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Groups > de.sci.electronics > #205848 > unrolled thread
| Started by | Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> |
|---|---|
| First post | 2016-04-02 15:12 +0200 |
| Last post | 2016-04-03 11:17 +0200 |
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Parallelschaltung von Bipolartransistoren Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2016-04-02 15:12 +0200
Re: Parallelschaltung von Bipolartransistoren Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2016-04-02 15:38 +0200
Re: Parallelschaltung von Bipolartransistoren Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2016-04-02 17:48 +0200
Re: Parallelschaltung von Bipolartransistoren v_borchert@despammed.com (Volker Borchert) - 2016-04-02 16:37 +0000
Re: Parallelschaltung von Bipolartransistoren Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2016-04-02 20:06 +0200
Re: Parallelschaltung von Bipolartransistoren Axel_Berger@b.maus.de (Axel Berger) - 2016-04-03 00:06 +0200
Re: Parallelschaltung von Bipolartransistoren v_borchert@despammed.com (Volker Borchert) - 2016-04-03 08:41 +0000
Re: Parallelschaltung von Bipolartransistoren Axel_Berger@b.maus.de (Axel Berger) - 2016-04-03 19:34 +0200
Re: Parallelschaltung von Bipolartransistoren v_borchert@despammed.com (Volker Borchert) - 2016-04-04 13:27 +0000
Re: Parallelschaltung von Bipolartransistoren Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2016-04-03 11:51 +0200
Re: Parallelschaltung von Bipolartransistoren Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2016-04-03 12:38 +0200
Re: Parallelschaltung von Bipolartransistoren Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2016-04-03 13:08 +0200
Re: Parallelschaltung von Bipolartransistoren Gerhard Hoffmann <ghf@hoffmann-hochfrequenz.de> - 2016-04-02 15:52 +0200
Re: Parallelschaltung von Bipolartransistoren Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2016-04-02 17:52 +0200
Re: Parallelschaltung von Bipolartransistoren Axel_Berger@b.maus.de (Axel Berger) - 2016-04-02 18:14 +0200
Re: Parallelschaltung von Bipolartransistoren Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-04-02 23:01 +0200
Re: Parallelschaltung von Bipolartransistoren Kai-Martin <kmk@lilalaser.de> - 2016-04-03 00:01 +0200
Re: Parallelschaltung von Bipolartransistoren Myn Seudop <seudop@freenet.de> - 2016-04-03 08:31 +0000
Re: Parallelschaltung von Bipolartransistoren Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-04-03 11:17 +0200
| From | Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> |
|---|---|
| Date | 2016-04-02 15:12 +0200 |
| Subject | Parallelschaltung von Bipolartransistoren |
| Message-ID | <ndogf9$gu$1@gwaiyur.mb-net.net> |
Hallo, wenn man normale Transistoren parallel schaltet braucht man getrennte Emitterwiderstände, sonst geht's nicht. Kennt man, so steht's an allen Ecken und Enden. Jetzt habe ich gerade mal einen Test gemacht und zwei paar BD243/BD244 als Power-OP-Endstufe zusammengeschaltet, also direkt parallel, keine getrennten Emitterwiderstände. 8Vss Sinus am Ausgang. Dann an ein altes PC-Netzteil dran (12V) und asymmetrisch mit 2,2 Ohm mal nach Masse, mal nach +12V belastet. Die Transistorpärchen hatte ich ungekühlt zwischen den Fingern. Das wird erwartungsgemäß nach wenigen Sekunden recht "kuschelig". Aber was nicht passiert ist, keiner von beiden war spürbar wärmer als sein Kumpel. Heißt, der Strom hat sich trotzdem ungefähr gleich verteilt. Jedenfalls in einem Fenster von 20%. Alles andere hätte man an der Zeit bis zum Loslassen mühelos unterscheiden können. Geht's jetzt auf einmal doch? Marcel
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| From | Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> |
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| Date | 2016-04-02 15:38 +0200 |
| Message-ID | <ndoi0m$44d$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #205848 |
Am 02.04.2016 um 15:12 schrieb Marcel Mueller: > Hallo, > > wenn man normale Transistoren parallel schaltet braucht man getrennte > Emitterwiderstände, sonst geht's nicht. Kennt man, so steht's an allen > Ecken und Enden. > > Jetzt habe ich gerade mal einen Test gemacht und zwei paar BD243/BD244 > als Power-OP-Endstufe zusammengeschaltet, also direkt parallel, keine > getrennten Emitterwiderstände. 8Vss Sinus am Ausgang. Dann an ein altes > PC-Netzteil dran (12V) und asymmetrisch mit 2,2 Ohm mal nach Masse, mal > nach +12V belastet. Die Transistorpärchen hatte ich ungekühlt zwischen > den Fingern. Das wird erwartungsgemäß nach wenigen Sekunden recht > "kuschelig". Aber was nicht passiert ist, keiner von beiden war spürbar > wärmer als sein Kumpel. Heißt, der Strom hat sich trotzdem ungefähr > gleich verteilt. Jedenfalls in einem Fenster von 20%. Alles andere hätte > man an der Zeit bis zum Loslassen mühelos unterscheiden können. > > Geht's jetzt auf einmal doch? Hallo, die Betriebsspannung von +-6 V ist ja recht gering. Die Verlustleistung und damit die Temperaturerhöhung hängt ja quadratisch von der Betriebsspannung ab, vom Lastwiderstand nur linear. Das Temperaturempfinden der Finger ist auch nicht sehr präzise. Ich würde daher Messungen der Temperaturen vorziehen und auch der Stromaufteilung. Der Temperaturgang beim Transistor verläuft ja exponentiell! Die Stromverstärkung kann dazu auch noch stark streuen. Bernd Mayer
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| From | Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> |
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| Date | 2016-04-02 17:48 +0200 |
| Message-ID | <ndopku$mlj$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #205849 |
Am 02.04.2016 um 15:38 schrieb Bernd Mayer: [Paralleschalten von Leistungstransistoren für Audioverstärker, Temperaturgang] Nachtrag: IIRC verringert sich die Basisemitterdiodenspannung um 26 mV/°C. Das bedeutet, daß schon bei 4°C Temperaturunterschied die Differenz der Basisspannung 100mV beträgt. Der Stromunterschied beträgt dann schon mehr als eine Dekade bei direkter Parallelschaltung aller drei Anschlüsse (siehe die Diodenkennlinie). Und der Leistungsunterschied verhält sich dann entsprechend quadratisch dazu. Siehe Abbildung 3.2 auf: https://home.zhaw.ch/kunr/Elektronik/Skript_MVKuenzli_ab%20SS04/Kap_3.pdf Die Datenblätter der genannten Transistoren die ich auf die Schnelle gefunden habe enthielten zum Temperaturverhalten wenig Diagramme. http://pdf.datasheetcatalog.com/datasheet/motorola/BD244C.pdf In Figure 8 "DC current gain" kann man immerhin ablesen daß sich die Stromverstärkung bei einem Temperaturanstieg von 25°C auf 150 °C bei 100 mA ca. verdreifacht. Figure 12 zeigt den Verlauf von Basissemitterspannung/Kollektorstrom über die Temperatur. Falls man keinen Wärmeschrank zur Verfügung hat kann man das Temperaturverhalten zerstörungsfrei gut mit einem Fön plus Thermometer messen. Man baut auf einem Steckbrett einfach eine Meßschaltung auf für Stromverstärkung, Basisemitterspannung, Strom o.Ä. und bläst die Transistoren passend mit einem Fön an. Direkte Parallelschaltung diskreter Enstufentransistoren ohne Emitterwiderstände habe noch kein einziges Mal gesehen. Bei neuen Entwicklungen von Leistungstranistoren für analoge Audioverstärker z.B. bei Onsemi und Sanken hat man aus den genannten Gründen Messdioden integriert um die Temperatur direkt auf dem die zu messen für die Ruhestromeinstellung. http://www.onsemi.com/pub_link/Collateral/NJL0281D-D.PDF Bernd Mayer
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| From | v_borchert@despammed.com (Volker Borchert) |
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| Date | 2016-04-02 16:37 +0000 |
| Message-ID | <ndosfq$hc2$1@Gaia.teknon.de> |
| In reply to | #205852 |
Bernd Mayer wrote: > IIRC verringert sich die Basisemitterdiodenspannung um 26 mV/°C. Das IIRC pro 10K -- "I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mccoy@ncc1701.starfleet.fed> "I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <v_borchert@despammed.com>
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| From | Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> |
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| Date | 2016-04-02 20:06 +0200 |
| Message-ID | <ndp1nm$5r2$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #205858 |
Am 02.04.2016 um 18:37 schrieb Volker Borchert: > Bernd Mayer wrote: > >> IIRC verringert sich die Basisemitterdiodenspannung um 26 mV/°C. Das > > IIRC pro 10K Hallo, danke für die Korrektur, siehe Seite 3 auf https://home.zhaw.ch/kunr/Elektronik/Skript_MVKuenzli_ab%20SS04/Kap_3.pdf Es sind ca -2 mV/°K Bernd Mayer
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| From | Axel_Berger@b.maus.de (Axel Berger) |
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| Date | 2016-04-03 00:06 +0200 |
| Message-ID | <201604030006.a13521@b.maus.de> |
| In reply to | #205860 |
Bernd Mayer wrote on Sat, 16-04-02 20:06: >Es sind ca -2 mV/K Die schönste und eleganteste Anwendung, die ich dafür kenne, ist eine beheizte und temperaturgeregelte Spannungsreferenz aus einem LM-723.
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| From | v_borchert@despammed.com (Volker Borchert) |
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| Date | 2016-04-03 08:41 +0000 |
| Message-ID | <ndql0a$24o$1@Gaia.teknon.de> |
| In reply to | #205870 |
Axel Berger wrote: > Bernd Mayer wrote on Sat, 16-04-02 20:06: > >Es sind ca -2 mV/K > > Die schönste und eleganteste Anwendung, die ich dafür kenne, ist eine > beheizte und temperaturgeregelte Spannungsreferenz aus einem LM-723. Gibts den Schaltplan irgendwo onlain? -- "I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mccoy@ncc1701.starfleet.fed> "I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <v_borchert@despammed.com>
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| From | Axel_Berger@b.maus.de (Axel Berger) |
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| Date | 2016-04-03 19:34 +0200 |
| Message-ID | <201604031934.a14034@b.maus.de> |
| In reply to | #205872 |
Volker Borchert wrote on Sun, 16-04-03 10:41: >Gibts den Schaltplan irgendwo onlain? Tschuldigung - ich hatte's extra rausgesucht und dann vergessen hinzuschreiben: Heft 10/1986 der elrad. Es ist eine sehr ausführliche Beschreibung einschließlich Einbrennen und Abgleich. Keine Ahnung, ob das irgendwo frei online steht, ich habe in irgendeinem Karton das Heft und schon lange die CD.
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| From | v_borchert@despammed.com (Volker Borchert) |
|---|---|
| Date | 2016-04-04 13:27 +0000 |
| Message-ID | <ndtq3d$r38$3@Gaia.teknon.de> |
| In reply to | #205931 |
Axel Berger wrote: > Volker Borchert wrote on Sun, 16-04-03 10:41: > >Gibts den Schaltplan irgendwo onlain? > > Tschuldigung - ich hatte's extra rausgesucht und dann vergessen > hinzuschreiben: Heft 10/1986 der elrad. Das könnte auch hier noch in irgendeinem Karton vor sich hin oxidieren. -- "I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mccoy@ncc1701.starfleet.fed> "I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <v_borchert@despammed.com>
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| From | Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> |
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| Date | 2016-04-03 11:51 +0200 |
| Message-ID | <ndqp34$55h$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #205870 |
Am 03.04.2016 um 00:06 schrieb Axel Berger: > Bernd Mayer wrote on Sat, 16-04-02 20:06: >> Es sind ca -2 mV/K > > Die schönste und eleganteste Anwendung, die ich dafür kenne, ist eine > beheizte und temperaturgeregelte Spannungsreferenz aus einem LM-723. Hallo, ja - die habe ich auch mal aufgebaut und mit dem Fön ausgiebig getestet. Bernd Mayer
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| From | Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> |
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| Date | 2016-04-03 12:38 +0200 |
| Message-ID | <ndqrru$df0$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #205852 |
On 02.04.16 17.48, Bernd Mayer wrote: > Am 02.04.2016 um 15:38 schrieb Bernd Mayer: > > [Paralleschalten von Leistungstransistoren für Audioverstärker, > Temperaturgang] > > Nachtrag: > > IIRC verringert sich die Basisemitterdiodenspannung um 26 mV/°C. Das > bedeutet, daß schon bei 4°C Temperaturunterschied die Differenz der > Basisspannung 100mV beträgt. Ach! Und bei 28°C Temperaturunterschied geht sie dann durch null und der Transistor beginnt mit der Energieerzeugung. ;-) Ich halte die Angabe für unplausibel. Wenn ich mir VBEsat bei einem Leistungstransistor anschaue, wo das drin steht, ist der Unterschied eher vielleicht 60mV bei 60°C Temperaturdifferenz, was dann etwas einem Faktor 2 bei (höherem) Basisstrom entspricht. > Der Stromunterschied beträgt dann schon > mehr als eine Dekade bei direkter Parallelschaltung aller drei > Anschlüsse (siehe die Diodenkennlinie). Und der Leistungsunterschied > verhält sich dann entsprechend quadratisch dazu. Nein, linear. U ist gleich. > Siehe Abbildung 3.2 auf: > https://home.zhaw.ch/kunr/Elektronik/Skript_MVKuenzli_ab%20SS04/Kap_3.pdf Ähm, in der Grafik ist aber nur der Strom um einen Faktor 1000 Skaliert. Nix Temperatur. > http://pdf.datasheetcatalog.com/datasheet/motorola/BD244C.pdf > > In Figure 8 "DC current gain" kann man immerhin ablesen daß sich die > Stromverstärkung bei einem Temperaturanstieg von 25°C auf 150 °C bei > 100 mA ca. verdreifacht. Ja, aber bei ein paar Ampere lässt das schwer nach. > Figure 12 zeigt den Verlauf von > Basissemitterspannung/Kollektorstrom über die Temperatur. 30V und 75°C Unterschied für die unteren Kurven ist allerdings auch schon eine Nummer. In Fig. 11 ist aber ganz gut zu sehen, dass man eher mit 1,5mV/°C rechnen muss. > Falls man keinen Wärmeschrank zur Verfügung hat kann man das > Temperaturverhalten zerstörungsfrei gut mit einem Fön plus Thermometer > messen. Man baut auf einem Steckbrett einfach eine Meßschaltung auf für > Stromverstärkung, Basisemitterspannung, Strom o.Ä. und bläst die > Transistoren passend mit einem Fön an. Muss ich mal ausprobieren. Man weiß halt dabei nie, auf welche Temperatur man kommt. > Direkte Parallelschaltung diskreter Enstufentransistoren ohne > Emitterwiderstände habe noch kein einziges Mal gesehen. Kenne ich eigentlich auch nur von FETs. War halt mal neugierig. > Bei neuen Entwicklungen von Leistungstranistoren für analoge > Audioverstärker z.B. bei Onsemi und Sanken hat man aus den genannten > Gründen Messdioden integriert um die Temperatur direkt auf dem die zu > messen für die Ruhestromeinstellung. > http://www.onsemi.com/pub_link/Collateral/NJL0281D-D.PDF Halte ich für übertrieben. Die Ruhestromeinstellung ist nicht eben kritisch. Ein Faktor 5 hin und wieder hat bei modernen Verstärkerschaltungen mit hohem Open-Loop-Gain kaum Auswirkungen. Das Thema wird m.E. überbewertet. Außerdem reichen heute ja auf einmal auch die viel schlechteren Class D Verstärker. Vor dem Hintergrund muten die Diskussionen um die Übernahmeverzerrungen im AB-Betrieb geradezu albern an. Ich hatte so etwas ähnliches vor vielen Jahren auch mal mit normalen Transistoren gefummelt, allerdings nicht wegen dem Ruhestrom, sondern zum Schutz. Man muss halt die CE-Diode in der unbelasteten Phase rückwärts messen, also den Leckstrom. Das ist schaltungstechnisch nicht ganz ohne und funktioniert natürlich nur bei hohen Temperaturen und entsprechend Pegel am Ausgang. Am Ende des Tages hat der Aufwand nicht gelohnt, zumal auch die Bauteileigenschaften in der Disziplin extrem streuen. Marcel
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| From | Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> |
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| Date | 2016-04-03 13:08 +0200 |
| Message-ID | <ndqtig$idf$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #205877 |
Am 03.04.2016 um 12:38 schrieb Marcel Mueller: > On 02.04.16 17.48, Bernd Mayer wrote: >> Am 02.04.2016 um 15:38 schrieb Bernd Mayer: >> >> [Paralleschalten von Leistungstransistoren für Audioverstärker, >> Temperaturgang] >> >> Falls man keinen Wärmeschrank zur Verfügung hat kann man das >> Temperaturverhalten zerstörungsfrei gut mit einem Fön plus Thermometer >> messen. Man baut auf einem Steckbrett einfach eine Meßschaltung auf für >> Stromverstärkung, Basisemitterspannung, Strom o.Ä. und bläst die >> Transistoren passend mit einem Fön an. > > Muss ich mal ausprobieren. Man weiß halt dabei nie, auf welche > Temperatur man kommt. Hallo, man kann ein Thermometer dazwischenlegen, etwa von einem Digitalmultimeter oder einen LM35 Temperatursensor. http://www.ti.com/lit/ds/symlink/lm35.pdf Präziser als mit der Hand zu fühlen wird das allemal. Durch den Abstand zum Fön kann man die Erwärmung variieren und auch durch den Stufenschalter für die Leistung. Bernd Mayer
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| From | Gerhard Hoffmann <ghf@hoffmann-hochfrequenz.de> |
|---|---|
| Date | 2016-04-02 15:52 +0200 |
| Message-ID | <dma14qFdjfrU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #205848 |
Am 02.04.2016 um 15:12 schrieb Marcel Mueller: > Jetzt habe ich gerade mal einen Test gemacht und zwei paar BD243/BD244 > als Power-OP-Endstufe zusammengeschaltet, also direkt parallel, keine > getrennten Emitterwiderstände. 8Vss Sinus am Ausgang. Dann an ein altes > PC-Netzteil dran (12V) und asymmetrisch mit 2,2 Ohm mal nach Masse, mal > nach +12V belastet. Die Transistorpärchen hatte ich ungekühlt zwischen > den Fingern. Das wird erwartungsgemäß nach wenigen Sekunden recht > "kuschelig". Aber was nicht passiert ist, keiner von beiden war spürbar > wärmer als sein Kumpel. Heißt, der Strom hat sich trotzdem ungefähr > gleich verteilt. Jedenfalls in einem Fenster von 20%. Alles andere hätte > man an der Zeit bis zum Loslassen mühelos unterscheiden können. > > Geht's jetzt auf einmal doch? Nein. Kuschelig reicht nicht. Der Effekt wird mit steigender Temperatur immer stärker. Das Supply muss auch die Energie für den Exitus liefern können. Nimm mal Draht statt der 2.2 Ohm :-) Der mit dem besseren Beta oder dem schlimmeren hot spot im Kristall stirbt zuerst. Nach dessen Ableben auch der andere. Transistoren sind teilweise ganz schön leidensfähig. Ich hatte mal einen BD130Y, damals noch von Siemens, dessen Collector war mit einem gelötetem Kabelschuh angeschlossen. Das reichliche Zinn aus dem Kabelschuh war über die gesamte Transistor-Oberfläche geflossen als ich den Kurzschluss bemerkt habe. Der Transistor ging aber noch. Die Widerstände braucht man übrigens auch für MOSFETs, und sogar noch größer als bei BJTs wegen der geringeren Steilheit. Die Behauptung bzgl. des negativen TKs bei FETs gilt nur im Schalterbetrieb, nicht für "analoge" Endstufen. Gruß, Gerhard
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| From | Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> |
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| Date | 2016-04-02 17:52 +0200 |
| Message-ID | <ndopr2$n9a$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #205850 |
On 02.04.16 15.52, Gerhard Hoffmann wrote: > Nein. Kuschelig reicht nicht. Der Effekt wird mit steigender Temperatur > immer stärker. Das Supply muss auch die Energie für den Exitus liefern > können. Nimm mal Draht statt der 2.2 Ohm :-) Hab ich schon, also Krokoklemme, vielleicht 0,5 Ohm. Das packt das olle Netzteil nicht. Bei etwa 1,5 Ohm ist es nach höchstens einer Sekunde aus. Darunter praktisch sofort. (Das Teil ist geschätzt 30 Jahre alt, vmtl. aus einem XT.) > Der mit dem besseren Beta oder dem schlimmeren hot spot im Kristall > stirbt zuerst. Nach dessen Ableben auch der andere. Schon klar. Die Frage ist halt /wie/ unsymmetrisch die Verteilung wird. 30/70 wäre für meine Zwecke noch OK, da es fast einer alleine schafft. > Transistoren sind teilweise ganz schön leidensfähig. Ich hatte > mal einen BD130Y, damals noch von Siemens, dessen Collector war mit > einem gelötetem Kabelschuh angeschlossen. Das reichliche Zinn aus dem > Kabelschuh war über die gesamte Transistor-Oberfläche geflossen als > ich den Kurzschluss bemerkt habe. Der Transistor ging aber noch. Kenne ich. Ich habe mal eine Schaltung gebaut, die den thermischen Sperrschichtdurchbruch abfängt und dann einen 3055 ohne Kühlung dran gehängt. Da ist das komplette Gehäuse aufgeschmolzen, bevor der Sperrstrom deutlich angestiegen ist und die Schaltung ihn erlöst hat. Auch der lief nacher noch. Wie oft er das macht und welche Parameter er nachher hat, ist eine andere Frage. > Die Widerstände braucht man übrigens auch für MOSFETs, und sogar > noch größer als bei BJTs wegen der geringeren Steilheit. Die Behauptung > bzgl. des negativen TKs bei FETs gilt nur im Schalterbetrieb, > nicht für "analoge" Endstufen. Klingt logisch. Wobei es da hinreichend wäre, welche mit nahezu gleichen Parametern, also aus einer Charge zu nehmen. Die unterscheiden sich dann auch nicht viel mehr als die verschiedenen Bereiche des Chip im inneren. Den Rest regelt die Temperatur. ;-) Marcel
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| From | Axel_Berger@b.maus.de (Axel Berger) |
|---|---|
| Date | 2016-04-02 18:14 +0200 |
| Message-ID | <201604021814.a13314@b.maus.de> |
| In reply to | #205848 |
Marcel Mueller wrote on Sat, 16-04-02 15:12: >Geht's jetzt auf einmal doch? Für kurze Zeit ja. Der Temperaturkoeffizient ist negativ.
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| From | Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> |
|---|---|
| Date | 2016-04-02 23:01 +0200 |
| Message-ID | <ndpbo9$thl$1@dont-email.me> |
| In reply to | #205848 |
Marcel Mueller schrieb: > Hallo, > > wenn man normale Transistoren parallel schaltet braucht man getrennte Emitterwiderstände, sonst geht's nicht. Kennt man, so steht's an allen Ecken und Enden. > > Jetzt habe ich gerade mal einen Test gemacht und zwei paar BD243/BD244 als Power-OP-Endstufe zusammengeschaltet, also direkt parallel, keine getrennten > Emitterwiderstände. 8Vss Sinus am Ausgang. Dann an ein altes PC-Netzteil dran (12V) und asymmetrisch mit 2,2 Ohm mal nach Masse, mal nach +12V belastet. Die > Transistorpärchen hatte ich ungekühlt zwischen den Fingern. Das wird erwartungsgemäß nach wenigen Sekunden recht "kuschelig". Aber was nicht passiert ist, > keiner von beiden war spürbar wärmer als sein Kumpel. Heißt, der Strom hat sich trotzdem ungefähr gleich verteilt. Jedenfalls in einem Fenster von 20%. Alles > andere hätte man an der Zeit bis zum Loslassen mühelos unterscheiden können. > > Geht's jetzt auf einmal doch? Ging schon immer, kam aber auch schon immer drauf an. Leistung(mittlere), thermische Kopplung Transistor-Umwelt AKA Kühlung und thermische Kopplung der Transistoren untereinander entscheiden, ob die Temperaturen divergieren. Im neuesten AoE wird das ebenfalls (endlich) mal diskutiert und an Diagrammen gezeigt. -- mfg Rolf Bombach
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| From | Kai-Martin <kmk@lilalaser.de> |
|---|---|
| Date | 2016-04-03 00:01 +0200 |
| Message-ID | <ndpfff$htt$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #205864 |
Rolf Bombach wrote: > Im neuesten AoE wird das ebenfalls (endlich) mal diskutiert > und an Diagrammen gezeigt. > Wie ist eigentlich das bisherige kollektive Urteil zur neuen Ausgabe von Art of Electronics? Lohnt sich eine Anschaffung wenn man die alte Ausgabe schon im Regal stehen hat? Wie sind die Digital-Themen geraten? Sind kdie Autorem ihrem erfrischenden Stil treu geblieben? ---<)kaimartin(>---
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| From | Myn Seudop <seudop@freenet.de> |
|---|---|
| Date | 2016-04-03 08:31 +0000 |
| Message-ID | <20160403083113.uTBvghUp091t@sewer.dizum.com> |
| In reply to | #205866 |
Kai-Martin <kmk@lilalaser.de> wrote: > Wie ist eigentlich das bisherige kollektive Urteil zur neuen Ausgabe > von Art of Electronics? Das Lektorat hätte besser sein können. Du solltest dir auf alle Fälle die lange Liste der Fehler ausgedruckt zum Buch dazulegen: http://artofelectronics.net/errata/ Myn
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| From | Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> |
|---|---|
| Date | 2016-04-03 11:17 +0200 |
| Message-ID | <ndqmt2$n7e$1@dont-email.me> |
| In reply to | #205866 |
Kai-Martin schrieb: > Rolf Bombach wrote: > >> Im neuesten AoE wird das ebenfalls (endlich) mal diskutiert >> und an Diagrammen gezeigt. >> > > Wie ist eigentlich das bisherige kollektive Urteil zur neuen Ausgabe > von Art of Electronics? Lohnt sich eine Anschaffung wenn man die alte > Ausgabe schon im Regal stehen hat? > Wie sind die Digital-Themen geraten? > Sind kdie Autorem ihrem erfrischenden Stil treu geblieben? Ich hatte noch die erste, daher hielt ich es für angebracht, upzudaten. Das Ding ist ein Wälzer, ungewohntes Format, dick. Die gefühlte Hälfte des Textes sind Fussnoten, das ist zumindest gewöhnungsbedürftig. Liest sich aber immer noch sehr flüssig. Letztendlich ist aber mindestens das doppelte an Information im Vergleich zur ersten Auflage drin. OpAmp und Rauschen ist endlich erschöpfend dargestellt. Auch etwas mehr über Schaltregler. Digital hält sich in Grenzen, wobei das Programmieren von Controllern ja eigentlich nicht Elektronik ist. Trotzdem hat es einige Beispiele, insbesondere Nebeneinanderstellungen von analogen und digitalen Lösungen für das selbe Problem. -- mfg Rolf Bombach
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