundeinkommen - die Schweiz stimmt ab Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2016-07-06 23:14 +0200

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#261058 — Re: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab

Fromspamfalle2@arcor.de (Marc Stibane)
Date2016-06-29 21:15 +0200
SubjectRe: Bedingungsloses Grundeinkommen- die Schweiz stimmt ab
Message-ID<1mpmiox.uf8mnrg094exN@marc.my-fqdn.de>
Ulrich F. Heidenreich <from!not-for-mail@tremornet.de> wrote:
> Gerrit Heitsch in <news:njc052$930$6@news.bawue.net>:

>> Er bekommt das BGE doch auf jeden Fall, das was der Job bringt kommt
>> noch oben drauf. Könnte durchaus sein, daß sich Leute finden die
>> bereit sind für BGE + 450 Euro zu arbeiten weil sie sich dann mehr
>> leisten können.
> Milchmädchenrechnung? 450€-Job bedeutet nun mal nicht, daß man 450€
> verdient, sondern nur bis zu dieser Grenze nicht sozialversicherungs-
> pflichtig ist. 

Es gibt keine Sozialversicherung mehr. Da jeder BGE bekommt, braucht man
weder Arbeitslosen- noch Rentenversicherung.
Krankenversicherung bleibt - natürlich abzüglich Krankentagegeld,
Verdienstausfallgeld etc. 

> Ich gehe schwer davon aus, daß solche Minijobbber meist
> weniger als diese Obergrenze verdienen. 

Diese Grenze braucht man nicht mehr. BGE reicht zum Leben, jeder dazu
obendrauf verdiente Cent muss versteuert und krankenversichert werden.
Was dank progressiv ansteigender Steuern im niedrigen Einkommensbereich
auch nur niedrige Prozentzahlen ausmacht.

 
> Meien persönliche Grenze läge da bei Fifty-Fifty. Meinen faulen Arsch
> würde ich nur hochbekommen, wenn mir ein Job mindestens nochmal das
> gleiche brächte wie ein BGE.

Für einen FullTime-Job sollte das mindestens das dreifache bringen. Aber
Teilzeit würde ich auch mit weniger auskommen - tausche Geld gegen
Freizeit...

-- 
In a world without walls and fences,
   who needs windows and gates?

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#261060

FromDiedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de>
Date2016-06-29 21:41 +0200
Message-ID<erkd4dxbq1.ln2@diedrich.ehlerding.dialin.t-online.de>
In reply to#261058
Marc Stibane meinte:

> Diese Grenze braucht man nicht mehr. BGE reicht zum Leben, jeder dazu
> obendrauf verdiente Cent muss versteuert und krankenversichert werden.
> Was dank progressiv ansteigender Steuern im niedrigen Einkommensbereich
> auch nur niedrige Prozentzahlen ausmacht.

Konsequent weitergedacht, heißt BGE: es gibt auch keine progressiven 
steuersätze mehr; jeder verdiente Euro wird versteuert. Denn der 
Sozialausgleich, um dessentlwillen man niedrige Einkommen gering 
besteuert, ist ja schon durch das BGE, letztlich eine Negativsteuer, 
erfolgt. Im Ergebnis kommt dasselbe raus - niedrige Einkommen werden in 
Summe negativ o0der nur gering besteuert, wenn man Netto-Einkommen inkl. 
BGE zum Bruttoeinkommen in Relation setzt.

Einer derjenigen, die das BGE ernsthaft propagieren - Götz Werner;  
https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Werner - schlägt statt dessen vor, 
sämtliche Einkommensteuern abzuschaffen und für die Finanzierung des 
Staates (und des BGE) ausschließlich eine entspechend stark erhöhte 
Mehrwertsteuer zu nutzen. Im Effekt wäre das ähnlich wie eine flache (aber 
hohe, um das BGE finanzieren zu können) Einkommensteuer; im einen Fall 
besteteuert man die Einnahmen, im anderen Fall die Ausgaben. Letztlich 
läge der Unterschied darin, dass die Mehrwertsteuer-Variante auch die 
vorhandenen Geldvermögen mit heranzieht - Sparggroschen wären de facto 
weniger wert, weil die Bruttopreise halt mehrwertsteuerbedingt steigen. 

Konsequent weitergedacht heißt BGE auch: andere staatliche Wohltaten 
entfallen - Wohngeld, Bafög, verbilligte Schüler- und 
Studentenfahrscheine, die Pendlerpauschale, der verbilligte 
Kindergartentarif für Geringverdiener, usw. usf. Wie Martin Gerdes (meiner 
Erinnerung auch hierzugruppe) mal anmerkte: genau das wird die Einführung 
eines  BGE verhindern, denn dann entfällt die Möglichkeit der Politiker, 
Wohltaten an bestimmte Wählergruppen zu verteilen und sich damit stimmen 
zu kaufen.


-- 
 pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD 
 fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93  6F A1 FF 10 16 59 96 F3 
 HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

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#261564

Fromspamfalle2@arcor.de (Marc Stibane)
Date2016-07-03 20:01 +0200
Message-ID<1mpth44.1o7wpxn16epep3N@marc.my-fqdn.de>
In reply to#261060
Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> wrote:
> Marc Stibane meinte:

>> Diese Grenze braucht man nicht mehr. BGE reicht zum Leben, jeder dazu
>> obendrauf verdiente Cent muss versteuert und krankenversichert
>> werden. Was dank progressiv ansteigender Steuern im niedrigen
>> Einkommensbereich auch nur niedrige Prozentzahlen ausmacht.
> Konsequent weitergedacht, heißt BGE: es gibt auch keine progressiven 
> steuersätze mehr; jeder verdiente Euro wird versteuert.

Fände ich nicht sinnvoll. Das hält nur die Niedrigverdiener davon ab,
sich einen kleinen Job zu suchen, wenn darauf gleich 40-50% ESt fällig
wären - und soviel braucht man mindestens am oberen Ende um das Ganze
finanzieren zu können. Progressiv muss sein.


> Denn der Sozialausgleich, um dessentlwillen man niedrige Einkommen gering
> besteuert, ist ja schon durch das BGE, letztlich eine Negativsteuer,
> erfolgt.

Rechenbeispiel: Steuersatz 50%, Negativsteuer 12000, also 1000 pro
Monat. Hätte man einen Minijob mit 400€ brutto, bekäme man 1200 auf's
Konto. Der Stundensatz für die geleistete Arbeit wäre halbiert.
Wer macht dann noch einen Minijob, wenn man für Nichts-Tun eh schon 1000
bekommt?


> Im Ergebnis kommt dasselbe raus - niedrige Einkommen werden in 
> Summe negativ o0der nur gering besteuert, wenn man Netto-Einkommen inkl.
> BGE zum Bruttoeinkommen in Relation setzt.

Aber der Anreiz überhaupt einen kleinen Job zu machen wird doch stark
gedämpft, wenn beim ersten selbst verdienten Euro gleich mit dem vollen
Steuersatz zugegriffen wird.
Im Gegenteil, sinnvoll wäre es eher auf das BGE noch einen steuerfreien
Freibetrag draufzusetzen z.B. 6000€ (500/mo), und danach progressiv die
ESt zu steigern.



> Einer derjenigen, die das BGE ernsthaft propagieren - Götz Werner;  
> https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Werner - schlägt statt dessen vor,
> sämtliche Einkommensteuern abzuschaffen und für die Finanzierung des
> Staates (und des BGE) ausschließlich eine entspechend stark erhöhte
> Mehrwertsteuer zu nutzen. Im Effekt wäre das ähnlich wie eine flache (aber
> hohe, um das BGE finanzieren zu können) Einkommensteuer; im einen Fall
> besteteuert man die Einnahmen, im anderen Fall die Ausgaben. Letztlich
> läge der Unterschied darin, dass die Mehrwertsteuer-Variante auch die
> vorhandenen Geldvermögen mit heranzieht - Sparggroschen wären de facto
> weniger wert, weil die Bruttopreise halt mehrwertsteuerbedingt steigen.

Dann fahren die Vermögenden ins Ausland und geben ihr Geld dort aus.
Vergiss es, das kann viel zu einfach unterlaufen werden.


> Konsequent weitergedacht heißt BGE auch: andere staatliche Wohltaten 
> entfallen - Wohngeld, Bafög, verbilligte Schüler- und 
> Studentenfahrscheine, die Pendlerpauschale, der verbilligte 
> Kindergartentarif für Geringverdiener, usw. usf.

Natürlich. Die Verwaltung all dieser Sachen entfällt, und somit mehrere
hunderttausend (sinnlose) Jobs. Schlankerer Staat - wünschen wir uns das
nicht alle?


> Wie Martin Gerdes (meiner Erinnerung auch hierzugruppe) mal anmerkte:
> genau das wird die Einführung eines  BGE verhindern, denn dann entfällt
> die Möglichkeit der Politiker, Wohltaten an bestimmte Wählergruppen zu
> verteilen und sich damit stimmen zu kaufen.

Ich glaube das wird ganz stark überschätzt. Die Bevölkerungsmehrheit
würde jetzt schon deutlich von einer weniger wirtschaftsfreundlichen
Politik profitieren, und die SPD wurde (zurecht) wegen Hartz-IV von über
30% auf unter 20% abgestraft (und ich kann eh nicht verstehen wie man
diese mit-Magenschmerzen-aber-doch-jedesmal-Umfaller überhaupt noch
wählen kann) - bloß die Wechsler sind so doof nicht zu den Linken
sondern zur CDU zu wechseln, die noch weniger ihre Interessen vertritt
als die SPD...

mind. 80% der Wähler wählen Parteien die nicht ihre Interessen
vertreten, sondern die Interessen der (bessergestellten) Gruppe zu denen
die Wähler gerne gehören würden.
Und genau aus diesem Grund wird es so schnell kein BGE geben - die
Wähler realisieren nicht dass sie selber davon profitieren würden. Sie
sehen nur den unteren Rand und wollen nicht dass der leistungsloses
Einkommen kassiert. Dass der auch jetzt schon "Stütze" kassiert und sich
da eh nix ändert will man nicht akzeptieren.

-- 
In a world without walls and fences,
   who needs windows and gates?

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#261590

FromDiedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de>
Date2016-07-03 21:47 +0200
Message-ID<2o6o4dx9vn.ln2@diedrich.ehlerding.dialin.t-online.de>
In reply to#261564
Marc Stibane meinte:

>> Konsequent weitergedacht, heißt BGE: es gibt auch keine progressiven
>> steuersätze mehr; jeder verdiente Euro wird versteuert.
> 
> Fände ich nicht sinnvoll. Das hält nur die Niedrigverdiener davon ab,
> sich einen kleinen Job zu suchen, wenn darauf gleich 40-50% ESt fällig
> wären - und soviel braucht man mindestens am oberen Ende um das Ganze
> finanzieren zu können.

Nee, wieso? Eine andere Möglichkeit, zusätzlichen Luxus zu verdienen, 
hätten sie ja nicht. Derjenige, dem das BGE nicht reicht, wird eben für 
zusätzlichen Luxus arbeiten müssen. Denn seine Grubndbedürfnisse sind ja 
schon vom BGE abgedeckt.

Ganz im Gegensatz zum heutigen Zustand wäre ja für den Niedrigverdiener 
sehr wohl ein Anreiz vorhanden, Geld hinzuzuverdienen - im Gegensatz zu 
heute, wo jemand, der von Sozialhilfe lebt, überhaupt ekinen solchen 
Anreiz hat - für den beträgt der Grenzsteuersatz heute 80 oder 90%, und 
der würde auf vielleicht 40-50% sinken. 

Und letztlich ist es egal, ob man das durch Besteuereung des Einkommens 
oder des Konsums finanziert (mit der Ausnahme des Anfangszustands); in der 
Mehrqwerasteuervaruiante enwtwertet man mit einem Schlag erstmal alle 
Sparguthaben; aber nach diesem Anfang ist es letztlich egal, wie mans 
macht).  Dass man ein solches BGE finanzieren msus, dürfte kklar sein; 
letztlich bleibnt nur die Einkommensteuer, oder die Mehrwertsteuer (alles 
andere ist eh Kleinkram, den man bei dieser Gelegenheit gleich abschafft). 
Wenn man aber die Mehrwertsteuer nimmt (also ab *fingeschnipp* jetzt den 
Konsum hoch besteuert, kommt letztlich das Gleiche heraus wiue wenn man 
das WEinkommen besteuert. Dass aber dann, wenn man Sozialgeschtspunkte 
schon in sehr erheblichem Maßstab durch das BGE abdeckt, eine 
*zusätzliche* Sozialkomponennte durch progressive Tarife doppelt gemoppelt 
wäre, sollte eigebntlich kalr sein - bids auf einmal geht nicht.  

Man kann sowas eigentlioch nur durch pragmatische Betrachtung entscheiden: 
im Fall ines hohen und flachen Anfangssteuersatzes muss sich um das Thema 
schwarzarbeit Gedanken machen, im Fall der Mehrwertsteuerbasierten 
Finanzierung über die Frage, wie man vermeidet, dass konsumptive Asusgaben 
gegenüber dem Finanzamt als Vorsteuer geltend gemacht werden können (d.h. 
wie vermeidet man, dass der ZAhnarzt den NBlumenstrauß für seine Frau als 
angeblichen Blumenstrauß für die Verschönerung  seiner Praxis deklariert).  
amuss man sich überlegen, wem man höherer kriminelle Energie unterstellt - 
dem 400€-Jobber oder dem Freiberufler.



-- 
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 fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93  6F A1 FF 10 16 59 96 F3 
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#261612

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2016-07-04 06:40 +0000
Message-ID<9t577a0381i994n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#261590
On Sun, 03 Jul 2016 21:47:46 Diedrich Ehlerding wrote:
> >> Konsequent weitergedacht, heißt BGE: es gibt auch keine
> >> progressiven steuersätze mehr; jeder verdiente Euro wird
> >> versteuert.
 
> > Fände ich nicht sinnvoll. Das hält nur die Niedrigverdiener
> > davon ab, sich einen kleinen Job zu suchen, wenn darauf gleich
> > 40-50% ESt fällig wären - und soviel braucht man mindestens am
> > oberen Ende um das Ganze finanzieren zu können.
 
> Nee, wieso? Eine andere Möglichkeit, zusätzlichen Luxus zu
> verdienen, hätten sie ja nicht. [...]

> im Gegensatz zu heute, wo jemand, der von Sozialhilfe lebt,
> überhaupt ekinen solchen Anreiz hat - für den beträgt der
> Grenzsteuersatz heute 80 oder 90%, und der würde auf vielleicht
> 40-50% sinken. 

Es wäre definitiv besser als heute, ja (die Diskussion läuft bei uns
ja ganz genauso: Man hat eine Form der Sozialhilfe, die ein
Auskommen ermöglicht, stellt fest, dass damit - oh Wunder - keine
Motivation mehr vorhanden ist, einen Job anzunehmen, der *weniger*
als dieses Sozialhilfeniveau einbringt und beschließt deshalb, die
Sozialhilfe zu kürzen, weil ja ein Abstand zu den Arbeitseinkommen
gewahrt bleiben muss).

Eine grobe Abstufung fände ich dennoch gut: Es ist sinnvoll,
Menschen mit niedrigem Einkommen *stärker* zu motivieren, als
Menschen mit hohem Einkommen.
 
> [...] letztlich bleibnt nur die Einkommensteuer, oder die
> Mehrwertsteuer (alles andere ist eh Kleinkram, den man bei dieser
> Gelegenheit gleich abschafft). 

Steuern haben nicht nur die Aufgabe, den Staatshaushalt zu
finanzieren, sondern z.T. durchaus auch einen Lenkungseffekt.

Und Dinge wie Schenkungs- und Erbschaftssteuer sind auch wichtig, um
(noch stärkere) Vermögensakkumulation zu verhindern.

Servus,
   Stefan

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Stefan. Riesig und geizig!
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#261659

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2016-07-04 15:36 +0000
Message-ID<7t577a81e7i404bn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#261612
On Mon, 04 Jul 2016 14:01:17 Lars Gebauer wrote:
> Stefan Froehlich:
> > Eine grobe Abstufung fände ich dennoch gut: Es ist sinnvoll,
> > Menschen mit niedrigem Einkommen *stärker* zu motivieren, als
> > Menschen mit hohem Einkommen.
> Ja, das ist der Irrglaube. Der Glaube, einen Menschen "motivieren" zu
> können. (Der Mensch motiviert sich immer noch *selbst* - oder nicht.)

Ach. Aber wenn es darum geht, die Mindestsicherung abzusenken, dann ist
es auf einmal sehr wohl möglich, die Bezieher derselben dadurch zum
Arbeiten zu motivieren? So habe ich das jedenfalls erst gestern wieder
in den Nachrichten vernommen.

> > Und Dinge wie Schenkungs- und Erbschaftssteuer sind auch wichtig, um
> > (noch stärkere) Vermögensakkumulation zu verhindern.
 
> Und warum dann so umständlich? - Schreiten wird doch gleich zur
> Enteignung. Insofern waren die Kommunisten wenigstens ehrlich.

Von Enteignung sprichst momentan erst einmal nur Du. Wozu? Was würdest
Du damit erreichen wollen? Könnte das nicht demotivierend wirken?

Servus,
   Stefan

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Stefan!? Ja! Denn streicheln ist massakrierter als betteln.
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#261784

FromLars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de>
Date2016-07-04 17:43 +0000
Message-ID<slrnnnl817.4t3.lars.gebauer@yenni.elke-albrecht.com>
In reply to#261659
Stefan Froehlich:
> On Mon, 04 Jul 2016 14:01:17 Lars Gebauer wrote:
>> Stefan Froehlich:
>>> Eine grobe Abstufung fände ich dennoch gut: Es ist sinnvoll,
>>> Menschen mit niedrigem Einkommen *stärker* zu motivieren, als
>>> Menschen mit hohem Einkommen.
>> Ja, das ist der Irrglaube. Der Glaube, einen Menschen "motivieren" zu
>> können. (Der Mensch motiviert sich immer noch *selbst* - oder nicht.)
>
> Ach. Aber wenn es darum geht, die Mindestsicherung abzusenken, dann ist
> es auf einmal sehr wohl möglich, die Bezieher derselben dadurch zum
> Arbeiten zu motivieren? So habe ich das jedenfalls erst gestern wieder
> in den Nachrichten vernommen.

Keine Ahnung, was Du für Nachrichten hörst. Du solltest aber nicht
alles glauben, was Du hörst.

>>> Und Dinge wie Schenkungs- und Erbschaftssteuer sind auch wichtig, um
>>> (noch stärkere) Vermögensakkumulation zu verhindern.
>  
>> Und warum dann so umständlich? - Schreiten wird doch gleich zur
>> Enteignung. Insofern waren die Kommunisten wenigstens ehrlich.
>
> Von Enteignung sprichst momentan erst einmal nur Du. Wozu?

Du auch. Du nennst es nur anders.

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#261844

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2016-07-04 19:13 +0000
Message-ID<7t577ab3d3i887n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#261784
On Mon, 04 Jul 2016 19:43:01 Lars Gebauer wrote:
> > Aber wenn es darum geht, die Mindestsicherung abzusenken, dann ist
> > es auf einmal sehr wohl möglich, die Bezieher derselben dadurch zum
> > Arbeiten zu motivieren? So habe ich das jedenfalls erst gestern wieder
> > in den Nachrichten vernommen.

> Keine Ahnung, was Du für Nachrichten hörst. Du solltest aber nicht
> alles glauben, was Du hörst.

Österreichische Nachrichten. Derjenige, der das verkündet hat, war unser
Innenminister, und er bezog sich damit inhaltlich auf eine ausgesprochen
aktuelle Diskussion, die Mindestsicherung zu deckeln und - schon überhaupt
für Asylberechtigte - zu kürzen.

Ich sehe (leider) überhaupt keinen Grund, das nicht zu glauben.

> >>> Und Dinge wie Schenkungs- und Erbschaftssteuer sind auch wichtig, um
> >>> (noch stärkere) Vermögensakkumulation zu verhindern.
  
> >> Und warum dann so umständlich? - Schreiten wird doch gleich zur
> >> Enteignung. Insofern waren die Kommunisten wenigstens ehrlich.

> > Von Enteignung sprichst momentan erst einmal nur Du. Wozu?
 
> Du auch. Du nennst es nur anders.

Enteignung nennt man gemeinhin, wenn der Staat jemandem Immobilien
gegen dessen Willen abkauft.

Erbschaftssteuer nennt man eine Abgabe, die auf den Vermögenszuwachs
aus dem Nachlass anderer, verstorbener Personen zu entrichten ist.

Möchtest Du Deine Aussage vielleicht noch ein klein wenig
umformulieren, damit sie wenigstens eine minimale innere Logik
aufweist?

Servus,
   Stefan

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#261907

FromLars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de>
Date2016-07-05 08:13 +0000
Message-ID<slrnnnmr27.1og.lars.gebauer@yenni.elke-albrecht.com>
In reply to#261844
Stefan Froehlich:
> On Mon, 04 Jul 2016 19:43:01 Lars Gebauer wrote:
>>> Aber wenn es darum geht, die Mindestsicherung abzusenken, dann ist
>>> es auf einmal sehr wohl möglich, die Bezieher derselben dadurch zum
>>> Arbeiten zu motivieren? So habe ich das jedenfalls erst gestern wieder
>>> in den Nachrichten vernommen.
>
>> Keine Ahnung, was Du für Nachrichten hörst. Du solltest aber nicht
>> alles glauben, was Du hörst.
>
> Österreichische Nachrichten.

Sind die besser als deutsche Nachrichten?

> Derjenige, der das verkündet hat, war unser
> Innenminister,

Ah, jetzt kommen wir der Sache schon näher. Du glaubst also einem
berufsmäßigem Dummschwätzer und bedarfsweisen Lügner.

> Ich sehe (leider) überhaupt keinen Grund, das nicht zu glauben.

Es herrscht Glaubensfreiheit.

>>>>> Und Dinge wie Schenkungs- und Erbschaftssteuer sind auch wichtig, um
>>>>> (noch stärkere) Vermögensakkumulation zu verhindern.
>   
>>>> Und warum dann so umständlich? - Schreiten wird doch gleich zur
>>>> Enteignung. Insofern waren die Kommunisten wenigstens ehrlich.
>
>>> Von Enteignung sprichst momentan erst einmal nur Du. Wozu?
>  
>> Du auch. Du nennst es nur anders.
>
> Enteignung nennt man gemeinhin, wenn der Staat jemandem Immobilien
> gegen dessen Willen abkauft.

Das ist eine Form der Enteignung.

> Erbschaftssteuer nennt man eine Abgabe, die auf den Vermögenszuwachs
> aus dem Nachlass anderer, verstorbener Personen zu entrichten ist.

Das ist eine andere Form der Enteignung.

> Möchtest Du Deine Aussage vielleicht noch ein klein wenig
> umformulieren, damit sie wenigstens eine minimale innere Logik
> aufweist?

Gewiß nicht. Ganz gewiß nicht.

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#262110

FromLars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de>
Date2016-07-06 07:57 +0000
Message-ID<slrnnnpefn.1kc.lars.gebauer@yenni.elke-albrecht.com>
In reply to#261907
Stefan Froehlich:
> On Tue, 05 Jul 2016 10:13:57 Lars Gebauer wrote:
>>> Derjenige, der das verkündet hat, war unser Innenminister,
>  
>> Ah, jetzt kommen wir der Sache schon näher. Du glaubst also einem
>> berufsmäßigem Dummschwätzer und bedarfsweisen Lügner.
>
> Du solltest dringend darauf achten, dass Deine Postings nicht
> strafrechtlich relevant werden.

Womit wir den Joke des Tages schon hinter uns hätten. Schade.

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#261676

FromDiedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de>
Date2016-07-04 18:09 +0200
Message-ID<9beq4dxpjs.ln2@diedrich.ehlerding.dialin.t-online.de>
In reply to#261612
Stefan Froehlich meinte:

> Eine grobe Abstufung fände ich dennoch gut: Es ist sinnvoll,
> Menschen mit niedrigem Einkommen *stärker* zu motivieren, als
> Menschen mit hohem Einkommen.

Die wären allein schon dadurch stärker motiviert, als sie andernfalls eben 
auf das Grundeinkommen beschränkt bleiben. Und sie wären gewiss weit 
stärker motiviert als diejenigen, die heute von HartzIV bzw. Sozialholfe 
leben - sie würden nämlich von jedem hinzuverdienten Euro einen 
nennenswerten Anteil behalten. Der Greznzsteuersatz wär nicht, wie heute 
de facto bei Hartz IV, 80 oder 90 % - denn ein HartzIV-Empfänger, der 
einen schlecht bezahlten Job annimmt, behält heute ggf. überhaupt nichts 
übrig; für den lohnt sich heute die Arbeitsaufnahme in gar keiner Weise. 
Die Idee des *B*GE ist ja aber gerade, dass man das bekommt, egal ob man 
was dazuverdient oder nicht. 
> 
>> [...] letztlich bleibt nur die Einkommensteuer, oder die
>> Mehrwertsteuer (alles andere ist eh Kleinkram, den man bei dieser
>> Gelegenheit gleich abschafft).
> 
> Steuern haben nicht nur die Aufgabe, den Staatshaushalt zu
> finanzieren, sondern z.T. durchaus auch einen Lenkungseffekt.

Jaja - etwa die Sektsteuer oder die Salzsteuer?
> 
> Und Dinge wie Schenkungs- und Erbschaftssteuer sind auch wichtig, um
> (noch stärkere) Vermögensakkumulation zu verhindern.

In der Zielsetzung will ich dir da gar nicht widersprechen; aber 
Schenkungen und Erbschaften wären dann letztlich auch Einkommen, oder aber 
(im Falle der Mehrwertsteuer-Finanzierungs-Variante) werden automatisch 
abgeschöpft, sobald sie konsumiert werden.

Diedrich
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#261731

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2016-07-04 16:47 +0000
Message-ID<3t577a9154i6735n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#261676
On Mon, 04 Jul 2016 18:09:45 Diedrich Ehlerding wrote:
> Stefan Froehlich meinte:
> > Eine grobe Abstufung fände ich dennoch gut: Es ist sinnvoll,
> > Menschen mit niedrigem Einkommen *stärker* zu motivieren, als
> > Menschen mit hohem Einkommen.
 
> Die wären allein schon dadurch stärker motiviert, als sie
> andernfalls eben auf das Grundeinkommen beschränkt bleiben. [...]
> sie würden nämlich von jedem hinzuverdienten Euro einen
> nennenswerten Anteil behalten. Der Greznzsteuersatz wär nicht, wie
> heute de facto bei Hartz IV, 80 oder 90 % - denn ein
> HartzIV-Empfänger, der einen schlecht bezahlten Job annimmt,
> behält heute ggf. überhaupt nichts übrig;

Schon klar. Deshalb schrieb ich ja auch etwas von "stärker". Den
Grenzsteuersatz von rund 50% finde ich für Einkommen in dieser
Größenordnung immer noch überzogen - aber selbstverständlich, im
Vergleich zu 90% ist er natürlich ein Fortschritt..

> > Steuern haben nicht nur die Aufgabe, den Staatshaushalt zu
> > finanzieren, sondern z.T. durchaus auch einen Lenkungseffekt.

> Jaja - etwa die Sektsteuer oder die Salzsteuer?

Da steht nicht ohne Grund "zum Teil".

Hierorts werden beispielsweise Schilder an Hauswänden, die in den
Luftraum hineinragen, mit einer Abgabe belegt (ok, das ist formal
keine Steuer, aber das Prinzip ist das gleiche). Nun schreit die
Wirtschaft seit vielen Jahren ganz laut, dass das eine
Bagatellsteuer wäre und deshalb abgeschafft werden müsse. Stimmt
aber nicht: Die Abgabe trägt maßgeblich zur Verschönerung des
Stadtbilds bei (und je weniger Einnahmen daraus erzielt werden, umso
mehr ist gezeigt, dass der Nutzen solcher Schilder nicht einmal die
paar Euro wert ist, die ihre Anbringung kosten würde).

> > Und Dinge wie Schenkungs- und Erbschaftssteuer sind auch
> > wichtig, um (noch stärkere) Vermögensakkumulation zu verhindern.
 
> In der Zielsetzung will ich dir da gar nicht widersprechen; aber
> Schenkungen und Erbschaften wären dann letztlich auch Einkommen,
> oder aber (im Falle der Mehrwertsteuer-Finanzierungs-Variante)
> werden automatisch abgeschöpft, sobald sie konsumiert werden.
 
Ich bin kein Fan der MSt-Variante (u.a. weil das Steueraufkommen
damit viel stärker von Konsumschwankungen abhängig wäre), daher
beschäftige ich mich damit nicht.

Wenn man Schenkungen und Erbschaften hingegen unter der ESt
zusammenfasst: kein Problem damit.

Servus,
   Stefan

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Vergnügen mit Stefan, gelassen und süss!
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#261761

FromLars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de>
Date2016-07-04 12:01 +0000
Message-ID<slrnnnkk0e.1kv.lars.gebauer@yenni.elke-albrecht.com>
In reply to#261612
Stefan Froehlich:
> Eine grobe Abstufung fände ich dennoch gut: Es ist sinnvoll,
> Menschen mit niedrigem Einkommen *stärker* zu motivieren, als
> Menschen mit hohem Einkommen.

Ja, das ist der Irrglaube. Der Glaube, einen Menschen "motivieren" zu
können. (Der Mensch motiviert sich immer noch *selbst* - oder nicht.)

> Und Dinge wie Schenkungs- und Erbschaftssteuer sind auch wichtig, um
> (noch stärkere) Vermögensakkumulation zu verhindern.

Und warum dann so umständlich? - Schreiten wird doch gleich zur
Enteignung. Insofern waren die Kommunisten wenigstens ehrlich.

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#261597

FromDieter.Sp@gmx.de
Date2016-07-03 13:34 -0700
Message-ID<58dc7ed6-567d-4012-ace2-f2f7f305089a@googlegroups.com>
In reply to#261564
Am Sonntag, 3. Juli 2016 20:01:17 UTC+2 schrieb Marc Stibane:
> Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> wrote:
> > Marc Stibane meinte:
> >> Diese Grenze braucht man nicht mehr. BGE reicht zum Leben, jeder dazu
> >> obendrauf verdiente Cent muss versteuert und krankenversichert
> >> werden. Was dank progressiv ansteigender Steuern im niedrigen
> >> Einkommensbereich auch nur niedrige Prozentzahlen ausmacht.
> > Konsequent weitergedacht, heißt BGE: es gibt auch keine progressiven 
> > steuersätze mehr; jeder verdiente Euro wird versteuert.
> 
> Fände ich nicht sinnvoll. Das hält nur die Niedrigverdiener davon ab,
> sich einen kleinen Job zu suchen, wenn darauf gleich 40-50% ESt fällig
> wären - und soviel braucht man mindestens am oberen Ende um das Ganze
> finanzieren zu können. Progressiv muss sein.

Egal wie, es bleibt dennoch eine Milchmädchenrechnung 
> 
> > Denn der Sozialausgleich, um dessentlwillen man niedrige Einkommen gering
> > besteuert, ist ja schon durch das BGE, letztlich eine Negativsteuer,
> > erfolgt.

Richtig

> Rechenbeispiel: Steuersatz 50%, Negativsteuer 12000, also 1000 pro
> Monat. Hätte man einen Minijob mit 400€ brutto, bekäme man 1200 auf's
> Konto. Der Stundensatz für die geleistete Arbeit wäre halbiert.
> Wer macht dann noch einen Minijob, wenn man für Nichts-Tun eh schon 1000
> bekommt?

Natürlich wird kaum jemand dafür einen offiziell bezahlten Job machen wollen 
> 
> > Im Ergebnis kommt dasselbe raus - niedrige Einkommen werden in 
> > Summe negativ o0der nur gering besteuert, wenn man Netto-Einkommen inkl.
> > BGE zum Bruttoeinkommen in Relation setzt.
> 
> Aber der Anreiz überhaupt einen kleinen Job zu machen wird doch stark
> gedämpft, wenn beim ersten selbst verdienten Euro gleich mit dem vollen
> Steuersatz zugegriffen wird.
> Im Gegenteil, sinnvoll wäre es eher auf das BGE noch einen steuerfreien
> Freibetrag draufzusetzen z.B. 6000€ (500/mo), und danach progressiv die
> ESt zu steigern.

Das änderte nicht das geringste am Grundproblem. Warum sollte dann noch jemand so dämlich sein, mehr als die steuerfreien 500 € monatlich dazuzuverdienen? Das ist doch völlig relitätsfremd
 
> Dann fahren die Vermögenden ins Ausland und geben ihr Geld dort aus.
> Vergiss es, das kann viel zu einfach unterlaufen werden.

Ja, am besten wäre es natürlich, sogleich alle zu enteignen und alle Einkünfte zu 100% zu besteuern. Nur dann könnte eine Regierung (welche natürlich nur deiner bzw. der von dir bevorzugten Partei entstammen darf) ihre unübertreffliche Weisheit vollends walten lassen und endlich die absolute Gerechtigkeit schaffen :->

> > Wie Martin Gerdes (meiner Erinnerung auch hierzugruppe) mal anmerkte:
> > genau das wird die Einführung eines  BGE verhindern, denn dann entfällt
> > die Möglichkeit der Politiker, Wohltaten an bestimmte Wählergruppen zu
> > verteilen und sich damit stimmen zu kaufen.
> 
> Ich glaube das wird ganz stark überschätzt. Die Bevölkerungsmehrheit
> würde jetzt schon deutlich von einer weniger wirtschaftsfreundlichen
> Politik profitieren, und die SPD wurde (zurecht) wegen Hartz-IV von über
> 30% auf unter 20% abgestraft (und ich kann eh nicht verstehen wie man
> diese mit-Magenschmerzen-aber-doch-jedesmal-Umfaller überhaupt noch
> wählen kann) - bloß die Wechsler sind so doof nicht zu den Linken
> sondern zur CDU zu wechseln, die noch weniger ihre Interessen vertritt
> als die SPD...

Manchmal reibt man sich schon verwundert die Augen, wenn man lesen darf, wie wunderbar einfach sich manch einer, leider nicht nur hier, die Welt vorstellt.
  
> mind. 80% der Wähler wählen Parteien die nicht ihre Interessen
> vertreten, sondern die Interessen der (bessergestellten) Gruppe zu denen
> die Wähler gerne gehören würden.

Ja, das ist eben das zentrale Problem, nicht nur deines Beitrags hier: Die Wähler, zumindest mindestens 80% von denen, sind einfach nur zu doof, ihre wahren Freunde und Gönner zu erkennen und in dieser Verblendung wählen sie dann halt Parteien wie SPD und CDU ohne zu erkennen, dass nur deine Linken wahrlich kompetent wären, das Land und die Menschen in eine glänzende Zukunft zu führen. Aber möglicherweise haben diese doofen Wähler ja bloss nicht kapiert, dass die Linken das jetzt ja viel besser können, nachdem sie in der DDR immerhin von 1946 bis 1989 und ein paar Kilometer weiter östlich sogar noch ein paar Jahrzehnte länger Zeit hatten, alle Fehler auszuprobieren, die man in einem Staat, einem Volk, einer Gesellschaft machen kann, und diese daher ganz bestimmt beim nächsten Versuch vermeiden werden. Und immerhin kann man von denen ja bestimmt auch erwarten, dass sie sich nicht selbst am Geld der Anderen bereichern, haben sie doch schon die DDR gründlich geplündert und davon noch etliche Milliarden auf österreichischen und Schweizer Konten (vielleicht auch Panama?) eingelagert

> Und genau aus diesem Grund wird es so schnell kein BGE geben - die
> Wähler realisieren nicht dass sie selber davon profitieren würden.

Vielleicht könnte man, ganz am Rande natürlich nur, weils ja völlig abwegig ist, auch in Erwägung ziehen, dass die Leute zu klug für die Rattenfänger sind und daher etwas weiter blicken als die Heilspropheten glauben, welche sie mit solch hanebüchenen Argumenten, wie z.B. oben zum BGE zu lesen, ins Schlaraffenland führen zu wollen behaupten.

> Sie
> sehen nur den unteren Rand und wollen nicht dass der leistungsloses
> Einkommen kassiert. Dass der auch jetzt schon "Stütze" kassiert und sich
> da eh nix ändert will man nicht akzeptieren.

Natürlich nicht! Es sind ja alle doof. Gut, dass es noch ein paar derart altruistische Menschen gibt, die die Leute dann eben notfalls mit Gewalt ins gelobte Land befördern wollen. Und dann werden wir natürlich wieder einen Schutzwall brauchen, um all die bösen Neider fernzuhalten, welche die Wohltaten der schönen neuen Welt rauben wollen, auch wenn natürlich niemand die Absicht haben wird, eine Mauer zu bauen.

Dieter

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#261607

FromHanno Foest <hurga-news2@tigress.com>
Date2016-07-04 03:06 +0200
Message-ID<dttr45Ftg1eU1@mid.individual.net>
In reply to#261597
Am 03.07.2016 um 22:34 schrieb Dieter.Sp@gmx.de:

> Ja, das ist eben das zentrale Problem, nicht nur deines Beitrags hier: Die
> Wähler, zumindest mindestens 80% von denen, sind einfach nur zu doof, ihre
> wahren Freunde und Gönner zu erkennen und in dieser Verblendung wählen sie
> dann halt Parteien wie SPD und CDU ohne zu erkennen, dass nur deine Linken
> wahrlich kompetent wären, das Land und die Menschen in eine glänzende Zukunft
> zu führen. Aber möglicherweise haben diese doofen Wähler ja bloss nicht
> kapiert, dass die Linken das jetzt ja viel besser können, nachdem sie in der
> DDR immerhin von 1946 bis 1989 und ein paar Kilometer weiter östlich sogar
> noch ein paar Jahrzehnte länger Zeit hatten, alle Fehler auszuprobieren, die
> man in einem Staat, einem Volk, einer Gesellschaft machen kann, und diese
> daher ganz bestimmt beim nächsten Versuch vermeiden werden.

Na ja - und die Rechten haben 1933 - 1945 gezeigt, was sie so drauf 
haben, und werden immer noch gewählt: Wenn du schon Äpfel mit Birnen 
vergleichst, dann doch bitte konsequent.

Wer wissen will, welchen Unterschied die "Linken" gemacht haben, sollte 
sowas wie die Sozialreportagen von George Orwell lesen, "The Road to 
Wigan Pier" beispielsweise.

Hanno

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#261781

FromLars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de>
Date2016-07-04 12:29 +0000
Message-ID<slrnnnklkq.1kv.lars.gebauer@yenni.elke-albrecht.com>
In reply to#261597
Dieter.Sp@gmx.de:
> Das änderte nicht das geringste am Grundproblem. Warum sollte dann noch jemand so dämlich sein, mehr als die steuerfreien 500 € monatlich dazuzuverdienen? Das ist doch völlig relitätsfremd

Merwürdige Sorte Realität, das. Ich vermute, daß es in D gegenwärtig
mehrere Millionen Menschen gibt, die bestrebt sind, mehr als den
Grundfreibetrag zu verdienen. Trotz der erheblichen Gefahr, auf den
Mehrverdienst Steuern zu zahlen. Realitätsfremd geht anders.

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#261863

FromDieter.Sp@gmx.de
Date2016-07-04 13:51 -0700
Message-ID<4d459a54-5e91-46ef-b6fd-ec2d2906cb75@googlegroups.com>
In reply to#261781
Am Montag, 4. Juli 2016 14:29:13 UTC+2 schrieb Lars Gebauer:
> Dieter.Sp@gmx.de:
> > Das änderte nicht das geringste am Grundproblem. Warum sollte dann noch jemand so dämlich sein, mehr als die steuerfreien 500 € monatlich dazuzuverdienen? Das ist doch völlig relitätsfremd
> 
> Merwürdige Sorte Realität, das. Ich vermute, daß es in D gegenwärtig
> mehrere Millionen Menschen gibt, die bestrebt sind, mehr als den
> Grundfreibetrag zu verdienen. Trotz der erheblichen Gefahr, auf den
> Mehrverdienst Steuern zu zahlen. Realitätsfremd geht anders.

Du solltest den Artikel lesen, auf welchen sich meine Replik bezieht. Es geht nicht darum, überhaupt etwas zu verdienen. Es geht vielmehr darum, zu dem bereits vorhandenen, sehr deutlich über dem derzeitigen Grundfreibetrag liegenden, Einkommen noch etwas hinzuzuverdienen.

Dieter

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#261868

Fromspamfalle2@arcor.de (Marc Stibane)
Date2016-07-05 00:19 +0200
Message-ID<1mpvzc1.si82qm1jcc51iN@marc.my-fqdn.de>
In reply to#261863
<Dieter.Sp@gmx.de> wrote:
> Am Montag, 4. Juli 2016 14:29:13 UTC+2 schrieb Lars Gebauer:
> > Dieter.Sp@gmx.de:

>>> Das änderte nicht das geringste am Grundproblem. Warum sollte dann
>>> noch jemand so dämlich sein, mehr als die steuerfreien 500 €
>>> monatlich dazuzuverdienen? Das ist doch völlig relitätsfremd
>> Merwürdige Sorte Realität, das. Ich vermute, daß es in D gegenwärtig
>> mehrere Millionen Menschen gibt, die bestrebt sind, mehr als den
>> Grundfreibetrag zu verdienen. Trotz der erheblichen Gefahr, auf den
>> Mehrverdienst Steuern zu zahlen. Realitätsfremd geht anders.

> Du solltest den Artikel lesen, auf welchen sich meine Replik bezieht. Es
> geht nicht darum, überhaupt etwas zu verdienen. Es geht vielmehr darum, zu
> dem bereits vorhandenen, sehr deutlich über dem derzeitigen
> Grundfreibetrag liegenden, Einkommen noch etwas hinzuzuverdienen.

Falls Du Dich auf mein kleines Rechenbeispiel beziehst, mit 1000 pro
Monat - das ist ganz erheblich weniger als die 2500 Franken die die
Schweizer gerade präferiert haben - und das wäre dann inclusive Miete
und Krankenversicherung (wir erinnern uns, Arbeitslosenversicherung und
Rentenversicherung braucht man nicht mehr weil ja jeder BGE bekommt).

Da der Grundfreibetrag (8652€ im Jahr 2016) keine Sozialversicherungs-
kosten (Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung) beinhaltet, ist das
dann doch ziemlich vergleichbar. Von mir aus nimm 900 pro Monat BGE
statt 1000 - die Zahl war eh nur gerade so schön "glatt".

Damit kann man in D gerade mal überleben, sich aber quasi nichts
leisten. Und jeder der irgend kann wird sich mehr als die steuerfreien
500 pro Monat dazuverdienen wollen, auch wenn dann die progressive ESt
davon allmählich immer mehr wegnimmt.


-- 
In a world without walls and fences,
   who needs windows and gates?

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#261909

FromLars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de>
Date2016-07-05 08:15 +0000
Message-ID<slrnnnmr5k.1og.lars.gebauer@yenni.elke-albrecht.com>
In reply to#261863
Dieter.Sp@gmx.de:
> Am Montag, 4. Juli 2016 14:29:13 UTC+2 schrieb Lars Gebauer:
>> Dieter.Sp@gmx.de:
>> > Das änderte nicht das geringste am Grundproblem. Warum sollte dann noch jemand so dämlich sein, mehr als die steuerfreien 500 € monatlich dazuzuverdienen? Das ist doch völlig relitätsfremd
>> 
>> Merwürdige Sorte Realität, das. Ich vermute, daß es in D gegenwärtig
>> mehrere Millionen Menschen gibt, die bestrebt sind, mehr als den
>> Grundfreibetrag zu verdienen. Trotz der erheblichen Gefahr, auf den
>> Mehrverdienst Steuern zu zahlen. Realitätsfremd geht anders.
>
> Du solltest den Artikel lesen, auf welchen sich meine Replik bezieht.

Was sollte das an meiner Aussage ändern?

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#261938

Fromdietersp51@gmail.com
Date2016-07-05 02:40 -0700
Message-ID<d3167053-d2af-469c-91aa-6d0d4f83e3df@googlegroups.com>
In reply to#261909
Am Dienstag, 5. Juli 2016 10:15:48 UTC+2 schrieb Lars Gebauer:
> Dieter.Sp@gmx.de:
> > Du solltest den Artikel lesen, auf welchen sich meine Replik bezieht.
> 
> Was sollte das an meiner Aussage ändern?

Nun ja. Ich hatte dir eigentlich schon eine gewisse Portion an Intelligenz 
zugetraut. Aber wenn du glaubst, dass es bei dir nichts bringe, wenn du zumindest
zur Kenntnis nimmst, worauf du antwortest, dann muss ich das eben akzeptieren.
Immerhin scheinen deine diesbezüglichen Zweifel ja auch gut belegt 
 
Dieter

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