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Groups > de.sci.electronics > #190079 > unrolled thread
| Started by | Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> |
|---|---|
| First post | 2015-07-29 16:16 +0200 |
| Last post | 2015-07-31 10:55 +0200 |
| Articles | 7 — 5 participants |
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Re: Wettervorhersage für automatische Systeme? Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> - 2015-07-29 16:16 +0200
Re: Wettervorhersage für automatische Systeme? Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> - 2015-07-29 19:14 +0200
Re: Wettervorhersage für automatische Systeme? Matthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de> - 2015-07-30 07:02 +0000
Re: Wettervorhersage für automatische Systeme? Olaf Barheine <usenet@barheine.de> - 2015-07-30 09:10 +0200
Re: Wettervorhersage für automatische Systeme? Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> - 2015-07-30 13:46 +0200
Re: Wettervorhersage für automatische Systeme? Kai-Martin Knaak <knaak@iqo.uni-hannover.de> - 2015-07-29 19:32 +0200
Re: Wettervorhersage für automatische Systeme? Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2015-07-31 10:55 +0200
| From | Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> |
|---|---|
| Date | 2015-07-29 16:16 +0200 |
| Subject | Re: Wettervorhersage für automatische Systeme? |
| Message-ID | <mpan8m$jjf$1@news2.open-news-network.org> |
Hallo, Am 29.07.2015 um 09:56 schrieb Stefan: ...[...]... > gibt es irgendwo im Web einen Dienst, über den ich Wettervorhersagen > bekomme? Ja, ganz viele und dazu sind diese manchmal sogar frei ... aber ... > Ein Bekannter fragte gerade danach, ob es eine Möglichkeit gibt, eine > automatisches Bewässerungssystem für seinen Garten zu bauen, das > vorher weiss, ob es bald regnen wird, damit nicht unnötig 2h vor dem > großen Regenguss der Garten unter Wasser gesetzt wird. Regen ist besonders im Sommer sehr kleinräumig und kann mit den Vorhersagen nicht sicher erfasst werden. Schauer und Gewitter sind lokale Phänomene. Möglicherweise wäre ein Ansatz mit Feuchtesensor sinnvoller? Wenn der Boden zu trocken wird, dann wird bewässert. Man könnte aber dann die Regenvorhersage benutzen das Bewässern für eine Nacht auszusetzen, so Regen vorhergesagt wird. Ich sehe da einen Fehler im Denkansatz. Es geht erst mal darum die notwendige Feuchtigkeit zu haben. Du musst für das System anders herum denken. Boden (zu) trocken? Braucht Wasser! Regen möglich? Dann warte ich noch ein bisschen, ansonsten wird gleich bewässert! MfG Uwe Borchert - mit Wetterfrosch-Diplom
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| From | Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> |
|---|---|
| Date | 2015-07-29 19:14 +0200 |
| Message-ID | <mpb1m6$o9n$1@news2.open-news-network.org> |
| In reply to | #190079 |
Hallo, Am 29.07.2015 um 16:42 schrieb Matthias Weingart: > Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com>: > >> Ich sehe da einen Fehler im Denkansatz. > > Oft gibt es ja Regenphasen, da regnet es so regelmässig, dass sich giessen > nicht lohnt und dann wieder lange Trockenheit. Ja. > Entweder Bodenfeuchte messen (nicht wirklich zuverlässig) oder einen > Feuchtesensor mit Gedächtnis bauen (hat es vor drei Tagen ausreichend > geregnet, dann setze die Bewässerung aus). Da würde ich dann lieber so einen > mm-Sensor einer Wetterstation einsetzen und damit die Bewässerungssteuerung > realisieren. > - Bei <2mm Regen bewässert man normal, > - waren es 10mm kann man 1 Tage aussetzen > - waren es 30mm kann man 3 Tage aussetzen usw. Also wenn man schon die tägliche Niederschlagssumme auswertet, dann eher über den Wert der letzten Tage. Rutscht die Summe der letzten N Tage unter k x Durchschnitt, mit k < 1, der Sommermonate, dann bewässere. Hier liegt der Durchschnitt für den Sommer bei um die 3 mm. Bei einer festgelegten Grenze von 2 mm wäre dann bei N = 3 mit weniger als 6 mm in den letzten 3 Tagen die Schwelle zum Bewässern erreicht. N gibt an wieviele Tage maximal ohne Niederschlag nicht bewässert wird. Als Algorithmus wäre das ungefähr so: Hole lange vor Sonnenaufgang die Niederschlagssumme vom Vortag an Alternativ, so das nicht geht: Hole die aktuelle Niederschlagssumme kurz vor Mitternacht ab und warte dann bis lange vor Sonnenaufgang. Verschiebe im Vektor mit Dim N jede gespeichert Summe um einen Platz nach hinten und setze dann an den ersten Platz die Niederschlagssumme vom Vortag. Summiere über das Feld auf und vergleiche dann mit der festgelegten Schwelle des Produkts aus k mal N mal Durchschnitt. Damit wäre man ganz grob auf der richtigen Seite und hätte einen weiteren richtigen Ansatz. Der Unterschied zu meinem Ansatz ist, dass der Zufluss (Niederschlag) gemessen wird und nicht wie bei meinem Ansatz die daraus resultierende Bodenfeuchte. Da wäre die Integralbildung schon enthalten. Beim Messen des Zufluss muss man diese erst bilden. MfG Uwe Borchert
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| From | Matthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de> |
|---|---|
| Date | 2015-07-30 07:02 +0000 |
| Message-ID | <XnsA4E75C0554313AlwLookOnTBrightSide@penthouse.boerde.de> |
| In reply to | #190094 |
Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com>: > Also wenn man schon die tÇÏgliche Niederschlagssumme auswertet, dann > eher ueber den Wert der letzten Tage. Das siehst Du richti, das kann man beliebig weit treiben. Letztlich baut man sich ein Modell des Bodens und der Austrocknung. Da müssten dann alle Daten der Wetterstation eingehen, auch Temperatur und Wind! Kann man zur richtigen Forschungsarbeit ausbauen :-). M. --
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| From | Olaf Barheine <usenet@barheine.de> |
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| Date | 2015-07-30 09:10 +0200 |
| Message-ID | <mpcilq$g8h$1@solani.org> |
| In reply to | #190122 |
Am 30.07.2015 um 09:02 schrieb Matthias Weingart: > Das siehst Du richti, das kann man beliebig weit treiben. Letztlich baut man > sich ein Modell des Bodens und der Austrocknung. Da müssten dann alle Daten > der Wetterstation eingehen, auch Temperatur und Wind! Kann man zur richtigen > Forschungsarbeit ausbauen :-). Und die Pflanzenarten nicht vergessen! Ich habe neulich von meiner Nachbarin gelernt, die mit dem grünen Daumen, dass etwa Bambus keine Wurzeln in die Tiefe bildet, sondern nur an der Oberfläche in die Breite, und deshalb ständig gegossen werden muss. Da kommen wir ganz schnell noch in die Welt der Botanik. ;-) Gruß, Olaf
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| From | Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> |
|---|---|
| Date | 2015-07-30 13:46 +0200 |
| Message-ID | <mpd2q5$c7m$1@news2.open-news-network.org> |
| In reply to | #190122 |
Hallo, Am 30.07.2015 um 09:02 schrieb Matthias Weingart: > Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com>: > >> Also wenn man schon die tÇÏgliche Niederschlagssumme auswertet, >> dann eher ueber den Wert der letzten Tage. > > Das siehst Du richti, das kann man beliebig weit treiben. Letztlich > baut man sich ein Modell des Bodens und der Austrocknung. Da müssten > dann alle Daten der Wetterstation eingehen, auch Temperatur und Wind! > Kann man zur richtigen Forschungsarbeit ausbauen :-). Das kann man durchaus machen. Aber man kann auch mit einem recht einfachen Modell arbeiten. Mein Ansatz wäre etwa folgender: Im Sommer sind die monatlichen Niederschlagsmengen weit über dem Jahresschnitt, im Winter drunter. Im Sommer fällt etwa doppelt so viel Niederschlag wie im Winter. Also kann man den Durchschnitt vom Jahr für einen Tag x K, K <= 1, als Schwelle nehmen. Dann nimmt man sich die Zeit nach der ein Garten ohne Regen bewässert werden sollte und hat schon mal ein sehr einfaches Modell. Für Deutschland liegt da dieser Tageswert um/unter die 2 mm (Bsp: Karlsruhe hat 2,06 mm/Tag) und in einigen verregneten Löchern in den Bergen geht der Wert an die 4 mm ran. http://www.wetteronline.de/klima?gid=DL Klimarechner -> Niederschlagsmenge und Analyseart Jahr Beispiel für die Gegend um Karlsruhe: Jahresanalyse Niederschlagsmenge Wetterstation Mühlacker Mittel 2001 - 2015 738.4 mm Nach Norden hin wird es trockener. Jahresanalyse Niederschlagsmenge Wetterstation Mannheim Mittel 2001 - 2015 632.3 mm Jahresanalyse Niederschlagsmenge Wetterstation Offenbach Mittel 2001 - 2015 639.5 mm Beispiel für ein nasses Loch: Jahresanalyse Niederschlagsmenge Wetterstation Freudenstadt Mittel 1990 - 2015 1563.6 mm Mit einer Zisterne ohne Abflüsse würde sich das Rechnen sehr vereinfachen. Zeitraum für die maximale Zeit ohne Niederschlag, Epsilon festlegen und dann einfach die Differenz zwischen den Zeiten Null und Null minus maximale Trockenzeit berechnen und nachsehen ob diese unter Epsilon bleibt. Mein Vorschlag mit dem Feuchtesensor im Boden war der alternative Ansatz. Da braucht man kein richtiges Modell, da reicht Messen der real bestimmenden Größe aus. Man braucht dann aber ggf. zwei Schwellen. Eine Schwelle ab der der Boden als trocken betrachtet wird und man Wässern könnte. In diesem Bereich schaut man noch nach ob es Miederschlag geben könnte. Diese Schwelle ist aber optional. Dann kommt eine Schwelle unterhalb der auf jeden Fall bewässert wird. Diese Schwelle ist obligatorisch. So man die Technik dafür hat würde ich dieses Verfahren bevorzugen, da es direkt die bestimmende Größe misst und daher keine Modellfehler möglich sind. Mein obigens Modell mit der Niederschlagssumme hat einen „Fehler“, Temperatur und Wind bestimmen die Verdunstung und gehen nicht ein sondern werden als konstant angenommen. Noch mal eingehen sollte man da auf die wichtige Eigenschaft von zu trockenen Böden Wasser schlechter aufnehmen zu können. Daher kann es durchaus sinnvoll sein auch noch vor einem Niederschlag zu wässern. Der Ansatz mit der direkten Feuchtemessung würde dieses berücksichtigen können. Damit das Wasser aber nicht gleich wieder verdunstet bewässert man in den frühen Morgenstunden einige Zeit vor Sonnenaufgang. Da ist der Boden schon relativ abgekühlt und das Wasser hat genug Zeit in den Boden zu versickern bevor die Sonne wieder raus kommt. MfG Uwe Borchert
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| From | Kai-Martin Knaak <knaak@iqo.uni-hannover.de> |
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| Date | 2015-07-29 19:32 +0200 |
| Message-ID | <mpb2oc$ols$1@news2.open-news-network.org> |
| In reply to | #190079 |
Matthias Weingart wrote: > Da w�rde ich dann lieber so einen > mm-Sensor einer Wetterstation einsetzen und damit die > Bew�sserungssteuerung realisieren. Alternative zur eigenen Sensor-Hardware: Aus dem Regenradar eines der diversen Wetterdienste die Niederschlagsmenge am eigenen Standort extrahieren. Oder direkt die gemessenen Werte der nächsten "offiziellen Wetterstation" vom Vortag / Vorwoche / Vormonat abfragen. Auf die schnelle fand ich diese Angaben bei wetteronline.de : http://www.wetteronline.de/wetterdaten/hannover?pcid=pc_rueckblick_data&gid=10338&pid=p_rueckblick_diagram&sid=StationHistory&iid=10338&month=07&year=2015&period=4¶id=RR24 Das geht aber sicher auch über andere Kanäle und als Zahl statt als Grafik. ---<)kaimartin(>--- -- Kai-Martin Knaak tel: +49-511-762-2895 Universität Hannover, Inst. für Quantenoptik fax: +49-511-762-2211 Welfengarten 1, 30167 Hannover http://www.iqo.uni-hannover.de GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=Knaak+kmk&op=get
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| From | Peter Thoms <dl6lat@darc.de> |
|---|---|
| Date | 2015-07-31 10:55 +0200 |
| Message-ID | <mpfd65$68b$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #190079 |
Am 29.07.2015 um 16:42 schrieb Matthias Weingart: > Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com>: > >> Ich sehe da einen Fehler im Denkansatz. > > Oft gibt es ja Regenphasen, da regnet es so regelmässig, dass sich giessen > nicht lohnt und dann wieder lange Trockenheit. > Entweder Bodenfeuchte messen (nicht wirklich zuverlässig) oder einen > Feuchtesensor mit Gedächtnis bauen (hat es vor drei Tagen ausreichend > geregnet, dann setze die Bewässerung aus). Da würde ich dann lieber so einen > mm-Sensor einer Wetterstation einsetzen und damit die Bewässerungssteuerung > realisieren. > - Bei <2mm Regen bewässert man normal, > - waren es 10mm kann man 1 Tage aussetzen > - waren es 30mm kann man 3 Tage aussetzen usw. > > Da kann man natürlcih Pech haben und nach langer Trockenheit trotzdem kurz > vor einem Wolkenbruch bewässern. Das ist dann Pech, oder vielleicht sogar > gut, leicht feuchter Boden nimmt Regen viel besser auf, als trockener. Hallo, genau so ist es. Nun sind die Böden aber aber alle etwas unterschiedlich, somit verringert sich die Treffgenauigkeit etwas. Aber, zum überschwemmen durch die Bewässerung wird es nie kommen, außer ein Tollpatsch ist am Handwerk. Dann besser das Geld in einen Gärtner investieren und passende Pflanzen setzen. Peter
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