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Groups > ger.ct > #225821 > unrolled thread
| Started by | Heinz Lohmann <gomi@sofort-mail.de> |
|---|---|
| First post | 2015-10-24 10:59 +0800 |
| Last post | 2015-10-26 08:41 +0100 |
| Articles | 18 — 9 participants |
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[OT?] Leitungsrohre aus Blei Heinz Lohmann <gomi@sofort-mail.de> - 2015-10-24 10:59 +0800
Re: [OT?] Leitungsrohre aus Blei "Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net> - 2015-10-24 04:39 +0000
Re: [OT?] Leitungsrohre aus Blei Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2015-10-24 08:57 +0200
Re: [OT?] Leitungsrohre aus Blei "Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net> - 2015-10-24 07:53 +0000
Re: [OT?] Leitungsrohre aus Blei Heinz Lohmann <gomi@sofort-mail.de> - 2015-10-24 23:37 +0800
Re: [OT?] Leitungsrohre aus Blei "Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net> - 2015-10-26 03:31 +0000
Re: [OT?] Leitungsrohre aus Blei Heinz Lohmann <gomi@sofort-mail.de> - 2015-10-26 22:28 +0800
Re: [OT?] Leitungsrohre aus Blei Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2015-10-26 15:34 +0100
Re: [OT?] Leitungsrohre aus Blei Peter Mc Donough <mcd-mail-lists@gmx.net> - 2015-10-26 18:19 +0100
Re: [OT?] Leitungsrohre aus Blei Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2015-10-26 18:41 +0100
Re: [OT?] Leitungsrohre aus Blei Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2015-10-26 19:28 +0100
Re: [OT?] Leitungsrohre aus Blei Andreas Quast <bu3ro.kratz@fr33n3t.de> - 2015-10-28 16:27 +0000
Re: [OT?] Leitungsrohre aus Blei gunter kuehne <kuehne-g@freenet.de> - 2015-10-28 19:01 +0100
Re: [OT?] Leitungsrohre aus Blei Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> - 2015-10-24 11:59 +0000
Re: [OT?] Leitungsrohre aus Blei Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> - 2015-10-25 01:37 +0200
Re: [OT?] Leitungsrohre aus Blei Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> - 2015-10-25 19:43 +0000
Re: [OT?] Leitungsrohre aus Blei Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> - 2015-10-26 01:26 +0100
Re: [OT?] Leitungsrohre aus Blei Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2015-10-26 08:41 +0100
| From | Heinz Lohmann <gomi@sofort-mail.de> |
|---|---|
| Date | 2015-10-24 10:59 +0800 |
| Subject | [OT?] Leitungsrohre aus Blei |
| Message-ID | <d90ah5FmvcpU1@mid.individual.net> |
Ich konnte online nur Infos finden, warum die Wasserrohre aus Blei ausgetauscht und ev. verboten werden sollen. Was ich gern wissen würde: Warum hat man sich überhaupt früher häufig für Blei entschieden? Es muss ja gewisse Vorteile haben. Von der Toxizität hat man wahrscheinlich damals nichts geahnt. -- mfg Heinz Lohmann Tamsui, Taiwan Gedanken sind nicht stets parat, man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
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| From | "Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net> |
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| Date | 2015-10-24 04:39 +0000 |
| Message-ID | <34843.22888.1445661580@news.jors.net> |
| In reply to | #225821 |
Heinz Lohmann <gomi@sofort-mail.de>: > Ich konnte online nur Infos finden, warum die Wasserrohre aus Blei > ausgetauscht und ev. verboten werden sollen. > > Was ich gern wissen würde: > Warum hat man sich überhaupt früher häufig für Blei entschieden? Es muss > ja gewisse Vorteile haben. Billig und einfach zu verarbeiten (mann kann Bleirohre mit der Hand zurechtbiegen), ausserdem dichten Bleirohre von selbst. Perfekt also fuer Wasserleitungen. > Von der Toxizität hat man wahrscheinlich damals nichts geahnt. Man hat durchaus gewusst, das Blei nicht gesund ist. Aber man hat auch gewusst, dass Wasser aus Gebirgsregionen viel Kalk enthaelt und die Bleirohre schnell von innen mit einer Kalkschicht ueberzogen werden, die verhindert das Blei ins Wasser gelangt. Bloed ist nur wenn die Rohre beschaedigt werden, oder neue Rohre erstmal Tage lang das Wasser verseuchen...
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| From | Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> |
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| Date | 2015-10-24 08:57 +0200 |
| Message-ID | <n0f7ur$pro$1@news.bawue.net> |
| In reply to | #225822 |
On 10/24/2015 06:39 AM, Juergen P. Meier wrote: > Heinz Lohmann <gomi@sofort-mail.de>: >> Ich konnte online nur Infos finden, warum die Wasserrohre aus Blei >> ausgetauscht und ev. verboten werden sollen. >> >> Was ich gern wissen würde: >> Warum hat man sich überhaupt früher häufig für Blei entschieden? Es muss >> ja gewisse Vorteile haben. > > Billig und einfach zu verarbeiten (mann kann Bleirohre mit der Hand > zurechtbiegen), ausserdem dichten Bleirohre von selbst. > > Perfekt also fuer Wasserleitungen. > >> Von der Toxizität hat man wahrscheinlich damals nichts geahnt. > > Man hat durchaus gewusst, das Blei nicht gesund ist. Aber man hat auch > gewusst, dass Wasser aus Gebirgsregionen viel Kalk enthaelt und die > Bleirohre schnell von innen mit einer Kalkschicht ueberzogen werden, > die verhindert das Blei ins Wasser gelangt. > > Bloed ist nur wenn die Rohre beschaedigt werden, oder neue Rohre > erstmal Tage lang das Wasser verseuchen... Oder später mal Rohrteile durch welche aus anderem Material z.B. Kupfer ersetzt werden... Gerrit
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| From | "Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net> |
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| Date | 2015-10-24 07:53 +0000 |
| Message-ID | <34850.31272.1445673187@news.jors.net> |
| In reply to | #225831 |
Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>: > Oder später mal Rohrteile durch welche aus anderem Material z.B. Kupfer > ersetzt werden... Besonders beliebt: Verbindungen verschiedener Metalle (oder auch nur Legierungen).
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| From | Heinz Lohmann <gomi@sofort-mail.de> |
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| Date | 2015-10-24 23:37 +0800 |
| Message-ID | <d91msuF30maU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #225822 |
Am 24.10.2015 um 12:39 schrieb Juergen P. Meier: > Heinz Lohmann <gomi@sofort-mail.de>: >> Ich konnte online nur Infos finden, warum die Wasserrohre aus Blei >> ausgetauscht und ev. verboten werden sollen. >> >> Was ich gern wissen würde: >> Warum hat man sich überhaupt früher häufig für Blei entschieden? Es muss >> ja gewisse Vorteile haben. > > Billig und einfach zu verarbeiten (mann kann Bleirohre mit der Hand > zurechtbiegen), ausserdem dichten Bleirohre von selbst. > > Perfekt also fuer Wasserleitungen. Alles klar. Wieder was gelernt. Danke für die Info. Hier in Taiwan sollen bis Ende nächsten Jahres alle Bleirohre ausgewechselt werden. Deshalb meine Frage. -- mfg Heinz Lohmann Tamsui, Taiwan Gedanken sind nicht stets parat, man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
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| From | "Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net> |
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| Date | 2015-10-26 03:31 +0000 |
| Message-ID | <34854.4449.1445830284@news.jors.net> |
| In reply to | #225882 |
Heinz Lohmann <gomi@sofort-mail.de>: > Alles klar. Wieder was gelernt. Danke für die Info. > Hier in Taiwan sollen bis Ende nächsten Jahres alle Bleirohre > ausgewechselt werden. Deshalb meine Frage. Auch bei Kupferrohren gilt: erstmal laufen und stehen lassen, dass sich eine Kalkschicht bilden kann, bevor man das zeug Trinkt. Kupfer ist zwar nicht giftig, aber eine Kupferallergie ist auch nicht ungefaehrlich.
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| From | Heinz Lohmann <gomi@sofort-mail.de> |
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| Date | 2015-10-26 22:28 +0800 |
| Message-ID | <d96rjrFc8dfU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #226070 |
Am 26.10.2015 um 11:31 schrieb Juergen P. Meier: > Heinz Lohmann <gomi@sofort-mail.de>: >> Alles klar. Wieder was gelernt. Danke für die Info. >> Hier in Taiwan sollen bis Ende nächsten Jahres alle Bleirohre >> ausgewechselt werden. Deshalb meine Frage. > > Auch bei Kupferrohren gilt: erstmal laufen und stehen lassen, dass > sich eine Kalkschicht bilden kann, bevor man das zeug Trinkt. > > Kupfer ist zwar nicht giftig, aber eine Kupferallergie ist auch nicht > ungefaehrlich. Das Wasser hier kommt aus einem Stausee und ist relativ weich. Da sind mir bisher noch keine Kalkablagerungen aufgefallen ... Am besten also PVC-Rohre? -- mfg Heinz Lohmann Tamsui, Taiwan Gedanken sind nicht stets parat, man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
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| From | Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> |
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| Date | 2015-10-26 15:34 +0100 |
| Message-ID | <d96s03Fcch7U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #226197 |
Am 26.10.2015 15:28 schrieb Heinz Lohmann: > Das Wasser hier kommt aus einem Stausee und ist relativ weich. Da sind > mir bisher noch keine Kalkablagerungen aufgefallen ... > Am besten also PVC-Rohre? PE (Polyethylen), das ist ein reines Polyolefin (Kohlenwasserstoff). Bei PVC ist Chlor und evtl. Weichmacher drin, da hätte ich Bedenken. Edelstahl ist auch noch eine Option. Hanno
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| From | Peter Mc Donough <mcd-mail-lists@gmx.net> |
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| Date | 2015-10-26 18:19 +0100 |
| Message-ID | <d975k6Fes2tU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #226200 |
Am 26.10.2015 um 15:34 schrieb Hanno Foest: > Am 26.10.2015 15:28 schrieb Heinz Lohmann: > >> Das Wasser hier kommt aus einem Stausee und ist relativ weich. Da sind >> mir bisher noch keine Kalkablagerungen aufgefallen ... >> Am besten also PVC-Rohre? > > PE (Polyethylen), das ist ein reines Polyolefin (Kohlenwasserstoff). Bei > PVC ist Chlor und evtl. Weichmacher drin, da hätte ich Bedenken. > Edelstahl ist auch noch eine Option. Vielleicht bist du am besten dran, wenn du Regenwasser auffängst und in einen Glasbehälter leitest. Vorher mindestens 10 min abregnen lassen;-) Gruß Peter
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| From | Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> |
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| Date | 2015-10-26 18:41 +0100 |
| Message-ID | <d976teFf77uU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #226233 |
Am 26.10.2015 18:19 schrieb Peter Mc Donough: >> PE (Polyethylen), das ist ein reines Polyolefin (Kohlenwasserstoff). Bei >> PVC ist Chlor und evtl. Weichmacher drin, da hätte ich Bedenken. >> Edelstahl ist auch noch eine Option. > > Vielleicht bist du am besten dran, wenn du Regenwasser auffängst und in > einen Glasbehälter leitest. Zu wenig Mineralien. Aber was soll der Spott - es gibt genug Auswahl. Wenn du zwischen PE und PVC wählen kannst und es da keinen wesentlichen Unterschied in der Verarbeitung gibt (weiß ich nicht, mal fragen), warum sollte man dann nicht die unbedenklichere Variante nehmen? Chlorchemie ist eh eklig. Man kann übrigens auch Eisenrohre nehmen, wie bei der Heizung. Ist nur nicht sonderlich empfehlenswert. War in meiner Berliner Wohnung der Fall... die war im Osten (Pankow), 1993 erbaut und wohl etwas mit der heißen Nadel gestrickt. Nach einem Wochenende Abwesenheit lief das Wasser erstmal rostbraun aus der Leitung. Kein Wunder - anders als bei der Heizung kommt ständig mit dem Frischwasser Sauerstoff nach, und eine Opferanode gibt es auch nicht. Nach mehreren Rohrbrüchen - beim letzten lief mir das Wasser aus der Deckenlampe im Badezimmer - wurde dann alles rausgerissen und neu gemacht. Also nur die Verteilung zu den Wohnungen, nicht die Wohnungen selber, die waren anscheinend ok. Die neuen Leitungen waren dann Edelstahl... Das Gebäude hatte noch andere Macken. Den Hausanschluß für Strom im Keller unter ein Kellerfenster zu packen ist eher ungeschickt. Insbesondere wenn draußen leicht abschüssig gepflastert ist, und Starkregen sich das Fenster als Ablauf sucht. Das war dann ein Wochenende ohne Strom... Hanno
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| From | Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> |
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| Date | 2015-10-26 19:28 +0100 |
| Message-ID | <n0lp4r$2tn$1@news.bawue.net> |
| In reply to | #226239 |
On 10/26/2015 06:41 PM, Hanno Foest wrote: > > Man kann übrigens auch Eisenrohre nehmen, wie bei der Heizung. Ist nur > nicht sonderlich empfehlenswert. War in meiner Berliner Wohnung der > Fall... die war im Osten (Pankow), 1993 erbaut und wohl etwas mit der > heißen Nadel gestrickt. Nach einem Wochenende Abwesenheit lief das > Wasser erstmal rostbraun aus der Leitung. Kein Wunder - anders als bei > der Heizung kommt ständig mit dem Frischwasser Sauerstoff nach, und eine > Opferanode gibt es auch nicht. Normalerweise nimmt man dafür verzinkte Rohre und die machen über Jahrzehnte keinen Ärger. In deiner Bude muss irgendwas schiefgelaufen sein, das hab ich so noch nirgendwo anders gesehen. Gerrit
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| From | Andreas Quast <bu3ro.kratz@fr33n3t.de> |
|---|---|
| Date | 2015-10-28 16:27 +0000 |
| Message-ID | <n0qt0s$3ib$2@dont-email.me> |
| In reply to | #226070 |
Am Mon, 26 Oct 2015 03:31:24 +0000 schrieb Juergen P. Meier: > Kupfer ist zwar nicht giftig, aber eine Kupferallergie ist auch nicht > ungefaehrlich. bei besonderen chem. Eigenschaften des transportierten Wassers können durchaus - besonders für Babys gefährliche - toxische Kupferkonzentrationen auftreten.
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| From | gunter kuehne <kuehne-g@freenet.de> |
|---|---|
| Date | 2015-10-28 19:01 +0100 |
| Message-ID | <almarsoft.2898624365181442722@news.albasani.net> |
| In reply to | #226702 |
On Wed, 28 Oct 2015 16:27:08 +0000 (UTC), Andreas Quast <bu3ro.kratz@fr33n3t.de> wrote: > > Kupfer ist zwar nicht giftig, aber eine Kupferallergie ist auch nicht > > ungefaehrlich. > bei besonderen chem. Eigenschaften des transportierten Wassers können > durchaus - besonders für Babys gefährliche - toxische > Kupferkonzentrationen auftreten. Deshalb gibt es ja auch Gemeinden, wo ein Kupfer Installation noch erwünscht ist. Das wid vom Versorger da auch so kommuniziert. MfG -- alles mist :)
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| From | Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> |
|---|---|
| Date | 2015-10-24 11:59 +0000 |
| Message-ID | <n0frqu$d75$1@sif.baldar.de> |
| In reply to | #225821 |
Heinz Lohmann <gomi@sofort-mail.de> wrote: > Ich konnte online nur Infos finden, warum die Wasserrohre aus Blei > ausgetauscht und ev. verboten werden sollen. > > Was ich gern wissen würde: > Warum hat man sich überhaupt früher häufig für Blei entschieden? Es muss > ja gewisse Vorteile haben. > Von der Toxizität hat man wahrscheinlich damals nichts geahnt. Wobei damals wirklich schon ziemlich lange her ist. Die Roemer sind schuld. Die haben damals schon ziemlich industriell Blei verwertet und Wasserrohre daraus gefertigt. https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6mische_Bleirohrinschrift In dem Wikipedia Eintrag zu Blei steht: "Schon der römische Autor Vitruv hielt die Verwendung von Blei für Trinkwasserrohre für gesundheitsschädlich, er empfahl, nach Möglichkeit Tonrohre zu verwenden;" Wie so oft in der Wissenschaft, setzten sich nicht immer die besten Ideen sondern die besten Lobbyisten durch. cu Frank -- Accident, n.: A condition in which presence of mind is good, but absence of body is better.
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| From | Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> |
|---|---|
| Date | 2015-10-25 01:37 +0200 |
| Message-ID | <n0h4nt$gdt$2@news.albasani.net> |
| In reply to | #225864 |
Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> schrieb: >In dem Wikipedia Eintrag zu Blei steht: >"Schon der römische Autor Vitruv hielt die Verwendung von Blei für >Trinkwasserrohre für gesundheitsschädlich, er empfahl, nach Möglichkeit >Tonrohre zu verwenden;" Es gibt Historiker, die vermuten sogar, daß die Bleivergiftungen schuld am Untergang des Römischen Reiches sein sollen. Servus, Sepp
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| From | Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> |
|---|---|
| Date | 2015-10-25 19:43 +0000 |
| Message-ID | <n0jbd5$hia$1@sif.baldar.de> |
| In reply to | #225915 |
Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> wrote: > Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> schrieb: > > >In dem Wikipedia Eintrag zu Blei steht: > >"Schon der römische Autor Vitruv hielt die Verwendung von Blei für > >Trinkwasserrohre für gesundheitsschädlich, er empfahl, nach Möglichkeit > >Tonrohre zu verwenden;" > > Es gibt Historiker, die vermuten sogar, daß die Bleivergiftungen > schuld am Untergang des Römischen Reiches sein sollen. Ganz so extrem werden die Auswirkungen wohl nicht gewesen sein. http://www.wissenschaft.de/kultur-gesellschaft/archaeologie/-/journal_content/56/12054/3430398/Verbleites-Trinkwasser-im-alten-Rom/ | Das Trinkwasser im alten Rom war offenbar doch ziemlich bleihaltig. | Darauf deuten jetzt Untersuchungen von Sediment aus dem antiken Hafen | Roms und einem Tiberkanal hin. In den alten Ablagerungen fanden | Forscher deutlich erhöhte Werte von Blei aus den Wasserleitungen der | Stadt. Vor allem im frühen römischen Reich und im frühen Mittelalter | lag die Bleibelastung demnach bis zum 100-Fachen über den natürlichen | Werten. An einer spürbaren Bleivergiftung litten die Römer aber wohl | dennoch nicht, meinen die Wissenschaftler. Die alte Theorie, nach der | eine Bleivergiftung das römische Reich untergehen ließ, bleibt demnach | widerlegt. | | Blei ist ein tückisches Gift: Es kann sich über Jahre hinweg in unserem | Körper anreichern und dann schleichend unsere Gesundheit unterminieren. | Studien zeigen, dass bei Kindern schon sehr geringe Mengen genügen, um | die Entwicklung ihres Gehirns zu beeinträchtigen. Störungen der | Intelligenz und geistigen Leistungen sind die Folge. In Deutschland | herrschen daher strenge Vorgaben für Blei im Trinkwasser: Maximal 0,1 | Milligramm pro Liter Wasser sind zulässig. Ist mehr Blei im Wasser, | dann kann dies an alten Bleirohren liegen, denn je nach Wasserhärte und | Bauart können sie geringe Mengen Blei ans Wasser abgeben. Diese | Tatsache führte einige Forscher vor gut 30 Jahren zu der Vermutung, | dass die alten Römer unter chronischer Bleivergiftungen gelitten haben | könnten. Denn immerhin ein Teil der Wasserleitungen im antiken Rom | bestand aus dem Metall. Zusätzlich nutzten die Römer Gefäße mit | Bleiglasuren, die bei Kontakt mit saurem Most Blei abgaben. Der | US-Geochemiker Jerome Nriagu sah eine Bleivergiftung sogar als Mitgrund | für den Untergang des römischen Reiches. Allerdings wurde diese Theorie | relativ schnell widerlegt. Wie viel Blei das Leitungsnetz der Römer | aber tatsächlich an ihr Trinkwasser abgab, war bisher unbekannt. | | Hugo Delile von der Université Claude Bernard in Lyon und seine | Kollegen haben diese Frage nun genauer untersucht. Dafür entnahmen sie | Sedimentproben aus dem antiken römischen Hafen Portus Romae und dem | Verbindungskanal dieses Hafenbeckens mit dem Tiber. In diese Gewässer | mündeten viele Leitungen des römischen Wassersystems, wie die Forscher | erklären. Zudem sind Hafenbecken sehr gute Sedimentfallen. In den | Sedimenten sind daher Ablagerungen aus der Zeit des frühen römischen | Reiches bis ins frühe Mittelalter erhalten. "Das gibt uns einen rund | 1.000 Jahre langen Einblick in die Entwicklung der Bleimenge, die von | Roms Wassersystem abgegeben wurden", sagen die Wissenschaftler. Die | Bestimmung der Bleiisotope in den Proben ermöglicht es zudem, | einzuengen, woher das Blei stammt ? ob aus den Leitungen oder aus | natürlichen Quellen. | Blei-Anstieg ab 100 nach Christus | | In den Sedimenten fanden sich zwei verschiedene Bleianteile, wie Delile | und seine Kollegen berichten. Einer stammte aus natürlichen Quellen: | Dieses Metall wurde mit dem Regenwasser aus dem Kalkstein der Apenninen | und dem vulkanischen Untergrund der Albaner Berge südöstlich von Rom | ausgewaschen. Ein zweiter Bleianteil im Sediment aber war menschlichen | Ursprungs. Vor allem während des frühen römischen Reiches ab 100 nach | Christus schnellten die Isotopenwerte dieses anthropogenen Eintrags | stark in die Höhe, wie die Analysen zeigten. Der Bleigehalt im | Trinkwasser Roms lag zu dieser Zeit rund 40 Mal höher als in Wasser aus | natürlichen Quellen. In der Folgezeit sank dieser Wert aber schnell | wieder. Die Forscher vermuten, dass die Römer entweder einen Teil der | Bleileitungen austauschten oder sie weniger stark nutzten. Erst im | frühen Mittelalter stiegen die Bleiwerte im Trinkwasser der Großstadt | wieder drastisch an, bis auf das 100-Fache der lokalen Quellen, so die | Ergebnisse der Analysen. | | "Unsere Ergebnisse demonstrieren, dass die Bleirohre des römischen | Wassersystems die Bleigehalte im Trinkwasser tatsächlich deutlich | erhöhten", konstatieren Delile und seine Kollegen. Die Werte lagen | zeitweise immerhin um zwei Größenordnungen über dem von Quellwasser. | Allerdings: Selbst diese Erhöhung sei wahrscheinlich nicht ausreichend | gewesen, um den Bewohnern Roms zu schaden. Messbare Folgen für die | öffentliche Gesundheit gab es nach Ansicht der Forscher damals wohl | nicht. Die Theorie von einem bleibedingten Niedergang des römischen | Reiches bleibt demnach weiterhin widerlegt. | Quelle: | | Hugo Delile (Université Claude Bernard, Lyon) et al., Proceedings | of the National Academy of Sciences (PNAS), doi: | 10.1073/pnas.1400097111 Der original Bericht in englisch: | www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.1400097111 | | Current Issue | > vol. 111 no. 18 | > Hugo Delile, 6594?6599 | | | Lead in ancient Rome's city waters | | Hugo Delilea,b,1, Janne Blichert-Toftb,c, Jean-Philippe Goirand, | Simon Keaye, and Francis Albarèdeb,c | | aUniversité Lumière Lyon 2, Centre National de la Recherche | Scientifique-Unité Mixte de Recherche (CNRS UMR) 5600, 69676 Bron, | France; | bEcole Normale Supérieure de Lyon, Université Claude Bernard Lyon | 1, CNRS UMR 5276, 69007 Lyon, France; | cDepartment of Earth Science, Rice University, Houston, TX 77005; | dMaison de l'Orient et de la Méditerranée, CNRS UMR 5133, 69365 | Lyon Cedex 7, France; and | eArcheology, Faculty of Humanities, University of Southampton, | Southampton SO17 1BF, Great Britain | | Edited by Thure E. Cerling, University of Utah, Salt Lake City, UT, | and approved March 19, 2014 (received for review January 3, 2014) | | Significance | | Thirty years ago, Jerome Nriagu argued in a milestone paper that Roman | civilization collapsed as a result of lead poisoning. Clair Patterson, | the scientist who convinced governments to ban lead from gasoline, | enthusiastically endorsed this idea, which nevertheless triggered a | volley of publications aimed at refuting it. Although today lead is no | longer seen as the prime culprit of Rome's demise, its status in the | system of water distribution by lead pipes (fistulæ) still stands as a | major public health issue. By measuring Pb isotope compositions of | sediments from the Tiber River and the Trajanic Harbor, the present | work shows that 'tap water' from ancient Rome had 100 times more lead | than local spring waters. | Abstract | | It is now universally accepted that utilization of lead for domestic | purposes and water distribution presents a major health hazard. The | ancient Roman world was unaware of these risks. How far the gigantic | network of lead pipes used in ancient Rome compromised public health in | the city is unknown. Lead isotopes in sediments from the harbor of | Imperial Rome register the presence of a strong anthropogenic component | during the beginning of the Common Era and the Early Middle Ages. They | demonstrate that the lead pipes of the water distribution system | increased Pb contents in drinking water of the capital city by up to | two orders of magnitude over the natural background. The Pb isotope | record shows that the discontinuities in the pollution of the Tiber by | lead are intimately entwined with the major issues affecting Late | Antique Rome and its water distribution system. cu Frank -- If you stick your head in the sand, one thing is for sure, you're gonna get your rear kicked.
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| From | Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> |
|---|---|
| Date | 2015-10-26 01:26 +0100 |
| Message-ID | <n0jrvv$dl4$4@news.albasani.net> |
| In reply to | #226049 |
Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> schrieb: >Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> wrote: >> Es gibt Historiker, die vermuten sogar, daß die Bleivergiftungen >> schuld am Untergang des Römischen Reiches sein sollen. >Ganz so extrem werden die Auswirkungen wohl nicht gewesen sein. >http://www.wissenschaft.de/kultur-gesellschaft/archaeologie/-/journal_content/56/12054/3430398/Verbleites-Trinkwasser-im-alten-Rom/ Ich bin ja auch kein Anhänger dieser Theorie. :-) Servus, Sepp
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| From | Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> |
|---|---|
| Date | 2015-10-26 08:41 +0100 |
| Message-ID | <d963olF69fuU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #226049 |
Am 25.10.2015 20:43 schrieb Frank Boehm: >> Es gibt Historiker, die vermuten sogar, daß die Bleivergiftungen >> schuld am Untergang des Römischen Reiches sein sollen. > > Ganz so extrem werden die Auswirkungen wohl nicht gewesen sein. > > http://www.wissenschaft.de/kultur-gesellschaft/archaeologie/-/journal_content/56/12054/3430398/Verbleites-Trinkwasser-im-alten-Rom/ Ist ja nicht nur das Trinkwasser... da wurde teilweise auch der Wein mit Bleiacetat gesüßt, oder mit in Bleikesseln eingedicktem Traubensaft (was ebenfalls Bleiacetat ergibt). http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14319059.html Keine Ahnung, ob man das so einfach aus Hafensedimenten zurückrechnen kann. Und welche Bleimengen jetzt wirklich gefährlich sind ist ja auch umstritten. http://www.forbes.com/sites/alexknapp/2013/01/03/how-lead-caused-americas-violent-crime-epidemic/ http://www.motherjones.com/environment/2013/01/lead-crime-link-gasoline Hanno
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