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Re: Der Spechtenknödl

From Sebastian Berndt <spamdelete@gmx.de>
Newsgroups ger.ct
Subject Re: Der Spechtenknödl
Date 2017-01-21 22:25 +0100
Message-ID <eei1ucFu6bnU1@mid.individual.net> (permalink)
References (2 earlier) <o5vp1i$d0l$1@tota-refugium.de> <o60142.3vschov.1!not-for-mail@ufh.invalid.de> <o5vv16$d0l$6@tota-refugium.de> <eehtnqFt4pnU1@mid.individual.net> <o60gle$d0l$13@tota-refugium.de>

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Am 21.01.2017 um 21:34 schrieb Stephan Bumberger:
> Am 21.01.2017 um 21:13 schrieb Sebastian Berndt:
>> Am 21.01.2017 um 16:33 schrieb Stephan Bumberger:
>>> Am 21.01.2017 um 16:09 schrieb Ulrich F. Heidenreich:
>>>> Stephan Bumberger in <news:o5vp1i$d0l$1@tota-refugium.de>:
>>>>
>>>>> Am 21.01.2017 um 13:52 schrieb Ruediger Lahl:
>>>>>
>>>>>> todo: Weihnachtsbeleuchtung abbauen. ;-)
>>>>>
>>>>> Warum? Maria Lichtmess ist erst am 2.2. und erst dann endet die
>>>>> Weihnachtszeit für echte Katholiken.
>>
>> Sowas Dummes. Vielleicht sollte man das mal dem Vatikan und der
>> Deutschen Bischofskonferenz mitteilen, damit sie ihre liturgischen
>> Bücher ändern können. Da steht nämlich drin, daß die Weihnachtszeit am
>> Sonntag nach dem 6. Januar endet.
>
> Das ist doch so ein neumodischer Kram, der erst seit der  Liturgiereform
> 1969 gilt, echte Katholiken haben da längere Zeiträume im Blickfeld.

Und für ganz echte Katholiken ist der Papststuhl seit 1958 vakant. Schon 
klar :-)

> http://www.kirchenzeitung.de/content/wie-lange-dauert-nun-die-weihnachtszeit-tatsaechlich
> .......
> In der ersten Generalaudienz dieses Jahres rief Papst Benedikt XVI. in
> Erinnerung, dass sich die liturgische Weihnachtszeit über 40 Tage
> erstrecke – bis zum 2. Februar.
> .......
>
> Der müsste es ja eigentlich ziemlich genau wissen.

Der vielleicht, deswegen glaube ich auch nicht, daß er das so gesagt 
hat.[1] Die Kirchenzeitung schreibt öfter mal groben Unfug, in den 
Leserfragen sowieso. Quellenstudium schützt vor Neuentdeckungen.

Das mit 1969 ist auch nicht ganz korrekt, aus zwei Gründen: vorkonziliar 
gab es nur Weihnachtsfestkreis und Osterfestkreis, die "grüne" Zeit nach 
den Festzeiten im engeren Sinne wurde den Festkreisen zugeschlagen, so 
daß Ostern (in derselben Logik wie Weihnachten bis in den Februar ging) 
bis zum Samstag vor dem 1. Advent gegangen wäre.

Der 2. Februar war niemals Ende der Weihnachtszeit. Selbst wenn man die 
Sonntage nach Epiphanie dem Weihnachtsfestkreis zuschlug, endete der am 
Samstag vor dem ersten Vorfastensonntag. Und der konnte zwei Wochen vor 
bis zwei Wochen nach Lichtmeß liegen.

[1] Bingo: 
<http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/audiences/2011/documents/hf_ben-xvi_aud_20110105.html>: 
"Wenn wir sie [die Weihnachtszeit] in einem *weiten* Sinn betrachten, 
erstreckt sie sich über 40 Tage, vom 25. Dezember bis zum 2. Februar..." 
-- Das ist eine geistliche Aussage, keine liturgische oder 
kirchenrechtliche.

Grüßle

Seb.
-- 
Meine Doktorarbeit: <http://metal-und-christentum.de/home/>
Gott haßt die Jünger der Lüge. Ein Versuch über Metal und Christentum: 
Metal als gesellschaftliches Zeitphänomen mit ethischen und religiösen 
Implikationen; Hamburg 2012 (Print und E-Book).

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Der Spechtenknödl "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-01-21 10:24 +0100
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    Re: Der Spechtenknödl Stephan Bumberger <bumberger@gmx.de> - 2017-01-21 14:51 +0100
      Re: Der Spechtenknödl "Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de> - 2017-01-21 16:09 +0100
        Re: Der Spechtenknödl Stephan Bumberger <bumberger@gmx.de> - 2017-01-21 16:33 +0100
          Re: Der Spechtenknödl Sebastian Berndt <spamdelete@gmx.de> - 2017-01-21 21:13 +0100
            Re: Der Spechtenknödl Stephan Bumberger <bumberger@gmx.de> - 2017-01-21 21:34 +0100
              Re: Der Spechtenknödl Sebastian Berndt <spamdelete@gmx.de> - 2017-01-21 22:25 +0100
                Re: Der Spechtenknödl Stephan Bumberger <bumberger@gmx.de> - 2017-01-21 23:06 +0100
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                Re: Der Spechtenknödl Stephan Bumberger <bumberger@gmx.de> - 2017-01-21 22:45 +0100
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