Groups | Search | Server Info | Keyboard shortcuts | Login | Register [http] [https] [nntp] [nntps]


Groups > de.sci.mathematik > #143624 > unrolled thread

Zu grossen Sprachmodellen

Started byram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram)
First post2026-06-01 19:36 +0000
Last post2026-06-10 19:19 +0000
Articles 5 — 3 participants

Back to article view | Back to de.sci.mathematik


Contents

  Zu grossen Sprachmodellen ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) - 2026-06-01 19:36 +0000
    Re: Zu grossen Sprachmodellen Jens Kallup <paule32.jk@gmail.com> - 2026-06-02 08:50 +0200
    Re: Zu grossen Sprachmodellen ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) - 2026-06-02 13:55 +0000
      Re: Zu grossen Sprachmodellen Hans Crauel <crauel_usenet@freenet.de> - 2026-06-02 19:23 +0000
    Re: Zu grossen Sprachmodellen ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) - 2026-06-10 19:19 +0000

#143624 — Zu grossen Sprachmodellen

Fromram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram)
Date2026-06-01 19:36 +0000
SubjectZu grossen Sprachmodellen
Message-ID<Sprachmodelle-20260601202932@ram.dialup.fu-berlin.de>
  Was ich heute im Web gelesen habe (übersetzt):

|Anstatt sich darauf zu konzentrieren, einen Beweis als erster
|zu /finden/, könnten Mathematiker zukünftig darum wetteifern,
|ihn als erster zu /verstehen/.

  . Wie man gute Prompts zur Lösung mathematischer Probleme schreibt:

|Der Trick besteht darin, dem Modell ein gewisses Maß an
|Unterstützung zu geben, wie "Gib dein Bestes!" oder 
|"Gib nicht auf!". "Man versucht, das Modell zu ermutigen",
|sagt er. "Man versucht, ihm vorzuspielen, daß das Problem
|einfacher ist, als es eigentlich der Fall ist."

  . Über die kürzliche Lösung eines schwierigen Problems:

|Das System wählte einen völlig anderen Ansatz und nutzte ein
|mathematisches Werkzeug namens Von-Mangoldt-Funktion, das bei
|allen vorherigen Versuchen übersehen worden war.

  .

[toc] | [next] | [standalone]


#143639

FromJens Kallup <paule32.jk@gmail.com>
Date2026-06-02 08:50 +0200
Message-ID<10vluf0$5kuj$1@solani.org>
In reply to#143624
Am 01.06.2026 um 21:36 schrieb Stefan Ram:
>    Was ich heute im Web gelesen habe (übersetzt):
> 
> |Anstatt sich darauf zu konzentrieren, einen Beweis als erster
> |zu /finden/, könnten Mathematiker zukünftig darum wetteifern,
> |ihn als erster zu /verstehen/.
> 
>    . Wie man gute Prompts zur Lösung mathematischer Probleme schreibt:

Das Problem liegt tiefer...

Durch die Einführung der mobilen Endgeräten (in Deutschland sagt man
dazu nicht wie andernorts "Händie"), um auch bis zu den letzten Metern
die Menschen zu kontrollieren - wobei um dieses Ziel zu erreichen auch
dazu gegriffen wird, "Händies" durch Look-Angebote an die Menschlen zu
verteilen, die kulturellen Höflichkeiten wie zum Beispiel sich an mehr
als nur LOL und HDL Gesprächen zu beteiligen stark gesunken sind, dies
schon seit einige Jahrgangsstufen veranstaltet wird, und durch die ge-
startettene Disinformation der Bevölkerung durch Falschmeldungen kein
gegenseitiger, und vernüftiger Dialog ja nicht mehr stattfindet, da in
der Schule ja auch das Personal nicht mehr vorhanden ist oder mit durch
eingeführte Selbst-lern-stunden abgelöst wurden, kognitativ erlernt wird
bzw. erlernt werden kann bzw erlernt werden will...

Es ist ja einfacher ein Bonbon aus den Glas zu mopsen, das in der Nähe
der Kasse steht, anstelle zu Fragen: darf ich denn mir ein Bonbon nehmen
und ähnliche Dinge...

Desweiteren trägt dann das Fernsehen auch mit seinen Trash- und Schmud-
del-Sendungen (auch die Anbieter im Internet, die Hamster anbieten)
nicht gerade dazu bei, die Synapsen zu erweitern, ohne dabei Ballermann
oder BallaBallaMusik zu hören.

Jens

-- 
Diese E-Mail wurde von Avast-Antivirussoftware auf Viren geprüft.
www.avast.com

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#143644

Fromram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram)
Date2026-06-02 13:55 +0000
Message-ID<Leiden-20260602144449@ram.dialup.fu-berlin.de>
In reply to#143624
ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) schrieb oder zitierte:
>. Über die kürzliche Lösung eines schwierigen Problems:

  Nun gibt es eine

Leiden Declaration on Artificial Intelligence and Mathematics.

  Unabhängig davon erfuhr ich, daß einige Mathematiker darauf
  hinweisen, daß Publikationen, die mit AI-Hilfe erstellt wurden,
  oft im Bereich der Quellenangaben (Vorleistungen durch andere)
  weniger umfassend sind. Ähnlich wie einige andere Berufen be-
  klagen auch einige Mathematiker die Nutzung ihrer Arbeiten durch
  KI-Firmen ohne Gegenleistung. Die bisher recht unkommerzielle
  Mathematik werden quasi kommerzialisiert oder zum Training von
  Systemen verwendet, die dann militärisch eingesetzt werden.

  Allerdings war die Mathematik auch schon lange vor Sprachmodellen
  nie ganz ohne kommerzielle oder militärische Anwendungen.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#143649

FromHans Crauel <crauel_usenet@freenet.de>
Date2026-06-02 19:23 +0000
Message-ID<10vnaj9$2ac9g$1@dont-email.me>
In reply to#143644
Stefan Ram schrieb
> Unabhängig davon erfuhr ich, daß einige Mathematiker darauf
> hinweisen, daß Publikationen, die mit AI-Hilfe erstellt wurden,
> oft im Bereich der Quellenangaben (Vorleistungen durch andere)
> weniger umfassend sind. Ähnlich wie einige andere Berufen be-
> klagen auch einige Mathematiker die Nutzung ihrer Arbeiten durch
> KI-Firmen ohne Gegenleistung. Die bisher recht unkommerzielle
> Mathematik werden quasi kommerzialisiert oder zum Training von
> Systemen verwendet, die dann militärisch eingesetzt werden. 

Es gibt eine Klage gegen Anthropic wegen Verwendung von Inhalten 
mathematischer Veröffentlichungen (und anderer): 

<https://www.anthropiccopyrightsettlement.com/faq> 

>  Allerdings war die Mathematik auch schon lange vor Sprachmodellen 
> nie ganz ohne kommerzielle oder militärische Anwendungen. 

In den USA gibt es sehr viele mathematische Forschungsförderung 
durch Militär-Einrichtungen. Bei der Antragstellung wird versucht, 
Möglichkeiten der Verwendbarkeit der Forschungsergebnisse für 
Zwecke der jeweiligen militärischen Einrichtung zu finden und 
zu schildern, möglichst überzeugend - man will das Projekt ja 
bewilligt kriegen. Oft kommt da Unsinn raus. Die Suche nach 
einer Anwendbarkeit von Forschungsergebnissen für militärische 
Zwecke seitens sehr qualifizierter Personen gibt es dabei 
allerdings for free - für das Militär. 

Hans 

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#143733

Fromram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram)
Date2026-06-10 19:19 +0000
Message-ID<Chatbots-20260610201913@ram.dialup.fu-berlin.de>
In reply to#143624
ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) schrieb oder zitierte:
>|Der Trick besteht darin, dem Modell ein gewisses Maß an
>|Unterstützung zu geben, wie "Gib dein Bestes!" oder 
>|"Gib nicht auf!". "Man versucht, das Modell zu ermutigen",
>|sagt er. "Man versucht, ihm vorzuspielen, daß das Problem
>|einfacher ist, als es eigentlich der Fall ist."

  Inzwischen wird diese Aufgabe der Motivierung automatisch
  von anderen Chatbots erledigt. Man läßt mehrere zusammen-
  arbeiten:

  Ein Chabot ist für die eigentliche Aufgabenlösung zuständig,
  andere prüfen seine Ergebnisse, geben Rückmeldungen oder 
  spornen ihn an.

  Die besten Ergebnisse bei Tests in Mathematik erzielte ein
  Chatbot der, wenn er auf Schwierigkeiten stößt, die Möglichkeit
  hat, verschiedene andere Chatbots von verschiedenen Herstellern
  um Rat zu fragen. Das kann jedoch schnell 1000 Dollar an Kosten
  pro Problem verursachen. Und fehlende Quellenangaben sind immer 
  noch ein Problem.

[toc] | [prev] | [standalone]


Back to top | Article view | de.sci.mathematik


csiph-web