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Groups > ger.ct > #254149 > unrolled thread

Cryptolocker können kein ftp ( bisher)

Started byDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
First post2016-05-14 15:19 +0000
Last post2016-05-17 03:27 +0000
Articles 16 — 8 participants

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Contents

  Cryptolocker können kein ftp ( bisher) Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2016-05-14 15:19 +0000
    Re: Cryptolocker können kein ftp ( bisher) Michael Pachta <mipani@gmx.de> - 2016-05-14 17:59 +0200
      Re: Cryptolocker können kein ftp ( bisher) Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2016-05-14 16:28 +0000
    Re: Cryptolocker können kein ftp ( bisher) Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2016-05-14 17:32 +0200
      Re: Cryptolocker können kein ftp ( bisher) Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2016-05-14 18:47 +0000
        Re: Cryptolocker können kein ftp ( bisher) Ingo Paschke <ipaschke@lpclabs.de> - 2016-05-14 21:29 +0200
          Re: Cryptolocker können kein ftp ( bisher) Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2016-05-14 19:41 +0000
            Re: Cryptolocker können kein ftp ( bisher) Thomas Flaig <t.gf@freenet.de> - 2016-05-14 22:35 +0200
            Re: Cryptolocker können kein ftp ( bisher) Ingo Paschke <ipaschke@lpclabs.de> - 2016-05-14 23:26 +0200
              Re: Cryptolocker können kein ftp ( bisher) Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2016-05-15 06:26 +0000
            Re: Cryptolocker können kein ftp ( bisher) Rico Heil <news-spam@silmaril.de> - 2016-05-15 20:17 +0200
              Re: Cryptolocker können kein ftp ( bisher) "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-05-15 20:51 +0200
        Re: Cryptolocker können kein ftp ( bisher) Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2016-05-15 00:59 +0200
    Re: Cryptolocker können kein ftp ( bisher) "Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net> - 2016-05-15 07:06 +0000
      Re: Cryptolocker können kein ftp ( bisher) Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2016-05-15 07:17 +0000
        Re: Cryptolocker können kein ftp ( bisher) "Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net> - 2016-05-17 03:27 +0000

#254149 — Cryptolocker können kein ftp ( bisher)

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2016-05-14 15:19 +0000
SubjectCryptolocker können kein ftp ( bisher)
Message-ID<nh7flm$m32$1@news.albasani.net>
Eine interessante Beobachtung die Heise gemacht hat: Cryptolocker können
kein ftp.
Man kann also automatisierte Backups bequem auf einer ftp Freigabe eines
NAS machen, die unerreichbar für die jetzige Cryptolocker Generation ist.
Und solange sie so viele Opfer  finden  werden sie ftp und die
Passwortsuche nicht einbauen.


-- 
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#254151

FromMichael Pachta <mipani@gmx.de>
Date2016-05-14 17:59 +0200
Message-ID<dpp0acF7kq5U1@mid.individual.net>
In reply to#254149
Am 14.05.2016 um 17:19 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> Eine interessante Beobachtung die Heise gemacht hat: Cryptolocker können
> kein ftp.
> Man kann also automatisierte Backups bequem auf einer ftp Freigabe eines
> NAS machen, die unerreichbar für die jetzige Cryptolocker Generation ist.
> Und solange sie so viele Opfer  finden  werden sie ftp und die
> Passwortsuche nicht einbauen.

Und wie sieht es mit einer passwortgeschützten Samba-Freigabe aus? Ich
nutze unter Windows die Freeware Personal Backup, die, wenn das Backup
ansteht, eine passwortgeschützte Samba-Freigabe auf einem Linux-Server
aufruft. Diese Freigabe ist ansonsten unter Windows unsichtbar,
erscheint also nicht als Netzlaufwerk, auch nicht während des Backups.

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#254152

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2016-05-14 16:28 +0000
Message-ID<nh7jmk$tth$1@news.albasani.net>
In reply to#254151
Michael Pachta <mipani@gmx.de> wrote:
> Am 14.05.2016 um 17:19 schrieb Dr. Joachim Neudert:
>> Eine interessante Beobachtung die Heise gemacht hat: Cryptolocker können
>> kein ftp.
>> Man kann also automatisierte Backups bequem auf einer ftp Freigabe eines
>> NAS machen, die unerreichbar für die jetzige Cryptolocker Generation ist.
>> Und solange sie so viele Opfer  finden  werden sie ftp und die
>> Passwortsuche nicht einbauen.
> 
> Und wie sieht es mit einer passwortgeschützten Samba-Freigabe aus? Ich
> nutze unter Windows die Freeware Personal Backup, die, wenn das Backup
> ansteht, eine passwortgeschützte Samba-Freigabe auf einem Linux-Server
> aufruft. Diese Freigabe ist ansonsten unter Windows unsichtbar,
> erscheint also nicht als Netzlaufwerk, auch nicht während des Backups.
> 

Das sollte genauso sicher sein. Alles, was die Eingabe eines Passwortes
erfordert, wird derzeit nicht passiert.

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#254165

FromRuediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de>
Date2016-05-14 17:32 +0200
Message-ID<nh7nfi.160.1@privat.lahls.de>
In reply to#254149
*Dr. Joachim Neudert* schrieb:
> Eine interessante Beobachtung die Heise gemacht hat: Cryptolocker können
> kein ftp.
> Man kann also automatisierte Backups bequem auf einer ftp Freigabe eines
> NAS machen, die unerreichbar für die jetzige Cryptolocker Generation ist.
> Und solange sie so viele Opfer  finden  werden sie ftp und die
> Passwortsuche nicht einbauen.

Es hat bestimmt einen Grund, warum dieses alte Protokoll nicht
unterstützt wird. Bei Bedarf sollte es aber blitzschnell implementiert
sein. Auf eine vermeintliche Sicherheit durch ftp würde ich keinesfalls
setzen.
-- 
bis denne

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#254168

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2016-05-14 18:47 +0000
Message-ID<nh7rs8$eaj$2@news.albasani.net>
In reply to#254165
Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> wrote:

> 
> Es hat bestimmt einen Grund, warum dieses alte Protokoll nicht
> unterstützt wird. Bei Bedarf sollte es aber blitzschnell implementiert
> sein. Auf eine vermeintliche Sicherheit durch ftp würde ich keinesfalls
> setzen.

Wer spricht von "sich darauf verlassen". 

Wenn Du nicht gerade das weltweit erste Opfer des ersten ftp-Cryptolockers
wirst, bekommst du es doch mit und kannst reagieren.

Und wenn du dein Passwort nicht speicherst und über sftp authentisierst,
ist es noch nicht mal trivial für die Malware.

Gruß 

Joachim

-- 
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#254169

FromIngo Paschke <ipaschke@lpclabs.de>
Date2016-05-14 21:29 +0200
Message-ID<ltak0d-9v8.ln1@news.lpclabs.de>
In reply to#254168
On 2016-05-14, Dr  Joachim Neudert <neudert@5sl.org> wrote:
> Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> wrote:
>
>> 
>> Es hat bestimmt einen Grund, warum dieses alte Protokoll nicht
>> unterstützt wird. Bei Bedarf sollte es aber blitzschnell implementiert
>> sein. Auf eine vermeintliche Sicherheit durch ftp würde ich keinesfalls
>> setzen.
>
> Wer spricht von "sich darauf verlassen". 
>
> Wenn Du nicht gerade das weltweit erste Opfer des ersten ftp-Cryptolockers
> wirst, bekommst du es doch mit und kannst reagieren.
>
> Und wenn du dein Passwort nicht speicherst und über sftp authentisierst,
> ist es noch nicht mal trivial für die Malware.

Nur ist dieser Tipp in Praxis kaum umzusetzen, dann ftp ist nun mal absolut
nicht dafür geeignet, mit inkrementellen Backups umzugehen.

Wer ein Speichersystem mit Snapshots verwendet (z.B. FreeNAS, NetAapp etc.),
der lächelt einmal müde, beseitigt den Schädling vom Rechner und hat mit
einem Klick seine Daten wieder.

Wer das nicht kann/will kann z.B. seine Daten bei Dropbox speichern und
für die Wiederherstellungsoption bezahlen.

Viele Grüße,
Ingo.

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#254171

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2016-05-14 19:41 +0000
Message-ID<nh7v20$kpg$1@news.albasani.net>
In reply to#254169
Ingo Paschke <ipaschke@lpclabs.de> wrote:

>> 
>> Wer spricht von "sich darauf verlassen". 
>> 
>> Wenn Du nicht gerade das weltweit erste Opfer des ersten ftp-Cryptolockers
>> wirst, bekommst du es doch mit und kannst reagieren.
>> 
>> Und wenn du dein Passwort nicht speicherst und über sftp authentisierst,
>> ist es noch nicht mal trivial für die Malware.
> 
> Nur ist dieser Tipp in Praxis kaum umzusetzen, dann ftp ist nun mal absolut
> nicht dafür geeignet, mit inkrementellen Backups umzugehen.

https://kb.acronis.com/content/34224

So einfach wie jedes andere Netzwerkziel auch.
Nur der Cryptolocker kommt nicht mehr so leicht drauf, wie auf SMB-Mounts.


> 
> Wer ein Speichersystem mit Snapshots verwendet (z.B. FreeNAS, NetAapp etc.),
> der lächelt einmal müde, beseitigt den Schädling vom Rechner und hat mit
> einem Klick seine Daten wieder.


Jo mei, 5 Sekunden dauert das bei mir schon mit VMWare mit dem
Wiederherstellen eines Windows-Snapshots.

Aber was ist mit verschlüsselten Daten auf dem Fileserver?

> 
> Wer das nicht kann/will kann z.B. seine Daten bei Dropbox speichern und
> für die Wiederherstellungsoption bezahlen.

Zu wenig Speicher. Was kosten 2 Terabyte bei Dropbox?

Gruß

Joachim



-- 
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#254174

FromThomas Flaig <t.gf@freenet.de>
Date2016-05-14 22:35 +0200
Message-ID<upek0d-ho2.ln1@chaos.thomas-flaig.info>
In reply to#254171
Hallo,
Am 2016-05-14, schrieb Dr  Joachim Neudert :
> Aber was ist mit verschlüsselten Daten auf dem Fileserver?
Beim "richtigen" Dateisystem (aka ZFS):
Rollback zum letzten unverschlüsselten Snapshot.

>> Wer das nicht kann/will kann z.B. seine Daten bei Dropbox speichern und
>> für die Wiederherstellungsoption bezahlen.
> Zu wenig Speicher. Was kosten 2 Terabyte bei Dropbox?
Bei Dropbox weiß ich es nicht, aber da ich sowieso einen Anbieter mit
Firmensitz und Serverstandort in Deutschland vorziehen würde:
 * Hetzner: 2TB: 11,78€/Monat [1] (inkl SFTP/SCP/CIFS, kein direktes rsync)
 * Strato:  2TB: 1€^W^W19,90€/Monati + 4,95€/Monat für
                 SFTP/SCP/rsync/CIFS/.. [2]
Irgendwelche "Cloudfunktionalität" implementieren die beiden wohl auch.

Das Problem ist dabei:
Wie bekommt man initial die Daten hochgeladen? 
Ja, Uploadrechner existieren,das Ergebnis gefällt einem bei größeren
Datenmengen aber nicht.

Daher wäre ein Anbieter schön, dem man das initiale Backup auf
Datenträger per Post zukommen lassen kann.
Hinweise zu solchen Anbietern nehme ich gerne entgegen. ;)

ciao
Thomas
------
[1]
https://www.hetzner.de/de/hosting/produktmatrix/storagebox-produktmatrix
[2]
https://www.strato.de/online-speicher/#hidrive-featuretable
-- 
Unix is the worst operating system; except for all others.
                -- Berry Kercheval

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#254176

FromIngo Paschke <ipaschke@lpclabs.de>
Date2016-05-14 23:26 +0200
Message-ID<9ohk0d-b19.ln1@news.lpclabs.de>
In reply to#254171
On 2016-05-14, Dr  Joachim Neudert <neudert@5sl.org> wrote:

> https://kb.acronis.com/content/34224
>
> So einfach wie jedes andere Netzwerkziel auch.
> Nur der Cryptolocker kommt nicht mehr so leicht drauf, wie auf SMB-Mounts.

Was ich sagte: "Acronis Nonstop Backup cannot be saved on FTP".

>> Wer ein Speichersystem mit Snapshots verwendet (z.B. FreeNAS, NetAapp etc.),
>> der lächelt einmal müde, beseitigt den Schädling vom Rechner und hat mit
>> einem Klick seine Daten wieder.
>
> Jo mei, 5 Sekunden dauert das bei mir schon mit VMWare mit dem
> Wiederherstellen eines Windows-Snapshots.
>
> Aber was ist mit verschlüsselten Daten auf dem Fileserver?

Das dauert keine fünf Sekunden. Einfach ein Rollback zum letzten guten Snapshot
machen. Dass alle Daten Schrott sind ist eigentlich auch fast die einzige
Anwendung dafür. Sonst kann man einfach in die Eigenschaften des Ordners gehen,
in dem man sich eine Datei zerschossen hat, dort im Reiter "Vorgängerversionen"
auf den letzten brauchbaren Snapshot klicken und dann die Datei wieder in die
aktuelle Version des Ordners rüberziehen...

(die Snapshots sind read-only, da hat also ein Crypto-Trojaner keine Chance)

>> Wer das nicht kann/will kann z.B. seine Daten bei Dropbox speichern und
>> für die Wiederherstellungsoption bezahlen.
>
> Zu wenig Speicher. Was kosten 2 Terabyte bei Dropbox?

Keine Ahnung, mir doch egal :-).

Viele Grüße,
Ingo.

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#254189

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2016-05-15 06:26 +0000
Message-ID<nh94q7$sjg$1@news.albasani.net>
In reply to#254176
Ingo Paschke <ipaschke@lpclabs.de> wrote:
> On 2016-05-14, Dr  Joachim Neudert <neudert@5sl.org> wrote:
> 
>> https://kb.acronis.com/content/34224
>> 
>> So einfach wie jedes andere Netzwerkziel auch.
>> Nur der Cryptolocker kommt nicht mehr so leicht drauf, wie auf SMB-Mounts.
> 
> Was ich sagte: "Acronis Nonstop Backup cannot be saved on FTP".

Den Teil hat Acronis 2016 eh wieder rausgeworfen weil er nicht
funktionierte. Normale inkrementelle Backups und  Images funktionieren
wunderbar auf ftp- Ziele.


> 
>>> Wer ein Speichersystem mit Snapshots verwendet (z.B. FreeNAS, NetAapp etc.),
>>> der lächelt einmal müde, beseitigt den Schädling vom Rechner und hat mit
>>> einem Klick seine Daten wieder.
>> 
>> Jo mei, 5 Sekunden dauert das bei mir schon mit VMWare mit dem
>> Wiederherstellen eines Windows-Snapshots.
>> 
>> Aber was ist mit verschlüsselten Daten auf dem Fileserver?
> 
> Das dauert keine fünf Sekunden. Einfach ein Rollback zum letzten guten Snapshot
> machen. Dass alle Daten Schrott sind ist eigentlich auch fast die einzige
> Anwendung dafür. Sonst kann man einfach in die Eigenschaften des Ordners gehen,
> in dem man sich eine Datei zerschossen hat, dort im Reiter "Vorgängerversionen"
> auf den letzten brauchbaren Snapshot klicken und dann die Datei wieder in die
> aktuelle Version des Ordners rüberziehen...
> 
> (die Snapshots sind read-only, da hat also ein Crypto-Trojaner keine Chance)
> 
>>> Wer das nicht kann/will kann z.B. seine Daten bei Dropbox speichern und
>>> für die Wiederherstellungsoption bezahlen.
>> 
>> Zu wenig Speicher. Was kosten 2 Terabyte bei Dropbox?
> 
> Keine Ahnung, mir doch egal :-).

Du vergleichst gerade eine Multi-Millionen-Dollar industrial strength
Sicherheitslösung mit einem einfachen intelligenten Kniff, der für
Home-User und Small Business von jetzt auf gleich kostenlos umzusetzen ist.


Und der trotzdem alle derzeitigen Cryptolocker erschlägt, automatisierbar
und bequem ist, anders als das  An- und Abstecken von zwei Generationen USB
Festplatten.

Gruß

Joachim



-- 
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#254253

FromRico Heil <news-spam@silmaril.de>
Date2016-05-15 20:17 +0200
Message-ID<nhaef6$oj0$1@solani.org>
In reply to#254171
Am 14.05.2016 um 21:41 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> Jo mei, 5 Sekunden dauert das bei mir schon mit VMWare mit dem
> Wiederherstellen eines Windows-Snapshots.

Dann wollen wir hoffen, dass sich niemals das Wirt-System einen
Verschlüsselungstrojaner einfängt. Die verschlüsselten Snapshots dürften
in diesem Fall wenig nützen.

Rico

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#254261

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2016-05-15 20:51 +0200
Message-ID<nhagfh$lv3$1@news.albasani.net>
In reply to#254253
Am 15.05.16 um 20:17 schrieb Rico Heil:
> Am 14.05.2016 um 21:41 schrieb Dr. Joachim Neudert:
>> Jo mei, 5 Sekunden dauert das bei mir schon mit VMWare mit dem
>> Wiederherstellen eines Windows-Snapshots.
> 
> Dann wollen wir hoffen, dass sich niemals das Wirt-System einen
> Verschlüsselungstrojaner einfängt. Die verschlüsselten Snapshots dürften
> in diesem Fall wenig nützen.
> 
> Rico
> 
>


Ja.

Da war mal für 24 Stunden ein experimenteller Cryptolocker verfügbar für
mein Wirts-OS. Wenn man sich sehr anstrengt und Software aus der Quelle
"Dubios bis höchst suspekt" gegen alle Warnungen des OS mit Gewalt
installiert.

Aber gut, 24 Stunden lang wäre das möglich gewesen.

Gruß

Joachim

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#254178

FromRuediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de>
Date2016-05-15 00:59 +0200
Message-ID<nh8hm3.5hk.1@privat.lahls.de>
In reply to#254168
*Dr. Joachim Neudert* schrieb:
> Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> wrote:
>
>>
>> Es hat bestimmt einen Grund, warum dieses alte Protokoll nicht
>> unterstützt wird. Bei Bedarf sollte es aber blitzschnell implementiert
>> sein. Auf eine vermeintliche Sicherheit durch ftp würde ich keinesfalls
>> setzen.
>
> Wer spricht von "sich darauf verlassen".

Na, du hast doch geschrieben, man kann bequem Backups auf ftp machen.

> Wenn Du nicht gerade das weltweit erste Opfer des ersten ftp-Cryptolockers
> wirst, bekommst du es doch mit und kannst reagieren.

Dann mache ich die Backups doch besser gleich so, dass diese Locker
prinzipbedingt nicht dran kommen. 'Stecker des externen Backup-Mediums
abziehen' ist da durchaus eine erfolgversprechende Strategie.

> Und wenn du dein Passwort nicht speicherst und über sftp authentisierst,
> ist es noch nicht mal trivial für die Malware.

Du hast ftp angesprochen und nicht sftp.
-- 
bis denne

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#254192

From"Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net>
Date2016-05-15 07:06 +0000
Message-ID<36201.679.1463296002@news.jors.net>
In reply to#254149
Dr  Joachim Neudert <neudert@5sl.org>:
> Eine interessante Beobachtung die Heise gemacht hat: Cryptolocker können
> kein ftp.
> Man kann also automatisierte Backups bequem auf einer ftp Freigabe eines
> NAS machen, die unerreichbar für die jetzige Cryptolocker Generation ist.
> Und solange sie so viele Opfer  finden  werden sie ftp und die
> Passwortsuche nicht einbauen.

DAs ist einfach nachzubauen (sofern mehr leute sich damit
"schuetzen").

Wirksamer Schutz hingegen bieten eine Funktionen halbwegs moderner
NAS-Systeme (die du hier ja vorraussetzt), naemlich das automatische
Archivieren der Daten auf einer Freigabe in einen geschuetzten und von
Clients nicht direkt ansprechbaren Bereich.

Z.B. mit Synology als auch Qnap NAS-Boxen kinderleicht einzurichten.
(und allen anderen auch, die zeitgesteuerte Archivierung koennen)

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#254195

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2016-05-15 07:17 +0000
Message-ID<nh97r4$20l$1@news.albasani.net>
In reply to#254192
Juergen P. Meier <nospam-1984@jors.net> wrote:
> Dr  Joachim Neudert <neudert@5sl.org>:
>> Eine interessante Beobachtung die Heise gemacht hat: Cryptolocker können
>> kein ftp.
>> Man kann also automatisierte Backups bequem auf einer ftp Freigabe eines
>> NAS machen, die unerreichbar für die jetzige Cryptolocker Generation ist.
>> Und solange sie so viele Opfer  finden  werden sie ftp und die
>> Passwortsuche nicht einbauen.
> 
> DAs ist einfach nachzubauen (sofern mehr leute sich damit
> "schuetzen").


Natürlich ist das kein prinzipieller Schutz. Aber es ist wie überall:
solange genügend Fenster und Türen offen stehen, werden keine gepanzerten
Fenster aufgebrochen. Solange überall genügend Windows Rechner offen
stehen, werden keine Macs geknackt. 

Es reicht ein bisschen besser zu sein als die Masse um einen de facto schon
guten Schutz zu bekommen.

> 
> Wirksamer Schutz hingegen bieten eine Funktionen halbwegs moderner
> NAS-Systeme (die du hier ja vorraussetzt), naemlich das automatische
> Archivieren der Daten auf einer Freigabe in einen geschuetzten und von
> Clients nicht direkt ansprechbaren Bereich.
> 
> Z.B. mit Synology als auch Qnap NAS-Boxen kinderleicht einzurichten.
> (und allen anderen auch, die zeitgesteuerte Archivierung koennen)
> 

Tell me more. Synology, Buffalo und WD Live habe ich verfügbar. Wie ist der
Weg bei Synology?

Gruß

Joachim

-- 
please forgive my iPhone typos -sent via Newstap

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#254357

From"Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net>
Date2016-05-17 03:27 +0000
Message-ID<36203.7000.1463455625@news.jors.net>
In reply to#254195
Dr  Joachim Neudert <neudert@5sl.org>:
> Juergen P. Meier <nospam-1984@jors.net> wrote:
>> 
>> Z.B. mit Synology als auch Qnap NAS-Boxen kinderleicht einzurichten.
>> (und allen anderen auch, die zeitgesteuerte Archivierung koennen)
>
> Tell me more. Synology, Buffalo und WD Live habe ich verfügbar. Wie ist der
> Weg bei Synology?

Bei Synology hab ich das noch nicht selbst gebaut (mangels Geraet),
aber mit "DiskStation Manager->Control Panel->System->Task Scheduler"
sollte das umzusetzen sein. DAs sieht flexiebel genug aus.

Du musst halt zwei Storages einrichten, eines das du per
Dateisystemfreigabe exportierst (dort schreiben die Clients ihre
Backups hin), und eines auf das niemand direkt zugreifen darf
(nur ueber den eingebauten Filemanager). Dann brauchst du nur noch
einen cronjob der die Dateien vom exportierten Storage aufs geschuetzte
transportiert.

Juergen
-- 
Juergen P. Meier - "This World is about to be Destroyed!"
end
If you think technology can solve your problems you don't understand
technology and you don't understand your problems.  (Bruce Schneier)

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