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Groups > ger.ct > #215942 > unrolled thread

TransAktionen im AllTag

Started byHerwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de>
First post2015-08-07 11:14 +0200
Last post2015-08-08 16:52 +0200
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  TransAktionen im AllTag Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> - 2015-08-07 11:14 +0200
    Re: TransAktionen im AllTag Holger Marzen <holger@marzen.de> - 2015-08-07 09:45 +0000
      Re: TransAktionen im AllTag Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2015-08-08 01:21 +0200
        Re: TransAktionen im AllTag Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2015-08-08 12:55 +0200
    Re: TransAktionen im AllTag "Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de> - 2015-08-07 12:39 +0200
      Re: TransAktionen im AllTag Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> - 2015-08-07 21:17 +0200
        Re: TransAktionen im AllTag "Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de> - 2015-08-08 09:48 +0200
    Re: TransAktionen im AllTag Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> - 2015-08-07 22:14 +0200
      Re: TransAktionen im AllTag Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> - 2015-08-08 14:48 +0200
        Re: TransAktionen im AllTag Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> - 2015-08-08 16:52 +0200

#215942 — TransAktionen im AllTag

FromHerwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de>
Date2015-08-07 11:14 +0200
SubjectTransAktionen im AllTag
Message-ID<mq1sub$k3s$1@news.albasani.net>
2015-08-07 11:15:00 +0200

Es passiert im Alltag häufiger als man denkt: Tätigkeiten,
die in bestimmter zeitlicher Relation zueinander ausgeführt
werden müssen, und zwar alle - oder gar keine. Beispiele:
Haus verlassen und HausTür abschliessen. HerdPlatte an
und danach aus. InsulinSpritze und Eintrag in's
InsulinTagebuch. HändeWaschen und dann essen. Erst
Pinkeln und dann HändeWaschen. Und so weiter.

Dann gibt es auch die Beispiele, wo mehrere Personen
beteiligt sind. Entweder ich oder meine Frau buchen
ein Hotel. Keine zwei Hotels, und kein garkeins. Wenn
es nicht klappt - siehe Maria und Josef - zack, schon
hat man eine neue WeltReligion.

In der Informatik nennt man sowas eine TransAktion.
Und die gibt es so häufig, dass der Begriff jedem
intuitiv eingängig sein müsste, auch ohne dass man
zufällig MitArbeiter in einem TransAktionsMonitor
Projekt ist.

Die meisten Menschen sind so aufgeräumt, dass sie diese
alltäglichen TransAktionen in den Griff kriegen.
Problem ist, dass man von aussen nicht sieht, ob jemand
gerade in einer oder einigen offenen TransAktionen ist.
In der Folge unterbricht man jemanden, und der kann die
Übersicht über seine offenen TransAktionen verlieren.
Und schon bleibt die HerdPlatte an und die HausTür offen.

Ich will hier keine App vorschlagen, mit der man auf
einem iPad seine offenen TransAktionen verwalten kann
- das würde das Problem nicht lösen, weil das Verwalten
solcher TransAktionen in der realen Welt zu weiteren
TransAktionen führen könnte. Ich will erfragen, welche
präzise RedeWeise man dafür verwenden kann, wenn man
im Alltag noch einige offene TransAktionen im eigenen
Kurz- oder MittelZeitGedächtnis mit sich herumträgt,
damit man einem Störer knapp und klar mitteilen kann,
dass er gerade stört - und zwar ohne dass die Beteiligten
Informatiker sind. Ein einfaches "Verpiss Dich!" bringt
die nötigen Informationen ja nicht rüber, weil der
TransAktionsAspekt unter den Tisch fällt.

***

BTW: wenn mehrere Parteien gemeinsam eine TransAktion
betreiben, dann ist man sehr schnell bei theoretisch
unlösbaren Problemen. Übliches Beispiel in den
Informatik-LehrBüchern: Zwei TeilHeere, die zusammen
den Feind besiegen können, jeweils alleine aber nicht.
Beide TeilHeere verstecken sich in verschiedenen Tälern
und können sich nur durch einen Boten, der die
feindlichen Linien durchkriecht, verständigen. Es kann dann
zu folgendem Dialog kommen:

"Wir möchten im MorgenGrauen angreifen. Wie ist es bei euch?"

"OK, wir machen mit."

"Verstanden. Dann greifen wir wirklich an."

"Wir dann auch."

"Ihr auch. OK. Also dann wirklich ..."

...

Der Dialog kann noch fortgesetzt werden. Egal, wie
lange dies geschieht - es ist, durch das Abfangen
des Boten durch den Feind, immer möglich, dass
ein TeilHeer meint, weil der erwartete Bote ausbleibt,
dass das andere TeilHeer nicht angreift - und bei
alleinigem Angriff eines TeilHeeres ist der Krieg
verloren.

Herwig

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#215944

FromHolger Marzen <holger@marzen.de>
Date2015-08-07 09:45 +0000
Message-ID<mq1un5$ugc$1@news.marzen.de>
In reply to#215942
* On Fri, 07 Aug 2015 11:14:50 +0200, Herwig Huener AQSR 5 wrote:

> TransAktionen führen könnte. Ich will erfragen, welche
> präzise RedeWeise man dafür verwenden kann, wenn man
> im Alltag noch einige offene TransAktionen im eigenen
> Kurz- oder MittelZeitGedächtnis mit sich herumträgt,
> damit man einem Störer knapp und klar mitteilen kann,
> dass er gerade stört - und zwar ohne dass die Beteiligten
> Informatiker sind. Ein einfaches "Verpiss Dich!" bringt
> die nötigen Informationen ja nicht rüber, weil der
> TransAktionsAspekt unter den Tisch fällt.

„Ich kann jetzt gerade nicht, ich melde mich.“

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#216048

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2015-08-08 01:21 +0200
Message-ID<d2ksvbFi4slU1@mid.individual.net>
In reply to#215944
Holger Marzen schrieb:

>> TransAktionen führen könnte.

> „Ich kann jetzt gerade nicht, ich melde mich.“

Geht nicht immer, z.B. bei Stromausfall.

Dann stellt sich die Frage, ob man hinterher den Status
feststellen kann, um die Transaktion erneut
durchzuarbeiten, wenn sie nicht ausgeführt wurde.

Die bedeutet effektiv dann nur Mehraufwand.

Informationstechnisch noch interessant ist der Fall,
wenn >= 2 Personen etwa gleichzeitig die Transaktion ausführen.
Wie es dann mit dem UNDO ist,
und, was heutzutage fast immer noch fehlt,
entsprechende Benachrichtigung

Hermann
   der meint, das Betriebsysteme in einem Gehirn
   da noch einen technischen Vorsprung haben.

-- 
http://www.Hermann-Riemann.de

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#216123

FromWolfgang Kynast <wky@gmx.de>
Date2015-08-08 12:55 +0200
Message-ID<d2m5gsFr5soU1@mid.individual.net>
In reply to#216048
On Sat, 08 Aug 2015 01:21:32 +0200, "Hermann Riemann" posted:

>Holger Marzen schrieb:
>
>>> TransAktionen führen könnte.
>
>> „Ich kann jetzt gerade nicht, ich melde mich.“
>
>Geht nicht immer, z.B. bei Stromausfall.
>
>Dann stellt sich die Frage, ob man hinterher den Status
>feststellen kann, um die Transaktion erneut
>durchzuarbeiten, wenn sie nicht ausgeführt wurde.
>
>Die bedeutet effektiv dann nur Mehraufwand.

Minimal, kann man vergessen. Selbst programmiert.

>Informationstechnisch noch interessant ist der Fall,
>wenn >= 2 Personen etwa gleichzeitig die Transaktion ausführen.
>Wie es dann mit dem UNDO ist,
>und, was heutzutage fast immer noch fehlt,
>entsprechende Benachrichtigung

Das machen DB-Systeme seit Generationen routinemässig.

-- 
Schöne Grüße,
Wolfgang

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#215961

From"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de>
Date2015-08-07 12:39 +0200
Message-ID<mq28uu.3vsc6b5.1!not-for-mail@ufh.invalid.de>
In reply to#215942
Herwig Huener AQSR 5 in <news:mq1sub$k3s$1@news.albasani.net>:

>Ich will erfragen, welche
>präzise RedeWeise man dafür verwenden kann, wenn man
>im Alltag noch einige offene TransAktionen im eigenen
>Kurz- oder MittelZeitGedächtnis mit sich herumträgt,
>damit man einem Störer knapp und klar mitteilen kann,
>dass er gerade stört 

Ignorieren. Stur die Transaktion zu Ende bringen. 

CU!
Ulrich
-- 
Ja.

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#216010

FromHerwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de>
Date2015-08-07 21:17 +0200
Message-ID<mq308l$ldh$1@news.albasani.net>
In reply to#215961
2015-08-07 21:18:00 +0200

Ulrich F. Heidenreich wrote:

> ...

>>damit man einem Störer knapp und klar mitteilen kann,
>>dass er gerade stört
> 
> Ignorieren. Stur die Transaktion zu Ende bringen.

Du würdest Dich schön bedanken, wenn Dein ArbeitGeber Dein
Gehalt überweist, die Bank es versaubeutelt, und dann alle
zur TagesOrdnung übergehen!

Präziser: Um die TransAktion zu Ende bringen zu können,
muss man wissen, *ob* sie zu Ende gebracht wurde. Dieser
InformationsFluss ist Teil der TransAktion.

Herwig

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#216087

From"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de>
Date2015-08-08 09:48 +0200
Message-ID<mq4j8u.3vs1qr9.1!not-for-mail@ufh.invalid.de>
In reply to#216010
Herwig Huener AQSR 5 in <news:mq308l$ldh$1@news.albasani.net>:

>Präziser: Um die TransAktion zu Ende bringen zu können,
>muss man wissen, *ob* sie zu Ende gebracht wurde. Dieser
>InformationsFluss ist Teil der TransAktion.

Durchaus. Deine Frage war aber, wie man jenanden davon abhalten kann,
den Abschluss der Transaktion zu sabotieren. Und da halte ich nachwievor
schlichte Ignoranz für das geeignetste Mittel.

CU!
Ulrich
-- 
Ja.

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#216020

FromSepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de>
Date2015-08-07 22:14 +0200
Message-ID<mq33is$lri$10@news.albasani.net>
In reply to#215942
Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> schrieb:

>Dann gibt es auch die Beispiele, wo mehrere Personen
>beteiligt sind. Entweder ich oder meine Frau buchen
>ein Hotel. Keine zwei Hotels, und kein garkeins. Wenn
>es nicht klappt - siehe Maria und Josef - zack, schon
>hat man eine neue WeltReligion.

Beim letztgenannten Beispiel stimmt der zeitliche Ablauf 
jedoch nicht:
Maria war bereits schwanger, *bevor* sie einen Platz in der
Herberge suchten und dann im Stall nächtigten.
Die Fehlbuchung war also nicht daran schuld.

Servus, Sepp

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#216155

FromHerwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de>
Date2015-08-08 14:48 +0200
Message-ID<mq4tqg$1fh$1@news.albasani.net>
In reply to#216020
2015-08-08 14:50:00 +0200

Sepp Neuper wrote:

> ...

> Beim letztgenannten Beispiel stimmt der zeitliche Ablauf
> jedoch nicht:
> Maria war bereits schwanger, *bevor* sie einen Platz in der
> Herberge suchten und dann im Stall nächtigten.
> Die Fehlbuchung war also nicht daran schuld.

Doch. In einem richtigen Hotel hätten sie ungestört
schlafen können. Die heiligen drei Könige wären nie
vorgelassen worden, wenn der HerbergsVater etwas
auf sich hält, und den Krach mit den himmlischen
HeerScharen hätten sie in einem vernünftigen Zimmer
auch überhört.

Herwig

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#216172

FromSepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de>
Date2015-08-08 16:52 +0200
Message-ID<mq5542$8v4$7@news.albasani.net>
In reply to#216155
Herwig Huener AQSR 5 <Herwig.Huener@t-online.de> schrieb:

>Sepp Neuper wrote:
>> Maria war bereits schwanger, *bevor* sie einen Platz in der
>> Herberge suchten und dann im Stall nächtigten.
>> Die Fehlbuchung war also nicht daran schuld.

>Doch. In einem richtigen Hotel hätten sie ungestört
>schlafen können. Die heiligen drei Könige wären nie
>vorgelassen worden, wenn der HerbergsVater etwas
>auf sich hält ....

Also da kommen drei Könige zu einem Hotel, und der Besitzer
sagt zu ihnen "Haut wieder ab!".
Das muß wirklich ein besonderes Hotel gewesen sein.
Paris Hilton vielleicht?

Servus, Sepp

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