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Fragen zu NFC

Started byStefan <df9bi@arcor.de>
First post2017-10-12 15:03 +0200
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  Fragen zu NFC Stefan <df9bi@arcor.de> - 2017-10-12 15:03 +0200
    Re: Fragen zu NFC Ralph Aichinger <ra@pi.h5.or.at> - 2017-10-12 15:13 +0200
      Re: Fragen zu NFC Stefan <df9bi@arcor.de> - 2017-10-12 16:00 +0200
        Re: Fragen zu NFC Edzard Egberts <news@edzeg.net> - 2017-10-12 16:11 +0200
        Re: Fragen zu NFC Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-10-12 07:29 -0700
          Re: Fragen zu NFC Stefan <df9bi@arcor.de> - 2017-10-12 17:25 +0200
            Re: Fragen zu NFC Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2017-10-12 17:39 +0200
              Re: Fragen zu NFC Stefan <df9bi@arcor.de> - 2017-10-12 20:19 +0200
                Re: Fragen zu NFC Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-10-13 07:31 -0700
            Re: Fragen zu NFC Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-10-13 07:39 -0700
          Re: Fragen zu NFC v_borchert@despammed.com (Volker Borchert) - 2017-10-13 03:11 +0000
            Re: Fragen zu NFC Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2017-10-13 07:40 +0200
              Re: Fragen zu NFC Ralph Aichinger <ra@pi.h5.or.at> - 2017-10-13 11:32 +0200
                Re: Fragen zu NFC Eric Bruecklmeier <usenet@nerdcraft.de> - 2017-10-13 11:39 +0200
                  Re: Fragen zu NFC Ralph Aichinger <ra@pi.h5.or.at> - 2017-10-13 11:44 +0200
                    Re: Fragen zu NFC Eric Bruecklmeier <usenet@nerdcraft.de> - 2017-10-13 11:50 +0200
                      Re: Fragen zu NFC Ralph Aichinger <ra@pi.h5.or.at> - 2017-10-13 11:52 +0200
                        Re: Fragen zu NFC Eric Bruecklmeier <usenet@nerdcraft.de> - 2017-10-13 11:56 +0200
                  Re: Fragen zu NFC Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2017-10-13 16:00 +0200
                    Re: Fragen zu NFC "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2017-10-13 14:11 +0000
                    Re: Fragen zu NFC Eric Bruecklmeier <usenet@nerdcraft.de> - 2017-10-13 16:12 +0200
                      Re: Fragen zu NFC Dieter Wiedmann <dieter.wiedmann@t-online.de> - 2017-10-13 18:14 +0200
                Re: Fragen zu NFC Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2017-10-13 11:50 +0200
                  Re: Fragen zu NFC Falk Dµebbert <falk@duebbert.com> - 2017-10-15 10:28 +0200
                Re: Fragen zu NFC Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2017-10-13 16:45 +0200
                  Re: Fragen zu NFC Falk Dµebbert <falk@duebbert.com> - 2017-10-15 10:30 +0200
            Re: Fragen zu NFC Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2017-10-13 11:50 +0200
              Re: Fragen zu NFC Edzard Egberts <news@edzeg.net> - 2017-10-13 13:26 +0200
                Re: Fragen zu NFC Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-10-16 09:32 -0700
            Re: Fragen zu NFC Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2017-10-13 16:43 +0200
        Re: Fragen zu NFC Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2017-10-12 16:53 +0200
        Re: Fragen zu NFC gunther nanonüm <g-h-w@gmx.de> - 2017-10-13 14:35 +0200
    Re: Fragen zu NFC Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2017-10-12 15:17 +0200
      Re: Fragen zu NFC Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> - 2017-10-12 20:41 +0200
        Re: Fragen zu NFC Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2017-10-12 22:28 +0200
    Re: Fragen zu NFC Eric Bruecklmeier <usenet@nerdcraft.de> - 2017-10-12 15:24 +0200
    Re: Fragen zu NFC Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> - 2017-10-12 17:27 +0200
      Re: Fragen zu NFC Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2017-10-12 17:51 +0200
    Re: Fragen zu NFC Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2017-10-12 17:56 +0200
    Re: Fragen zu NFC Volker Bartheld <news2017@bartheld.net> - 2017-10-12 20:52 +0200
      Re: Fragen zu NFC "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2017-10-13 07:44 +0000
        Re: Fragen zu NFC Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> - 2017-10-13 10:51 +0200
        Re: Fragen zu NFC Thorsten Böttcher <thorsten_nospam@gmx.net> - 2017-10-13 11:18 +0200
        Re: Fragen zu NFC Volker Bartheld <news2017@bartheld.net> - 2017-10-13 12:04 +0200
        Re: Fragen zu NFC Rupert Haselbeck <mein-rest-muell@gmx.de> - 2017-10-13 18:30 +0200
          Re: Fragen zu NFC Volker Bartheld <news2017@bartheld.net> - 2017-10-13 19:31 +0200
            Re: Fragen zu NFC Rupert Haselbeck <mein-rest-muell@gmx.de> - 2017-10-13 23:10 +0200
              Re: Fragen zu NFC Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2017-10-14 02:04 +0200
                Re: Fragen zu NFC Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2017-10-14 17:38 +0200
              Re: Fragen zu NFC Volker Bartheld <news2017@bartheld.net> - 2017-10-15 15:07 +0200
        Re: Fragen zu NFC Norbert Hahn <nospam@nospam.invalid> - 2017-10-14 01:30 +0200
          Re: Fragen zu NFC Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2017-10-15 11:23 +0200
    Re: Fragen zu NFC Stefan Engler <Lehrerfreund@web.de> - 2017-10-12 14:14 -0700
    Re: Fragen zu NFC Thorsten Böttcher <thorsten_nospam@gmx.net> - 2017-10-13 11:24 +0200

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#233585

From"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
Date2017-10-13 07:44 +0000
Message-ID<f4b97cFittsU1@mid.individual.net>
In reply to#233564
Volker Bartheld <news2017@bartheld.net> wrote:
>Hi!

>On Thu, 12 Oct 2017 15:03:47 +0200, Stefan wrote:
>> Mein Kunde meinte nun, man könnte den Benutzer ja auch über sein
>> Smartphone identifizieren. Die Frage ist nun, ob man das machen kann,
>> ohne dass der Benutzer eine spezielle App installieren muss.

>Das kann man machen. NFC ist m. E. n. und grob vereinfacht eine Abart von
>RFID in einem anderen Frequenzband mit all der zugrundeliegenden
>(Un)Sicherheit. Wenn man sich also damit abfindet, das RFID OK sei (und
>mit der Tatsache, daß man den Kram mit gepimpten Lesegeräten aus
>komfortabler Entfernung auslesen und nach Belieben kopieren kann), dann
>ist es NFC allemal:

Die Frage ist, ob so eine Hardware mit einer 9V Batterie über ein Jahr 
versorgt werden kann. Der µC muss ja dauernd auf das NFC Signal lauschen.
Bei einem Tastenfeld kann er die meiste Zeit im Tiefschlaf verbringen und
wird durch den ersten Tastendruck aufgeweckt.
Bei angenommenen 200 mAh für die Batterie dürfte die Schaltung max. 20 µA
im Standby verbrauchen. Man kann natürlich die NFC Hardware erst bei Druck
auf eine Taste aktivieren, aber dann kann der Anwender gleich seinen PIN 
eingeben.
Ich finde es jedenfalls umständlicher, erst ein Smartphone aus der Tasche zu
holen. Meine Finger habe ich bereits griffbereit. 
Sinn ergibt soetwas nur für den Fall, wo ich keine Hand frei habe, z.B.
bei einem Möbelpacker.

-- 
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de

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#233589

FromAxel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De>
Date2017-10-13 10:51 +0200
Message-ID<59E07E9D.BF0CF1CE@Berger-Odenthal.De>
In reply to#233585
Peter Heitzer wrote:
> aber dann kann der Anwender gleich seinen PIN eingeben.

Wenn ich die knappe Information deute:
- nur wenige Öffnungen (zwei pro Tag)
- zu viele verschiedene Nutzer,
  um einfach gute alte Metallschlüssel auszugeben
dann braucht der einzelne Nutzer diesen Zugnang nur sehr selten. Ich
müßte dann vermutlich jedes Mal die Pin irgendwo nachlesen.

-- 
/¯\   No  |    Dipl.-Ing. F. Axel Berger    Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\ /  HTML |    Roald-Amundsen-Straße 2a     Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X    in  |    D-50829 Köln-Ossendorf      http://berger-odenthal.de
/ \  Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

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#233591

FromThorsten Böttcher <thorsten_nospam@gmx.net>
Date2017-10-13 11:18 +0200
Message-ID<orq0dq$llg$1@news.albasani.net>
In reply to#233585
On 13.10.2017 09:44, Peter Heitzer wrote:

> Ich finde es jedenfalls umständlicher, erst ein Smartphone aus der Tasche zu
> holen. Meine Finger habe ich bereits griffbereit.
> Sinn ergibt soetwas nur für den Fall, wo ich keine Hand frei habe, z.B.
> bei einem Möbelpacker.

RFID bzw. NFC ist ja nunmal für Kurzstrecke gedacht. Mit dem Handy in 
der Tasche und dem Klavier im Arm wird die Tür auch nicht aufgehen.
Ob ich das Telefon, eine Chipkarte vor den Leser halt, oder eine PIN 
eintippe ist egal.
Eine Hand brauche ich für alles.
Die PIN kann man vergessen, Chipkarte und Handy können geklaut werden, 
Handy kann dazu noch leer sein.
Vorteil vom Smartphone ist, dass es viele Menschen haben, es entstehen 
dem Betreiber keine Kosten mehr für die Karten.

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#233603

FromVolker Bartheld <news2017@bartheld.net>
Date2017-10-13 12:04 +0200
Message-ID<1s3cwg82rq26h.dlg@news.bartheld.net>
In reply to#233585
Hi!

On 13 Oct 2017 07:44:44 GMT, Peter Heitzer wrote:
> Die Frage ist, ob so eine Hardware mit einer 9V Batterie über ein Jahr 
> versorgt werden kann. Der µC muss ja dauernd auf das NFC Signal lauschen.

Das Kriterium "Netzbetrieb nicht erlaubt" war mir im Ausgangsposting nicht
aufgefallen. Ich las was von "[existente] Lösung bei der der Benutzer eine
Pin eingeben muss" und die sollte ja auch nicht zwingend den Dienst
verweigern, nur wenn mal eine Batterie leer wird. Und, simmer mal ehrlich:
Wie will der NFC-Leser mit dem NFC-Controller (der die Zugangsdaten
speichert) kommunizieren? Drahtlos? Oder geht jeden Morgen der Hausmeister
von Tür zu Tür und überträgt die neue Liste der Zutrittsberechtigten?

> Ich finde es jedenfalls umständlicher, erst ein Smartphone aus der Tasche
> zu holen. Meine Finger habe ich bereits griffbereit. 

Mei. *schulternzuck* Sicherheitstechnisch ist das vollkommen egal. Mache
ich halt Skimming oder schaue mir das Tastenfeld nachher mit der
Wärmebildkamera an. Seitenkanalattacken sind auch denkbar. Und wenn Du Pech
hast, geht der von Stefan erwähnte "bistabile Magnet" mit einem
Nd-Hochleistungsmagneten sehr einfach in die andere Lage zu überreden. 

Wenn sein Kunde sich mit der Bratpfanne auf die Birne hauen will, dann darf
er das nach kurzer Aufklärung über die Risiken und Nebenwirkungen gerne
tun. Sind ja alles Erwachsene hier.

Ciao,
Volker

-- 
@:  W E B 2 0 1 7 at B A R T H E L D dot N E T
3W: www.bartheld.net

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#233623

FromRupert Haselbeck <mein-rest-muell@gmx.de>
Date2017-10-13 18:30 +0200
Message-ID<8r57be-i1q.ln1@nntp.haselbeck-net.de>
In reply to#233585
Peter Heitzer schrieb:

> Die Frage ist, ob so eine Hardware mit einer 9V Batterie über ein Jahr
> versorgt werden kann. Der µC muss ja dauernd auf das NFC Signal lauschen.

Die Antwort ist: "ja, das geht - problemlos!"
Es gibt Schliesssysteme, welche mit einem (RFID?)Chip arbeiten und zwar ohne 
Betätigung einer Taste oder sowas. In einem mir bekannten größeren 
Bürogebäude sind (fast) sämtliche Zimmertüren damit ausgestattet, was den 
großen Vorteil hat, dass man recht einfach eine ganze Anzahl von komplexen 
Berechtigungsgruppen realisieren kann. Und wenn ein Chip verlorengeht, so 
muß man nicht, wie bei einem herkömmlichen Schlüssel, alle Schlüssel und 
Schlösser tauschen. Man nimmt lediglich dem verlorengegangenen Chip alle 
Berechtigungen und alles wird gut. Das dauert natürlich ein paar Stunden, 
weil man sämtliche Schlösser mit einer Programmierkarte bearbeiten muss, was 
immerhin 10 oder 15 Sekunden je Schloss dauert zzgl. der Wegezeiten, je nach 
Routine, Fitness und Arbeitsgeist des Hausmeisters.
Selbstverständlich sind die Schlösser netzunabhängig in jeder Beziehung, 
also mit einer Batterie ausgestattet und nicht vernetzt. Es wäre ja auch 
ziemlich blöd, wenn man bei Stromausfall - oder erfolgreichem Hackerangriff 
- keine Tür mehr öffnen oder abschliessen könnte. Die Batterien, CR-2, 
halten, je nach Nutzungsfrequenz, zwei bis drei Jahre

Allerdings hat das BSI festgestellt, dass das System theoretisch kanckbar 
ist.
Immerhin werden aber Haustüren, Türen zwischen einzelnen Abteilungen, 
Aufzüge etc. mit einem anderen elektronischen (aber als sicher geltenden) 
System bedient.

MfG
Rupert

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#233625

FromVolker Bartheld <news2017@bartheld.net>
Date2017-10-13 19:31 +0200
Message-ID<9gmav2vo9ljg$.dlg@news.bartheld.net>
In reply to#233623
Hi!

On Fri, 13 Oct 2017 18:30:09 +0200, Rupert Haselbeck wrote:
> Peter Heitzer schrieb:
>> Die Frage ist, ob so eine Hardware mit einer 9V Batterie über ein Jahr
>> versorgt werden kann. Der µC muss ja dauernd auf das NFC Signal lauschen.
> Die Antwort ist: "ja, das geht - problemlos!"
> Es gibt Schliesssysteme, welche mit einem (RFID?)Chip arbeiten

RFID und NFC sind nicht zwingend identisch im Leistungshunger, aber ich
glaube Dir das gerne mal.

> Und wenn ein Chip verlorengeht, so 
> muß man nicht, wie bei einem herkömmlichen Schlüssel, alle Schlüssel und 
> Schlösser tauschen. Man nimmt lediglich dem verlorengegangenen Chip alle 
> Berechtigungen und alles wird gut. Das dauert natürlich ein paar Stunden, 
> weil man sämtliche Schlösser mit einer Programmierkarte bearbeiten muss

Warum ist das "selbstverständlich"? Ich finde es sogar ziemlich dämlich,
weil überflüssiger Aufwand. Einen Netzausfallpuffer darf man für den von
Dir beschriebenen Fall gerne einbauen - aber warum sollte man Updates
nicht zentralisiert einspielen können bzw. dürfen? Diffie-Hellmann, PKI &
Co wurden doch nun wahrlich schon erfunden, das Kommunikationsproblem über
einen unsicheren Kanal gelöst *).

Ggfs. darf man bei Ausfall der Zentralinstanz trotzdem noch reinkommen
(obwohl das - also das dezentrale Vorhalten einer Liste von Zugangshashes
oder gar Codes - durchaus ein Sicherheitsrisiko darstellen könnte), z. B.
mit einem Generalschlüssel. Oder die Zugangserlaubnisse lokal
modifizieren. Kein stichhaltiges Argument gegen eine "selbstverständliche
Isolation" des einzelnen Zutrittssystems.

Beim Thema "Programmierkarte" fällt mir spontan
https://www.youtube.com/watch?v=qT_gwl1drhc ein. Ich hoffe, Dein
RFID/NFC-"Hausmeister" hat seine Haus(meister)aufgaben besser gemacht.

> also mit einer Batterie ausgestattet und nicht vernetzt. Es wäre ja auch 
> ziemlich blöd, wenn man bei Stromausfall - oder erfolgreichem Hackerangriff 
> - keine Tür mehr öffnen oder abschliessen könnte.

Nach einem erfolgreichen Hackerangriff darfst Du genau davon ausgehen. RFID
ist diesbezüglich eine Lachnummer und die alljährliche DEFCON jedes mal
wieder eine Quelle von amüsanten Projekten.

> Allerdings hat das BSI festgestellt, dass das System theoretisch kanckbar
> ist.

Das einigermaßen verstaubte BSI hinkt vermutlich meilenweit hinter
aktuellen Entwicklungen her. Wenn die von irgendeiner theoretischen
Sicherheitslücke berichten, haben sie den Schuß nicht gehört.

> Immerhin werden aber Haustüren, Türen zwischen einzelnen Abteilungen, 
> Aufzüge etc. mit einem anderen elektronischen (aber als sicher geltenden) 
> System bedient.

Welchem denn?

Ciao,
Volker

*) Wenn ich das Türschloß unbemerkt zerlegen und die Chips enthaupten darf,
dann ist doch sowieso schon Hopfen und Malz verloren.

-- 
@:  W E B 2 0 1 7 at B A R T H E L D dot N E T
3W: www.bartheld.net

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#233635

FromRupert Haselbeck <mein-rest-muell@gmx.de>
Date2017-10-13 23:10 +0200
Message-ID<8am7be-i1q.ln1@nntp.haselbeck-net.de>
In reply to#233625
Volker Bartheld schrieb:

> On Fri, 13 Oct 2017 18:30:09 +0200, Rupert Haselbeck wrote:
>> Peter Heitzer schrieb:
>>> Die Frage ist, ob so eine Hardware mit einer 9V Batterie über ein Jahr
>>> versorgt werden kann. Der µC muss ja dauernd auf das NFC Signal
>>> lauschen.
>> Die Antwort ist: "ja, das geht - problemlos!"
>> Es gibt Schliesssysteme, welche mit einem (RFID?)Chip arbeiten
> 
> RFID und NFC sind nicht zwingend identisch im Leistungshunger, aber ich
> glaube Dir das gerne mal.

Das ist nett von dir!

>> Und wenn ein Chip verlorengeht, so
>> muß man nicht, wie bei einem herkömmlichen Schlüssel, alle Schlüssel und
>> Schlösser tauschen. Man nimmt lediglich dem verlorengegangenen Chip alle
>> Berechtigungen und alles wird gut. Das dauert natürlich ein paar Stunden,
>> weil man sämtliche Schlösser mit einer Programmierkarte bearbeiten muss
> 
> Warum ist das "selbstverständlich"? Ich finde es sogar ziemlich dämlich,
> weil überflüssiger Aufwand. Einen Netzausfallpuffer darf man für den von
> Dir beschriebenen Fall gerne einbauen - aber warum sollte man Updates
> nicht zentralisiert einspielen können bzw. dürfen? Diffie-Hellmann, PKI &
> Co wurden doch nun wahrlich schon erfunden, das Kommunikationsproblem über
> einen unsicheren Kanal gelöst *).

Dazu muss man erstmal einen Kanal haben, egal ob sicher oder unsicher. 
Gerade Türen, und damit auch Türschlösser, sind nicht selten schwer mit 
Kabeln irgendwelcher Art erreichbar, insbesondere, wenn das nachträglich 
erfolgen soll.
Unabhängig davon ist es nunmal für den hypothetischen Eindringling deutlich 
schwieriger, ein Schloss zu knacken, an das er nur herankommt, wenn er 
davorsteht, als ein solches, welches er über irgendeine Art von Leitung 
ansprechen kann.
 
> Beim Thema "Programmierkarte" fällt mir spontan
> https://www.youtube.com/watch?v=qT_gwl1drhc ein. Ich hoffe, Dein
> RFID/NFC-"Hausmeister" hat seine Haus(meister)aufgaben besser gemacht.

Da bin ich zuversichtlich

>> also mit einer Batterie ausgestattet und nicht vernetzt. Es wäre ja auch
>> ziemlich blöd, wenn man bei Stromausfall - oder erfolgreichem
>> Hackerangriff - keine Tür mehr öffnen oder abschliessen könnte.
> 
> Nach einem erfolgreichen Hackerangriff darfst Du genau davon ausgehen.
> RFID ist diesbezüglich eine Lachnummer und die alljährliche DEFCON jedes
> mal wieder eine Quelle von amüsanten Projekten.
> 
>> Allerdings hat das BSI festgestellt, dass das System theoretisch kanckbar
>> ist.
> 
> Das einigermaßen verstaubte BSI hinkt vermutlich meilenweit hinter
> aktuellen Entwicklungen her. Wenn die von irgendeiner theoretischen
> Sicherheitslücke berichten, haben sie den Schuß nicht gehört.

Es ist immer wieder erstunlich, wie viele Spitzenkräfte zuverlässig 
feststellen können, dass das BSI nichts taugt und lediglich Blödsinn macht, 
diese Erkenntnisse dann aber lediglich im Usenet und an anderen ähnlich 
bedeutenden Orten wie irgendwelchen Blogs des ein oder anderen Nerds zum 
Besten geben, statt das BSI damit zu konfronrieren oder besser gleich dort 
anzuheuern. Oder sollte das BSI sogar so miserabel arbeiten, dass man dort 
auf hilfreiche Tips von erlesenen Experten nichts gibt?

>> Immerhin werden aber Haustüren, Türen zwischen einzelnen Abteilungen,
>> Aufzüge etc. mit einem anderen elektronischen (aber als sicher geltenden)
>> System bedient.
> 
> Welchem denn?

Wie das heisst, weiss ich nicht
 
> *) Wenn ich das Türschloß unbemerkt zerlegen und die Chips enthaupten
> darf, dann ist doch sowieso schon Hopfen und Malz verloren.

Möglicherweise auch deshalb vermeidet man es, anderen Leuten die Schlösser 
mitzugeben, um sie zu zerlegen :->
Andererseits wird das soviel ohnehin nicht bringen. Man kann die Dinger 
sogar kaufen und sie dann, so man davon Erkenntnisse zu gewinnen glaubt, 
zerlegen

MfG
Rupert

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#233644

FromHanno Foest <hurga-news2@tigress.com>
Date2017-10-14 02:04 +0200
Message-ID<f4d2jgF1rh1U1@mid.individual.net>
In reply to#233635
Am 13.10.2017 um 23:10 schrieb Rupert Haselbeck:

> Es ist immer wieder erstunlich, wie viele Spitzenkräfte zuverlässig
> feststellen können, dass das BSI nichts taugt und lediglich Blödsinn macht,
> diese Erkenntnisse dann aber lediglich im Usenet und an anderen ähnlich
> bedeutenden Orten wie irgendwelchen Blogs des ein oder anderen Nerds zum
> Besten geben, statt das BSI damit zu konfronrieren oder besser gleich dort
> anzuheuern.

Es ist (vielleicht nicht dir, aber doch allgemein) bekannt, daß das dem 
überwachungsgeilen Inennministerium unterstellte BSI gegen die 
Sicherheit der Bürger und Bürgerinnen arbeitet - es entwickelt nämlich 
den Bundestrojaner mit, und damit an der Unterminierung der Sicherheit 
aller Bundesbürger, da der Bundestrojaner auf Sicherheitslücken 
angewiesen ist, die das BSI damit nicht mehr kommunizieren darf, weil 
dann der Bundestrojaner nicht mehr funktionieren würde.

https://netzpolitik.org/2015/geheime-kommunikation-bsi-programmierte-und-arbeitete-aktiv-am-staatstrojaner-streitet-aber-zusammenarbeit-ab/

Chef des BSI ist übrigens Arne "Cyberclown" Schönbohm, dessen technische 
Kompetenz gegen Null geht, und dessen wesentliche Qualifikation darin zu 
bestehen scheint, Sohn des ehemaligen Innenministers von Berlin und 
Brandenburg Jörg "etwas Folter schadet nicht" Schönbohm (auch so eine 
Type, deren Ableben ich mit einer Pulle Sekt begießen werde) zu sein, 
und daß er Mitglied in der Atlantik-Brücke ist, hat sicher auch nicht 
geschadet.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/arne-schoenbohm-zum-bsi-praesident-ernannt-a-1077918.html

Ja, das BSI hat ein paar fähige Leute. Ob die unter diesen Bedingungen 
noch irgendwas (im Sinne der Bürger) reißen können, ist eher fraglich.

Hanno

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#233667

FromHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
Date2017-10-14 17:38 +0200
Message-ID<f4epc7Fdkm8U1@mid.individual.net>
In reply to#233644
Am 14.10.2017 um 02:04 schrieb Hanno Foest:

> da der Bundestrojaner auf Sicherheitslücken 
> angewiesen ist, die das BSI damit nicht mehr kommunizieren darf, weil 
> dann der Bundestrojaner nicht mehr funktionieren würde.

In den USA wurde neulich so eine Sicherheitslücke entdeckt. 
Grundstätzlich läßt sich aber jedes System infiltrieren, wenn man an den 
Rechner drankommt, dafür braucht es keine Sicherheitslücken.

DoDi

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#233729

FromVolker Bartheld <news2017@bartheld.net>
Date2017-10-15 15:07 +0200
Message-ID<1l4e9rct4l3g1.dlg@news.bartheld.net>
In reply to#233635
On Fri, 13 Oct 2017 23:10:09 +0200, Rupert Haselbeck wrote:
> Volker Bartheld schrieb:
>> Das einigermaßen verstaubte BSI hinkt vermutlich meilenweit hinter
-----------------------------------------^^^^^^^^^^
>> aktuellen Entwicklungen her. Wenn die von irgendeiner theoretischen
>> Sicherheitslücke berichten, haben sie den Schuß nicht gehört.

> Es ist immer wieder erstunlich, wie viele Spitzenkräfte zuverlässig 
> feststellen können, dass das BSI nichts taugt und lediglich Blödsinn macht, 

Jup. Erstaunlich. Ich habe Dir den relevanten Teil mal markiert.

Ciao,
Volker

-- 
@:  W E B 2 0 1 7 at B A R T H E L D dot N E T
3W: www.bartheld.net

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#233643

FromNorbert Hahn <nospam@nospam.invalid>
Date2017-10-14 01:30 +0200
Message-ID<j0j2uc950d25kla7l09hupd6bnakar2e9u@4ax.com>
In reply to#233585
On 13 Oct 2017 07:44:44 GMT, "Peter Heitzer"
<peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> wrote:

>Die Frage ist, ob so eine Hardware mit einer 9V Batterie über ein Jahr 
>versorgt werden kann.

Wenn man an Stelle der üblichen kleinen 6LR61 (aka 6F22) die dickere
6F100 nimmt, hat man deutlich mehr Energie zur Verfügung:
https://de.wikipedia.org/wiki/9-Volt-Block#Andere_Bauformen

Norbert

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#233706

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2017-10-15 11:23 +0200
Message-ID<orv9ea$8v6$1@dont-email.me>
In reply to#233643
Norbert Hahn schrieb:
> On 13 Oct 2017 07:44:44 GMT, "Peter Heitzer"
> <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> wrote:
>
>> Die Frage ist, ob so eine Hardware mit einer 9V Batterie über ein Jahr
>> versorgt werden kann.
>
> Wenn man an Stelle der üblichen kleinen 6LR61 (aka 6F22) die dickere
> 6F100 nimmt, hat man deutlich mehr Energie zur Verfügung:
> https://de.wikipedia.org/wiki/9-Volt-Block#Andere_Bauformen

Nunja, wenn 1) so ein Trumm in einem Türschloss platz hat und
2) man Fan von Zink-Kohle ist, OK. Die Skala ist da ohnehin
nach oben recht flexibel.
https://www.weidezaun.info/voss-farming-alkaline-175ah-9v-weidezaunbatterie-gross.html

-- 
mfg Rolf Bombach

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#233576

FromStefan Engler <Lehrerfreund@web.de>
Date2017-10-12 14:14 -0700
Message-ID<894dfe92-4b10-41ed-8623-80836f84762c@googlegroups.com>
In reply to#233545
Am Donnerstag, 12. Oktober 2017 15:03:49 UTC+2 schrieb Stefan:
> Mein Kunde meinte nun, man könnte den Benutzer ja auch über sein 
> Smartphone identifizieren.

> Aber geht das eventuell auch ohne dass der Benutzer eine App 
> installieren muss?

Ich würde mal hier schauen:
https://developer.android.com/guide/topics/connectivity/nfc/index.html

Die App wären wenige Zeilen Code, die man im Internet zusammensuchen kann.
(ich mag es lieber gedruckt und gebunden ...)

Bei Card Emulation with a Secure Element ist die ID auch ohne App auslesbar:
"no Android application is involved in the transaction" 

Bei Host-based Card Emulation wird die Karte durch Software nachgebildet.
Es kommt also auf das Telefon an.

Bei beiden Varianten lässt sich eine CHV einbauen aber bei Secure Element wird
die PIN wohl ins Lesegerät eingegeben und bei Host-based Card Emulation kann man
auch Eingaben im Telefon nutzen.

Die Sicherheit entspricht bei Secure Element der von Smartcards. Man muss halt
darauf auchten, dass sich auch alles authentifiziert und dann alles verschlüsseln (PKI ...). (PIN, CAN, SOPIN, ...)

Ganz offline geht nicht, da Sperrlisten geladen werden müssen und
Zertifikate getauscht werden müssen.

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#233592

FromThorsten Böttcher <thorsten_nospam@gmx.net>
Date2017-10-13 11:24 +0200
Message-ID<orq0oh$jt9$1@news.albasani.net>
In reply to#233545
On 12.10.2017 15:03, Stefan wrote:
> Hallo,
> 
> hatte heute eine Diskussion mit einem Kunden. Es geht um automatische
> Zugangssysteme. Aktuell haben wir eine Lösung bei der der Benutzer eine
> Pin eingeben muss.
> 
> Mein Kunde meinte nun, man könnte den Benutzer ja auch über sein
> Smartphone identifizieren.
> 
> Die Frage ist nun, ob man das machen kann, ohne dass der Benutzer eine
> spezielle App installieren muss.
> 
> Also, der Benutzer geht mit seinem Smartphone an einen PC, der liest per
> NFC die ID des Telefons ein, übermittelt die Daten an eine Tür wo der
> Benutzer anhand seines Telefons identifiziert wird.

Das funktioniert so nicht.
Das Telefon generiert jedesmal einen andere ID.
Gebraucht wird das IMHO für Bezahlsysteme. Für Zugangskontrollen ist das 
eher schlecht.
Ich hab es es gerade getestet, es reicht wenn NFC aktiviert ist, dann 
wird das Handy von einem Myfare Leser erkannt und die Kartennummer 
ausgelesen.
Handy kann dazu auch im Standby sein. Aber wie gesagt, 3mal vorgehalten, 
3mal unterschiedliche ID.

Ein aktueller Personalausweis verhält sich genauso.

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