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Groups > ger.ct > #250351 > unrolled thread

Haftungsfragen

Started byStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
First post2016-04-11 10:48 +0000
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  Haftungsfragen Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-04-11 10:48 +0000
    Re: Haftungsfragen Shinji Ikari <shinji@gmx.net> - 2016-04-11 13:05 +0200
      Re: Haftungsfragen Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-04-11 15:54 +0000
        Re: Haftungsfragen Shinji Ikari <shinji@gmx.net> - 2016-04-11 22:53 +0200
          Re: Haftungsfragen Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-04-12 09:00 +0000
            Re: Haftungsfragen "Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net> - 2016-04-12 09:56 +0000
              Re: Haftungsfragen Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-04-12 10:27 +0000
                Re: Haftungsfragen "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2016-04-12 12:28 +0200
                  Re: Haftungsfragen Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-04-12 12:05 +0000
                Re: Haftungsfragen Rainer Wahl <unet.10.boof@spamgourmet.com> - 2016-04-12 18:22 +0200
              Re: Haftungsfragen Shinji Ikari <shinji@gmx.net> - 2016-04-12 13:35 +0200
          Re: Haftungsfragen Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2016-04-12 13:00 +0200
            Re: Haftungsfragen Shinji Ikari <shinji@gmx.net> - 2016-04-12 13:41 +0200
            Re: Haftungsfragen DonCaron <d.caron2000@gmail.com> - 2016-04-12 13:58 +0200
            Re: Haftungsfragen Rainer Wahl <unet.10.boof@spamgourmet.com> - 2016-04-12 18:25 +0200
        Re: Haftungsfragen Rainer Knaepper <rainerk@smial.prima.de> - 2016-04-11 23:57 +0200
    Re: Haftungsfragen Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-04-12 05:30 -0700
      Re: Haftungsfragen Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2016-04-12 13:39 +0000
        Re: Haftungsfragen Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-04-12 07:59 -0700
      Re: Haftungsfragen v_borchert@despammed.com (Volker Borchert) - 2016-04-12 19:52 +0000
        Re: Haftungsfragen Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> - 2016-04-13 07:27 +0000
          Re: Haftungsfragen v_borchert@despammed.com (Volker Borchert) - 2016-04-13 20:33 +0000
            Re: Haftungsfragen Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2016-04-14 08:27 +0200
              Re: Haftungsfragen Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> - 2016-04-14 08:27 +0000
            Re: Haftungsfragen Frank Boehm <fraboehm@gmx.de> - 2016-04-14 08:26 +0000
    Re: Haftungsfragen Heiko Rost <heiko.rost@gmx.de> - 2016-04-12 17:04 +0200
      Re: Haftungsfragen Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-04-12 08:24 -0700
      Re: Haftungsfragen Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-04-13 09:55 +0200
        Re: Haftungsfragen Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> - 2016-04-13 09:20 +0000
          Re: Haftungsfragen Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-04-13 13:19 +0200
            Re: Haftungsfragen Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-04-13 04:34 -0700
        Re: Haftungsfragen Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2016-04-13 11:25 +0200
          Re: Haftungsfragen Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2016-04-13 11:37 +0200
    Re: Haftungsfragen "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-04-13 07:58 +0200

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#250351 — Haftungsfragen

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2016-04-11 10:48 +0000
SubjectHaftungsfragen
Message-ID<3t570b7ff4i288en3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
Während hier manch einer selbstfahrende Autos bereits an der
Haftungsfrage scheitern sieht, zeigen die USA gerade an einem
anderen Beispiel (Drohnen), wie man mit solchen Klippen umgehen
kann: <http://orf.at/stories/2332428/2332429/>:

| [...] freigegeben wären aber Flüge von größeren Quadrokoptern [bis
| zu maximal 25 kg] (Hubschrauberdrohnen mit vier Rotoren), wenn der
| Hersteller sich dafür verbürgt, dass das Risiko von schweren
| Verletzungen nur bei höchstens einem Prozent liegt, wenn die Drohne
| mit voller Kraft einen Menschen trifft. Die Freigabe würde auch für
| Städte oder andere Orte mit Menschenansammlungen gelten.

Ok, das ist bislang erst ein Entwurf, aber *so* drastisch hätte ich
das nun auch wieder nicht erwartet.

Servus,
   Stefan

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http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - die gefälligste Ausprägung von modern!
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#250352

FromShinji Ikari <shinji@gmx.net>
Date2016-04-11 13:05 +0200
Message-ID<s21ngblto0hj5hs0lolnq9r49gtqgqo68u@4ax.com>
In reply to#250351
Guten Tag

Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) schrieb

>Während hier manch einer selbstfahrende Autos bereits an der
>Haftungsfrage scheitern sieht, zeigen die USA gerade an einem
>anderen Beispiel (Drohnen), wie man mit solchen Klippen umgehen
>kann: <http://orf.at/stories/2332428/2332429/>:
>
>| [...] freigegeben wären aber Flüge von größeren Quadrokoptern [bis
>| zu maximal 25 kg] (Hubschrauberdrohnen mit vier Rotoren),

Bei den maximalen Gewichten sind es meist aber Systeme mit 6 oder gar
8 Rotoren.

> | wenn der
>| Hersteller sich dafür verbürgt, dass das Risiko von schweren
>| Verletzungen nur bei höchstens einem Prozent liegt, wenn die Drohne
>| mit voller Kraft einen Menschen trifft.

Ob das fuer dieses 1 Prozent dann aber wirklich ausreicht.
Wieviel Prozent ist ein zerschnittenes Auge?
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Grossbritannien-Kleinkind-verliert-Auge-durch-Drohne-3028349.html

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#250365

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2016-04-11 15:54 +0000
Message-ID<1t570bc858i1c68n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#250352
On Mon, 11 Apr 2016 13:05:33 Shinji Ikari wrote:
> >| wenn der
> >| Hersteller sich dafür verbürgt, dass das Risiko von schweren
> >| Verletzungen nur bei höchstens einem Prozent liegt, wenn die Drohne
> >| mit voller Kraft einen Menschen trifft.

> Ob das fuer dieses 1 Prozent dann aber wirklich ausreicht.
> Wieviel Prozent ist ein zerschnittenes Auge?

Ich hätte das ja so verstanden, dass von 100 Drohnen, die mit voller Kraft
einen Menschen treffen, nur 1 davon eine schwere Verletzung zur Folge haben
darf. Die Definition einer schweren Verletzung ist rechtlich relativ
eindeutig festgelegt, über Prozentsätze muss man sich da also nicht mehr
unterhalten.

Servus,
   Stefan

-- 
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Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

2016! Das Jahr von Stefan. Geständiger geht's nicht mehr.
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#250418

FromShinji Ikari <shinji@gmx.net>
Date2016-04-11 22:53 +0200
Message-ID<tc3ogb16bprd3pmahtrfcviaesq4n7i6dp@4ax.com>
In reply to#250365
Guten Tag

Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) schrieb

>> Ob das fuer dieses 1 Prozent dann aber wirklich ausreicht.
>> Wieviel Prozent ist ein zerschnittenes Auge?
>Ich hätte das ja so verstanden, dass von 100 Drohnen, die mit voller Kraft
>einen Menschen treffen, nur 1 davon eine schwere Verletzung zur Folge haben
>darf.

Wenn ein "25kg Objekt" mit "voller Kraft" und schnell drehenden
Rotoblaettern auf einen Menschen kracht, ist die Chance gross, dass
mehr als nur 1 von 100 Faellen sehr ernst enden.

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#250455

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2016-04-12 09:00 +0000
Message-ID<1t570cb91ei51cen3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#250418
On Mon, 11 Apr 2016 22:53:08 Shinji Ikari wrote:
> >Ich hätte das ja so verstanden, dass von 100 Drohnen, die mit voller
> >Kraft einen Menschen treffen, nur 1 davon eine schwere Verletzung zur
> >Folge haben darf.
 
> Wenn ein "25kg Objekt" mit "voller Kraft" und schnell drehenden
> Rotoblaettern auf einen Menschen kracht, ist die Chance gross, dass
> mehr als nur 1 von 100 Faellen sehr ernst enden.

Ja, das hat mich an der Geschichte allerdings auch gewundert.

Servus,
   Stefan

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Perfektum fantasticum! Stefan, nicht nur für fröhliche Stunden!
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#250462

From"Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net>
Date2016-04-12 09:56 +0000
Message-ID<35842.27828.1460454979@news.jors.net>
In reply to#250455
Stefan Froehlich <Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at>:
> On Mon, 11 Apr 2016 22:53:08 Shinji Ikari wrote:
>> >Ich hätte das ja so verstanden, dass von 100 Drohnen, die mit voller
>> >Kraft einen Menschen treffen, nur 1 davon eine schwere Verletzung zur
>> >Folge haben darf.
>  
>> Wenn ein "25kg Objekt" mit "voller Kraft" und schnell drehenden
>> Rotoblaettern auf einen Menschen kracht, ist die Chance gross, dass
>> mehr als nur 1 von 100 Faellen sehr ernst enden.
>
> Ja, das hat mich an der Geschichte allerdings auch gewundert.

Man geht wohl davon aus, dass in 99 von 100 Faellen kein
frontalabsturz mit voller Kraft und Rotoren auf Augenhoehe
stattfindet. Es ist ja nur von "schweren Verletzungen" die Rede, die
wohl auch umfangreich definiert sind.

Wenn dir so eine 25kg Drohne in den ruecken fliegt, wirst du wohl eher
keine Schnittwunden oder Verstuemmelungen davontragen. Schmerzhaft
wird es aber trotzdem sein, und potential fuer bleibende Schaeden  ist
auch drin.

Juergen
-- 
Juergen P. Meier - "This World is about to be Destroyed!"
end
If you think technology can solve your problems you don't understand
technology and you don't understand your problems.  (Bruce Schneier)

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#250470

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2016-04-12 10:27 +0000
Message-ID<1t570cccf7i7eadn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#250462
On Tue, 12 Apr 2016 11:56:19 Juergen P. Meier wrote:
> >> >Ich hätte das ja so verstanden, dass von 100 Drohnen, die mit voller
> >> >Kraft einen Menschen treffen, nur 1 davon eine schwere Verletzung zur
> >> >Folge haben darf.
  
> >> Wenn ein "25kg Objekt" mit "voller Kraft" und schnell drehenden
> >> Rotoblaettern auf einen Menschen kracht, ist die Chance gross, dass
> >> mehr als nur 1 von 100 Faellen sehr ernst enden.

> > Ja, das hat mich an der Geschichte allerdings auch gewundert.
 
> Man geht wohl davon aus, dass in 99 von 100 Faellen kein
> frontalabsturz mit voller Kraft und Rotoren auf Augenhoehe
> stattfindet.

Soweit nachvollziehbar.

> Wenn dir so eine 25kg Drohne in den ruecken fliegt, wirst du wohl eher
> keine Schnittwunden oder Verstuemmelungen davontragen. Schmerzhaft wird
> es aber trotzdem sein, und potential fuer bleibende Schaeden  ist auch
> drin.

Mir fehlt zum Glück die praktische Erfahrungen mit solchen Unfällen,
aber 25kg in den Rücken zu bekommen, ist auch kein Klacks. Allenfalls
könnte "mit voller Kraft" z.B. auf 4 km/h beschränkt sein, dann wären
die Folgen sicherlich überschaubar - aber ob das für eine Zustellung
dann noch so der Renner ist?

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
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Stefan - keiner treibt geiziger und auch nicht riesiger.
(Sloganizer)

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#250471

From"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx>
Date2016-04-12 12:28 +0200
Message-ID<ldjpgbpi2cpelkt5pjhm1n0af9743knuse@4ax.com>
In reply to#250470
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) wrote:

>Mir fehlt zum Glück die praktische Erfahrungen mit solchen Unfällen,
>aber 25kg in den Rücken zu bekommen, ist auch kein Klacks.

Vor allem, wenn das Ding aus 100m Höhe aus dem Himmel fällt. Da sind
Bruchteile der Masse schon lebensgefährlich. 


-ras

-- 
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/ 

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#250489

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2016-04-12 12:05 +0000
Message-ID<7t570ce447i1efcn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#250471
On Tue, 12 Apr 2016 12:28:28 Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) wrote:
> >Mir fehlt zum Glück die praktische Erfahrungen mit solchen Unfällen,
> >aber 25kg in den Rücken zu bekommen, ist auch kein Klacks.
 
> Vor allem, wenn das Ding aus 100m Höhe aus dem Himmel fällt. Da sind
> Bruchteile der Masse schon lebensgefährlich. 

Ja, klar (auch aus 6 Meter Höhe, was als erstaunlich niedrige
Mindestflughöhe festgelegt werden soll). Man kann von dem Ding aber
natürlich auch anders getroffen werden, als bei einem Absturz (die
spannende Frage ist also: wer legt *diese* Verteilung fest?).

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - die listigste Sache des Verruchten!
(Sloganizer)

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#250541

FromRainer Wahl <unet.10.boof@spamgourmet.com>
Date2016-04-12 18:22 +0200
Message-ID<1952wmrx19z1m.mkmwiciqzwjk.dlg@40tude.net>
In reply to#250470
Am 12 Apr 2016 10:27:16 GMT schrieb Stefan Froehlich:

> Mir fehlt zum Glück die praktische Erfahrungen mit solchen Unfällen,
> aber 25kg in den Rücken zu bekommen, ist auch kein Klacks.

Mit der kann ich dir dienen. Es reichen schon 1-2Kg an Masse aus, wenn sie
mit der "passenden" Geschwindigkeit daher kommen. Ein kleiner Segler reicht
und du liegst flach auf dem Boden nach dem Treffer. Eine größere Drohne
wollte ich in keinem Fall abkriegen!

-- 
Apfelkuchen bleibt länger frisch, wenn man ihn etwas später backt.

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#250481

FromShinji Ikari <shinji@gmx.net>
Date2016-04-12 13:35 +0200
Message-ID<2dmpgbhj7gg4p2mnnhr8tuuu2kn7n477gr@4ax.com>
In reply to#250462
Guten Tag

"Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net> schrieb

>>> Wenn ein "25kg Objekt" mit "voller Kraft" und schnell drehenden
>>> Rotoblaettern auf einen Menschen kracht, ist die Chance gross, dass
>>> mehr als nur 1 von 100 Faellen sehr ernst enden.
>> Ja, das hat mich an der Geschichte allerdings auch gewundert.
>Man geht wohl davon aus, dass in 99 von 100 Faellen kein
>frontalabsturz mit voller Kraft und Rotoren auf Augenhoehe
>stattfindet. Es ist ja nur von "schweren Verletzungen" die Rede, die
>wohl auch umfangreich definiert sind.

Naja,in der Fahrschule wurde 'mal (wegen Helmpflicht) gesagt, Mofa
(kleinkraftrad) mit rund 20-25km/h gegen die Wand: Da wirken auf den
Kopf Kraefte, die schon so um die 2 Tonnen entsprechen.
Wenn ich nun sehe, dass
- Drohnen solche (und noch hoehere) Geschwindigkeiten erreichen,
- ein menschlicher Kopf wohl keine 25kg wiegt
-  und ein Aufprall einer Drohe irgendwo auf den menschlichen Koerper
vermutlich einem Aufprall eines Mofafahrerkopes auf eine Wand recht
aehnlich sein duerfte
wuerde ich schon vermuten, dass ein Drohnentreffer selbst ohne
drehende Rotoren mit "voller Kraft" irgendwo am Koerper in mehr als 1
von 100 Faellen bedenklich schwer ausfallen duerfte.

>Wenn dir so eine 25kg Drohne in den ruecken fliegt, wirst du wohl eher
>keine Schnittwunden oder Verstuemmelungen davontragen.

Mit 20-60km/h  knapp unter 25kg Gesamtgewicht schwere Transportdrohne
mit ihrer Transportlast in den Ruecken?

Auch ohne Schnittverletzungen koennte das sogar zu einer
Querschnittslaehmung fuehren.
Vor allem bei ggf. schon vorgeschaedigten Passanten mit ihren
Rollatoren, die sich nicht schnell ducken koennen.

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#250478

FromFrank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com>
Date2016-04-12 13:00 +0200
Message-ID<1u9zf8whvwqa4$.d5kx6soa35jg$.dlg@40tude.net>
In reply to#250418
Am Mon, 11 Apr 2016 22:53:08 +0200 schrieb Shinji Ikari:

> Guten Tag
> 
> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) schrieb
> 
>>> Ob das fuer dieses 1 Prozent dann aber wirklich ausreicht.
>>> Wieviel Prozent ist ein zerschnittenes Auge?
>>Ich hätte das ja so verstanden, dass von 100 Drohnen, die mit voller Kraft
>>einen Menschen treffen, nur 1 davon eine schwere Verletzung zur Folge haben
>>darf.
> 
> Wenn ein "25kg Objekt" mit "voller Kraft" und schnell drehenden
> Rotoblaettern auf einen Menschen kracht, ist die Chance gross, dass
> mehr als nur 1 von 100 Faellen sehr ernst enden.

Die Rotorblätter sind aber meistens nicht frei wie bei einem Helikopter,
sondern durch einen festen Ring geschützt, im Prinzip wäre auch eine Art
Käfig möglich (wie bei Ventilatoren), der verhindert, daß ein Mensch in
direkten Kontakt mit dem Rotor kommt.
Trotzdem reichen 25 kg im freien Fall natürlich aus, um einem im
ungüstigsten Fall das Genick zu brechen.

Grüße,

Frank

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#250482

FromShinji Ikari <shinji@gmx.net>
Date2016-04-12 13:41 +0200
Message-ID<5dnpgb1kn101kpdnu30osbslnc9tqpmmhk@4ax.com>
In reply to#250478
Guten Tag

Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> schrieb

>> Wenn ein "25kg Objekt" mit "voller Kraft" und schnell drehenden
>> Rotoblaettern auf einen Menschen kracht, ist die Chance gross, dass
>> mehr als nur 1 von 100 Faellen sehr ernst enden.
>Die Rotorblätter sind aber meistens nicht frei wie bei einem Helikopter,
>sondern durch einen festen Ring geschützt,

Welche professionelle Drohne bis knapp unter 25kg /Gesamtgewicht incl.
Last) schuetzt die Rotoren mit einer ausreichend stabilen
Konstruktion. Wir reden hier von knapp unter 25kg bei
Transportgeschwindigkeit, die bei Drohnen mindests so schnell wie ein
Mofa sein kann. Drohnen mit mehr als 60km/h sins auch zu sehen, aber
die werden dann nicht so schwer.
bei einem Mofa hat man zum Schutz des Kopfes einen helm zur Pflicht
gemacht. Sind die Ringe um Drohnenrotoren auch so stabil?

Wer hat hier mal soviel Geld uebrig und probiert aus 'mal eine knapp
unter 25kG schwere Quadrokopter-Drohe mit voller
Absturzgeschwindigkeit aus 100m auf dem Boden krachen zu lassen?
Oder "voller Kraft ungebremst gegen eine Mauer?

> im Prinzip wäre auch eine Art
>Käfig möglich (wie bei Ventilatoren), der verhindert, daß ein Mensch in
>direkten Kontakt mit dem Rotor kommt.

Dann trifft ihn beim Absturz oder Kollision eben die Ecke des
Transportkastens.

>Trotzdem reichen 25 kg im freien Fall natürlich aus, um einem im
>ungüstigsten Fall das Genick zu brechen.

*zustimm*

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#250487

FromDonCaron <d.caron2000@gmail.com>
Date2016-04-12 13:58 +0200
Message-ID<neinpu$20l$2@news.albasani.net>
In reply to#250478
Am 12.04.2016 um 13:00 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Trotzdem reichen 25 kg im freien Fall natürlich aus, um einem im
> ungüstigsten Fall das Genick zu brechen.

nicht nur, die erreichen auch im Flug hohe Geschwindigkeiten

-- 
DonCaron

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#250543

FromRainer Wahl <unet.10.boof@spamgourmet.com>
Date2016-04-12 18:25 +0200
Message-ID<2mmc7dtbood5.m3lxl231j7ff$.dlg@40tude.net>
In reply to#250478
Am Tue, 12 Apr 2016 13:00:24 +0200 schrieb Frank Hucklenbroich:

> Die Rotorblätter sind aber meistens nicht frei wie bei einem Helikopter,
> sondern durch einen festen Ring geschützt, im Prinzip wäre auch eine Art
> Käfig möglich (wie bei Ventilatoren), der verhindert, daß ein Mensch in
> direkten Kontakt mit dem Rotor kommt.

Anders herum wird ein Schuh daraus. Nur die wenigsten Rotorblätter bei
Drohnen sind durch einen Käfig geschützt. Bestenfalls bei den
Spielzeugdingern vielleicht noch und auch da ist der Käfig ein Bügel. Der
soll aber mehr die Rotoblätter vor Objekten schützen, als die Objekte vor
den Rotorblättern.

-- 
Warum können Seeräuber keinen Kreis zeichnen? Weil sie Pi raten.

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#250422

FromRainer Knaepper <rainerk@smial.prima.de>
Date2016-04-11 23:57 +0200
Message-ID<DbeDE2tirLB@smial.prima.de>
In reply to#250365
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)  am 11.04.16 um 15:54:
> On Mon, 11 Apr 2016 13:05:33 Shinji Ikari wrote:
>>>| wenn der
>>>| Hersteller sich dafür verbürgt, dass das Risiko von schweren
>>>| Verletzungen nur bei höchstens einem Prozent liegt, wenn die
>>>Drohne | mit voller Kraft einen Menschen trifft.

>> Ob das fuer dieses 1 Prozent dann aber wirklich ausreicht.
>> Wieviel Prozent ist ein zerschnittenes Auge?

> Ich hätte das ja so verstanden, dass von 100 Drohnen, die mit
> voller Kraft einen Menschen treffen, nur 1 davon eine schwere
> Verletzung zur Folge haben darf. Die Definition einer schweren
> Verletzung ist rechtlich relativ eindeutig festgelegt, über
> Prozentsätze muss man sich da also nicht mehr unterhalten.

So richtig eindeutig ist das nicht, auch wenn es viele Urteile gibt.

Aber wenn sich Unfälle mit den Dingern häufen, könnte man ja die
Helmpflicht für Fußgänger einführen. Auf Baustellen, wo mal ein Hammer
oder auch nur ein Paket Nägel runterfallen kann, sind ja Helme
ebenfalls üblich. Aus Gründen.

Rainer

-- 
Wer denkt, Landschaft fotografieren wäre einfach, der hat keine
Ahnung. Ich halte gute Landschaftsfotos für extrem schwer. Also
vielleicht erstmal was einfacheres probieren. Türen zum Beispiel.
(Emil Ule in de.alt.rec.digitalfotografie)

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#250493

FromLothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de>
Date2016-04-12 05:30 -0700
Message-ID<e0af9e2e-a7d8-4e6b-ba17-256db10e390c@googlegroups.com>
In reply to#250351
Stefan Froehlich tat kund:

> Während hier manch einer selbstfahrende Autos bereits an der
> Haftungsfrage scheitern sieht, zeigen die USA gerade an einem
> anderen Beispiel (Drohnen), wie man mit solchen Klippen umgehen
> kann: <http://orf.at/stories/2332428/2332429/>:
> 
> | [...] freigegeben wären aber Flüge von größeren Quadrokoptern [bis
> | zu maximal 25 kg] (Hubschrauberdrohnen mit vier Rotoren), wenn der
> | Hersteller sich dafür verbürgt, dass das Risiko von schweren
> | Verletzungen nur bei höchstens einem Prozent liegt, wenn die Drohne
> | mit voller Kraft einen Menschen trifft. Die Freigabe würde auch für
> | Städte oder andere Orte mit Menschenansammlungen gelten.
> 
> Ok, das ist bislang erst ein Entwurf, aber *so* drastisch hätte ich
> das nun auch wieder nicht erwartet.

Es kommt auch noch sehr darauf an, wie und vor allem
womit der Hersteller bürgt. Mit 1000 Dollar? Mit dem
gesamten Firmenvermögen? Mit dem Leben des Erstgeborenen
des Geschäftsführers, auf daß die Missetat der Väter 
heimgesucht werde bis ins dritte und vierte Glied?

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#250512

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2016-04-12 13:39 +0000
Message-ID<1t570cf9e6i4e1bn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#250493
On Tue, 12 Apr 2016 14:30:03 Lothar Frings wrote:
> > | [...] wenn der Hersteller sich dafür verbürgt, dass das Risiko
> > | von schweren Verletzungen nur bei höchstens einem Prozent liegt,
> > | wenn die Drohne mit voller Kraft einen Menschen trifft. Die
> > | Freigabe würde auch für Städte oder andere Orte mit
> > | Menschenansammlungen gelten.

> > Ok, das ist bislang erst ein Entwurf, aber *so* drastisch hätte
> > ich das nun auch wieder nicht erwartet.
 
> Es kommt auch noch sehr darauf an, wie und vor allem womit der
> Hersteller bürgt. Mit 1000 Dollar? Mit dem gesamten
> Firmenvermögen? [...] :-)

Die Wortwahl (der Übersetzung?) ist sicherlich unglücklich (gemeint
ist wohl eher, dass ein entsprechend glaubwürdiger Nachweis erbracht
werden muss), und das mit der Haftung ist auch noch ein weiterer
Fallstrick der Geschichte. Obiges heisst ja nicht, dass die 1%
Schadensfälle von den Geschädigten in Kauf genommen (bzw. fände ich
es höchst seltsam, wenn es so wäre), sondern dass die dann immer
noch mit oder ohne Gerichtsverfahren von den Beteiligten geregelt
werden müssen.

Aber alleine die *Erlaubnis*, unter solchen Umständen überhaupt zu
fliegen, finde ich bereits bemerkenswert.

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - der Wahn zu sinnen!
(Sloganizer)

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#250523

FromLothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de>
Date2016-04-12 07:59 -0700
Message-ID<9aa13ec9-9f74-4162-aec5-01f645f3c3e4@googlegroups.com>
In reply to#250512
Stefan Froehlich tat kund:

> Aber alleine die *Erlaubnis*, unter solchen Umständen überhaupt zu
> fliegen, finde ich bereits bemerkenswert.

Gewöhn dich schon mal dran. Bald kommt TTIP.

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#250550

Fromv_borchert@despammed.com (Volker Borchert)
Date2016-04-12 19:52 +0000
Message-ID<nejjlq$qdo$3@Gaia.teknon.de>
In reply to#250493
Lothar Frings wrote:
> Stefan Froehlich tat kund:
> 
> > Während hier manch einer selbstfahrende Autos bereits an der
> > Haftungsfrage scheitern sieht, zeigen die USA gerade an einem
> > anderen Beispiel (Drohnen), wie man mit solchen Klippen umgehen
> > kann: <http://orf.at/stories/2332428/2332429/>:
> > 
> > | [...] freigegeben wären aber Flüge von größeren Quadrokoptern [bis
> > | zu maximal 25 kg] (Hubschrauberdrohnen mit vier Rotoren), wenn der
> > | Hersteller sich dafür verbürgt, dass das Risiko von schweren
> > | Verletzungen nur bei höchstens einem Prozent liegt, wenn die Drohne
> > | mit voller Kraft einen Menschen trifft. Die Freigabe würde auch für
> > | Städte oder andere Orte mit Menschenansammlungen gelten.
> > 
> > Ok, das ist bislang erst ein Entwurf, aber *so* drastisch hätte ich
> > das nun auch wieder nicht erwartet.
> 
> Es kommt auch noch sehr darauf an, wie und vor allem
> womit der Hersteller bürgt. Mit 1000 Dollar? Mit dem
> gesamten Firmenvermögen? Mit dem Leben des Erstgeborenen
> des Geschäftsführers, auf daß die Missetat der Väter 
> heimgesucht werde bis ins dritte und vierte Glied?

Im land of the free, home of the brave wird sich das vermutlich
dadurch regeln, daß beherzte Mitmenschen einfach mal vorbeugend
mit einer .50 BMG den Flugplan ändern.

-- 

"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mccoy@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert  <v_borchert@despammed.com>

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