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Groups > ger.ct > #240957 > unrolled thread
| Started by | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
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| First post | 2016-01-28 08:29 +0100 |
| Last post | 2016-01-28 20:50 +0100 |
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Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-01-28 08:29 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-01-27 23:40 -0800
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-01-28 08:51 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Rainer Knaepper <rainerk@smial.prima.de> - 2016-01-28 15:08 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Rainer Wahl <unet.10.boof@spamgourmet.com> - 2016-01-28 13:09 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt "Uli G." <trashcan@wopr.de> - 2016-01-28 13:14 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Walter Schmid <paulwalterschmid@vtxmail.ch> - 2016-01-28 14:05 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2016-01-28 14:46 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-01-28 05:49 -0800
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-01-28 15:31 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-01-28 06:44 -0800
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2016-01-28 19:52 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2016-01-28 20:23 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2016-01-28 20:44 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2016-01-29 01:56 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2016-01-29 09:19 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2016-01-29 12:48 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2016-01-29 22:11 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2016-01-30 01:29 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Karsten Düsterloh <trash@tprac.de> - 2016-01-28 20:17 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-01-28 21:26 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2016-01-28 21:38 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Karsten Düsterloh <trash@tprac.de> - 2016-01-28 22:42 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-01-28 23:31 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Karsten Düsterloh <trash@tprac.de> - 2016-01-29 01:16 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2016-01-28 23:20 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Peter Mc Donough <mcd-mail-lists@gmx.net> - 2016-01-28 23:40 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-01-28 23:42 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Peter Mc Donough <mcd-mail-lists@gmx.net> - 2016-01-29 00:14 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2016-01-29 07:50 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Peter Mc Donough <mcd-mail-lists@gmx.net> - 2016-01-29 12:48 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-01-29 12:59 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Peter Mc Donough <mcd-mail-lists@gmx.net> - 2016-01-29 13:14 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-01-29 07:53 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Peter Mc Donough <mcd-mail-lists@gmx.net> - 2016-01-29 13:09 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-01-29 13:32 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2016-01-29 14:05 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2016-01-29 14:35 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Rainer Knaepper <rainerk@smial.prima.de> - 2016-01-30 11:15 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2016-01-30 15:11 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2016-01-30 21:44 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2016-02-01 11:59 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Thomas Heuving <heuving@gmx.de> - 2016-01-29 16:17 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2016-01-29 13:52 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2016-01-29 14:16 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2016-01-29 16:49 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2016-01-28 19:30 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-01-28 10:45 -0800
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2016-01-28 19:54 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2016-01-28 11:22 -0800
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2016-01-28 19:37 +0100
Re: Jetzt, wo Apple nichts mehr einfällt Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2016-01-28 20:50 +0100
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2016-01-28 21:26 +0100 |
| Message-ID | <n8dtij$f65$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #241052 |
Am 28.01.16 um 20:17 schrieb Karsten Düsterloh: > Dr. Joachim Neudert aber hob an zu reden und schrieb: >> Geistiges Eigentum > > Watt? :-P > Das ist inhaltlich in etwa so sinnvoll wie „Raubkopie“. > > > Karsten > Sinnvoll- who knows. Aber nchtsdestotrotz existent. Andernfalls schieb mir bitte mal Deine Kopie von Star Wars 7 rüber, wenn in Deiner Welt niemand Rechte daran hat wird ja nichts passieren. Reality Check... Gruß Joachim
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| From | Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> |
|---|---|
| Date | 2016-01-28 21:38 +0100 |
| Message-ID | <n8dqgm$180$1@news.bawue.net> |
| In reply to | #241059 |
On 01/28/2016 09:26 PM, Dr. Joachim Neudert wrote: > Am 28.01.16 um 20:17 schrieb Karsten Düsterloh: >> Dr. Joachim Neudert aber hob an zu reden und schrieb: >>> Geistiges Eigentum >> >> Watt? :-P >> Das ist inhaltlich in etwa so sinnvoll wie „Raubkopie“. >> >> >> Karsten >> > > Sinnvoll- who knows. > > Aber nchtsdestotrotz existent. So existent wie ein Apfel oder anderer Gegenstand dann aber doch wieder nicht sondern nur laut Gesetz und das könnte geändert werden. Gerrit
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| From | Karsten Düsterloh <trash@tprac.de> |
|---|---|
| Date | 2016-01-28 22:42 +0100 |
| Message-ID | <56AA8B62.8050902@mid.tprac.de> |
| In reply to | #241059 |
Dr. Joachim Neudert aber hob an zu reden und schrieb:
> Am 28.01.16 um 20:17 schrieb Karsten Düsterloh:
>> Dr. Joachim Neudert aber hob an zu reden und schrieb:
>>> Geistiges Eigentum
>>
>> Watt? :-P Das ist inhaltlich in etwa so sinnvoll wie „Raubkopie“.
…
> Sinnvoll- who knows. Aber nchtsdestotrotz existent.
Nein, nur als Fiktion.
Die Entwicklung der Idee von „Eigentum“ impliziert eine physikalisch
begrenzt vorhandene Sache: entweder ich habe sie oder du hast sie, aber
nie beide. Wenn wir uns nun aber beide ständig die Köpfe darob
einschlagen, wem sie denn gehört, ist das für die Gesellschaft an sich
ziemlich unproduktiv. Also hat man gesagt, daß sie unter den und den
Gesichtspunkten dein „Eigentum“ ist, und wenn mir das nicht paßt, kriege
ich es auch mit dem Rest der Gesellschaft zu tun.
Vorspulen in moderne Zeiten.
Plötzlich kann man Musik speichern und verfielfältigen!
→ Erste unsachliche Musik-Piraterie-Diskussion bei Aufkommen gedruckter
Notenblätter.
Aber zum Glück wollten die Leute Musik lieber hören als machen, und zum
Glück kann man sie wieder unter technischem Aufwand auf nur begrenzt
physikalisch verfügbare Dingen aka Schallplatten verbreiten.
Das Eigentumsrecht reicht aus, entweder ich habe die Platte oder eben du.
Doch dann kann man Musik plötzlich selber speichern und verfielfältigen!
→ Zweite unsachliche Musik-Piraterie-Diskussion bei Aufkommen von
Tonbandgeräten.
Und mit dem Magnetband drängt sich die Digitalisierung in die Welt:
vorher beschränkte Ressourcen lassen sich auf einmal verlustfrei und in
unbeschränktem Maße verfielfältigen!
Und plötzlich stellt man fest, daß man gar kein „Eigentum“ mehr hat,
dessen Verbreitung man kontrollieren kann.
Opfer des technischen Fortschritts sind in der Regel nicht gut gestimmt
— die Erfindung des Buchdrucks hat Geschichtenerzähler und Kopisten auch
nicht gerade begeistert. Oder man erinnere sich der Maschinenstürmer.
> Andernfalls schieb mir bitte mal Deine Kopie von Star Wars 7 rüber,
> wenn in Deiner Welt niemand Rechte daran hat wird ja nichts
> passieren.
Es ging um „Eigentum“, nicht um Rechte, wie zB Urheberrecht.
(Über welches ja auch viel zu sagen wäre!)
> Reality Check...
Der Kampf ums „geistige Eigentum“ ist ein Rückzugskampf, der in einer
freien Gesellschaft nicht zu gewinnen ist. Man kann vielleicht lokal
Speichergeräteabgaben definieren, aber was nützt das in der Cloud?
Böse formuliert: Der Maler kriegt auch nicht bei jedem Ansehen eines
Bildes Geld, wieso sollte der Musiker Geld bekommen, ohne Musik zu machen?
Das „Problem“ der unbegrenzten Kopie zeigt eigentlich, daß ein auf
Mangel, Gier und Besitz ausgerichtetes Gesellschaftssystem doch nicht
unbedingt der Weisheit letzter Schluß ist.
Man könnte diese „Digitalisierungsdividende“ statt an 62 Leute an alle
auszahlen — als BGE.
Karsten
--
Freiheit stirbt | Fsayannes SF&F-Bibliothek:
Mit Sicherheit | http://fsayanne.tprac.de/
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2016-01-28 23:31 +0100 |
| Message-ID | <n8e4s4$s22$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #241065 |
Hallo Karsten! Am 28.01.16 um 22:42 schrieb Karsten Düsterloh: > Nein, nur als Fiktion. > > Die Entwicklung der Idee von „Eigentum“ impliziert eine physikalisch > begrenzt vorhandene Sache: entweder ich habe sie oder du hast sie, aber > nie beide. Wenn wir uns nun aber beide ständig die Köpfe darob > einschlagen, wem sie denn gehört, ist das für die Gesellschaft an sich > ziemlich unproduktiv. Also hat man gesagt, daß sie unter den und den > Gesichtspunkten dein „Eigentum“ ist, und wenn mir das nicht paßt, kriege > ich es auch mit dem Rest der Gesellschaft zu tun. > > Vorspulen in moderne Zeiten. > > Plötzlich kann man Musik speichern und verfielfältigen! > > → Erste unsachliche Musik-Piraterie-Diskussion bei Aufkommen gedruckter > Notenblätter. > > Aber zum Glück wollten die Leute Musik lieber hören als machen, und zum > Glück kann man sie wieder unter technischem Aufwand auf nur begrenzt > physikalisch verfügbare Dingen aka Schallplatten verbreiten. > Das Eigentumsrecht reicht aus, entweder ich habe die Platte oder eben du. > > Doch dann kann man Musik plötzlich selber speichern und verfielfältigen! > > → Zweite unsachliche Musik-Piraterie-Diskussion bei Aufkommen von > Tonbandgeräten. > > Und mit dem Magnetband drängt sich die Digitalisierung in die Welt: > vorher beschränkte Ressourcen lassen sich auf einmal verlustfrei und in > unbeschränktem Maße verfielfältigen! > > Und plötzlich stellt man fest, daß man gar kein „Eigentum“ mehr hat, > dessen Verbreitung man kontrollieren kann. > > Opfer des technischen Fortschritts sind in der Regel nicht gut gestimmt > — die Erfindung des Buchdrucks hat Geschichtenerzähler und Kopisten auch > nicht gerade begeistert. Oder man erinnere sich der Maschinenstürmer. Wörtlich von Maschinenstürmern und mechanischen Webstühlen habe ich vor Jahren schon geschrieben, und zitiere es unten: Denn vor 15 Jahren hab ich darüber mal einen Aufsatz geschrieben: http://gerct.de/html/halloffame/napstern.html > >> Andernfalls schieb mir bitte mal Deine Kopie von Star Wars 7 rüber, >> wenn in Deiner Welt niemand Rechte daran hat wird ja nichts >> passieren. > > Es ging um „Eigentum“, nicht um Rechte, wie zB Urheberrecht. > (Über welches ja auch viel zu sagen wäre!) > >> Reality Check... > > Der Kampf ums „geistige Eigentum“ ist ein Rückzugskampf, der in einer > freien Gesellschaft nicht zu gewinnen ist. Man kann vielleicht lokal > Speichergeräteabgaben definieren, aber was nützt das in der Cloud? > > Böse formuliert: Der Maler kriegt auch nicht bei jedem Ansehen eines > Bildes Geld, wieso sollte der Musiker Geld bekommen, ohne Musik zu machen? Du hast ja so recht. Allerdings hatte ich das vor 15 Jahren auch schon mal geschrieben, und auch ziemlich recht behalten mit der Vorhersage der weiteren Entwicklung: "Die meisten von uns können ihre Arbeitskraft nicht multiplizieren. Nicht mal duplizieren." Aber eine Berufsgruppe hatte mehr Glück: Musiker, Sänger und Schauspieler." ----------- Da wo Du jetzt stehst, steh ich also nachweislich schon lange. -------------- "Seit der Antike ein geachteter Gesellschaftsstand mit Sozialprestige und guten Einkunftsmöglichkeiten, bei Konzerten, Schauspielen, Festen usw. Durch eine neue technische Entwicklung am Ende des 19. Jahrhunderts war es ihnen plötzlich möglich, ihre Dienstleistung von der persönlichen Erbringung abzukoppeln und beliebig zu duplizieren, in Form von Tonträgern, Filmen usw. Während die erste Generation von Sängern wie Caruso dem noch sehr skeptisch gegenüberstand, hat die folgende Generation die Vorteile dieser technischen Duplizierung der eigenen Leistung rasch erkannt. Und erachtet sie heute als selbstverständliches Naturrecht. Am Ende des 20. Jahrhunderts führte dies dazu, daß die persönlich reichsten Menschen auf Erden nicht mehr wie im 19. Jahrhundert Industrielle, Produzenten oder Firmenbesitzer waren, sondern Künstler, wie Mariah Carey und Michael Jackson und Clint Eastwood. Gab es einen speziellen Grund, warum gerade Musikern und Schauspielern diese Möglichkeit der grenzenlosen Duplizierung der eigenen Arbeitskraft und Einkommensmöglichkeiten gegeben wurde? Besondere soziale Verdienste, moralische Meriten oder erstrebenswerten Zielsetzungen? Nein, es war ein Zufall, der dieser Gruppe ebenso unverhofft wie unverdient zugefallen war, der dankbar angenommen wurde, und der gleich zur Gründung weiterer Industriezweige führte, der sog. "Rechteverwerter". Nun, am Beginn des 21. Jahrhunderts, ist aber wieder eine technische Neuerung entstanden: Das Internet, mit der Möglichkeit der weltweiten Person-to-Person Kommunikation. Und diesmal ermöglicht die technische Neuerung den Menschen wiederum, die zuvor beliebig duplizierte Dienstleistung jetzt ihrerseits beliebig zu duplizieren und auszutauschen, durch P2P-Netze wie Napster, Kazaa, eDonkey usw. Zufällig richtet sich diese technische Entwicklung nun also gegen die bisherigen Vorteile der zuletzt meistbegünstigten Gruppe.... Eben ist eine (überwiegend juristische) Gegenreaktion zu beobachten, wie die der Maschinenstürmer im 18. Jahrhundert , damals gegen mechanische Webstühle, nun gegen diese Form der Internetnutzung. Aber der Geist ist aus der Flasche, zurückklagen läßt er sich wohl nicht. Ich denke, Musiker werden in Zukunft wieder vermehrt von ihrer direkt erbrachten Leistung leben, wie Konzerten, Tourneen, Gastspielen. Sie können das Internet nutzen, wenn sie klug sind, um ihre Popularität zu steigern, sich eine Fangemeinde zu schaffen, die diese Konzerte besucht, wie in den letzten 4 000 Jahren vor Edisons Grammophon. Ein beträchtlicher Reichtum wird sich so erwirtschaften lassen. Aber für Exzesse wie die 50 Millionen Dollar für Mariah Carey, nur damit sie endlich aufhört zu singen, wird der Platz immer enger. This paper is open for discussion. Gruß JN" 2001 hab ich das also schon publiziert. Liest natürlich niemand. > > Das „Problem“ der unbegrenzten Kopie zeigt eigentlich, daß ein auf > Mangel, Gier und Besitz ausgerichtetes Gesellschaftssystem doch nicht > unbedingt der Weisheit letzter Schluß ist. > > Man könnte diese „Digitalisierungsdividende“ statt an 62 Leute an alle > auszahlen — als BGE. > > > Karsten > Musiker müssen heute wieder auftreten und sich anstrengen, das ist genau so gekommen. Konserven können sie uns nicht mehr als Original verkaufen. (Hab doch gesagt, in dem Politkompass stand ich etwas links und etwas liberal unterhalb des Zentrums...) Und mein anderer Aufsatz da drin geht um das BGE. November 2001: http://gerct.de/html/halloffame/zukunft.html
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| From | Karsten Düsterloh <trash@tprac.de> |
|---|---|
| Date | 2016-01-29 01:16 +0100 |
| Message-ID | <56AAAF4A.5090705@mid.tprac.de> |
| In reply to | #241068 |
Dr. Joachim Neudert aber hob an zu reden und schrieb:
>> Opfer des technischen Fortschritts sind in der Regel nicht gut
>> gestimmt — die Erfindung des Buchdrucks hat Geschichtenerzähler und
>> Kopisten auch nicht gerade begeistert. Oder man erinnere sich der
>> Maschinenstürmer.
> Wörtlich von Maschinenstürmern und mechanischen Webstühlen habe ich
> vor Jahren schon geschrieben, und zitiere es unten:
>
> Denn vor 15 Jahren hab ich darüber mal einen Aufsatz geschrieben:
>
> http://gerct.de/html/halloffame/napstern.html
:-D
Den kannte ich allerdings nicht …
>> Böse formuliert: Der Maler kriegt auch nicht bei jedem Ansehen
>> eines Bildes Geld, wieso sollte der Musiker Geld bekommen, ohne
>> Musik zu machen?
>
> Du hast ja so recht. Allerdings hatte ich das vor 15 Jahren auch
> schon mal geschrieben, und auch ziemlich recht behalten mit der
> Vorhersage der weiteren Entwicklung:
>
> "Die meisten von uns können ihre Arbeitskraft nicht multiplizieren.
> Nicht mal duplizieren."
>
> Aber eine Berufsgruppe hatte mehr Glück:
>
> Musiker, Sänger und Schauspieler."
Jo. Hatte. ;-)
> -----------
> Da wo Du jetzt stehst, steh ich also nachweislich schon lange.
> --------------
Ich stehe da auch schon lange, das heißt ja nix. ;-)
Ich finde das allenfalls bemerkenswert, daß wir mal einer Meinung sind. *g*
> 2001 hab ich das also schon publiziert. Liest natürlich niemand.
Gerade mal geschaut — das /könnte/ auch an der Farbwahl liegen. :-P
>> Das „Problem“ der unbegrenzten Kopie zeigt eigentlich, daß ein auf
>> Mangel, Gier und Besitz ausgerichtetes Gesellschaftssystem doch
>> nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluß ist.
>>
>> Man könnte diese „Digitalisierungsdividende“ statt an 62 Leute an
>> alle auszahlen — als BGE.
…
> Und mein anderer Aufsatz da drin geht um das BGE. November 2001:
>
> http://gerct.de/html/halloffame/zukunft.html
Ohne es allerdings so zu nennen, der Begriff an sich ist ja jünger …
Karsten
--
Freiheit stirbt | Fsayannes SF&F-Bibliothek:
Mit Sicherheit | http://fsayanne.tprac.de/
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| From | Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2016-01-28 23:20 +0100 |
| Message-ID | <56AA9412.1090204@jtewes.my-fqdn.de> |
| In reply to | #241014 |
Dr. Joachim Neudert schrieb:
> Am 28.01.16 um 14:49 schrieb Lothar Frings:
>
>>>> Ernstgemeinte Gegenfrage: Was hat Google - bisher - "böses" getan?
>>>
>>>
>>> Z.B mir den Speck durchs Maul gezogen mit Youtube und dann meine
>>> Lieblings-Videos gesperrt. (Klassische Musik)
>>
>> Google ist doch nicht daran schuld,
>> wenn ein Rechteinhaber seine Rechte geltend macht.
>>
> Seriöses Streaming basiert auch darauf, daß der Rechteinhaber etwas
> bekommt und der User etwas bezahlt. Das wird dann auch nicht so schnell
> abgesperrt, weil alle etwas davon haben.
Naja wenn es für dich seriös ist das Apple 95% bekommt und der
Interpret 5% dann ist das Streaming bei Apple seriös. Dein weil alles
was davon haben stimmt allerdings.
Bye Jörg
--
"Der große Feind der Wahrheit ist sehr häufig nicht die Lüge - wohl
bedacht, erfunden und unehrlich - sondern der Mythos - hartnäckig,
überzeugend und unrealistisch."
(John F. Kennedy)
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| From | Peter Mc Donough <mcd-mail-lists@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2016-01-28 23:40 +0100 |
| Message-ID | <dgvjnlF9k8kU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #241067 |
Am 28.01.2016 um 23:20 schrieb Jörg Tewes: > ... > Naja wenn es für dich seriös ist das Apple 95% bekommt und der > Interpret 5% dann ist das Streaming bei Apple seriös. Dein weil alles > was davon haben stimmt allerdings. Wie wäre es mit 99% zu 1% oder der Interpret soll zahlen, weil der Dienstleister ihm hilft, bekannt zu werden. Erinnert mich irgendwie an die Entlohnung von Praktikanten. Gruß Peter
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2016-01-28 23:42 +0100 |
| Message-ID | <n8e5hh$t3o$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #241069 |
Am 28.01.16 um 23:40 schrieb Peter Mc Donough: > Am 28.01.2016 um 23:20 schrieb Jörg Tewes: > >> ... >> Naja wenn es für dich seriös ist das Apple 95% bekommt und der >> Interpret 5% dann ist das Streaming bei Apple seriös. Dein weil alles >> was davon haben stimmt allerdings. > > Wie wäre es mit 99% zu 1% oder der Interpret soll zahlen, weil der > Dienstleister ihm hilft, bekannt zu werden. > Erinnert mich irgendwie an die Entlohnung von Praktikanten. > > Gruß > Peter > Und wo habt Ihr Eure Phantasiewerte her? Belege? Verträge?
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| From | Peter Mc Donough <mcd-mail-lists@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2016-01-29 00:14 +0100 |
| Message-ID | <dgvlnbFa468U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #241070 |
Am 28.01.2016 um 23:42 schrieb Dr. Joachim Neudert: > Am 28.01.16 um 23:40 schrieb Peter Mc Donough: >> Am 28.01.2016 um 23:20 schrieb Jörg Tewes: >> >>> ... >>> Naja wenn es für dich seriös ist das Apple 95% bekommt und der >>> Interpret 5% dann ist das Streaming bei Apple seriös. Dein weil alles >>> was davon haben stimmt allerdings. >> >> Wie wäre es mit 99% zu 1% oder der Interpret soll zahlen, weil der >> Dienstleister ihm hilft, bekannt zu werden. >> Erinnert mich irgendwie an die Entlohnung von Praktikanten. >> > > Und wo habt Ihr Eure Phantasiewerte her? Belege? Verträge? Beispiel für Musik, der Link sagt alles: http://www.stern.de/digital/online/gratis-mp3s-zum-download--musik---sicher--legal-und-kostenlos-3528888.html Zu Praktikanten, NACH der Mindestlohneinführung: https://www.praktikum.info/karrieremagazin/mindestlohn-fuer-praktikanten-rechtliche-regelungen "... Es gibt Ausnahmen vom Mindestlohngesetz, die es Firmen ermöglichen, der Aufstockung des Praktikantengehalts durch verschiedene „Hintertürchen“ zu entgehen, ..." http://www.sueddeutsche.de/muenchen/folgen-des-mindestlohns-teure-praktikanten-1.2415346 "... Für Jana Bauer und einen Praktikantenkollegen heißt das: "Ich kann zwar auch Vollzeit bleiben - jede Stunde, die ich länger bleibe, wird aber nicht bezahlt", sagt Bauer. Dass die 24 Stunden gerade einmal ausreichen, um die Pflichten zu erledigen, und dass sie für kreativere Arbeiten unbezahlte Überstunden machen müsste, daraus machte der Arbeitgeber kein Geheimnis. ..." Gruß Peter
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| From | Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> |
|---|---|
| Date | 2016-01-29 07:50 +0100 |
| Message-ID | <n8euap$a3q$1@news.bawue.net> |
| In reply to | #241071 |
On 01/29/2016 12:14 AM, Peter Mc Donough wrote: > Am 28.01.2016 um 23:42 schrieb Dr. Joachim Neudert: >> Am 28.01.16 um 23:40 schrieb Peter Mc Donough: >>> Am 28.01.2016 um 23:20 schrieb Jörg Tewes: >>> >>>> ... >>>> Naja wenn es für dich seriös ist das Apple 95% bekommt und der >>>> Interpret 5% dann ist das Streaming bei Apple seriös. Dein weil alles >>>> was davon haben stimmt allerdings. >>> >>> Wie wäre es mit 99% zu 1% oder der Interpret soll zahlen, weil der >>> Dienstleister ihm hilft, bekannt zu werden. >>> Erinnert mich irgendwie an die Entlohnung von Praktikanten. >>> >> >> Und wo habt Ihr Eure Phantasiewerte her? Belege? Verträge? > > Beispiel für Musik, der Link sagt alles: > http://www.stern.de/digital/online/gratis-mp3s-zum-download--musik---sicher--legal-und-kostenlos-3528888.html Und daraus liest du, daß Apple 95% und der Musiker 5% bekommt? Ich hab das da drin nicht finden können. Gerrit
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| From | Peter Mc Donough <mcd-mail-lists@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2016-01-29 12:48 +0100 |
| Message-ID | <dh11sgFk64jU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #241079 |
Am 29.01.2016 um 07:50 schrieb Gerrit Heitsch: > On 01/29/2016 12:14 AM, Peter Mc Donough wrote: >> Am 28.01.2016 um 23:42 schrieb Dr. Joachim Neudert: >>> Am 28.01.16 um 23:40 schrieb Peter Mc Donough: >>>> Am 28.01.2016 um 23:20 schrieb Jörg Tewes: >>>> >>>>> ... >>>>> Naja wenn es für dich seriös ist das Apple 95% bekommt und der >>>>> Interpret 5% dann ist das Streaming bei Apple seriös. Dein weil alles >>>>> was davon haben stimmt allerdings. >>>> >>>> Wie wäre es mit 99% zu 1% oder der Interpret soll zahlen, weil der >>>> Dienstleister ihm hilft, bekannt zu werden. >>>> Erinnert mich irgendwie an die Entlohnung von Praktikanten. >>>> >>> >>> Und wo habt Ihr Eure Phantasiewerte her? Belege? Verträge? >> >> Beispiel für Musik, der Link sagt alles: >> http://www.stern.de/digital/online/gratis-mp3s-zum-download--musik---sicher--legal-und-kostenlos-3528888.html >> > > Und daraus liest du, daß Apple 95% und der Musiker 5% bekommt? Ich hab > das da drin nicht finden können. Ich habe von Apple nichts geschrieben, sondern nur auf die Erwartung der User gedeutet. Aber hinter Apple stehen auch Menschen, warum sollten das "bessere" sein? Gruß Peter
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2016-01-29 12:59 +0100 |
| Message-ID | <n8fk6o$ktn$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #241087 |
Am 29.01.16 um 12:48 schrieb Peter Mc Donough: > Ich habe von Apple nichts geschrieben, sondern nur auf die Erwartung der > User gedeutet. > Aber hinter Apple stehen auch Menschen, warum sollten das "bessere" sein? > > Gruß > Peter > Du meinst mit dieser Logik, Du bist ein Mörder, weil andere Mörder auch schon Menschen waren, und Du selbst bist ja auch ein Mensch? Ja, klar das... warum solltest gerade Du besser sein. Herr, laß Hirn regnen.
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| From | Peter Mc Donough <mcd-mail-lists@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2016-01-29 13:14 +0100 |
| Message-ID | <dh13cqFki1sU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #241088 |
Am 29.01.2016 um 12:59 schrieb Dr. Joachim Neudert: > Am 29.01.16 um 12:48 schrieb Peter Mc Donough: > ... > Du meinst mit dieser Logik, Du bist ein Mörder, weil andere Mörder auch > schon Menschen waren, und Du selbst bist ja auch ein Mensch? Nein, nicht mehr von anderen Menschen erwarten, als man selbst zu leisten bereit ist. > Ja, klar das... warum solltest gerade Du besser sein. > Herr, laß Hirn regnen. Ja, und die Bedürftigen treffen, aber nicht erschlagen;-) Gruß Peter
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2016-01-29 07:53 +0100 |
| Message-ID | <n8f29p$mb3$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #241071 |
Am 29.01.16 um 00:14 schrieb Peter Mc Donough: > Am 28.01.2016 um 23:42 schrieb Dr. Joachim Neudert: >> Am 28.01.16 um 23:40 schrieb Peter Mc Donough: >>> Am 28.01.2016 um 23:20 schrieb Jörg Tewes: >>> >>>> ... >>>> Naja wenn es für dich seriös ist das Apple 95% bekommt und der >>>> Interpret 5% dann ist das Streaming bei Apple seriös. Dein weil alles >>>> was davon haben stimmt allerdings. >>> >>> Wie wäre es mit 99% zu 1% oder der Interpret soll zahlen, weil der >>> Dienstleister ihm hilft, bekannt zu werden. >>> Erinnert mich irgendwie an die Entlohnung von Praktikanten. >>> >> >> Und wo habt Ihr Eure Phantasiewerte her? Belege? Verträge? > > Beispiel für Musik, der Link sagt alles: > http://www.stern.de/digital/online/gratis-mp3s-zum-download--musik---sicher--legal-und-kostenlos-3528888.html > > > Zu Praktikanten, NACH der Mindestlohneinführung: > https://www.praktikum.info/karrieremagazin/mindestlohn-fuer-praktikanten-rechtliche-regelungen > > "... Es gibt Ausnahmen vom Mindestlohngesetz, die es Firmen ermöglichen, > der Aufstockung des Praktikantengehalts durch verschiedene > „Hintertürchen“ zu entgehen, ..." > > http://www.sueddeutsche.de/muenchen/folgen-des-mindestlohns-teure-praktikanten-1.2415346 > > "... Für Jana Bauer und einen Praktikantenkollegen heißt das: "Ich kann > zwar auch Vollzeit bleiben - jede Stunde, die ich länger bleibe, wird > aber nicht bezahlt", sagt Bauer. Dass die 24 Stunden gerade einmal > ausreichen, um die Pflichten zu erledigen, und dass sie für kreativere > Arbeiten unbezahlte Überstunden machen müsste, daraus machte der > Arbeitgeber kein Geheimnis. ..." > > Gruß > Peter > Sorry, vollkommener Blödsinn was Du da schreibst, keinerlei Bezug zu eurer obigen Aussage. Wir reden nicht von Praktikanten und Mindestlohngesetz. Ich möchte sehen, wo Apple 95% oder 99% der Einnahmen für Musikstreaming und iTunes bekommt, und nur 1% bis 5% der Musiker/Rechteinhaber. Jetzt mal Butter bei die Fische... Gruß Joachim
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| From | Peter Mc Donough <mcd-mail-lists@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2016-01-29 13:09 +0100 |
| Message-ID | <dh1349FkfpqU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #241080 |
Am 29.01.2016 um 07:53 schrieb Dr. Joachim Neudert: > Am 29.01.16 um 00:14 schrieb Peter Mc Donough: >> Am 28.01.2016 um 23:42 schrieb Dr. Joachim Neudert: >>> Am 28.01.16 um 23:40 schrieb Peter Mc Donough: >>>> Am 28.01.2016 um 23:20 schrieb Jörg Tewes: >>>> >>>>> ... >>>>> Naja wenn es für dich seriös ist das Apple 95% bekommt und der >>>>> Interpret 5% dann ist das Streaming bei Apple seriös. Dein weil alles >>>>> was davon haben stimmt allerdings. >>>> >>>> Wie wäre es mit 99% zu 1% oder der Interpret soll zahlen, weil der >>>> Dienstleister ihm hilft, bekannt zu werden. >>>> Erinnert mich irgendwie an die Entlohnung von Praktikanten. >>>> >>> >>> Und wo habt Ihr Eure Phantasiewerte her? Belege? Verträge? >> ... > > Ich möchte sehen, wo Apple 95% oder 99% der Einnahmen für Musikstreaming > und iTunes bekommt, und nur 1% bis 5% der Musiker/Rechteinhaber. > > Jetzt mal Butter bei die Fische... Na ja, wo du recht hast. Wir haben Apple unrecht getan. Lt. dem folgenden Link bekommt der Interpret von ca. 1 Dollar für die ganze "Wertschöpfungskette (Seite 3): "... Damit verbleiben beim amerikanischen Label etwa 47 bis 53,5 Cents und bei den Künstlern 4 bis 7,5 Cents. ..." http://www.netzwelt.de/news/54274_3-musik-download-preise-kriegt.html Gruß Peter
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2016-01-29 13:32 +0100 |
| Message-ID | <n8fm50$ob1$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #241090 |
Am 29.01.16 um 13:09 schrieb Peter Mc Donough: > Am 29.01.2016 um 07:53 schrieb Dr. Joachim Neudert: >> Am 29.01.16 um 00:14 schrieb Peter Mc Donough: >>> Am 28.01.2016 um 23:42 schrieb Dr. Joachim Neudert: >>>> Am 28.01.16 um 23:40 schrieb Peter Mc Donough: >>>>> Am 28.01.2016 um 23:20 schrieb Jörg Tewes: >>>>> >>>>>> ... >>>>>> Naja wenn es für dich seriös ist das Apple 95% bekommt und der >>>>>> Interpret 5% dann ist das Streaming bei Apple seriös. Dein weil alles >>>>>> was davon haben stimmt allerdings. >>>>> >>>>> Wie wäre es mit 99% zu 1% oder der Interpret soll zahlen, weil der >>>>> Dienstleister ihm hilft, bekannt zu werden. >>>>> Erinnert mich irgendwie an die Entlohnung von Praktikanten. >>>>> >>>> >>>> Und wo habt Ihr Eure Phantasiewerte her? Belege? Verträge? >>> ... >> >> Ich möchte sehen, wo Apple 95% oder 99% der Einnahmen für Musikstreaming >> und iTunes bekommt, und nur 1% bis 5% der Musiker/Rechteinhaber. >> >> Jetzt mal Butter bei die Fische... > > Na ja, wo du recht hast. Wir haben Apple unrecht getan. > Lt. dem folgenden Link bekommt der Interpret von ca. 1 Dollar für die > ganze "Wertschöpfungskette (Seite 3): > "... Damit verbleiben beim amerikanischen Label etwa 47 bis 53,5 Cents > und bei den Künstlern 4 bis 7,5 Cents. ..." > http://www.netzwelt.de/news/54274_3-musik-download-preise-kriegt.html > > Gruß > Peter > Aus deinem Link: "In Apples iTunes Music Store kostet ein Download 0,99 US-Dollar. Hiervon verbleiben 35 Cent bei Apple; 64 Cent werden an die Lizenzgeber ausgeschüttet. Mehrwertsteuer wird in den USA bislang auf E-Commerce-Transaktionen nicht erhoben." 35% gehören also Apple, 65 % der Musikfirma und dem Künstler.
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| From | Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> |
|---|---|
| Date | 2016-01-29 14:05 +0100 |
| Message-ID | <dh16cuFl88fU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #241092 |
Am 29.01.2016 13:32 schrieb Dr. Joachim Neudert: >>>>>>> Naja wenn es für dich seriös ist das Apple 95% bekommt und der >>>>>>> Interpret 5% dann ist das Streaming bei Apple seriös. Dein weil alles >>>>>>> was davon haben stimmt allerdings. [...] > 35% gehören also Apple, 65 % der Musikfirma und dem Künstler. Falsche Antwort. Es war nicht nach den Einnahmen von (Musikfirma und Künstler) gefragt, sondern nach den Einnahmen des Interpreten, also Künstlers. Hanno
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| From | Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> |
|---|---|
| Date | 2016-01-29 14:35 +0100 |
| Message-ID | <1nvl7t7032hts.qt52rmuloek0$.dlg@40tude.net> |
| In reply to | #241095 |
Am Fri, 29 Jan 2016 14:05:34 +0100 schrieb Hanno Foest: > Am 29.01.2016 13:32 schrieb Dr. Joachim Neudert: > >>>>>>>> Naja wenn es für dich seriös ist das Apple 95% bekommt und der >>>>>>>> Interpret 5% dann ist das Streaming bei Apple seriös. Dein weil alles >>>>>>>> was davon haben stimmt allerdings. > > [...] > >> 35% gehören also Apple, 65 % der Musikfirma und dem Künstler. > > Falsche Antwort. Es war nicht nach den Einnahmen von (Musikfirma und > Künstler) gefragt, sondern nach den Einnahmen des Interpreten, also > Künstlers. Bevor es hier jetzt hier ganz durcheinander geht, vielleicht mal ein paar Fakten: - GEMA-Tantiemen (oder in den USA das Pendant bei der IFPI) erhält der Komponist und der Texter eines Musikstückes, und zwar zu geichen Teilen. Der Komponist/Texter kann auch der Interpret eines Stückes sein, ist es in vielen Fällen aber nicht. Wenn ein Künstler also einen Song singt, den ein anderer geschrieben hat, bekommt der Künstler von der GEMA-Kohle erst mal gar nichts. - Für die eigentliche Produktion, also die Aufnahme im Studio mit allen Musikern, gibt es nochmal Geld aus einem anderen Topf, das macht in Deutschland die GVL. Die bekommt jedesmal, wenn ein Song im Radio gespielt wird, einen kleinen Geldbetrag, der über das Label an die Musiker weitergeleitet wird, die den Song eingespielt haben. Die GVL-Gebühr ist sehr viel geringer als die GEMA-Gebühr, man kann hier Näherungsweise mit dem Faktor 10 rechnen, mindestens. Auf deutsch: Das sind absolute Peanuts. So, und weil das noch nicht kompiziert genug ist, hat die Musikindustrie, üblicherweise also das Plattenlabel (die Mitglied in der GVL sind), noch einen Vertrag mit den Künstlern. Da kann dann quasi alles vereinbart werden, u.a. die Aufteilung der eingespielten GEMA-Gelder. In der Praxis wird von der GEMA keiner (mehr) reich, von einer verkauften(!) CD (60 Minuten Spielzeit) gehen ca. 50 cent GEMA-Gebühren an Komponist und Texter. Und das ist dann erst mal Umsatz und kein Gewinn, davon zahlt der Künstler Steuern, das Studio, die Produktion, Studiomusiker u.s.w.. Schätzungen gehen davon aus, daß in Deutschland vielleicht ein dutzend Künstler tatsächlich nur von GEMA-Einnahmen leben können. Das Geld wird mittlerweile mit Live-Auftritten verdient. Und viele Künstler betreiben nebenbei ein eigenes Studio, das sie vermieten, oder haben eigene Label und Produktionsfirmen, wo sie andere Bands unter Vertrag nehmen. Die 4 cent pro Download scheinen mir realistisch, wenn man es mit den 50 cent GEMA-Tantiemen für eine CD mit 10 Songs vergleicht. Aber wie gesagt, reich werden davon die wenigsten, wer 100.000 Songs verkauft hat dann gerade mal 4000 EUR Umsatz gemacht. Grüße, Frank (früher selbst mal Mitglied in GEMA + GVL)
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| From | Rainer Knaepper <rainerk@smial.prima.de> |
|---|---|
| Date | 2016-01-30 11:15 +0100 |
| Message-ID | <DXsTC39irLB@smial.prima.de> |
| In reply to | #241098 |
Hucklenbroich01@aol.com (Frank Hucklenbroich) am 29.01.16: > Das Geld wird mittlerweile mit Live-Auftritten verdient. Und da kann man, so man will, idR auch die Tonträger erwerben, meist zu einem fairen Preis und mit dem Bonus, daß die Band/der Künstler mehr davon in der Tasche hat. Rainer (der gestern einen gelungenen Abend bei Live-Musik für alte Männer verbracht hat) -- Und wenn mein fotografisches Können irgendwann so gut ist, dass die Ausrüstung die Qualität der Ergebnisse begrenzt, dann werde ich mich nach einer anderen Ausrüstung umsehen - vorher wohl eher nicht. (Robert Hecht in de.rec.fotografie)
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| From | Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> |
|---|---|
| Date | 2016-01-30 15:11 +0100 |
| Message-ID | <1cp0n6uoeflp1.8bavv5lxhsts.dlg@40tude.net> |
| In reply to | #241136 |
Am Sat, 30 Jan 2016 11:15:00 +0100 schrieb Rainer Knaepper: > Hucklenbroich01@aol.com (Frank Hucklenbroich) am 29.01.16: > >> Das Geld wird mittlerweile mit Live-Auftritten verdient. > > Und da kann man, so man will, idR auch die Tonträger erwerben, meist > zu einem fairen Preis und mit dem Bonus, daß die Band/der Künstler > mehr davon in der Tasche hat. Jein. Wenn Du als Künstler GEMA-Mitglied bist, wird die GEMA-Abgabe schon im Preßwerk fällig. Du zahlst also erst mal ca. 1 EUR pro CD an die GEMA, und bekommst das Geld dann ca. 2 Jahre später als Ausschüttung zurück, abzüglich 13% Verwaltungspauschale. BDDT. Grüße, Frank
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