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| From | Michael Bode <m.g.bode@web.de> |
|---|---|
| Newsgroups | ger.ct |
| Subject | Re: Lord Neuberger |
| Date | 2017-01-24 20:33 +0100 |
| Message-ID | <eepog9Fph9pU1@mid.individual.net> (permalink) |
| References | <o677jq$fip$1@news.albasani.net> <37874.22733.1485273972@news.jors.net> <o67uf5$j44$1@news.albasani.net> <eepm4jFouprU1@mid.individual.net> <o688rk$hni$1@dont-email.me> |
Am 24.01.2017 um 20:12 schrieb Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara: > Salve allerseits, > > Michael Bode schrieb: >> Am 24.01.2017 um 17:13 schrieb Dr. Joachim Neudert: >>> Am 24.01.17 um 17:06 schrieb Juergen P. Meier: >>>> Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>: >>>> >>>>> Das heißt: Never-ending fun im britischen Parlament... >>>> >>>> Naja, nachdem Trump mit seinen Alternativen Fakten die Briten mit >>>> ihrem Brexit fast wieder in das Abseits der Bedeutungslosigkeit >>>> gedraengt hat, muessen sie sich doch wieder international ins Rechte >>>> Licht ruecken. Oder zumindest laut genug mit den Fuessen stampfen, >>>> damit sie vor lauter Trumps etwas abbekommen. >>>> >>>> So scheint es einem. >>> >>> Auf die Parlamentsdiskussionen darf man sich auf jeden Fall freuen. Die >>> Briten führen da weiter eine scharfe verbale Klinge voller Spitzen und >>> Ironie. Die Liberaldemokraten haben sich ja auch nicht sonderlich auf >>> den Brexit festgelegt, die werden nachfragen... >> >> Was soll da groß kommen? Kaum einer wird sich trauen gegen den Brexit zu >> stimmen. Die eigene Verhandlungsposition zu untergraben, indem man >> vorher im Parlament fein säuberlich herausarbeitet, dass man ohne Hosen >> da steht, ist auch nicht sonderlich taktisch clever. >> > --- <hier abknabbern> --- > Als Theresa May vergangene Woche in London ans Rednerpult trat, hörten > nicht nur die Regierungen in Kontinentaleuropa gebannt zu. Ganz > besonders gespannt warteten die Iren darauf, was die britische > Regierungschefin in London zu sagen hatte. Und viele von ihnen wurden > ernüchtert: An diesem Tag sicherte sich May endgültig den Titel als neue > "Eiserne Lady" und kündigte selbstbewusst den harten Brexit an. Dass die > Briten wahrscheinlich den EU-Binnenmarkt verlassen, dürfte für die EU > eine schmerzhafte Amputation werden. Für die Iren aber ist es weit mehr > als das. Es ist ein Desaster. > > Denn die Republik Irland ist eng mit dem Vereinigten Königreich > verbunden. Großbritannien nimmt einen großen Teil der irischen Exporte > auf und ist so der wichtigste einzelne Handelspartner. Gleichzeitig sind > die Bindungen an die EU ebenfalls enorm wichtig. Dank Binnenmarkt und > jahrzehntelangem Geldregen aus EU-Töpfen wurde Irland vom Armenhaus zum > Aufsteiger, der mittlerweile vom Empfänger zum Beitragszahler geworden > ist und dank seiner niedrigen Unternehmenssteuern Apple, Facebook, > Google und andere große US-Unternehmen anlockte. "Heute ist Irland wie > ein Kind, dessen Eltern sich trennen", schreibt ein Kolumnist der > "Sunday Times", Cormac Lucey. > > Doch die Brexit-Folgen für Irland haben nicht nur mit Wirtschaft, > Steuern und Märkten zu tun. Die EU-Mitgliedschaft Irlands und > Großbritanniens war ein entscheidender Grund für das Ende des > Nordirland-Konflikts. Offene Grenzen und gemeinsamer Binnenmarkt kommen > einer Einheit des Landes recht nahe, zumindest schmerzte die Teilung die > Katholiken im Norden weniger, da sie von den Brüdern in der Republik > fast nur noch auf dem Papier getrennt sind. Das ist der Boden, auf dem > das Karfreitagsabkommen von 1998 gedeihen konnte, das den > jahrzehntealten Konflikt um IRA, Protestanten und Katholiken offiziell > beendete. Dabei spielten auch Zahlungen aus Brüssel eine wichtige > Nebenrolle. 1,5 Milliarden Euro pumpte die EU nach Nordirland und half > der Region so auf die Beine. Das dort beim Referendum 56 Prozent gegen > den Brexit stimmten, überrascht daher wenig. > > *Aus dem Segen könnte Fluch werden* > > Wie soll es nun weitergehen, wenn an der Grenze zwischen Irland und > Nordirland die EU-Außengrenze verläuft? Was bislang ein Segen war, > könnte sich dann ins Gegenteil verkehren. Die Iren wären wieder getrennt > - das wirke ähnlich traumatisch wie wenn zwischen Thüringen und Hessen > wieder Grenzkontrollen eingeführt würden, hieß es in der "Zeit". Manche > befürchten gar, die IRA könnte wieder aufleben und das Land erneut mit > Bomben und Attentaten terrorisieren. Gäbe es wieder Polizisten an > Grenzposten, würden diese zu "sitzenden Enten", also leichte Ziele für > potenzielle Terroristen, sagte ein Sprecher der Polizeigewerkschaft > Police Federation of Northern Island. > > Irlands Premierminister Enda Kenny versuchte nach dem Brexit, die Lage > zu beruhigen. Er habe sich bereits mit May darauf verständigt, dass es > nicht wieder eine harte Grenze geben soll. Außerdem solle es keine > Einschränkung für den gemeinsamen Grenzraum geben. Das allerdings sagte > der Regierungschef Anfang Dezember – da gab es noch Hoffnungen, dass die > Briten einen soften Brexit anstreben, also im EU-Binnenmarkt blieben. > Dann wäre es für die Iren halb so schlimm gekommen. Dann hätte man > ähnlich offene Grenzen wie die Nicht-EU-Mitglieder Schweiz oder Norwegen > bekommen können. Doch die sind beide Mitglied des Binnenmarktes, dem May > nun eine Absage erteilt hat. Die beiden Länder fallen als Modell also > aus. Es sei denn, man macht eine Ausnahme für die Briten und Iren. Aber > das wäre dann genau das "Rosinenpicken", das die EU verhindern will. > > Wäre es da nicht besser, wenn Irland die EU ebenfalls verließe und sich > dann mit den Briten verständigt, die gemeinsame Grenze offen zu halten? > Diese Idee wird tatsächlich diskutiert. Der ehemalige irische > Botschafter in Kanada, Ray Bassett, sagte dem "Belfast Telegraph", es > liege nicht in Irlands Interesse einen Austritt aus der EU, den Irexit, > auszuschließen. "Wir hoffen sicherlich, dass wir ein aktives und > stützendes Mitglied der EU bleiben, aber wir sollten nichts > ausschließen", zitiert ihn die Zeitung. Auch der bereits erwähnte > Kolumnist Cormac Lucey spricht sich dafür aus. Neben der engen Bindung > an Großbritannien ist für ihn auch die derzeitige Wirtschaftskrise in > weiten Teilen der EU ein wichtiges Argument. Dass die Brexit-Partei Ukip > im EU-Parlament den "Irexit" bereits im Oktober ins Spiel brachte, ist > wohl weniger ernst zu nehmen – wobei die Brexit-Krakeeler anfangs auch > in Großbritannien nicht für voll genommen wurden. > > *Euro-Austritt kaum denkbar* > > Das Verhältnis der Iren zur EU ist auch nicht frei von Spannungen. Das > zeigte die EU-Strafe für Apple im vergangenen Herbst. 13 Milliarden Euro > sollte der Computergigant wegen Steuervergünstigungen an Irland zahlen, > doch Dublin weigerte sich, das Geld anzunehmen. Man wollte es sich eben > auf keinen Fall mit den großen Playern aus den USA verscherzen. Und was, > wenn Brüssel Apple und die anderen Internet-Giganten mit weiteren > Reglementierungen und Strafzahlungen trietzt? Oder womöglich Irland > verbietet, weiter Dumping-Steuersätze zu erheben? Ob Apple, Facebook und > Google dann doch vielleicht lieber ins von allen Zwängen befreite > Nach-Brexit-Großbritannien flüchten, das überdies ebenfalls mit > niedrigen Unternehmenssteuern liebäugelt? Zugegeben, das wirkt noch weit > entfernt – mit ein paar falschen Entscheidungen kann der Status Quo aber > leicht ins Wanken geraten. > --- </hier abknabbern> --- Wieviel Geld glaubt denn Apple in UK alleine zu verdienen? Wollen sie die EU dann Samsung überlassen? Nicht, dass mich das stören würde, aber ich kenne ein paar Leute...
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Lord Neuberger "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-01-24 10:43 +0100
Re: Lord Neuberger "Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net> - 2017-01-24 16:06 +0000
Re: Lord Neuberger "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-01-24 17:13 +0100
Re: Lord Neuberger Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-01-24 19:31 +0100
Re: Lord Neuberger Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2017-01-24 19:53 +0100
Re: Lord Neuberger "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-01-24 19:54 +0100
Re: Lord Neuberger Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2017-01-24 20:05 +0100
Re: Lord Neuberger "Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net> - 2017-01-24 19:22 +0000
Re: Lord Neuberger Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-01-24 20:18 +0100
Re: Lord Neuberger Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2017-01-24 20:23 +0100
Re: Lord Neuberger Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-01-24 20:43 +0100
Re: Lord Neuberger Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-01-24 20:12 +0100
Re: Lord Neuberger Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2017-01-24 20:33 +0100
Re: Lord Neuberger Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-01-24 21:02 +0100
Re: Lord Neuberger "Juergen P. Meier" <nospam-1984@jors.net> - 2017-01-24 19:28 +0000
Re: Lord Neuberger Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-01-24 19:28 +0100
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