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Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien

Started byDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
First post2016-10-03 17:16 +0000
Last post2016-10-04 21:10 +0200
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  Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2016-10-03 17:16 +0000
    Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2016-10-03 19:55 +0200
    Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-10-03 12:05 -0700
    Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-10-03 19:42 +0000
      Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2016-10-03 19:56 +0000
        Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Wolfgang Enzinger <we_usenet@nurfuerspam.de> - 2016-10-03 23:07 +0200
          Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Rainer Knaepper <rainerk@smial.prima.de> - 2016-10-04 00:18 +0200
            Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Wolfgang Enzinger <we_usenet@nurfuerspam.de> - 2016-10-04 11:01 +0200
          Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Bernd Lauert <m8r-9vv4fj@mailinator.com> - 2016-10-04 00:56 +0000
            Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Wolfgang Enzinger <we_usenet@nurfuerspam.de> - 2016-10-04 11:01 +0200
        Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2016-10-03 23:13 +0200
          Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2016-10-04 10:31 +0200
            Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-10-04 11:00 +0200
        Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-10-05 04:55 +0000
          Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Hermann Riemann <nospan.gerct08@hermann-riemann.de> - 2016-10-05 09:22 +0200
            Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-10-05 08:30 +0000
              Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-10-05 11:19 +0200
                Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Bernd Lauert <m8r-9vv4fj@mailinator.com> - 2016-10-05 14:44 +0000
                  Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien g.kuehne <kuehne123@front.ru> - 2016-10-06 15:46 +0200
                  Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-10-06 07:24 -0700
              Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien g.kuehne <kuehne123@front.ru> - 2016-10-06 23:05 +0200
            Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-10-05 01:34 -0700
      Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2016-10-03 22:54 +0200
        Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Rainer Knaepper <rainerk@smial.prima.de> - 2016-10-04 00:03 +0200
        Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-10-04 04:57 +0000
        Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-10-04 03:48 -0700
          Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-10-04 11:09 +0000
            Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-10-04 06:50 -0700
              Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-10-04 16:04 +0200
                Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-10-04 07:11 -0700
              Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-10-04 14:43 +0000
                Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-10-04 18:50 +0000
    Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-10-04 16:21 +0200
      Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-10-04 16:36 +0200
        Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2016-10-04 17:57 +0200
        Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-10-04 18:28 +0200
          Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2016-10-05 05:20 +0000
            Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2016-10-05 10:50 +0200
            Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-10-05 11:27 +0200
              Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-10-05 11:39 +0200
                Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-10-05 11:43 +0200
                  Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien g.kuehne <kuehne123@front.ru> - 2016-10-06 16:06 +0200
                    Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-10-06 18:08 +0200
                Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-10-05 02:47 -0700
              Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2016-10-05 12:58 +0200
                Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-10-05 13:52 +0200
        Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-10-04 18:56 +0000
          Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> - 2016-10-05 08:56 +0000
            Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-10-05 02:09 -0700
            Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-10-05 09:40 +0000
      Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-10-04 07:39 -0700
      Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> - 2016-10-04 14:46 +0000
        Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-10-04 08:20 -0700
    Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2016-10-04 18:07 +0200
    Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-10-04 09:13 -0700
    Re: Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien Hermann Riemann <nospan.gerct08@hermann-riemann.de> - 2016-10-04 21:10 +0200

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#275023 — Mehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2016-10-03 17:16 +0000
SubjectMehrheit gegen den Friedensvertrag in Kolumbien
Message-ID<nsu3pt$6u6$1@news.albasani.net>
In Kolumbien wird nach 50 Jahren Krieg mit der FARC der Friedensvertrag von
der Bevölkerung abgelehnt. 50,2%, aber Mehrheit ist Mehrheit. Die Mehrheit
für den Krieg.

Brexit-52% gegen ein friedlich vereintes Europa ohne Zölle und ohne
Grenzen.
Die Schweizer mit ihrem Plebiszit gegen ausländische
Arbeitskräfte. 

Hanno, erklär uns nochmal warum das mit der direkten Demokratie und den
Volksabstimmungen so eine tolle Idee ist.
Was macht man, wenn die verachteten Politiker tatsächlich vernünftiger und
zivilisierter erscheinen als das Wählervolk?

Offenbar ist der Mensch eben nicht nur gut und zwieback? Sondern leicht
aufzuhetzen?

Deprimierend.


-- 
please forgive my iPhone typos -sent via Newstap

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#275028

FromJörg Tewes <jogi1964@gmx.net>
Date2016-10-03 19:55 +0200
Message-ID<d0f84217-57a8-2873-b80a-310060c9e023@jtewes.my-fqdn.de>
In reply to#275023
Dr. Joachim Neudert schrieb:
> In Kolumbien wird nach 50 Jahren Krieg mit der FARC der Friedensvertrag von
> der Bevölkerung abgelehnt. 50,2%, aber Mehrheit ist Mehrheit. Die Mehrheit
> für den Krieg.
> 
> Brexit-52% gegen ein friedlich vereintes Europa ohne Zölle und ohne
> Grenzen.
> Die Schweizer mit ihrem Plebiszit gegen ausländische
> Arbeitskräfte. 
> 
> Hanno, erklär uns nochmal warum das mit der direkten Demokratie und den
> Volksabstimmungen so eine tolle Idee ist.
> Was macht man, wenn die verachteten Politiker tatsächlich vernünftiger und
> zivilisierter erscheinen als das Wählervolk?

Definiere Wählervolk. Wenn das Volk wie in Ungarn nur mit unter 40%
der Meinung ist, direkte Demokratie ist eine Möglichkeit dann kommt
halt sowas raus wie beim Brexit oder bei dem Votum in Ungarn. Wieviel
der 40% Braunen in Ungarn waren für das worüber sie abstimmen sollten?
98% oder so? Das ist ja wie in der DDR oder in Nordkorea.


        Bye Jörg

-- 
One Ring to rule them all, One Ring to find them,
One Ring to bring them all and in the darkness bind them
In the Land of Mordor where the Shadows lie.

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#275036

FromLothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de>
Date2016-10-03 12:05 -0700
Message-ID<6225d23f-b888-488b-ac32-4fdc24d33f09@googlegroups.com>
In reply to#275023
Am Montag, 3. Oktober 2016 19:16:45 UTC+2 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> In Kolumbien wird nach 50 Jahren Krieg mit der FARC der Friedensvertrag von
> der Bevölkerung abgelehnt. 50,2%, aber Mehrheit ist Mehrheit. Die Mehrheit
> für den Krieg.
> 
> Brexit-52% gegen ein friedlich vereintes Europa ohne Zölle und ohne
> Grenzen.
> Die Schweizer mit ihrem Plebiszit gegen ausländische
> Arbeitskräfte. 
> 
> Hanno, erklär uns nochmal warum das mit der direkten Demokratie und den
> Volksabstimmungen so eine tolle Idee ist.
> Was macht man, wenn die verachteten Politiker tatsächlich vernünftiger und
> zivilisierter erscheinen als das Wählervolk?
> 
> Offenbar ist der Mensch eben nicht nur gut und zwieback? Sondern leicht
> aufzuhetzen?

Natürlich. In Ungarn waren 98% von 40% gegen etwas.
Mal sehen, ob die 98 oder die 40 prominenter 
in der Presse sind.

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#275043

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2016-10-03 19:42 +0000
Message-ID<5t57f2b321i4f58n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#275023
On Mon, 03 Oct 2016 19:16:45 Dr. Joachim Neudert wrote:
> In Kolumbien wird nach 50 Jahren Krieg mit der FARC der
> Friedensvertrag von der Bevölkerung abgelehnt. 50,2%, aber
> Mehrheit ist Mehrheit. Die Mehrheit für den Krieg.

Das kann man so nicht sagen, nein. In weiten Teilen Kolumbiens war
die FARC überhaupt noch nie, oder schon seit vielen Jahren kein
Thema mehr. Die Leute dort waren nicht so richtig glücklich über
geplante Generalamnestien und garantierte Sitze im Parlament für
Menschen, die bis vor kurzem noch die Gewalt auf ihre Fahnen
geschrieben hatten. Soweit nachvollziehbar.

> Was macht man, wenn die verachteten Politiker tatsächlich
> vernünftiger und zivilisierter erscheinen als das Wählervolk?

Das ist schwieriger, aber im konkreten Fall möchte ich nicht
beurteilen, welche der beiden Alternativen vernünftiger ist. Kein
Mensch möchte die Guerilla-Kriege zurück, aber evt. war die
Regierung bei den Verhandlungen gar zu nachgiebig.

> Offenbar ist der Mensch eben nicht nur gut und zwieback?

Das sowieso nicht. Bei Säugetieren gibt es, weitgehend
artübergreifend, eine Mordrate von rund 0,3%, nur bei den Primaten
sind es etwa 2%. Der Mensch hat es in seinen "Blütezeiten" auf rund
30% gebracht.

> Deprimierend.

Doch nicht ganz so sehr: Seit 100 Jahren wird das alles besser, und
momentan kommt nur 1 von 1000 Menschen durch andere Menschen ums
Leben. Nüchtern betrachtet ist das gar nicht einmal so schlecht.

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - nicht einer beschallt grausamer und auch nicht einsamer.
(Sloganizer)

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#275044

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2016-10-03 19:56 +0000
Message-ID<nsud5i$oo8$1@news.albasani.net>
In reply to#275043
Stefan Froehlich <Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at> wrote:

> Das kann man so nicht sagen, nein. In weiten Teilen Kolumbiens war
> die FARC überhaupt noch nie, oder schon seit vielen Jahren kein
> Thema mehr. Die Leute dort waren nicht so richtig glücklich über
> geplante Generalamnestien und garantierte Sitze im Parlament für
> Menschen, die bis vor kurzem noch die Gewalt auf ihre Fahnen
> geschrieben hatten. Soweit nachvollziehbar.

Das schon. 
Aber zugleich sollte nach 50 Jahren Krieg klar sein, daß allein durch die
Ablehnung des Friedensvertrages auch noch keine Gerechtigkeit zu schaffen
ist. Es mit Gewalt auszukarteln und die Bösen zu bestrafen- egal auf
welcher Seite man die Bösen und sich selbst verortet- hat ja auch 50 Jahre
lang nicht nicht funktioniert....

> 
>> Was macht man, wenn die verachteten Politiker tatsächlich
>> vernünftiger und zivilisierter erscheinen als das Wählervolk?
> 
> Das ist schwieriger, aber im konkreten Fall möchte ich nicht
> beurteilen, welche der beiden Alternativen vernünftiger ist. Kein
> Mensch möchte die Guerilla-Kriege zurück, aber evt. war die
> Regierung bei den Verhandlungen gar zu nachgiebig.

Sehr wahrscheinlich. 
Aber man bedenke die Alternative- 50 Jahre lang haben weder die Rebellen
noch die Regierung etwas geschafft...

Was mich am meisten beunruhigt ist der Gedanke, daß es auch in Syrien noch
46 Jahre laufen kann...


> 
>> Offenbar ist der Mensch eben nicht nur gut und zwieback?
> 
> Das sowieso nicht. Bei Säugetieren gibt es, weitgehend
> artübergreifend, eine Mordrate von rund 0,3%, nur bei den Primaten
> sind es etwa 2%. Der Mensch hat es in seinen "Blütezeiten" auf rund
> 30% gebracht.
> 
>> Deprimierend.
> 
> Doch nicht ganz so sehr: Seit 100 Jahren wird das alles besser, und
> momentan kommt nur 1 von 1000 Menschen durch andere Menschen ums
> Leben. Nüchtern betrachtet ist das gar nicht einmal so schlecht.

OK. Das Glas ist halb voll, ist ja auch meine überwiegende Devise.

Was übrigens erstaunlich gut vorankommt, ist der Kampf gegen die weltweite
Armut. Das wird gar nicht so bemerkt. 


Gruß 

Joachim
-- 
please forgive my iPhone typos -sent via Newstap

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#275053

FromWolfgang Enzinger <we_usenet@nurfuerspam.de>
Date2016-10-03 23:07 +0200
Message-ID<1ol43baze2xvs.10hsllu8pd6ij$.dlg@40tude.net>
In reply to#275044
Am Mon, 3 Oct 2016 19:56:34 +0000 (UTC) schrieb Dr. Joachim Neudert:

> Was übrigens erstaunlich gut vorankommt, ist der Kampf gegen die weltweite
> Armut.

Und das ist auch dringend nötig, weil es so ziemlich das einige wirksame
Mittel ist, um die Zunahme der Weltbevölkerung einzubremsen.

Sehenswert:
DON'T PANIC — Hans Rosling showing the facts about population
https://www.youtube.com/watch?v=FACK2knC08E

> Das wird gar nicht so bemerkt. 

Stimmt. Andererseits vielleicht auch ganz gut so - nicht dass noch der
Eindruck entsteht, da sei gar nicht mehr so viel zu tun. In unseren
Wohlstandsregionen scheint man derzeit ja eher die Pfründe-Sicherung für
vordringlich und Entwicklungshilfe für rausgeschmissenes Geld zu halten.

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#275059

FromRainer Knaepper <rainerk@smial.prima.de>
Date2016-10-04 00:18 +0200
Message-ID<DnD5Cv9yrLB@smial.prima.de>
In reply to#275053
we_usenet@nurfuerspam.de (Wolfgang Enzinger)  am 03.10.16 um 23:07:
> Am Mon, 3 Oct 2016 19:56:34 +0000 (UTC) schrieb Dr. Joachim
> Neudert:

>> Was übrigens erstaunlich gut vorankommt, ist der Kampf gegen die
>> weltweite Armut.

> Und das ist auch dringend nötig, weil es so ziemlich das einige
> wirksame Mittel ist, um die Zunahme der Weltbevölkerung
> einzubremsen.

> Sehenswert:
> DON'T PANIC - Hans Rosling showing the facts about population
> https://www.youtube.com/watch?v=FACK2knC08E

>> Das wird gar nicht so bemerkt.

> Stimmt. Andererseits vielleicht auch ganz gut so - nicht dass noch
> der Eindruck entsteht, da sei gar nicht mehr so viel zu tun. In
> unseren Wohlstandsregionen scheint man derzeit ja eher die
> Pfründe-Sicherung für vordringlich und Entwicklungshilfe für
> rausgeschmissenes Geld zu halten.

Entwicklungshilfe war jahrzehntelang synonym zu versteckter
Exportsubventionierung, mehr nicht. Erhard Eppler wollte das vor 40
Jahren oder so ändern, ist damit aber nicht beim Pragmatiker
durchgedrungen. Es wurde wie gehabt weiter gewurschtelt.

Den Salat haben wir heute - und plötzlich ist es Mode geworden, davon
zu reden, die Probleme *jetzt* an den Wurzeln zu bekämpfen.

Dabei war es vor 40 Jahren schon sehr spät, wenn nicht zu spät. In der
Technik nennt man das Totzeit, eine sehr unangenehme Eigenschaft in
Regelstrecken.


Rainer

-- 
seitdem hat WinOnCD bei mir einen Platz in der 'Hall of Hate' -
einem Regalbrett, auf dem u.a. IBM DOS 4.01, Windows 2.0, Word
Perfect 1.0 (Amiga) und andere Schandtaten der EDV ihr Dasein als
abschreckende Beispiele fristen. (bm in ger.ct)

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#275111

FromWolfgang Enzinger <we_usenet@nurfuerspam.de>
Date2016-10-04 11:01 +0200
Message-ID<1bca07dlhssjc$.1ili59o9l3t7m$.dlg@40tude.net>
In reply to#275059
Am Tue, 04 Oct 2016 00:18:00 +0200 schrieb Rainer Knaepper:

> Entwicklungshilfe war jahrzehntelang synonym zu versteckter
> Exportsubventionierung, mehr nicht. Erhard Eppler wollte das vor 40
> Jahren oder so ändern, ist damit aber nicht beim Pragmatiker
> durchgedrungen. Es wurde wie gehabt weiter gewurschtelt.

Dass da vieles im Argen lag und liegt, ist gar keine Frage. Aber aufgeben,
weil Eppler vor 40 Jahren gescheitert ist? Dazu ist das Thema IMHO zu
wichtig.
 
> Den Salat haben wir heute - und plötzlich ist es Mode geworden, davon
> zu reden, die Probleme *jetzt* an den Wurzeln zu bekämpfen.
> 
> Dabei war es vor 40 Jahren schon sehr spät, wenn nicht zu spät. In der
> Technik nennt man das Totzeit, eine sehr unangenehme Eigenschaft in
> Regelstrecken.

Keine Frage, das wurde schon viel zu lange vertrödelt. Laut dem zitierten
Film ist immerhin eine Trendwende erreicht, die die Weltbevölkerung am Ende
des Jahrhunderts bei 11 Mrd. stagnieren lassen wird. Und das ist nicht von
alleine passiert.

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#275067

FromBernd Lauert <m8r-9vv4fj@mailinator.com>
Date2016-10-04 00:56 +0000
Message-ID<57f2fe53$0$55558$b1db1813$df808093@news.astraweb.com>
In reply to#275053
On Mon, 03 Oct 2016 23:07:21 +0200, Wolfgang Enzinger wrote:

> Und das ist auch dringend nötig, weil es so ziemlich das einige wirksame
> Mittel ist, um die Zunahme der Weltbevölkerung einzubremsen.
[...]
> Stimmt. Andererseits vielleicht auch ganz gut so - nicht dass noch der
> Eindruck entsteht, da sei gar nicht mehr so viel zu tun. In unseren
> Wohlstandsregionen scheint man derzeit ja eher die Pfründe-Sicherung für
> vordringlich und Entwicklungshilfe für rausgeschmissenes Geld zu halten.

Die Entwicklungshilfe ist das größte Vermehrungsprogramm der 
Menschheitsgeschichte. Diese ist ursächlich für die Zunahme der 
Weltbevölkerung.

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#275112

FromWolfgang Enzinger <we_usenet@nurfuerspam.de>
Date2016-10-04 11:01 +0200
Message-ID<1q4lbdfu24cpq$.1g7rrj42v7916$.dlg@40tude.net>
In reply to#275067
Am 04 Oct 2016 00:56:51 GMT schrieb Bernd Lauert:

> On Mon, 03 Oct 2016 23:07:21 +0200, Wolfgang Enzinger wrote:
> 
>> Und das ist auch dringend nötig, weil es so ziemlich das einige wirksame
>> Mittel ist, um die Zunahme der Weltbevölkerung einzubremsen.
> [...]
>> Stimmt. Andererseits vielleicht auch ganz gut so - nicht dass noch der
>> Eindruck entsteht, da sei gar nicht mehr so viel zu tun. In unseren
>> Wohlstandsregionen scheint man derzeit ja eher die Pfründe-Sicherung für
>> vordringlich und Entwicklungshilfe für rausgeschmissenes Geld zu halten.
> 
> Die Entwicklungshilfe ist das größte Vermehrungsprogramm der 
> Menschheitsgeschichte. Diese ist ursächlich für die Zunahme der 
> Weltbevölkerung.

Dass es schlichten Gemütern logischer erscheint, man müsse die
Kindersterblichkeit aufrechterhalten, um das Bevölkerungswachstum zu
dämpfen, war zu erwarten.

Es liegt an dir selbst, ob du dich mit einer etwas fundierteren Sichtweise
beschäftigen möchtest oder nicht.

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#275054

FromHanno Foest <hurga-news2@tigress.com>
Date2016-10-03 23:13 +0200
Message-ID<e5fvvfF8mkuU1@mid.individual.net>
In reply to#275044
Am 03.10.2016 um 21:56 schrieb Dr. Joachim Neudert:

> Was übrigens erstaunlich gut vorankommt, ist der Kampf gegen die weltweite
> Armut. Das wird gar nicht so bemerkt.

Das ist größtenteils auf China zurückzuführen, im Rest der Welt hat sich 
nicht so viel verändert.

http://www.taz.de/!5098309/
http://www.n-tv.de/politik/Weltweite-Armut-geht-zurueck-article11522761.html

Hanno

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#275106

FromFrank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com>
Date2016-10-04 10:31 +0200
Message-ID<uaiuga68r3qz.j3mihrihhbyp.dlg@40tude.net>
In reply to#275054
Am Mon, 3 Oct 2016 23:13:19 +0200 schrieb Hanno Foest:

> Am 03.10.2016 um 21:56 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> 
>> Was übrigens erstaunlich gut vorankommt, ist der Kampf gegen die weltweite
>> Armut. Das wird gar nicht so bemerkt.
> 
> Das ist größtenteils auf China zurückzuführen, im Rest der Welt hat sich 
> nicht so viel verändert.

Indien dürfte in den letzten 20 Jahren ebenfalls recht gut aufgeholt haben,
was den Kampf gegen die Armut angeht. Zumindest flächendeckende Hungersnöte
gibt es heutzutage weder in Indien, noch in China. Das ist noch nicht soo
lange her, daß dies ganz anders aussah.

Grüße,

Frank

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#275110

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2016-10-04 11:00 +0200
Message-ID<nsvr43$c5i$1@news.albasani.net>
In reply to#275106
Am 04.10.16 um 10:31 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Mon, 3 Oct 2016 23:13:19 +0200 schrieb Hanno Foest:
> 
>> Am 03.10.2016 um 21:56 schrieb Dr. Joachim Neudert:
>>
>>> Was übrigens erstaunlich gut vorankommt, ist der Kampf gegen die weltweite
>>> Armut. Das wird gar nicht so bemerkt.
>>
>> Das ist größtenteils auf China zurückzuführen, im Rest der Welt hat sich 
>> nicht so viel verändert.
> 
> Indien dürfte in den letzten 20 Jahren ebenfalls recht gut aufgeholt haben,
> was den Kampf gegen die Armut angeht. Zumindest flächendeckende Hungersnöte
> gibt es heutzutage weder in Indien, noch in China. Das ist noch nicht soo
> lange her, daß dies ganz anders aussah.
> 
> Grüße,
> 
> Frank
> 

Die einzige Region die so recht auf keinen grünen Zweig kommt ist das
subsaharische Afrika. Asien ist Boomtown.

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#275281

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2016-10-05 04:55 +0000
Message-ID<5t57f486a7i17f4n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#275044
On Mon, 03 Oct 2016 21:56:34 Dr. Joachim Neudert wrote:
> Stefan Froehlich <Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at> wrote:
> > In weiten Teilen Kolumbiens war die FARC überhaupt noch nie,
> > oder schon seit vielen Jahren kein Thema mehr. Die Leute dort
> > waren nicht so richtig glücklich über geplante Generalamnestien
> > und garantierte Sitze im Parlament für Menschen, die bis vor
> > kurzem noch die Gewalt auf ihre Fahnen geschrieben hatten.
> > Soweit nachvollziehbar.

> Das schon. 
> Aber zugleich sollte nach 50 Jahren Krieg klar sein, daß allein
> durch die Ablehnung des Friedensvertrages auch noch keine
> Gerechtigkeit zu schaffen ist.

*Gerechtigkeit* gibt es sowieso nicht und kann es nicht geben, weil
die Vorstellungen davon, was gerecht ist, nie deckungsgleich sind.

Den Menschen in Bogota (und das sind ziemlich viele) ging die FARC
aber schon die letzten paar wenigen Jahrzehnte ziemlich sonstwo
vorbei. Man hat im Urlaub halt bestimmte Destinationen leider meiden
müssen, aber ansonsten war das nicht mit viel mehr Angst besetzt,
als für uns hier. Und jetzt kommt jemand und sagt, er befriedet den
Rest des Landes und setzt die Bösewichte dafür ins Parlament.

Ist halt schwierig (und durchgefallen ist die Abstimmung ja nun auch
nicht, sie war einfach... knapp, was doch in letzter Konsequenz
zeigt, dass der Friedensvertrag ziemlich zielgenau verhandelt worden
ist, nur eben einen ganz winzigen Tick zu tolerant).

> Was mich am meisten beunruhigt ist der Gedanke, daß es auch in
> Syrien noch 46 Jahre laufen kann...
 
Das in Syrien kann beliebig anders laufen, aber wenn es 46 Jahre so
weitergeht wie jetzt, dann sind deutlich vorher alle tot :-/ 

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - das narzistischste Ansinnen, welches es je geben wird.
(Sloganizer)

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#275299

FromHermann Riemann <nospan.gerct08@hermann-riemann.de>
Date2016-10-05 09:22 +0200
Message-ID<e5jo17F50c5U1@mid.individual.net>
In reply to#275281
Am 05.10.2016 um 06:55 schrieb Stefan Froehlich:

> *Gerechtigkeit* gibt es sowieso nicht und kann es nicht geben, weil
> die Vorstellungen davon, was gerecht ist, nie deckungsgleich sind.

Doch es gibt Gerechtigkeit (individuell verschieden)
als Emotion und als Theorie.

Das der, der nicht zu eigenen Horde gehört, z.B. Ausländer, Obdachlose
  böse ist, ist schon verbreitet.

Interessant ist die Frage z.B. bei der Gerechtigkeit von Eigentum,
wenn apple praktisch 0% Abgaben zahlt
und Personen die vom Sozialamt kontrolliert werden,
100% Abgaben (ab einer Grenze) zahlen.

Oder bei Pharma Eigentum.
Darf jemand zum Tode verurteilt werden,
weil er ein Medikament nicht bezahlen kann.

> Den Menschen in Bogota (und das sind ziemlich viele) ging die FARC
> aber schon die letzten paar wenigen Jahrzehnte ziemlich sonstwo
> vorbei. Man hat im Urlaub halt bestimmte Destinationen leider meiden
> müssen, aber ansonsten war das nicht mit viel mehr Angst besetzt,
> als für uns hier. Und jetzt kommt jemand und sagt, er befriedet den
> Rest des Landes und setzt die Bösewichte dafür ins Parlament.

Die radikale Linke in D hat damals auch den bewaffneten Kampf beendet.
Personen aus der FARC können auch durch anderes Auftreten
im Parlament mitregieren.

>> Was mich am meisten beunruhigt ist der Gedanke, daß es auch in
>> Syrien noch 46 Jahre laufen kann...

Nicht nur da. In D ist der 2. Weltkrieg auch noch nicht zu Ende.
Die (Neo?)Nazis werden wieder aktiver ( Hitlers Nero Befehl ignorierend)

> Das in Syrien kann beliebig anders laufen, aber wenn es 46 Jahre so
> weitergeht wie jetzt, dann sind deutlich vorher alle tot :-/

Es gibt eher so etwas wie näherungsweise Halbwertzeit.
Außerdem gibt ja auch Geburten.
http://www.berlin-institut.org/newsletter/Newsletter_88_27_Januar_2010.html.html

Hermann
    der an boolsche Algebra Regel denkt:
    Krieg  : Person A will  or Person B will
    Frieden: person A will and Person B will

-- 
www.Hermann-Riemann.de

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#275316

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2016-10-05 08:30 +0000
Message-ID<dt57f4b960i17f4n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#275299
On Wed, 05 Oct 2016 09:22:15 Hermann Riemann wrote:
> Am 05.10.2016 um 06:55 schrieb Stefan Froehlich:
> > *Gerechtigkeit* gibt es sowieso nicht und kann es nicht geben, weil
> > die Vorstellungen davon, was gerecht ist, nie deckungsgleich sind.
 
> Doch es gibt Gerechtigkeit (individuell verschieden)
> als Emotion und als Theorie.

Ähm, das bringt einen in der praktischen Politik aber nicht weiter,
weil - ganz egal, was getan wird - immer nur ein kleiner Teil der
Bevölkerung den sich ergebenden Zustand als gerecht empfinden wird.

Dass jeder Bürger *irgendetwas* gerecht findet, ist ein nettes
Gedankenspiel, ansonsten aber ziemlich irrelevant.
 
> > Den Menschen in Bogota (und das sind ziemlich viele) ging die
> > FARC aber schon die letzten paar wenigen Jahrzehnte ziemlich
> > sonstwo vorbei. [...] Und jetzt kommt jemand und sagt, er
> > befriedet den Rest des Landes und setzt die Bösewichte dafür ins
> > Parlament.
 
> Die radikale Linke in D hat damals auch den bewaffneten Kampf beendet.
> Personen aus der FARC können auch durch anderes Auftreten
> im Parlament mitregieren.

Natürlich, aber der Deal ging darüber ja deutlich hinaus. Zu recht
sagen die einen, weil damit der Konflikt endlich beigelegt werden
kann, zu unrecht sagen die anderen. Und jetzt?
 
> > Das in Syrien kann beliebig anders laufen, aber wenn es 46 Jahre
> > so weitergeht wie jetzt, dann sind deutlich vorher alle tot :-/
 
> Es gibt eher so etwas wie näherungsweise Halbwertzeit.
> Außerdem gibt ja auch Geburten.

In Aleppo zur Zeit wohl relativ wenige.

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - endlich ein kranker Gedanke.
(Sloganizer)

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#275346

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2016-10-05 11:19 +0200
Message-ID<nt2gj4$dqs$1@news.albasani.net>
In reply to#275316
Am 05.10.16 um 10:30 schrieb Stefan Froehlich:
> On Wed, 05 Oct 2016 09:22:15 Hermann Riemann wrote:
>> Am 05.10.2016 um 06:55 schrieb Stefan Froehlich:
>>> *Gerechtigkeit* gibt es sowieso nicht und kann es nicht geben, weil
>>> die Vorstellungen davon, was gerecht ist, nie deckungsgleich sind.
>  
>> Doch es gibt Gerechtigkeit (individuell verschieden)
>> als Emotion und als Theorie.
> 
> Ähm, das bringt einen in der praktischen Politik aber nicht weiter,
> weil - ganz egal, was getan wird - immer nur ein kleiner Teil der
> Bevölkerung den sich ergebenden Zustand als gerecht empfinden wird.
> 
> Dass jeder Bürger *irgendetwas* gerecht findet, ist ein nettes
> Gedankenspiel, ansonsten aber ziemlich irrelevant.


Die sprichst das Problem der gerade so modischen Referenden gelassen an.
Hinterher ist die Bevölkerung nur gespalten und zerrissen.
Gewonnen ist: Gar nichts.

http://www.sueddeutsche.de/politik/referenden-wann-direkte-demokratie-gefaehrlich-werden-kann-1.3189563

Gruß

Joachim

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#275421

FromBernd Lauert <m8r-9vv4fj@mailinator.com>
Date2016-10-05 14:44 +0000
Message-ID<57f511d0$0$39530$c3e8da3$50a2033e@news.astraweb.com>
In reply to#275346
On Wed, 05 Oct 2016 11:19:31 +0200, Dr. Joachim Neudert wrote:

> Am 05.10.16 um 10:30 schrieb Stefan Froehlich:
>> On Wed, 05 Oct 2016 09:22:15 Hermann Riemann wrote:
>>> Am 05.10.2016 um 06:55 schrieb Stefan Froehlich:
>>>> *Gerechtigkeit* gibt es sowieso nicht und kann es nicht geben, weil
>>>> die Vorstellungen davon, was gerecht ist, nie deckungsgleich sind.
>>  
>>> Doch es gibt Gerechtigkeit (individuell verschieden)
>>> als Emotion und als Theorie.
>> 
>> Ähm, das bringt einen in der praktischen Politik aber nicht weiter,
>> weil - ganz egal, was getan wird - immer nur ein kleiner Teil der
>> Bevölkerung den sich ergebenden Zustand als gerecht empfinden wird.
>> 
>> Dass jeder Bürger *irgendetwas* gerecht findet, ist ein nettes
>> Gedankenspiel, ansonsten aber ziemlich irrelevant.
> 
> 
> Die sprichst das Problem der gerade so modischen Referenden gelassen an.
> Hinterher ist die Bevölkerung nur gespalten und zerrissen.

Das war sie vorher schon. Das ist so auch der beste Zustand für jegliche 
Machthaber.

Gefährlich wird's für sie nur, wenn sich mal welche einig sind.

Mit einem bunten Konglomorat aus inkompatiblen Kulturen mit idealerweise 
verfeindeten Religionsgemeinschaften ist die Wahrscheinlichkeit dafür aber 
praktischerweise äußerst gering.

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#275691

Fromg.kuehne <kuehne123@front.ru>
Date2016-10-06 15:46 +0200
Message-ID<almarsoft.8590064524426144875@news.eternal-september.org>
In reply to#275421
On 05 Oct 2016 14:44:32 GMT, Bernd Lauert <m8r-9vv4fj@mailinator.com> 
wrote:
> Mit einem bunten Konglomorat aus inkompatiblen Kulturen mit 
idealerweise 
> verfeindeten Religionsgemeinschaften ist die Wahrscheinlichkeit 
dafür aber 
> praktischerweise äußerst gering.

Richtig hier liegt der ware Grund.
Marx hatte das schon erkannt.
Aber das will ja heutzutage nicht mal mehr die Linkspartei begreifen
GK

-- 
ohne

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#275700

FromLothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de>
Date2016-10-06 07:24 -0700
Message-ID<2814e3b5-1869-425b-ab08-013b3ecd013b@googlegroups.com>
In reply to#275421
Bernd Lauert tat kund:

> On Wed, 05 Oct 2016 11:19:31 +0200, Dr. Joachim Neudert wrote:
> 
> > Am 05.10.16 um 10:30 schrieb Stefan Froehlich:
> >> On Wed, 05 Oct 2016 09:22:15 Hermann Riemann wrote:
> >>> Am 05.10.2016 um 06:55 schrieb Stefan Froehlich:
> >>>> *Gerechtigkeit* gibt es sowieso nicht und kann es nicht geben, weil
> >>>> die Vorstellungen davon, was gerecht ist, nie deckungsgleich sind.
> >>  
> >>> Doch es gibt Gerechtigkeit (individuell verschieden)
> >>> als Emotion und als Theorie.
> >> 
> >> Ähm, das bringt einen in der praktischen Politik aber nicht weiter,
> >> weil - ganz egal, was getan wird - immer nur ein kleiner Teil der
> >> Bevölkerung den sich ergebenden Zustand als gerecht empfinden wird.
> >> 
> >> Dass jeder Bürger *irgendetwas* gerecht findet, ist ein nettes
> >> Gedankenspiel, ansonsten aber ziemlich irrelevant.
> > 
> > 
> > Die sprichst das Problem der gerade so modischen Referenden gelassen an.
> > Hinterher ist die Bevölkerung nur gespalten und zerrissen.
> 
> Das war sie vorher schon. Das ist so auch der beste Zustand für jegliche 
> Machthaber.
> 
> Gefährlich wird's für sie nur, wenn sich mal welche einig sind.
> 
> Mit einem bunten Konglomorat aus inkompatiblen Kulturen mit idealerweise 
> verfeindeten Religionsgemeinschaften ist die Wahrscheinlichkeit dafür aber 
> praktischerweise äußerst gering.

Das würde erklären, warum Merkel eine Mio zusätzlicher
Moslems auf Deutschland losläßt, aber nicht, warum sie
jetzt die Türkei als Türsteher bezahlt.

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