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Groups > de.sci.physik > #98553 > unrolled thread

Ursache der Gravitation

Started byarmin.groner@freenet.de
First post2016-08-06 10:36 -0700
Last post2016-08-12 13:48 +0200
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Contents

  Ursache der Gravitation armin.groner@freenet.de - 2016-08-06 10:36 -0700
    Re: Ursache der Gravitation Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2016-08-07 06:39 +0200
    Re: Ursache der Gravitation Jens Kallup <jkallup@web.de> - 2016-08-07 06:47 +0200
      Re: Ursache der Gravitation durchgeschnittene Orange <germanmidnightrunner@gmail.com> - 2016-08-06 22:38 -0700
        Re: Ursache der Gravitation durchgeschnittene Orange <germanmidnightrunner@gmail.com> - 2016-08-07 15:32 -0700
      Re: Ursache der Gravitation durchgeschnittene Orange <germanmidnightrunner@gmail.com> - 2016-08-06 22:38 -0700
      Re: Ursache der Gravitation Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> - 2016-08-07 12:34 +0200
      Re: Ursache der Gravitation Fritz <fritz@sea.nomail.invalid> - 2016-08-07 17:05 +0200
        Re: Ursache der Gravitation Helmut Wabnig <hwabnig@.- --- -.dotat> - 2016-08-07 23:24 +0200
      Re: Ursache der Gravitation Helmut Wabnig <hwabnig@.- --- -.dotat> - 2016-08-07 23:23 +0200
        Re: Ursache der Gravitation Jens Kallup <jkallup@web.de> - 2016-08-08 20:38 +0200
          Re: Ursache der Gravitation Homo Lykos <lykos@bluewin.ch> - 2016-08-08 22:29 +0200
            Re: Ursache der Gravitation Jens Kallup <jkallup@web.de> - 2016-08-09 01:30 +0200
            Re: Ursache der Gravitation Fritz <fritz@sea.nomail.invalid> - 2016-08-09 18:08 +0200
            Re: Ursache der Gravitation Helmut Wabnig <hwabnig@.- --- -.dotat> - 2016-08-09 20:40 +0200
              Re: Ursache der Gravitation Jens Kallup <jkallup@web.de> - 2016-08-09 22:18 +0200
                Re: Ursache der Gravitation Helmut Wabnig <hwabnig@.- --- -.dotat> - 2016-08-09 22:21 +0200
                  Re: Ursache der Gravitation Jens Kallup <jkallup@web.de> - 2016-08-09 22:23 +0200
              Re: Ursache der Gravitation Homo Lykos <lykos@bluewin.ch> - 2016-08-10 00:25 +0200
                Re: Ursache der Gravitation Jens Kallup <jkallup@web.de> - 2016-08-10 14:30 +0200
                Re: Ursache der Gravitation Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2016-08-10 23:04 +0200
                  Re: Ursache der Gravitation Paul <Pirat_Paul_Maccaroni@gmx.invalid> - 2016-08-10 23:18 +0200
                    Re: Ursache der Gravitation Fritz <fritz@sea.nomail.invalid> - 2016-08-11 17:06 +0200
                    Re: Ursache der Gravitation Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2016-08-12 08:13 +0200
                      Re: Ursache der Gravitation Mitleser <mitleser@invalid.invalid> - 2016-08-12 12:01 +0200
                        Re: Ursache der Gravitation Reinhardt Behm <rbehm@hushmail.com> - 2016-08-12 18:15 +0800
                          Re: Ursache der Gravitation Mitleser <mitleser@invalid.invalid> - 2016-08-12 12:23 +0200
                            Re: Ursache der Gravitation Reinhardt Behm <rbehm@hushmail.com> - 2016-08-12 18:43 +0800
                      Re: Ursache der Gravitation gogerdaschmidt@gmail.com - 2016-08-12 07:40 -0700
                        Re: Ursache der Gravitation Jens Kallup <jkallup@web.de> - 2016-08-12 19:13 +0200
                          Re: Ursache der Gravitation durchgeschnittene Orange <germanmidnightrunner@gmail.com> - 2016-08-12 11:39 -0700
                            Re: Ursache der Gravitation Jens Kallup <jkallup@web.de> - 2016-08-12 21:37 +0200
                  Re: Ursache der Gravitation Fritz <fritz@sea.nomail.invalid> - 2016-08-11 17:02 +0200
                    Re: Ursache der Gravitation Jens Kallup <jkallup@web.de> - 2016-08-11 19:14 +0200
                      Re: Ursache der Gravitation Fritz <fritz@sea.nomail.invalid> - 2016-08-11 19:32 +0200
                        Re: Ursache der Gravitation Jens Kallup <jkallup@web.de> - 2016-08-11 19:55 +0200
                          Re: Ursache der Gravitation Kai-Martin <kmk@lilalaser.de> - 2016-08-12 07:03 +0200
                      Re: Ursache der Gravitation Paul <Pirat_Paul_Maccaroni@gmx.invalid> - 2016-08-11 20:51 +0200
                Re: Ursache der Gravitation Gregor Scholten <g.scholten@gmx.de> - 2016-08-11 22:56 +0200
            Re: Ursache der Gravitation Ernst Sauer <Ernst.Sauer@kabelmail.de> - 2016-08-10 12:32 +0200
              Re: Ursache der Gravitation Homo Lykos <lykos@bluewin.ch> - 2016-08-11 00:32 +0200
      Re: Ursache der Gravitation Gregor Scholten <g.scholten@gmx.de> - 2016-08-14 17:21 +0200
    Re: Ursache der Gravitation Fritz <fritz@sea.nomail.invalid> - 2016-08-07 17:05 +0200
    Re: Ursache der Gravitation Gregor Scholten <g.scholten@gmx.de> - 2016-08-08 02:04 +0200
      Re: Ursache der Gravitation durchgeschnittene Orange <germanmidnightrunner@gmail.com> - 2016-08-08 13:12 -0700
    Re: Ursache der Gravitation Jens Kallup <jkallup@web.de> - 2016-08-12 13:48 +0200

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#98639

FromHomo Lykos <lykos@bluewin.ch>
Date2016-08-11 00:32 +0200
Message-ID<e11oblF7mi1U1@mid.individual.net>
In reply to#98626
Am 10.08.2016 um 12:32 schrieb Ernst Sauer:
> Am 08.08.2016 um 22:29 schrieb Homo Lykos:
> ...
>> Zu dem, was Einstein im Zusammenhang mit der SRT so gut wie sicher nicht
>> selbst fand, sondern abschrieb, verweise ich auf einen eigenen kleinen
>> Aufsatz:
>>
>> www.soso.ch/wissen/hist/SRT/Einstein_1905.pdf
>>
>
> Auch wenn ich zum Inhalt nichts beitragen kann,
> ist das ein interessanter und gut/schön zu lesender Beitrag.

Danke
>
> Zum Thema Poincaré/Einstein ist eine Bemerkung von Hermite interessant
> (siehe Wikipedia):
>
> "Man muß zugeben, daß ... Poincaré den Weg vorzeigt und Ideen vorgibt,
> aber dass er es anderen überlässt die Lücken zu füllen und damit die
> Arbeit zu vollenden."

Da darf man aber den Anlass, seine Arbeit über das Dreikörperproblem im 
Rahmen einer Preisausschreibung, zu dieser Bemerkung nicht ausser Acht 
lassen: Darin war ihm einerseits zwar ein gravierender Fehler passiert, 
den er erst aufgrund von Nachfragen fand, dessen Behebung ihn dann aber 
die wohl erste "Chaos-Arbeit" schreiben liess.

Ansonsten: Keine Menschen sind vollkommen, auch nicht Leute wie Kepler, 
Euler oder ein Poincaré; so bleibt dann auch andern noch etwas zu tun.

Und dann noch kurz zum Wiki-Artikel: Der ist bezüglich Poincaré, 
Einstein und SRT schlicht ein Ärgernis, nämlich eine geradezu absurde 
Lobhudelei zugunsten von Einstein und eine Beleidigung von Lorentz und 
Poincaré, wohl teilweise sogar wider besseres Wissen des Autors.

Andererseits: Auch Einstein hat echte Verdienste vorzuweisen, wenn auch 
nicht im (direkten) Zusammenhang mit der SRT:

1. Das originale Äquivalenzprinzip zwischen konstanter Beschleunigung 
und konstantem Schwerefeld; er hielt es für seinen glücklichsten Gedanken.

2. Der Photoeffekt

3. Die Sache mit der induzierten und spontanen Emission von etwa 1917

Peter Wolff

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#98724

FromGregor Scholten <g.scholten@gmx.de>
Date2016-08-14 17:21 +0200
Message-ID<noq29p$j6c$1@news.albasani.net>
In reply to#98558
Am 07.08.2016 um 06:47 schrieb Jens Kallup:

> habe jetzt nicht den gesamten Text gelesen, da zu müde! Die Formel E
> = m*c² gab es tatsächlich schon vor Albert Einstein. Dieses Genie
> hat sie nur wiederendeckt.
>
> Wie Du sehen kannst besteht die Formel aus 3 Komponenten: E für
> Energie m für Mass, und c für Anziehung

c ist die Lichtgeschwindigkeit, nicht irgendeine Anziehung.


> Stell Dir mal vor das die gesamte Materie, die je ausgestossen wurde
>  wieder einfriert und zurück zur Ausgangslage schrumpft. Dann würde
> die Masse des Universum in einen Fußball passen.
>
> [...]
>
> Vor dem Urknall muss also eine große Masse vorhanden gewesen sein,
> die so heiß war, das der Membram, der die ganze Masse
> zusammengehalten hat geschmolzen bzw. gerissen sein müsste.

Es steht dir natürlich frei, die gängige Vorstellung, dass die Expansion 
des Universums eine Expansion des Raumes ist, die durch die FLRW-Metrik 
beschrieben wird, abzulehnen, und stattdessen ein kosmologisches Modell 
zu entwickeln, in dem die Expansion des Universums als 
Auseinanderstreben der Galaxien in einen umgebenden leeren Raum hinein 
gedeutet wird, das seinen Ursprung darin nahm, dass die Materie des 
Universums in eine fußballgroße Region eingesperrt war, in der sie durch 
eine Membran gehalten wurde, und diese Membran dann geschmolzen oder 
gerissen ist.

Das solltest du dann allerdings nicht Urknall nennen, da der 
Urknallbegriff bereits anderweitig verwendet wird, um eine 
Anfangssingularität zu bezeichnen, bei der Raum und Zeit ihren Anfang 
nahmen. Damit führst du deine Leser arglistig in die Irre.


> Man stelle sich weiter vor, das sich diese (ich bleibe mal bei 2
> Mengen) innerhalb einer weiteren oberen Menge befanden haben...
> Woher kommt denn die schwarze Materie

Ist die ein Bestandteil deiner Theorie? Dann liegt es an dir anzugeben 
wo sie herkommt.


> In der Genforschung sind wir schon soweit, kleinste Gene sichtbar zu
>  machen. Was spricht dagegen, dass wir alle nicht Teil eines größeren
>  Teiles sind?

Gegen deine Theorie spricht, dass sie im Widerspruch zur ART steht, für 
die es jedoch zahlreiche Bestätigungen gibt.


> Nun könnte es ja so sein, das wir dann 3 Einheiten haben, auf die wir
> Bezug nehmen können: 1) Menge 1 2) Menge 2 3) Raum von Menge1 und
> Menge2
>
> Zu 3): in diesen gab es noch keine Zeit. Diese ist erst entstanden,
> als die "neuen" Atome begannen sich zu zersetzen

Das ist ein Widerspruch. Die Aussage, dass Atome mit irgendetwas 
begannen, oder dass es irgendetwas noch nicht gab, setzt voraus, dass 
die Zeit als solche bereits gegeben ist. Daher ist deine Beschreibung 
logisch sinnleer.


> und neu aufbauten.
> Heute würde man sagen, das die Zeit entstanden ist als der Mensch auf
> die Jagd ging und Felder bestellte

Du, nicht man.


> BTW: die 4 Einheit

Was soll das sein?


> Im eigentlichen Sinn gibt es keine genau Zeit. Selbst Atomuhren
> gehen nach zig bestimmter Zeit nach/vor.

Wenn es keine Zeit gibt, können Uhren nicht nach bestimmter Zeit nach 
oder vor gehen, egal ob es Atomuhren oder sonstige Uhren gibt. Deine 
Beschreibung ist also abermals logisch sinnleer.


> Oder, Die Sonne steht nicht
> immer an ihrer Stelle - sie bewegt sich wie alle anderen Körper hin
> und her.

Wenn es keine Zeit gibt, wie von dir behauptet, ist auch nicht 
definiert, ob sich etwas bewegt oder immer an seiner Stelle steht.


> Jetzt haben wir also schon 5 Einheiten: die Zeit.

Nein, haben wir nicht, du sagtest ja die Zeit gäbe es nicht. Aber auch 
wenn es die Zeit gibt, ist sie keine Einheit, sondern eine Größe. Diese 
Größe kann eine Einheit haben, z.B. Sekunde, Minute, Stunde...


> In meiner Betrachtung sind schwarze Löcher das Gegenstück zu den
> Sternen und können ein Tor zur nächsten Dimension sein.

Da schwarze Löcher hypothetische Objekte sind, die aus der ART 
abgeleitet werden, du die ART aber ablehnst, müsstest du erst einmal 
beschreiben, was deiner Ansicht nach schwarze Löcher sind.

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#98573

FromFritz <fritz@sea.nomail.invalid>
Date2016-08-07 17:05 +0200
Message-ID<no7imu$1kj$2@fritzs.eternal-september.org>
In reply to#98553
Am 06.08.16 um 19:36 schrieb armin.groner@freenet.de:
>  So das war erst mal alle Weisheit, die mich bisher so beschäftigt hat und sicherlich auch noch hin und wieder beschäftigen wird.

Welche Weisheit denn?

-- 
Fritz
„Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für 
die Gier Einzelner“ - Mahatma Gandhi

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#98586

FromGregor Scholten <g.scholten@gmx.de>
Date2016-08-08 02:04 +0200
Message-ID<no8iaj$dk4$1@news.albasani.net>
In reply to#98553
Am 06.08.2016 um 19:36 schrieb armin.groner@freenet.de:

> Ursache der Gravitation
>
> Hallo mal wieder an alle! Schön, dass ich hier mal wieder etwas
> rumphilosophieren darf. Gut, lange Rede kurzer Sinn. Der Grund,
> warum ich mich hier wieder mal zu Wort melde ist der, dass ich eine
> Erklärung für die Ursache der Gravitation gefunden haben könnte.
> Vielleicht kann sich ja noch jemand an mein Posting vom 14.04.2005
> unter
> https://groups.google.com/forum/#!topic/de.sci.physik/nUPqH4nEYYs
> erinnern, wo ich eine Erklärung für die Massenträgheit gefunden
> habe.

Du hast dort keine Erklärung für die Massenträgheit gefunden. Deine
angebliche Erklärung ist in sich widersprüchlich:

> Somit kommen hintere Ladungsteile in einem stärkeren und vordere
> Ladungsteile in einem schwächeren Feld zu liegen. Dadurch entsteht
> eine nach außen hin wirksame Kraft, die wir als Trägheitskraft
> wahrnehmen.

Eine solche nach außen hin wirksame Kraft wäre eine echte Kraft, die in
einem Inertialsystem messbar wäre, die Trägheitskraft hingegen ist eine
Scheinkraft, die nur in einem beschleunigten Bezugssystem auftritt: ein
gleichförmig bewegter Körper erscheint in einem beschleunigten
Bezugssystem beschleunigt, daher scheint eine Kraft auf den Körper zu
wirken, obwohl er tatsächlich kräftefrei ist. Eine echte Kraft mit einer 
Scheinkraft zu identifizieren ist logisch in sich widersprüchlich.

Auch kann deine nach außen hin wirksame Kraft keine Erklärung der 
Massenträgheit sein: die Definition der Größe Kraft setzt die 
Massenträgheit voraus. Die Größe Kraft definiert sich dadurch, dass auf 
einen Körper der trägen Masse m die Kraft F = m*a wirken muss, um ihm 
die Beschleunigung a zu verleihen. Die Massenträgheit kann daher nicht 
durch eine Kraft erklärt werden.

Eine Kraft, wie du sie beschreibst, gibt es indes tatsächlich: da eine 
beschleunigte Ladung Bremsstrahlung emittiert, wird ein Teil der 
Energie, die man zum Beschleunigen der Ladung aufwenden muss, nicht in 
die kinetische Energie der Ladung investiert, sondern in die 
Strahlungsenergie der Bremsstrahlung.

Da für die aufgewandte Energie dE_ges die Beziehung

dE_ges = F1 ds

gilt, wobei F1 die auf die Ladung ausgeübte Kraft ist und ds die 
Strecke, über die diese Kraft ausgeübt wird, und analog für die in die 
kinetische Energie der Ladung investierte Energie dE_kin die Beziehung

dE_kin = F_ges ds

wobei F_ges die insgesamt auf die Ladung wirkende Kraft ist, folgt mit

dE_kin < dE_ges

dass

F_ges < F1

gelten muss. Zusätzlich zur ausgeübten Kraft F1 muss also eine von der 
Emission der Bremsstrahlung verusachte zweite Kraft F2 auf die Ladung 
wirken, die der Kraft F1 entgegengesetzt ist, so dass

F_ges = F1 + F2 < F1

gilt. Diese Kraft wirkt sich also dahingegend aus, dass sie dafür sorgt, 
dass die Beschleunigung, die die Ladung erfährt, kleiner als F1/m ist, 
also kleiner als wenn allein die Kraft F1 auf die Ladung wirken würde.

Umgekehrt kann man diesen Sachverhalt auch so deuten, dass diese Kraft 
F2 dafür sorgt, dass, um der Ladung eine bestimmte Beschleunigung a zu 
verleihen, das Ausüben der Kraft F_ges = m*a nicht ausreicht, sondern 
die größere Kraft F1 > F_ges ausgeübt werden muss. Das ist aber keine 
Erklärung dafür, warum überhaupt eine Kraft ausgeübt werden muss, um die 
Ladung zu beschleunigen, also keine Erklärung für die Massenträgheit.


> Da ging es darum dass die Massenträgheitskraft in Wirklichkeit
> vielleicht gar keine extra Kraft ist

Nein, das ist auch ja auch nicht. Sie ist gar keine echte Kraft, sondern 
eine Scheinkraft, die nicht in einem Inertialsystem, sondern nur in 
einem beschleunigten Bezugssystem vorhanden ist.


> Letztendlich, was ist
> Masse. Das ist nichts Festes. Wir stellen uns vor, da muss etwas
> ganz Solides, Greifbares und Grundsätzliches sein.

Das stellst *du* dir vielleicht so vor, nicht wir. Nichtrelativistisch 
ist Masse ein Maß für die Trägheit, definiert sich also darüber, dass, 
wenn ein Körper die Masse m hat, auf ihn die Kraft F = m*a wirken muss, 
um ihm die Beschleunigung a zu verleihen. Relativistisch wird der 
Massenbegriff dazu verallgemeinert, dass Masse die Länge des 
Energie-Impuls-Vierervektors ist:

m^2 = p^mu p_mu = E^2 - p^2

Weder der nichtrelativistische noch der relativistische Massenbegriff 
gehen in irgendeiner Weise davon aus, dass Masse fest oder solide sei.

Ggf. kann der Körper, die die betreffende Masse besitzt, fest oder 
solide sein, muss er aber nicht.


> Ist es aber
> eventuell gar nicht. Führen wir uns doch mal vor Augen, wodurch macht
> sich eine Masse denn für uns nur bemerkbar? Genau! Doch lediglich nur
> durch seine zwei Kräfte, nämlich die Trägheits- und die
> Gravitationskraft.

Es können eigentlich auch noch viele andere Kräfte sein.


> So, jetzt aber mal ganz langsam. Was habe ich mir
> nun gedacht?
>
> Stellen Sie sich nun 2 Ladungen vor, die sich unendlich oder aber
> auch endlich weit in genügend weitem Abstand voneinander, sagen wir
> zum Beispiel mal 1 km weit voneinander entfernt befinden. Diese
> Ladungen haben eine Eigenmasse, die wir hier aber nicht betrachten
> wollen. Die Ladungen haben eine bestimmte Ladung. Sagen wir der
> Einfachheit halber, sie haben jeweils die Ladung von einer
> Elementarladung. Das Prinzip funktioniert aber mit jeder beliebigen
> Ladungsgröße. Was machen wir nun? Wir bewegen die Ladungen nun
> langsam aufeinander zu. Was passiert? Ich vergaß zu erwähnen, dass
> die Ladungen das gleiche Vorzeichen besitzen. Somit stoßen sie sich
> gegenseitig ab.

Anmerkung: dies bedeutet, dass Kräfte auf die beiden Ladungen wirken, 
die die Ladungen beschleunigen, hier wird also die Massenträgheit als 
gegeben vorausgesetzt.


> Ich muss also Energie reinstecken, um die Ladungen
> zusammen zu schieben. Diese berechnet sich ganz simpel nach der
> Formel W = Q / (4 * Pi * Epsilon * r), wobei jetzt hier von anfangs
> unendlich weit voneinander entfernten Ladungen ausgegangen wird. Wir
> schieben die Ladungen bis zu einem Abstand von 1 m zusammen. Auch
> hier würde jeder beliebige Abstand letztendlich zum gleichen
> Endresultat führen. Nach der Formel haben wir dazu eine Energie von
> 2,307*10^-28 Nm aufgewendet. Diese Energie ist jetzt in dem System
> der zwei Ladungen gespeichert. Wir merken uns diesen Betrag, da
> dieser für uns noch sehr interessant wird. So, jetzt müssen wir uns
> mal die Formel E = m * c^2 von Herrn Albert Einstein herauskramern.
> Diese stellen wir nach m, also m = E / c^2, um. Wir schreiben mal
> lieber dm = dW / c^2, wobei das d für Delta steht, was eine
> Differenz ausdrücken soll. Nun kommt das große Grübeln. Nach dieser
> Formel müsste jetzt unser Ladungssystem um den Betrag dm =
> 2,803*10^-45 kg schwerer geworden sein, da wir die Energie dW hinein
> gesteckt haben.

Anmerkung: hier wurde die Gültigkeit der Formel E = mc^2 als gegeben 
vorausgesetzt. Falls diese Formel darauf aufbauend hergeleitet werden 
soll, wäre das ein logischer Fehler.


> Wie kann das sein?

Na indem vorausgesetzt wurde, dass die Gleichung E = mc^2 gilt.


> Mich würde es zu gerne
> interessieren, ob Sie es wissen oder ahnen. Ich will Sie nicht länger
> auf die Folter spannen. Zwischen den Ladungen herrscht eine
> Abstoßungskraft von Fel = 2,307*10^-28 N, die man ja ganz simpel nach
> dem Coulombschen Gesetz F = Q^2 / (4 * Pi * Epsilon * r^2) berechnen
> kann. Nun aber kommt der Clou. Das Ladungssystem befindet sich ja zum
> Beispiel auf der Erde. Hier herrscht ein Gravitationsfeld von g =
> 9,81 m/s^2.

Anmerkung: hier wird vorausgesetzt, dass ein Gravitationsfeld vorhanden 
ist. Also auch die Gravitation existiert.


> Dieses krümmt zum Beispiel Lichtstrahlen um einen
> gewissen Betrag. Das ist kein Geheimnis und kann berechnet werden.

Sofern man eine entsprechende Gravitationstheorie als gegeben voraussetzt.


> Ich postuliere, da hierzu noch keine wissenschaftlichen
> Messergebnisse vorliegen, dass sich auch elektrische Felder im
> Gravitationsfeld krümmen, und zwar um den halben Betrag wie dies bei
> Lichtstrahlen der Fall ist.

Anmerkung: dieses Postulate setzt voraus, dass ein Gravitationsfeld 
vorhanden ist und somit die Gravittion existiert.


> Somit würden die elektrischen Kräfte der
> Ladungen, um jeweils 3,127*10^-15 ° verdreht auf die jeweils andere
> Ladung einwirken. Somit ergeben sich an den Ladungen sehr kleine
> Kraftkomponenten nach unten. Diese lassen sich mit den Winkelgesetzen
> ganz simpel berechnen. Man erhält für die senkrechten Kräfte
> 1,260*10^-44 N. Genau das ist die zusätzliche Masse. Denn berechnet
> man die Gravitationskraft, die die zusätzliche Masse erzeugt mit Fg =
> dm * g, so kommt man genau auf den gleichen Wert. Das war's dann
> eigentlich auch schon.

Nein, war es nicht, weil du deinen Anspruch, die Ursache für die 
Existenz der Gravitation erklären zu können, in keinster Weise erfüllt 
hast. Du hast die Existenz der Gravitation und eines Gravitationsfeldes 
bereits vorausgesetzt. Nicht nur das, du hast auch vorausgesetzt, dass 
die Gravitation die allgemein bekannte Wirkung hat, und lediglich 
postuliert, dass sie zusätzlich eine gewisse Wirkung auf elektrische 
Felder hat. Die daraus resultierende Kraft, die die beiden Ladungen nach 
unten zieht, würde somit zusätzlich zur ansonsten bereits vorhanden, auf 
die Ladungen wirkende Gravitationskraft wirken, und keinesfalls diese 
erklären.


> Vielleicht ist das ja schon die Theorie of
> Everything (TOE) oder die M-Theorie.

Mit ziemlicher Sicherheit ist das eine Theory of Nothing.


 > Ich finde aber, dass
> die Vereinigung der Gravitationskraft mit den anderen Kräften noch
> lange nicht die Welt erklärt, also mitnichten eine Theorie von Allem
> darstellt.

Es wäre insofern eine Theorie von allem, als dass man allgemein davon 
ausgeht, dass jedes Phänomen der Welt mit zumindest einer der vier 
bekannten Wechselwirkungen in Zusammenhang steht. Eine vereinheitlichte 
Theorie aller vier Wechselwirkungen würde somit jedes Phänomen 
beschreiben, und so gesehen eine Theorie von allem sein.


> Es würde zum Beispiel weiter die Frage bestehen, wie die
> elektrischen Kräfte funktionieren.

Die leicht zu beantworten ist: an jedem Punkt x im Raum existiert zu 
jeder Zeit t ein elektrische Feld E(x,t) und ein magnetisches Feld 
B(x,t). Elektrisch geladene Teilchen beeinfluss das elektrische und 
magnetische Feld und werden umgekert von den beiden beeinflusst.


> Tja, ich glaube, dass die Welt
> rein elektrisch aufgebaut sein könnte

Deine beschriebene Pseudo-Theorie steht dazu jedoch im Widerspruch, da 
du die Existenz der Gravitation voraussetzt, also auch, dass sie 
zusätzlich zur elektromagnetischen Wechselwirkung existiert.


> Aber wie ist das dann mit dem
> Higgs-Mechanismus? Aber den konnte mir ja eh noch niemand
> verständlich erklären.

Nicht? Du findest die Erklärung, dass die Dichte V(phi) der Freien 
Energie des Higgs-Feldes bei hohen Temperaturen ihr Minimum bei phi = 0 
hat, bei niedrigen Temperaturen dagegen bei phi0 > 0, so dass beim 
Unterschreiten einer kritischen Temperatur das Higgs-Feld aus dem 
Zustand phi = 0 in den Zustand phi0 > 0 wechselt, was dazu führt, dass 
Teilchen, die an das Higgs-Feld koppeln, eine Masse ungleich null 
erhalten, nicht verständlich?

Wäre es vielleicht für dich verständlicher, wenn ich dir die 
Lagrange-Dichte angebe?


> Denn das mit der Party oder dem Sirup ist ja
> Quatsch.

Was denn für eine Party und was für ein Sirup? Redest du vielleicht von 
irgendeiner populärwissenschaftlichen Umschreibung des 
Higgs-Mechanismus? Es ist ja auch selten dämlich, sich Physikwissen über 
populärwissenschaftliche Quellen aneignen zu wollen. Lies lieber ein 
ordentliches Lehrbuch.


> Aber
> komisch, dass das Higgs-Teilchen entdeckt wurde. Ist nur komisch,
> dass es nur kurz nach Kollisionen im Teilchenbeschleuniger existiert
> und sonst nicht, aber es müsste ja überall unter normalen
> Bedingungen existieren

Warum das denn?


> denn überall gibt es ja Masse.

Ja und? Für die ist das Higgs-Feld verantwortlich, nicht das Higgs-Boson.


> Oben erwähnte ich den berühmten Faktor c^2 in E = m * c^2.
> Dieser ist bei den Formeln zur Gravitation weniger gut auszumachen,
> dafür aber um so besser bei den Formeln meines oben genannten
> Postings. Ein c kommt dort aus t = s / c und das zweite c kommt aus
> der Formel Fg = Fel / c * v. Weiterhin findet man im Internet oft die
> Grundbetrachtung der Größenverhältnisse zwischen der elektrischen und
> der Gravitationskraft. Für Elektronen beträgt das Verhältnis ca.
> 10^42. Aus meinen Überlegungen ist ersichtlich, warum

Nein, ist es nicht, da deine Überlegungen nicht das Vorhandensein der 
Gravitationskraft erklären, sondern besagen, dass zusätzlich zur 
Gravitationskraft eine Kraft wirkt, die dadurch zustandekommt, dass das 
Gravitationsfeld auf das elektrische Feld einwirkt.


>  Warum wird das Licht selbst bei
> so großen Massen, wie die der Erde, nur so wenig abgelenkt. Warum
> beeinflusst eine Masse den Raum nur so gering? Hier wird seit
> Einstein gern davon gesprochen, dass eine Masse den Raum krümmt.

Nee, die Raumzeit. Dass außerdem der Raum gekümmt ist, ist eher nur ein 
Nebeneffekt.


> Tut
> mir leid, aber es konnte mir bisher leider noch immer niemand
> erklären, was ein gekrümmter Raum sein soll.

Ein gekrümmter Raum ist einer mit nichteuklidischer Geometrie. 
Entsprechend ist eine gekrümmte Raumzeit eine mit nichtminkowskischer 
Geometrie.


> Jetzt muss ich etwas
> weiter ausholen. Ende des 19. Jahrhunderts machte man sich Gedanken
> darüber, wie sich das Licht ausbreitet. Da der Wellencharakter des
> Lichtes schon bekannt war, überlegte man sich, dass es ein Medium
> geben müsste, in dem sich das Licht als Welle, analog Schall- oder
> Wasserwellen, fortbewegt. Man bezeichnete dieses Medium, wie so oft
> bei unbekannten Medien, als Äther. Diesen Äther wollte man
> versuchen, mit dem Michelson-Morley-Experiment nachzuweisen, unter
> Ausnutzung der Tatsache, dass sich das Licht in unterschiedliche
> Richtungen unterschiedlich schnell ausbreiten müsste, wenn sich der
> Äther zum Beispiel durch die Erdbewegung gegenüber der Messapparatur
> bewegt. Es konnte aber bis heute keine Richtungsabhängigkeit
> festgestellt werden. Daher verwarf man die Äthertheorie und
> behauptete, dass sich das Licht ohne Medium ausbreitet und in alle
> Richtungen auch gleich schnell ist. Dass das Licht in alle Richtungen
> gleich schnell ist, egal ob sich der Beobachter bewegt oder nicht,
> wird als Isotropie der Lichtgeschwindigkeit bezeichnet.

Wird es das? Ich kannte das bisher nur als Konstanz oder Invarianz der 
Lichtgeschwindigkeit. Woher hast du das mit der Isotropie.


> Diese
> Isotropie postuliert auch Einstein

Der postulierte eher eine Konstanz.


> und baute darauf seine
> Relativitätstheorien auf. Leider konnte mir bisher bis heute niemand
> verständlich erklären, wie sich etwas gegenüber mehreren Beobachtern,
> welche sich alle mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegen,
> immer gleich schnell sein kann.

Das ist ganz einfach. Das liegt daran, dass die Welt nicht 
galileiinvariant ist, sondern lorentzinvariant. Das bedeutet, dass zur 
Transformation zwischen zwei Inertialsystemen nicht die Galilei-Trafo zu 
verwenden ist, sondern die Lorentz-Trafo.

Sehr anschaulich kann man sich das z.B. mit einem Minkows-Diagramm wie 
dieser hier:

http://i.stack.imgur.com/5NiiK.gif

klarmachen. Die Achsen mit der Beschriftung x und ct bilden ein 
Inertialsystem S, die Achsen mit der Beschriftung x' und ct' ein zweites 
Inertialsystem S', das gegenüber dem ersten mit der Geschwindigkeit v 
bewegt ist. Die Weltlinie eines Lichtstrahls ist in blau eingezeichnet. 
Sowohl im System S kommt für dessen Geschwindigkeit dx/dt = c heraus als 
auch im System dx'/dt' = c.

Haupunterschied zwischen der Galilei- und Lorentz-Trafo, dass die 
Galilei-Trafo die Gleichzeitigkeit unverändert lässt: wären die System S 
und S' durch die Galilei-Trafo verknüpft, so wäre die x'-Achse parallel 
zur x-Achse. Unter der Lorentz-Trafo ist die Gleichzeitigkeit dagegen 
variabel.


> Das geht doch gar nicht.

Doch, das geht. Im obigen Minkowski-Diagramm ist sehr anschaulich 
dargestellt, wie es geht.


> Das ist
> irrsinnig.

Nein, ist es nicht, wie obiges Minkowski-Diagramm illustriert.


> Ich frage mich, woran soll sich die Lichtgeschwindigkeit
> bitte schön orientieren, wenn nicht an einem Medium?

An verwendeten Inertialsystem.


> Damit wären wir
> schon bei den nächsten Themen, nämlich den Relativitätstheorien von
> Einstein. Bei Einstein ist sowieso komisch, dass mal davon gesprochen
> wird, dass ein Phänomen beobachtet oder gemessen wird und dann ist
> es plötzlich tatsächlich so. Er muss sich doch mal entscheiden. Denn
> bei hohen Geschwindigkeiten und/oder kleinen Effekten, ist es
> aufgrund der endlichen Geschwindigkeit der Signalübertragung wichtig
> zu wissen, ob etwas so und so beobachtet bzw. gemessen wird oder ob
> es tatsächlich so ist.

Wenn etwas tatsächlich ist, dann kann es auch beobachtet werden.


> Auf einer umfangreichen Internetseite einer
> Frau hieß es treffend: "Eine so etablierte und vielfach überprüfte
> und bestätigte Theorie wie die Relativitätstheorie muss sich doch
> mal einig werden, ob Effekte so und so beobachtet bzw. gemessen
> werden oder tatsächlich so vorhanden sind.

Da sich beides nicht widerspricht, besteht keine Notwendigkeit für eine 
solche Entscheidung.


> Leute, die sich damit
> rühmen, die Relativitätstheorien verstanden zu haben, sollten doch
> darauf eine Antwort haben oder?"

Sicher: es besteht kein Widerspruch zwischen beidem, also bedarf es da 
keiner Entscheidung.


> Oder hat Einstein sich korrekt
> ausgedrückt und diese Unklarheiten stammen erst von Autoren?

Es gibt da keine Unklarheiten.


> Zurück
> zum Michelson-Morley-Experiment. Es zeigte keine richtungsabhängige
> Lichtgeschwindigkeit. Eine Erklärung könnte sein, dass sich der
> Äther mit der Apparatur mitbewegt, weil er von der Erde oder der
> Atmosphäre mitgenommen wird.

Da sich die Erde um die Sonne dreht, wäre eine global mitgeführter Äther 
kaum plausibel. Bliebe nur ein lokal mitgeführter Äther. Der könnte zwar 
das Ergebnis des MM-Experiments erklären, aber nicht die Ergebnisse 
anderer, früherer Experimente. Die Vorstellung eine lokal mitgeführten 
Äthers war schon zu MM-Zeiten widerlegt.


> Fakt ist
> aber, dass George Francis FitzGerald und Lorentz vorschlugen, dass
> sich die Apparatur in Bewegungsrichtung durch den Äther verkürzen
> könnte, was die Messergebnisse genau so verändern könnte, dass eine
> Ätherbewegung gegenüber der Apparatur nicht nachweisbar wäre. Warum
> eine mögliche Verkürzung der Apparatur wieder verworfen wurde, habe
> ich bis heute nicht heraus bekommen.

Dass die Lorentzsche Äthertheorie zugunsten der SRT verworfen wurde, lag 
u.a. daran, dass sie überflüssige Annahmen machte, nämlich, dass es 
einen Äther geben würde, der aber zugleich dadurch, dass eine 
Ätherbewegung gegenüber der Apparatur nicht nachweisbar sein würde, 
unbeaobchtbar wäre. Die SRT kommt mit einfacheren Annahmen aus.


> Aus Einsteins
> Relativitätstheorien folgt jedenfalls, dass sich bewegte Maßstäbe
> längs zur Bewegungsrichtung verkürzen und Uhren bzw. allgemein
> physikalische Vorgänge bei bewegten Systemen langsamer ablaufen. Sei
> es nun ob nur beobachtet oder in Wirklichkeit. Diese Vorhersagen
> veranlassten dazu, dass Uhren in Flugzeuge und Raketen gesteckt
> wurden. Und tatsächlich maß man, dass bewegte Uhren langsamer gehen.
> Auch Einsteins Aussage, dass die Zeit bzw. Uhren in
> unterschiedlichen Höhen unterschiedlich schnell gehen, bestätigte
> sich. Das ist die sogenannte gravitative Zeitdilatation. Darauf komme
> ich im Folgenden noch zurück. Ich frage mich, warum geht eine Uhr
> langsamer, wenn sie sich bewegt? Meiner Meinung nach kann das nur an
> einer Relativbewegung zum Äther liegen.

Das mag ja sein, dass das deine Meinung ist, diese Meinung ist jedoch 
falsch. In der SRT wird das dadurch erklärt, dass die 
Ganggeschwindigkeit einer Uhr in einem Inetialsysem dadurch definiert 
ist, wieviel Eigenzeit für die Uhr zwischen zwei raumartigen 
Hyperflächen verstreicht, die durch t = const definiert sind, wobei t 
die Koordinatenzeit des betreffenden Inertialsystems ist.

Bewege sich eine Uhr in einem Inertialsystem S mit der Geschwindigkeit 
v. Dann befindet sich die Uhr zur Zeit t = t1 am Punkt x1, und zur Zeit 
t = t2 am Punkt x2 = x1 + v * (t2 - t1). Die Eigenzeit Delta_tau, die 
für die Uhr zwischen t1 und t2 verstreicht, ist durch die raumzeitliche 
Bogenlänge Delta_s ihrer Weltlinie zwischen den beiden raumartigen 
Hyperflächen gegeben:

Delta_tau = Delta_s / c

Diese raumzeitliche Bogenlänge errechnet sich über die Minkowsi-Metrik 
der Raumzeit gemäß

Delta_s^2 = c^2 (t2 - t1)^2 - (x2 - x1)^2

         = c^2 (t2 - t1)^2 - v (t2 - t1)^2

         = (c^2 - v^2) (t2 - t1)^2

so dass

Delta_s = sqrt(c^2 - v^2) (t2 - t1)

und damit

Delta_tau = sqrt(c^2 - v^2) (t2 - t1) / c

           = sqrt(1 - v^2/c^2) (t2 - t1)

Für die Uhr verstreicht also weniger Eigenzeit als der vergehenden 
Koordinatenzeit t2 - t1 des betrachteten Inertialsystems entspricht.


> Es wird häufig die Frage
> aufgeworfen, dass ein Äther die Bewegung eines Körpers abbremsen
> müsste, wenn er sich durch diesen bewegt.

Wird es das? Von wem?


> Das verstehe ich nun
> wieder überhaupt nicht.

Ich auch nicht. Die Lorentzsche Äthertheorie ist in dieser Hinsicht 
durchaus konsistent. Was nichts daran ändert, dass andere Gründe gegen 
sie sprechen.


> Vielleicht ist die im Gespräch befindliche
> Raumenergie

Was für'n Ding?


> ja die Energie der Ätherteilchen oder die Energie von
> Photonen im Äther. Denn wenn der Äther einmal eine bestimmte Energie
> hat, kann sie nach dem Energieerhaltungssatz dort auch nicht einfach
> verschwinden. Das wäre analog der Wärmebewegung der Atome und
> Moleküle. Vielleicht entstehen aus dem Äther automatisch
> Elementarteilchen, sobald seine Energiedichte ein gewisses Maß
> überschreitet, ähnlich der Kondensation von Wassertröpfchen, wenn
> die Luftfeuchtigkeit zu groß wird. Dabei würden die restlichen
> Bereiche des Äthers energieärmer und es würde sich ein Gleichgewicht
> einstellen. Das Szenario, dass sich am Ende der Ausdehnung des
> Universums alle Atome auflösen könnten

Wenn du in eine Äthertheorie die Expansion des Universums einbauen 
willst, musst du zunächst einmal berücksichtigen, dass diese 
üblicherweise mittels der ART beschrieben wird: die Raumzeit ist 
großräumig so gekrümmt, wie es der FLRW-Metrik entspricht, was salopp 
formuliert bedeutet, dass der Raum zwischen den Galaxien expandiert. 
Eine Äthertheorie sollte von der ART abweichen, du müsstest also erst 
einmal klären, wie in einer Äthertheorie die Expansion des Universums 
gedeutet weren soll.


> Mir ist aufgefallen, dass bei
> Teilchenbeschleunigern oft davon geredet wird, dass die Protonen
> zertrümmert werden, um zu sehen, woraus sie bestehen.

Das solltest du nicht zu ernst nehmen. Protonen können nicht in Quarks 
zerlegt werden, weil Quarks infolge des Confinements nicht voneinander 
getrennt werden können. Vermutlich redest du von Experimenten, bei denen 
Protonen mit so hohen Energien aufeinander geschossen werden, dass sich 
bei den resultierenden Streuprozessen die innere Struktur der Protonen, 
dass sie also aus Quarks aufgebaut sind, bemerkbar macht.


> Für mich sieht
> es aber danach aus, dass die Protonen gewissermaßen nur das Mittel
> zum Zweck sind, um eine möglichst hohe Energie in einem möglichst
> kleinen Raum zu konzentrieren und diese Energie in einen
> ungeordneten Zustand zu bringen, aus der dann spontan die
> verschiedensten Elementarteilchen entstehen können. Die
> Elementarteilchen bestehen letztendlich scheinbar aus einem
> einheitlichen Stoff, dem Äther. Aber das sind nur vage Spekulationen
> von mir.

In der Tat, das sind vage Spekulationen von dir.


> So, eigentlich wollte ich ja bei der Gravitation weiter
> machen. Einstein sagte voraus, dass Uhren, die sich im
> Gravitationsfeld weiter unten befinden, langsamer laufen. Das konnte
> mittels Atomuhren präzise nachgewiesen werden. Dazu ist etliches auf
> der Internetseite der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in
> Braunschweig zu lesen. Die Uhren sind heute schon so genau, dass man
> trotz der sehr geringen Zeitunterschiede wohl schon 2 cm
> Höhenunterschied nachweisen kann. Das ist faszinierend. Noch
> interessanter wird es, wenn man sich die ermittelten Werte anschaut.
> Die Uhren zeigen auf der Erde pro Meter Höhenunterschied eine
> Gangabweichung von 1,09*10^-16. Dieser Wert steht über den Faktor c^2
> in Beziehung zur Gravitationsbeschleunigung, die 9,81 m/s^2 beträgt.
> In diesem Zusammenhang weise ich darauf hin, dass es das
> Gravitationsfeld und das Gravitationspotential gibt. Diese beiden
> Sachen werden oft verwechselt.

Von Physikern werden die eigentlich nicht verwechselt. Ausschlaggebend 
für die gravitative Zeitdilatation ist übrigens das Gravitationspotential.


> In diesem Zusammenhang muss ich wieder
> den Äther ins Spiel bringen, weil sich für mich dieser regelrecht
> aufdrängt, wenn es um Gravitation, Gravitationsfeld und
> Gravitationspotential geht. Das Gravitationsfeld wäre identisch mit
> den Stellen, an denen sich die Dichte, die Energiedichte oder eine
> andere Eigenschaft des Äthers örtlich differentiell ändert. Etwa so
> wie die Dichte der Erdatmosphäre mit der Höhe allmählich abnimmt.
> Das Gravitationspotential wäre identisch mit der Dichte, der
> Energiedichte oder einer anderen Eigenschaft des Äthers, und stellt
> die Integration, das heißt Aufsummierung der Dichteunterschiede über
> eine bestimmte Höhe dar. Das Gravitationsfeld ist auf der
> Erdoberfläche am stärksten und nimmt mit der Höhe invers quadratisch
> ab. Nach unten unterhalb der Erdoberfläche nimmt es auch allmählich
> ab, bis es im Erdmittelpunkt Null wird. Anders verhält es sich mit
> dem Gravitationspotential. Oberhalb der Erdoberfläche nimmt es mit
> der Höhe zwar ebenfalls ab, aber unterhalb steigt es allmählich bis
> zum Erdmittelpunkt an.

Eher anders herum: oberhalb der Erdoberfläche nimmt es mit der Höhe 
*zu*, und unterhalb nimmt es bis zum Erdmittelpunt *ab*. Das hängt damit 
zusammen, dass die Gravitationskraft immer in die Richtung zeigt, die 
vom höheren zum niedrigeren Gravitationspotential weist. Bei Newton gilt 
für das Gravitationspotential oberhalb der Erdoberfläche

V(r) = - G M / r

und unterhalb

V(r) ~ r^2


> Das Interessante ist nun, dass man das
> Gravitationspotential mit hochgenauen Uhren messen kann, denn die
> Ganggeschwindigkeit der Uhr hängt vom Gravitationspotential ab und
> nicht von der Stärke des Gravitationsfeldes. Zwischen zwei Planeten
> herrscht zwar kein Gravitationsfeld, aber das Gravitationspotential
> ist dort höher als weit entfernt. Der Unterschied des
> Gravitationspotentials der Erde beträgt zwischen der Erdoberfläche
> und einem unendlich weit entferntem Punkt zum Beispiel etwa
> 7*10^-10. So kann man auch für die Sonne oder unsere Milchstraße die
> Potentialunterschiede berechnen. Jede Masse bzw. Energie verursacht
> eine Erhöhung des Gravitationspotentials.

Eher eine Senkung. Allerdings auch erstmal nur bei Newton. In der ART 
gibt es keine analytische Lösung für mehr als ein Gravitationszentrum. 
In erster Näherung kann man aber davon ausgehen, dass es da ähnlich wie 
bei Newton ist.


> Jetzt sind wir endlich
> wieder da angelangt, worauf ich hinaus wollte. Warum ist die
> gravitative Wirkung 10^42 mal so klein wie die elektrische Wirkung?
> Nun ja, das könnte einfach daran liegen, dass der Beitrag eines
> Elektrons zum gesamten Gravitationspotential nur so gering ist, weil
> es nur einen sehr geringen Massenanteil an der Gesamtmasse des
> Universums hat. Denn sämtliche Massen des Universums liefern ihren
> Anteil am Gravitationspotential.

Das stimmt so auch nicht. Bei Newton würde es stimmen, nicht aber in der 
ART. In der ART wird das Universum als Ganzes durch eine kosmologische 
Lösung, genauer gesagt durch die FLRW-Metrik, beschrieben, die sich 
deutlich von der Schwarzschildlösung, die das zentralsymmetrische 
Gravitationsfeld eines einzelnen Himmelskörpers beschreibt, 
unterscheidet. Die Vorstellung eines Gravitationspotentials ist in der 
FLRW-Metrik nicht zutreffend.


> Im Internet liest man öfters über
> diesen möglichen Zusammenhang zur gesamten Masse des Universums.
> Auch zu finden unter Machsches Prinzip. Aber ich habe noch nie eine
> nähere Erklärung dazu gefunden, daher möchte ich gern darlegen, wie
> ich es mir vorstelle. Das Gravitationspotential, dass eine Masse
> hervorruft, ist berechenbar. Es ist umgekehrt proportional zur
> Entfernung.

Jedenfalls nach Newton.


 > Das Gravitationspotential
> ändert sich an der Erdoberfläche mit 1,09*10^-16 pro Meter. Ebenso
> ändert sich die Lichtgeschwindigkeit um diesen Faktor pro Höhenmeter.
> Aus der Optik ist bekannt, dass sich die Brechung des Lichtes aus
> den unterschiedlichen Lichtgeschwindigkeiten in den Medien ergibt.
> Das Gleiche gilt für Lichtstrahlen im Gravitationsfeld. Der
> Krümmungsradius des Lichtes ist direkt aus dem Faktor 1,09*10^-16
> ableitbar. Er ergibt sich direkt aus der Geschwindigkeitsdifferenz
> zwischen der Ober- und der Unterseite eines Photons unabhängig von
> deren Größe, denn bei doppelter Größe ist die
> Geschwindigkeitsdifferenz doppelt so groß, wirkt sich aber auf Grund
> der doppelten Höhe wiederum nur halb so stark aus, so dass immer die
> gleiche Krümmung heraus kommt. Ein Phänomen dabei ist, dass die
> Lichtkrümmung tatsächlich genau doppelt so groß ist, wie nach dieser
> Berechnung. Das hat Einstein vorhergesagt. Wie er darauf gekommen
> ist, habe ich noch nicht verstanden.

Das lässt sich aus der Bewegungsgleichung eines Photons für die 
Schwarzschildmetrik berechnen.


>  Noch mal zur Äthertheorie. Sie würde auch
> erklären, warum zwei sich treffende Galaxien nicht einfach
> durcheinander hindurch fliegen, sondern abgebremst werden.

Das lässt sich ganz einfach dadurch erklären, dass die Gaswolken beider 
Galaxien miteinander kollidieren.


>  Die Materie würde jetzt in diesem Fall
> beschleunigen bzw. im Fall der Galaxien wie von Geisterhand
> abgebremst werden. Auch könnte man mit der Äthertheorie die dunkle
> Energie erklären. Der Äther dehnt sich zunehmend aus und nimmt dabei
> die Materie mit.

Erst müsste eine Theorie der Expansion des Universums auf der Grundlage 
einer Äthertheorie erarbeitet werden. Da du von einem Ausdehnen des 
Äthers sprichst, scheint dir wohl vorzuschweben, die Expansion des 
Universums als Eigenbewegung der Galaxien deuten zu wollen?


> Die von Einstein vorausgesagte Verzögerung eines
> Lichtstrahls, der an der Sonne vorbei geht, kann übrigens auch
> klassisch erklärt werden. Ein Teil erklärt sich durch den gebogenen
> Weg, den das Licht zurücklegt, der ja länger ist. Ein weiterer Teil
> entsteht durch die geringere Lichtgeschwindigkeit durch das erhöhte
> Gravitationspotential in Sonnennähe.

Dass die Lichtgeschwindigkeit in Sonnennähe durch das verminderte (nicht 
erhöhte!) Gravitationspotential geringer ist, lässt sich jedoch nicht 
klassisch erklären, sondern erfordert die ART.

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#98600

Fromdurchgeschnittene Orange <germanmidnightrunner@gmail.com>
Date2016-08-08 13:12 -0700
Message-ID<920baa4e-9106-4c8f-b20e-3217d75640d6@googlegroups.com>
In reply to#98586
> Dass die Lichtgeschwindigkeit in Sonnennähe durch das verminderte (nicht 
> erhöhte!) Gravitationspotential geringer ist, lässt sich jedoch nicht 
> klassisch erklären, sondern erfordert die ART.

Gregor: c geringer.

Ähh ???

------------

Die Elite Uni München lehrte mich daß nach Albert träge Masse = schwere Masse, und frägt das auch in der Diplom Prüfung ab.

--------------------------
Das P0 ist elektrisch neutral und hat eine erhebliche Masse.

Aber der Armin ist in dieser Krepier-Endlich-Gruppe schon mal aufgefallen:

"Armin Groner 	

14.04.05


Hallo an alle!
Ich kann mir die Massenträgheit durch die elektrisch geladenen
Teilchen der Materie und deren sich mit endlicher Geschwindigkeit
ausbreitenden elektrische Felder erklären."

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#98683

FromJens Kallup <jkallup@web.de>
Date2016-08-12 13:48 +0200
Message-ID<nokd2e$u6e$1@news.albasani.net>
In reply to#98553
So,

nach dieser hitzigen Diskussion,
ein kleines Pilsner:

[_]o

lasst es Euch schmecken. :-)

Jens

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