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Henry Kissinger im ZDF-Interview: Nachhilfeunterricht für EU-Europa

Started byManfred <harakiri.sanktion@mail1a.de>
First post2022-07-28 20:47 +0200
Last post2022-07-29 00:03 +0200
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  Henry Kissinger im ZDF-Interview: Nachhilfeunterricht für EU-Europa Manfred <harakiri.sanktion@mail1a.de> - 2022-07-28 20:47 +0200
    Re: Henry Kissinger im ZDF-Interview: Nachhilfeunterricht für EU-Europa "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2022-07-29 00:03 +0200

#562586 — Henry Kissinger im ZDF-Interview: Nachhilfeunterricht für EU-Europa

FromManfred <harakiri.sanktion@mail1a.de>
Date2022-07-28 20:47 +0200
SubjectHenry Kissinger im ZDF-Interview: Nachhilfeunterricht für EU-Europa
Message-ID<tbulks$oab$1@gioia.aioe.org>
Henry Kissinger im ZDF-Interview: Nachhilfeunterricht für EU-Europa

ZDF Interview am 24. Juli 2022:
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/kissinger-putin-ukraine-krieg-russland-100.html 


(...)
Die Kernbotschaften Henry Kissingers  zusammengefasst:

1.    „Die Ziele, besonders auf der Seite des Westens, müssen ganz
eindeutig festgelegt und definiert werden… Die Öffentlichkeit
muss hier mitgenommen werden, damit Einheit gewährleistet ist…“

Kissinger hätte die Problematik nicht treffender beschreiben kön-
nen: Die US-Falken haben mit Ihrer Ukrainepolitik über NATO und
Spezialdienste zum Angriff auf Russland angesetzt, indem sie
die EU instrumentalisierten und die europäische Öffentlichkeit
vor vollendete Tatsachen nur stellten. Dazu zählten ab dem Jahr
2014 insbesondere:

- der Putsch von Kiew dank westlicher Dienste einen Tag nach dem
Anruf von Obama an Putin, mit dem hinterhältigen Vorschlag sich
besser ausgleichend zu verhalten, kurz nachdem das Abkommen für
vorgezogene Neuwahlen in der Ukraine unterzeichnet worden war!

- die schon kurz nach dem Putsch erlassene Gesetzgebung des Viel-
völkerstaates Ukraine, die sich mit voller Aggressivität gegen
seine vier(!) Minderheiten richtete!

- das Aufrüsten der Ukraine mit einer Angriffsarmee von 900.000
Soldaten und freier Bahn für Ultranationalisten samt NS-Nachfolge-
organisationen im Geiste von Stepan Bandera (1909 – 1959) mit
Azow-Brigaden und SS-Wolfsangel-Insignien inklusive!

- das vorsätzliche Brechen und bewusste Hinwegsetzen über die Ver-
einbarungen von Minsk, die sogar von der UN ratifiziert worden
waren und die beste Lösung darstellen!

- der verbrecherische Krieg gegen Donbass über acht Jahre unter
dem Abschlachten russischer Zivilisten mit 14.000 Opfern und
dem Wegschauen der Wertegesellschaft!

2.   „Das Führungsvermögen, das jetzt gebraucht wird, das muss
auch vielschichtiger und anspruchsvoller sein…“

Kissinger antwortete dem ZDF auf dessen peinliches Eingeständnis,
dass „der Westen eigentlich noch geschlossen der Meinung ist,
“ dass man „mit Putin nicht verhandeln“ solle. Dazu glaubte der
ZDF Fragensteller anmerken zu müssen, dass Kissinger „… als
Außenminister von Präsident Nixon ja auch teils mit blutrüns-
tigen Machthabern“ verhandelt hätte. Viel peinlicher hätte
man die Frage nicht untermalen können.

3. Als das ZDF naiv die Frage stellte: „Also gibt es im Grund gar
nichts zu verhandeln, denn die Ukraine hat klipp und klar gesagt,
das Territorium soll ganz bleiben. Also worüber sollte man dann
mit Putin überhaupt verhandeln?“

Kissinger antwortete dem ZDF auf dessen peinliches Eingeständnis,
dass „der Westen eigentlich noch geschlossen der Meinung ist,“
dass man „mit Putin nicht verhandeln“ solle. Dazu glaubte der
ZDF Fragensteller anmerken zu müssen, dass Kissinger „… als
Außenminister von Präsident Nixon ja auch teils mit blutrüns-
tigen Machthabern“ verhandelt hätte. Viel peinlicher hätte
man die Frage nicht untermalen können.

4. Als das ZDF naiv die Frage stellte: „Also gibt es im Grund gar
nichts zu verhandeln, denn die Ukraine hat klipp und klar gesagt,
das Territorium soll ganz bleiben. Also worüber sollte man dann
mit Putin überhaupt verhandeln?“

Auf jenen Denkfehler des ZDF Moderators meinte Kissinger, gleich
einem geduldigen Grundschullehrer, nur trocken: „Also was es zu
verhandeln gibt? Nun, die Tatsache, dass Russland alle Gebiete
räumen muss, die es nach diesem Tag nach Kriegsbeginn, erobert
hat.“

Anmerkung: Man kann davon ausgehen, dass Russland keine Teilukrai-
ne akzeptieren wird, auf derem angenommenen Restterritorium einmal
mehr institutionalisierter NS-Kult unter den Fittichen der NATO
weiter gezüchtet würde. Deshalb auch keine Teilung von Seiten
der Russen!

5. Der Fragensteller des ZDF unterstellte, dass Verhandlungen mit
Putin „relativ wenig wert“ wären, wegen eines Vorfalls in Odessa
nach dem Getreideabkommen oder „Weizen-Deal“, um mit den Worten
des ZDF Mannes zu sprechen.

Kissinger erläuterte, dass zuvor abzuklären wäre, ob es in der
Vereinbarung irgendwelche Verpflichtungen gegeben hätte, die
verletzt worden wären.

6. Der Fragensteller des ZDF: „Sie kennen Putin persönlich, Sie
haben ihn zigmal getroffen. Trauen Sie ihm zu, einen Atomkrieg
auszulösen?“

Hier hatte Kissinger aufzuklären, dass ein begrenzter Atomkrieg im-
mer zwei Seiten voraussetze: „Das ist ein schwieriges Problem, vor
dem alle Verantwortlichen stehen… Es gibt so etwas nicht, wie
einen begrenzten Einsatz hinzunehmen.“

Anmerkung: Wie schon in der Einleitung ausgeführt, wird jenes Sze-
nario potentiellen Selbstmordes vielmehr nur bei der US-Kriegs-
partei zu verorten sein. Genau eine solche fatale Eskalation
des verbrannten Kontinents versuchen Kissinger und der Klan
hinter ihm durch öffentliches Eingreifen zu verhindern.

7. Angesprochen auf den Begriff „Zeitenwende“ , den Olaf Scholz zu-
letzt aufbrachte, pflichtete Henry Kissinger dessen Charakteri-
sierung bei.

Anmerkung: Olaf Scholz, der von der Kartellpresse so heftig ge-
scholten worden war, weil er nicht eilfertig genug auf die
gewünschten Kriegszielvorgaben aufsprang.

8.  Angesprochen auf das mögliche Ende der Globalisierung,
sagte Kissinger:

„Die globalisierte Welt, die durch die Öffnung nach China und
durch China geschaffen wurde, steht schwer unter Druck. Es gibt
Spannungen zwischen den USA und China, es gibt Spannungen zwi-
schen China und anderen Staaten in Asien. Und daher wird man
sagen müssen: Die Annahme einer reibungslosen wirtschaftlichen
Zusammenarbeit in aller Welt – die ist nun sehr gefährdet.
Und ich stimme da dem deutschen Kanzler zu.“

Schon in Davos verlieh Kissinger seinen diesbezüglichen Befürch-
tungen Ausdruck und wiederholte im ZDF: „Und die Herausforderung
liegt nun darin, das zu verhindern, was dazu führte, dass diese
Zeitenwende eine Dynamik angenommen hat, sodass wir dieses
Gleichgewicht der Kräfte und gewisse Zusammenarbeit nur noch
mühsam herstellen können. Hier muss jede Anstrengung unternommen
werden, um das zu bewahren.“

9. Das ZDF verabsäumte nicht Henry Kissinger mit Fragen aus der
untersten Schublade politischer Massenpropaganda zu konfrontieren:
„Wäre mit einer Wiederwahl Trumps oder eines ähnlichen Hardliner-
Republikaners die Demokratie in Gefahr? “

Kissinger war gezwungen dem ZDF einen Crashkurs in Sachen Demokra-
tie zu erteilen und meinte abschliessend speziell noch zu Trump:
„Ich glaube nicht, dass die Person, die immer wieder genannt
wird, eine Bedrohung darstellt.“

Dagegen scheint Henry Kissinger Bedrohungen anderer Art auszuma-
hen, die servile Medien ungleich leichter zu verdrängen pflegen.

Er nannte zum Abschluss seines Interviews die Bedingungen für eine
angestrebte „bessere Welt“:  „Aber nur, wenn diejenigen, welche
an diesem Prozess beteiligt sind, ihre Pflicht tun und nicht
aus den Augen verlieren, dass sie ja doch eine Verpflichtung
tragen. Sie müssen die Anwendung der extremsten Destruktion
durch moderne Technologie verhindern.“

Die europäische Öffentlichkeit und ganze Welt sollte Henry Kissin-
ger für seine Sondermission mit eindrücklicher Lektion, erteilt
an die US-Kriegspartei und ihre willigen Vollstrecker, abschlies-
send nur herzlich danken: Vielleicht überleben wir es! (...)
mehr: 
https://unser-mitteleuropa.com/henry-kissinger-im-zdf-interview-nachhilfeunterricht-fuer-eu-europa/ 


Meine bescheidene Meinung:

Unseren EUropäischen politischen Geisterfahrerinnen ist es
schlicht unmöglich mit Putin Verhandlungen auf intellektueller
Augenhöhe führen. Dazu sind sie von ihrer Intelligenz (IQ) her
nicht befähigt! Sie kreischen und grölen hysterisch Kriegsparolen
raus, die nötige "Vernunft und Klarheit" ist ihnen absolut fremd.

Unfreie Geister "Marionetten" die sich Washington unterworfen haben.

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#562591

From"Siegfrid Breuer" <point@tipota.de>
Date2022-07-29 00:03 +0200
Message-ID<Fyo+Xt9EnYB@tipota.de>
In reply to#562586
  harakiri.sanktion@mail1a.de (Manfred) schrieb:

> 1.    ?Die Ziele, besonders auf der Seite des Westens, müssen ganz
> eindeutig festgelegt und definiert werden? Die Öffentlichkeit
> muss hier mitgenommen werden, damit Einheit gewährleistet ist??

  <https://debeste.de/upload/4cdb4c36a666d272dfb74aec1750e9077377.jpg>

-- 
> Ich denke, dass meine Ueberlegung schon fundiert ist, und ich wuerde 
> nichts empfehlen, was ich nicht selbst tun wuerde. 
[suggeriert Ohlemacher in <43sn9u8tatelsvlf0r960t34hrn7if8fi8@4ax.com>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
und immer nur ARD+ZDF gucken: <https://www.youtube.com/watch?v=W2l2kNQhtlQ>

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