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| From | "F. W." <me@home.invalid> |
|---|---|
| Newsgroups | ger.ct |
| Subject | Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? |
| Date | 2025-03-10 13:55 +0100 |
| Message-ID | <m385pqFpgmjU5@mid.individual.net> (permalink) |
| References | (8 earlier) <m33rcvF5p1rU1@mid.individual.net> <20250309104044.4d782785.dietz.usenet@rotfl.franken.de> <vqk7mb$bnp$2@news.bawue.net> <m35od6Fepg0U2@mid.individual.net> <vqkmha$s7jv$1@dont-email.me> |
Am 09.03.2025 um 19:26 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara: > | Teuken zeige, dass Europa in der Künstlichen Intelligenz mit Amerika > | mithalten könne, sagt Wrobel. An die millionenfachen Nutzerzahlen von > | KI-Programmen wie ChatGPT reicht das System nicht heran. Aber anders als > | die großen amerikanischen Modelle frage man Teuken auch nicht nach > | Kochrezepten oder anderem, sagt Wrobel. Teuken sei ein spezielles Modell > | vor allem für Wissenschaft und Wirtschaft. Dann ist es ein spezialisiertes KI-System. Die Größe und Kosten von ChatGPT und Co sind doch ihre Universalität oder? > | Einstmals vielversprechende Entwicklung seien durch Regeln und Gesetze > | geradezu ausgebremst worden. Zu den Bremsklötzen gehörten „der sich > | stets und ständig und oft auch unnötig verschärfende Datenschutz, > | falsche Anreize im Bildungssystem, ein über Jahrzehnte gewachsener > | Bürokratenirrsinn und nun auch noch die Digital-Verordnungen der EU“. Datenschutz? Der wurde seit 2018 nicht mehr verschärft. Im Gegenteil. Schade, dass er nicht konkreter wurde. > | Dagegen haben die Amerikaner seit den siebziger Jahren ihre Märkte > | geöffnet, die Wettbewerbsregeln und die Aufsicht gelockert und den > | Kapitalmarkt dereguliert. Deregulierung war das größte Schimpfwort in der deutschen Politik der 90er Jahre. Kohl konnte sich nicht mal in der CDU durchsetzen. > | *Tech-Konzerne investieren so viel in Forschung wie ganz Deutschland* Auch die Privatisierung der Forschung traf in den 90er Jahren auf erheblichen, breiten Widerstand. > | Die Bundesregierung erklärte daraufhin, sie werde künftig auch andere > | Software-Anbieter zum Zuge kommen lassen. Doch passiert ist wenig, im > | Gegenteil nimmt die Abhängigkeit noch zu. 2017 zahlte die > | Bundesverwaltung 74 Millionen Euro Lizenzgebühren an Microsoft, 2023 > | waren es fast 200 Millionen Euro. Die laufenden Rahmenverträge mit > | großen, meist amerikanischen Anbietern beziffert der Bund auf 13,6 > | Milliarden Euro. Welche Software aber wo genau für welchen Preis > | eingesetzt ist, weiß in Berlin niemand. Die Daten sind nicht erfasst. Ein Trick war immer und ist Microsoft Access. So manches Verfahren für den Staat wurde damit entwickelt. Nur läuft Access nur auf Windows und auf nichts sonst. Jeder, der mit Access entwickelte, klebte seine Kunden auf ewig an Windows. Und von Access konnte sie nichts und niemand abbringen. > | ZenDiS soll die digitale Abhängigkeit der Behörden von amerikanischen > | Konzernen verringern. Es entwickelt Programme nicht selbst, sondern > | bündelt Software hiesiger Anbieter und passt sie für die jeweiligen > | Zwecke an. Mit „Open Desk“ hat ZenDiS seit Oktober ein eigenes > | PC-Programm für die Büroarbeit geschnürt. Es gebe 1700 Pilotnutzer und > | 40.000 aktive kostenpflichtige Abonnenten, heißt es. Anfragen kommen vom > | Bund, Ländern und Gemeinden, von Bildungseinrichtungen und von > | Unternehmen. ZenDiS betreibt auch die virtuelle Plattform „Open Code“, > | auf der Programme geteilt und weiterentwickelt werden. Das Zentrum mit > | seinen etwa 30 festangestellten Mitarbeitern und einem Jahresetat von 34 > | Millionen Euro hängt in der Luft. Die Gesamtfinanzierung für 2025 sei > | aufgrund der vorläufigen Haushaltsführung noch nicht geklärt, heißt es. Das ist der Unterschied: unsere Staatsgläubigkeit. In den USA entwickelt der Staat keine Software und bündelt auch nichts. Er lässt den Firmen nur sehr viel Freiraum, was hierzulande verpönt ist. Es ist keine Frage der Fähigkeiten, sondern der Einstellung. > | Wie es gehen könnte, zeigt Schleswig-Holstein. Im April hatte das > | Bundesland die Bürosoftware für rund 25.000 IT-Plätze auf eine eigene > | Software umgestellt. Das Betriebssystem will die Landesregierung auf > | eine für den Behördeneinsatz angepasste Version von Linux umrüsten. Ein > | Anfang, mehr nicht. Der 200. Versuch... > | Die deutschen Initiativen wirken bescheiden im Vergleich zu den > | Finanzsummen, die in Amerika und in Europa in die Entwicklung von KI > | gesteckt werden. Ja: von Firmen, nicht vom Staat. > | Sosehr die KI derzeit die Aufmerksamkeit beansprucht, so viele andere > | Baustellen gibt es. Die Cloud, das digitale Arbeiten auf weit entfernt > | stehenden Rechenzentren, ist eine der größten. „Cloud-Computing“ ist als > | Grundlagentechnik für die Digitalisierung unverzichtbar und fest in > | amerikanischer Hand. Die Marktanteile europäischer Cloud-Anbieter wie > | OVH aus Frankreich, Deutsche Telekom oder Ionos sind selbst auf dem > | Heimatmarkt klein. Synergy Research schätzt den Anteil der > | Branchenriesen Amazon, Microsoft und Google in Europa auf 72 Prozent. > | Die Amerikaner waren früher dran und haben den Markt unter sich > | aufgeteilt. Vor allem gibt es bei allen US-Firmen absolut KOSTENLOSE Versionen für Privatleute. > | Amazons AWS bietet mehr als 350 Cloud-Dienstleistungen an, die es im > | Laufe der Zeit für spezielle Kundenbedürfnisse entwickelt hat. Mit > | dieser Vielfalt und den nötigen Investitionen können europäische > | Anbieter nicht mithalten, selbst wenn ihre Technik genauso gut > | funktioniert. Auch AWS war eine lange Zeit absolut KOSTENLOS. > | Hinzu kommt das, was Kritiker als „Lock-in-Effekte“ bezeichnen. Der > | Vorwurf: Die führenden Cloud-Anbieter machten es ihren Kunden > | absichtlich schwer, ihre Daten zur Konkurrenz zu übertragen. Mit dem > | Datengesetz, das vom September an gelten soll, will die EU solche Hürden > | einreißen. Hier hilft der Datenschutz. Es gibt ein Recht auf Übertragbarkeit. > | > | *Streit um einheitliche Zertifizierung der Cybersicherheit für* > | *Cloud-Dienste* > | Ja, das ist EU-Vorgehen. Was soll das? > | Abseits der Regulierung hat die EU in Sachen Cloud nicht viel > | vorzuweisen. Mit Gaia-X wollten die Europäer einst aus einem Verbund > | vieler heimischer IT-Unternehmen einen europäischen „Cloud-Champion“ > | formen. Fünf Jahr später gibt es die Initiative nur noch auf dem Papier. > | Gaia-X gilt als tot: zu viel Klein-Klein, zu viel Bürokratie, zu viele > | unterschiedliche Einzelinteressen. Man hätte es der Wirtschaft überlassen sollen. > | In Neckarsulm wollten sie nicht mehr warten und legten einfach los. Die > | familiengeführte Schwarz-Gruppe mit ihren Einzelhandelsmarken Lidl, > | Kaufland und der Digitalsparte Schwarz Digit entwickelt dort eine eigene > | private deutsche Datencloud, erst für sich selbst, seit 2022 auch für > | andere. Das Rechenzentrum steht in Deutschland, es gibt eigene Computer, > | Programme und Sicherheitssysteme sowie ein Zertifikat vom Bundesamt für > | Sicherheit in der IT. (Die F.A.Z. ist ein Entwicklungspartner von > | Schwarz Digit für ein KI-Projekt.) Schwarz Digit bietet seine > | Cloud-Dienste vor allem dem deutschen Mittelstand an. Der lebe von > | seiner Innovationskraft, sagt Christian Müller, einer der beiden Chefs. > | Diese Kraft in Form sensibler digitaler Daten in nichteuropäische Hände > | zu legen, sei ein Fehler. „Das macht früher oder später abhängig“, sagt > | Müller. Und Lidl darf die Daten der Kunden nicht auswerten, womit Google Milliarden macht. Fällt einem da was auf? > | Mit Partnern zieht der Lidl-Konzern in Heilbronn ein Entwicklungszentrum > | für Künstliche Intelligenz hoch. Es ist ein weitläufiges Gelände am > | Rande der Stadt mit futuristischen Gebäuden, ein KI-Innovationspark in > | der Entstehung, ein Zentrum für neue Technologie, in- und ausländische > | Forschungsinstitute und KI-Entwickler. Konzerne wie Würth, > | Mittelständler wie Veigel, Start-ups wie Aleph Alpha sind schon vor Ort. > | „Wir arbeiten an der größtmöglichen digitalen Souveränität“, sagt Müller > | von Schwarz Digit. Als Alternative zu Microsofts Bürosoftware Office > | setzt Schwarz Digit übrigens auf eine Partnerschaft mit Google und > | vermarktet über seine Cloud dessen Programmpaket Workspace. Ganz ohne > | Amerikaner geht es wohl auch in Neckarsulm nicht. Und Google wertet selbstverständlich die Daten der Kunden aus. > | „Wir hatten in Europa Versuche, eigene Betriebssysteme zu etablieren, > | eigene Suchmaschinen aufzubauen, eigene Versteigerungs- und > | Social-Media-Plattformen zu etablieren. Wir konnten uns damit nicht > | durchsetzen“, sagt Wrobel von der Universität Bonn. Die Konkurrenten aus > | Amerika waren zu stark, ihre Produkte und Dienste nicht zu schlagen. > | „Bei den KI-Systemen sollte uns nun mal wieder ein Erfolg gelingen. Wie gesagt: weniger Staatsgläubigkeit. Software zu entwickeln ist keine staatliche Aufgabe. FW
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Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2025-02-19 15:44 +0100
Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Peter McD <peter.posts@gmx.net> - 2025-02-19 16:03 +0100
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Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2025-02-19 16:11 +0100
Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2025-02-19 18:30 +0100
Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2025-02-19 18:51 +0100
Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2025-02-20 07:59 +0000
Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2025-02-20 12:41 +0100
Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2025-02-20 15:06 +0100
Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? t.r.h@gmx.net (Torsten Rüdiger Hansen) - 2025-02-20 16:02 +0100
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Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2025-02-20 19:16 +0100
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Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Wolfgang Εnzinger <we_usenet@nurfuerspam.de> - 2025-02-21 01:12 +0100
Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2025-02-20 19:13 +0100
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Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2025-02-21 10:04 +0100
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Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2025-02-20 15:19 +0100
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Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? "F. W." <me@home.invalid> - 2025-02-20 12:46 +0100
Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2025-02-20 14:55 +0100
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Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? t.r.h@gmx.net (Torsten Rüdiger Hansen) - 2025-03-09 15:59 +0100
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Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2025-03-10 13:12 +0100
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Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? "F. W." <me@home.invalid> - 2025-03-10 13:55 +0100
Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2025-03-10 19:57 +0100
Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? "F. W." <me@home.invalid> - 2025-03-11 07:13 +0100
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Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2025-04-03 19:37 +0200
Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Peter McD <peter.posts@gmx.net> - 2025-04-03 19:54 +0200
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Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Peter McD <peter.posts@gmx.net> - 2025-04-03 20:23 +0200
Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? Peter Veith <veith@snafu.de> - 2025-04-03 19:58 +0200
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Re: Wo bleiben die 25% Zoll auf US software? "F. W." <me@home.invalid> - 2025-03-10 13:36 +0100
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