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Groups > de.sci.electronics > #238084 > unrolled thread

Erfahrungen zu Brummschleifen

Started byNikolaus Riehm <nikolaus.riehm@studiorepair.com>
First post2017-12-19 11:34 +0100
Last post2018-01-01 20:35 +0100
Articles 8 — 8 participants

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Contents

  Erfahrungen zu Brummschleifen Nikolaus Riehm <nikolaus.riehm@studiorepair.com> - 2017-12-19 11:34 +0100
    Re: Erfahrungen zu Brummschleifen Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2017-12-19 12:27 +0100
    Re: Erfahrungen zu Brummschleifen Gerhard Hoffmann <gerhard@hoffmann-hochfrequenz.de> - 2017-12-19 12:41 +0100
      Re: Erfahrungen zu Brummschleifen Uwe Bonnes <bon@hertz.tu-darmstadt.de> - 2017-12-19 21:47 +0000
    Re: Erfahrungen zu Brummschleifen Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-12-19 14:15 -0800
      Re: Erfahrungen zu Brummschleifen Klaus Butzmann <k.butzmann.usenet@online.de> - 2017-12-20 09:26 +0100
    Re: Erfahrungen zu Brummschleifen Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2017-12-31 10:39 +0100
    Re: Erfahrungen zu Brummschleifen Hartmut Kraus <hartmut.melina@web.de> - 2018-01-01 20:35 +0100

#238084 — Erfahrungen zu Brummschleifen

FromNikolaus Riehm <nikolaus.riehm@studiorepair.com>
Date2017-12-19 11:34 +0100
SubjectErfahrungen zu Brummschleifen
Message-ID<p1aq0b$t7j$1@gwaiyur.mb-net.net>
Hallo,

bei mir im "Laborsetting" hat sich über die Zeit hinweg heimlich still
und leise eine Brummschleife eingeschlichen. Leider kann ich weder
sagen, seit wann die sich manifestiert hat, noch ob es an einem
spezifischen Gerät liegt. Vermutlich eine Summe aus mehreren Faktoren.

Klemme ich die Oszi-Masse ans DUT (erdfrei an Trenntrafo) und habe
gleichzeitig eine NF-Kabelverdingung zum
Verstärker/Mischpult/PC/whatever (habe fast ausschließlich Audiogeräte
zur Reparatur), schwingt es massiv sowohl im Lautsprecher als auch im
Signal auf dem Oszi. Weder sinnvoll messen noch sinnvoll hören geht
mehr. Inzwischen muss ich mich entscheiden, ob ich etwas messen oder
hören will, beides gleichzeitig ist fast ausgeschlossen.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass man dem nur radikal auf die Schliche
kommt, also alles(!) abstrippen und peu à peu "re-connecten". Horror.

Gibt es ein sparsameres Vorgehen bzw. lässt sich das sinnvoll
messtechnisch begleiten (wo fließt welcher "Massestrom")? Lohnt sich
eine konsequent sternförmige Masse/Erdführung für den gesamten
Labortischaufbau? Wo würde man da günstigerweise den Sternpunkt legen,
auf die Schuko-Leisten oder den Messplatz hin (quasi "sekundärseitig")?

Gruß und Dnak, Niko

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#238088

FromRafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de>
Date2017-12-19 12:27 +0100
Message-ID<p1at3e$uth$1@dont-email.me>
In reply to#238084
 > sternförmige Masse/Erdführung

Annahme ist, daß "Erde" niederohmig ist.
Wenn Kabel locker stecken oder sich Kabelbruch
abzeichnet ist das nicht der Fall. Sollte man
Ersatzmaterial zum Tauschen bereithalten.
Ohmmeter zeigt das oft noch nicht an.

MfG JRD

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#238090

FromGerhard Hoffmann <gerhard@hoffmann-hochfrequenz.de>
Date2017-12-19 12:41 +0100
Message-ID<f9sc6gFnjcqU1@mid.individual.net>
In reply to#238084
Am 19.12.2017 um 11:34 schrieb Nikolaus Riehm:
> Hallo,
> 
> bei mir im "Laborsetting" hat sich über die Zeit hinweg heimlich still
> und leise eine Brummschleife eingeschlichen. Leider kann ich weder
> sagen, seit wann die sich manifestiert hat, noch ob es an einem
> spezifischen Gerät liegt. Vermutlich eine Summe aus mehreren Faktoren.
> 
> Klemme ich die Oszi-Masse ans DUT (erdfrei an Trenntrafo) und habe
> gleichzeitig eine NF-Kabelverdingung zum
> Verstärker/Mischpult/PC/whatever (habe fast ausschließlich Audiogeräte
> zur Reparatur), schwingt es massiv sowohl im Lautsprecher als auch im
> Signal auf dem Oszi. Weder sinnvoll messen noch sinnvoll hören geht
> mehr. Inzwischen muss ich mich entscheiden, ob ich etwas messen oder
> hören will, beides gleichzeitig ist fast ausgeschlossen.
> 
> Die Erfahrung hat gezeigt, dass man dem nur radikal auf die Schliche
> kommt, also alles(!) abstrippen und peu à peu "re-connecten". Horror.
> 
> Gibt es ein sparsameres Vorgehen bzw. lässt sich das sinnvoll
> messtechnisch begleiten (wo fließt welcher "Massestrom")? Lohnt sich
> eine konsequent sternförmige Masse/Erdführung für den gesamten
> Labortischaufbau? Wo würde man da günstigerweise den Sternpunkt legen,
> auf die Schuko-Leisten oder den Messplatz hin (quasi "sekundärseitig")?

Ich habe hier das gleiche Problem, aber so viel Geräte dass es
schier aussichtslos ist. Ich habe beschlossen, den ganzen Krempel
mit mehreren Trenntrafos erst mal in Gruppen aufzuteilen.

Es gibt leider nur wenige Trafos, bei denen primär & sekundör auf
getrennte Schenkel des Kernpaketes gewickelt sind. Die meisten sind
Ringkerne bei denen Primär&sekundär immer noch kapazitiv stark
gekoppelt sind.

Die paar, die mir gefallen, sind immer die ganz teuren...

Gruß, Gerhard

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#238134

FromUwe Bonnes <bon@hertz.tu-darmstadt.de>
Date2017-12-19 21:47 +0000
Message-ID<p1c1d4$flg$1@lnx107.hrz.tu-darmstadt.de>
In reply to#238090
Gerhard Hoffmann <gerhard@hoffmann-hochfrequenz.de> wrote:
...
> Es gibt leider nur wenige Trafos, bei denen primär & sekundör auf
> getrennte Schenkel des Kernpaketes gewickelt sind. Die meisten sind
> Ringkerne bei denen Primär&sekundär immer noch kapazitiv stark
> gekoppelt sind.
> 
> Die paar, die mir gefallen, sind immer die ganz teuren...
> 
Schirmwicklungen waeren auch eine gute Idee...
-- 
Uwe Bonnes                bon@elektron.ikp.physik.tu-darmstadt.de

Institut fuer Kernphysik  Schlossgartenstrasse 9  64289 Darmstadt
--------- Tel. 06151 1623569 ------- Fax. 06151 1623305 ---------

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#238138

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2017-12-19 14:15 -0800
Message-ID<f9thb2F1o3mU1@mid.individual.net>
In reply to#238084
On 2017-12-19 02:34, Nikolaus Riehm wrote:
> Hallo,
>
> bei mir im "Laborsetting" hat sich über die Zeit hinweg heimlich still
> und leise eine Brummschleife eingeschlichen. Leider kann ich weder
> sagen, seit wann die sich manifestiert hat, noch ob es an einem
> spezifischen Gerät liegt. Vermutlich eine Summe aus mehreren Faktoren.
>
> Klemme ich die Oszi-Masse ans DUT (erdfrei an Trenntrafo) und habe
> gleichzeitig eine NF-Kabelverdingung zum
> Verstärker/Mischpult/PC/whatever (habe fast ausschließlich Audiogeräte
> zur Reparatur), schwingt es massiv sowohl im Lautsprecher als auch im
> Signal auf dem Oszi. Weder sinnvoll messen noch sinnvoll hören geht
> mehr. Inzwischen muss ich mich entscheiden, ob ich etwas messen oder
> hören will, beides gleichzeitig ist fast ausgeschlossen.
>
> Die Erfahrung hat gezeigt, dass man dem nur radikal auf die Schliche
> kommt, also alles(!) abstrippen und peu à peu "re-connecten". Horror.
>

Hast Du mal ein FFT drueberlaufen lassen? Um zu sehen, ob es nicht doch 
von einem Schaltnetzteil kommt oder aus viel 100Hz plus Oberwellen 
besteht. Falls ja, dann laesst sich das danach mit einer B-Feld Sonde 
"jagen". Dafuer reicht eine glorifizierte handgewickelte Luftspule auf 
Klosettrollenpappe plus der Laptop Sound Eingang. Der sollte fuer all 
diese Messungen akkubetrieben werden.


> Gibt es ein sparsameres Vorgehen bzw. lässt sich das sinnvoll
> messtechnisch begleiten (wo fließt welcher "Massestrom")?


Im Prinzip ja, aber nur bei Geraeten, die nicht viel Strom ziehen. Dazu 
brauchst Du eine Strommesszange mit BNC-Anschluss. Nicht eine aus Ferrit 
fuer HF, sondern Klappblechkern fuer 50Hz.


  Lohnt sich
> eine konsequent sternförmige Masse/Erdführung für den gesamten
> Labortischaufbau?


Bei NF ja. Ich hatte dafuer frueher einen mehrere mm dicken 
Kupferstreifen mit zig reingeschnittenen Gewinden und Messingschrauben. 
Der ist leider beim Umzug floeten gegangen, musste vor der 
Containerverladung auf die Schnelle abgeschraubt werden. Ich brauchte 
den bei Kurzwellenfunk, weil es sonst zu gefaehrlichen Effekten kam. 
Lippen am Mikrofon angebrannt ging ja noch, aber als mal ein ganzer 
Unterarm innerlich heiss wurde, weil er neben einem Koaxkabel war, bekam 
ich leicht Panik.


>             ... Wo würde man da günstigerweise den Sternpunkt legen,
> auf die Schuko-Leisten oder den Messplatz hin (quasi "sekundärseitig")?
>

Bei mir war der hinten unter der Tischplatte angeschraubt. Das ergibt 
vom Messgeraeteregal die kuerzesten Verbindungen und dort fuehrt auch 
der grosse Steckdosenkanal vorbei. Letzteren habe ich vor ein paar 
Jahren auf 20cm * 20cm erweitert, sodass keine Kabel mehr auf dem Boden 
liegen. Weniger offene unkontrollierbare Schleifen und nebenbei es das 
Staubsaugen erheblich.


> Gruß und Dnak, Niko
>

Gnre geschehen :-)

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#238160

FromKlaus Butzmann <k.butzmann.usenet@online.de>
Date2017-12-20 09:26 +0100
Message-ID<p1d6rg$9c3$1@news.albasani.net>
In reply to#238138
Am 19.12.2017 um 23:15 schrieb Joerg:

> Bei NF ja. Ich hatte dafuer frueher einen mehrere mm dicken 
> Kupferstreifen mit zig reingeschnittenen Gewinden und Messingschrauben. 
Hehe,

mein alter Labortisch war Sandwich:
Grundplatte, 1mm Stahltafel mit Anschlüssen, Holzplatte drüber :-)


Butzo

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#238852

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2017-12-31 10:39 +0100
Message-ID<p2ab7u$v3u$1@dont-email.me>
In reply to#238084
Nikolaus Riehm schrieb:
> Hallo,
> 
> bei mir im "Laborsetting" hat sich über die Zeit hinweg heimlich still
> und leise eine Brummschleife eingeschlichen. Leider kann ich weder
> sagen, seit wann die sich manifestiert hat, noch ob es an einem
> spezifischen Gerät liegt. Vermutlich eine Summe aus mehreren Faktoren.
> 
> Klemme ich die Oszi-Masse ans DUT (erdfrei an Trenntrafo) und habe
> gleichzeitig eine NF-Kabelverdingung zum
> Verstärker/Mischpult/PC/whatever (habe fast ausschließlich Audiogeräte
> zur Reparatur), schwingt es massiv sowohl im Lautsprecher als auch im
> Signal auf dem Oszi. Weder sinnvoll messen noch sinnvoll hören geht
> mehr. Inzwischen muss ich mich entscheiden, ob ich etwas messen oder
> hören will, beides gleichzeitig ist fast ausgeschlossen.

Definiere "schwingt massiv" und "im Lautsprecher". Ist da nur 50 Hz
oder passieren andere greuliche Sachen? Was ist so enorm, dass man
es mit dem Oszi nicht mehr messen kann?

-- 
mfg Rolf Bombach

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#238901

FromHartmut Kraus <hartmut.melina@web.de>
Date2018-01-01 20:35 +0100
Message-ID<p2e2jp$3o8$1@news.albasani.net>
In reply to#238084
Am 19.12.2017 um 11:34 schrieb Nikolaus Riehm:
> Hallo,
>
> bei mir im "Laborsetting" hat sich über die Zeit hinweg heimlich still
> und leise eine Brummschleife eingeschlichen. Leider kann ich weder
> sagen, seit wann die sich manifestiert hat, noch ob es an einem
> spezifischen Gerät liegt. Vermutlich eine Summe aus mehreren Faktoren.
>
> Klemme ich die Oszi-Masse ans DUT (erdfrei an Trenntrafo) und habe
> gleichzeitig eine NF-Kabelverdingung zum
> Verstärker/Mischpult/PC/whatever (habe fast ausschließlich Audiogeräte
> zur Reparatur), schwingt es massiv sowohl im Lautsprecher als auch im
> Signal auf dem Oszi. Weder sinnvoll messen noch sinnvoll hören geht
> mehr. Inzwischen muss ich mich entscheiden, ob ich etwas messen oder
> hören will, beides gleichzeitig ist fast ausgeschlossen.
>
> Die Erfahrung hat gezeigt, dass man dem nur radikal auf die Schliche
> kommt, also alles(!) abstrippen und peu à peu "re-connecten". Horror.
>
> Gibt es ein sparsameres Vorgehen bzw. lässt sich das sinnvoll
> messtechnisch begleiten (wo fließt welcher "Massestrom")? Lohnt sich
> eine konsequent sternförmige Masse/Erdführung für den gesamten
> Labortischaufbau? Wo würde man da günstigerweise den Sternpunkt legen,
> auf die Schuko-Leisten oder den Messplatz hin (quasi "sekundärseitig")?
>
> Gruß und Dnak, Niko

Sory, bin jetzt erst auf den Thread gestoßen. Checke mal alle Geräte auf 
konsequente Trennung Signalmasse / Schutzerde. Da wird oft am falschen 
Ende gespart. Ich vermute, da wirst du dein blaues Wunder erleben. :-)

-- 
http://www.hkraus.eu/

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