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Groups > de.sci.electronics > #230426 > unrolled thread

Preiswertes Kleinlabornetzgerät bis 15V und max. 500 mA?

Started by"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
First post2017-07-24 15:15 +0000
Last post2017-07-27 01:54 +0200
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Contents

  Preiswertes Kleinlabornetzgerät bis 15V und max. 500 mA? "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2017-07-24 15:15 +0000
    Re: Preiswertes Kleinlabornetzgerät bis 15V und max. 500 mA? Olaf Kaluza <olaf@criseis.ruhr.de> - 2017-07-24 18:05 +0200
      Re: Preiswertes Kleinlabornetzgerät bis 15V und max. 500 mA? "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2017-07-25 07:10 +0000
        Re: Preiswertes Kleinlabornetzgerät bis 15V und max. 500 mA? Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2017-07-25 09:24 +0200
          Re: Preiswertes Kleinlabornetzgerät bis 15V und max. 500 mA? "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2017-07-25 08:09 +0000
            Re: Preiswertes Kleinlabornetzgerät bis 15V und max. 500 mA? Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2017-07-25 10:27 +0200
            Re: Preiswertes Kleinlabornetzgerät bis 15V und max. 500 mA? Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2017-07-25 15:50 +0200
              Re: Preiswertes Kleinla bornetzgerät bis 15 V und max. 500 mA? Matthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de> - 2017-07-25 15:20 +0000
                Re: Preiswertes Kleinla bornetzgerät bis 15 V und max. 500 mA? Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2017-07-26 14:35 +0200
              Re: Preiswertes Kleinlabornetzgerät bis 15V und max. 500 mA? "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2017-07-25 15:49 +0000
              Re: Preiswertes Kleinlabornetzgerät bis 15V und max. 500 mA? Olaf Kaluza <olaf@criseis.ruhr.de> - 2017-07-25 18:25 +0200
        Re: Preiswertes Kleinlabornetzgerät bis 15V und max. 500 mA? Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2017-07-25 11:17 +0200
    Re: Preiswertes Kleinlabornetzgerät bis 15V und max. 500 mA? wernertrp <vintage1918@yahoo.de> - 2017-07-25 09:07 -0700
      Re: Re: Preiswertes Kleinlabornetzgerät bis 15V und max. 500 mA? Matthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de> - 2017-07-26 06:20 +0000
        Re: Preiswertes Kleinlabornetzgerät bis 15V und max. 500 mA? "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2017-07-26 08:36 +0000
          Re: Preiswertes Kleinlabornetzgerät bis 15V und max. 500 mA? Frank Scheffski <usenet@alles-moppelkotze.de> - 2017-07-26 21:06 +0200
            Re: Preiswertes Kleinlabornetzgerät bis 15V und max. 500 mA? Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2017-07-27 01:54 +0200

#230426 — Preiswertes Kleinlabornetzgerät bis 15V und max. 500 mA?

From"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
Date2017-07-24 15:15 +0000
SubjectPreiswertes Kleinlabornetzgerät bis 15V und max. 500 mA?
Message-ID<etmh8tFnn4pU1@mid.individual.net>
Gibt es Labornetzgeräte mit kleiner Ausgangsleistung aber dafür feinere
Auflösung in der Stromanzeige, z.B. 100 µA oder, die kein kleines Vermögen
kosten? Fernsteuerbarkeit und externe Auslesung brauche ich nicht.
Die üblichen Netzgeräte haben meist eine Auflösung von 10 mA oder 1 mA,
was für die Messung an sparsamer Elektronik (µC im sleep) zu grob ist.
Ein zusätzliches Multimeter für die Strommessung ginge zwar, ist aber
unbequem und nimmt wertvollen Platz weg.

-- 
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de

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#230427

FromOlaf Kaluza <olaf@criseis.ruhr.de>
Date2017-07-24 18:05 +0200
Message-ID<seih4e-gg5.ln1@criseis.ruhr.de>
In reply to#230426
Peter Heitzer <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> wrote:

 >Gibt es Labornetzgeräte mit kleiner Ausgangsleistung aber dafür feinere
 >Auflösung in der Stromanzeige, z.B. 100 µA oder, die kein kleines Vermögen
 >kosten? Fernsteuerbarkeit und externe Auslesung brauche ich nicht.

Ich hab gelegentlich auch schomal daran gedacht sowas zu bauen...

 >Die üblichen Netzgeräte haben meist eine Auflösung von 10 mA oder 1 mA,
 >was für die Messung an sparsamer Elektronik (µC im sleep) zu grob ist.
 >Ein zusätzliches Multimeter für die Strommessung ginge zwar, ist aber
 >unbequem und nimmt wertvollen Platz weg.

...aber das nuetzt dir nix. Elektronik die wenig Strom aufnimmt macht
das heutzutage ja normalerweise indem da ein Microcontroller drin ist der
alles was durstig ist nur manchmal einschaltet. Was du brauchst ist
also ein Adapter an deinen Oszi damit den Stromverlauf ueber die Zeit
siehst. ICh nehme dafuer sehr gerne den MAX4080.

Ich hab mir dafuer mal eine Schaltung mit zwei Bananensteckern am
Eingang und zwei Buchsen am Ausgang gebastelt. Die kann man am
Labornetzteil dazwischenstecken und liefert am Oszi 1V/10mA mit
umschaltbarer Bandbreite von 250khz/10khz/1khz und 10Hz.
Sowas kann ich nur weiterempfehlen. .-)

Olaf
 

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#230436

From"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
Date2017-07-25 07:10 +0000
Message-ID<eto96dF54fdU1@mid.individual.net>
In reply to#230427
Olaf Kaluza <olaf@criseis.ruhr.de> wrote:
>Peter Heitzer <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> wrote:

> >Gibt es Labornetzgeräte mit kleiner Ausgangsleistung aber dafür feinere
> >Auflösung in der Stromanzeige, z.B. 100 µA oder, die kein kleines Vermögen
> >kosten? Fernsteuerbarkeit und externe Auslesung brauche ich nicht.

>Ich hab gelegentlich auch schomal daran gedacht sowas zu bauen...

> >Die üblichen Netzgeräte haben meist eine Auflösung von 10 mA oder 1 mA,
> >was für die Messung an sparsamer Elektronik (µC im sleep) zu grob ist.
> >Ein zusätzliches Multimeter für die Strommessung ginge zwar, ist aber
> >unbequem und nimmt wertvollen Platz weg.

>...aber das nuetzt dir nix. Elektronik die wenig Strom aufnimmt macht
>das heutzutage ja normalerweise indem da ein Microcontroller drin ist der
>alles was durstig ist nur manchmal einschaltet. Was du brauchst ist
>also ein Adapter an deinen Oszi damit den Stromverlauf ueber die Zeit
>siehst. ICh nehme dafuer sehr gerne den MAX4080.

>Ich hab mir dafuer mal eine Schaltung mit zwei Bananensteckern am
>Eingang und zwei Buchsen am Ausgang gebastelt. Die kann man am
>Labornetzteil dazwischenstecken und liefert am Oszi 1V/10mA mit
>umschaltbarer Bandbreite von 250khz/10khz/1khz und 10Hz.
>Sowas kann ich nur weiterempfehlen. .-)

Dafür könnte ich ein kleines Netzteil mit einem LP2951 und einem 1 Ohm
Shunt verwenden. Der LP2951 kann ja den Abfall am Shunt ausregeln, wenn
ich den Spannungsteiler danach anschliesse. Die Spannung am Shunt müsste
ich allerdings mit Faktor 10 verstärken, damit ich auf 1mv/100µA komme.
Oder sind die Rigol DS1000Z bei 1mV/div schon ausreichend, um 100µV
Differenz sicher zu unterscheiden? Dann reichte der Shunt alleine.


-- 
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de

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#230437

FromFrank Buss <fb@frank-buss.de>
Date2017-07-25 09:24 +0200
Message-ID<ol6rnn$gro$1@newsreader4.netcologne.de>
In reply to#230436
On 07/25/2017 09:10 AM, Peter Heitzer wrote:

> Oder sind die Rigol DS1000Z bei 1mV/div schon ausreichend, um 100µV
> Differenz sicher zu unterscheiden? Dann reichte der Shunt alleine.

EEVblog hat ein Vergleich verschiedener Scopes gemacht, siehe hier, ab 
Minute 8:

https://www.youtube.com/watch?v=-IOmRGjVELU

Besser Faktor 10 verstärken.

Sehr nützlich übrigens auch der uCurrent von ihm, habe ich hier. Damit 
kann man sogar Nanoampere per Scope messen. Allerdings koppelt in dem 
Bereich der Ausgang gerne in den Eingang. Muß man sehr mit der 
Verkabelung aufpassen, oder einen kleinen Kondensator am Eingang 
parallel schalten:

https://www.eevblog.com/forum/testgear/problem-with-ucurrent-gold/

-- 
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

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#230439

From"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
Date2017-07-25 08:09 +0000
Message-ID<etocm0F61i6U1@mid.individual.net>
In reply to#230437
Frank Buss <fb@frank-buss.de> wrote:
>On 07/25/2017 09:10 AM, Peter Heitzer wrote:

>> Oder sind die Rigol DS1000Z bei 1mV/div schon ausreichend, um 100µV
>> Differenz sicher zu unterscheiden? Dann reichte der Shunt alleine.

>EEVblog hat ein Vergleich verschiedener Scopes gemacht, siehe hier, ab 
>Minute 8:

>https://www.youtube.com/watch?v=-IOmRGjVELU

>Besser Faktor 10 verstärken.

Hatte ich schon befürchtet.

>Sehr nützlich übrigens auch der uCurrent von ihm, habe ich hier. Damit 
>kann man sogar Nanoampere per Scope messen. Allerdings koppelt in dem 

µA Auflösung mit um die 5% Abweichung würde mir schon reichen. Die absoluten
Werte interessieren hier weniger als der Trend. Ein geringer Spannungsabfall
ist allerdings Pflicht, es sei denn das Netzgerät kann ihn ausregeln.
Bei vielen Geräten mit einer 1.5V Knopfzelle lässt sich der Strom mit einem
normalen Multimeter nicht mehr richtig messen, da durch den Spannungsabfall
die Spannung am Gerät zu stark absinkt und dann das Gerät nicht mehr
richtig arbeitet. Das kann man z.B. bei einer Glückwunschkarte mit Ton
recht schön beobachten. Je nach Messbereich ändert sich die Tonhöhe der
Melodie.

-- 
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de

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#230440

FromFrank Buss <fb@frank-buss.de>
Date2017-07-25 10:27 +0200
Message-ID<ol6ve6$j6d$1@newsreader4.netcologne.de>
In reply to#230439
On 07/25/2017 10:09 AM, Peter Heitzer wrote:

> Bei vielen Geräten mit einer 1.5V Knopfzelle lässt sich der Strom mit einem
> normalen Multimeter nicht mehr richtig messen, da durch den Spannungsabfall
> die Spannung am Gerät zu stark absinkt und dann das Gerät nicht mehr
> richtig arbeitet.

Das ist der Hauptgrund, warum Dave den uCurrent entwickelt hat:

https://www.eevblog.com/projects/ucurrent/

Ein Artikel mit typischen Werten für den Spannungsabfall von 
verschiedenen Multimetern und die Schaltung des uCurrent zum Selberbauen 
ist auch verlinkt.

-- 
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

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#230443

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2017-07-25 15:50 +0200
Message-ID<nc8enc9juba7aoqsq0o0tdcgq3qrqfqutr@4ax.com>
In reply to#230439
"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>:

[möchte die Stromaufnahme eines µC-gesteuerten Gerätes messen] und
fragt:

"Geht das auch billiger?"

>µA Auflösung mit um die 5% Abweichung würde mir schon reichen. Die absoluten
>Werte interessieren hier weniger als der Trend. Ein geringer Spannungsabfall
>ist allerdings Pflicht, 

Man könnte sogar sagen: Er ist unvermeidlich.

>es sei denn, das Netzgerät kann ihn ausregeln.

Richtig gute Meßnetzgeräte machen das so, aber die sind Dir zu teuer.

>Bei vielen Geräten mit einer 1.5V Knopfzelle lässt sich der Strom mit einem
>normalen Multimeter nicht mehr richtig messen, da durch den Spannungsabfall
>die Spannung am Gerät zu stark absinkt und dann das Gerät nicht mehr
>richtig arbeitet. 

Eben, eben.

>Das kann man z.B. bei einer Glückwunschkarte mit Ton recht schön 
>beobachten. Je nach Messbereich ändert sich die Tonhöhe der Melodie.

Die Stromaufnahme eines µC kann sich extrem stark ändern, ggf. von nA im
Tiefschlaf zu einigen Ampere bei einem Funkburst. Willst Du das messen,
brauchst Du ein Meßgerät mit extrem breitem Meßbereich. 

Dabei funktioniert die Messung der Stromaufnahme normalerweise nach dem
gleichen Prinzip: Die Versorgungsspannung läuft über einen
Meßwiderstand, an diesem fällt nach dem Ohmschen Gesetz eine Spannung
ab, die dem fließenden Strom proportional ist. Dummerweise fehlt diese
Spannung dann dem µC als Versorgungsspannung. Er nimmt sich mit
Stromspitzen selbst die Versorgungsspannung weg und funktioniert dann
nicht mehr (oder nicht mehr richtig). 

Keysight und Konsorten haben dafür Lösungen, nämlich Netzgeräte mit
eingebauter Meßfunktion, die die Ausgangsspannung trotz pulsartiger
Stromentnahme konstant halten. Aber die kosten halt Geld :-(

Isoliert eine Stromaufnahme im Tiefschlaf zu messen ist verhältnismäßig
einfach (Olaf hat dafür eine gute Lösung vorgeschlagen), aber wenn es um
dynamische Stromaufnahme geht, entkommt man als Hobbyist dem Zwiespalt
Spannungsabfall <-> Meßgenauigkeit wohl nicht. 

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#230451 — Re: Preiswertes Kleinla bornetzgerät bis 15 V und max. 500 mA?

FromMatthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de>
Date2017-07-25 15:20 +0000
SubjectRe: Preiswertes Kleinla bornetzgerät bis 15 V und max. 500 mA?
Message-ID<XnsA7BDB0568E4F3AlwLookOnTBrightSide@penthouse.boerde.de>
In reply to#230443
Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>:

> "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>:
> 
> [möchte die Stromaufnahme eines µC-gesteuerten Gerätes messen] und

btw. es geht auch anders, ohne Shunt:

Texas Instruments hat in seinen DevKits für den MSP430 einen patentierten 
DC/DC-Wandler drin, über den die IDE die Leistungsaufnahme des Prozessors 
digital messen kann - einfach darüber, wie häufig der DC/DC-Wandler takten 
muss, um die Spannung auf 3.3V zu halten (der Wandler ist auch mit nem MSP430 
gebaut).

Schaltplan S. 32
www.ti.com/lit/slau627
Leider hab ich den Quelltext für den MSP430G2452 nicht gefunden, ohne den 
versteht man nicht wirklich wie das funktioniert, auf jeden Fall wird die 
erzeugte Spannung EZFET_VCCOUT and DCDCAL gelegt - damit wir der interne 
Oscillator gesteuert, wahrscheinlich ein DCO und davon dann die pulse für den 
Schalttransistor abgeleitet. Das ist wohl auch patentiert, nur leider wird 
nicht die Patentnummer erwähnt....

M.
-- 

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#230508 — Re: Preiswertes Kleinla bornetzgerät bis 15 V und max. 500 mA?

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2017-07-26 14:35 +0200
SubjectRe: Preiswertes Kleinla bornetzgerät bis 15 V und max. 500 mA?
Message-ID<cgsgnc93qcd8bnfidgg4a99nussqtjql7f@4ax.com>
In reply to#230451
Matthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de> schrieb:

>> [möchte die Stromaufnahme eines µC-gesteuerten Gerätes messen] 

| Dabei funktioniert die Messung der Stromaufnahme normalerweise nach dem
| gleichen Prinzip: Die Versorgungsspannung läuft über einen
| Meßwiderstand, an diesem fällt nach dem Ohmschen Gesetz eine Spannung
| ab, die dem fließenden Strom proportional ist.

> es geht auch anders, ohne Shunt:

> Texas Instruments hat in seinen DevKits für den MSP430 einen patentierten 
> DC/DC-Wandler drin, über den die IDE die Leistungsaufnahme des Prozessors 
> digital messen kann - einfach darüber, wie häufig der DC/DC-Wandler takten 
> muss, um die Spannung auf 3.3V zu halten (der Wandler ist auch mit nem MSP430 
> gebaut).

Fragt sich halt, mit welcher Dynamik diese Messung funktioniert. 

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#230452

From"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
Date2017-07-25 15:49 +0000
Message-ID<etp7ksFbg6uU1@mid.individual.net>
In reply to#230443
Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> wrote:
>"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>:

>[möchte die Stromaufnahme eines µC-gesteuerten Gerätes messen] und
>fragt:

>"Geht das auch billiger?"

>>µA Auflösung mit um die 5% Abweichung würde mir schon reichen. Die absoluten
>>Werte interessieren hier weniger als der Trend. Ein geringer Spannungsabfall
>>ist allerdings Pflicht, 

>Man könnte sogar sagen: Er ist unvermeidlich.

>>es sei denn, das Netzgerät kann ihn ausregeln.

>Richtig gute Meßnetzgeräte machen das so, aber die sind Dir zu teuer.

Ich habe mir mal das Keysight E36312A angeschaut. Angesichts der 
Features sind die knapp 1500 EUR wohl gerechtfertigt. Aber die ganzen
Schnittstellen und Anzeigen brauche ich halt als Hobbyist nicht.
Das Netzgerät hat ja fast mehr Knöpfe als mein Rigol DSO.

Das B&K Precision 1739 um knapp die Hälfte kommt dafür extrem spartanisch
daher. Je ein Fein/Grobeinsteller für Strom und Spannung, eine Anzeige
für Spannung und Strom, sonst nichts. 

-- 
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de

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#230457

FromOlaf Kaluza <olaf@criseis.ruhr.de>
Date2017-07-25 18:25 +0200
Message-ID<n18k4e-1o3.ln1@criseis.ruhr.de>
In reply to#230443
Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> wrote:

 >Isoliert eine Stromaufnahme im Tiefschlaf zu messen ist verhältnismäßig
 >einfach (Olaf hat dafür eine gute Lösung vorgeschlagen), aber wenn es um
 >dynamische Stromaufnahme geht, entkommt man als Hobbyist dem Zwiespalt
 >Spannungsabfall <-> Meßgenauigkeit wohl nicht. 

Es gibt natuerlich Grenzen, aber der von mir vorgeschlagene MAX kann
bei einem Max-Wert von 150mA noch 0.1mA aufloesen und das mit 250khz
Grenzfrequenz. Wenn man weiss das die Stroeme kleiner sind dann kann
man auch einen anderen Shunt verwenden.

Olaf

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#230442

FromHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
Date2017-07-25 11:17 +0200
Message-ID<etokn1F85lqU1@mid.individual.net>
In reply to#230436
Am 25.07.2017 um 09:10 schrieb Peter Heitzer:
> Olaf Kaluza <olaf@criseis.ruhr.de> wrote:
>> Peter Heitzer <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> wrote:

>>> Die üblichen Netzgeräte haben meist eine Auflösung von 10 mA oder 1 mA,
>>> was für die Messung an sparsamer Elektronik (µC im sleep) zu grob ist.
>>> Ein zusätzliches Multimeter für die Strommessung ginge zwar, ist aber
>>> unbequem und nimmt wertvollen Platz weg.
>
>> ...aber das nuetzt dir nix. Elektronik die wenig Strom aufnimmt macht
>> das heutzutage ja normalerweise indem da ein Microcontroller drin ist der
>> alles was durstig ist nur manchmal einschaltet. Was du brauchst ist
>> also ein Adapter an deinen Oszi damit den Stromverlauf ueber die Zeit
>> siehst. ICh nehme dafuer sehr gerne den MAX4080.

Schaltet man das Meßgerät direkt in die Leitung zum Verbraucher, muß man 
mit der daran abfallenden Spannung leben. Das nützt IMO nur was, wenn 
man den Unterschied zwischen Sleep und Wachzustand prüfen möchte, so 
weit das die sonst noch verbauten Kondensatoren überhaupt möglich machen.

> Dafür könnte ich ein kleines Netzteil mit einem LP2951 und einem 1 Ohm
> Shunt verwenden. Der LP2951 kann ja den Abfall am Shunt ausregeln, wenn
> ich den Spannungsteiler danach anschliesse. Die Spannung am Shunt müsste
> ich allerdings mit Faktor 10 verstärken, damit ich auf 1mv/100µA komme.
> Oder sind die Rigol DS1000Z bei 1mV/div schon ausreichend, um 100µV
> Differenz sicher zu unterscheiden? Dann reichte der Shunt alleine.

IMO kann man nicht beides gleichzeitig haben. Schaltet man das Meßgerät 
vor die Rückkopplung des Reglers, dann bekommt man nur den von allen 
beteiligten Stützkondensatoren geglätteten Mittelwert. Für die 
Abschätzung der Batterie-Lebensdauer ist das eigentlich der ideale Wert.

DoDi

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#230453

Fromwernertrp <vintage1918@yahoo.de>
Date2017-07-25 09:07 -0700
Message-ID<ce3184f7-9149-4197-91aa-4dcc856c16f4@googlegroups.com>
In reply to#230426
Am Montag, 24. Juli 2017 17:15:43 UTC+2 schrieb Peter Heitzer:
> Gibt es Labornetzgeräte mit kleiner Ausgangsleistung aber dafür feinere
> Auflösung in der Stromanzeige, z.B. 100 µA oder, die kein kleines Vermögen
> kosten? Fernsteuerbarkeit und externe Auslesung brauche ich nicht.
> Die üblichen Netzgeräte haben meist eine Auflösung von 10 mA oder 1 mA,
> was für die Messung an sparsamer Elektronik (µC im sleep) zu grob ist.
> Ein zusätzliches Multimeter für die Strommessung ginge zwar, ist aber
> unbequem und nimmt wertvollen Platz weg.
> 
> -- 
> Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de


kaufe ein ganz kleines Strom - oder Vielfachmeßgerät und stelle es auf das Netzteil.

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#230492

FromMatthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de>
Date2017-07-26 06:20 +0000
Message-ID<XnsA7BE54E743F6AlwLookOnTBrightSide@penthouse.boerde.de>
In reply to#230453
wernertrp <vintage1918@yahoo.de>:

> 
> kaufe ein ganz kleines Strom - oder Vielfachmeßgerät und stelle es auf
> das Netzteil. 

Da die Lösung so einfach ist, gibt es wohl keinen Grund so ein Gerät zu 
bauen.
Alternativ baut sich der OP so ein regelbares Netzteil selber:

DC-DC Step-down Energieversorgung Modul Voltmeter Amperemeter STN LCD Display 
3A http://r.ebay.com/lGRREn

DC-DC Step-down Stromversorg Modul Einstellbar Voltmeter Amperemeter LCD 
Display http://r.ebay.com/ER4FFy

oder ein Amperemeter an sein  Netzteil:
LCD DC VOLTMETER MODUL 7.5V-19.99V BEREICH PANEL MONTAGE BATTERIE MONITOR 
http://r.ebay.com/ZK2UlE
(das ist zwar jetzt ein Voltmeter, lässt sich aber bestimmt als Amperemeter 
umbauen bzw. bei aliexpress findet sich da sicher was)

M.
-- 

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#230497

From"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
Date2017-07-26 08:36 +0000
Message-ID<etr2jjFosdcU1@mid.individual.net>
In reply to#230492
Matthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de> wrote:
>wernertrp <vintage1918@yahoo.de>:

>> 
>> kaufe ein ganz kleines Strom - oder Vielfachme�gerÀt und stelle es auf
>> das Netzteil. 

>Da die Lösung so einfach ist, gibt es wohl keinen Grund so ein Gerät zu 
>bauen.
>Alternativ baut sich der OP so ein regelbares Netzteil selber:

>DC-DC Step-down Energieversorgung Modul Voltmeter Amperemeter STN LCD Display 
>3A http://r.ebay.com/lGRREn

>DC-DC Step-down Stromversorg Modul Einstellbar Voltmeter Amperemeter LCD 
>Display http://r.ebay.com/ER4FFy

Die Module sind sicher nett zum Selbstbau eines einfachen Netzgeräts, das
z.B. von einem Notebooknetzteil gespeist wird. Aber die gewünschte
Auflösung für den Strom (<= 100 µA) bieten sie nicht. 

>oder ein Amperemeter an sein  Netzteil:

Das löst auch nicht das Problem des Spannungsabfalls am Shunt.

Trotzdem danke für die Links. 

-- 
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de

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#230521

FromFrank Scheffski <usenet@alles-moppelkotze.de>
Date2017-07-26 21:06 +0200
Message-ID<fjphnc91ftp09d5h02rj66re0fksieb1kq@4ax.com>
In reply to#230497
Peter Heitzer schrieb:

>Das löst auch nicht das Problem des Spannungsabfalls am Shunt.

Zur Inbetriebnahme von Funkmeldeempfängern bei Reparatur und Wartung
habe ich mal was selbstgebaut.
Grundlage war eine Netzteilplatine von ELV, die ich auf 0-2,4V @300mA
konfiguriert habe. Dazu zwei Panelmeter von Conrad. Das Modul zur
Strommessung bot Autorange in 2 oder 3 Bereichen an, mit einer
Auflösung von 1µA im kleinsten Meßbereich.
Die Sense-Leitung habe ich jenseits des integrierten Meßshunts
angeschlossen, was dann zu einer Anzeige von 8µA führte, was
verschmerzbar war, da rein kosmetisches Problem.

Die getaktete Stromaufnahme der Meldeempfänger führte aber zu einer
ständig springenden Anzeige, die dadurch unbrauchbar war.
Wenn ich sowas nochmal bauen würde, dann nur mit kalibriertem
Oszi-Ausgang.


MfG

Frank

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#230527

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2017-07-27 01:54 +0200
Message-ID<8k8inc9q7c0nbbb3h7vevsmkbufm2n6v68@4ax.com>
In reply to#230521
Frank Scheffski <usenet@alles-moppelkotze.de> schrieb:

>>Das löst auch nicht das Problem des Spannungsabfalls am Shunt.

>Zur Inbetriebnahme von Funkmeldeempfängern bei Reparatur und Wartung
>habe ich mal was selbstgebaut.

>Die getaktete Stromaufnahme der Meldeempfänger führte aber zu einer
>ständig springenden Anzeige, die dadurch unbrauchbar war.
>Wenn ich sowas nochmal bauen würde, dann nur mit kalibriertem
>Oszi-Ausgang.

Der eine glaubts, der andere will es selbst ausprobieren.

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