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Groups > ger.ct > #235438 > unrolled thread

Funktionserklärung zur CPU

Started byMaik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de>
First post2015-12-27 14:53 +0100
Last post2016-01-13 11:49 +0000
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Contents

  Funktionserklärung zur CPU Maik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de> - 2015-12-27 14:53 +0100
    Re: Funktionserklärung zur CPU Tobias Schuster <7e0f2510@gmx.de> - 2015-12-27 15:11 +0100
      Re: Funktionserklärung zur CPU Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2015-12-27 15:36 +0100
      Re: Funktionserklärung zur CPU Maik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de> - 2015-12-27 18:12 +0100
        Re: Funktionserklärung zur CPU Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2015-12-28 12:31 +0100
          Re: Funktionserklärung zur CPU Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2015-12-28 19:00 +0100
    Re: Funktionserklärung zur CPU "Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de> - 2015-12-27 16:18 +0100
      Re: Funktionserklärung zur CPU Maik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de> - 2015-12-27 18:33 +0100
        Re: Funktionserklärung zur CPU Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2015-12-27 19:12 +0100
          Re: Funktionserklärung zur CPU Maik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de> - 2015-12-27 19:55 +0100
            Re: Funktionserklärung zur CPU Bernd Ullrich <ullrich_bernd@hotmail.com> - 2015-12-27 21:19 +0100
        Re: Funktionserklärung zur CPU Günter Frenz <usenet-01@guefz.de> - 2015-12-27 22:03 +0100
        Re: Funktionserklärung zur CPU Hendrik van der Heijden <hvdh@gmx.de> - 2015-12-27 23:07 +0100
        Re: Funktionserklärung zur CPU "Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de> - 2015-12-28 10:22 +0100
        Re: Funktionserklärung zur CPU Rainer Knaepper <rainerk@smial.prima.de> - 2015-12-28 16:14 +0100
    Re: Funktionserklärung zur CPU Jürgen Loh <usenet@jloh.de> - 2015-12-27 16:35 +0100
    Re: Funktionserklärung zur CPU Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2015-12-27 17:38 +0100
      Re: Funktionserklärung zur CPU Maik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de> - 2015-12-27 18:36 +0100
        Re: Funktionserklärung zur CPU Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2015-12-27 19:26 +0100
    Re: Funktionserklärung zur CPU Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2015-12-27 09:50 -0800
    Re: Funktionserklärung zur CPU Michael Zink <michael@swamp.franken.de> - 2015-12-28 09:58 +0100
      Re: Funktionserklärung zur CPU "Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de> - 2015-12-28 11:13 +0100
        Re: Funktionserklärung zur CPU Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2015-12-28 10:58 +0000
          Re: Funktionserklärung zur CPU Maik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de> - 2015-12-28 14:31 +0100
            Re: Funktionserklärung zur CPU Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2015-12-28 19:00 +0100
          Re: Funktionserklärung zur CPU "Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de> - 2015-12-28 12:44 +0100
            Re: Funktionserklärung zur CPU Maik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de> - 2015-12-28 15:22 +0100
              Re: Funktionserklärung zur CPU "Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de> - 2015-12-28 16:08 +0100
              Re: Funktionserklärung zur CPU Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2015-12-28 19:00 +0100
                Re: Funktionserklärung zur CPU Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2015-12-29 09:07 +0100
                  Re: Funktionserklärung zur CPU Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2015-12-30 06:13 -0800
            Re: Funktionserklärung zur CPU Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2015-12-28 22:25 +0000
    Re: Funktionserklärung zur CPU Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2015-12-28 13:24 +0100
    Re: Funktionserklärung zur CPU Stefan Reuther <stefan.news@arcor.de> - 2015-12-28 13:30 +0100
    Re: Funktionserklärung zur CPU Maik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de> - 2015-12-28 14:34 +0100
    Re: Funktionserklärung zur CPU Ingo Paschke <ipaschke@lpclabs.de> - 2016-01-04 13:36 +0100
    Re: Funktionserklärung zur CPU Philipp Tölke <ascii158@web.de> - 2016-01-13 11:49 +0000

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#235520

FromMichael Zink <michael@swamp.franken.de>
Date2015-12-28 09:58 +0100
Message-ID<decbu0F607dU1@mid.individual.net>
In reply to#235438
On Sun, 27 Dec 2015 14:53:24 +0100, Maik Koenig wrote:

>Frage: Wie funktioniert eine CPU?

Dazu wurde ja schon einiges geschrieben. Ich fange trotzdem nochmal
von vorne an. Ich habe ein paar Wikipedia-Einträge rausgesucht, habe
die aber nicht komplett durchgelesen. Als grober Überblick und
Startpunkt sollten sie aber IMHO reichen.

>Mir ist bewusst dass es da Millionen von Transistoren gibt. Aber nach
>meinem zugegeben begrenzten Grundwissen ist ein Transistor letztlich
>bloss ein Schalter: Zwei Eingänge, ein Ausgang. Nur wenn bei Eingang 2
>Strom anliegt, kann Eingang 1 den Strom zum Ausgang schicken.

Mit mehreren/vielen Transistoren kann man deutlichmehr machen.

>Mein Verständnisproblem ist einfach die Überlegung, wie man eine
>vorgegebene Schaltung quasi sich selbst verändern lassen kann.

Das wird z.B. unter
https://de.wikipedia.org/wiki/Programmable_Read-Only_Memory (IMHO
nicht sehr gut) erklärt. Hat aber mit Deinem eigentlichen Problem
nichts zu tun ...

>Wenn ich eine Sammlung an Transistoren habe, die ja fest angeordnet ist,
>wie ist es dann möglich, dass innerhalb dieser Sammlung etwas dafür
>sorgen kann, dass der Strom anders fliesst? Denn nur dann kann die CPU
>ja arbeiten: Sie muss intern die Schaltung letztlich selbst verändern.

Das kommt jetzt drauf an, wie genau Du es wissen willst.

Grundsätzlich:

Die CPU ist keine statische Schaltung, wo die Signale an den
"Eingängen" verknüpft und das Ergebnis an den "Ausgängen" ausgegeben
wird. 

Die Hauptarbeit läuft innerhalb der CPU schrittweise anhand eines
Taktsignals ab. Da sind Register, in denen Daten gespeichert sind.
Diese werden verknüpft und die Ergebnisse wieder in den Registern
gespeichert.

Welche Daten an den "Eingängen" anliegen interessiert nur in den
Momenten, wo die CPU Daten lesen will. Die "Ausgänge" sind nur gültig,
wenn die CPU Daten ausgeben will.

(Anführungszeichen, weil die Daten normalerweise über die gleichen
Pins rein und raus gehen.)

Der "Trick" ist, daß nicht in der CPU steht, was in welcher
Reihenfolge gemacht werden soll, sondern daß die CPU die einzelnen
Befehle aus dem Speicher holt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Von-Neumann-Zyklus

Genauer:

Da würde ich "von unten" anfangen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Digitaltechnik
https://de.wikipedia.org/wiki/Logikgatter
https://de.wikipedia.org/wiki/Flipflop
https://de.wikipedia.org/wiki/Register_%28Computer%29
https://de.wikipedia.org/wiki/Akkumulator_%28Computer%29

>Gibt es da eine gute Lektüre irgendwo? Die übliche Verdächtige Wikipedia
>ist eher ungeeignet und "echte" Lexika dürften ähnlich nutzlos sein.
>Mein Physikwissen ist offensichtlich ungeeignet, denn ich stand bei der
>Frage echt auf dem Schlauch ;(.

In den oben genannten Wikipedia-Artikeln werden Bücher genannt und
sind Links angegeben. Wie gut diese sind, kann ich nicht sagen. Vom
Titel her klingen manche nicht schlecht.

Bücher über alte CPUs (z.B. Z80, 6502, 8088) oder alte Computer (z.B.
C64) sollte es zumindest in Bibliotheken auch noch geben. Wie die
arbeiten, kann man eher verstehen als bei den aktuellen Monstern.

Auf Wiederlesen

Michael

-- 
Das Internet darf kein GRUNDrechtsfreier Raum werden!

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#235547

From"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de>
Date2015-12-28 11:13 +0100
Message-ID<n5r5hk.3vs36h5.1!not-for-mail@ufh.invalid.de>
In reply to#235520
Michael Zink in <news:decbu0F607dU1@mid.individual.net>:

>On Sun, 27 Dec 2015 14:53:24 +0100, Maik Koenig wrote:
>
>>Wenn ich eine Sammlung an Transistoren habe, die ja fest angeordnet ist,
>>wie ist es dann möglich, dass innerhalb dieser Sammlung etwas dafür
>>sorgen kann, dass der Strom anders fliesst? Denn nur dann kann die CPU
>>ja arbeiten: Sie muss intern die Schaltung letztlich selbst verändern.

Nocheinmal: Nein, das muss sie nicht! 

Vielleicht hilft es Dir, sich einen Abakus vorzustellen. Auch der
verändert sich nicht selbst, sondern bekommt Daten vorgegeben, die nach
gewissen Regeln wieder ausgelesen werden. Im übertragenen Sinne ist der
Abakus die ALU einer CPU. Er braucht nur noch einen Kugelschieber und
einen Kugelpositionsausleser. Fertig ist die CPU.

>Das kommt jetzt drauf an, wie genau Du es wissen willst.

Eher, wie weit zurück er nach Adam und Eva will:

a) Wissen, wie sich aus Transistoren ein logisches Gatter aufbauen
   lässt?
b) Wissen, was dieses logische Gatter macht, ohne den konkreten
   Transistorverhau darin zu kennen und zu verstehen? 
c) Wissen, daß man aus diesen logischen Gattern eine ALU (Arithmetisch/
   logische Unit) aufbauen kann, ohne den konkreten Gatterverhau darin
   zu kennen und zu verstehen?
d) Wissen, wie man aus einer solchen ALU und noch einigen wenigen
   weiteren solcher "Blackboxen" eine CPU baut?

So, wie ich es derzeit habe ergooglen können, dürfte
<http://cpuville.com/index.htm> ab Punkt c) einsetzen.

CU!
Ulrich
-- 
In 11 Monaten und 27 Tagen ist Weihnachten. 
CTLJ2 HS17D W4739 H71DZ U5C5T YTJ2R ZI3UW 1OVXS FO2Y6 
Stellt euch vor, es ist Montag und keiner geht hin!

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#235554

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2015-12-28 10:58 +0000
Message-ID<3t56811511i4a7bn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#235547
On Mon, 28 Dec 2015 11:13:55 Ulrich F. Heidenreich wrote:
> >Das kommt jetzt drauf an, wie genau Du es wissen willst.
 
> Eher, wie weit zurück er nach Adam und Eva will:

Ich glaube, er will im wesentlichen wissen, wie man:

a) aus Transistoren Logikgatter erzeugt und
b) mit Logikgattern sequentielle Logikschaltungen erstellt

Sobald das einmal geschafft ist, ist alles andere nur noch eine Frage der
Komplexität.

Servus,
   Stefan
 
-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan wird mehr als Spaß machen!
(Sloganizer)

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#235583

FromMaik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de>
Date2015-12-28 14:31 +0100
Message-ID<n5rh3k.89s.1@mid.maikkoenig.de>
In reply to#235554
Am 28.12.2015 um 11:58 schrieb Stefan Froehlich:
> On Mon, 28 Dec 2015 11:13:55 Ulrich F. Heidenreich wrote:
>> >Das kommt jetzt drauf an, wie genau Du es wissen willst.
>  
>> Eher, wie weit zurück er nach Adam und Eva will:
> 
> Ich glaube, er will im wesentlichen wissen, wie man:
> 
> a) aus Transistoren Logikgatter erzeugt und
> b) mit Logikgattern sequentielle Logikschaltungen erstellt

Treffer. Du nimmst mir meine unausgegorene Frage aus dem Mund und
formulierst sie richtig, Danke!

> Sobald das einmal geschafft ist, ist alles andere nur noch eine Frage der
> Komplexität.

Richtig. Wie man aus relativ simplen Einzelteilen hochkomplexe Systeme
baut kann ich durchaus halbwegs verstehen. Aber wie diese Einzelteile
gebaut werden war mir einfach unklar. Zugegeben, da fehlt mir teilweise
auch das elektronische Grundwissen zu.

Greetz,
MK
-- 
Kopp-Verlag-Gläubige, Religionsdeppen, rechte Vollidioten
 und ähnlicher Bio-Abfall werden ohne Hinweis ignoriert!

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#235653

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2015-12-28 19:00 +0100
Message-ID<95s28bteg7thjdgo1461kv09jncoos6pvl@4ax.com>
In reply to#235583
Maik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de> schrieb:

>Richtig. Wie man aus relativ simplen Einzelteilen hochkomplexe Systeme
>baut kann ich durchaus halbwegs verstehen. Aber wie diese Einzelteile
>gebaut werden war mir einfach unklar. Zugegeben, da fehlt mir teilweise
>auch das elektronische Grundwissen zu.

Wenn Du echt Interesse hast, Dich mit kleinem Geld in die Materie
einzuarbeiten, besorg Dir mal die Skripte zu den Adventskalendern von
Conrad aus den Jahren 2012 und 2013. Im Jahr 2012 wird erklärt, wie
MOSFETs funktionieren (das ist die heute in Rechnerchips übliche
Transistorbauform), im Jahr 2013 geht es um einfache Gatterfunktionen.

Oder Du kaufst Dir DAS

https://www.conrad.de/de/lernpaket-conrad-special-digitale-elektronik-10073-ab-14-jahre-192297.html

Handbuch kannst Du vorab herunterladen und durchlesen; selber
experimentieren bringts aber mehr als nur lesen.

Du hast im Conrad-Päckchen prinzipiell alles, was Du zum Basteln
brauchst (außer der Batterie). Du tust Dich allerdings beim Basteln
leichter, wenn Du das jeweilige Lernpaket gezielt superst (speziell bei
den Verbindungskabeln und beim Steckbrett).

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#235589

From"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de>
Date2015-12-28 12:44 +0100
Message-ID<n5raqu.3vsc6k1.1!not-for-mail@ufh.invalid.de>
In reply to#235554
Stefan Froehlich in <news:3t56811511i4a7bn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>:

>Ich glaube, er will im wesentlichen wissen, wie man:
>
>a) aus Transistoren Logikgatter erzeugt 

<http://clarkson.me.uk/academic/Lecture_notes/ild01.htm>

Damals™ habe ich auch noch gelernt, wie man ausschließlich aus NAND -
dem berühmten "74-Loch-Loch" - alle(?) anderen Logikgatter nachbilden
kann.

>und
>b) mit Logikgattern sequentielle Logikschaltungen erstellt

Womit wir bei den bereits genannten Flipflops sind:
<https://rze-falbala.rz.e-technik.fh-kiel.de/~dispert/digital/digital4/dig004_4.htm>

Mensch, das habe ich alles mal gelernt. Gar nicht mal erst im Studium,
sondern mit einem TTL-Bastelsystem: Ein Sockel für die 74xxer-Reihe.
Eingabe via Minitaster. Ausgabe: Glühlämpchen mit Transistortreibern
(WTF is a LED?). Als besonderes Schmankerl zwei Siebensegment Minitrons.

Allerdings habe ich das Gefühl, er hat Schwierigkeiten, nachzuvoll-
ziehen, wie man damit unterschiedliche Funktionen ausführen kann, *ohne*
die Schaltung selbst zu verändern. Da hapert's bei mir nämlich auch; ich
weiß nur (noch), *daß* es geht. 

CU!
Ulrich
-- 
In 11 Monaten und 27 Tagen ist Weihnachten. 
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Stellt euch vor, es ist Montag und keiner geht hin!

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#235598

FromMaik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de>
Date2015-12-28 15:22 +0100
Message-ID<n5rk44.2hs.1@mid.maikkoenig.de>
In reply to#235589
Am 28.12.2015 um 12:44 schrieb Ulrich F. Heidenreich:

> Allerdings habe ich das Gefühl, er hat Schwierigkeiten, nachzuvoll-
> ziehen, wie man damit unterschiedliche Funktionen ausführen kann, *ohne*
> die Schaltung selbst zu verändern. 

Jein. Ich werde bestimmt nicht behaupten es wirklich zu verstehen. Wer
kann schon erklären warum ein Transistor so funktioniert wie er es tut.
Aber ich kann immerhin (jetzt) nachvollziehen, wie man aus solchen
kleinen Bausteinen eine CPU baut.

Wie schon geschrieben, das Stichwort Flipflop hat da wirklich geholfen.
Nicht dass ich erklären könnte wie diese Schaltung funktioniert, aber es
hilft ungemein dabei nachzuvollziehen, wie eine CPU "rechnet".

Ich spiele manchmal ein wenig mit JavaScript rum. Das Script selbst ist
immer dasselbe, aber abhängig davon was ich reinschicke kommt halt etwas
anderes raus. Die CPU macht ja nichts anderes, nur auf andere Art und
Weise. Und diese Weise war mir absolut unbegreiflich.

Ich habe mir nie Gedanken darum gemacht, dass man mit Transistoren halt
auch Dinge bauen kann, die eine 0 oder 1 speichern können (solange
Energie zugeführt wird). Wenn ich für mich selbst jetzt überlege, dass 0
und 1 halt false und true sind, ergeben sich sofort eine Menge
Möglichkeiten. Das entsprechend immer komplexer und ich kann erahnen wie
es geht. Nicht das ich es selbst könnte, meine JavaScripts tun auch nur
das was ich will und sind weit davon entfernt zum Beispiel jQuery
Konkurenz zu machen, aber ich kann nachvollziehen wie das im Prinzip
abläuft. Auch ohne die ganzen einzelnen Schaltungen zu kennen.

Greetz,
MK
-- 
Kopp-Verlag-Gläubige, Religionsdeppen, rechte Vollidioten
 und ähnlicher Bio-Abfall werden ohne Hinweis ignoriert!

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#235606

From"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de>
Date2015-12-28 16:08 +0100
Message-ID<n5rmp5.3vs1m97.1!not-for-mail@ufh.invalid.de>
In reply to#235598
Maik Koenig in <news:n5rk44.2hs.1@mid.maikkoenig.de>:

>Ich habe mir nie Gedanken darum gemacht, dass man mit Transistoren halt
>auch Dinge bauen kann, die eine 0 oder 1 speichern können (solange
>Energie zugeführt wird). 

"Digital" ist da das Zauberwort. Andersrum habe ich damals auch
Schaltungen kennen- (aber heute wieder vergessen-) gelernt, wie 
man digitale Schaltkreise durchaus auch analog einsetzen kann.

CU!
Ulrich
-- 
In 11 Monaten und 27 Tagen ist Weihnachten. 
Z6O1Y 8PMRU LGUMN IHXBN LUV36 L0LK4 Z9MTP WQV86 52FN9 
Stellt euch vor, es ist Montag und keiner geht hin!

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#235654

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2015-12-28 19:00 +0100
Message-ID<o4l28bp8mmu61cdsat452ii758grfjmegi@4ax.com>
In reply to#235598
Maik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de> schrieb:

>> Allerdings habe ich das Gefühl, er hat Schwierigkeiten, nachzuvoll-
>> ziehen, wie man damit unterschiedliche Funktionen ausführen kann, *ohne*
>> die Schaltung selbst zu verändern. 

>Jein. Ich werde bestimmt nicht behaupten, es wirklich zu verstehen. Wer
>kann schon erklären, warum ein Transistor so funktioniert, wie er es tut.

Jeder, der sich mit Elektronik auch nur marginal beschäftigt hat.

>Aber ich kann immerhin (jetzt) nachvollziehen, wie man aus solchen
>kleinen Bausteinen eine CPU baut.

Das ist erfreulich.

>Wie schon geschrieben, das Stichwort Flipflop hat da wirklich geholfen.
>Nicht dass ich erklären könnte wie diese Schaltung funktioniert, aber es
>hilft ungemein dabei nachzuvollziehen, wie eine CPU "rechnet".

Die Funktionsweise eines Flipflops ist leicht zu verstehen (und zu
erklären), aber man muß das nicht einmal können, wenn man die
Funktionsweise des Funktionsbausteins "Flipflop" als gegeben hinnimmt.

>Ich habe mir nie Gedanken darum gemacht, dass man mit Transistoren halt
>auch Dinge bauen kann, die eine 0 oder 1 speichern können 

Na das ist aber eine zentrale Funktion jedes Speichers, jedes
Rechnerchips.

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#235700

FromWalter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch>
Date2015-12-29 09:07 +0100
Message-ID<n5ter5$l8i$3@dont-email.me>
In reply to#235654
Am 28.12.2015 um 19:00 schrieb Martin Gerdes:
> Maik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de> schrieb:
> 
>>> Allerdings habe ich das Gefühl, er hat Schwierigkeiten, nachzuvoll-
>>> ziehen, wie man damit unterschiedliche Funktionen ausführen kann, *ohne*
>>> die Schaltung selbst zu verändern. 
> 
>> Jein. Ich werde bestimmt nicht behaupten, es wirklich zu verstehen. Wer
>> kann schon erklären, warum ein Transistor so funktioniert, wie er es tut.
> 
> Jeder, der sich mit Elektronik auch nur marginal beschäftigt hat.


Wieviele Transistoren hast Du denn schon gebastelt? Wenn keine:
Was genau hat Dir dazu gefehlt?


Gruss

Walter

-- 
Ich suche Wörter, die mit Fn oder fn *beginnen*. Egal welche
Sprache und Schrift (aber keine Akronyme oder selbst gebildete
Scherzwörter!). Ich bitte bei aussereuropäischen Schriften um
Transkription. Besten Dank!

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#235900

FromLothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de>
Date2015-12-30 06:13 -0800
Message-ID<cda77555-a157-4e6f-802d-63085bcae535@googlegroups.com>
In reply to#235700
Walter Schmid tat kund:

> Am 28.12.2015 um 19:00 schrieb Martin Gerdes:
> > Maik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de> schrieb:
> > 
> >>> Allerdings habe ich das Gefühl, er hat Schwierigkeiten, nachzuvoll-
> >>> ziehen, wie man damit unterschiedliche Funktionen ausführen kann, *ohne*
> >>> die Schaltung selbst zu verändern. 
> > 
> >> Jein. Ich werde bestimmt nicht behaupten, es wirklich zu verstehen. Wer
> >> kann schon erklären, warum ein Transistor so funktioniert, wie er es tut.
> > 
> > Jeder, der sich mit Elektronik auch nur marginal beschäftigt hat.
> 
> 
> Wieviele Transistoren hast Du denn schon gebastelt? Wenn keine:
> Was genau hat Dir dazu gefehlt?

Man sollte das Usenet-Gewäsch nicht so ernstnehmen.
"Nicht mal ansatzweise" heißt "nicht vollständig,
wobei 'vollständig' bedeutet: 'soviel wie ich weiß'",
"auch nur marginal" heißt "in erheblichem Umfang,
wobei 'in erheblichem Umfang' bedeutet:
'soviel wie ich weiß'".

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#235679

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2015-12-28 22:25 +0000
Message-ID<1t5681b685i7a78n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#235589
On Mon, 28 Dec 2015 12:44:14 Ulrich F. Heidenreich wrote:
> Stefan Froehlich in <news:3t56811511i4a7bn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>:
> >[...] wie man:
> >
> >a) aus Transistoren Logikgatter erzeugt 
> >b) mit Logikgattern sequentielle Logikschaltungen erstellt

> Allerdings habe ich das Gefühl, er hat Schwierigkeiten, nachzuvoll-
> ziehen, wie man damit unterschiedliche Funktionen ausführen kann, *ohne*
> die Schaltung selbst zu verändern. Da hapert's bei mir nämlich auch; ich
> weiß nur (noch), *daß* es geht. 

Ein möglicher, nächster Schritt ist beispielsweise, eine sequentielle
Logikschaltung zu entwerfen, die eine Turing-Maschine implementiert.
Ab dann kann man im Prinzip bereits von der Schaltungstechnik abstrahieren.

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
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2015! Das Jahr des Aufstiegs von Stefan.
(Sloganizer)

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#235572

FromWalter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch>
Date2015-12-28 13:24 +0100
Message-ID<n5r9gt$hmq$1@dont-email.me>
In reply to#235438
Am 27.12.2015 um 14:53 schrieb Maik Koenig:
> Tach zusammen!
> 
> Frage: Wie funktioniert eine CPU?
> 
> Mir ist bewusst dass es da Millionen von Transistoren gibt. Aber nach
> meinem zugegeben begrenzten Grundwissen ist ein Transistor letztlich
> bloss ein Schalter: Zwei Eingänge, ein Ausgang. Nur wenn bei Eingang 2
> Strom anliegt, kann Eingang 1 den Strom zum Ausgang schicken.
> 
> Mein Verständnisproblem ist einfach die Überlegung, wie man eine
> vorgegebene Schaltung quasi sich selbst verändern lassen kann.
> 
> Wenn ich eine Sammlung an Transistoren habe, die ja fest angeordnet ist,
> wie ist es dann möglich, dass innerhalb dieser Sammlung etwas dafür
> sorgen kann, dass der Strom anders fliesst? 

Vergiss den Strom. Es geht um 'hohe' Spannung und 'tiefe'
Spannung. Denk an eine Batterie: der Minus-Pol wird mit Masse
verbunden und hat dann 0,0 Volt, der Plus-Pol hat dann 1,4 Volt.
Nun definiert man entweder 1,4 Volt = logisch 1 und 0,0 Volt =
logisch 0 oder umgekehrt, - das ist reine Definitions-Sache. Hier
fliesst gar kein Strom! Ein Strom fliesst nur, wenn von 0 auf 1
oder von 1 auf 0 geschaltet wird. Der Strom ist nur die Energie,
mit der die Logik-Maschine am Laufen gehalten wird, die Logik
selbst wird in Spannung übersetzt!


Gruss

Walter

-- 
Ich suche Wörter, die mit Fn oder fn *beginnen*. Egal welche
Sprache und Schrift (aber keine Akronyme oder selbst gebildete
Scherzwörter!). Ich bitte bei aussereuropäischen Schriften um
Transkription. Besten Dank!

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#235573

FromStefan Reuther <stefan.news@arcor.de>
Date2015-12-28 13:30 +0100
Message-ID<n5rdhm.3qo.1@stefan.msgid.phost.de>
In reply to#235438
Hallo,

Am 27.12.2015 um 14:53 schrieb Maik Koenig:
> Mir ist bewusst dass es da Millionen von Transistoren gibt. Aber nach
> meinem zugegeben begrenzten Grundwissen ist ein Transistor letztlich
> bloss ein Schalter: Zwei Eingänge, ein Ausgang. Nur wenn bei Eingang 2
> Strom anliegt, kann Eingang 1 den Strom zum Ausgang schicken.
[...]
> Gibt es da eine gute Lektüre irgendwo? Die übliche Verdächtige Wikipedia
> ist eher ungeeignet und "echte" Lexika dürften ähnlich nutzlos sein.
> Mein Physikwissen ist offensichtlich ungeeignet, denn ich stand bei der
> Frage echt auf dem Schlauch ;(.

Eventuell hier:
http://www.nand2tetris.org/course.php

Oder hier mal für einen konkreten Prozessor:
http://www.visual6502.org/JSSim/index.html
http://www.visual6502.org/wiki/index.php?title=Balazs%27_schematic_and_documents
("single page schematic" auf der Wikiseite zeigt den Schaltplan eines
6502 aus Transistoren).


  Stefan

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#235584

FromMaik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de>
Date2015-12-28 14:34 +0100
Message-ID<n5rh8u.89s.1@mid.maikkoenig.de>
In reply to#235438
Am 27.12.2015 um 14:53 schrieb Maik Koenig:
> Tach zusammen!
> 
> Frage: Wie funktioniert eine CPU?
[...]
> Für Tipps (oder gar direkt eine nachvollziehbare Erklärung) wäre ich
> echt dankbar!

Ich danke allen Postern für die diversen Startpunkte!

Natürlich werde ich dadurch jetzt nicht zum CPU-Designer, aber immerhin
kann ich jetzt grundsätzlich begreifen wie es funktioniert.

Nochmals: Danke!

Greetz,
MK
-- 
Kopp-Verlag-Gläubige, Religionsdeppen, rechte Vollidioten
 und ähnlicher Bio-Abfall werden ohne Hinweis ignoriert!

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#236750

FromIngo Paschke <ipaschke@lpclabs.de>
Date2016-01-04 13:36 +0100
Message-ID<ri5qlc-qev.ln1@news.lpclabs.de>
In reply to#235438
On 2015-12-27, Maik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de> wrote:

> Frage: Wie funktioniert eine CPU?

Da gab's gerade neulich was:

http://www.righto.com/2015/12/reverse-engineering-arm1-ancestor-of.html

Viele Grüße,
Ingo.

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#238362

FromPhilipp Tölke <ascii158@web.de>
Date2016-01-13 11:49 +0000
Message-ID<dfmrueFfrhU1@mid.individual.net>
In reply to#235438
Maik Koenig <usenetspam@maikkoenig.de> schrieb:
> Tach zusammen!

Moin,

> Frage: Wie funktioniert eine CPU?

Auch wenn das Relais und nicht Transistoren sind: Die CPU von Harry
Porter ist sehr gut beschrieben: <http://web.cecs.pdx.edu/~harry/Relay/>. 
Insbesondere das Video ist hilfreich.

Schöne Grüße,
-- 
Philipp Tölke
PGP: 0x96A1FE7A

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