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Groups > ger.ct > #231245 > unrolled thread
| Started by | Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> |
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| First post | 2015-11-25 22:02 +0100 |
| Last post | 2015-11-25 23:43 -0800 |
| Articles | 8 — 6 participants |
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Der Schatz im Bollrich bei Goslar Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> - 2015-11-25 22:02 +0100
Re: Der Schatz im Bollrich bei Goslar Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> - 2015-11-25 22:41 +0100
Re: Der Schatz im Bollrich bei Goslar Günter Frenz <usenet-01@guefz.de> - 2015-11-25 23:10 +0100
Re: Der Schatz im Bollrich bei Goslar Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> - 2015-11-25 23:40 +0100
Re: Der Schatz im Bollrich bei Goslar Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2015-11-26 08:30 +0100
Re: Der Schatz im Bollrich bei Goslar g. Kühne <kuehne123@front.ru> - 2015-11-26 19:42 +0100
Re: Der Schatz im Bollrich bei Goslar spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2015-11-30 18:12 +0100
Re: Der Schatz im Bollrich bei Goslar Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2015-11-25 23:43 -0800
| From | Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2015-11-25 22:02 +0100 |
| Subject | Der Schatz im Bollrich bei Goslar |
| Message-ID | <n357ll$u4k$1@news.albasani.net> |
2015-11-25 22:04:00 +0100 Den meisten von uns wird diese OrtsBezeichnung irgendwie am Arsch vorbeigehen und einfach nichtssagend sein. Nicht jedoch denen, die, wie ich, das besondere Vergnügen hatten, in Goslar bei der BundesLuftWaffe die militärische GrundAusBildung zu absolvieren. Der Bollrich wurde nämlich als TruppenÜbungsPlatz genutzt. Und an diesen Ort der heiteren Open-Air-Adventure-Spiele erinnert man sich immer wieder gerne. Etwa auch daran, dass eine unserer Kompanien (nicht meine) sich dort zu ÜbungsZwecken einmal durch einen der dortigen Teiche bewegen musste. Das G3 (das gab es damals noch) durfte natürlich nicht nass werden - alles andere schon. Diese Teiche wurden damals als KlärBecken genutzt. Und so kam es, dass besagte Kompanie in den darauffolgenden Tagen geschlossen ins Revier einrückte, alle mit den gleichen Symptomen: DünnSchiss und Übelkeit. Jetzt taucht der Bollrich plötzlich in den Nachrichten auf. Man ist nämlich drauf gekommen, dass in den dort deponierten BergWerkAbfällen jede Menge wertvolle Stoffe zu finden sind - die hat man in früheren Zeiten einfach noch nicht wirtschaftlich extrahieren können. Gold, Silber, Kupfer, Blei, Zink, Baryt, was immer. Wert: einige hundert Millionen Euro. Und auf diesen Schatz haben wir weiland geschissen und den Aufenthalt in diesem Gelände verflucht! Natürlich fängt man sofort an, sich zu überlegen, ob man als Rekrut an diesem schönen Gelände sich irgendwelche "HeimatRechte" erworben hat - aber solche juristischen SpitzFindigkeiten fallen mir beim besten Willen nicht ein. Wahrscheinlich wird nicht einmal dem von mir ausgehobenen "KampfStand" eine Art DenkmalSchutz zukommen - erstens haben einige der anderen Kameraden auch sowas gemacht, und meiner bekam bei der Besichtigung durch den BataillonsKommandeur eine Rüge, weil der nicht eingesehen hatte, dass das KräfteSparen beim Ausheben dieser Grube ein wehrstärkender Wert an sich ist. Will heissen: Mein KampfStand war vermöge seiner eher unauffälligen flachen Konstruktion eigentlich nicht als solcher zu erkennen. Ausserdem werden auch anständig ausgehobene KampfStände nicht ins GrundBuch eingetragen. Erstaunlich bei der ganzen Sache ist: Zwar kann man solche BodenSchätze heute gewinnbringend extrahieren, aber nicht unbeding Umwelt-schonend. Die Environmentalisten in Goslar und Oker dürften jetzt also schon dabei sein, ihre KampfStände auszuheben, und das Thema wird irgendwann die SchlagZeilen bevölkern. Und für SchlagZeilen haben wir ja auch die kompetenten Medien - die Osnabrücker Zeitung spricht von 1.5 Millionen Tonnen Gold, aber nur von 200 Tonnen Silber. Die mögen das Wort "Millionen" wohl ganz besonders gerne. Das nur nebenbei. (Mit 1.5 Millionen Tonnen Gold könnte man alle SozialKosten und alle Renten für einige JahrTausende bezahlen und alle Bürger des Landes steuerfrei stellen. Muss man aber nicht.) Wie es aber mit der BleiGewinnung aussehen kann, das haben wir AltHarzer in den Jahrzehnten nach dem Krieg gesehen. Im oberen Innerste-Tal hat es eine BleiGewinnung gegeben. Ich kannte diese Landschaft zwischen den Ortschaften Clausthal und Wildemann schon von KindesBeinen an. In den Fünfziger bis Siebziger Jahren hat sogar der Laie an der eingeschränkten Vegetation bemerkt, dass der Boden durchgehend vergiftet ist. Nicht einmal die allgegenwärtige Fichte konnte sich auf den ehemaligen Halden halten, sondern nur Gras und niedriges Strauchwerk. Inzwischen, weitere vier Jahrzehnte später, ist es nicht mehr ganz so schlimm - aber immer noch bemerkbar. Man kann im OberHarz sowieso keine grössere Wanderung machen, ohne irgendwann auf irgendwelche BergBauArtefakte zu stossen. Es ist schon lustig: Die OberHarzer TouristikWirtschaft wirbt mit einem Plakat, wo der Blick über eine WaldLandschaft unterschrieben ist mit "Kanada? - Nein, OberHarz!". Lustig, wenn man sich die alten Bilder ansieht, was für eine IndustrieBrache der Harz in langen Jahren war. Erst das Unwirtschaftlich-werden des BergBaus hat der Natur erlaubt, sich zu erholen und den Harz zu einem NationalPark werden lassen. Und jetzt gibt es die Chance, den Harz noch einmal umgraben zu lassen! Es wird ja nicht beim Bollrich bleiben - BergBau gab es auch noch an anderen Stellen im Harz, und der Geologie-kundige kann überall noch BodenFormationen identifizieren, die keine Berge, sondern in Wirklichkeit alte Halden sind. Ein weiterer Vorteil der erneuten environmentalen Umwidmung des Harzes ist, dass man ihn wieder zu einem TruppenÜbungsPlatz machen könnte. Es käme der VolksGesundheit zugute, wenn Rekruten ab und zu mal bergauf gehen müssen, und das G36 würde immer funktionieren, weil man bei dem HarzWetter nicht heissschiessen kann. Welche Bedeutung hat das für mich? Die Überlegung, auf meine alten Tage die WahlHeimat Bayern zu verlassen und wieder in den Harz zurückzuziehen muss noch mal auf den Prüfstand. So gross ist meine Liebe zum Bollrich auch nicht. Auch, wenn er jetzt in "SilberSee" umbenannt werden sollte und der Harz als Ganzes wieder als DrehOrt für BergKrimis Verwendung findet. Herwig
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| From | Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> |
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| Date | 2015-11-25 22:41 +0100 |
| Message-ID | <n359ud$13c$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #231245 |
2015-11-25 22:42:00 +0100 > ... > Und für SchlagZeilen haben wir ja auch die kompetenten > Medien - die Osnabrücker Zeitung spricht von > 1.5 Millionen Tonnen Gold, aber nur von 200 Tonnen Silber. Um der Fairness die Ehre zu geben: ich habe zwei weitere WebSites gefunden, die von 1.5 Millionen Tonnen Gold sprechen. Wer da von wem abgeschrieben hat, ist nicht mehr festzustellen. Nach Wikipedia sind im Laufe der MenschheitsGeschichte etwa 170_000 Tonnen Gold gewonnen worden - also etwa ein zehntel der o.a. Menge. Der gesamte GoldGehalt dieses Planeten entspricht etwa einem Würfel von 10 km KantenLänge. Damit verglichen ist der GoldGehalt des Bollrich ziemlich popelig. Herwig
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| From | Günter Frenz <usenet-01@guefz.de> |
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| Date | 2015-11-25 23:10 +0100 |
| Message-ID | <20151125231054.611817e8@corinnis.midgard> |
| In reply to | #231248 |
Am Wed, 25 Nov 2015 22:41:33 +0100 schrieb Herwig Huener AQSR 5: > 2015-11-25 22:42:00 +0100 > > > ... > > > Und für SchlagZeilen haben wir ja auch die kompetenten > > Medien - die Osnabrücker Zeitung spricht von > > 1.5 Millionen Tonnen Gold, aber nur von 200 Tonnen Silber. > > Um der Fairness die Ehre zu geben: ich habe zwei weitere > WebSites gefunden, die von 1.5 Millionen Tonnen Gold > sprechen. Wer da von wem abgeschrieben hat, ist nicht > mehr festzustellen. > > Nach Wikipedia sind im Laufe der MenschheitsGeschichte > etwa 170_000 Tonnen Gold gewonnen worden - also etwa > ein zehntel der o.a. Menge. Der gesamte GoldGehalt > dieses Planeten entspricht etwa einem Würfel von > 10 km KantenLänge. Damit verglichen ist der GoldGehalt > des Bollrich ziemlich popelig. Selbst 1,5 Tonnen wäre schon richtig viel für so eine Altbergbau-Halde. Günter
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| From | Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> |
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| Date | 2015-11-25 23:40 +0100 |
| Message-ID | <n35dca$8cd$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #231249 |
2015-11-25 23:41:00 +0100 Günter Frenz wrote: > ... > Selbst 1,5 Tonnen wäre schon richtig viel für so eine Altbergbau-Halde. In YouTube findest Du VideoClips, wo gezeigt wird, wie man Gold gewinnt, indem man alte CPUs "auskocht". Mir fällt es schwer, solche VideoClips anzusehen - das ist, als ob man HamsterBabies auskocht. Herwig
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| From | Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> |
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| Date | 2015-11-26 08:30 +0100 |
| Message-ID | <dbnqu2FasU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #231252 |
Herwig Huener AQSR 5 schrieb: > In YouTube findest Du VideoClips, wo gezeigt wird, wie man Gold > gewinnt, indem man alte CPUs "auskocht". Mir fällt es schwer, solche > VideoClips anzusehen - das ist, als ob man HamsterBabies auskocht. Und wie ist das mit computer weitwurf? Hermann fragend ob man Spieler noch mit dem auf dem Rechner intallierten Betrübssystem etc. dopen kann. -- http://www.Hermann-Riemann.de
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| From | g. Kühne <kuehne123@front.ru> |
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| Date | 2015-11-26 19:42 +0100 |
| Message-ID | <n37jpt$a6q$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #231264 |
Hermann Riemann war der Meinung: > Herwig Huener AQSR 5 schrieb: > >> In YouTube findest Du VideoClips, wo gezeigt wird, wie man Gold >> gewinnt, indem man alte CPUs "auskocht". Mir fällt es schwer, solche >> VideoClips anzusehen - das ist, als ob man HamsterBabies auskocht. > > Und wie ist das mit computer weitwurf? > > Hermann > fragend ob man Spieler noch mit dem > auf dem Rechner intallierten Betrübssystem etc. dopen kann. > Pinguine fliegen weiter . Fenster haben einen zu großen Windwiederstand. Ausgenommen die neuen mit win 10 da sind ja die Fenster auf. Wegen Durchzug :) GK -- Kleinmut und Stolz aus diesem Holz, schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott. (Electra Dresden,aus Sixtinische Madonna.)
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| From | spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) |
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| Date | 2015-11-30 18:12 +0100 |
| Message-ID | <1mepn4b.rhd5b68myhqwN@marc.my-fqdn.de> |
| In reply to | #231248 |
Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> wrote: > Nach Wikipedia sind im Laufe der MenschheitsGeschichte > etwa 170_000 Tonnen Gold gewonnen worden - also etwa > ein zehntel der o.a. Menge. Der gesamte GoldGehalt > dieses Planeten entspricht etwa einem Würfel von > 10 km KantenLänge. 10km Kantenlänge? Kaum zu glauben. Bis 2008 waren ca 160.000 Tonnen gefördert, entspricht etwa einem Würfel von lediglich 20 Meter Kantenlänge (*). 20m passt 500mal in 10km. Hoch drei sind 125.000.000. D.h. es gibt noch weitere 125 Millionen mal die gesamte Goldförderung der Menschheitsgeschichte... (*) http://www.zeit.de/2008/16/Stimmts-Gold -- In a world without walls and fences, who needs windows and gates?
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| From | Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> |
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| Date | 2015-11-25 23:43 -0800 |
| Message-ID | <42d037d6-930c-43ed-a002-6eeb2a294ec1@googlegroups.com> |
| In reply to | #231245 |
Herwig AQSR tat kund: > Jetzt taucht der Bollrich plötzlich in den Nachrichten > auf. Man ist nämlich drauf gekommen, dass in den dort > deponierten BergWerkAbfällen jede Menge wertvolle Stoffe > zu finden sind - die hat man in früheren Zeiten einfach > noch nicht wirtschaftlich extrahieren können. Gold, > Silber, Kupfer, Blei, Zink, Baryt, was immer. Wert: > einige hundert Millionen Euro. Einige hundert Millionen Euro? Für jede blöde Bankenrettung tauchen aus dem Nichts zweistellige Milliardensummen auf, für die heiligen Flüchtlinge sowieso, für Pleiteländer wie Griechenland gern auch mal stark dreistellige. Wer will sich denn da mit diesen jämmerlichen Peanuts abgeben?
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