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Groups > de.sci.electronics > #236017 > unrolled thread

Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar?

Started byReinhard Zwirner <reinhard.zwirner@t-online.de>
First post2017-11-24 17:22 +0100
Last post2017-11-27 15:00 +0100
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  Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Reinhard Zwirner <reinhard.zwirner@t-online.de> - 2017-11-24 17:22 +0100
    Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2017-11-24 18:25 +0100
      Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Reinhard Zwirner <reinhard.zwirner@t-online.de> - 2017-11-24 18:39 +0100
        Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2017-11-24 23:53 +0100
      Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Anton Tyroll <anton@mailinator.com> - 2017-11-24 19:48 +0100
        Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2017-11-24 23:52 +0100
      Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Heinz Schmitz <HeinzSchmitz@gmx.net> - 2017-11-25 14:09 +0100
        Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2017-11-25 14:15 +0100
        Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2017-11-25 14:33 +0100
          Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Heinz Schmitz <HeinzSchmitz@gmx.net> - 2017-11-25 17:08 +0100
            Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2017-11-25 18:22 +0100
              Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Peter Necas <infomailing.necas@aon.at> - 2017-11-25 19:23 +0100
      Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Heinz Schmitz <HeinzSchmitz@gmx.net> - 2017-11-26 09:09 +0100
        Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Reinhard Zwirner <reinhard.zwirner@t-online.de> - 2017-11-26 15:48 +0100
          Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Heinz Schmitz <HeinzSchmitz@gmx.net> - 2017-11-27 12:30 +0100
            Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Reinhard Zwirner <reinhard.zwirner@t-online.de> - 2017-11-27 14:46 +0100
    Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2017-11-24 20:05 +0100
    Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2017-11-24 20:06 +0100
      Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2017-11-24 23:58 +0100
        Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? gunther nanonüm <g-h-w@gmx.de> - 2017-11-25 22:55 +0100
    Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? gunther nanonüm <g-h-w@gmx.de> - 2017-11-25 22:44 +0100
    Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Wolfgang Martens <na3506b2013@t-online.de> - 2017-11-26 00:23 +0100
      Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Reinhard Zwirner <reinhard.zwirner@t-online.de> - 2017-11-26 01:13 +0100
        Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Wolfgang Martens <na3506b2013@t-online.de> - 2017-11-26 23:31 +0100
          Re: Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar? Reinhard Zwirner <reinhard.zwirner@t-online.de> - 2017-11-27 15:00 +0100

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#236017 — Magnet mit "Hausmitteln" aufpepbar?

FromReinhard Zwirner <reinhard.zwirner@t-online.de>
Date2017-11-24 17:22 +0100
SubjectMagnet mit "Hausmitteln" aufpepbar?
Message-ID<f7qv9tFk4seU1@mid.individual.net>
Hi,

ich habe hier ein Meßwerk aus einem Multimeter (50000 Ohm/V). Der
Vollausschlag sollte insofern bei +/- 15 µA gegeben sein, liegt aber
bei 30 µA. Mechanisch ist IMHO alles i. O - die Drehspule hakt nicht,
klemmt nicht, ist absolut nicht schwergängig. Meine Schlußfolgerung:
der Magnet hat an Power verloren.

Kennt einer von Euch ein Hausmittel, ihn aufzupeppen? Wieviel Energie
wird dazu benötigt? Ich könnte einen auf 85 V aufgeladenen
30000-µF-Elko per Thyristor in eine Spule entladen, in die ich den
Magnet stecke, befürchte aber, daß die 2,5 C nicht reichen, auch wenn
es wg. der kurzzeitigen Entladung zu durchaus höheren Stromstärken kommt.

Hat jemand von Euch Erfahrungen mit dieser Thematik?

Das hofft und dankt für sachdienliche Hinweise im voraus

Reinhard

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#236020

FromMarcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org>
Date2017-11-24 18:25 +0100
Message-ID<ov9kmb$jtr$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#236017
On 24.11.17 17.22, Reinhard Zwirner wrote:
> ich habe hier ein Meßwerk aus einem Multimeter (50000 Ohm/V). Der
> Vollausschlag sollte insofern bei +/- 15 µA gegeben sein, liegt aber
> bei 30 µA. Mechanisch ist IMHO alles i. O - die Drehspule hakt nicht,
> klemmt nicht, ist absolut nicht schwergängig. Meine Schlußfolgerung:
> der Magnet hat an Power verloren.

Hmm, möglich. Oder die Spule hat einen Schluss.


> Kennt einer von Euch ein Hausmittel, ihn aufzupeppen? Wieviel Energie
> wird dazu benötigt? Ich könnte einen auf 85 V aufgeladenen
> 30000-µF-Elko per Thyristor in eine Spule entladen, in die ich den
> Magnet stecke, befürchte aber, daß die 2,5 C nicht reichen, auch wenn
> es wg. der kurzzeitigen Entladung zu durchaus höheren Stromstärken kommt.

Das hängt eher von der verwendeten Spule ab.

> Hat jemand von Euch Erfahrungen mit dieser Thematik?

Also, wenn ich Megnetisieren oder Entmagnetisieren will, nehme ich die 
Entmagnetisierspulen aus einem alten Röhren TV, falte die einige male 
zusammen, so dass es mehr Wicklungen und weniger Größe werden. Die dann 
zum Entmagnetisieren an einen 30-40V AC-Trafo und zum Magnetisieren halt 
an ein Gleichstromnetzteil. Aber bitte nicht mehr als ein paar Sekunden, 
das wird schnell knallheiß.

Allerdings drängt sich nicht auf, wie Du auf diese Weise ein irgendwie 
definiertes Ergebnis erreichen willst. Was auch immer der Magnet nachher 
hat, der Nominalwert von anno dunno wird es wohl kaum sein.


Marcel

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#236021

FromReinhard Zwirner <reinhard.zwirner@t-online.de>
Date2017-11-24 18:39 +0100
Message-ID<f7r3pvFl736U1@mid.individual.net>
In reply to#236020
Marcel Mueller schrieb:
> On 24.11.17 17.22, Reinhard Zwirner wrote:
>> ich habe hier ein Meßwerk aus einem Multimeter (50000 Ohm/V). Der
>> Vollausschlag sollte insofern bei +/- 15 µA gegeben sein, liegt aber
>> bei 30 µA. Mechanisch ist IMHO alles i. O - die Drehspule hakt nicht,
>> klemmt nicht, ist absolut nicht schwergängig. Meine Schlußfolgerung:
>> der Magnet hat an Power verloren.
> 
> Hmm, möglich. Oder die Spule hat einen Schluss.

Das glaub' ich eher nicht, so ungedämpft, wie die sich bewegt ... Als
Vergleich habe ich z. B. die "Aus"-Schalterstellung des Multimeters:
dabei wird das Meßwerk kurzgeschlossen. Und da ist die
Drehspulbewegung deutlich gedämpft ...

[...]
> Allerdings drängt sich nicht auf, wie Du auf diese Weise ein
> irgendwie definiertes Ergebnis erreichen willst. Was auch immer der
> Magnet nachher hat, der Nominalwert von anno dunno wird es wohl kaum
> sein.

Der Magnet kann ruhig etwas stärker werden als sein Nominalwert:
unempfindlicher kriegt man das Meßwerk auf triviale Weise.

Ciao

Reinhard

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#236032

FromMarcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org>
Date2017-11-24 23:53 +0100
Message-ID<ova7sn$2g6$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#236021
On 24.11.17 18.39, Reinhard Zwirner wrote:
>> Hmm, möglich. Oder die Spule hat einen Schluss.
>
> Das glaub' ich eher nicht, so ungedämpft, wie die sich bewegt ... Als
> Vergleich habe ich z. B. die "Aus"-Schalterstellung des Multimeters:
> dabei wird das Meßwerk kurzgeschlossen. Und da ist die
> Drehspulbewegung deutlich gedämpft ...

Da ist etwas dran.

> [...]
>> Allerdings drängt sich nicht auf, wie Du auf diese Weise ein
>> irgendwie definiertes Ergebnis erreichen willst. Was auch immer der
>> Magnet nachher hat, der Nominalwert von anno dunno wird es wohl kaum
>> sein.
>
> Der Magnet kann ruhig etwas stärker werden als sein Nominalwert:
> unempfindlicher kriegt man das Meßwerk auf triviale Weise.

Wenn er denn homogen magnetisiert war.


Marcel

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#236026

FromAnton Tyroll <anton@mailinator.com>
Date2017-11-24 19:48 +0100
Message-ID<ov9pii$15v$1@news.mixmin.net>
In reply to#236020
Am 24.11.2017 um 18:25 schrieb Marcel Mueller:
> On 24.11.17 17.22, Reinhard Zwirner wrote:
>> ich habe hier ein Meßwerk aus einem Multimeter (50000 Ohm/V). Der
>> Vollausschlag sollte insofern bei +/- 15 µA gegeben sein, liegt aber
>> bei 30 µA. Mechanisch ist IMHO alles i. O - die Drehspule hakt nicht,
>> klemmt nicht, ist absolut nicht schwergängig. Meine Schlußfolgerung:
>> der Magnet hat an Power verloren.
> 

> Also, wenn ich Megnetisieren oder Entmagnetisieren will, nehme ich die 
> Entmagnetisierspulen aus einem alten Röhren TV, falte die einige male 
> zusammen, so dass es mehr Wicklungen und weniger Größe werden. Die dann 
> zum Entmagnetisieren an einen 30-40V AC-Trafo und zum Magnetisieren halt 
> an ein Gleichstromnetzteil. Aber bitte nicht mehr als ein paar Sekunden, 
> das wird schnell knallheiß.

Die Entmagnetisierspule direkt an die Drehspule hinhalten und dann 
einschalten?


Anton

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#236031

FromMarcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org>
Date2017-11-24 23:52 +0100
Message-ID<ova7qm$2f0$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#236026
On 24.11.17 19.48, Anton Tyroll wrote:
>> Also, wenn ich Megnetisieren oder Entmagnetisieren will, nehme ich die
>> Entmagnetisierspulen aus einem alten Röhren TV, falte die einige male
>> zusammen, so dass es mehr Wicklungen und weniger Größe werden. Die
>> dann zum Entmagnetisieren an einen 30-40V AC-Trafo und zum
>> Magnetisieren halt an ein Gleichstromnetzteil. Aber bitte nicht mehr
>> als ein paar Sekunden, das wird schnell knallheiß.
>
> Die Entmagnetisierspule direkt an die Drehspule hinhalten und dann
> einschalten?

Naja, eher den Magnet in die Spule eintauchen und dann Feuer.
Wenn man die Mitte nicht trifft zieht das kräftige Feld sowieso alles 
Eisenhaltige rein. Man sollte dabei tunlichst die Richtung des Magneten 
vorher in Erfahrung bringen.


Marcel

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#236057

FromHeinz Schmitz <HeinzSchmitz@gmx.net>
Date2017-11-25 14:09 +0100
Message-ID<ulqi1dhppps0fud31khuler648dfthst3t@4ax.com>
In reply to#236020
Marcel Mueller wrote:

>> ich habe hier ein Meßwerk aus einem Multimeter (50000 Ohm/V). Der
>> Vollausschlag sollte insofern bei +/- 15 µA gegeben sein, liegt aber
>> bei 30 µA. Mechanisch ist IMHO alles i. O - die Drehspule hakt nicht,
>> klemmt nicht, ist absolut nicht schwergängig. Meine Schlußfolgerung:
>> der Magnet hat an Power verloren.

>Hmm, möglich. Oder die Spule hat einen Schluss.

Sehe ich auch so - und zwar nur einen Windungsschluss, der die Zahl
der Windungen herabsetzt, so dass erst bei 30 uA Vollausschlag kommt.
Auf den Messwerken sitzt sehr dünner Draht. Also kein Kurzschluss, der
das Messwerk dämpfen würde.

Grüße,
H.

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#236059

FromMarcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org>
Date2017-11-25 14:15 +0100
Message-ID<ovbqdm$b1m$2@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#236057
On 25.11.17 14.09, Heinz Schmitz wrote:
> Marcel Mueller wrote:
>> Hmm, möglich. Oder die Spule hat einen Schluss.
>
> Sehe ich auch so - und zwar nur einen Windungsschluss, der die Zahl
> der Windungen herabsetzt, so dass erst bei 30 uA Vollausschlag kommt.
> Auf den Messwerken sitzt sehr dünner Draht. Also kein Kurzschluss, der
> das Messwerk dämpfen würde.

Täusche dich da mal nicht. Der Einwand von Reinhard ist schon 
berechtigt. Die Messwerke werden bei empfindlichen Geräten in Stellung 
Off gerne Kurzgeschlossen (Transportsicherung für Arme) und sind damit 
deutlich bedämpft.


Marcel

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#236062

FromHanno Foest <hurga-news2@tigress.com>
Date2017-11-25 14:33 +0100
Message-ID<f7t9ppF5qtcU1@mid.individual.net>
In reply to#236057
Am 25.11.2017 um 14:09 schrieb Heinz Schmitz:

>> Hmm, möglich. Oder die Spule hat einen Schluss.
> 
> Sehe ich auch so - und zwar nur einen Windungsschluss, der die Zahl
> der Windungen herabsetzt, so dass erst bei 30 uA Vollausschlag kommt.
> Auf den Messwerken sitzt sehr dünner Draht. Also kein Kurzschluss, der
> das Messwerk dämpfen würde.

Hä? Wenn der Strom durch den Draht ausreicht, um den Zeiger auszulenken, 
dann reicht die Auslenkung auch aus, einen Strom zu induzieren, der dann 
wiederum die Auslenkung nach der Lenz'schen Regel bedämpft. Abschätzung: 
Wenn du doppelt so viel Strom für Vollausschlag brauchst als normal, ist 
die halbe Spule kurzgeschlossen, womit das Meßwerk mit der halben Spule 
bedämpft wird, also halb so viel wie ein heiles, komplett 
kurzgeschlossenes. Und letzteres ist sehr deutlich zu erkennen.

Hanno

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#236074

FromHeinz Schmitz <HeinzSchmitz@gmx.net>
Date2017-11-25 17:08 +0100
Message-ID<235j1d560ju2jn7n8d0vup2mudltrb27n9@4ax.com>
In reply to#236062
Hanno Foest wrote:

>>> Hmm, möglich. Oder die Spule hat einen Schluss.
 
>> Sehe ich auch so - und zwar nur einen Windungsschluss, der die Zahl
>> der Windungen herabsetzt, so dass erst bei 30 uA Vollausschlag kommt.
>> Auf den Messwerken sitzt sehr dünner Draht. Also kein Kurzschluss, der
>> das Messwerk dämpfen würde.

>Hä? Wenn der Strom durch den Draht ausreicht, um den Zeiger auszulenken, 
>dann reicht die Auslenkung auch aus, einen Strom zu induzieren, der dann 
>wiederum die Auslenkung nach der Lenz'schen Regel bedämpft. Abschätzung: 
>Wenn du doppelt so viel Strom für Vollausschlag brauchst als normal, ist 
>die halbe Spule kurzgeschlossen, womit das Meßwerk mit der halben Spule 
>bedämpft wird, also halb so viel wie ein heiles, komplett 
>kurzgeschlossenes. Und letzteres ist sehr deutlich zu erkennen.

Hä? 
Wenn die Anschlüsse offen sind, fliesst garkein Strom, und das Teil
ist ungedämpft. Ob dann nur die halbe Wicklung aktiv ist, kannste
garnicht erkennen.
Ist das Teil kurzgeschlossen, ist es bei halber Spule weniger gedämpft
als mit intakter voller Spule. Und das stelle mal so einfach fest :-).

Grüße,
H.

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#236078

FromHanno Foest <hurga-news2@tigress.com>
Date2017-11-25 18:22 +0100
Message-ID<f7tn73F8sklU1@mid.individual.net>
In reply to#236074
Am 25.11.2017 um 17:08 schrieb Heinz Schmitz:

>> Hä? Wenn der Strom durch den Draht ausreicht, um den Zeiger auszulenken,
>> dann reicht die Auslenkung auch aus, einen Strom zu induzieren, der dann
>> wiederum die Auslenkung nach der Lenz'schen Regel bedämpft. Abschätzung:
>> Wenn du doppelt so viel Strom für Vollausschlag brauchst als normal, ist
>> die halbe Spule kurzgeschlossen, womit das Meßwerk mit der halben Spule
>> bedämpft wird, also halb so viel wie ein heiles, komplett
>> kurzgeschlossenes. Und letzteres ist sehr deutlich zu erkennen.
> 
> Hä?
> Wenn die Anschlüsse offen sind, fliesst garkein Strom, und das Teil
> ist ungedämpft. Ob dann nur die halbe Wicklung aktiv ist, kannste
> garnicht erkennen.

Wenn die halbe Spule per Windungsschluß kurzgeschlossen ist, ist es 
diesem Teil der Spule völlig egal, ob die Anschlüsse der (Rest-)Spule 
offen sind - selbstverständlich fließt dann bei Induktion Strom.

> Ist das Teil kurzgeschlossen, ist es bei halber Spule weniger gedämpft
> als mit intakter voller Spule. Und das stelle mal so einfach fest :-).

Auch das ist falsch. Ist das Teil mit Windungsschluß extern 
kurzgeschlossen, hast du die gleiche Bedämpfung wie bei einem heilen 
Meßwerk - du hast dann nämlich zwei halbe Spulen, die jeweils 
kurzgeschlossen sind, eine intern und eine extern, was zusammen wie eine 
ganze Spule wirkt.

Hanno

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#236086

FromPeter Necas <infomailing.necas@aon.at>
Date2017-11-25 19:23 +0100
Message-ID<ovccec$1lm$1@news.albasani.net>
In reply to#236078
Am 25.11.2017 um 18:22 schrieb Hanno Foest:
> Am 25.11.2017 um 17:08 schrieb Heinz Schmitz:
> 
>>> Hä? Wenn der Strom durch den Draht ausreicht, um den Zeiger auszulenken,
>>> dann reicht die Auslenkung auch aus, einen Strom zu induzieren, der dann
>>> wiederum die Auslenkung nach der Lenz'schen Regel bedämpft. Abschätzung:
>>> Wenn du doppelt so viel Strom für Vollausschlag brauchst als normal, ist
>>> die halbe Spule kurzgeschlossen, womit das Meßwerk mit der halben Spule
>>> bedämpft wird, also halb so viel wie ein heiles, komplett
>>> kurzgeschlossenes. Und letzteres ist sehr deutlich zu erkennen.
>>
>> Hä?
>> Wenn die Anschlüsse offen sind, fliesst garkein Strom, und das Teil
>> ist ungedämpft. Ob dann nur die halbe Wicklung aktiv ist, kannste
>> garnicht erkennen.
> 
> Wenn die halbe Spule per Windungsschluß kurzgeschlossen ist, ist es 
> diesem Teil der Spule völlig egal, ob die Anschlüsse der (Rest-)Spule 
> offen sind - selbstverständlich fließt dann bei Induktion Strom.
> 
>> Ist das Teil kurzgeschlossen, ist es bei halber Spule weniger gedämpft
>> als mit intakter voller Spule. Und das stelle mal so einfach fest :-).
> 
> Auch das ist falsch. Ist das Teil mit Windungsschluß extern 
> kurzgeschlossen, hast du die gleiche Bedämpfung wie bei einem heilen 
> Meßwerk - du hast dann nämlich zwei halbe Spulen, die jeweils 
> kurzgeschlossen sind, eine intern und eine extern, was zusammen wie eine 
> ganze Spule wirkt.
> 
> Hanno

Vielleich ein dämlicher Vorschlag: Magnet "parallelschalten". Könnte man 
nicht die Güte der Wicklung messen? Macht man bei Motoren auch.
LG Peter

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#236097

FromHeinz Schmitz <HeinzSchmitz@gmx.net>
Date2017-11-26 09:09 +0100
Message-ID<lftk1dp5r8h0dr2r2ntbvbgupt9pspf1d1@4ax.com>
In reply to#236020
Marcel Mueller wrote:

>> ich habe hier ein Meßwerk aus einem Multimeter (50000 Ohm/V). Der
>> Vollausschlag sollte insofern bei +/- 15 µA gegeben sein, liegt aber
>> bei 30 µA. Mechanisch ist IMHO alles i. O - die Drehspule hakt nicht,
>> klemmt nicht, ist absolut nicht schwergängig. Meine Schlußfolgerung:
>> der Magnet hat an Power verloren.

>Hmm, möglich. Oder die Spule hat einen Schluss.

Denselben Effekt sollte aber auch ein Widerstand in Serie haben
können, etwa durch einen vergammelten Draht oder Kontakt. Das
Positive: Der muss nichtmal im Messwerk selbst sitzen.

Grüße,
H.

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#236104

FromReinhard Zwirner <reinhard.zwirner@t-online.de>
Date2017-11-26 15:48 +0100
Message-ID<f802hfFp7ndU1@mid.individual.net>
In reply to#236097
Heinz Schmitz schrieb:

[...]
> Denselben Effekt sollte aber auch ein Widerstand in Serie haben
> können, etwa durch einen vergammelten Draht oder Kontakt. Das
> Positive: Der muss nichtmal im Messwerk selbst sitzen.

Die zu geringe Empfindlichkeit habe ich direkt am "nackten" Meßwerk
feststellen müssen ...

Ciao

Reinhard

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#236138

FromHeinz Schmitz <HeinzSchmitz@gmx.net>
Date2017-11-27 12:30 +0100
Message-ID<2btn1dd44escen5enagl4kn63rsbubofeu@4ax.com>
In reply to#236104
Reinhard Zwirner wrote:

>[...]
>> Denselben Effekt sollte aber auch ein Widerstand in Serie haben
>> können, etwa durch einen vergammelten Draht oder Kontakt. Das
>> Positive: Der muss nichtmal im Messwerk selbst sitzen.

>Die zu geringe Empfindlichkeit habe ich direkt am "nackten" Meßwerk
>feststellen müssen ...

Bleibt immer noch der ziemlich exakte Faktor Zwei bemerkenswert.
Biste sicher, dass der Hersteller das nicht absichtlich so gebaut hat?

Grüße,
H.

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#236146

FromReinhard Zwirner <reinhard.zwirner@t-online.de>
Date2017-11-27 14:46 +0100
Message-ID<f82jaeFcp2lU1@mid.individual.net>
In reply to#236138
Heinz Schmitz schrieb:

[...]> Bleibt immer noch der ziemlich exakte Faktor Zwei bemerkenswert.
> Biste sicher, dass der Hersteller das nicht absichtlich so gebaut hat?

Ja. Ich habe ein ähnliches MM vom selben Hersteller(?) (Philips) und
da ist drin was drauf steht (50 kOhm/V).

Ciao

Reinhard

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#236027

FromBernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de>
Date2017-11-24 20:05 +0100
Message-ID<ov9qif$2cu$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#236017
Am 24.11.2017 um 17:22 schrieb Reinhard Zwirner:
> 
> ich habe hier ein Meßwerk aus einem Multimeter (50000 Ohm/V). Der
> Vollausschlag sollte insofern bei +/- 15 µA gegeben sein, liegt aber
> bei 30 µA. Mechanisch ist IMHO alles i. O - die Drehspule hakt nicht,
> klemmt nicht, ist absolut nicht schwergängig. Meine Schlußfolgerung:
> der Magnet hat an Power verloren.
> 
> Kennt einer von Euch ein Hausmittel, ihn aufzupeppen? Wieviel Energie
> wird dazu benötigt? Ich könnte einen auf 85 V aufgeladenen
> 30000-µF-Elko per Thyristor in eine Spule entladen, in die ich den
> Magnet stecke, befürchte aber, daß die 2,5 C nicht reichen, auch wenn
> es wg. der kurzzeitigen Entladung zu durchaus höheren Stromstärken kommt.

Hallo,

es gibt doch Magnetisierer für Schraubendreher.

In Festplatten sind auch starke Neodymagnete enthalten. Das wäre mein 
erster Versuch.

Bei einer Recherche über Temperaturverhalten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Curie-Temperatur

"Die Polarisierung eines Dauermagneten verschwindet schon deutlich 
unterhalb der Curie-Temperatur irreversibel, da eine makroskopisch 
einheitliche Orientierung der Weiss-Bezirke thermodynamisch instabil ist."

Wenn ich das "irreversibel" richtig Verstehe dann hilft nur ein neuer 
Magnet. Oder ein Vorverstärker.


Bernd Mayer
Bernd Mayer

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#236028

FromBernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de>
Date2017-11-24 20:06 +0100
Message-ID<ov9qjn$2cu$2@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#236017
Am 24.11.2017 um 17:22 schrieb Reinhard Zwirner:
> 
> ich habe hier ein Meßwerk aus einem Multimeter (50000 Ohm/V). Der
> Vollausschlag sollte insofern bei +/- 15 µA gegeben sein, liegt aber
> bei 30 µA. Mechanisch ist IMHO alles i. O - die Drehspule hakt nicht,
> klemmt nicht, ist absolut nicht schwergängig. Meine Schlußfolgerung:
> der Magnet hat an Power verloren.
> 
> Kennt einer von Euch ein Hausmittel, ihn aufzupeppen? Wieviel Energie
> wird dazu benötigt? Ich könnte einen auf 85 V aufgeladenen
> 30000-µF-Elko per Thyristor in eine Spule entladen, in die ich den
> Magnet stecke, befürchte aber, daß die 2,5 C nicht reichen, auch wenn
> es wg. der kurzzeitigen Entladung zu durchaus höheren Stromstärken kommt.

Hallo,

es gibt doch Magnetisierer für Schraubendreher.

In Festplatten sind auch starke Neodymagnete enthalten. Das wäre mein 
erster Versuch.

Bei einer Recherche über Temperaturverhalten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Curie-Temperatur

"Die Polarisierung eines Dauermagneten verschwindet schon deutlich 
unterhalb der Curie-Temperatur irreversibel, da eine makroskopisch 
einheitliche Orientierung der Weiss-Bezirke thermodynamisch instabil ist."

Wenn ich das "irreversibel" richtig Verstehe dann hilft nur ein neuer 
Magnet. Oder ein Vorverstärker.


Bernd Mayer

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#236033

FromMarcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org>
Date2017-11-24 23:58 +0100
Message-ID<ova87g$390$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#236028
On 24.11.17 20.06, Bernd Mayer wrote:
>> Kennt einer von Euch ein Hausmittel, ihn aufzupeppen? Wieviel Energie
>> wird dazu benötigt? Ich könnte einen auf 85 V aufgeladenen
>> 30000-µF-Elko per Thyristor in eine Spule entladen, in die ich den
>> Magnet stecke, befürchte aber, daß die 2,5 C nicht reichen, auch wenn
>> es wg. der kurzzeitigen Entladung zu durchaus höheren Stromstärken kommt.
>
> Hallo,
>
> es gibt doch Magnetisierer für Schraubendreher.

Darüber lacht sich ein Permanentmagnet i.A. kaputt.
Mal ganz davon abgesehen, dass man ihn da nur schwer rein bekommt.

> In Festplatten sind auch starke Neodymagnete enthalten. Das wäre mein
> erster Versuch.

Das sind Multipolmagnete. Außerdem lässt ihr Feld auf Abstand drastisch 
nach. Das wird m.E. genau gar nichts.

> Bei einer Recherche über Temperaturverhalten:
> https://de.wikipedia.org/wiki/Curie-Temperatur
>
> "Die Polarisierung eines Dauermagneten verschwindet schon deutlich
> unterhalb der Curie-Temperatur irreversibel, da eine makroskopisch
> einheitliche Orientierung der Weiss-Bezirke thermodynamisch instabil ist."

Das ist jetzt aber ein ziemliches Pauschalurteil. Das hängt drastisch 
von der Anisotropie des Materials ab, wie gut die Magnetisierung hält.

> Wenn ich das "irreversibel" richtig Verstehe dann hilft nur ein neuer
> Magnet. Oder ein Vorverstärker.

Nein, irreversibel ist da i.A. nichts. Man kann die Dinger schon wieder 
magnetisieren. Die alten Magnete früher waren halt nicht so gut wie 
heute. Einmal runterwerfen oder einfach nur lange genug warten und die 
Dinger waren platt.


Marcel

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#236091

Fromgunther nanonüm <g-h-w@gmx.de>
Date2017-11-25 22:55 +0100
Message-ID<ovcot0$3qn$1@news.albasani.net>
In reply to#236033
"Marcel Mueller"  schrieb im Newsbeitrag 
news:ova87g$390$1@gwaiyur.mb-net.net...

> Nein, irreversibel ist da i.A. nichts. Man kann die Dinger schon wieder 
> magnetisieren. Die alten Magnete früher waren halt nicht so gut wie heute. 
> Einmal runterwerfen oder einfach nur lange genug warten und die Dinger 
> waren platt.

Hi,
aber komplett ausbauen ist kniffelig, die axialen Federleitungen vertragen 
nur zarte Chinesenmädchenfingerchen. Den Eisenkern dann auf Anlaßtemp 
bringen, magnetisieren, draufschlagen und im Feld abschrecken ist fast 
ausgestorbenes Geheimwissen.
Eher täte ich "frische" Instrumente in der Bucht schießen und hoffentlich 
passende Spender schlachten.

--
mfg,
guntHer 

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