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Groups > de.sci.electronics > #237999 > unrolled thread

Taugt LM358 alsp OpAmp-Puffer für AD584?

Started by"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
First post2017-12-18 09:16 +0000
Last post2017-12-19 14:17 +0000
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  Taugt LM358 alsp OpAmp-Puffer für AD584? "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2017-12-18 09:16 +0000
    Re: Taugt LM358 alsp OpAmp-Puffer für AD584? Edzard Egberts <news@edzeg.net> - 2017-12-18 10:53 +0100
      Re: Taugt LM358 alsp OpAmp-Puffer für AD584? Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2017-12-18 21:32 +0100
    Re: Taugt LM358 alsp OpAmp-Puffer für AD584? Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2017-12-18 10:56 +0100
      Re: Taugt LM358 alsp OpAmp-Puffer für AD584? "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2017-12-18 11:34 +0000
        Re: Taugt LM358 alsp OpAmp-Puffer für AD584? Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2017-12-18 12:42 +0100
        Re: Taugt LM358 alsp OpAmp-Puffer für AD584? Uwe Bonnes <bon@hertz.tu-darmstadt.de> - 2017-12-18 11:43 +0000
          Re: Taugt LM358 alsp OpAmp-Puffer für AD584? "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2017-12-18 11:52 +0000
          Re: Taugt LM358 alsp OpAmp-Puffer für AD584? Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2017-12-18 12:53 +0100
    Re: Taugt LM358 alsp OpAmp-Puffer für AD584? Ingolf <ingolf.pohl@t-online.de> - 2017-12-19 14:17 +0000

#237999 — Taugt LM358 alsp OpAmp-Puffer für AD584?

From"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
Date2017-12-18 09:16 +0000
SubjectTaugt LM358 alsp OpAmp-Puffer für AD584?
Message-ID<f9pfanF271nU1@mid.individual.net>
Ich möchte von einer AD584 Referenz gerne neben 10V auch die 5V und
2.5V zur Verfügung haben. Dazu muss ich die Ausgänge puffern.
Taugt dafür ein LM358 oder sollte lieber zu einem OpAmp mit geringerer
Offsetspannung (max. 3 mV beim LM358A) greifen?

Bei Verstärkung 1 ist AFAIK die Ausgangsspannung im worst case um die
Offsetspannung höher/kleiner. Beim 2.5 V Ausgang der Referenz  wäre das 
fast die Hälfte der Abweichung von +/- 7.5 mV.

-- 
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de

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#238003

FromEdzard Egberts <news@edzeg.net>
Date2017-12-18 10:53 +0100
Message-ID<p1838b$ts3$1@news4.open-news-network.org>
In reply to#237999
Peter Heitzer wrote:
> Ich möchte von einer AD584 Referenz gerne neben 10V auch die 5V und
> 2.5V zur Verfügung haben. Dazu muss ich die Ausgänge puffern.
> Taugt dafür ein LM358 oder sollte lieber zu einem OpAmp mit geringerer
> Offsetspannung (max. 3 mV beim LM358A) greifen?
> 
> Bei Verstärkung 1 ist AFAIK die Ausgangsspannung im worst case um die
> Offsetspannung höher/kleiner. Beim 2.5 V Ausgang der Referenz  wäre das 
> fast die Hälfte der Abweichung von +/- 7.5 mV.

Sind das nicht eher Offsetströme? AFAIK sind die recht gut kompensiert,
wenn beide Eingänge die gleiche Impedanz "sehen", also lässt sich das
vielleicht verbessern, indem man der Gegenkopplung einen Widerstand
spendiert, statt direkt mit dem Ausgang zu verbinden. Wenn beide
Eingänge den gleichen Offset haben, ist der reine Betrag des Offsets
uninteressant, es geht nur um die Differenz.

Deine Frage beantwortet das natürlich nicht, ich will nur sagen, dass
die reine Höhe der Offsetspannung hier nicht die einzige Einflussgröße ist.

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#238048

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2017-12-18 21:32 +0100
Message-ID<p198k3$eoq$1@dont-email.me>
In reply to#238003
Edzard Egberts schrieb:
> Peter Heitzer wrote:
>> Ich möchte von einer AD584 Referenz gerne neben 10V auch die 5V und
>> 2.5V zur Verfügung haben. Dazu muss ich die Ausgänge puffern.
>> Taugt dafür ein LM358 oder sollte lieber zu einem OpAmp mit geringerer
>> Offsetspannung (max. 3 mV beim LM358A) greifen?
>>
>> Bei Verstärkung 1 ist AFAIK die Ausgangsspannung im worst case um die
>> Offsetspannung höher/kleiner. Beim 2.5 V Ausgang der Referenz  wäre das
>> fast die Hälfte der Abweichung von +/- 7.5 mV.
> 
> Sind das nicht eher Offsetströme? 

Offsetstrom, es gibt nur einen. Du meinst Eingangsströme, deren Differenz
ist dann der Offsetstrom. Letzteren, und insbesondere dessen Temperaturgang,
kann man nicht "wegkompensieren".

> AFAIK sind die recht gut kompensiert,
> wenn beide Eingänge die gleiche Impedanz "sehen", also lässt sich das
> vielleicht verbessern, indem man der Gegenkopplung einen Widerstand
> spendiert, statt direkt mit dem Ausgang zu verbinden. Wenn beide
> Eingänge den gleichen Offset haben, ist der reine Betrag des Offsets
> uninteressant, es geht nur um die Differenz.
> 
> Deine Frage beantwortet das natürlich nicht, ich will nur sagen, dass
> die reine Höhe der Offsetspannung hier nicht die einzige Einflussgröße ist.

Absolut richtig. Beim AD584 wären eben die Eingangsströme schädlich, da sie
in die interne Gegenkopplung eingreifen. Die Referenz ist eigentlich dazu
gedacht, dass man mit Kurzschliessen gewisser Ausgänge eine andere Ausgangs-
spannung "programmiert", die dann niederohmig an Anschluss 1 abgreifbar ist.

Die 324er Typen haben bis 15 uV/K Drift, damit macht man sich eh die Referenz
kaputt. Die bis zu 0.2 uA Eingangsstrom sind auch nicht hilfreich. In die
richtige Richtung gehen Opamps vom Typ OP07. Deren Eingangsströme sind
intern kompensiert, die Verstärkung ist vernünftig hoch und die Offsetspannung
tief.

-- 
mfg Rolf Bombach

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#238004

FromRafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de>
Date2017-12-18 10:56 +0100
Message-ID<p183cr$nvr$1@dont-email.me>
In reply to#237999
> Taugt dafür ein LM358 oder sollte lieber zu einem OpAmp mit geringerer
> Offsetspannung (max. 3 mV beim LM358A) greifen?

Seine Anforderungen legt man am Ende immer selber fest.
LM358 hat wohl den Vorteil daß man ihn schon lagernd hat.
Es gibt besseres auch bei Reichelt ( bipolar: LT 1014 Quad DIL ,
LT 1013 Dual DIL ), was aber eben teuerer ist.

MfG  JRD




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#238010

From"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
Date2017-12-18 11:34 +0000
Message-ID<f9pnedF4hb7U1@mid.individual.net>
In reply to#238004
Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> wrote:
>> Taugt dafür ein LM358 oder sollte lieber zu einem OpAmp mit geringerer
>> Offsetspannung (max. 3 mV beim LM358A) greifen?

>Seine Anforderungen legt man am Ende immer selber fest.
>LM358 hat wohl den Vorteil daß man ihn schon lagernd hat.
>Es gibt besseres auch bei Reichelt ( bipolar: LT 1014 Quad DIL ,
>LT 1013 Dual DIL ), was aber eben teuerer ist.
Oder ein OP07 um 34 ct. 

OP27 hätte ich zur Hand. Braucht halt eine negative Versorgungsspannung.
Evtl. reicht aber dafür ein MAX232. 

Für die Pufferung der 5V sollte selbst der LM358 die Genauigkeit nur
unwesentlich verschlechtern. 

-- 
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de

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#238012

FromBernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de>
Date2017-12-18 12:42 +0100
Message-ID<p189ik$955$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#238010
Am 18.12.2017 um 12:34 schrieb Peter Heitzer:
> Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> wrote:
>>> Taugt dafür ein LM358 oder sollte lieber zu einem OpAmp mit geringerer
>>> Offsetspannung (max. 3 mV beim LM358A) greifen?
> 
>> Seine Anforderungen legt man am Ende immer selber fest.
>> LM358 hat wohl den Vorteil daß man ihn schon lagernd hat.
>> Es gibt besseres auch bei Reichelt ( bipolar: LT 1014 Quad DIL ,
>> LT 1013 Dual DIL ), was aber eben teuerer ist.
> Oder ein OP07 um 34 ct.
> 
> OP27 hätte ich zur Hand. Braucht halt eine negative Versorgungsspannung.
> Evtl. reicht aber dafür ein MAX232.
> 
> Für die Pufferung der 5V sollte selbst der LM358 die Genauigkeit nur
> unwesentlich verschlechtern.

Hallo,

bei negativer Versorgungsspanung geht auch ein OP07. Breitbandigkeit ist 
ja nicht gefragt.

Bei einem MAX232 müsste man kontrollieren wieviel Störspannung vom 
Umschalten da durchkommt.


Bernd Mayer

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#238013

FromUwe Bonnes <bon@hertz.tu-darmstadt.de>
Date2017-12-18 11:43 +0000
Message-ID<p189k3$616$1@lnx107.hrz.tu-darmstadt.de>
In reply to#238010
Peter Heitzer <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> wrote:
> Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> wrote:
>>> Taugt dafür ein LM358 oder sollte lieber zu einem OpAmp mit geringerer
>>> Offsetspannung (max. 3 mV beim LM358A) greifen?
> 
>>Seine Anforderungen legt man am Ende immer selber fest.
>>LM358 hat wohl den Vorteil daß man ihn schon lagernd hat.
>>Es gibt besseres auch bei Reichelt ( bipolar: LT 1014 Quad DIL ,
>>LT 1013 Dual DIL ), was aber eben teuerer ist.
> Oder ein OP07 um 34 ct. 
> 
> OP27 hätte ich zur Hand. Braucht halt eine negative Versorgungsspannung.

Nicht, wenn es um 5 Volt Ausgangsspannung geht...
-- 
Uwe Bonnes                bon@elektron.ikp.physik.tu-darmstadt.de

Institut fuer Kernphysik  Schlossgartenstrasse 9  64289 Darmstadt
--------- Tel. 06151 1623569 ------- Fax. 06151 1623305 ---------

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#238015

From"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
Date2017-12-18 11:52 +0000
Message-ID<f9pofdF4hb7U2@mid.individual.net>
In reply to#238013
Uwe Bonnes <bon@hertz.tu-darmstadt.de> wrote:
>Peter Heitzer <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> wrote:
>> Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> wrote:
>>>> Taugt dafür ein LM358 oder sollte lieber zu einem OpAmp mit geringerer
>>>> Offsetspannung (max. 3 mV beim LM358A) greifen?
>> 
>>>Seine Anforderungen legt man am Ende immer selber fest.
>>>LM358 hat wohl den Vorteil daß man ihn schon lagernd hat.
>>>Es gibt besseres auch bei Reichelt ( bipolar: LT 1014 Quad DIL ,
>>>LT 1013 Dual DIL ), was aber eben teuerer ist.
>> Oder ein OP07 um 34 ct. 
>> 
>> OP27 hätte ich zur Hand. Braucht halt eine negative Versorgungsspannung.

>Nicht, wenn es um 5 Volt Ausgangsspannung geht...
Stimmt. Ich kann eine virtuelle Masse verwenden. Für die Referenz brauche
ich sowieso mehr als ca. 12V als Versorgung.

-- 
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de

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#238016

FromBernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de>
Date2017-12-18 12:53 +0100
Message-ID<p18a7r$ajc$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#238013
Am 18.12.2017 um 12:43 schrieb Uwe Bonnes:
> Peter Heitzer <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> wrote:
>> Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> wrote:
>>>> Taugt dafür ein LM358 oder sollte lieber zu einem OpAmp mit geringerer
>>>> Offsetspannung (max. 3 mV beim LM358A) greifen?
>>
>>> Seine Anforderungen legt man am Ende immer selber fest.
>>> LM358 hat wohl den Vorteil daß man ihn schon lagernd hat.
>>> Es gibt besseres auch bei Reichelt ( bipolar: LT 1014 Quad DIL ,
>>> LT 1013 Dual DIL ), was aber eben teuerer ist.
>> Oder ein OP07 um 34 ct.
>>
>> OP27 hätte ich zur Hand. Braucht halt eine negative Versorgungsspannung.
> 
> Nicht, wenn es um 5 Volt Ausgangsspannung geht...

Hallo,

mit einem zusätzlichen Emitterfolger im Ausgang knann man ca. 0,6 V 
gewinnen beim Ausgangsspannungsbereich und damit eine negative 
Versorgung einsparen. Dann kann das auch bei 2,5 V U_aus mit einem OP07 
o.Ä. funktionieren.


Bernd Mayer

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#238104

FromIngolf <ingolf.pohl@t-online.de>
Date2017-12-19 14:17 +0000
Message-ID<p1b72n$hdu$1@dont-email.me>
In reply to#237999
Am Mon, 18 Dec 2017 09:16:07 +0000 schrieb Peter Heitzer:

> Ich möchte von einer AD584 Referenz gerne neben 10V auch die 5V und 2.5V
> zur Verfügung haben. Dazu muss ich die Ausgänge puffern.

Wie schon geschrieben wurde sind die 5V/2,5V Abgriffe keine Ausgänge 
sondern Abgriffe im Feedbackpfad. Wenn Du da Strom entnimmst, dann ist 
das mit der "Referenz" eher vorbei. Also wenn dann einen FET oder CMOS-OP 
nehmen, bei denen ist dann allerdings die Offsetspannung wieder höher, 
nimm doch einen bei dem Du den Offest einstellen kannst, z.B. wie die 
alten CA3140 oder was Du gerade so rumliegen hast.

Kannst ja mal gucken, wie sich die 10.00xxV verändern, wenn Du an den 
Abgriffen den OP-AMP anklemmst.

Lass mal lesen, wie's so funktioniert ...

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