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Groups > de.sci.electronics > #224222 > unrolled thread
| Started by | Heinz Saathoff <newshsaat@arcor.de> |
|---|---|
| First post | 2017-03-13 11:12 +0100 |
| Last post | 2017-03-19 04:23 +0100 |
| Articles | 5 — 4 participants |
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Leitungsanpassung bei LVDS Heinz Saathoff <newshsaat@arcor.de> - 2017-03-13 11:12 +0100
Re: Leitungsanpassung bei LVDS Uwe Bonnes <bon@hertz.ikp.physik.tu-darmstadt.de> - 2017-03-13 10:44 +0000
Re: Leitungsanpassung bei LVDS "horst.d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> - 2017-03-13 12:56 +0100
Re: Leitungsanpassung bei LVDS Heinz Saathoff <newshsaat@arcor.de> - 2017-03-13 16:35 +0100
Re: Leitungsanpassung bei LVDS Kai-Martin <kmk@lilalaser.de> - 2017-03-19 04:23 +0100
| From | Heinz Saathoff <newshsaat@arcor.de> |
|---|---|
| Date | 2017-03-13 11:12 +0100 |
| Subject | Leitungsanpassung bei LVDS |
| Message-ID | <vhrccc5nnkrabbdmlj9kqaet2lutbkte6r@4ax.com> |
Moin, auf Wikipedia im Artikel zu Low Voltage Differential Signaling bin ich im Abschnitt Funktionsprinzip https://de.wikipedia.org/wiki/Low_Voltage_Differential_Signaling#Funktionsprinzip auf diesen Satz gestoßen: "Auf Empfängerseite fließt der Strom durch einen Abschlußwiderstand von 100 Ohm. Dieser Wert entspricht dem doppelten Leitungswiderstand, wodurch Reflexionen auf der Leitung verhindert werden." Ich dachte, man schließt immer mit dem einfachen Leitungswiderstand ab. Warum hier der doppelte Leitungswiderstand? - Heinz
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| From | Uwe Bonnes <bon@hertz.ikp.physik.tu-darmstadt.de> |
|---|---|
| Date | 2017-03-13 10:44 +0000 |
| Message-ID | <oa5t5h$irm$1@lnx107.hrz.tu-darmstadt.de> |
| In reply to | #224222 |
Heinz Saathoff <newshsaat@arcor.de> wrote: > Moin, > > auf Wikipedia im Artikel zu Low Voltage Differential Signaling bin ich > im Abschnitt Funktionsprinzip > https://de.wikipedia.org/wiki/Low_Voltage_Differential_Signaling#Funktionsprinzip > > auf diesen Satz gestoßen: > "Auf Empfängerseite fließt der Strom durch einen Abschlußwiderstand > von 100 Ohm. Dieser Wert entspricht dem doppelten > Leitungswiderstand, wodurch Reflexionen auf der Leitung > verhindert werden." > > Ich dachte, man schließt immer mit dem einfachen Leitungswiderstand > ab. > Warum hier der doppelte Leitungswiderstand? Verunglueckter Versuch differentiellen und single ended Leitungswiderstand zu erklaeren? -- Uwe Bonnes bon@elektron.ikp.physik.tu-darmstadt.de Institut fuer Kernphysik Schlossgartenstrasse 9 64289 Darmstadt --------- Tel. 06151 1623569 ------- Fax. 06151 1623305 ---------
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| From | "horst.d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> |
|---|---|
| Date | 2017-03-13 12:56 +0100 |
| Message-ID | <einfnvFquilU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #224222 |
Am 13.03.2017 um 11:12 schrieb Heinz Saathoff: > Moin, > > auf Wikipedia im Artikel zu Low Voltage Differential Signaling bin ich > im Abschnitt Funktionsprinzip > https://de.wikipedia.org/wiki/Low_Voltage_Differential_Signaling#Funktionsprinzip > > auf diesen Satz gestoßen: > "Auf Empfängerseite fließt der Strom durch einen Abschlußwiderstand > von 100 Ohm. Dieser Wert entspricht dem doppelten > Leitungswiderstand, wodurch Reflexionen auf der Leitung > verhindert werden." > > Ich dachte, man schließt immer mit dem einfachen Leitungswiderstand > ab. > Warum hier der doppelte Leitungswiderstand? Falsche Formulierung. Wie Uwe es schon geschrieben hat. Gegen Masse liegt die Impedanz einer Leitung bei 50_Ohm. In dem Beispiel wird eine symmetrische Leitung gezeigt. Diese hat aber gegeneinander 100_Ohm (je 50_Ohm gegen Masse). -- ---hdw---
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| From | Heinz Saathoff <newshsaat@arcor.de> |
|---|---|
| Date | 2017-03-13 16:35 +0100 |
| Message-ID | <nvedcc9kf30uembj8oqr20ar1uap280lde@4ax.com> |
| In reply to | #224225 |
horst.d.winzler schrieb: >Am 13.03.2017 um 11:12 schrieb Heinz Saathoff: >> Moin, >> >> auf Wikipedia im Artikel zu Low Voltage Differential Signaling bin ich >> im Abschnitt Funktionsprinzip >> https://de.wikipedia.org/wiki/Low_Voltage_Differential_Signaling#Funktionsprinzip >> >> auf diesen Satz gestoßen: >> "Auf Empfängerseite fließt der Strom durch einen Abschlußwiderstand >> von 100 Ohm. Dieser Wert entspricht dem doppelten >> Leitungswiderstand, wodurch Reflexionen auf der Leitung >> verhindert werden." >> >> Ich dachte, man schließt immer mit dem einfachen Leitungswiderstand >> ab. >> Warum hier der doppelte Leitungswiderstand? > >Falsche Formulierung. Wie Uwe es schon geschrieben hat. >Gegen Masse liegt die Impedanz einer Leitung bei 50_Ohm. In dem Beispiel >wird eine symmetrische Leitung gezeigt. Diese hat aber gegeneinander >100_Ohm (je 50_Ohm gegen Masse). Gut, dann verstehe ich es wieder. Passt vom Wert her hauch zu verdrillter Leitung. - Heinz
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| From | Kai-Martin <kmk@lilalaser.de> |
|---|---|
| Date | 2017-03-19 04:23 +0100 |
| Message-ID | <oaktkf$ieo$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #224222 |
Heinz Saathoff wrote:
> auf Wikipedia im Artikel zu Low Voltage Differential Signaling bin
> ich im Abschnitt Funktionsprinzip
>
https://de.wikipedia.org/wiki/Low_Voltage_Differential_Signaling#Funktionsprinzip
>
> auf diesen Satz gestoßen:
> "Auf Empfängerseite fließt der Strom durch einen Abschlußwiderstand
> von 100 Ohm. Dieser Wert entspricht dem doppelten
> Leitungswiderstand, wodurch Reflexionen auf der Leitung
> verhindert werden."
>
> Ich dachte, man schließt immer mit dem einfachen Leitungswiderstand
> ab.
In der Tat.
> Warum hier der doppelte Leitungswiderstand?
Das ist der Autor des Fließtexts offenbar dem Irrtum erlegen, dass
alle Signal führenden Kabel 50 Ohm Impedanz hätten. Tatsächlich haben
die verdrillten Adern der für LVDS üblicherweise verwendeten
Netzwerkkabel üblicherweise 100 Ohm ("CAT5", "CAT6",...). Ich habe den
Fehler im deutschen Wikipedia-Artikel korrigiert.
Im englischen Parallel-Artikel steht es richtig:
https://en.wikipedia.org/wiki/Low-voltage_differential_signaling
"The current passes through a termination resistor of about
100 to 120 ohms (matched to the cable's characteristic
impedance to reduce reflections) at the receiving end
(...)"
Dafür endet dort der Satz mit einer Irreführung:
"(...) and then returns in the opposite direction via the
other wire."
Das legt einen über die ganze Leitung entlang im Kreis fließenden
Strom nahe. Tatsächlich kann davon nur bei (quasi-) Gleichstrom die
Rede sein. Davon sind die Verhältnisse bei LVDS aber weit entfernt.
Das Kabel ist lang im Vergleich zur Wellenlänge der Signalfrequenzen.
Entsprechend muss man Strom und Spannung als elektromagnetische Welle
behandeln. Beide wechseln über eine Wellenlänge hinweg das Vorzeichen.
Richtig falsch ist die englische Variante allerdings nicht. Denn lokal
und für Abstände, die deutlich kleiner als die beteiligten
Wellenlängen sind, stimmt die Aussage.
---<)kaimartin(>---
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