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Groups > de.sci.electronics > #363810 > unrolled thread

Lagerzeit Akkugeräte

Started byandreas quast <bu3ro.kratz@fr33n3t.de>
First post2025-09-24 14:30 +0000
Last post2025-09-26 09:45 +0200
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Contents

  Lagerzeit Akkugeräte andreas quast <bu3ro.kratz@fr33n3t.de> - 2025-09-24 14:30 +0000
    Re: Lagerzeit Akkugeräte Volker Bartheld <news2025@bartheld.net> - 2025-09-24 16:58 +0200
      Re: Lagerzeit Akkugeräte Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de.invalid> - 2025-09-24 23:49 +0200
        Re: Lagerzeit Akkugeräte Volker Bartheld <news2025@bartheld.net> - 2025-09-25 14:40 +0200
    Re: Lagerzeit Akkugeräte "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2025-09-24 15:03 +0000
      Re: Lagerzeit Akkugeräte Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2025-09-24 18:35 +0200
        Re: Lagerzeit Akkugeräte Volker Bartheld <news2025@bartheld.net> - 2025-09-25 14:31 +0200
          Re: Lagerzeit Akkugeräte Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2025-09-26 11:58 +0200
    Re: Lagerzeit Akkugeräte Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> - 2025-09-24 22:02 +0200
    Re: Lagerzeit Akkugeräte Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de.invalid> - 2025-09-24 23:35 +0200
    Re: Lagerzeit Akkugeräte Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2025-09-25 19:50 +0200
      Re: Lagerzeit Akkugeräte Volker Bartheld <news2025@bartheld.net> - 2025-09-26 09:15 +0200
      Re: Lagerzeit Akkugeräte Volker Bartheld <news2025@bartheld.net> - 2025-09-26 09:27 +0200
        Re: Lagerzeit Akkugeräte Hergen Lehmann <hlehmann-usenet24@snafu.de> - 2025-09-26 09:45 +0200

#363810 — Lagerzeit Akkugeräte

Fromandreas quast <bu3ro.kratz@fr33n3t.de>
Date2025-09-24 14:30 +0000
SubjectLagerzeit Akkugeräte
Message-ID<10b0v9c$3mvlf$1@dont-email.me>
Fest verbaute Akkus und das Fehlen von (Stromlos-)Hardwareschaltern sind 
heute weit verbreitet. Da sollten sich nach der Herstellung in Lager in 
Handel die Akkus doch ständig entladen.

Wie lange kann man wohl ladenneue Geräte zuhause weiterlagern, bis Kunde 
das erste Mal den Akku nachladen muss, damit das Gerät (also der Akku) 
durch lagern und (tief-)entladen keinen Schaden nehmen?

So habe ich z.B. seit einem Jahr eine Schallzahnbürste vom Discounter im 
Keller liegen und frage mich, wann das Teil erstmalig ans Netz muss, falls 
die vorige Zahnbürste im Gebrauch noch länger durchhält.

Zu standby-Stromverbrauch und Akkukapazität schweigt sich die 
Bedienungsanleitung selbstverständlch aus.

Vielleicht teilt Ihr Eure Ideen dazu mit mir?
Danke
aq

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#363811

FromVolker Bartheld <news2025@bartheld.net>
Date2025-09-24 16:58 +0200
Message-ID<bce00f7b5bcd87c127c34158a5a7659e8b62379b.camel@bartheld.net>
In reply to#363810
1. Du sollst keine Geräte kaufen, die Du nicht nutzt.

2. Gute NiMH-Ready-To-Use-Akkus kann man jahrelang lagern ohne Risiko einer
Beschädigung.

3. Der Ruhestromverbrauch von Geräten ist unbekannt.

4. Der originale EP500-Akku meines Sony Xperia Active lag durch ein Versehen
über 5 Jahre im Kühlschrank und hat deutlich mehr Kapazität als ein
niegelnagelneuer Nachbau.

5. "Hintenraus", d. h. bei zunehmend geringerem Ladestand sinkt die
Selbstentladungsrate meist. Das ist eine nützliche Eigenschaft.

6. Ich hatte schon "Quallitäts"-LiPo-Akkus (Akku King, Anker, Patona), die
entluden sich so schnell, dass sie nach einem Monat im Gerät kaputt waren. Ohne
feststellbaren Ruhestromverbrauch.

7. Li-Ionen-Akkus gehen auch ohne Tiefentladung mit der Zeit kaputt. Sogar je
schneller, je voller sie sind.

8. Du sollst keine Geräte kaufen, die Du nicht nutzt.

Ach ja, sagte ich es schon:

Du sollst keine Geräte kaufen, die Du nicht nutzt.

Volker

On Wed, 2025-09-24 at 14:30 +0000, andreas quast wrote:
> Fest verbaute Akkus und das Fehlen von (Stromlos-)Hardwareschaltern sind 
> heute weit verbreitet. Da sollten sich nach der Herstellung in Lager in 
> Handel die Akkus doch ständig entladen.
> 
> Wie lange kann man wohl ladenneue Geräte zuhause weiterlagern, bis Kunde 
> das erste Mal den Akku nachladen muss, damit das Gerät (also der Akku) 
> durch lagern und (tief-)entladen keinen Schaden nehmen?
> 
> So habe ich z.B. seit einem Jahr eine Schallzahnbürste vom Discounter im 
> Keller liegen und frage mich, wann das Teil erstmalig ans Netz muss, falls 
> die vorige Zahnbürste im Gebrauch noch länger durchhält.
> 
> Zu standby-Stromverbrauch und Akkukapazität schweigt sich die 
> Bedienungsanleitung selbstverständlch aus.
> 
> Vielleicht teilt Ihr Eure Ideen dazu mit mir?

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#363816

FromSieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de.invalid>
Date2025-09-24 23:49 +0200
Message-ID<20250924234909.63a9a70c@Achmuehle.WOR>
In reply to#363811
Hallo Volker,

Du schriebst am Wed, 24 Sep 2025 16:58:38 +0200:

> 1. Du sollst keine Geräte kaufen, die Du nicht nutzt.

Guter Ratschlag, der zudem die Resourcen schont.
...
> 4. Der originale EP500-Akku meines Sony Xperia Active lag durch ein
> Versehen über 5 Jahre im Kühlschrank und hat deutlich mehr Kapazität als
> ein niegelnagelneuer Nachbau.

NiMH oder Li? Wohl eher letzteres, da ist das durchaus glaubhaft.

> 5. "Hintenraus", d. h. bei zunehmend geringerem Ladestand sinkt die
> Selbstentladungsrate meist. Das ist eine nützliche Eigenschaft.

Wobei man sich aber nicht darauf verlassen sollte, daß das die
Lagerfähigkeit merklich verbessert.

> 6. Ich hatte schon "Quallitäts"-LiPo-Akkus (Akku King, Anker, Patona), die
> entluden sich so schnell, dass sie nach einem Monat im Gerät kaputt
> waren. Ohne feststellbaren Ruhestromverbrauch.

Da war dann wohl eine "BMS"-Schaltung eingebaut, die die Zellen entweder
selber tiefentladen hat oder nach dem Wiederaufladen nicht (schnell genug)
ausgleichen konnte. Dadurch könnte sich sogar eine oder mehrere Zellen
umgepolt haben, was Li-Akkus noch weniger mögen als NiMH.

> 7. Li-Ionen-Akkus gehen auch ohne Tiefentladung mit der Zeit kaputt.
> Sogar je schneller, je voller sie sind.
        ^^umso
Und ganz besonders, wenn sie eine besonders "besorgte" BMS-Schaltung
enthalten, die "vorsorglich" bei jeder Entladung bis nahe an den
Mindeststand die zugelassene Maximalladung ("Kapazität") um einen "kleinen"
Prozentsatz zurücknimmt und die Aufladung ggfs. sogar abbricht. Wird gerne
eingesetzt bei Computern, auch "Händies" o.ä. Da kann man das sogar selber
beobachten, sofern man weiß, wie man Zugriff auf die Batteriedaten erhält.
Unter Linux gibt es die meistens sogar direkt im "/sys"-Verzeichnisbaum
(evtl. geht das auch unter Android mit Linux-Kernel).

-- 
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
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#363818

FromVolker Bartheld <news2025@bartheld.net>
Date2025-09-25 14:40 +0200
Message-ID<dc0ada3c836ffe75d8935dbeb63e6ff192ba3102.camel@bartheld.net>
In reply to#363816
On Wed, 2025-09-24 at 23:49 +0200, Sieghard Schicktanz wrote:
> > 6. Ich hatte schon "Qualitäts"-LiPo-Akkus (Akku King, Anker, Patona), die
> > entluden sich so schnell, dass sie nach einem Monat im Gerät kaputt
> > waren. Ohne feststellbaren Ruhestromverbrauch.
> Da war dann wohl eine "BMS"-Schaltung eingebaut, die die Zellen entweder
> selber tiefentladen hat oder nach dem Wiederaufladen nicht (schnell genug)
> ausgleichen konnte. Dadurch könnte sich sogar eine oder mehrere Zellen
> umgepolt haben, was Li-Akkus noch weniger mögen als NiMH.

Das sind bzw. waren Li-Ionen-Einzelzell-Akkus. Die Gegend hier:
https://www.amazon.de/dp/B08BX2MGVN
https://www.amazon.de/dp/B00CPB0318
https://www.amazon.de/dp/B0094RUFBY

Alles ziemlicher Mist.


Meine Original-Nikon-EN-EL3e tun seit 15 Jahren wunderbar und die Sony NP-FV70
seit über 10. Auch nach tw. monatelanger Lagerung. Es ist also ganz
offensichtlich möglich, brauchbare Lithiumakkus zu bauen.

Volker

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#363812

From"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
Date2025-09-24 15:03 +0000
Message-ID<mjifivFobrlU2@mid.individual.net>
In reply to#363810
andreas quast <bu3ro.kratz@fr33n3t.de> wrote:
>Fest verbaute Akkus und das Fehlen von (Stromlos-)Hardwareschaltern sind 
>heute weit verbreitet. Da sollten sich nach der Herstellung in Lager in 
>Handel die Akkus doch ständig entladen.
>
>Wie lange kann man wohl ladenneue Geräte zuhause weiterlagern, bis Kunde 
>das erste Mal den Akku nachladen muss, damit das Gerät (also der Akku) 
>durch lagern und (tief-)entladen keinen Schaden nehmen?
>
>So habe ich z.B. seit einem Jahr eine Schallzahnbürste vom Discounter im 
>Keller liegen und frage mich, wann das Teil erstmalig ans Netz muss, falls 
>die vorige Zahnbürste im Gebrauch noch länger durchhält.
>
>Zu standby-Stromverbrauch und Akkukapazität schweigt sich die 
>Bedienungsanleitung selbstverständlch aus.
>
>Vielleicht teilt Ihr Eure Ideen dazu mit mir?
>Danke
>aq
Das hängt von der verwendeten Akkuchemie ab. NiMH verträgt Tiefentladung
besser als LiIon, welche (bei Einzelzellen) unter ca. 2.5 V als defekt
gelten und von der Ladeelektronik dann nicht mehr geladen werden.
Da LiIon-Zellen mehrere 100 Ladezyklen vertragen und deren
Selbstentladung sehr gering ist, sollte ein Aufladen alle 2-3 Monate
unproblematisch sein.

-- 
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de

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#363813

FromAndreas Bockelmann <xotzil@gmx.de>
Date2025-09-24 18:35 +0200
Message-ID<3181e87815c2663179f13b4ca0cf0d05@wxp-nb-01.mouse.local>
In reply to#363812
Peter Heitzer schrieb:
> andreas quast <bu3ro.kratz@fr33n3t.de> wrote:
>> Fest verbaute Akkus und das Fehlen von (Stromlos-)Hardwareschaltern sind
>> heute weit verbreitet. Da sollten sich nach der Herstellung in Lager in
>> Handel die Akkus doch ständig entladen.
>>
>> Wie lange kann man wohl ladenneue Geräte zuhause weiterlagern, bis Kunde
>> das erste Mal den Akku nachladen muss, damit das Gerät (also der Akku)
>> durch lagern und (tief-)entladen keinen Schaden nehmen?
>>
>> So habe ich z.B. seit einem Jahr eine Schallzahnbürste vom Discounter im
>> Keller liegen und frage mich, wann das Teil erstmalig ans Netz muss, falls
>> die vorige Zahnbürste im Gebrauch noch länger durchhält.
>>
>> Zu standby-Stromverbrauch und Akkukapazität schweigt sich die
>> Bedienungsanleitung selbstverständlch aus.
>>
>> Vielleicht teilt Ihr Eure Ideen dazu mit mir?
>> Danke
>> aq
> Das hängt von der verwendeten Akkuchemie ab. NiMH verträgt Tiefentladung
> besser als LiIon, welche (bei Einzelzellen) unter ca. 2.5 V als defekt
> gelten und von der Ladeelektronik dann nicht mehr geladen werden.

Von daher sollte man wieder auf die guten, alten NiCd-Zellen zurückgehen. 
Langzeitlagerung der Zellen: Am besten kurzgeschlossen.

Aber zur Ausgangsfrage: Es hängt auch von den fabrikneuen Geräten ab. Ich 
habe schon Notebooks gehabt, da musste der Akku erst eingeschaltet werden 
(z.B. durch kurzes Anschließen ans Netzteil. Teilweise konnte man über eine 
Funktion im UEFI den Akku auch wieder einschläfern um das Gerät zu lagern.

Ein großer Schlagschrauber (von Milwaukee) hat es mir mal überle genommen, 
ihn nicht regelmäßig auf den Akkustand zu kontrolieren. Der hat seinen 
steckbaren LiIon-Akku langsam leergenuckelt, dann sprang die Knopfzelle zum 
Speichererhalt an, wurde auch leer und ab dem Moment funktionierten weder 
die verschiedenen gespeicherte Profile noch Bluetooth. Zum Glück hatte ich 
noch Garantie und der Milwaukee-Service war sehr gut.

Gesundheitlich bedingt kann ich nicht mehr sleber schrauben, sprich der 
Milwaukee wird eigentlich nur noch für den Räderwechsel eingesetzt, 
entsprechend lade ich die Akkus regelmäßig nach.

-- 
  Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Bockelmann

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#363817

FromVolker Bartheld <news2025@bartheld.net>
Date2025-09-25 14:31 +0200
Message-ID<fc954e333d96075bd1f2ca9e7ee6beacb5841c37.camel@bartheld.net>
In reply to#363813
On Wed, 2025-09-24 at 18:35 +0200, Andreas Bockelmann wrote:
> Ein großer Schlagschrauber (von Milwaukee) hat es mir mal überle genommen, 
> ihn nicht regelmäßig auf den Akkustand zu kontrolieren. Der hat seinen 
> steckbaren LiIon-Akku langsam leergenuckelt, dann sprang die Knopfzelle zum 
> Speichererhalt an, wurde auch leer und ab dem Moment funktionierten weder 
> die verschiedenen gespeicherte Profile noch Bluetooth. [...]
> Gesundheitlich bedingt kann ich nicht mehr selber schrauben, sprich der 
> Milwaukee wird eigentlich nur noch für den Räderwechsel eingesetzt

Haha. Elektro-Schlagschrauber mit Bluetooth zum Räderwechsel. Was bin ich froh
um meinen Hazet 9012SPC. Unbegrenzt lagerfähig, nicht trojanisierbar, 850Nm
Lösemoment, 110€ damals.

Volker

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#363823

FromAndreas Bockelmann <xotzil@gmx.de>
Date2025-09-26 11:58 +0200
Message-ID<b592f59783c18aef225f06a454b0bc58@wxp-nb-01.mouse.local>
In reply to#363817
Volker Bartheld schrieb:
> On Wed, 2025-09-24 at 18:35 +0200, Andreas Bockelmann wrote:
>> Ein großer Schlagschrauber (von Milwaukee) hat es mir mal überle genommen,
>> ihn nicht regelmäßig auf den Akkustand zu kontrolieren. Der hat seinen
>> steckbaren LiIon-Akku langsam leergenuckelt, dann sprang die Knopfzelle zum
>> Speichererhalt an, wurde auch leer und ab dem Moment funktionierten weder
>> die verschiedenen gespeicherte Profile noch Bluetooth. [...]
>> Gesundheitlich bedingt kann ich nicht mehr selber schrauben, sprich der
>> Milwaukee wird eigentlich nur noch für den Räderwechsel eingesetzt
> 
> Haha. Elektro-Schlagschrauber mit Bluetooth zum Räderwechsel. Was bin ich froh
> um meinen Hazet 9012SPC. Unbegrenzt lagerfähig, nicht trojanisierbar, 850Nm
> Lösemoment, 110€ damals.

Ja, ich habe auch noch einen älteren Hazet, der hat nur 30Nm. Nutzt mir nur 
nichts, wenn ich in den Garagen nicht ausreichend Strom für den Kompressor 
habe, und der will mit 16 Ampere recht träge abgesichert sein.


-- 
  Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Bockelmann

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#363814

FromAxel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De>
Date2025-09-24 22:02 +0200
Message-ID<68D44E51.E5C28E1@Berger-Odenthal.De>
In reply to#363810
andreas quast wrote:
> Vielleicht teilt Ihr Eure Ideen dazu mit mir?

Zu Neugeräten kann ich naturgemäß nichts sagen. Aber ältere im Regal
abelegte Geräte sind nach etlichen Jahren trotz bereits verschlissener
Akkus immer noch mindestens halb voll.

Es gibt Ausnahmen. Bei meinen recht neuen Fujitsus muß ich schon für
eine Woche die Akkus entnehmen und danebenlegen. Aber das ist selten und
eine offensichtliche Fehlkonstruktion. Der IBM/Lenovo lag wohl zehn
Jahre mit Akku ungenutzt rum.


-- 
/¯\   No  |    Dipl.-Ing. F. Axel Berger    Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\ /  HTML |    Roald-Amundsen-Straße 2a     Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X    in  |    D-50829 Köln-Ossendorf      http://berger-odenthal.de
/ \  Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

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#363815

FromSieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de.invalid>
Date2025-09-24 23:35 +0200
Message-ID<20250924233513.2b96cf7a@Achmuehle.WOR>
In reply to#363810
Hallo andreas,

Du schriebst am Wed, 24 Sep 2025 14:30:04 -0000 (UTC):

> Fest verbaute Akkus und das Fehlen von (Stromlos-)Hardwareschaltern sind 
> heute weit verbreitet. Da sollten sich nach der Herstellung in Lager in 
> Handel die Akkus doch ständig entladen.

Tun sie ja auch, in sehr variablem Maß.

> Wie lange kann man wohl ladenneue Geräte zuhause weiterlagern, bis Kunde 
> das erste Mal den Akku nachladen muss, damit das Gerät (also der Akku) 
> durch lagern und (tief-)entladen keinen Schaden nehmen?

Bei einem guten Greät von einem guten Hersteller steht das "öfters" in der
Betriebsanleitung. Bei Geräten mit Einzelzellen-Akkus ist das relativ
unkritisch. Unangenehm kann das bei Mehrzellen-Akkus werden, weil da schon
bei tiefer Entladung einzelne Zellen umgepolt werden könnten, was auch bei
relativ tiefentladeresistenten NiMH- (NiCd-) Zellen Schäden provozieren
kann. Li-Zellen sollten möglicht nie tiefer als etwas unter 3V, aber
niemals wirklich tief entladen werden. Leider haben da oft schon die
Akkupacks intern eingebaute BMS-Schaltungen, die immer einen gewissen
Reststrom brauchen und damit den Akku beschädigen können. Manche Geräete
mit solche Akkus enthalten aber das BMS auf der Geräteseite, so daß ein
Herausnehmen des Akkus einer Tiefentladung vorbeugt. Li-Akkus haben extrem
lange Standzeiten ohne Nachladung, insbes. wenn sie mit einem mittleren
Ladestand gelagert werden. EIn Jahr ist da meist kein Problem.

> So habe ich z.B. seit einem Jahr eine Schallzahnbürste vom Discounter im 
> Keller liegen und frage mich, wann das Teil erstmalig ans Netz muss,
> falls die vorige Zahnbürste im Gebrauch noch länger durchhält.

Da ist halt die Frage, welche Art Akku diese Zahnbürste enthält. Bei ein-
und wohl auch zweizelligen NiMH dürfte das wohl recht egal sein. Vor erstem
Gebrauch aufladen sollte passen. Bei einem Einzelzellen-Li-Akku, den man
nicht per Meßgerät kontrollieren kann, könnte man daran denken, das Gerät
mal kurz einzuschalten, um den Ladestand abzuschätzen. "Klingt" das "voll",
kann er wohl noch einige Zeit weiter liegen bleiben, ansonsten sollte er
auf einen mittleren Ladestand nachgeladen werden, aber nicht voll und damit
weiter gelagert, weil das schädliche Nebenreaktionen auslösen könnte.

> Zu standby-Stromverbrauch und Akkukapazität schweigt sich die 
> Bedienungsanleitung selbstverständlch aus.

Degenerationserscheinung der Industrie, AFAIK eigentlich sogar hierzulande
eine einklagbare Vorenthaltung von Gerätedaten. Macht halt nur keiner.

> Vielleicht teilt Ihr Eure Ideen dazu mit mir?
> Danke

Keine Ideen, sondern aus "diversen Quellen" zusammengesammelte und aus
Erfahrung (vorn. mit Li-Zellen) gewonnene Angaben, daher zwar kostenlos,
aber trotzdem vollkommen unverbindlich.

-- 
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
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Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
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#363819

FromMarcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org>
Date2025-09-25 19:50 +0200
Message-ID<10b3vcp$fm6m$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#363810
Am 24.09.25 um 16:30 schrieb andreas quast:
> Fest verbaute Akkus und das Fehlen von (Stromlos-)Hardwareschaltern sind
> heute weit verbreitet. Da sollten sich nach der Herstellung in Lager in
> Handel die Akkus doch ständig entladen.

Wenn das Gerät keinen zu hohen Stand-By Verbrauch hat, kann das 
reichlich lange dauern. Gute NiMH und die meisten Li-Akkus halten 
mehrere Jahre durch.

> Wie lange kann man wohl ladenneue Geräte zuhause weiterlagern, bis Kunde
> das erste Mal den Akku nachladen muss, damit das Gerät (also der Akku)
> durch lagern und (tief-)entladen keinen Schaden nehmen?

Schaden durch Tiefentladung kann Lithium am besten.
NiMH bekommt man meist auch dann wieder geladen, wenn sie komplett auf 0 
waren. Allerdings weigern sich manche Ladegeräte selbiges zu tun.
Was NiMH wie auch alle anderen nicht mag, ist umpolen. Das passiert, 
wenn bei in Reihe geschalteten Zellen, Strom entnommen wird, während 
einige Zellen leer sind.

> So habe ich z.B. seit einem Jahr eine Schallzahnbürste vom Discounter im
> Keller liegen und frage mich, wann das Teil erstmalig ans Netz muss, falls
> die vorige Zahnbürste im Gebrauch noch länger durchhält.

Ein Jahr ist normalerweise kein Problem, falls sich das Teil auch 
wirklich ausschalten lässt und nicht etwa die Steuerung und/oder ein 
Display 24/7 laufen lässt.

> Zu standby-Stromverbrauch und Akkukapazität schweigt sich die
> Bedienungsanleitung selbstverständlch aus.

Logisch, sonst müssten sie die beschriebenen Eigenschaften ja garantieren.
Letztlich kannst du es nur ausprobieren, wie sich ein bestimmtes Gerät 
verhält. Wenn es nach 2 Jahren im Keller verreckt ist, weißt du es.


Marcel

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#363820

FromVolker Bartheld <news2025@bartheld.net>
Date2025-09-26 09:15 +0200
Message-ID<959c8f83398b6279cea2a904026c297f30a813e2.camel@bartheld.net>
In reply to#363819
On Thu, 2025-09-25 at 19:50 +0200, Marcel Mueller wrote:
> Am 24.09.25 um 16:30 schrieb andreas quast:
> 
> > So habe ich z.B. seit einem Jahr eine Schallzahnbürste vom Discounter im
> > Keller liegen und frage mich, wann das Teil erstmalig ans Netz muss, falls
> > die vorige Zahnbürste im Gebrauch noch länger durchhält.
> Ein Jahr ist normalerweise kein Problem, falls sich das Teil auch 
> wirklich ausschalten lässt und nicht etwa die Steuerung und/oder ein 
> Display 24/7 laufen lässt.

Da kann er ja froh sein, keine "Markenzahnbürste" von Braun/Oral-B gekauft zu
haben. Dort ist die Ruhestromaufnahme nämlich deutlich verschieden von Null. Ich
hatte anlässlich meiner Akkutauschaktion ja das zweifelhafte Vergnügen, auch
dieses zu messen.

Ergebnis: Ist der Akku grad frisch eingebaut, befindet sich die Zahnbürste im
Auslieferungszustand. Das ist äquivalent mit "Soft Off" und bedeutet eine nahezu
verschwindende Ruhestromaufnahme. Vermutlich zur Vermeidung von
Transportschäden. Sobald die erste Begegnung mit dem Induktivlader stattgefunden
hat *), läuft der DC-DC-Wandler und auf diesem "Standby" kann man davon
ausgehen, dass eine 2Ah-NiMH-Zelle nach ein-zwei Monaten leergenuckelt ist.

Ist zwar kein harter Beweis, aber - probiert Folgendes aus: Ganz leeres
Handstück auf dem Induktivlader randvoll laden, Ladezeit merken. 1h warten.
Nochmal auf den Induktivlader. Ergebnis: Nach kurzer Ladezeit wird "Voll"
angezeigt. Dann 1 Monat warten, wieder auf den Lader. Ladezeit merken. Das
Verhalten kann auch mit LSD-Akkus, z. B. Eneloop reproduziert werden. q. e. d.

Ist halt eine super Firma, diese Braun-Oral-B-Gillette-Procter&Gamble.

Disclaimer: Zu Modellen mit Li-Ionen-Akku kann ich nichts sagen. Außer, dass sie
andere, inkompatible Putzköpfe benötigen und zumindest ein mir bekanntes Modell
mit Kontaktfedern statt Lötfahnenakku ausgestattet ist. Vom Laien nicht sinnvoll
zu zerlegen sind sie dennoch alle.

Volker

*) Daher wäre gelegentliches Nachladen neu erworbener Oral-B also vollkommen
kontraproduktiv. Bevor jemand fragt: Tastenkombination für "Soft-Off", z. B. als
Reisevorbereitung, damit am Flughafen keine Peinlichkeiten passieren, gibt es
nicht.

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#363821

FromVolker Bartheld <news2025@bartheld.net>
Date2025-09-26 09:27 +0200
Message-ID<ce47ec54ba54f19c1407595935e768803f3a2d43.camel@bartheld.net>
In reply to#363819
On Thu, 2025-09-25 at 19:50 +0200, Marcel Mueller wrote:
> Schaden durch Tiefentladung kann (man?) Lithium am besten (ab?).

Kleines Wort, großer Unterschied.

Tatsächlich ist es so: "Bei Lithium-Ionen-Akkumulatoren führt eine Tiefentladung
auf unter 2,4 V zu irreversibler Schädigung und zu Kapazitätsverlust. Sinkt die
Spannung einer Zelle auf unter 0,5 V, sollte sie nicht mehr verwendet werden. Es
ist sehr wahrscheinlich, dass sich Kupferbrücken ausgebildet haben, welche dann
zu einem Kurzschluss führen."
[https://de.wikipedia.org/wiki/Tiefentladung#Lithium-Akku]

Ob das mit den Dendriten Stand 2025 noch immer und für jegliche Li-Ionenakkus
gilt, kann man diskutieren:
https://www.leistungselektronik.de/dendriten-gefahrenquelle-fuer-den-akku-kurzschluss-a-1067714/
https://www.youtube.com/watch?v=AGglJehON5g

Volker

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#363822

FromHergen Lehmann <hlehmann-usenet24@snafu.de>
Date2025-09-26 09:45 +0200
Message-ID<ftshql-u3os.ln1@hergen.spdns.de>
In reply to#363821
Am 26.09.25 um 09:27 schrieb Volker Bartheld:

> Tatsächlich ist es so: "Bei Lithium-Ionen-Akkumulatoren führt eine Tiefentladung
> auf unter 2,4 V zu irreversibler Schädigung und zu Kapazitätsverlust. Sinkt die
> Spannung einer Zelle auf unter 0,5 V, sollte sie nicht mehr verwendet werden. Es
> ist sehr wahrscheinlich, dass sich Kupferbrücken ausgebildet haben, welche dann
> zu einem Kurzschluss führen."
> [https://de.wikipedia.org/wiki/Tiefentladung#Lithium-Akku]
> 
> Ob das mit den Dendriten Stand 2025 noch immer und für jegliche Li-Ionenakkus
> gilt, kann man diskutieren:

In jedem Fall weiß man als Nutzer nicht, wie sich eine solche Zelle 
verhalten wird. Insbesondere in Verbindung mit Schnellladegeräten können 
Ladeversuche an tiefentladenen Zellen durchaus brisant werden, weshalb 
die Akku-Schutzschaltung oft ein Laden tiefentladener Zellen verhindert.

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